30.08.2026 – Zurück in Berlin

Hui, nach dem gestrigen Ritt brauche ich heute Morgen ziemlich lange, um erstens wach zu werden, zweitens in die Gänge zu kommen und drittens den morgendlichen Reboot abzuschließen. Überhaupt war es ja auch nicht nur gestern, sondern hinter mir liegt eine Woche mit jeder Menge Unternehmungen, Treffen und Menschen. Könnte heute eigentlich auch den ganzen Tag nur rumliegen, aber ich habe auch den Liebsten schon wieder eine ganze Woche nicht gesehen und das Teilzeitkind sogar schon vier Wochen nicht und das geht ja so auch nicht.

Während des Balkonfrühstücks gegen 11 formiert sich der Plan und kurz vor 13 Uhr gehe ich dann tatsächlich aus dem Haus. Auf dem Weg zur Straßenbahn mache ich einen Schlenker durch den Park und schaue mir die Blumen, Kerzen und Briefe an, die an der Fundstelle der getöteten Frau in der Nachbarschaft abgelegt worden sind – die Nachbarinnenkollegin hatte davon berichtet. Fühlt sich merkwürdig an, eine Mischung aus letzten Grüßen von Menschen, die das Opfer offensichtlich kannten und von Wildfremden, die betroffen sind oder das Thema für eigene Agenden nutzen. Schön finde ich, dass dort auch Fotos sind, die das Opfer in früheren Zeiten zeigen und ein anderes Bild zeichnen als das leicht derangiert wirkende Foto aus den Zeitungen und Polizeiplakaten.

Mit der Straßenbahn geht es dann nach Friedrichshain, in der Wohnung von Brüderchen und Freundin nach dem Rechten sehen. Beim dritten Mal in ebenso vielen Wochen gehen die fünf Altbauetagen schon etwas lockerer, mal sehen, zu welch körperlicher Fitness der Einsatz mich noch bringt. Danach wollen der Liebste und ich dem Teilzeitkind eigentlich das Yaam zeigen, aber da dort heute kein Getränkeausschank ist, vertagen wir das und gehen stattdessen früher auf den eigentlich hinterher geplanten RAW-Flohmarkt.

Ich esse erstmal eine Bubble-Waffel mit Mandelmus und Beeren, während die anderen schon bummeln. Das Teilzeitkind ist erst fasziniert von den vielen schönen Klamotten, dann aber auch frustriert, weil die Auswahl auf dem Flohmarkt eben auch begrenzt sind, manche Sachen nicht in der richtigen Größe da sind, andere gar nicht und vieles auch nach Handeln noch zu teuer bleibt. Wir ziehen vom RAW-Gelände weiter zum Boxi, da erhandelt es sich dann erstmals eine – 100prozentig echte, da gibt es gar keine Frage – Designersonnenbrille für 5 Euro und ist ganz zufrieden mit der Welt. Der Liebste findet einen neuen Nachttisch fürs Schlafzimmer und so ist der eigentliche Zweck des Ausflugs schonmal erfüllt.

Zurück auf dem RAW-Flohmarkt teilen wir uns zu dritt eine Tüte Churros und dann bekommt das Kindelein an einem Stand noch eine Tasche geschenkt und kauft aus Höflichkeit direkt noch ein passendes Top dazu. Auf den letzten Metern sehe ich auch noch eine schöne Jacke, die mir wie angegossen passt und ebenfalls mitkommen darf.

Hochzufrieden mit der Ausbeute und mit großen Plänen für zukünftige Flohmarktsonntage fahren wir mit zwei U-Bahnen nach Südberlin und legen uns erstmal zu einer Siesta hin – also, wir Großen. Das Teilzeitkind hat noch Hausaufgaben zu machen und mealpreppt sich außerdem sein Mittagessen für die Schule morgen, weil ihm das Mensaessen nicht behagt.

Und dann geht es zum Stammitaliener, der auch aus den Ferien zurück ist – es gibt ein großes Hallo und wir sind nicht die einzigen Stammgäst*innen an den Tischen. Wir essen Carpaccio mit Pfifferlingen, hausgemachte Pasta bzw. Pizza mit Pfifferlingen und Scampis. Meine Pasta ist schwarz, mit Fischfarce gefüllt und in Hummersauce serviert. Schmeckt gut!

Nach dem Essen verabschieden wir uns und ich fahre mit zwei S-Bahnen zurück nach Hause, wo Noosa mich schon sehnsüchtig erwartet. Wir fläzen uns auf die Couch und schauen Sterling Point zu Ende (sieht aus, als ob da noch eine weitere Staffel folgen sollte, mindestens) und dann ist es auch schon Mitternacht und dringend Bettgehzeit.

