Tagebuch-5 im November – Unter der Käseglocke #wmdedgt

Es ist der 5. und wie jeden Monat fragt Frau Brüllen wieder: WMDEDGT? Die anderen Beiträge gibt es wie immer hier, mein Tag sah so aus:

Den Wecker des Hasen verschlafe ich einfach, denn ich bin von meinem Rostock-Trip immer noch wahnsinnig müde. Als meiner halb 8 dran ist, werde ich zumindest wach(er), brauche dann aber noch eine gute halbe Stunde, bis ich mich aus dem Bett schäle. Katzen auf den Balkon lassen, duschen, Zähne putzen, Rostock-Gepäck aus- und verräumen, Sportsachen einpacken, Besuch verabschieden und dann geht es ins Büro. Die Tram ist nach den Ferien wieder voll, dafür gibt es erstaunlicherweise in der U-Bahn einen Sitzplatz.

Viertel 10 bin ich im Büro. Zum Frühstück gibt es zwei Orangen und einen Milchkaffee. Ich bin den ganzen Tag über schrecklich müde und fühle mich wie unter einer Käseglocke. Zum Glück stehen keine besonderen Termine an und ich kann einfach in Ruhe Dinge abarbeiten. Dazu gibt es das neue Hanson-Album auf die Ohren, das dieser Tage erscheinen wird. Um 12 ergattere ich eines der Early Bird Tickets für die re:publica im nächsten Jahr. Mittags gehe ich mit Kolleg*innen an die Salattheke des nächsten Supermarkts und stelle mir mein Mittagessen zusammen.

Dann esse ich mit der besten Kolleginnenfreundin zu Mittag und berichte ihr von meinen Rostock-Erlebnissen und den Treffen mit gemeinsamen Freunden.

Den immer noch müden Nachmittag überstehe ich mit viel Tee und einer Unterbrechung durch eine Videokonferenz. Nebenbei verschiebe ich die Sportverabredung auf morgen: Heute muss ich wirklich früh ins Bett. Außerdem wird mit dem Hasen das Abendbrot besprochen und ein Treffen mit einer Freundin für nächste Woche ausgemacht.

Viertel 7 mache ich Feierabend und fahre auf direktem Weg nach Hause. Kurz vor 7 komme ich an. Erst einmal bekommen die Katzen ihr Futter und ich ziehe mich diskret aufs Sofa zurück, damit sie in Ruhe essen können. Dann mache ich mich an die Zubereitung des Abendbrots. Es gibt Nudeln mit Mangold (aus dem Garten der Haseneltern), Stracchino (aus dem italienischen Supermarkt) und Walnüssen (aus dem Innenhof).

Pünktlich um 8 steht das Essen auf dem Tisch. Dazu gibt es einen Lacrima di Morro d’Alba, den wir aus Marche mitgebracht haben (ein Geschenk der Eltern der italienischen Cousine). Während des Essens erzählen wir uns gegenseitig die letzten Tage und dann wird es für mich auch schon Zeit fürs Bett. Um 9 liege ich drin.

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 7: Bologna, “la grassa” (auch: #WMDEDGT)

Heute ist nicht nur Tag 7 unseres Urlaubs, sondern auch der 5., an dem Frau Brüllen fragt: “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” Das hier:

Unser AirBnB liegt im Zentrum von Bologna, so ist es nicht schwer, aufzuwachen. Direkt vor dem Fenster steht ein Glascontainer, indem die Restaurants und Bars der Umgebung morgens ihr Altglas loswerden. Auch unsere Gastgeberin wird früh wach und macht Musik an. Trotzdem ist es schon gegen 10, als wir aufstehen und das von ihr zubereitete Frühstück genießen. Es gibt Spiegelei, Speck, Würstchen, Toast mit Ricotta, Marmelade, und Kaffee, dazu einen Schluck Mangoldsaft zum “Detoxen” und Kokoswasser. Die irisch-jamaikanisch-italienische Sozialisierung schlägt also voll durch.

Dann duschen wir, ziehen uns an und brechen mit unserer Gastgeberin auf in die Stadt. Unterwegs fühle ich mich, als wäre ich mit Lorelai Gilmore in Stars Hollow unterwegs. Es ist ein einziger “Walk & Talk”, sie erzählt uns alles über alles und jeden und ständig halten wir irgendwo an, weil sie Bekannte getroffen hat oder in ihren Stammläden ihre Freunde begrüßen möchte. In einer kleinen Gasse angekommen, kauft sie in einem Laden Brot, in einem anderen Parmaschinken und Gorgonzola und in einem dritten Polpette in Tomatensauce mit Erbsen. Das alles nehmen wir dann mit in einen vierten Laden, der sich als die Osteria del Sole entpuppt, die bereits seit 1465 existiert.

