Was mich krank auf der Couch so bewegte

Die Erkältung ist immer noch merkwürdig, und ganz schön arbeitgeberfreundlich, denn ein wenig schlimmer wurde sie erst heute, am Wochenende. Wobei schlimm auch relativ ist: Weder ist meine Nase die ganze Zeit zu, noch läuft sie ständig. Dafür tun mir der Kopf und die Nebenhöhlen weh – obwohl ich frei und mit geschlossenem Mund atmen kann. Ein wenig Halsweh und Husten dazu – alles nicht tragisch eigentlich – und insgesamt fühle ich mich trotzdem irgendwie krank. Deswegen habe ich auch heute beschlossen, einfach mal liegen zu bleiben, Tee zu trinken und es ruhig angehen zu lassen.

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So hatte ich viel Zeit, das Internet leer zu lesen und mir auch ein paar Videos anzusehen, die in der letzten Zeit aufgelaufen sind. Darunter auch das des gestern in Bautzen gelaufenen Gesprächsforums “Zurück zur Sachlichkeit”. Die Süddeutsche fasst das Geschehen in einem Artikel ganz gut zusammen. Wer sich selbst ein Bild machen und die komplette zweistündige Veranstaltung sehen will, kann das hier tun. Gerade die erste Hälfte ist beschämend und zeigt ganz genau, warum Bautzen inzwischen einen eindeutigen Ruf als Stadt mit Naziproblem hat. Nicht etwa, weil Menschen wie Annalena Schmidt auf rassistische Vorfälle und die tiefer Verwurzelung rechter Strukturen in der Stadt hinweisen, sondern aufgrund der Reaktion darauf: Wer auf Missstände hinweist, wird niedergebrüllt und persönlich angegriffen, anstatt dass auf die Probleme eingegangen wird. Den Mahnern wird vorgeworfen, die Stadt zu diffamieren, anstatt dass man sich eindeutig gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit positioniert und der Welt beweist, dass in Bautzen auch weltoffene Menschen leben. Für mich war das Video auch deswegen aufwühlend, weil ich einige der Redner kenne – und zwar auf beiden “Seiten”. Einer von ihnen ist der Vater eines guten Freundes aus Schulzeiten – das macht mich immer noch fertig. Mehr über dieses ganze Bautzen-Ding habe ich vor 2,5 Jahren schon mal aufgeschrieben…

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Der Hase war heute auch ein wenig politisch unterwegs, wenn auch auf einer völlig anderen Ebene. Sein Berliner Lieblingsfußballverein, Tennis Borussia (ehemaliger Vereinspräsident: Hans Rosenthal), erlebt derzeit eine Krise. Auf der letzten Vereinssitzung kam es zu einer Art “feindlichen Übernahme” des Vereinsvorstands durch den Hauptsponsor. Dieser hat viel Geld in den Verein gesteckt und möchte ihn nun so schnell wie möglich zum Aufstieg bringen. Solche Ambitionen gab es in der Vereinsgeschichte schon öfter, meist endeten sie in einem Debakel und Ab- statt Aufstieg. Deswegen sind die Fans des sich offen gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie positionierenden Oberligavereins verständlicherweise besorgt um ihren Verein und machen ihrem Unmut öffentlich Luft. Sie schalteten eine Anzeige in der Fußballwoche und boten sich anderen Fans als erfahrenes Publikum an. Natürlich meldeten viele Vereine solidarisch ihr Interesse an und so ging der Hase heute mit einem Freund und rund 200 anderen TeBe-Fans zum Kreisliga-A-Verein Blau-Weiß Friedrichshain auf das Dach von Metro am Ostbahnhof und feuerten mit eigens erdichteten Fan-Gesängen die “Rooftop Boys” gegen SF Charlottenburg-Wilmersdorf II an. Wer den Hasen kennt, erkennt ihn in diesem Video. Zahlreiche Berliner Medien berichteten außerdem.

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Das für mich Beste am Ausflug des Hasen war, dass er mit einer Packung Donuts zurückkam, die wir im Laufe des Tages ganz geschwisterlich fifty-fifty miteinander teilten. Außerdem gab es heute noch Smashed Potatoes zu essen, nachdem mich ein Instagram-Post von Nadia gestern inspiriert hatte.

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Bester Dialog heute:

Ich: “Ich habe übrigens die Leberwurst angebrochen.”

Der Hase: “Iiiih, wieso machst Du denn sowas? Wenn Du sie nicht magst, musst Du sie ja nicht essen!”