29.08.2026 – Fish out of Water

Trotz spätem Schlafens wache ich schon halb 8 final auf, wohl weil ich ein bisschen aufgeregt bin. Heute ist ein Tag, auf den ich seit Monaten gespannt und ein wenig nervös blicke: Ich fahre mit zwei Kolleg*innen zum Book Bash Festival in Altes Lager, bzw. im Marketing-Sprech im „Secret Forest bei Berlin“. Seit ich beruflich in der Buchbranche unterwegs bin, sind mir die Ausmaße der Subkultur rund um BookTok und Bookstagram erst so richtig bewusst geworden.

Zwar habe ich schon vor Jahren die Cosplayer auf der Leipziger Buchmesse leicht irritiert angestaunt, aber was sich da in den letzten Jahren entwickelt hat, ist nochmal ein ganz anderer Schnack. Wirklich, wirklich viele Menschen lesen und hören wirklich, wirklich viele Bücher, davon sehr viele aus den Genres Romance, Dark Romance und Romantasy. Sie lesen, hören, machen Content darüber, kaufen die Bücher in manchmal sogar mehreren Ausgaben (viele davon mit fantasiereichen Farbschnitten), bilden on- und offline Comminities, cosplayen Charaktere und sind überglücklich, wenn sie Autor*innen, Sprecher*innen oder Menschen in Charakterkostümen live sehen und sich Autogramme holen können. Es ist eine für Außenstehende ziemlich verrückt wirkende Bubble, aber auch ein superherzlicher und liebevoller Safespace für wirklich, wirklich viele, größtenteils als FLINTA gelesene Personen.

Und jetzt haben die also erstmals ein Open Air Festival, mit Lesungen, Signierstunden, Gesprächsrunden, Schwertyoga, Hexenzirkeln, Cosplay Contests, Bobbycar-Rennen, Bastel- und Malrunden, Gruselparcours und Taylor-Swift-Parties. Das musste ich in echt sehen und durch die Arbeit ergab sich die Gelegenheit, das auch noch umsonst und mit einem Mitarbeiterbändchen, Catering und Zugang zum Backstage-Bereich zu tun.

Erstmal aber morgendlicher Reboot und Balkonfrühstück. Dann ein bisschen Haushaltsadmin, Sachen packen und kurz nach 11 mache ich mich auf den Weg. An der Straßenbahn (einer anderen als sonst, wegen SEV) treffe ich die eine Kollegin. Wir fahren zum Hauptbahnhof, holen uns Kaffee bzw. Mango Matcha Latte (Ihr dürft raten…) und steigen in den RegionalExpress. An einer anderen Station steigt die andere Kollegin dazu. Wir fahren bis Jüterbog, wechseln dort in einen Shuttlebus nach Altes Lager, landen schließlich auf dem alten Flughafengelände und haben vom Parkplatz noch ordentlich zu laufen, bis wir am Einlass sind und unsere Bändchen bekommen.

Wir verschaffen uns erstmal einen kleinen Überblick über das Gelände und meine Kolleginnen lassen sich, weil nur gerade jetzt ein Slot frei ist, spontan bzw. halbspontan kleine Tattoos stechen (ein Ahornblatt und einen Mond, respectively) während ich mich weiter umschaue, herausfinde, für wen da gerade eine lange Autogrammschlange ansteht (Lin Dox) und nebenbei an den verschiedenen Stände der Verlage und Autor*innen die Merch-Klamotten abchecke. Wir werden nämlich länger bleiben, als ich eingeplant habe und ich hätte gerne noch einen Hoodie für später in der Nacht. Die meisten sind von den Motiven aber irgendwie nicht zu mir passend oder sind zu spezifisch irgendwelchen Buchreihen zugeordnet, die ich aber ja alle nicht kenne. Einen mit „Take Me to the Book Shop“ nehme ich beinahe, aber der Spruch geht mit „and tell me I‘m pretty“ und das ist mir wieder viel zu Bubble-spezifisch und missverständlich im Real Life.

Als die beiden fertig tätowiert sind, treffen wir uns mit der Kundin, die uns hierher eingeladen hat, und bekommen eine Führung durch die VIP-Bereiche, ein kühles Getränk und den Weg zu separaten Klos und dem Catering gezeigt. Dort unterhalten wir uns mit einer Creatorin und Bloggerin, die für einen Verlag hier ist und arbeitet, aber nebenbei auch cosplayed. Außerdem besprechen wir den Plan für später. Dann essen wir erstmal zu Mittag, holen uns koffeinhaltige Getränke (für mich einen Espresso Tonic) und bummeln weiter übers Gelände.

Ich finde dann doch noch ein passenden Hoodie – mit aufgestickten Büchern und Ottern, ohne Spruch. Im Backstage treffen wir auf einen amerikanischen Star der Szene, mit dem meine Kolleginnen ein Foto machen. Und dann geht’s tatsächlich ein bisschen an die Arbeit, trotz Urlaub bzw. Wochenende. Meine eine Kollegin wird gleich einen Talk moderieren, die andere Kollegin und ich assistieren ein bisschen bei der Orga. Wir treffen wieder auf die Menschen vom Hörbuchverlag, dazu auf eine Autorin und insgesamt sechs Sprecher*innen. Die heißt es zu briefen und rechtzeitig zur entsprechenden Bühne zu bringen.