Dort bestellt sie eine Flasche Weißwein und damit setzten wir uns dann an einen Tisch und essen und trinken. Nach einer Weile kommt ihre Tochter dazu, die gerade aus der Schule kommt. Die beiden brechen zu einem Termin auf und wir beide laufen alleine weiter durch Bologna, durch Straßen voller Marktstände, Lebensmittelläden, Bars und Restaurants. Essen ist wirklich überall in La Grassa, der Fetten. Wir sind dann aber doch schon rechtschaffen müde, vollgefressen und tipsy, so dass wir außerhalb der Stadttore einen Park aufsuchen und es uns dort eine Weile auf der Wiese gemütlich machen. Das ganze Essen muss ja verdaut werden, denn für den Abend war uns eine Kostprobe diverser Bologneser Spezialitäten versprochen worden. Der Hase nickt ein wenig weg und ich lese das Internet leer.

Als uns kalt wird, brechen wir auf und verlassen den Park. Am Ufer eines Sees treffen wir dabei auf mehrere Schildkröten. Wir laufen wir gemütlich auf verschlungenen Wegen zurück zum AirBnB. Dort läuft bereits der Fernseher und es wird eifrig zwischen Netflix und YouTube hin- und hergesprungen, bevorzugt zwischen verschiedenen Dokus über die Rolling Stones.

Der Soundtrack für den Abend ist also schonmal sehr gut, das Essen wird es erst recht werden. Unsere Gastgeberin verdient ihr Geld damit, für Leute zu kochen und heute bekommen wir einige der typischen Spezialitäten aus Bologna vorgesetzt. Es beginnt mit handgemachten Tortellini in Brühe, darauf folgen Gnocchi mit vier verschiedenen Käsesorten. Dazu gehört ein Sangiovese aus der Region. Dann folgen die Tagliatelle al ragù, die mit “Spaghetti Bolognese” wirklich gar nichts zu tun haben mit einem sehr leckeren Pinot Grigio. Zum Nachtisch serviert sie uns frische Ananas mit Sojasahne und Schokokekskrümeln.

Danach machen wir es uns faul auf dem Sofa bequem, ich blogge und der Hase und die Gastgeberin teilen sich das Couchkommando (die Fernbedienung). Der Abend endet mit dem Vorspielen von Lieblingssongs und -serien und wir fühlen uns ganz wie zuhause. Nur die Katzen fehlen.

#12von12 im November, Was schön war und ein bisschen Hoffnung

Gestern war der 12. und ich habe es diesmal wieder geschafft, zwölf Bilder von meinem Tag zu machen, wenn auch nicht, sie rechtzeitig zu verbloggen und bei #12von12 zu verlinken. Außerdem ist mir aufgefallen, dass sie gut in die Kategorie “Was schön war” passen, die ja vor einiger Zeit von Anke Gröner von Anke Gröner als Blog-Idee verfolgt wird. Danke für die Inspiration! Und weil es so schön war und ich gestern sogar einen kurzen Herzschmelz-Moment hatte, was ich angesichts der Nachrichtenlage diese Woche kaum für möglich gehalten hätte, fungiert dieser Text jetzt hier gleich für beide Reihen…
Puzzle-Buch

Wir wachen heute bei unseren Freunden, der Familie vom Patenkind des Hasen auf. Das Patenkindchen wachte bereits um 5:13 auf, aber ich schaffte es noch, immer mal wieder einzudösen, bis dann um halb 9 die Tür aufging und seine große Schwester mit einem Puzzle-Buch an unserem Bett auftauchte. Der Tag begann also mit Puzzlen und Vorlesen, immerhin konnten wir so noch eine gute halbe Stunde länger liegen bleiben.

 

Frühstück

Dann gab es ein tolles Frühstück in großer Runde, mit aufgeschnittenem Obst, aber ohne Obstmandala. Sie sind eben nicht bei Instagram 😉

 

Hase und Patenkind

Hase und Patenkind saßen natürlich nebeneinander an der Stirnseite des Tisches, wie sich das gehört.

 

Orangen-Feigen-Marmelade

Es gab superleckere Orangen-Feigen-Marmelade von der Patenkindoma, die beide Früchte im eigenen, sachsen-anhaltinischen (!), Garten geerntet hat.

 

Geschenk auspacken

Nach dem Frühstück durfte das Patenkind sein Geburtstagsgeschenk auspacken. Ein Jahr ist es jetzt schon alt! Die große Schwester hilft beim Auspacken. Natürlich haben wir ihr auch etwas mitgebracht – einen Plüschhasen, der jetzt Glocke heißt.

 

Fernsehturm

Der Fernsehturm zum Zusammenstecken kommt sehr gut an und soll das Patenkind optimal auf seine zukünftigen Besuche bei uns vorbereiten.

 

Doktorspiele

Dann wird aber erstmal Arzt gespielt und mir wird ein grüner, sternförmiger Fleck herausoperiert, zum Glück gibt es für die Wunde ein monstermäßig cooles Pflaster (und ne Narkose habe ich auch bekommen, aus der Fernsehturmspitze!)