Ich wusste, dass er so reagieren würde, kaum hatte ich meinen Satz ausgesprochen. Und ich musste schon in freudiger Erwartung kichern. Soviel darüber, worüber ich richtig laut lachen kann

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Ein weiteres Highlight des Tages war, dass ich ein exklusives Video vom vorgestrigen Konzert von We Are Scientists in Rostock zugespielt bekam. Und zwar von meinem Lieblingslied der Band, die ich vor 12 Jahren einmal interviewen durfte. Damit ich keine Urheberrechtsprobleme bekomme, entlasse ich Euch aber mit dem offiziellen Video-Clip und hoffentlich einem Ohrwurm. Nobody Move, Nobody Get Hurt ist ja auch ein schönes Motto für so einen Kranktag. In diesem Sinne:

Tagebuch-5 im Februar 2019 #WMDEDGT

Es ist mal wieder der 5. und wie jeden Monat fragt Frau Brüllen wieder: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Ich wache vor dem Weckerklingeln auf, weil irgendwer im Haus findet, es wäre eine gute Idee, jetzt mal ordentlich den Hammer zu schwingen. Als ich mich dazu durchringe, die Augen zu öffnen und mal nach der Uhrzeit zu gucken ist es 7:29, eine Minute vor Klingeln. Ich mache den Wecker aus und lese mich eine halbe Stunde lang gemütlich durchs Internet, während das Hämmern natürlich längst aufgehört hat und der Hase wieder eingeschlafen ist. Um 8 schleiche ich mich leise aus dem Schlafzimmer und lasse den Urlaubshasen weiter träumen.

Morgendliche Badroutine, Katzen füttern und dann bin ich kurz vor halb 9 schon aus dem Haus und fahre mit Tram und U-Bahn ins Büro.

Die Personalabteilung schreibt eine Rundmail über den neuen Feiertag in Berlin. Da wir zwar in Berlin unsere Zentrale, aber eben auch andere Standorte sowie Leute in Remote-Anstellung haben sowie diverse Mitarbeiter*innen, die kein Deutsch sprechen und das vielleicht noch gar nicht mitbekommen haben,1 ist das notwendig. Es geht zunächst darum, für wen der Feiertag alles gilt, dann darum, wie er im System abgebildet wird und was mit bereits bestehenden Urlaubsanträgen geschieht (Der Feiertag kam etwas plötzlich, das hat sich erst vor zwei Wochen oder so endgültig ergeben). Und dann ging es sehr lang und ausführlich um den Frauentag selbst, seine Geschichte, Clara Zetkin, warum der jetzt bei uns ein Feiertag ist usw. Und ein Link mit Veranstaltungen, bei denen man sich an diesem Tag politisch engagieren kann. Hach, ich liebe diese Firma!

Zum Frühstück gibt es klein geschnippeltes Büro-Obst und Milchkaffee, den wir uns wie immer mit der ganzen Kaffee-Crew oben in der Lounge holen. Ich lerne, dass es eine Fluggesellschaft namens Germania gibt und die jetzt pleite ist. Außerdem sprachen wir über das Fliegen im Allgemeinen, Flughäfen in aller Welt und überlegen, ob Fliegen oder Fleisch essen der schlimmere Klimakiller ist. (In meinem Kern-Team von 7 Personen haben wir drei vegan lebende Männer und vier omnivore Frauen. Besonders witzig ist, dass einer der Herren bis vor ungefähr zwei Jahren so ziemlich jeden Tag auf seiner Fleischportion bestand und inzwischen total geläutert ist.)

Zurück am Platz verbringe ich die Zeit bis zum ersten Meeting mit einer Aufgabe, die ich diese Woche für die urlaubende beste Kolleginnenfreundin übernommen habe – ziemlich analytisch mit ein bisschen Glaskugel drin, aber nichtsdestotrotz spannend. Und ich kann Kästchen (Google Sheet Zellen) mit lustigen Farben füllen, das ist ja auch immer schön.

Nach dem Meeting dann Abarbeiten der aufgelaufenen E-Mails und Anfragen, danach Mittagspause mit dem nicht-einfachen Kollegenfreund/Freundkollegen (20 Minuten Spaziergang zum Supermarkt und zurück, Gespräch über Magen-Darm, Valentinststag, Frauenhasser, die Grünen, die FDP, das Wahlverhalten in Ost-Berlin, 3,21 € in kleinen Scheinen und Seelenrettungsversuche). Wieder zurück gibt es für mich einen hochwertigen Mikrowellenmilchreis mit Erdbeerkompott und eine Runde Twitter-Timeline, der NEKFFK* muss direkt zurück an seinen Platz.

Nach der Pause gemütliches Vor-mich-hin-Arbeiten. Ein gutes Feedback für die Aufgabe erhalten, die ich diese Woche vertretungsweise übernommen habe. Eine weitere neue Aufgabe samt zugehöriger Schulung angekündigt bekommen, die spannend klingt und vielleicht längerfristig bei mir bleibt… Das Nachmittagsmeeting blieb dann relativ kurz und ereignislos. Danach tröpfelte der Arbeitstag ziemlich vor sich hin – im Vergleich zur letzten Megastresswoche sind wir jetzt wieder im Alltag angekommen und das ist auch gut so.

So kann ich pünktlich Feierabend machen und Richtung Friedrichshain fahren, um ein paar Dinge zu erledigen und mich dann mit einer meiner besten Freundinnen zum Essen und Quatschen zu treffen. Es gibt Tra Dao (hausgemachten Pfirsich-Eistee), Banh Xeo (einen vietnamesischen Pfannkuchen mit Tofu, Pilzen und Pak Choi), My Quang (eine dickflüssige Reisnudelsuppe mit Pilzen und Sesam-Chips) und Mango in frittiertem Klebreis. Dazu reden wir über alles, natürlich.

