Der Morgen beginnt um 5:45 mit Noosas Versuch, mir ein Nasenpiercing von innen nach außen zu verpassen. Wenig überraschend bin ich sofort hellwach und kann sie mit einem „Sag mal, spinnst Du jetzt komplett“ aus meiner Nase entfernen. Kuscheln will sie kurz danach trotzdem. Bevor ich nochmal wegdöse, kotzt zum Glück Nimbin lautstark, so dass ich dann eben einfach wachbleibe und reboote.
So schaffe ich das komplette Programm, inklusive Liebstentelefonat, bevor ich aufstehen muss, packe dann jede Menge Kram zusammen, mache mir einen Zimtblätter-Zitronen-Tee für unterwegs und bin pünktlich unterwegs. Heute muss ich auf dem Weg zur Arbeit noch fürs Bürofrühstück einkaufen – meine Abteilung ist diese Woche dran und weil ich ich bin und auf gutes Essen Wert lege, beteilige ich mich an den Vorbereitungen.
Dann geht es noch voller bepackt (Rucksack, Sporttasche, Einkaufsbeutel, Tee) und mit Podcast auf den Ohren mit zwei S-Bahnen nach Friedrichshain und bei schönstem Sonnenschein über die Brücke nach Kreuzberg. Da ich alle Hände voll habe ohne Foto.
Im Büro angekommen baue ich den Laptop auf, erledige eine dringende Aufgabe und mache mir dann Kaffee in der wohl besten Tasse.

Dann geht es gemeinsam mit anderen Kolleginnen ans Schnippeln und Vorbereiten, der Kollege mit dem Gebäck kommt auch dazu und um Punkt 9 steht dann ein Frühstück, das sich sehen lassen kann, sehr gelobt wird und hoffentlich Standards setzt. Wir haben heute ein bisschen mehr gemacht, weil die Bude voll ist – mit Besuch von außerhalb, vielen, die sonst im Homeoffice arbeiten etc.

Nach dem Frühstück geht es zurück an den Platz, jetzt sind die morgendlichen E-Mails und Nachrichten dran und dann der einzige Videocall des Tages – heute mit München, Hamburg und dem Nebenraum. Danach mache ich mir den nächsten Kaffee, diesmal als Espresso Tonic, die Büroküche gibt das her, auch wenn ich den Espresso etwas zu hektisch eingieße und es optisch so nicht ganz optimal wird.

Bald darauf ist schon Mittagspause. Wir holen uns jetzt was vom Bäcker (ich nur einen Quarkbecher mit Obst und Streuseln) und suchen uns draußen ein sonniges Fleckchen zum Essen und Schwatzen. Danach noch ein wenig Stillarbeit, bevor es zum großen Live-Meeting geht, für das alle gekommen sind, sogar der Bürohund. Das ist sehr schön und vergleichsweise lang und danach gibt es noch viel zu erzählen und auszutauschen. Nebenbei esse ich noch das Müsli mit Blaubeeren, das ich mir extra eingepackt hatte, um vor dem Sport nochmal Energie zu tanken.

Zum Feierabend nämlich laufe ich wieder hinüber und durch Friedrichshain nach Lichtenberg. Kurz vor 19 Uhr bin ich im Wasser, schwimme noch ein paar Bahnen, mache ein paar Physioübungen und dann gibt es 50 Minuten betreutes Strampeln, sehr intensiv wieder. Es ist ganz erstaunlich, dass ich dabei nach kurzer Zeit sehr viel über Essen nachdenke, denn eigentlich habe ich den ganzen Tag gegessen. Muss daran liegen, dass ich mit einer Poolnudel hantiere und diese im Verlauf dann zu einer Poolbrezel verknoten muss?
Nach dem Strampeln kommen Dampfbad und Sauna, immerhin nicht mehr so voll um diese Zeit und auch in der Umkleide lichtet es sich langsam (als ich ankam war so gut wie jeder Spind belegt). Auf dem Weg zur S-Bahn ist noch ein in Rest Sonnenuntergang zu sehen, als ich in Prenzlauer Berg aussteige, ist es bereits dunkel.
Zuhause heißt es Badesachen aufhängen, Katzen füttern, Avocados auspacken (wie erhofft sind alle noch unreif, so dass ich hoffentlich viele Wochen was von den letzten der Saison haben werde), Suppe von gestern aufwärmen und dann ab vor die Glotze.


Ich schaue die vierte neue Folge Scrubs, die wieder sehr schön ist, und erfülle dann meine generationale Pflicht und schaue noch den Malcolm In The Middle Reboot. Auch ein gut gelungenes Stück Popkultur, man findet sehr schnell wieder rein, alles ist genauso witzig und/oder anstrengend wie damals und Bryan Cranston läuft zu Hochform auf (Ob es ohne diese Serie jemals ein Breaking Bad gegeben hätte? Mit allen Folgen für unsere heutige Serienkultur?)
Am Ende ist alles gut und Mitternacht ist es auch schon fast, also gehe ich schnell schlafen.







































