#englandwalesroadtrip – Von Birmingham nach Cardiff

Wie es scheint, bleibt die Internet-Situation auch weiterhin angespannt – ziemlich oft gibt es keinen oder nur sehr schlechten Empfang auf dem iPhone und auch in den Unterkünften ist das WLAN bisher nur in den Gemeinschaftsräumen einigermaßen stark. Deswegen zeige ich hier im Blog weiterhin nur wenige Bilder – mehr könnt Ihr auf Instagram unter #englandwalesroadtrip sehen, denselben Hashtag verwende ich auch auf Twitter.

7. August

Den Sonntag verbringen wir weiterhin bei Bruder und Schwägerin, allerdings lassen wir es heute ein klein wenig ruhiger angehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück und ein wenig Olympia im Fernsehen nehmen wir gegen Mittag den Bus in die Innenstadt. Der Hase braucht eine neue Hose (eine, die er eigentlich mitnehmen wollte, hängt zuhause vergessen auf dem Wäschetrockner) und ich möchte mir nun endlich Harry Potter and the Cursed Child kaufen. Da wir in England sind, ist das auch an einem Sonntag kein Problem – alle Läden haben offen. Bei Waterstones werde ich schnell fündig, ein paar ramponierte Exemplare von Cursed Child liegen auf dem Half-Price-Tisch direkt am Eingang. Für 10 Pfund (etwa 11,80 €) schlage ich zu und bin in unter zwei Minuten wieder aus dem Laden raus. Dann geht es weiter zu Urban Outfitters, eine Premiere für mich. Hui ist das ein krasser Hipsterladen, aber doch mit einigen Annehmlichkeiten. Es läuft gute Musik (viel zu laut), zwischen den Klamotten liegen Vinyl-LPs, die man kaufen kann, es gibt auch Haushaltsgegenstände, Accessoires und Bücher (hauptsächlich zu Themen wie Achtsamkeit ;)) und eine Produktlinie, bei der alte Kleidung recycelt und zu neuen Teilen geschneidert wird. Da der Hase sehr konkrete Vorstellungen hat (eine Jeans in Nicht-Blau), verschwindet er schnell mit den beiden einzigen Modellen in seiner Größe in der Umkleidekabine. Ich schaue mich weiter im Laden um, Bruder und Schwägerin kaufen nebenan ein paar Laufschuhe, die die Schwägerin schon seit Wochen im Auge hatte. Der Hase kommt mit zwei passenden Hosen wieder aus der Umkleide, eine von beiden ist nicht ausgepreist, kommt aber vom Rabatt-Tisch. Die nächsten zehn Minuten verbringen die Jungs an der Kasse vergeblich damit, einen Preis dafür zu ermitteln. Dann bieten sie sie ihm für 10 Pfund an („Ist aber ohne Umtauschrecht!“) und wir verlassen mit zwei neuen Hasenhosen den Laden.

Dann ist erst einmal Stärkung geboten und wir holen uns Kaffee (Bruder und Schwägerin), Frozen Yoghurt (Bruder, Schwägerin und Hase) sowie Bubble Tea (ich) und verschnaufen ein wenig. Als nächstes wollen wir zum „Secret Garden“ auf der Bibliothek, aber ausgerechnet die hat am Sonntag natürlich zu. Macht nichts, der kommt auf die Liste für unseren nächsten Birmingham-Besuch, genau wie das Museum of the Jewellery Quarter und die Backs-to-Backs-Tour, das irische Viertel Digbeth und die ehemalige Custard Factory, in der heute Bars, Gallerien und kleine Läden sind).

Botanischer Garten


Wir fahren mit dem Bus zum Botanischen Garten und verbringen dort ein paar tolle Stunden zwischen Tropenhaus, Bambus-Labyrinth und Kräutergarten. Eine Weile liegen wir auch einfach mit diversen anderen Sonnenhungrigen auf der Wiese und erfreuen uns des Sommers. Dann kehren wir zurück nach Hause, trinken Tee und beschäftigen uns mit Olympia bzw. Cursed Child, bis der Hunger anfängt zu nagen. Als ich das Buch zu etwa zwei Dritteln bezwungen habe, gehen wir wieder raus. Wir wollen zu einem jamaikanischen Restaurant um die Ecke. Leider hat auch das heute zu und muss also auf die Liste. Stattdessen holen wir uns leckere Deep Pan Pizza und essen sie zuhause mit einem Salat.

Der Tag endet mit Buch und Olympia, das letzte Drittel schaffe ich natürlich auch noch.

8. August

Heute beginnt unser Roadtrip so richtig. Nach einem frühen Frühstück packen wir unsere Rucksäcke und laufen eine knappe halbe Stunde zur Autovermietung in der Innenstadt. Mein Bruder lässt sich als zweiter Fahrer mit eintragen, denn in einer Woche treffen wir die beiden an der Westküste von Wales wieder. Dann verabschieden wir uns und der Hase und ich wagen uns in den Linksverkehr von Großbritanniens zweitgrößter Stadt. Nach einer knappen Viertelstunde hat das Navi dann auch erkannt, wo es ist und wir können relativ zügig die Autobahn gen Süden nehmen.