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Der Heimweg ab halb 10 ist dann ganz schön kalt, aber die Ringbahn ist warm und zum Glück ist es gar nicht so weit nach Hause. Dort warten zwei hungrige Katzen auf mich. Da der Hase heute auch aushäusig is(s)t, hatten sie noch kein Abendbrot. Dem schaffe ich schnell Abhilfe, dann mache ich noch ihr Klo sauber und mich selbst bettfertig. Halb 11 liege ich im Bett und höre zum Einschlafen die neue Folge Marvelous Mrs Maisel Goys.

*Auch noch nicht das richtige Blog-Synonym für ihn, fürchte ich.

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 14: Perugia: Smell the Chocolate and Mind your Head (auch: #12v12)

Es ist zwar der 14. Tag unseres Urlaubs, aber eben auch der 12. des Monats und damit #12v12. Blogger*innen posten 12 Fotos von ihrem Tag und dem schließe ich mich natürlich an. Die übrigen Beiträge gibt es wie immer bei Caro.

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Seit wir in der Ferienwohnung eingecheckt haben, muss ich bei jedem Besuch im Bad an den berühmten Ausspruch aus Go Trabi Go denken, wenn Jacqueline das tolle Wohnmobil ihres Onkels besichtigt: “Ä Duschklo mit Brause über der Schüssel!” So auch heute morgen…

Der Blick aus der Küche hinaus ist dann schon viel schöner, wir schliefen mal wieder zwischen lauter Olivenbäumen.

Typisch italienisch: Erstmal Wäsche abnehmen.

…dann Kaffee kochen. Zum Frühstück gibt es Brot mit Butter und Käse bzw. Honig sowie Caffè latte, Pfirsichsaft und Honigmelone.

Danach wird abgewaschen und mal wieder das italienische System des Abtropfschranks bewundert. Wenn wir mal groß sind, wollen wir sowas auch in unserer Küche haben!

Dann fahren wir zunächst nach Spello, wo wir uns aber nach einer kleinen Rundfahrt durch die Gassen nicht weiter aufhalten…

…nach Perugia. Dankenswerterweise gibt es hier Rolltreppen, mit denen man vom Parkplatz hoch in die Altstadt kommt, denn auch diese Stadt liegt – wie könnte es anders sein – oben auf einem Hügel.

Wir besichtigen den zentralen Platz, die Piazza IV Novembre…

…und blicken von einem Aussichtspunkt auf den unteren Teil der Stadt und weiter übers Land, unter anderem bis Assisi, wo wir morgen hinwollen.

Dann geht es für mich auf eine Schokoladentour (der Hase streikt, als wir merken, dass die altehrwürdige Schokoladenfirma Perugina inzwischen zum bösen N****é-Konzern gehört. Ich finde das auch nicht gut, aber da wir nun schonmal hier sind und ich mich seit Wochen auf die Tour gefreut habe, besichtige ich dann doch das Museum, verkoste einen großen Teil der Produktpalette (von sehr dunkler bis hin zur weißen Schokolade, da der viele Zucker einem bei umgekehrter Reihenfolge den Geschmack verdirbt), lerne einiges über die Geschichte der Firma und darf dann einen Blick in die Fabrik selbst werfen. Dort drinnen sind keine Fotos erlaubt, aber ich kann versichern, dass die Oompa Loompas einen sehr guten Job machen und schon jetzt die Ostereier für nächstes Jahr produzieren! Achja und der neuste heiße Scheiß ist rosafarbene Schokolade, aus der Ruby Kakao-Bohne. Die schmeckt ziemlich fruchtig, obwohl keine Früchte drin sind, ebenso wenig wie Farbstoffe übrigens. Ich bemühe mich übrigens redlich, mehr als die 9 € für den Eintritt bei der Schokoladenverkostung abzuessen, um dem Dreckskonzern so viel wie möglich zu schaden, bin aber nicht sicher, ob das geklappt hat. Es gibt immerhin nur 14 der Sorten zu probieren…

Dann setze ich mich wieder zum Hasen ins Auto – er hat inzwischen einen Radio-Tatort gehört – und wir fahren zu unserer heutigen Unterkunft, einem Bed & Breakfast und Backpacker Hostel auf einem Bauernhof außerhalb der Stadt. Außer den Gänsen gibt es hier noch Esel, eine Ziege und Hunde und die Zimmer sind nach den Tieren benannt.

Wir sind etwas früher da als geplant und es ist noch niemand da, also machen wir es uns erst einmal mit Blick auf Perugia in den Liegestühlen bequem und lesen etwas. Nach dem Einchecken gibt es dann noch Abendbrot – weiteres Resteessen mit Knoblauch-Ciabatta, Salsiccia seccha und Äpfeln.

