Nach dem langen Abend schlafe ich heute außergewöhnlich lange und Noosa lässt mich sogar einigermaßen. So starten wir erst gegen 9 in den morgendlichen Reboot und bis ich mit meinem Frühstück (das gewisse Brunch-Qualitäten hat) auf dem Balkon sitze, ist es nach 12. Dazu läuft der letzte radioeins-Sommersonntag des Jahres und unterstreicht die nostalgische Berlinigkeit dieses Wochenendes.

Es ist geradezu kühl heute auf dem Balkon, keine 20 Grad und schattig. Ich lege mich dann also nochmal schön aufs Sofa, höre weiter Radio, mache die täglichen Rätsel und gleite mit Noosa im Arm sanft in einen Mittagsschlaf über…
Am Nachmittag dann irgendwann der Ernst des Alltags – Abrechnung des Kanada-Urlaubs finalisieren, dann anziehen und rausgehen, Dinge tun. Ich fahre mit zwei Straßenbahnen nach Friedrichshain, steige fünf Altbaustufen hinan und betreue die Wohnung von Brüderchen samt Freundin. Weil dazu auch ordentlich Durchlüften gehört, mache ich es mir aber bald auch wieder mit Buch auf diesem Sofa gemütlich, allerdings ohne einzuschlafen.

Irgendwann dann laufe ich wieder los, in die Gegend von gestern Nachmittag, und treffe den Liebsten zur Date Night aus Anlass. Wir starten mit einem Aperitif und Frittiertem (endlich frittierte Zucchiniblüten ohne Anchovi, nur mit Käse!) und setzen dann mit Pizza bzw. Pasta und Falanghina fort.


Im Tischgespräch viel Politik, Berliner, deutsche, kanadische… Außerdem der heutige imaginäre 98. Geburtstag von Oma. Und die Nachricht, dass die ermordete Frau, die hier (im Pberg) um die Ecke am Freitag entdeckt wurde, um zwei Ecken einen Bezug zu uns hat. Puh.
Nach dem Essen spazieren wir noch ein Stück gemeinsam und essen ein Hipstereis unter Diskussion der umhängenden Wahlplakate. Meins heißt Ananas-Petersilie.

Danach fährt der Liebste zurück nach Südberlin und ich zurück in den Pberg, mit einem Umweg über den Nordkiez, weil die Tram zwar die richtige Nummer hat, aber trotzdem einen falschen Weg fährt. Dafür Regenbogen und ziemlich spektakulären Sonnenuntergang gesehen.

Zuhause wieder mit Noosa auf die Couch. Wir schauen noch den französischen COVID-Satire-Film zu Ende und dann geht’s ins Bett. Morgen neue, aber sehr andere Woche.