Kurz vor Wales halten wir an einer Tankstelle an, da das schlaue Auto uns auf einen unzureichenden Reifendruck im rechten Vorderreifen hinweist. Für 20p überprüft der Hase den Druck, pumpt den Reifen auf und wir bestätigen dem Auto, dass jetzt alle Reifen in Ordnung sind. In der Zwischenzeit lockt mich das Schild mit „Homemade Snacks“ und ich kaufe uns ein Cornish Pasty, eine Pork Pie und ein Scotch Egg. Letzteres wollte ich schon einige Zeit lang probieren, der Hase war wegen eines Fotos im Reiseführer scharf auf das Pasty und Pie geht ja sowieso immer. Wir fahren noch ein kleines Stück weiter und suchen uns dann einen Picknickplatz im Grünen.

Dann halten wir, schon in Wales, kurz in Monmouth und spazieren durchs Stadtzentrum, bevor wir durchs wunderschöne Wye-Tal zur Tintern Abbey fahren. Dort halten wir länger und ich mache diverse Fotos und erzähle dem Hasen von der Bedeutung dieser Ruine für die englische Romantik, Malerei und Tourismus-Industrie. Mein Professor für englische Literatur wäre stolz auf mich gewesen, auch wenn ich damals für das Referat zu einem hier entstandenen Wordsworth-Gedicht nur eine 3 bekommen habe…

Tintern Abbey


Weiter geht es nach Chepstow, an die Mündung des Severn, wo wir von weitem einen beeindruckenden Blick auf eine der beiden Brücken haben, die England und Wales hier „unten“ miteinander verbinden. Dann fahren wir weiter zu unserem heutigen Domizil, einem Guesthouse in Newport. Wir haben „Glück“: aufgrund einer Umleitung wird der gesamte Durchgangsverkehr an unserer Unterkunft vorbeigeleitet, deswegen brauchen wir zunächst einmal deutlich länger, um überhaupt hinzukommen und haben dann eben jenen Durchgangsverkehr direkt vor unserem Fenster. Abgesehen davon ist es im Guesthouse sehr schön – viktorianische Einrichtung, gemütliches Zimmer, Guest Lounge mit WLAN und Sofas und ein putziger Betreiber. Leider stellt sich dieser schnell als Leave-Befürworter heraus. Im Fenster hängt ein Aufruf, für den Brexit zu stimmen, an der Rezeption liegen Flugblätter mit einem unsäglich schlechten Schmähgedicht auf die EU und an der Pinnwand ein diffamierender Zeitungsartikel über den „betrunkenen Rüpel“ Jean-Claude Juncker.

Obwohl unsere Sympathien für den Betreiber sofort zurückgehen – wir können halt auch nicht aus unserer Haut – folgen wir seinem Tipp fürs Abendessen und gehen ins „The Pen and Wig“, ein Pub, das echtes englisches Ale serviert („und nicht diesen kohlensäurehaltigen Mist!“). Wir essen Fish and Chips und Cottage Pie und hinterher einen Apple Crumble mit Custard und trinken Bass Ale, Strongbow Dark Fruits Cider und ein zweites Ale mit Hopfenaromen von tropischen Früchten. Zurück im Guesthouse buche ich noch schnell zwei Hostels für die letzte Phase des Riadtrips und dann geht es, unterstützt von den gratis verteilten Ohropax, in die Heia.


9. August

Trotz Autos vor dem Fenster schlafen wir beide erstaunlich gut und auch das Full English Breakfast am Morgen sorgt für einen guten Start in den Tag. Ich nehme die vegetarische Version mit Tomate, Bohnen, Pilzen und Potatoe Cake zum pochierten Ei, der Hase wählt Rührei, Bacon und Würstchen mit Tomate und Bohnen, lässt aber die Blutwurst aus. Dazu gibt es Toast mit Marmelade, Orangensaft und für ihn Tee und für mich heiße Schokolade (immerhin Fairtrade!).

Wir packen unsere Sachen, verabschieden uns und fahren nach einem kurzen Blick auf die Newporter Transporter Bridge weiter nach Caerleon. Hier gibt es die Überreste einer alten römischen Stadt zu besichtigen, mit Amphitheater, Barracken und Bad. Gerade im Bad wird die Geschichte sehr schön und medial aufbereitet. Es gibt Projektionen von Wasser und Schwimmenden, Spuren von Hunden und Katzen in den Steinen, kurze Filme und Computerspiele zum Lernen und es riecht sogar ein wenig nach Sauna, finde ich.