Im letzten Moment ändern die Veranstalter*innen noch den Plan. Auf der Bühne ist kein Platz für sieben Menschen, also lassen sie zwei Militärfahrzeuge auffahren, auf und neben denen sie dann Platz nehmen – es passt augenscheinlich, weil die neue Buchreihe, um die es geht als Military Romance gilt. Spielt aber eher in den USA und dreht sich um Kampfjet-Piloten, nicht in der NVA…

Der Talk ist eine Mischung als Leseszenen und Interviews und daher sehr kurzweilig. Ich werde diese Bücher definitiv niemals lesen, verstehe aber ein bisschen den Appeal, vor allem als Hörbuch.

Hinterher gibt es noch eine Signierstunde, während wir drei und einer der Sprecher, der spontan eingesprungen ist und hier keine Fans hat, schonmal zum Catering gehen und Abendbrot essen.

Hinterher hören wir der Band ELL zu, die auf der Hauptbühne gerade schönen feministischen Krachpop spielt – Musik gibt’s hier nämlich zwischendurch auch immer wieder. Dann ruhen wir uns eine Weile im Backstagebereich aus, während es langsam dunkel wird.

Schließlich wird es Zeit, den letzten Programmpunkt für heute vorzubereiten – eine Gruselparty. Dabei besteht unser Teil vor allem im Goodie Bags packen, Candy Bar befüllen, Goodie Bags durch den dunklen Gruselpfad im Wald zum Thron des Lords bringen, den die Besucher*innen finden sollen und dann wieder in Künstler*innenbetreuung. Ab 22 Uhr werden die Besucher*innen, die sich rechtzeitig ein Ticket gesichert haben, in kleinen Gruppen auf den Gruselpfad geschickt, zwischendurch ordentlich erschreckt und dann mit Goodie Bag auf eine kleine Lichtung geführt, wo sie Gummibonbons kaufen und einer weiteren Lesung lauschen können. Dann geht es von dort weiter ans Lagerfeuer, wo aber erst ab Mitternacht zur Gitarre gesungen werden kann, weil vorher alles von der Taylor-Swift-Party nebenan übertönt wird.

Gegen Mitternacht aber brechen wir auf. Der letzte Shuttlebus soll halb 1 fahren und wir haben noch einen ordentlichen Weg bis zum Parkplatz vor uns. Im Stockdunklen. Dann stehen wir dort fast eine halbe Stunde, aber es taucht kein Bus auf. Allerdings ist diese Bubble hier so lieb, dass wir keine Skrupel haben, zwei Besucher*innen anzusprechen, die gerade in ihr Auto steigen, und die uns ganz selbstverständlich zum Bahnhof fahren.

Der RegionalExpress hat dann natürlich Verspätung, so dass wir nochmal fast eine halbe Stunde auf dem fast leeren Bahnsteig in Jüterbog stehen, bis viertel 2 der Zug losfährt. Die Rückfahrt zieht sich und wir nicken alle immer mal weg. Am Südkreuz steigt die eine Kollegin aus, mit der anderen fahre ich bis zum Hauptbahnhof, dann sprinten wir zur M10 und am Ende laufen wir durch den nächtlichen, aber sehr belebten Pberg nach Hause. Kurz vor 3 liege ich als letzte erschöpft aber zufrieden in meinem Bett. What a day.

28.08.2026 – Freitagsfreuden

Wieder bis kurz nach 8 geschlafen, es geht doch! Dann erstmal britisch schwarzen Beuteltee mit Milch (Erbse) zubereitet und damit zurück im Bett den morgendlichen Reboot durchgezogen. Also nicht komplett, denn irgendwie habe ich Hunger und stehe dann doch recht bald auf und mache mir ausführliches Urlaubsfrühstück – mit Pfifferlingsomelette, Käsebrot, Obstteller und Ingwer-Limetten-Tee.

Ansonsten geht heute alles etwas langsamer, ich schaffe es aber, den Reboot zu beenden, noch ein bisschen aufzuräumen und meine Kurshausaufgaben zu machen, bevor dann wieder zwei Stunden Kurs anstehen.

Dann ist es schon fast 15 Uhr. Ich mache mir Vanillepudding mit Rosinen, esse den komplett auf und schlafe quasi sofort ein.

Wieder wach bleibt noch Zeit für ein bisschen mehr Haushaltsmaintenance, ein bisschen Orgakram und dann kämpfe ich mich durchs Berliner ÖPNV-Chaos rüber nach Friedrichshain. Wegen Personen im Gleis fährt die S-Bahn nicht, die Straßenbahn fährt nicht da lang, wo sie sonst langfährt, mir fahren eine Straßenbahn und eine U-Bahn direkt vor der Nase weg und am Ende bin ich fast eine Stunde unterwegs und mehr als 20 Minuten zu spät zur Verabredung mit der besten Freundin.