Italien in a nutshell: Sehr traditionell, aber am Ende siegt doch irgendwie immer das Fernsehen. Wir setzen uns stattdessen noch einmal nach draußen, lauschen den Grillen und ich tippe diesen Blogbeitrag…

#WMDEDGT – Tagebuch-5 im Mai 2018

In den letzten Wochen habe ich so oft gedacht, dass man das ja bloggen könnte und dann habe ich es doch immer nicht getan. Vielleicht gibt mir die re:publica ja jetzt den nötigen Schwung, wieder in einen regelmäßigen Rhythmus hineinzufinden. Praktisch ist auf jeden Fall, dass ich gerade in der Sonne auf dem Balkon sitze und Kaffee trinke, dass gestern der 5. war und Frau Brüllen deswegen mal wieder fragte: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Die anderen Antworten gibt es dort, meine hier:

Der 5. Mai 2018 ist ein Sonnabend und ich verbringe ihn in Berlin. Er beginnt genau genommen in der Bahn nach Hause von der re:publica Abschluss-Party, aber wir wollen mal nicht pingelig sein. Morgens wache ich etwas unwillig schon gegen 8 auf, während der Hase neben mir noch schläft. Zum Glück zwingt mich ja niemand zum Aufstehen und ich kann erstmal in aller Ruhe das Internet leer lesen (E-Mails, Facebook, Instagram, Twitter, Feedly, Pocket und nochmal von vorn). Kurz vor 10 wird dann auch der Hase wach und wir tauschen uns erst einmal über die letzten Tage aus, an denen wir uns re:pulica-bedingt eigentlich so gut wie nie (wach) gesehen haben. Als nächstes planen wir den heutigen Tag, beziehungsweise das Wochenende. Als wichtigste Aufgaben kristallisieren sich einkaufen, Wäsche waschen, Muffins backen, aufräumen und Bad putzen heraus. (Bleibt dran und schaut, wie viel wir davon geschafft haben…)  Außerdem sind wir zum Mittagessen verabredet, der Hase möchte Nachtangeln gehen und Sonntagabend erwarten wir Besuch.

Da das Mittagsdate schon gefährlich nahegerückt ist, mache ich uns dann Tee und Obstsalat zum Frühstück, während der Hase zum Bäcker radelt (der macht sonnabends um 1 zu) und noch Brot von gestern kauft. Und weil der Hase der Hase ist und ich ich bin, bringt er auch noch zwei Stück Kuchen mit (Pflaume-Streusel und Apfel mit Decke). Die teilen wir uns dann noch zusätzlich zum Obstsalat. Dann mache auch ich mich ausgehfein, hole den Handgepäck-Trolley hervor, den wir unseren Freunden für ihren Urlaub leihen und wir laufen gemeinsam los zum Lecker Song in der Schliemannstraße. Ausgesucht habe ich das aus meiner Foursquare-Liste Berlin nach den Filtern “In meiner Nähe”, “Noch nicht besucht” und “Sitzplätze draußen” und meinem persönlichen Filter “Darauf hab ich jetzt Lust”. Es gibt leckeren Tee mit Sesam, Chrysanthemen, Litschis und anderem Zeug drin aus zauberhaften Teeschalen mit Fischen als Relief im Boden.

Teetasse

(Ich musste gerade nach Drinnen wechseln, weil es in der prallen Mai-Sonne draußen einfach zu heiß wurde.)

Wir teilen uns dann vier Vorspeisen (Edamame, Gurkensalat mit Chili, Bohnensalat mit Senfkraut und Ingwer sowie eine Wan-Tan-Suppe) und fünf verschiedene Dumpling-Sorten (Allesamt vegetarisch, aber schon beim Essen können wir nicht mehr alles auseinanderhalten. Kürbis-Curry ist dabei, Wildgemüse-Morcheln, Tofu-Shitake und noch zwei andere.)

Gurkensalat

Dumplings

Alles ist extrem lecker und wir unterhalten uns nebenbei über jede Menge Themen von schlecht gelaunten Menschen über Hip Hop über Antisemitismus über Berlin bis hin zu Waldorfschulen und zurück. Dann entscheiden wir uns gegen noch mehr süße Dumplings zum Dessert und für einen kurzen Verdauungsspaziergang um die Ecke zu Hokey Pokey. Dort gibt es für einen kein Eis, für eine zwei Kugeln und für den Hasen und mich je drei. Meine sind Kokos-Mango, Weiße Schokolade mit gesalzenen Pistazien und Karamell und Blaubeer-Baiser).

Wir schlecken unser Eis im Laufen und bringen die beiden zurück zum S-Bahnhof. Dann geht es ans Einkaufen. In zwei Supermärkten ist der Rhabarber, den ich für die Muffins brauche bereits ausverkauft, im dritten werde ich fündig. Vorher überschlage ich kurz die Alternativen im Kopf und bin dann aber beruhigt: Im Umkreis unserer Wohnung gibt es 13 Supermärkte, die ich innerhalb von 10 Minuten zu Fuß erreichen kann. Drei davon sind Bio-Supermärkte (Hallo, Prenzlauer Berg!). Nichtsdestotrotz leben wir in einer grünen, ruhigen Oase und ich höre zum Beispiel gerade nicht als Vögelgezwitscher und Stühlerücken bei den Nachbarn über uns.