Caerleon Roman Baths


Von Caerleon geht es dann direkt weiter nach Cardiff. Wir beziehen unser Hostel und laufen dann in die Innenstadt, wo wir einer Route unseres Lonely-Planet-Reiseführers folgen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten komprimiert zu sehen. Es beginnt mit Gerichtshof, Rathaus und den Gorsedd Gardens. Dann geht es weiter zur Universität, durch deren Hauptgebäude wir auch laufen. Danach folgen die Alexandra Gardens, die Hochschule für Musik und Theater, der Bute Park samt Kanal, Steinkreis, Ruinen und gerade vorbereitetem Festival und das Schloss mit seiner Animal Wall. Auf der sitzen Steinfiguren von Bären, Robben, Löwen, Adlern, Ottern, Bibern und mehr, die angeblich nachts zum Leben erwachen. Lebendig genug sehen sie in jedem Fall aus. Durch eine Straße mit Clubs und Kneipen und vorbei am Millennium Rugby-Stadion geht es weiter zur Fußgängerzone. Dort müssen wir uns schwer zusammenreißen, nicht ins jamaikanische Restaurant zu gehen und betreten stattdessen die Hallen des Cardiff Markets. Hier kaufen wir fürs Abendessen Auberginen, Tomaten und Knoblauch sowie Brot und Pfirsiche ein, bewundern den Fischstand und snacken ein paar köstliche Welsh Cakes.

Dann laufen wir durch das alte, heruntergekommene, Hafenarbeiterviertel Bute Town zur Cardiff Bay, dem aufgemotzten ehemaligen Kohlehafen. Es gibt köstliches Eis (Honeycomb-Mango und Double Choc-Nut) mit Blick auf das Wasser, ein Riesenrad, eine norwegische Kirche, in der Roald Dahl getauft wurde und die heute vor allem als Galerie und Kulturzentrum dient und eine Doctor-Who-Experience. Da wir (noch) keine Fans des Doctors sind, laufen wir an der und den dazugehörigen Studios von BBC Wales relativ unbeeindruckt vorbei. Spannender finde ich das Gebäude des Waliser Parlaments, das mit geschwungenem, maritimen Holzdach und dunklen Steinen ebenso wie zwei Statuen von Minerva und Neptun, die wir in der Innenstadt gesehen haben, die zwei Säulen der (vergangenen) Waliser Wirtschaftsmacht – die Kohle und die Seefahrt – repräsentiert.

Cardiff Bay

Auf der Suche nach einer schöneren Route zurück zum Hostel laufen wir am Atlantic Wharf vorbei, einer riesigen Wasserfläche mitten in der Stadt voll mit Möwen, Enten und Kormoranen. Am Ufer wachsen Brombeerhecken (wie überhaupt überall, wo wir bisher waren) und wir essen die eine oder andere, während wir unsere klugerweise mitgeführte Tupperdose füllen.

Zurück im Hostel ist die Küche bereits relativ voll. Zum Glück hat noch niemand den Ofen in Beschlag genommen, so dass wir unsere Auberginen einfach in einer Auflaufform hineinschieben können. Die nächste gute halbe Stunde beschäftigen wir uns mit dem (langsamen) Internet. Dann backe ich das Brot auf, schneide die Tomaten und den Knoblauch klein, mache einen Tomatensalat, schäle und zerkleinere die Auberginen und mische sie mit Knoblauch sowie Öl und einer italienischen Würzmischung aus Hostel-Beständen und einem Spritzer Zitrone von einem Mitbewohner, der damit gerade sein Steak Tatar würzt.

Immer mehr macht sich (schon wieder!) eine Erkältung bei mir bemerkbar. Schon den ganzen Tag habe ich Halsschmerzen und die Nase läuft. Deswegen geht es nach dem Essen für mich direkt und warm eingepackt ins Bett – immerhin nach über 17 Kilometern zu Fuß heute!

 

12 von 12 im November

Immer wieder am 12. eines Monats zeigen Blogger ihren Tag in 12 Fotos. Bei mir geht es heute von Zuhause über die Arbeit bis nach Magdeburg. Die anderen Beiträge findet Ihr wie immer bei Caro.

Ingwer-Tee
Ich mache mir einen Ingwer-Tee zum. Mitnehmen
Jamaikanischer Honig
Der jamaikanische Honig geht langsam zur Neige – zum Glück haben wir noch eine Flasche
Kater Nimbin
Kater Nimbin sieht niedlich aus, danit ich ihn auf den Balkon lasse
Noosa und Nimbin
Noosa will auch mit aufs Familienfoto
Balkon-Kater
Der Kater hält im Blumenkasten Wache
Noosa-Katze
Noosa ist es draußen zu kalt, sie passt so lange drinnen auf
Alexanderplatz
Auf dem Alex wird seit ein paar Tagen der Weihnachtsmarkt aufgebaut
Meeting
Im Büro gibt es mal wieder ein längeres Meeting, zum Glück haben wir den gemütlichsten Raum abbekommen
Udon-Suppe
Mittags gönne ich mir und meiner Schnupfennase im Savory Chay eine heiße Udon-Nudelsuppe mit Tofu, Shitake und Pak Choi
Fernbus
Nach der Arbeit nehmen wir den Fernbus und fahren nach Magdeburg
Banu Thali und Lassi mit Rum
Wir gehen mit unserer Gastgeberin Indisch essen. Im Lassi ist Rum.
Couch
Wir beschließen den Abend auf der Couch, mit Internet (ich) und Wrestling (er)