 

Schaukeln

Dann heißt es bald anziehen und rausgehen. Der Hase und das große Kind schaukeln, während das Patenkindchen immer müder wird. Nach einer guten halben Stunde müssen wir wieder rein, damit es seinen Mittagsschlaf machen kann.

 

Faultier

Vorher bekommt es noch ein Fläschchen. In der Zwischenzeit spielen Papa, Hase und das große Kind zusammen. Der Hase ist, wie man leicht sieht, ein Faultier, das von Löwen angegriffen wird. Dann hat das Patenkindchen ausgetrunken und verabschiedet sich von allen. Die große Schwester ist sehr ins Spiel vertieft und möchte der Kleinen keinen Kuss geben. Aber dann springt sie doch schnell auf und reicht ihr Glocke als Bewacher zum Mittagsschlaf. “Ich leih Dir meinen Glocke zum Kuscheln, aber nur ausnahmsweise!” Hachz! Diese kleine Geste gab mir ein kleines bisschen Hoffnung, dass die Menschheit zwar egoistisch, aber nicht von Grund auf schlecht ist. Gut zu wissen mit Blick auf die weltpolitische Lage!

 

Völkerschlachtdenkmal

Wir brechen auf und fahren quer durch die Stadt zu sEB, dem wir auch noch einen Besuch abstatten wollen, wenn wir schon in Leipzig sind. Unterwegs kommen wir am Völkerschlachtdenkmal vorbei.

 

Gemüse-Lasagne

sEB empfängt uns mit einer leckeren Gemüse-Lasagne. Nach dem Essen und einem gemütlichen Plausch fahren wir dann wieder gen Norden.

 

Kitty

Bevor es zurück nach Berlin geht, halten wir auch noch beim Hasenbruder und den Haseneltern an – wenn man schonmal in der Gegend ist. Bei Hasenbruders werden wir von Kitty empfangen, die nach Besuchern Ausschau hält, während ihre felinen Mitbewohner:innen Dietmar und Frau Katzenberger das Sofa vorziehen.

Der Tag ging dann noch etwas weiter: Wir gabelten zwei Freunde des Hasen auf, fuhren gemeinsam zurück nach Berlin und der Hase ging dann mit ihnen zu einem Konzert, während ich es mir mit Katzen, Serien und einem Seitan-Burger auf der Couch bequem machte. Das wären dann aber vermutlich die Bilder 13 bis 20 gewesen…

Ein Hauch von Sizilien im grauen Berlin – Unser Wochenende mit der TomatenMarkGräfin

Die älteren Mitlesenden werden sich erinnern, letztes Jahr im Herbst verbrachte ich eine der schönsten und inspirierendsten Wochen meines Lebens beim The Language of Food Workshop mit Luisa Weiss und Rachel Roddy in der Anna Tasca Lanza Cooking School auf dem riesigen Weingut Regaleali der Familie Tasca d’Almerita auf Sizilien (in chronologischer Reihenfolge nachzulesen hierhier, hier, hier, hier, hier und hier). Ein großer Teil des Zaubers der Kochschule liegt in der Persönlichkeit ihrer Leiterin, Fabrizia.

Die charismatische Marchesa (Markgräfin) lässt ihren aristokratischen Hintergrund kein bisschen heraushängen, sondern interessiert und engagiert sich mit voller Leidenschaft für die traditionelle Küche der eher ärmlichen Bevölkerung Siziliens. Wer sie in ihrer Schule besucht, lernt nicht nur kochen, sondern erfährt auch, wie das Essen seinen Weg auf den Teller findet – von der Beschaffenheit des Bodens über den Anbau der Pflanzen hin zum Arbeitsalltag des Schäfers und der Süßigkeitenproduktion an Feiertagen. Die Tischgespräche gehören zu den spannendsten, die ich bisher erlebt habe und Fabrizia schafft es, eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen, Leute miteinander zu verbinden, zu bilden und dann mit sarkastischen Einwürfen die ganze Gesellschaft zum Lachen zu bringen. Ich wollte schon am ersten Abend nie wieder abreisen und am Ende der Woche hatte ich das Gefühl, zur Familie zu gehören.

Fabrizia
Umso mehr freute es mich dann vor ein paar Wochen zu lesen, dass Fabrizia im Rahmen der Cheese Berlin zu einer Käse- und Weinverkostung nach Berlin kommen würde. In wenigen Sekunden hatte ich den Hasen überredet, zwei 15 € teure Tickets zu kaufen, obwohl wir ja eigentlich gerade sparen wollen.* Ich schrieb Fabrizia, dass ich zum Tasting kommen würde und hoffte insgeheim, vielleicht hinterher noch ein paar Worte mit ihr wechseln zu können. Vor ein paar Tagen dann fragte Fabrizia auf Facebook nach Tipps, was sie denn in Berlin auf jeden Fall anschauen sollte und ich traute mich, sie zu fragen, ob wir uns nicht auch außerhalb des Tastings treffen sollten. Überraschenderweise sagte sie sofort erfreut zu und wir verabredeten uns für den Samstagabend. Ich recherchierte schon einmal kurz, welche für sie interessanten Restaurants man denn aufsuchen könnte, nur für den Fall, dass sie Lust hätte, mit mir essen zu gehen.

