Selbst in der sonst recht kühlen Höhle des Liebsten ist es ordentlich warm (und stickig, weil man schon eine Weile nicht mehr richtig lüften konnte). Als der Liebste gegen halb 9 Kaffee macht, liege ich trotzdem in Teilen unter der Bettdecke – immerhin. Im Nebenzimmer hört man auch schon leises Tuscheln von Nifftenkind, Liebstenschwester und Liebstenschwager. Aber erstmal Kaffee und morgendlicher Reboot. Erst am Ende, da sind die anderen Erwachsenen schon aufgestanden und beseitigen den Rest der Partyreste von gestern, krabbelt das Nifftenkind mit dem Tablet zu mir ins Bett und guckt eine Folge, während ich Französisch und Italienisch zu Ende mache.
Dann kommt auch schon das Teilzeitkind von der Übernachtung bei Mama (inklusive Planschen im Pool, wir sind alle ein bisschen neidisch) zurück und wir bestellen ordentlich Frühstück. Zum ersten Mal in unser aller Erleben wird die Bestellung vom Restaurant abgelehnt. Huch! Also suche ich ein zweites raus, wir einigen uns zum zweiten Mal auf jede Menge Essen und Getränke für sechs Personen und dann warten wir, bzw. gehen reihum ins Bad, bis es gegen 12 dann Essen gibt – Pastrami-Sandwiches, zwei Sorten Rührei, zwei Sorten Pancakes, Pistazien-Croissants, Zitronenkuchen, Eisgetränke, Smoothies…


Bald nach dem Essen macht sich der Liebstenschwager auf den Heimweg nach Nordwesten, die anderen chillen gemütlich weiter, die Kinder unter anderem mit ein bisschen Yoga. Irgendwann sind wir alle fünf wieder gemeinsam auf der Couch und schauen School of Rock, den ich dem Teilzeitkind schon seit dem Schulkonzert zeigen will. Ein voller Erfolg, auch wenn das Nifftenkind nach der Hälfte lieber Lego baut – der Film ist für Sechsjährige ganz schön lang und eben noch fern von der eigenen Lebenswelt.
Nach dem Film erkennen wir resignierend an, dass die geplante Gewitter- und Regensituation heute nicht mehr eintreffen wird. Immerhin sind es jetzt am frühen Abend nur noch 37 Grad und wir trauen uns auf einen – sehr langsamen – Spaziergang zur Eisdiele und geben auf dem Weg noch die Catering-Platten beim Stammitaliener ab.

Danach geht es weiter zum Bahnhof, es gibt für den Heimweg eisgekühlte Getränke und ich fahre mit U- und S-Bahn zurück in den Pberg.

Im Untergrund ist es angenehm temperiert und dann offenen Fenstern gibt es sogar Fahrtwind. Das Umsteigen ist dann hart, die S-Bahn klimatisiert, das finale Aussteigen ist, wie gegen eine Wand zu laufen. Ich schleiche mich im Schatten nach Hause und höre beim Treppensteigen schon Noosa rufen, die meine Schritte natürlich schon längst erkannt hat, aber findet, ich könnte schneller sein.
Dann erstmal ausführliches Streicheln (und Kuscheln, das Wüstentier kennt da nix!). Die Wohnung hat je nach Raum 31 bis 32 Grad, draußen ist es noch wärmer. Ich schmeiße also erstmal nur den Ventilator an, mische Tonic Water mit Sprudel und Zitrone und dann liegen wir auf der Couch rum.

Um 21 Uhr beginnt das Sechzehntelfinale Südafrika-Kanada und auf dem Balkon fühlt es sich ganz knapp kühler an, als drinnen. Also Tür auf und Ventilator davor! Die erste Trinkpause nutze ich, um in der gesamten Wohnung für Durchzug zu sorgen. In der Halbzeitpause werfe ich mir einen Salat aus Kichererbsen, getrockneten Tomaten, Plattpfirsich, Ziegenkäse, Minze, Petersilie, Thymian, Oregano und Basilikum zusammen – Abendessen um 22 Uhr.

Die zweite Trinkpause nutze ich zum Pflanzen gießen. In der Nachspielzeit schießt Kanada dann das entscheidende Tor, so dass wir einigermaßen pünktlich gegen halb 12 ins Bett gehen können. Draußen sind es da noch 28 Grad, drinnen noch 30. Wir liegen auf der Decke, der Ventilator läuft auf niedriger Stufe (sonst zu laut), der Vollmond scheint durchs offene Fenster. Das mit dem Einschlafen dauert…

















