Die weltbeste Avocado-Salsa, die keine Guacamole ist

Wie auch schon im letzten Herbst war meine “kleine” Teenie-Cousine auch dieses Jahr in den Ferien wieder ein paar Tage bei uns in Berlin und dieses Mal konnten wir sogar ihren Geburtstag gemeinsam feiern – 17 Jahre ist sie jetzt schon alt. Anstatt mich einfach nur wie jeder normale Mensch in dieser Situation alt zu fühlen, wurde ich gleich richtig sentimental, als ich ihr um Mitternacht einen “Geburtstagskuchen” aus Baumkuchen und Macarons überreichte. Ich dachte nämlich zurück an jenen Mittwoch im Oktober 1998, an dem mir meine Mutter nach der Schule eröffnete, dass meine Cousine geboren worden war. Ich erinnere mich noch, wie ich ganz aufgeregt war und sie drängelte, sofort ins Krankenhaus zu fahren. Ein bisschen Zeit haben wir uns noch gelassen, aber etwa vier Stunden nach der Geburt standen wir dann endlich im Zimmer meiner Tante und sie erzählte uns erschöpft, aber glücklich von der Geburt und dass sie als einzige die genaue Uhrzeit registriert hätte – 12:43, ich weiß es noch wie heute. Die genauen Details des Geburtsablaufs waren mir damals natürlich herzlich egal, ich wollte endlich das Baby sehen, das noch im Säuglingszimmer lag und tat das auch kund. Mein Timing war anscheinend ziemlich gut, denn eine Krankenschwester, die gerade im Raum war, nahm die Gelegenheit beim Schopf und mich mit in eben jenes Zimmer. Dort drückte sie mir ein kleines Bündel in die Hand, aus dem ein winziges Gesichtchen herausschaute. So vorsichtig wie noch nie in meinem Leben hielt ich das Bündel fest und trug es zurück zu meiner Tante, bei jedem Schritt befürchtend, ich könnte es fallen lassen. Zurück bei Mama, Tante und Oma übergab ich das Bündel seiner Mutter und brüstete mich von da an damit, die erste in der Familie gewesen zu sein, die meine Baby-Cousine gehalten hatte. Seitdem hatte ich noch einige Babies im Arm, aber dieses Zeitrekord (4 Stunden nach der Geburt!) habe ich bisher noch nie unterbieten können.

Geburtstagskuchen

17 Jahre später ist das kleine Baby ganz schön groß alt jugendlich geworden. Es fährt alleine mit dem Zug durch halb Deutschland, es macht mit einer anderen Cousine zusammen Wochenend-Städtereisen, es macht im Frühling Abitur und fängt nächsten Herbst zu studieren an. Außerdem ist es extrem musikalisch. Was ich ja richtig cool finde, ist dass wir inzwischen einige gemeinsame Interessen haben. Wir sind beide große Fans der Beatles, sie hat auf meine Empfehlung hin alle sieben Staffeln Gilmore Girls verschlungen und seit einigen Monaten ist sie auch vom Koch-Virus angesteckt. Wir haben also während ihres Besuchs sehr viele kulinarische Erlebnisse zusammengehabt, sei es in meinen liebsten Mittagspausenlocations, beim Kochen zuhause oder im I Due Forni zu ihrem Geburtstagsessen. Besonders habe ich mich aber gefreut, dass sie mir ein tolles Rezept mitgebracht hat, dass ich mit offenen Armen in mein Repertoire aufgenommen habe, nämlich die weltbeste Avocado-Salsa, die keine Guacamole ist. Das Rezept stammt von Schuhbeck, ist aber keineswegs gutbürgerlich, sondern passt eher in die Welt der aktuellen Foodtrends – Superfood meets Fusion und zwar roh, vegan, paleo, gluten- und laktosefrei usw. usw. und in meiner Version auch noch komplett Bio. 😉 Danke, liebe Teenie-Cousine!!