Am Freitagnachmittag saß ich dann im Büro und war völlig in die Arbeit vertieft, als mein Handy klingelte und eine italienische Nummer angezeigt wurde. “Ciao, Susanne, it’s Fabrizia! I’ve arrived in Berlin and I have a little problem. I won’t have time tomorrow night, but I was wondering if you were free today? I’d like to grab a bite to eat!” Puh, zum Glück hatte ich nichts weiter vor und auch noch in ein paar Minuten Feierabend! Wir verabredeten uns vor ihrem AirBnB (sie hatte keine Lust auf die teuren, hässlichen Hotels, die ihr vom Veranstalter angeboten wurden). Die Begrüßung war so herzlich, als hätten wir uns nicht anderthalb Jahre nicht gesehen und wir redeten sofort wie alte Freundinnen. Mit der Tram fuhren wir zum Schusterjungen in der Danziger, einer “urigen” Alt-Berliner Gaststätte, die schon vor dem ganzen Prenzlauer-Berg-Hype existierte. Dort aß die sizilianische Markgräfin stilecht Soljanka und Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl (gut, aber mit Olivenöl hätte es ihr wohl besser geschmeckt).

Leinöl
Im Verlauf des Essens haben wir dann auch einige Ideen für mögliche gemeinsame Projekte in der Zukunft diskutiert, über die noch im Detail zu reden sein wird –  unter anderem wurden der Hase und ich aber zum Beispiel eingeladen, sie in der Kochschule zu besuchen – kostenfrei natürlich! (Die Kurse lohnen sich definitiv, sind aber doch deutlich teurer als es unser Geldbeutel normalerweise vertragen würde; der Workshop im letzten Jahr riss ein tiefes Loch in meine Ersparnisse…) Außerdem verabredeten wir uns direkt für den nächsten Morgen, um gemeinsam die Domäne Dahlem zu besichtigen und hinterher beim Mittagessen ihren in Berlin lebenden Schwiegersohn kennenzulernen. Nach dem Essen brachte ich sie zur Tram-Haltestelle und machte mich dann sehr vergnügt auf den Heimweg.

Am Samstag morgen klingelte der Wecker früh, damit der Hase und ich Fabrizia bereits gegen 9:30 am Hauptbahnhof treffen konnten. Gemeinsam fuhren wir dann mit S-Bahn und Bus raus nach Dahlem. Während der Fahrt sprachen Fabrizia und der Hase über ihre gemeinsame Leidenschaft – rauszugehen, ungewöhnliche Zutaten einzusammeln und daraus Lebensmittel, Waschmittel oder Seife herzustellen. Er überreichte ihr ein Glas von seinem Ebereschen-Chutney, sie revanchierte sich mit einem Glas ihres berühmten Estrattos – einem Tomatenextrakt (oder Tomatenmark ;)), dass in der glühenden sizilianischen Augustsonne hergestellt wird, indem kiloweise Tomaten kleingeschnitten auf Holztischen lagernd in der Sonne trocknen.

Domäne Dahlem
In Dahlem angekommen, sahen wir uns gemeinsam die Ausstellung “From Farm to Fork” im Culinarium an (passend zu Fabrizias Projekt “Farm to Table“), spazierten an Gärten, Weiden und Feldern vorbei, sahen Schafe, Kühe und Schweine (ein Ferkel knabberte liebevoll an Fabrizias langem Wintermantel) und bummelten über den Markt und durch den Farmshop. Nebenbei schmiedeten wir weitere Pläne für nächstes Jahr und sammelten Ideen. Danach trafen wir im Alten Europa in Mitte Luca, in Rom aufgewachsener Berliner Filmemacher und der Freund von Fabrizias Tochter. Was soll ich sagen – schon wieder einen tollen Menschen kennengelernt, mit dem wir uns sehr gut verstanden haben und mit dem wir hoffentlich in Kontakt bleiben werden! Nach dem Essen verabschiedeten wir uns für diesen Tag von den beiden.