Macht aber nix, wir sind froh, uns endlich mal wieder alleine zu zweit zu sehen (außerhalb beruflicher Kontexte), das letzte Mal ist erschreckenderweise schon fast sechs Monate her. Es war aber zwischendurch auch wirklich viel los, bei beiden.

Wir bestellen sardische Antipasti, sizilianische Caponata und apulische Burrata, dazu gibt es für mich einen Negroni sbagliato. Und dann heißt es erstmal anstoßen – auf meinen neuen Job und ihren Doktortitel. Bäm! Danach essen wir und erzählen uns die letzten sechs Monate, die Reisen, die Kinder, die Konzerte. Dazu rutschen wir immer wieder ins Politische ab, versuchen da aber schnell wieder rauszukommen und uns auf positive Dinge zu konzentrieren. Wir sind uns aber einig, dass vor 2016 die Welt eine bessere war.

Kurz vor 23 Uhr ist das Tiramisù verspeist, die Getränke sind alle und wir sind schon wieder beide todmüde, also brechen wir auf. Wir spazieren noch gemeinsam bis zur Straßenbahn, dann verabschieden wir uns. Und natürlich fährt dann auch diese Straßenbahn nicht die komplette Stammstrecke, sondern ich muss in Weißensee nochmal umsteigen und bin dann erst ganz kurz vor Mitternacht zuhause.

Aus Trotz und weil morgen Wochenende ist, gucke ich dann aber noch anderthalb Folgen Sterling Point, bevor ich fast im Sitzen einschlafe und endgültig ins Bett krieche.

27.08.2026 – Connections

Gar nicht urlaubig fühlt sich der Morgen an – Aufwachen kurz nach 4, Wecker halb 7, dazwischen leider kein Schlaf mehr. Mein Magen ist so früh noch nicht aufnahmebereit, deshalb gibt es nach dem morgendlichen Reboot einen schnellen Pfirsich und einen Tee to go. Auf dem Weg zur Straßenbahn telefoniere ich mit dem Liebsten und kurz nach 8 sitze ich dann im Wartezimmer für meine heutige Behandlung. Bzw. erstmal für die Anmeldung dazu. Mit mehreren Wartephasen bin ich dann kurz vor 11 wieder draußen, müde, hungrig und leicht lädiert.

Die Schöneberger Freundin, die hier um die Ecke arbeitet, hat leider gerade ein Meeting, sonst hätte ich mich mit ihr auf einen Kaffee und ein Frühstücksgebäck getroffen. So aber fahre ich zurück in den Pberg, kaufe unterwegs noch ein und koche mir dann direkt ein ausschweifendes Mittagessen.

Pellkartoffeln, Mais, Pfifferlinge, Gurken, Maracujaschorle
Banane, Pfirsich, Feige, Kaktusfeige

Schon beim Essen werde ich ganz schön müde und also lege ich mich danach mit Noosa aufs Sofa und schlafe eine gute Stunde. Danach bin ich einigermaßen wieder hergestellt – rechtzeitig für das nun folgende zweistündige Telefonat mit der Freundin in Frankreich.

Hinterher ein kurzer Check-in mit dem Liebsten, dann schaue ich die neue Folge Ted Lasso und dann ist auch schon wieder Aufbruchzeit. Mit einer Picknickdecke und einem Bier fahre ich los nach Schöneberg, zu einem Netzwerktreffen beim radioeins Parkfest. Es dauert ein wenig, bis wir uns alle und dann ein bequemes Plätzchen gefunden haben – nah genug an der Bühne, um etwas von der Musik mitzubekommen, aber weit genug weg, damit es nicht zu laut ist.

Meine Suche nach Abendbrot ist etwas unerquicklich. Ich stehe ohne Bargeld zweimal umsonst an (erst bei den New York Hotdogs, dann beim ceylonesischen Streetfood) und lande am Ende mit einer schnöden, aber ganz leckeren Bratwurst wieder auf der Decke.

Dafür sind die Gespräche dann aber ziemlich super und ich lerne tolle neue Menschen kennen, mit denen ich direkt vibe, wie die jungen Menschen sagen. Witzig: Wir reden über meine „Heimat“ und die eine sagt, dass ihre erste große Liebe da herkommt. Ich frage nach dem Namen und ja, der ging in meine Klasse. Bestätigung folgt, als ich ihr ein Foto vom Klassentreffen von vor neun Jahren zeige. Welt, Dorf, usw. Wir haben dann aber auch noch andere Themen (beruflich wie privat) zusammen und fahren am Ende sogar fast bis nach Hause zusammen in der Bahn.

Musikalisch wird es besonders schön, als Reste von Ton Steine Scherben (Bass und Schlagzeug…) auf die Bühne gehen und ein Potpourri der größten Scherben-Hits singen, bei denen ich doch einige auch mitsingen kann.