Avocado-Salsa mit Zimt, Knoblauch und Vanille nach Alfons Schuhbeck

  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz (bei mir grobes Meersalz)
  • 2 reife Avocados
  • 2 EL Zitronensaft (Limette wäre sicher auch hier eine gute Option)
  • 1 EL mildes Olivenöl (bei mir das gute Sizilianische)
  • 1 Msp. geriebener Ingwer (bei mir etwas mehr)
  • Vanillesalz (bei mir einfach mehr Salz und frisch gemahlene Vanille
  • Zimt
  • Cayennepfeffer
  • Bei uns zusätzlich: Geröstete Koriandersamen, gemörsert)

Die Herstellung ist simpel: Avocados schälen und in kleine Würfel schneiden, mit dem Zitronensaft vermischen, damit sie nicht braun werden. Schalotte, Knoblauch und Ingwer zerkleinern und zusammen mit den anderen Gewürzen und dem Öl untermischen. Kurz durchziehen lassen. Mit frischem Baguette servieren.

Diese Menge reicht knapp für drei hungrige Personen und ein Baguette – die Salsa macht allerdings süchtig, es macht also durchaus auch Sinn, eine größere Menge zuzubereiten. Für ein Foto war aufgrund des Fressflashs keine Zeit, aber jeder weiß ja, wie Avocado-Salsa aussieht…

Omas Quarkkeulchen

Eines der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Language of Food-Workshop auf Sizilien war, dass vom Essen zu schreiben bedeutet, über das Leben zu schreiben. Jeder, der sich mal mit verschiedenen Lernmethoden beschäftigt hat, weiß, dass man sich Dinge am besten einprägt, wenn man möglichst viele Sinneseindrücke damit verknüpft – sie also etwa mit der  Hand aufschreibt, sich laut vorsagt oder sich beim Lernen bewegt. Beim Essen werden natürlich sämtliche Sinne angesprochen – wir sehen, riechen und schmecken, wir tasten und hören, was wir uns einverleiben. Und so werden auch unsere Emotionen und Erinnerungen aus diesen Momenten gespeichert und verbinden sich mit bestimmten Gerichten.

Luisa erzählt zum Beispiel in ihrem Buch davon, wie sie sich beim Kochen den Menschen nahe fühlt, die sie mit den Gerichten verbindet, selbst, wenn ein Ozean zwischen Ihnen liegt. Ich selbst habe diese Erfahrung auch schon oft gemacht, deswegen gibt es im Herbst meist ein Thanksgiving-inspiriertes Essen und an manchen Tagen brauche ich dringend Kartoffelsalat nach dem Rezept meiner Oma väterlicherseits.

Gestern habe ich ein Rezept meiner Oma mütterlicherseits zubereitet. Mit dieser Oma verbinden mich sehr viele kulinarischen Erinnerungen, vom gemeinsamen Erbsenpulen übers Kuchen- und Tortenbacken bis hin zur Waldmeisterbowle zu Hexenbrennen. Am allermeisten jedoch denke ich an ihre Quarkkeulchen, die es jahrelang an jedem Donnerstag gab.

Quarkkeulchen mit Apfelmus
Wenn ich mittags zuhause war, bekam ich sie gleich frisch aus der Pfanne. Hatte ich länger Schule oder war nachmittags verabredet, ging ich abends zu ihr und bekam sie aufgewärmt. Dazu gab es immer Apfelmus, je nach Jahreszeit frisch gekocht oder aus dem unerschöpflichen Vorrat an eingewecktem. Am besten schmeckte er aus roten Äpfeln.

Gestern also habe ich das Rezept herausgeholt, das sie mir diktiert hat, als ich zuhause ausgezogen bin, und für mich und den Hasen Quarkkeulchen gemacht. Virtuelle Portionen gingen auch nach Kanada, Kalifornien, Ibiza, Bremen, Leipzig und Bautzen – zu meinen Eltern, meinem Bruder und einigen meiner vielen Cousins und Cousinen. Für einen Moment saßen wir alle wieder gemeinsam an Omas Tisch – mit dem Ozean als Tischdecke. Auf dem Sofa schlief die schwarze Katze, draußen bellte ein Dackel und dann schlug die große Standuhr zur vollen Stunde und das Rommé-Spiel wurde herausgeholt…


Omas Quarkkeulchen (Süßes Hauptgericht für 2-3 Personen)

  • 300-400 g gekochte Kartoffeln vom Vortag*
  • 150 g Quark*
  • 1 Ei*
  • 20 g Zucker*
  • 70 g Mehl*
  • Rosinen nach Belieben
  • Vanillezucker (am besten selbst gemacht)
  • Öl für die Pfanne

Je ein Esslöffel Teig, plattgedrückt, wird ein Quarkkeulchen
Die Kartoffeln fein reiben und mit Quark, Ei und Mehl zu einem dicken Teig verarbeiten, wer möchte, kann noch Zitronenschale hinzugeben.

Rosinen unterrühren, bei uns so viele, dass man bei jedem Bissen eine dabei hat.

Öl in einer Pfanne erhitzen (in meinem Rezept steht, bis blauer Dampf aufsteigt, das habe ich dann nicht eingehalten ;)). Mit einem Esslöffel kleine Portionen des Teigs formen und in die Pfanne geben und dann platt drücken (Die Keulchen sollen ca. einen halben Zentimeter dick sein.)