Grün

Wieder zuhause verlangt dann das ganze Essen seinen Tribut und ich werde unglaublich, unglaublich müde. Ich schaffe es gerade noch, eine Waschmaschine anzusetzen, dann muss ich mich zur Siesta hinlegen. Als ich nach über zwei Stunden wieder erwache, ist der Hase bereits zum Angeln aufgebrochen. Ich bin noch nicht wieder so ganz wach und stelle fest, dass da heute bei mir wohl auch nicht mehr viel passieren wird. Also lege ich nur Wäsche zusammen, hänge die frisch gewaschene Wäsche auf, setze eine zweite Maschine an und verziehe mich dann mit Laptop und Miezen auf die Couch. Es müssen ja schließlich noch einige Serienfolgen weggeguckt werden.

Zwischendurch esse ich die Tafel Vollmich-Kardamom-Schokolade zu Ende, die ich auf der re:publica angebrochen habe und mache mir noch eine Stulle mit Fenchelsalami und Tomaten. Außerdem bekommen die Katzen Abendbrot und ein sauberes Klo und die zweite Ladung Wäsche wird aufgehängt. Als ich bei allen Serien wieder auf dem neusten Stand bin (teilweise hinkte ich mehrere Folgen hinterher), ist es schon weit nach Mitternacht. Ich erkundige mich beim Hasen nach seinem Temperaturempfinden. Er ist noch nicht erfroren, sitzt immer noch am Kanal in Baumschulenweg, fängt Fische wie nix Gutes und die Nachtigallen führen einen Gesangswettstreit. Dann kann ich ja beruhigt schlafen gehen. Morgen ist auch noch ein Tag.

Jahresrückblick 2017

Traditionen sind Traditionen und auch wenn dieses Blog in den letzten Monaten so gut wie verwaist ist, so gehört doch ein Jahresrückblick her. Einen Vorsatz zum häufigeren Bloggen im nächsten Jahr spare ich mir aber – das wirkt dann so albern, wenn es doch schon wieder nicht klappt. Und weil ich keine Lust auf das Jahresendstöckchen habe, gehe ich einfach monatsweise vor und konzentriere mich ab dem Februar nur noch auf die positiven Erlebnisse…

Januar

Dieses Jahr brachte schon in den ersten zwei Wochen das größtmögliche emotionale Auf und Ab des Jahres mit sich (Herz schlägt! Herz schlägt nicht mehr…), verbunden mit körperlichen Beschwerden aus der Hölle. Losgelassen hat mich das ganze auch ein knappes Jahr später noch nicht, was wohl auch mit ein Grund dafür ist, warum es im Blog so still war. Ich bin allen sehr dankbar, die in dieser Scheißzeit für mich da waren.

In Woche 3 wurde dann Trump vereidigt, was sich nahtlos in mein seelisches Tief einfügte. Laut dem Hasen war ich wochenlang geladen. Schönes gabs aber dann auch noch: Anti-Trump-Proteste, Vogelhochzeitssüßigkeiten und die Geburt des zweiten Kindes der besten Freundin.

Februar

Im Februar ging es zum ersten Mal in diesem Jahr nach Rostock, wo ein lieber Freund mein neues zweites Wohnzimmer eröffnete, das Törtchenlokal Waldenberger. Am Abend tanzte ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder, bis das Licht anging und am nächsten Morgen lernte ich endlich die Tochter eines alten Freundes kennen und machte mit ihr den Warnemünder Strand unsicher.

Außerdem heiratete im Februar mein Bruder nach über 18 Jahren Beziehung meine Schwägerin. Wir schenkten eine Torte und die Nutzung unserer Wohnung als Partylocation.

März

Ich nenne den März 2017 meine “irischen Wochen”. Direkt am Anfang ging es für mich dienstlich nach Dublin. Dann war ich mit einer lieben Freundin beim Konzert von Jimmy Kelly, verbrachte den St. Patrick’s Day feuchtfröhlich mit dem Hasen im Pub und schließlich erschien die neue Kelly-Family-CD, die aus nostalgischen Gründen natürlich den Rest des Monats rauf und runter lief – so sehr, dass sie in meinen Spotify-Jahrescharts ganz oben landete, auch wenn ich sie in der zweiten Jahreshälfte deutlich seltener gehört habe.

April

Der April war politisch geprägt und ich wurde offiziell in ein Ehrenamt gewählt, das spätestens seitdem einen beachtlichen Teil meiner Zeit und Energie bündelt. Abgesehen davon feierten wir die Wohnungseinweihung zweier lieber Freundinnen, die nun endlich auch in Berlin wohnen, besuchten das Hasenpatenkind in Leipzig und aßen Waffeln im Garten. Am Ende des Monats verbrachten wir ein langes Wochenende auf einem Naturcampingplatz in der Mecklenburgischen Seenplatte. Dort begann ich passend zu den vorgenannten irischen Wochen it der Lektüre von Ulysses – die natürlich auch jetzt noch nicht beendet ist.

Mai

Im Mai fing der Hase seinen neuen Job an, mit dem er noch immer sehr sehr glücklich ist. Ich hatte viel Spaß auf der re:publica und die Erdbeerhäuschen kehrten endlich nach Berlin zurück. Außerdem kam meine geliebte Rostocker Indie Night für einen Abend nach Berlin und ich tanzte zum zweiten Mal in diesem Jahr bis zum Schluss. Und dann fuhren wir selbst nach Rostock, wo es unglaublich heiß war, so dass ich direkt anbaden konnte. Natürlich trafen wir auch viele liebe Freunde und sahen drei Bands live, unter anderem Zen Bison.