Unsere Gruppe (und meine Decke), sind dann die letzten aus unserer Runde, die erst aufbrechen, als es schon richtig dunkel ist. So bin ich dann erst kurz vor 11 zuhause und dann doch schon zu müde, um noch groß was anzufangen.

Ein lettischer Beerenschnaps, ein letztes Telefonat mit dem Liebsten, ein kurzer Schnack mit meiner Mitbewohnerin, die aus ihrem Urlaub in Nizza zurück ist und mir Lavendelseife und Kräuter der Provence mitgebracht hat, und dann geht es auch schon ins Bett…

26.08.2026 – Einen Gang runter

Den zweiten Urlaubstag lasse ich etwas ruhiger angehen. Das fängt schon mit dem Schlafen an – bis kurz nach 8! War ja aber auch erst spät im Bett. Sehr geruhsamer Morgen, ausführlicher Reboot, gemütliches Frühstück auf dem Balkon, dazu jede Menge Podcasts.

Joghurt, Granola, Pfirsich, Kaktusfeige, Cappuccino mit Erbsenmilch in neuer Tasse

Danach schaue ich mir die Aufzeichnung eines Webinars an, das ich neulich verpasst hatte. Dann noch Haushausaufgaben für den Kurs und später zwei Stunden genau diesen, zum vorletzten Mal remote, bevor es nächste Woche all in geht. Hinterher großer Hunger, der mit Nudeln, Tomaten und Käse bekämpft wird.

Ich schluffe noch ein wenig herum, dann heißt es fertig machen für den Abendtermin – Sommerfest meines Berufsverbands. Mit der Ringbahn geht es einmal in den Süden und dann durch ein spektakuläres Treppenhaus hinauf auf die Dachterrasse.

Es gibt einen Rückblick, eine Wahl, Gegrilltes und gute Gespräche mit neuen und alten Kontakten. Immer wieder spannend, die ganz verschiedenen Hintergründe zu hören, da wir alle in unterschiedlichen Umfeldern arbeiten, mit denen ich mich mal mehr und mal weniger identifizieren kann. Ich lande am Ende in einer Runde mit NGO, Gewerkschaft und nachhaltiger Industrie, da fühle ich mich ganz gut aufgehoben.

Mitgliedsbeitrag gut investiert

Bevor es richtig dunkel wird, mache ich mich schon wieder auf dem Heimweg und komme dann zu fast Vollmond wieder zuhause an.

Eine weitere Parallele zu gestern Abend: Die heutige Todeseilnachricht prominenter Achtzigjähriger betrifft Tim Curry. Ach, ach. Direkt nochmal den Rocky Horror Picture Show Soundtrack anmachen! Morgen Abend bin ich wieder unterwegs, wenn da wieder ein 80jähriger Promi sterben soll, ich hätte da einen besseren Vorschlag… Der Abend endet dann jedenfalls mit Badewanne und dann Buch im Bett.

25.08.2026 – Erster „Urlaubstag“

Wie an jedem guten ersten Urlaubstag habe ich vergessen, den Wecker auszuschalten. Normalerweise schlafe ich ja eh nie bis dahin, aber heute weckt er mich tatsächlich aus dem Tiefschlaf. Mist. Andererseits gut, denn ich habe heute ungewöhnlich viel vor für einen Urlaubstag zuhause.

Nach dem morgendlichen Reboot gibt es Frühstück auf dem Balkon – Joghurt mit Kirsch-Johannisbeer-Marmelade und Granola, Hofbirne, Kaktusfeige und Trauben, Cappuccino mit Erbsenmilch. Dann schnell Sachen packen für die verschiedenen Sidequests des Tages los.

Zu spät fällt mir ein, dass auf der Straßenbahnstrecke gerade Schienenersatzverkehr ist und der Umweg mit S- und U-Bahn macht, dass ich erst zehn Minuten zu spät zum Sportkurs in Mitte ins Wasser gleite – mit Anraunzer durch eine andere Teilnehmerin, die jetzt weniger Platz zur Verfügung hatte, als erwartet. Etwas angefressen sportele ich los – der Trainer meint es richtig ernst heute, es ist – für mich – von 0 auf 100 anstrengend. Witzig ist hingegen, als zehn Minuten später noch ein Zuspätkommer ins Wasser steigt und besagte Mitteilnehmerin vollends eskaliert, weil sie jetzt genauso wenig Platz hat wie alle anderen… Sie verlässt dann das Becken irgendwann vorzeitig.

Nach dem Kurs geht’s in den Whirlpool – der Vorteil des Studios in Mitte – und das tut richtig gut. Ich entspanne mich soweit, dass ich Dampfbad und Sauna links liegen lasse und lieber früher wieder aufbreche und so ein bisschen Tempo aus dem Rest des Tages nehme. Beim Anziehen lausche ich besorgniserregenden Gesprächen in der Umkleide – die Stimmung im Land (der Welt!) ist wirklich am Kippen, zumindest in Teilen der Bevölkerung.