Von beiden Seiten goldbraun backen, dann in Vanillezucker wälzen und bis zum Servieren warm stellen. Dazu gibt es Apfelmus.

Teig (links), Vanillezuckerteller (unten), fertige Quarkkeulchen (rechts)

*Die Mengenangaben sind ungefähre Richtwerte, je nachdem, wie viele Kartoffeln übrig sind oder Gäste mitessen. 

Blogger für Flüchtlinge – Unbeholfen helfen im #LaGeSo

Am Mittwoch habe ich endlich einmal ganz konkret und nicht nur mit Worten (oder dem Button und Link rechts an der Seite) den Refugees geholfen. Trotzdem tue ich mich schwer damit, hier darüber zu schreiben, denn ich habe nicht das Gefühl, genug getan zu haben, nicht einmal für die kurze Zeit, die ich vor Ort am LaGeSo war. Allerdings finde ich es wichtig, auch davon zu erzählen, schon alleine um andere zu inspirieren. Und nur weil mein erster Versuch nur so halb befriedigend war, muss das ja nicht heißen, dass es der letzte bleibt.

Mein Einsatz war das Ergebnis einer Aktion meines Arbeitgebers. Wir bekamen ein Kontingent an “Mannstunden”, wie es im deutschen Business-Leben heißt, dass wir darauf verwenden konnten, helfen zu gehen. Die Aktion selbst ist freiwillig, aber da sich sofort so viele Kollegen meldeten, blieben für jeden einzelnen zunächst nur zwei Stunden übrig – ob es nochmal ein zusätzliches Kontingent gibt, wird sich zeigen. Ich legte mir meine zwei Stunden ans Ende des Arbeitstags, um flexibel zu sein und gegebenenfalls länger bleiben zu können. Wir wurden zentral angemeldet und mir wurde gesagt, ich wäre zur Essensausgabe eingeteilt.

Als ich dann vor Ort ankam (und erst einmal das Haus R, in dem der Verein Moabit hilft und die anderen Helfer agieren, finden musste), stellte ich dann schnell fest, dass unsere firmeninterne Organisation und die der Situation vor Ort wenig kompatibel waren. Denn natürlich richtet sich der Bedarf an Helfern nicht unbedingt an den Möglichkeiten und Vorlieben eines Wirtschaftsunternehmens aus. Obschon ich zur verabredeten Zeit vor Ort war, war die nachmittägliche Essensausgabe gerade beendet und die für das Abendbrot sollte erst beginnen, wenn meine Schicht endete. So gab es gerade keine größeren Aufgaben und die Helfer vor Ort ruhten sich eigentlich gerade ein wenig aus, tauschten sich aus und tranken einen Kaffee oder rauchten eine Zigarette. Erst nach mehreren Anläufen fand ich jemanden, der mich ein wenig herumführte, mir alles erklärte und mir zeigte wo ich mich registrieren sollte. Aber zu tun gäbe es im Moment wirklich nichts für mich. Ich sollte mich einfach bereithalten und auf einen “Helfer”-Ruf warten.

So klebte ich mir also einen Zettel mit meinem Namen an und stand dann eine ganze Zeit lang einfach nur herum und beobachtete das Geschehen, hörte den Helfern zu und sah, wie die Schlange an Refugees, die nach warmer Kleidung anstanden immer kürzer wurde. Diese wenigen Personen konnten von den bereits involvierten Helfern gut “abgefertigt” werden, die sich ja vor allem auch schon besser auskannten als ich. Dann endlich kam mein erster kurzer Einsatz, als zwei Leute mit einem Auto voller Kleidungsspenden auftauchten, das wir ausladen konnten. Ich hoffte, nun vielleicht mit sortieren zu können, aber da kamen mir schon andere Helfer zuvor. Erstaunt beobachtete ich, wie schnell ein gerade angenommener Koffer schon wieder den Weg zu den Refugees fand. Auch ein Kinderwagen wurde aufgepumpt und abgegeben, sowie Spielzeug an die vielen wartenden Kinder verteilt.