Verkostung
Heute war nun der Tag der eigentlichen Verkostung. Kurz vor 11 betraten wir die Vineria Gallina gegenüber der Markthalle Neun und wurden von Fabrizia freudig begrüßt. Man war gerade dabei, den Käse aufzuschneiden und die passenden Weine auszusuchen. Dazu waren ein Sommelier und der Vertreter der Tasca-Weine in Berlin anwesend. In der Familie Tasca ist es so, dass sich die Männer um die Weine kümmern und die Frauen ums Kochen. Fabrizia erklärte daher dann ganz pragmatisch: “It’s a cheese tasting, the wines do what the cheeses want.” Ursula Heinzelmann von Heinzelcheese hatte das Event organisiert und führte gemeinsam mit Fabrizia durch die Verkostung. Fabrizia hatte fünf verschiedene Käsesorten aus Sizilien mitgebracht, der Sommelier servierte dazu passend fünf Weine vom Weingut ihrer Cousins, Tasca d’Almerita. Es gab:

  1. Provola delle Madonie – einen recht jungen Provola aus dem Madonie-Gebirge – mit einem blumig-runden Chardonnay
  2. Provola dei Nebrodi – einen länger gereiften Provola aus dem Nebrodi-Gebirge – mit einem vollmundig-würzigen Syrah (“La Monaca”)
  3. Fiore Sicano – einen kräftig-cremigen Weichkäse mit Schimmelrinde aus dem Sicano-Gebirge – mit einem mineralisch-trockenen Grillo aus Mozia
  4. Caciocavallo Ragusano – einen leichten Käse aus der Gegend um Modica – mit einem Perricone mit holzigen Noten, starken Tanninen und dem Aroma schwarzer Beeren
  5. Pecorino vom Tasca d’Almerita Weingut – 12 Monate gereifter Schafskäse mit dem Rosso del Conto (ein Cuvée aus Nero d’Avola und Perricone), dem “Mercedes” unter den Tasca Weinen

 

Grillo, Nero d’Avola und Perricone sind übrigens Rebsorten, die ausschließlich auf Sizilien wachsen. Nach dem vierten verkosteten Wein waren der Hase und ich beide schon leicht angetüdert – anders als einige Tischnachbarn war uns der Wein nämlich definitiv zu schade, um ihn einfach auszuspucken oder wegzugießen. Aber natürlich haben wir auch bis nach dem fünften durchgehalten! Interessant fand ich, dass ich vier der Weine sofort wieder erkannt habe, sobald ich sie auf der Zunge hatte – vermutlich habe ich sogar alle fünf in Regaleali getrunken.

Nebenbei erfuhren wir noch jede Menge spannende Details rund um die Käseherstellung, etwa dass Schafsmilch fetter als Ziegenmilch und Ziegenmilch fetter als Kuhmilch ist oder dass Toto, der Schäfer der Tascas, alle seine Schafe von Hand melkt, auch um jeden Tag jedes einzelne Tier zu treffen und zu wissen, wie es ihm geht. Ursula erzählte außerdem, dass die Menschen ursprünglich Käse allein deswegen hergestellt haben, weil sie so die wertvolle Milch haltbar machen konnten und die Proteine so auch in den Monaten verfügbar waren, in denen keine Jungtiere geboren worden. Fabrizia, ganz Kulturhistorikerin, warf an dieser Stelle ein, dass bereits der Zyklop in Homers Odyssee Käse herstellte. Muss ich auf jeden Fall mal nachrecherchieren!

Am Ende der Verkostung fragte Fabrizia uns, welcher Käse uns am besten geschmeckt habe und übergab uns dann ohne jeden weiteren Kommentare je einen halben Laib Provola dei Nebrodi und Fiore Sicano. Die drei restlichen Käsehälften bekam Luca, der inzwischen auch wieder aufgetaucht war. Dann sollten wir noch sämtliche bereits geöffneten Weinflaschen mit nach Hause nehmen, was wir uns natürlich auch nicht zweimal sagen ließen. Gemeinsam mit Luca und Fabrizia verließen wir dann die Vineria und schlenderten noch ein wenig durch die Markthalle, besichtigten die verschiedenen Käsestände und kosteten hier und da. Dann spazierten wir noch ein wenig gemeinsam durch Kreuzberg, bis es Zeit für uns war aufzubrechen (wir waren mit Bruder und Schwägerin zum Kaiserschmarrn-Essen im Jolesch verabredet).

Ich bin immer noch überwältigt davon, wie toll dieses Wochenende war und wie sehr meine Erwartungen an ein Wiedersehen mit Fabrizia übertroffen wurden. Es war eine kleine Zeitreise zurück nach Sizilien und zur Kochschule, mitten im tristen Berliner Spätherbst. Und das Beste: Wir sind bereits für nächsten November wieder verabredet. Das Zweitbeste: 1,7 kg Käse und vier fast volle Flaschen Wein warten noch darauf, von uns konsumiert zu werden. 🙂

Ausbeute 

*Fabrizia schimpfte später mit mir, warum ich denn nichts gesagt hätte, sie hätte uns doch Freikarten besorgen können.