Dann geht’s weiter zu den Ellis, Post und Blumen bedienen und dann am Ende doch kein Eis essen, weil noch so viel mehr Essen heute ansteht. Mit U- und S-Bahn geht es nach Lichtenberg und dort mit der Lichtenberger Freundin erstmal ins indische Restaurant, Mittag essen und Neuigkeiten erzählen, Nachbarschaftspflege betreiben für sie.

Salat mit tropischen Früchten, Paneer und Joghurt-Dressing, Guavensaft, Papadams

Dann gehen wir hoch zu ihr in die Wohnung und verkosten die Kardamom- und Rhaberberschnecken, die sie aus dem Dänemarkurlaub mitgebracht und eingefroren hatte. Wir sind uns einig, dass unsere eigenen Kardamomschnecken letztes Jahr besser geschmeckt haben, dass die Kombination mit Rhabarber aber eine gute Idee ist, man braucht nur mehr davon. Ein Projekt fürs nächste Frühjahr also!

Dann muss ich auch schon wieder weiter, mit zwei S-Bahnen weiter nach Kreuzberg, ins Büro. Ja, an meinem Urlaubstag. Wir müssen noch eine technische Sache klären, die gestern nicht ging, weil die beiden dafür erforderlichen Kolleg*innen nicht verfügbar waren. Ich wäre aber auch so gekommen, denn eine andere Kollegin hat ihren letzten Bürotag und das begehen wir mit Geschenken, Fotos und Champagner. Dann geht es mit dem ganzen Team weiter in den Biergarten.

Veganer Burger mit Pommes

Wir sitzen und erzählen, essen und trinken ein paar Stunden. Gegen halb 9 trennen sich die Wege, genau als die Nachricht vom Tod von Dolly Parton eintrifft. Uff. Drei von uns fahren mit zwei S-Bahnen zurück in den Nordosten. Finale Verabschiedung am heimischen S-Bahnhof. Zuhause erstmal aufs Sofa. Die sozialen Medien sind voller Reaktionen auf Dolly Parton, die Musik, der Mensch, die Legende. Ich lasse mich eine Weile mittreiben und werde in den nächsten Tagen mutmaßlich mehr Musik von ihr hören als sonst – „9 to 5“ und „Jolene“ sind eh in meinen alltäglichen Playlists…

Und weil ich ja Urlaub habe und morgen ausschlafen kann, fange ich dann noch Sterling Point an, amerikanische Teenieserie, die in Kanada spielt, gut geschrieben auch noch und mit einigen Highlights im Cast. What‘s not to like? Nach drei Folgen schaffe ich den Absprung ins Bett.

24.08.2026 – Wandel

Nochmal eine unruhige Nacht, aber die Chancen für Besserung stehen gut. Ein früher Wecker, ein morgendlicher Reboot, ein Rest Tee und ein Dubaischokoladenriegel zum Frühstück, mehr will mein Magen gerade nicht haben. Ich beginne den Arbeitstag am Schreibtisch, denn es ist ziemlich frisch draußen. Den ganzen Tag gibt es wichtige E-Mails und Meetings, der Kopf bleibt beschäftigt.

Zum Mittag kann ich dann essen – Brot mit veganer Salami und Dillkäse, ein riesiger reifer Pfirsich, den mir die Mitbewohnerin geschenkt hat, ein Rest Waldmeistersirup in Wasser, der eine sehr merkwürdige Farbe ergibt. Mein selbstgemachter ist leider irgendwann geschimmelt.

Nachmittags geht es auf der Couch weiter mit der Arbeit und dann ist relativ früh Feierabend und direkt auch ein Abschnitt offiziell beendet. Die nächsten Tage habe ich Urlaub und dann fängt offiziell ein neuer Abschnitt an, wenn auch zu großen Teilen im gleichen Gewand. Kein Abschied also, zum Glück.

Am frühen Abend schaue ich mir die Aufzeichnung eines verpassten Webinars an, dann geht es bald mit Liegestuhl und Kuscheldecke nach unten in den Hof, wo heute das diesjährige Hofkino anfängt, bei Popcorn und Softdrinks.

Wir schauen 25 km/h, den ich zwar vor Jahren schonmal gesehen habe – im Flugzeug oder im Streaming, jedenfalls nicht mit voller Aufmerksamkeit – und der beim Rewatch witziger ist als erwartet. Wie ich vorher in die Nachbar*innen-Chatgruppe schrieb: Bjarne Mädel geht immer. Bin etwas überrascht, dass Sandra Hüller auch mitspielt. Und Franka Potente. Quasi internationales Kinoflair bei uns im Hof. Der Film ist klassisches Freiluftkino-Futter, würde in der Videothek früher unter „sehenswert“ oder „anspruchsvoll“ gestanden haben, aber Komödie und nur wenig klamaukig. Der Liebste hingegen würde bestimmt sagen „Problemfilm mit mangelnder Produktionsqualität“, aber der hat auch einfach lange keine deutschen Filme mehr gesehen, aus eben diesen Gründen, und wäre vielleicht positiv überrascht. Nicht positiv überrascht bin ich davon, dass der Film nur mit Ach und Krach und viel Augen zudrücken den Bechdel-Test besteht.

