Schon faszinierend, wie sich das Wetter rechtzeitig zum Anlauf in den April von Frühsommer auf Aprilwetter umgestellt hat. Ist schon wieder ein paar Tage her, aber die Wechselhaftigkeit macht sich immer stärker bemerkbar jetzt. Kein Gedanke an Balkonoffice, zum Glück muss ich heute sowieso ins Büro.
Nach einer sehr kurzen Nacht wache ich kurz vorm Weckerklingeln auf (dem Biorhythmus ist die Uhrenumstellung bisher erstaunlich egal), erledige einen Großteil des morgendlichen Reboots noch im Bett, stehe irgendwann auf, dusche, versorge die Katzen und packe mir Müsli ein. Dann geht es mit zwei S-Bahnen, in denen ich noch die Rätsel abfrühstücke nach Friedrichshain. Auf dem Weg über die Brücke nach Kreuzberg telefoniere ich mit dem Liebsten.

Im Büro bin ich wieder eine der ersten, aber heute wird es voll. Zwar sind einige bereits im Osterurlaub, aber ansonsten kommen alle, die nicht unpässlich sind, weil ein Kollege seinen letzten Arbeitstag hat. Es gibt also rund um die normale Arbeit auch sehr viel zu erzählen und außerdem wieder ein sehr leckeres Bürofrühstück samt aufgeregt herumschnüffelndem Bürohund.

Danach belege ich mit einem Kollegen einen Meetingraum und wir basteln gemeinsam an der kreativen Ausgestaltung eines Projekts herum (und finden nebenher heraus, was Hexenbrennen eigentlich auf Sorbisch heißt, ist ja auch bald wieder. Obersorbisch: chodojtypalenje, Niedersorbisch: chódotypalenje). Kommt uns beiden nicht besonders bekannt vor, wobei er die Ausrede hat, dass der Brauch halt eher oberlausitzisch ist.)
Mittags geht es dann in großer Runde in die Markthalle, alle holen sich etwas von den verschiedenen Ständen und dann sitzen wir gemeinsam, essen und schwatzen. Bei mir gibt es Gözleme mit Aubergine und Käse und dazu einen Ayran.

Der Nachmittag vergeht mit einem Call, Telefonaten und Organisation, zwischendurch kommt die Lieferung, die am Freitag nicht mehr kam und ich bin froh, dass ich mich nicht alleine drum kümmern muss – es gibt sehr viel zu tragen, auszupacken, verstauen und dokumentieren. Danach verabschiedet sich der weggehende Kollege und bald darauf auch die meisten anderen. Ich bleibe noch einen Moment, weil ich noch einen Call mit México habe, dann mache auch ich mich auf die Socken. Bei Sonnenschein den Fluss entlang, auf der Brücke zieht es sich zu und Friedrichshain regnet es in Strömen.

Ich versuche, etwas in der dortigen Mall zu besorgen, was aber nicht klappt. Also fahre ich mit der S-Bahn nach Mitte, kaufe es da und nehme dann die Straßenbahn nach Hause. Ordentlich durchfeuchtet komme ich zuhause an. Noch ein wenig Urlaubsorga, dann mache ich mir Abendbrot, fläze mich mit den Katzen auf die Couch und schaue den Rest von Younger. Nur knapp früher im Bett als gestern, aber dafür ist den Rest der Woche Homeoffice…













