Gastbeitrag vom #hasenkoch: Beerenzapfen mit fleischiger Haut und Fugu-Marmelade

Ich bin nicht die einzige in dieser Wohnung, die einen leichten Hang zu gutem Essen hat. Neben dem recht dickbäuchigen Kater (die Katze ist rank und schlank wie eine Elfe) ist es vor allem auch der Hase, der äußerst experimentierfreudig ist. In diesem Gastbeitrag lässt er Euch an seinem aktuellen, Halloween-esk gefährlichen, Versuch teilhaben…

Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich jede Menge Zeit und so langsam drohte die Langeweile. Zum Glück ergeben sich im Herbst einige Möglichkeiten, seine Zeit sinnvoll zu verbringen, z.B. mit Birnen-Quittenwein keltern, Früchte einwecken oder Apfelmus und diverse Marmeladen einkochen. Zum Beispiel Hagebutten-Marmelade. Von Eltern, Großeltern und diversen anderen “Hippies” wurde mir mehrfach ans Herz gelegt, letzteres auszuprobieren, jedoch immer mit der Warnung: “Das macht aber eine Heidenarbeit”. Nun gut, ich hatte Zeit und war motiviert. So fuhr ich bei leichtem Nieselregen durch die Nachbarschaft und erntete zwei Fünf-Liter-Eimer voller Hagebutten. Zuhause begann ich dann, die Früchte von den störenden Samen und den daran haftenden Härchen (aus denen man ein super Juckpulver machen kann) zu befreien. Acht Stunden später hatte ich den ersten Eimer bearbeitet und war um die Gewissheit reicher, dass dies das letzte Mal sein würde, dass ich mich mit so einer Fummelei beschäftige. Aus dem zweiten Eimer entstand daher kurzerhand Hagebutten-Wein, für den die Früchte komplett genutzt werden können. Die Gewissheit aber hielt nur genau bis letzten Montag…

Wieder ist es Herbst und wieder bin ich arbeitssuchend und sehr flexibel in meiner Zeitplanung. Da setzte mir mein Vater den Floh ins Ohr, dass er einmal Eiben-Marmelade probieren wolle. Die Eibe ist ein Nadelbaum, der giftig ist. Nur die roten Fruchtmäntel sind essbar. Quasi der Kugelfisch unter den Nadelbäumen.

Umso vorsichtiger ging ich beim Entkernen der Früchte vor. Der kleinste Rückstand eines giftigen Teils macht aus einer Leckerei eine Todesfalle. Das halbe Internet ist voller Gruselgeschichten über Herzstillstände nach Eiben-Verzehr. Zusätzlich machte die schleimige Konsistenz der Früchte bereits im leicht angedrückten Zustand das Entkernen ein wenig schwierig. Aber darauf war ich nach den Recherchen bereits gestoßen und demzufolge schon vorgewarnt. “Das Pflücken ist hierbei bei weitem die geringste Arbeit…” lautete die Einleitung des einzigen “Rezepts“, das ich im Internet fand. Daher pflückte ich “nur” solange, bis ich ein Drittel eines Fünf-Liter-Eimers voll hatte. Immer noch zu viel, denn das Entkernen allein dauerte elf Stunden. Aber meine Laune war deutlich besser als im letzten Jahr, freute ich mich doch einzig und allein auf das Ergebnis, das ich sogar mit meinem Vater teilen konnte. Ich ließ die entkernten Früchte über Nacht im Kühlschrank, um sie am nächsten Tag nochmals auf Giftreste zu untersuchen.

Immerhin hatte ich letztendlich 775 g Eiben-Fruchtfleisch zusammen, die ich mit zwei kleinen Äpfel aus unserem Hinterhof auf kleinster Stufe über mehrere Stunden und unter gelegentlichem Umrühren aufkochte. Das Ganze schickte ich durch die Passiermühle mit kleinstem Sieb, nur um ein letzten Mal sicher zu gehen, ob ich wirklich alle Samen aus der Fruchtmasse herausgefischt hatte. Spätestens hier kann man meine Paranoia erkennen. Nachdem ich das Fruchtfleisch wieder in den Topf gegeben hatte, versetzte ich die Masse mit Gelierzucker, wie auf der Packung beschrieben einen Teil Zucker auf zwei Teile Frucht. Obwohl ich mich anfangs bei der bereits schleimigen Konsistenz fragte, ob das Ganze überhaupt geliert werden musste, verkochte sich der Schleim im Laufe der Zubereitung. Heraus kam eine sehr süße Marmelade, die mich ein wenig an Preiselbeere, wenn auch nicht ganz so aromatisch, erinnerte. Wer an einem Herbsttag so gar nichts mit sich anzufangen weiß und trotzdem Hummeln im Hintern hat, dem möchte ich dieses Projekt ans Herz legen. Ein super Geschenk für todesmutige Freunde, aber am allerleckersten, wenn man sie selbst vernascht.

Auf der Suche nach Eiben-Sträuchern verschlug es mich an den Weißen See. Dort wollte ich nach den zwei Esskastanien-Bäumen schauen. Leider waren die Funde dort nicht verwertbar. Entweder war ich zu spät oder die Kastanien reifen dort nicht zur Gänze aus. Doch ein anderer Baum brachte mich zum Jubeln. In der Nähe der Sonnenuhr bauten sich mehrere imposante Wacholderbüsche auf. Und die waren brechend voll mit blauen “Beeren”. Später las ich im Netz, dass die Früchte zwei Jahre zur Reife brauchten. Während sie im ersten Jahr noch grün an den Ästen hingen, seien sie im zweiten Jahr dunkelblau und zur Ernte bereit. Sie sind auch gar keine Beeren, sondern “Beerenzapfen mit fleischiger Haut” und in einer Wacholderbeere wohnen laut einem alten Sprichwort neun Ärzte. Man muss sie auch nicht zwangsläufig nur für Saucen nutzen, sondern kann sie auch getrocknet mit Nüssen und Rosinen zusammen essen.