Anyway, wir haben Spaß und es ist auch eine schöne Gelegenheit, sich mal wieder mit den Nachbar*innen zu unterhalten. Oder von ihnen unterhalten zu werden, denn neben mir sitzen vier kleine italienischsprachige Kinder, die die ganze erste Hälfte vom Film schnattern und Quatsch machen und anstrengend laut sind, bis sie von ihren Eltern aus der Situation entfernt werden.

Kurz nach 10 ist der Film vorbei, wir verabschieden uns und gehen wieder nach oben. Noch ein halbes Stündchen auf der Couch und dann gehe ich dank zufallender Augen trotz morgigem Urlaub einfach gegen 11 ins Bett.

23.08.2026 – Ruhetag und Date Night

Nach dem langen Abend schlafe ich heute außergewöhnlich lange und Noosa lässt mich sogar einigermaßen. So starten wir erst gegen 9 in den morgendlichen Reboot und bis ich mit meinem Frühstück (das gewisse Brunch-Qualitäten hat) auf dem Balkon sitze, ist es nach 12. Dazu läuft der letzte radioeins-Sommersonntag des Jahres und unterstreicht die nostalgische Berlinigkeit dieses Wochenendes.

Omelett mit den Salatresten von gestern und Brot, Obstteller mit Apfel, Pfirsich, Trauben und Kaktusfeige, Earl Grey

Es ist geradezu kühl heute auf dem Balkon, keine 20 Grad und schattig. Ich lege mich dann also nochmal schön aufs Sofa, höre weiter Radio, mache die täglichen Rätsel und gleite mit Noosa im Arm sanft in einen Mittagsschlaf über…

Am Nachmittag dann irgendwann der Ernst des Alltags – Abrechnung des Kanada-Urlaubs finalisieren, dann anziehen und rausgehen, Dinge tun. Ich fahre mit zwei Straßenbahnen nach Friedrichshain, steige fünf Altbaustufen hinan und betreue die Wohnung von Brüderchen samt Freundin. Weil dazu auch ordentlich Durchlüften gehört, mache ich es mir aber bald auch wieder mit Buch auf diesem Sofa gemütlich, allerdings ohne einzuschlafen.

Irgendwann dann laufe ich wieder los, in die Gegend von gestern Nachmittag, und treffe den Liebsten zur Date Night aus Anlass. Wir starten mit einem Aperitif und Frittiertem (endlich frittierte Zucchiniblüten ohne Anchovi, nur mit Käse!) und setzen dann mit Pizza bzw. Pasta und Falanghina fort.

Im Tischgespräch viel Politik, Berliner, deutsche, kanadische… Außerdem der heutige imaginäre 98. Geburtstag von Oma. Und die Nachricht, dass die ermordete Frau, die hier (im Pberg) um die Ecke am Freitag entdeckt wurde, um zwei Ecken einen Bezug zu uns hat. Puh.

Nach dem Essen spazieren wir noch ein Stück gemeinsam und essen ein Hipstereis unter Diskussion der umhängenden Wahlplakate. Meins heißt Ananas-Petersilie.

Danach fährt der Liebste zurück nach Südberlin und ich zurück in den Pberg, mit einem Umweg über den Nordkiez, weil die Tram zwar die richtige Nummer hat, aber trotzdem einen falschen Weg fährt. Dafür Regenbogen und ziemlich spektakulären Sonnenuntergang gesehen.

Zuhause wieder mit Noosa auf die Couch. Wir schauen noch den französischen COVID-Satire-Film zu Ende und dann geht’s ins Bett. Morgen neue, aber sehr andere Woche.

22.08.2026 – Berliniger Samstag

Also eigentlich Berliner Sonnabend, versteht sich. Die Samstagisierung schreitet aber stark voran, selbst im ostdeutschen Teil des Umfelds.

Heute kann ich ganz wochenendlich den Morgen mal etwas ruhiger angehen lassen und gönne mir ausführlichen Reboot im Bett, Duschen mit Haarewaschen und dann ausführliches Frühstück auf dem Balkon, bis es ans Tagwerk geht.

Das beginnt heute mit einem Einkauf – ein paar Kleinigkeiten fehlen für den Alltag, aber vor allem habe ich heute Abend einen Salat auf eine Party mitzubringen und brauche dafür noch Zutaten. Als ich wieder da bin, habe ich noch genügend Zeit, den Salat zuzubereiten (Süßkartoffel, schwarze Bohnen, Mais, Paprika, Gurke, Tomate, rote Zwiebel mit einem Avocado-Limetten-Dressing und Koriander), bis ich mich wieder auf dem Balkon in meinen Kurs einwähle. Heute sind wir etwas schneller durch als gestern, so dass ich dann kurz nach 14 Uhr meine Sachen zusammenpacken und nach Friedrichshain fahren kann.