Ich kam mit einem der anderen Helfer ins Gespräch, der mich ermunterte, nicht abzuwarten, bis mich jemand konkret ansprach, sondern ganz aktiv sofort anzupacken, wenn mir etwas zum Anpacken auffiele. Ich blieb dennoch zögerlich, denn zum Einen war das ganze eine gut geölte Maschine, bei der jeder Handgriff zu sitzen schien, zum Anderen schienen viele der Helfer längst mit der Materie vertraut und unermüdlich, so dass ich das Gefühl hatte, meine Hilfe eher aufzudrängen. Als dann aber endlich der Ruf zur Vorbereitung der Essensausgabe kam, witterte ich meine Chance und machte mich mit einer Gruppe Helfer auf zum Essenszelt. Hier wurde uns erklärt, auch welchen Wegen die Refugees durchs Zelt gelotst würden. Sobald wir das Zelt betreten hatten, begann sich draußen eine Schlange zu bilden. Es sollte noch sehr sehr lange dauern, bis das Essen ankam. In der Zwischenzeit füllten wir unzählige Bubble Tea-Becher mit Wasser und teilten uns auf die verschiedenen Stationen auf. Und warteten und warteten. Draußen wurde der Andrang immer größer und immer wieder schauten Kinder zu uns herein und lachten. Ich unterhielt mich kurz mit einem Syrer aus der Nähe vom Homs, der in Moskau studiert hatte, jetzt mit seiner Familie nach Deutschland gekommen war und es sehr schade fand, dass ich kein Russisch konnte. Er erzählte mir, dass er die letzte Nacht auf der Straße geschlafen hatte und das wohl auch diese Nacht wieder tun würde und dass es schon sehr kalt, aber machbar sei.

Dann kam das Essen endlich. Es wird vom Freunde der Jugend und Familie e.V. zubereitet und zum LaGeSo gebracht. An diesem Abend gab es Reis mit Gemüse und Gulasch. Ca. 1300 Portionen wurden in kürzester Zeit an die Refugees verteilt – jeden Tag werden es mehr Portionen, was gut ist, denn auch die 1300 Portionen reichten nicht aus, um alle satt zu machen. Verständlicherweise kam es dadurch natürlich auch zu Unmut, gerade wenn Leute Essen für andere Familienmitglieder mitnehmen wollten, oder wegen großen Hungers nach einer zweiten Portion fragten. Die anderen Helfer erzählen, dass es durchaus nicht ungewöhnlich ist, dass Refugees bei der Ausgabe leer ausgehen.

Nach dem Ende der Essensausgabe wurde das Zelt aufgeräumt und ich machte mich auf den Heimweg, vorbei an vielen Refugees, die sich vor den Toren des LaGeSo auf eine lange Nacht einstellten, vorbei an Müll, der herumlag und vorbei an älteren Berlinerinnen, die sich über den Dreck aufregten. Ich ließ meine Erfahrungen Revue passieren. Zum Beispiel war ich erstaunt darüber, wie viele der Helfer selbst kein Deutsch konnten, aber Arabisch oder Farsi sprachen. Eine Helferin war vollverschleiert, aber ansonsten überhaupt nicht klischeehaft – sie alberte mit männlichen Helfern herum und rangelte in einer Pause spielerisch mit einem der Anderen. Ich wunderte mich auch darüber, welch gute Laune im Allgemeinen vorgeherrscht hatte, trotz der unzumutbaren Bedingungen vor Ort. Gleichzeitig war es ernüchternd, zu sehen wie kaltherzig man manchmal sein musste, um sicherzustellen, dass möglichst gerecht verteilt würde.

Mir wurde auch klar, wie schwer es ist, eine Organisation von lauter Freiwilligen am Laufen zu halten und dabei halbwegs strukturiert zu arbeiten. Zum Beispiel hat die Essensausgabe ein ausgeklügeltes System, das aber mal mehr, mal weniger gut umgesetzt wird, je nachdem, ob die anwesenden Helfer das System bereits kennen, oder vielleicht gerade zum ersten Mal da sind. Ich lernte, dass es bessere Zeiten gibt, als den späten Nachmittag, um helfen zu gehen – gerade morgens, tagsüber und später am Abend ist deutlich mehr zu tun. Und ich weiß jetzt, dass ich beim nächsten Mal nicht mehr wie gelähmt dumm herumstehen werde, sondern mir meine Arbeit suchen werde.

Wenn Ihr auch helfen wollt, schaut Euch auf den Seiten von Moabit hilft und den anderen Organisationen um, das Internet ist voll von Möglichkeiten, einen Beitrag zu leisten. Am komfortabelsten ist natürlich eine Spende, denn das Geld wird definitiv immer und überall gebraucht und ermöglicht die Hilfe überhaupt erst. Blogger für Flüchtlinge hat dafür zum Beispiel eine Spendenseite bei Betterplace eingerichtet:

Nothing to write home about…

…aber immerhin waren wir am Wochenende in Magdeburg auf einer Hochzeit, was sehr schön war, und dann noch auf einem Refugees Welcome-Fest und einem Piratenfest. Dieses fand in einem katholischen Gemeindezentrum statt und die Dekoration dort ließ mich dann doch etwas ratlos zurück… 

(Regelmäßige Blog-Beiträge beginnen in naher Zukunft wieder…)