Ich streifte also eine große Hand voll Wacholder-Beeren (wann braucht man die schon mal) vom Baum und wusch und trocknete sie zuhause erst einmal, um den weißen Film herunterzubekommen. Auf einem Teller breitete ich ein Blatt Küchenkrepp aus und lagerte die Beeren zum Trocknen aus. Dort warten sie nun auf den richtigen Trocknungsgrad, um sie in einem Glas zu verstauen. So verpackt sollen sie mehrere Jahre haltbar sein.

#12von12 im Oktober 2016 – Herbstwetter-Edition

Immer am 12. eines Monats machen Blogger:innen zwölf Fotos von ihrem Tag. Diesmal bin ich auch wieder dabei, die anderen gibt es wie immer bei Caro.


Honibuftis

Der Hase hat in meiner Abwesenheit Lust auf klebrig süße Frühstückscerealien bekommen und einfach mal welche gekauft, was ich aber erst gestern Abend gesehen habe. Heute morgen habe ich mir dann direkt ein Tupperdöschen voll mitgenommen, die Milch dazu gibts im Büro. So hatte ich seit langem mal wieder “Honibuftis”, wie sie bei uns in der Familie heißen. Standen früher immer bei Oma in der Wohnstube herum und wurden von Enkeln und (mindestens) einer Tante trocken aus der Hand genascht. Erinnerungen!

 

Mittag

Der Vormittag im Büro plätschert ohne besondere Vorkommnisse vor sich hin. Früher als sonst bekomme ich wieder Hunger, woran das wohl liegt 😉 Zum Mittag mit der besten Kollegin-Freundin gibt es vom Hasen zubereitete Kartoffelsuppe und für sie Pellkartoffeln mit Quark. Die frischen Komponenten spendiert der Arbeitgeber dazu.

 

Photoshop

Kaum wieder am Platz taucht dieses von Photoshop arg verunstaltete Foto auf und sorgt für Heiterkeit – kommt uns natürlich nicht auf die Seite!

 

Kicker

Zum Feierabend laufe ich durch unseren neu gestalteten Eingangsbereich und amüsiere mich über das Schild am Kickertisch, das darum bittet, nicht zu viel Lärm zu machen. Wer schonmal gekickert hat, weiß, wie sinnvoll und zielführend das ist…

 

Verspätung

Die U2 verkehrt pünktlich zum Feierabend unregelmäßig. Ich warte also zunächst erstmal 12 Minuten auf eine Bahn, diese ist dann natürlich brechend voll. Ebenso die drei Minuten später. In die dritte passe ich dann hinein (genau wie gestern….).

 

Laub

Als ich zum Sport laufe, dämmert es bereits. Was hier wie buntes Herbstlaub aussieht, ist allerdings in Wirklichkeit noch grün und wird nur von orangenen und roten Neonschildern erleuchtet.

 

Sport

Auf dem Weg zum Sport bin ich allerdings in meine erste Herbstpfütze getreten und durfte feststellen, dass Schuhe aus Baumwolle natürlich nicht wasserfest sind.

 

Kastanien

Als ich das Sportstudio verlasse, ist es endgültig dunkel. Zuhause erwartet mich der Anblick eines kompletten Esstisches voller zerkleinerter trocknender Kastanien. Aus denen will der Hase den Winter über immer nach Bedarf nachhaltiges Waschmittel herstellen.

 

Kater

Der Hase ist heute Abend bei unseren syrischen Freunden. Ich nehme mir also die neuesten Serienfolgen mit in die Küche und koche mir was schönes. Der Kater ist wie immer neugierig.

Gemüse

Heute verarbeite ich letztes Gemüse – Paprika vom Balkon, Zucchini und Tomaten aus dem Garten der Hasenfamilie. Eine Schale voller Cocktailtomaten vom Balkon haben wir dann noch übrig, die halten sich aber noch eine Weile.

 

Gebackenes Gemüse

Inspiriert von Rachels dieswöchigem Rezept im Guardian Cook wird das Gemüse mit viel Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch und Oregano ganz langsam im Ofen geröstet. Am Ende ist es so weich, dass es auf der Zunge zergeht und wahnsinnig aromatisch. Besonders die Paprika und Tomaten werden regelrecht süß und leicht rauchig, genau wie Rachel es beschreibt. Dazu esse ich Couscous. Die Reste bleiben für das Mittagessen morgen, dann wahrscheinlich kalt, denn laut Rachel schmeckt das dann sogar noch besser!