Juni

Der Juni brachte ich mich in eine noch ältere Heimat, zum 15-Jahre-Abi-Klassentreffen in Bautzen. Anlässlich meines Geburtstags gab es dann später ein Picknick bei uns im Hof –mit internationalen Gästen, vielen Kindern und sogar einem Hundekampf. Und Live-Musik war auch wieder dabei: Wir tanzten mit den Skatalites im Yaam.

Juli

Gleich zu Beginn des Monats feierten wir den 30. Geburtstag meiner Cousine mit einer großen Gartenparty und ich tankte ganz viel Familienfeeling mit meinen Cousins und Cousinen. Auch das nächste Wochenende wurde sehr flauschig – in einer auf Twitter organisierten Hilfsaktion bearbeiteten wir einen Schrebergarten in Pankow-Rosenthal, lernten dort unter anderem die wundervolle Mademoiselle Read On kennen und bekamen am Ende auch noch zwei Himbeerpflanzen für den Balkon geschenkt. Überhaupt war das ein Sommer voller Obst, der Hase hat literweise Saft, Apfelmus, Marmelade und Kompott hergestellt – komplett mit mundgeraubten Früchten aus den Innenhöfen der Umgebung (die sonst nicht geerntet werden). Achja, ein tolles weiteres Rostock-Wochenende mit der lieben Susanne war ebenfalls noch drin in diesem wunderschönen Sommermonat!

August

Im August fand unser alljähliches Cousins- und Cousinentreffen statt. Wir backten Pizza, schauten Filme, jagten uns um die Tischtennisplatte, schwitzten in der Sauna, tranken jede Menge Mate und quatschten bis tief in die Nacht. Später im Monat verbrachte ich beruflich eine Woche in Timmendorfer Strand und konnte dort nach Feierabend trotz kühlerer Temperaturen ein weiteres Mal in der Ostsee baden (und zum ersten Mal seit langem wieder Minigolf spielen). Zum Monatswechsel ging es dann für 4 Tage mit dem Hasen nach Stockholm.

September

Zurück aus Stockholm ging es mit dem Team direkt wieder aufs Wasser, und zwar bei einer Floßtour auf der Havel. Kurz danach ging es schon wieder nach Rostock, zu einem Kabarett-Abend mit Fiete und Schiete, viel Zeit mit Freunden und natürlich Strand und Törtchen. Als ich heimkam, überraschte mich der Hase mit Unmengen selbst gebackenen schwedischen Zimt- und Kardamomschnecken, die in den Folgetagen noch häufig Neid unter meinen Kolleg*innen hervorriefen. Dann ging es im September noch auf einen weiteren Business-Trip, diesmal nach Brüssel.

Oktober

Das Highlight des Oktobers war unser zweiwöchiger Roadtrip durch Sardinien, bei dem ich so viel gegessen habe, dass ich mir kurz vor Schluss noch den Magen verdarb und ein paar Tage so gut wie gar nichts mehr herunterbekommen habe. Ansonsten gab es viel Meer, Berge, Bäume und Getier zu sehen und vor allem jede Menge Erholung und Abschalten.

November

Anfang November war mein Bruder in Berlin und wir lösten gemeinsam sein Geburtstagsgeschenk ein: Ein Doppelkonzert von Dritte Wahl im Astra. Mitte des Monats besuchte ich eine liebe Freundin in Basel und verbrachte genau einen Tag mit Sightseeing, den Rest der Zeit mit Filme- und Serienschauen und jeder Menge Gesprächen. Am Wochenende drauf ging es wieder einmal nach Rostock, zu 20 Jahre Indie Night mit Live-Auftritten von Mortenson und Das Paradies – die nächste durchtanzte Nacht.

Dezember

Der Dezember war wie jedes Jahr geprägt von einerseits stressiger Arbeit und andererseits stressiger Vorweihnachtszeit – nur unterbrochen vom Geburtstag des Hasen, den wir mit einer spontanen Party doch ziemlich gut gefeiert haben. Dann sahen wir uns Das Paradies noch einmal gemeinsam in Berlin an und feierten den Hasengeburtstag noch ein zweites Mal, nämlich mit seiner Familie. Darauf folgten meine letzte Dienstreise des Jahres, die mich nach Nürnberg führte, die Firmenweihnachtsfeier, die Bescherung mit Bruder und Schwägerin und das Weihnachtsfest mit der Hasenfamilie. Das Jahr endete mit einem spontanen weiteren Rostock-Besuch am zweiten Weihnachtsfeiertag (mit einer weiteren durchtanzten Indie Night und einem Wiedersehen mit Cousins und Onkel) sowie zwei faulen Sofa-Tagen mit dem Hasen, bevor wir uns heute auf den Weg machten, um in einer Ferienwohnung in Vorpommern ganz still und leise zu zweit das Jahr zu verabschieden.