Erste Station ist eine Buchhandlung, in der ich nach Geschenken für die beiden Geburtstagskinder auf der Party nachher stöbere und auch bald gut fündig werde, auch wenn das ursprünglich avisierte Buch gerade ausverkauft ist. Beim Stöbern fällt mir auf, wie viel besser als früher ich über die aktuellen Neuerscheinungen informiert bin, seit ich in der Buchbranche arbeite. Immer wieder schön, wie da angenehmes Wissen in mich hineindiffundiert.

Aus der Buchhandlung geht es dann weiter in ein Café. Ich bestelle Chai Latte, Schokoladentorte mit Sanddorn und Käsekuchen mit Apfel und Mandeln und verbringe gute anderthalb Stunden mit Genießen, Schlürfen und Buchlesen – mit Musik auf den Ohren allerdings, weil ich sonst die Gespräche um mich herum nicht ausblenden und mich aufs Buch konzentrieren kann… Nicht ganz das ideale Bild, aber manchmal muss man sich an die Situation anpassen und ich schaffe immerhin einige Kapitel am Stück, juhu!

Nach dem letzten Schluck ist es auch schon fast Zeit, aufzubrechen und so laufe ich voll bepackt weiter nach Lichtenberg, sitze dort noch kurz auf einer Parkbank, bis es auch wirklich 18 Uhr ist, und dann klingele ich und steige hoch zur Doppelgeburtstagsparty.

Das erwachsene Geburtstagskind hat deutlich mehr Gäste als das zehnjährige Geburtstagskind – es sind eben noch Ferien. Der Vorteil ist, dass der Lautstärke- und Hektikpegel deutlich niedriger ist als letztes Jahr und es keine Spiele gibt, sondern einfach nur Gespräche. Und gutes Essen sowieso.

Gegen 21 Uhr ist der offizielle Teil der Party vorbei, was aber hauptsächlich bedeutet, dass das kleinere Geburtstagskind mit seinem Papa nach Hause geht und die anderen Erwachsenen weiterfeiern. Ich gehöre dann kurz nach 1 zu den letzten, die gehen und liege erst gegen 2 mit Noosa im Bett. Aber so soll ein Sonnabend in Berlin ja auch eigentlich sein…

21.08.2026 – Fast schon Wochenende

Wieder eine katzige Nacht, das Noosalein ist dieser Tage insgesamt sehr aktiv, frisst viel mehr als in den letzten heißen Wochen und braucht tags wie nachts viel Aufmerksamkeit. Ich bräuchte mal wieder richtig langen, guten Schlaf, aber die sicherste Methode – eine Nacht außerhalb, hätte zur Folge, dass sie danach erstmal noch anhänglicher ist… Zum Glück gibt es bald öfter die Gelegenheit zum Mittagsschlaf.

Heute jedoch nicht. Heute gibt es nach dem morgendlichen Reboot Balkonoffice und gleich um 9 ein Kurstreffen. Ich entschuldige mich direkt, dass ich noch beim Frühstücken bin, aber den anderen geht es ganz genauso und so essen wir erstmal auf und smalltalken dabei, bevor wir uns an die Arbeit machen. Danach übliche Arbeitsdinge, E-Mails, ein Meeting…

Zum Mittagessen gibt es eine schnelle Sesam-Ramen-Suppe und den Rest Hofbirnen mit Joghurt und Zimt, dazu Maracujaschorle.

Als es dann doch Feierabend und Wochenende ist, fahre ich mit der S-Bahn rüber nach Charlottenburg und treffe die dortige Freundin mit ihren Kindern. Wir haben uns schon wieder ewig nicht gesehen, es gibt sehr viel zu erzählen. Erstmal aber vor allem Kinderbespaßung, die haben wenig Verständnis für Erwachsenenredebedarf. Wir spielen Kaufladen, Knoten knüpfen und entwirren, beim Hopsen und Herumturnen zusehen und bewundern… Nebenbei kocht meine Freundin Abendbrot und dann wird gegessen.

Das kleine Kind will danach direkt ins Bett gebracht werden, mit dem großen Kind lese ich derweil Bücher und wir sprechen über die nächstes Jahr anstehende Schule und über seine Heirats- und Ranzenpläne. Man ist nämlich bereits verlobt!

Später kommt die Freundin wieder dazu und wir sitzen noch zu dritt auf dem Sofa, erzählen vom Urlaub und lustige Witze, bis auch das große Kind bereit ist, auf dem Mamadrachen ins Bett zu fliegen. Die Zeit nutze ich, um kurz mit dem Liebsten zu telefonieren, danach haben die Freundin und ich endlich Zeit für ausführlichen Austausch, nur unterbrochen vom ersten nächtlichen Aufwachen des kleinen Kindes. Gegen 11 verabschiede ich mich dann und wir wünschen uns gegenseitig möglichst viel zusammenhängenden Schlaf diese Nacht.