 

Kuchen

Und weil mir so herbstelig ist, mache ich mir zum Nachtisch das letzte Stück des Apfel-Streusel-Kuchens, den der Hase am Wochenende gebacken hat, warm und mahle mir frischen Zimt darüber. Wie schon Sookie über den Gurkenduft sagte: If you can’t fight it, embrace it! Die Heizung haben wir jedenfalls inzwischen auch angemacht…

Tagebuch-5 im September 2016

Es ist der 5. und wie in jedem Monat fragt Frau Brüllen wieder: WMDEDGT?

Ich wache eine knappe halbe Stunde vor dem Weckerklingeln auf und habe direkt Kopf und Rückenschmerzen. Das zieht sich schon ein paar Tage und will mir wahrscheinlich sagen, dass es mal wieder Zeit für Sport ist, immerhin sitze ich seit zwei Wochen wieder im Büro herum. Zum Glück ist der Hase auch schon wach, obwohl er eigentlich ausschlafen könnte, und so komme ich in den Genuss einer morgendlichen Massage, nach der es mir schon deutlich besser geht. Obendrein mixt er mir dann auch noch einen Smoothie zum Frühstück – so könnte eigentlich jeder Tag anfangen! Fürs zweite Frühstück im Büro nehme ich mir selbstgemachte durchs nicht-Öffnen und Liegenlassen einer Flasche Milch entstandene Dickmilch mit Brombeermarmelade mit, in die ich vor Ort noch ein paar Haferflocken streuen werde.

Draußen herbstelt es gewaltig, was angesichts des Datums klar geht, aber gleichzeitig auch irgendwie unpassend erscheint, denn für die nächsten Tage ist wieder schönstes Hochsommerwetter mit bis zu 32 Grad angesagt. Wahrscheinlich möchte der Wettergott den Berlinern den ersten Montag nach den Ferien nicht zu schön machen, damit keiner bedauert, nicht mehr frei zu haben. Apropos Ferienende: Auf einen Schlag sind die Bahnen morgens wieder knackevoll – in der Tram bekam ich in den letzten Wochen immer einen Sitzplatz, heute ist nicht daran zu denken. Die erste U-Bahn lasse ich dann auch völlig überfüllt wegfahren, bevor ich in der zweiten einen Stehplatz ergattere. Und so geht das jetzt wieder monatelang…

Im Büro erst einmal große Freude, denn die beste Kolleginnenfreundin ist aus dem Urlaub zurück und es gibt gleich erstmal viel zu erzählen und eine Verabredung zum Mittagessen. Leider ist ein Kollege weiterhin krank, so dass ich auch diese Woche wieder mehrere Personen und Aufgabenbereiche vertreten werde. So komme ich in den Genuss eines wichtigen Meetings und zweier kürzerer Arbeitsaufgaben, die ich neben dem Tagesgeschäft angehen muss. Abgesehen davon geht der Tag einigermaßen entspannt voran.

Mittags schnippeln die Freundin und ich uns Salat und essen den gemeinsam, während wir uns über unsere jeweiligen Urlaubserlebnisse austauschen. Danach bleiben nur noch 2,5 Stunden Arbeit übrig, denn durch das wichtige Meeting essen wir erst ziemlich spät. Pünktlich um 17:30 verlasse ich das Büro und fahre zum Sport. Dabei muss ich am Alex umsteigen und freue mich wieder einmal, wie bunt und lebendig er doch in den letzten Monaten geworden ist – viele Leute aus allerlei Kulturen und Szenen sitzen herum und unterhalten sich, Straßenmusiker und -künstler zeigen ihr Können und obwohl es Montag ist, gibt es heute keine Demo von besorgten Bürgern und ein Volksfest ist auch gerade nicht. Toll!

Beim Sport mache ich nach nun mehr als 4 Wochen Pause eine unerwartet gute Figur, so dass ich danach sehr zufrieden mit mir nach Hause gehen kann. Dort füttere ich die Katzen, ruhe mich kurz vor dem Internet aus, tippe diesen Blogpost und mache dann gleich noch eine Mangold-Tortilla zum Abendbrot. Der Mangold kam gestern gemeinsam mit Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten, Äpfeln, Roter Bete, Kohlrabi, Zucchini, Bohnen, Eiern, Kuchen und (gekauftem) Schafs- und Ziegenkäse gemeinsam mit den Haseneltern hier bei uns an, die uns einen Sonntagsbesuch abstatteten. Die nächsten Wochen müssen wir also kaum Lebensmittel kaufen und können viel leckeres und selbstgezogenes verbrauchen. Juhu!

Beim Kochen schaue ich weiter Gilmore Girls und warte auf den Hasen, der gerade noch mit einem Freund zusammen an einem Projekt arbeitet, dass ich wohl nachher auch noch einmal begutachten und lektorieren werde. Dann endet der Abend wie üblich mit den Katzen auf der Couch. Ein guter Montag!