Wenn ich so zurückschaue, hat sich 2017 nach dem miesen Start deutlich gesteigert, jetzt bin ich gespannt, was 2018 bringt!

Silvester

Blitzbesuch in Brüssel

Anfang dieser Woche war ich für ein Meeting zwei Tage in Brüssel und das war gleich im doppeltem Sinne eine Premiere. Einerseits war dies meine erste Auslandsdienstreise, mein erster Dienstreisenflug (bloß daran denken, keine Flugmeilen zu sammeln!) und außerdem mein erstes – so richtiges – Mal in Belgien. Vor 16 Jahren machte ich gemeinsam mit meinem damaligen Freund und zwei guten Freunden einen Roadtrip durch die Niederlande und auf dem Weg dahin verbrachten wir etwa 20 oder 30 Minuten auf einer belgischen Autobahn, aber das zähle ich nur mit, wenn ich mit der Anzahl der von mir besuchten Länder angeben möchte. Jetzt hingegen, wo ich Brüssel gesehen und sogar dort übernachtet habe, kann ich Belgien guten Gewissens als “besucht” abhaken. (Was nicht heißt, dass weitere Reisen nicht nötig werden, ich habe ja nun wirklich nur ein Minifitzelchen davon wirklich gesehen.)

Neben den beruflichen Zielen für die Reise hatte ich mir auch vier private gesteckt: belgische Waffeln, belgisches Bier, belgische Pralinen und belgische Pommes. Leider war unser Zeitplan so eng gesteckt und wurde durch ein verspätetes Flugzeug am Anreisetag noch weiter gestrafft, dass diese Ziele nur teilweise schaffbar waren. Die Pommes mussten ganz ausfallen – Mittag- und Abendessen gab es immer in der Gruppe und auf dem Flughafen vor dem Abflug haben wir die Pommes leider vergeblich gesucht – und Waffeln konnte ich nur beim Frühstücksbuffet im Hotel ergattern. Das war nun so gar nicht authentisch und obendrein gab es auch “nur” Ahornsirup und Obstsalat dazu. Auf jeden Fall also ein guter Grund, noch einmal nach Belgien zu fahren.

Waffel

 

Das mit dem Bier ließ sich schon leichter an. Die erste Gelegenheit gab es am ersten Abend, quasi als Aperitif vor dem Abendessen, aber da ich alkoholische Getränke immer sehr langsam trinke, habe ich aus Zeitgründen einen (französischen) Wein getrunken. Aber auf dem Flughafen gönnten wir uns dann (kurz bevor wir wahnsinnigen Appetit auf die Pommes bekamen) dann doch noch Bier. Meins war das Kriek, ein Kirschbier, das ich auch außerhalb Belgiens schon ein paar Mal getrunken hatte. Bei Bier bin ich vorsichtig und habe gerne entweder eine ausführliche Geschmacksbeschreibung oder meinen persönlichen Bier-Sommelier aka Hasen dabei, der mir schon im Voraus sagen kann, ob mir ein Bier schmecken wird (nicht zu herb, nicht zu viel Kohlensäure, gerne irgendwie fruchtig).

Bier

 

Für die Pralinen begaben wir uns zusammen mit polnischen, irischen und belgischen Kollegen am Nachmittag des Abreisetages auf einen kleinen Stadtrundgang. Wir liefen durch die Innenstadt, besuchten Jeanneken und Manneken Pis, spazierten am Königspalast vorbei, begegneten einer Demo des belgischen Militärs, das nach Aussage unserer belgischen Kollegin dagegen protestierte, dass niemand es vor Terrorismus schütze… und gingen in mehrere Pralinenläden.

In einem gönnte ich mir eine heiße Schokolade, in einem anderen, bei Pierre Marcolini eine Schachtel “Découvertes”, in denen je eine Praline von fast allen Sorten enthalten ist. Diese haben wir nun heute endlich aufgemacht und der Hase und ich teilen bisher sehr diszipliniert jede einzelne dieser Köstlichkeiten. Meine Highlights bisher: Praliné Pistache (dunkle Schokolade gefüllt mit knuspriger persischer Pistazie und einem Hauch Fleur de sel), Rose (Milchschokolade gefüllt mit einer cremigen Ganache mit Rosenwasser) und Fleur d’Oranger (dunkle Schokolade mit einer Ganache mit Orangenblütenwasser und Berghonig). Der Hase war auch von der Pistazie begeistert, bevorzugte aber ansonsten aber Praliné Nougat (dunkle Schokolade mit knusprigem Montélimar-Nougat) und Praliné Canelle (Milchschokolade mit knusprigen Avola-Mandeln und Zimt aus Sri Lanka).

Pralinen

 

Ich hatte vor der Reise noch einige kulinarische Tipps auf Twitter bekommen, die werde ich mir aber wohl für meinen nächsten Brüssel-Besuch aufheben. Evtl. klappt das schon Ende Januar, wenn das nächste Meeting dieser Art ansteht. Möglicherweise geht es dann aber auch nach Dublin. Das käme mir recht gut zu pass, denn letztes Mal aßen wir dort ja “nur” beim Hare Krishna, es gibt also noch viel zu entdecken!