Weißensee

Wir wohnen hier ja quasi direkt an der Grenze zu Weißensee. Am Anfang war mir immer noch wichtig, zu sagen, dass das hier “aber schon noch Prenzlauer Berg” ist. Da fand ich es auch äußerst merkwürdig, außerhalb des S-Bahn-Rings zu ziehen und meine Wohnlage in der Mitte von Mitte aufzugeben. Was mich emotional ein wenig damit versöhnt hat, war zum Einen, dass wir jetzt nur fünf Gehminuten von der Straße entfernt wohnen, in der ich die ersten Wochen meines Lebens verbracht habe – der Kindergarten meines großen Bruders ist auch nicht weit – und zum Anderen natürlich die tolle Wohnung: Groß, riesiger Balkon, Blick auf einen grünen Innenhof mit Obstbäumen und eben bauhausig bunt und Weltkulturerbe. Kann man schon machen. Aber das ist gar nicht so weit ab vom Schuss, das ist nämlich noch Prenzlauer Berg!

Katze in einer kleinstädtisch-dörflichen Straße in Weißensee

Tatsächlich wohnen wir in einer total komfortablen Situation: Nach Süden der Prenzlauer Berg mit seinen Cafés, Läden, Restaurants und dann eben alles, was dahinter kommt (Mitte! Friedrichshain! Kreuzberg! – Mal ehrlich, den Rest von Berlin betritt man ja eh fast nie, es sei denn um liebe Freunde in Schöneberg, Charlottenburg oder Wilmersdorf zu besuchen *wink*…). Und nach Norden kommt gleich Weißensee – grün, der Weiße See, der Orankesee, der Obersee (OK, die gehören offiziell zu Hohenschönhausen), diverse Teiche, Parks, Alleen. Dazu Programmkinos, schöne Architektur und Wochenmärkte fast schon wie im Prenzlauer Berg. Würde es mich arbeitsbedingt nicht jeden Morgen nach Süden ziehen, würde ich den Norden noch viel ausgiebiger erkunden. Aber in den letzten Tagen hat es schon ganz gut geklappt, ich war nämlich schon an drei Tagen hintereinander nach der Arbeit im Weißen See baden.

Der Weiße See kurz vor Sonnenuntergang: Perfekte Badezeit

Das hatte ich mit einer Freundin letztes Jahr schon einmal gemacht und deswegen jetzt als Ausgleich dafür, dass der Urlaub vorbei ist, wieder hervorgeholt. (Und mich prompt geärgert, dass ich das im Urlaub nicht auch ständig gemacht habe, aber da war ich ja zumindest im Krummen See, im Wannsee und im Strandbad Jungfernheide). Der Weiße See ist eine grüne Oase, mit Bäumen drumherum und Schilf am Rand und – ganz wichtig – einer Straßenbahnstation, also auch für Radfaulis wie mich sehr schnell erreichbar, auch vom Büro aus. Es gibt zwar ein Strandbad mit Eintritt, aber drum herum ist es ausreichend schön und selbst wenn viel los ist, sind das alles entspannte, nette Leute, so dass ich kein Problem damit habe, meine Sachen am Ufer liegen zu lassen und mich ins Wasser zu stürzen (aka langsam hinein zu waten, bis es meinen Hals erreicht hat). Gestern zum Beispiel waren vorwiegend Familien da, teilweise mit Tapeziertischen, Klappstühlen und jeder Menge Essen, außerdem Gruppen von jungen Leuten mit Grills, Büromenschen und Vertreter der neuen jungen hippen Berlintouristengeneration. Es gibt ein schönes Sprachengewirr und die Bekleidung der Badenden reicht von oben ohne bis Burkini. Sehr Berlin, sehr entspannt.

Ein Reiher am Kreuzpfuhl in Weißensee

Und das Baden selbst… Hach. Es geht sehr flach rein, der Boden ist angenehm fest und sandig, das Wasser samtweich auf der Haut (wenn auch nicht komplett klar), angenehm temperiert (Kunststück, nach den letzten Wochen) und nur ab und zu schwimmen ein paar anhängliche Wasserpflanzen auf oder kurz unter der Oberfläche. Wenn man es sich zutraut, kann man locker einmal direkt über den See schwimmen, so groß ist er nicht. Ich traute mir gestern zu, bis zur Mitte und zurück zu kommen, ohne pausieren zu müssen, hat geklappt. Lange gedauert hat es nicht gerade, aber die Fahrt lohnt sich schon allein für diesen Moment, bis das Wasser auf einmal bis zum Kinn reicht und man sich frei und leicht darin bewegt, als hätte der Körper den ganzen Tag nichts anderes machen wollen. Eine große Wasserratte (im Sinne von Springen, Kraulen, Tauchen, Kunststücke machen) war ich ja nie. Aber dieses einfach im Wasser sein und gemütlich ein wenig zu schwimmen, das ist so super, das mache ich jetzt noch weiter, so lange das Wetter mitmacht. Und danach vielleicht doch wieder regelmäßig in der Schwimmhalle, auch wenn blaue Fliesen und Chlor viel weniger toll sind.