#12von12 im November, Was schön war und ein bisschen Hoffnung

Gestern war der 12. und ich habe es diesmal wieder geschafft, zwölf Bilder von meinem Tag zu machen, wenn auch nicht, sie rechtzeitig zu verbloggen und bei #12von12 zu verlinken. Außerdem ist mir aufgefallen, dass sie gut in die Kategorie “Was schön war” passen, die ja vor einiger Zeit von Anke Gröner von Anke Gröner als Blog-Idee verfolgt wird. Danke für die Inspiration! Und weil es so schön war und ich gestern sogar einen kurzen Herzschmelz-Moment hatte, was ich angesichts der Nachrichtenlage diese Woche kaum für möglich gehalten hätte, fungiert dieser Text jetzt hier gleich für beide Reihen…
Puzzle-Buch

Wir wachen heute bei unseren Freunden, der Familie vom Patenkind des Hasen auf. Das Patenkindchen wachte bereits um 5:13 auf, aber ich schaffte es noch, immer mal wieder einzudösen, bis dann um halb 9 die Tür aufging und seine große Schwester mit einem Puzzle-Buch an unserem Bett auftauchte. Der Tag begann also mit Puzzlen und Vorlesen, immerhin konnten wir so noch eine gute halbe Stunde länger liegen bleiben.

 

Frühstück

Dann gab es ein tolles Frühstück in großer Runde, mit aufgeschnittenem Obst, aber ohne Obstmandala. Sie sind eben nicht bei Instagram 😉

 

Hase und Patenkind

Hase und Patenkind saßen natürlich nebeneinander an der Stirnseite des Tisches, wie sich das gehört.

 

Orangen-Feigen-Marmelade

Es gab superleckere Orangen-Feigen-Marmelade von der Patenkindoma, die beide Früchte im eigenen, sachsen-anhaltinischen (!), Garten geerntet hat.

 

Geschenk auspacken

Nach dem Frühstück durfte das Patenkind sein Geburtstagsgeschenk auspacken. Ein Jahr ist es jetzt schon alt! Die große Schwester hilft beim Auspacken. Natürlich haben wir ihr auch etwas mitgebracht – einen Plüschhasen, der jetzt Glocke heißt.

 

Fernsehturm

Der Fernsehturm zum Zusammenstecken kommt sehr gut an und soll das Patenkind optimal auf seine zukünftigen Besuche bei uns vorbereiten.

 

Doktorspiele

Dann wird aber erstmal Arzt gespielt und mir wird ein grüner, sternförmiger Fleck herausoperiert, zum Glück gibt es für die Wunde ein monstermäßig cooles Pflaster (und ne Narkose habe ich auch bekommen, aus der Fernsehturmspitze!)

 

Schaukeln

Dann heißt es bald anziehen und rausgehen. Der Hase und das große Kind schaukeln, während das Patenkindchen immer müder wird. Nach einer guten halben Stunde müssen wir wieder rein, damit es seinen Mittagsschlaf machen kann.

 

Faultier

Vorher bekommt es noch ein Fläschchen. In der Zwischenzeit spielen Papa, Hase und das große Kind zusammen. Der Hase ist, wie man leicht sieht, ein Faultier, das von Löwen angegriffen wird. Dann hat das Patenkindchen ausgetrunken und verabschiedet sich von allen. Die große Schwester ist sehr ins Spiel vertieft und möchte der Kleinen keinen Kuss geben. Aber dann springt sie doch schnell auf und reicht ihr Glocke als Bewacher zum Mittagsschlaf. “Ich leih Dir meinen Glocke zum Kuscheln, aber nur ausnahmsweise!” Hachz! Diese kleine Geste gab mir ein kleines bisschen Hoffnung, dass die Menschheit zwar egoistisch, aber nicht von Grund auf schlecht ist. Gut zu wissen mit Blick auf die weltpolitische Lage!

 

Völkerschlachtdenkmal

Wir brechen auf und fahren quer durch die Stadt zu sEB, dem wir auch noch einen Besuch abstatten wollen, wenn wir schon in Leipzig sind. Unterwegs kommen wir am Völkerschlachtdenkmal vorbei.

 

Gemüse-Lasagne

sEB empfängt uns mit einer leckeren Gemüse-Lasagne. Nach dem Essen und einem gemütlichen Plausch fahren wir dann wieder gen Norden.

 

Kitty

Bevor es zurück nach Berlin geht, halten wir auch noch beim Hasenbruder und den Haseneltern an – wenn man schonmal in der Gegend ist. Bei Hasenbruders werden wir von Kitty empfangen, die nach Besuchern Ausschau hält, während ihre felinen Mitbewohner:innen Dietmar und Frau Katzenberger das Sofa vorziehen.

Der Tag ging dann noch etwas weiter: Wir gabelten zwei Freunde des Hasen auf, fuhren gemeinsam zurück nach Berlin und der Hase ging dann mit ihnen zu einem Konzert, während ich es mir mit Katzen, Serien und einem Seitan-Burger auf der Couch bequem machte. Das wären dann aber vermutlich die Bilder 13 bis 20 gewesen…