Der Wecker klingelt um 5:30, da bin ich schon zwei Minuten wach. Witzig, wie das immer läuft. Morgendlicher Reboot im Bett, dann gegen 6:30 aufstehen, duschen, Sachen fertig packen, Noosa füttern, Frühstück einpacken. Kurz nach 7 Liebstentelefonat und dann geht es mit Koffer, Laptop-Tasche und Futterbeutel aus dem Haus. Mit der S-Bahn nach Gesundbrunnen. Dort ist der Zug schon deutlich vor Abfahrt einstiegbereit und ich mache es mir gemütlich und frühstücke erstmal – Tiramisu-Müsli, Joghurt, Apfel, Sencha…

Dann geht es los. Eine Kollegin steigt am Hauptbahnhof zu, eine in Südkreuz. Ich wechsle in deren Wagen, wo wir zu dritt sitzen können und werde beim Laufen mit vollem Gepäck im fahrenden Zug in einer Kurve äußerst unsanft gegen einen Vierertisch geschleudert/-presst. Das tut weh und wird im Laufe des Tages ein riesiger blauer Fleck am Oberschenkel.
Danach dann aber entspannte Zugfahrt, gute Gespräche und einiges an Arbeit. Mit nur zehn Minuten Verspätung erreichen wir Frankfurt, checken kurz im Hotel ein, treffen dort auf Team München und fahren dann mit der Straßenbahn direkt weiter ins Büro, wo das Messeabenteuer mit einem Pizza-Empfang startet.

Danach geht es weiter mit Arbeit, es gibt Dinge zu Drucken, Schneiden und Kleben, Grafiken zu finalisieren, Texte zu redigieren, dazwischen ein spontanes Meeting mit einer New Yorker Kollegin… Der Nachmittag vergeht wie im Fluge. Um 17 Uhr mache ich Feierabend, quatsche aber noch ein bisschen mit den Leuten, dann geht es zurück ins Hotel. Businessklamotten aufhängen, Frühstücksgeschirr abwaschen, kurz Handy laden, dann wieder runter in die Lobby. Mit acht Kolleg*innen aus vier Städten geht es quer durch die Innenstadt (neue Ecken, viel Grün, viele Wolkenkratzer, viel Alt trifft Neu) in ein italienisches Restaurant. Ich bestelle Trüffelpasta (hausgemacht), Salat und Weinschorle und wir haben einen wundervollen Abend zusammen.

Danach geht es auf eigentlich gleichem Weg wieder zurück ins Hotel, aber irgendwo verpassen wir einen Abzweig und müssen dann doch ein Stück durchs berüchtigte Bahnhofsviertel, das mit allem Elend aufwartet, das man dort erwarten würde. Eine Kollegin entrüstet sich sehr darüber, wie eine Stadt, die offensichtlich so viel Geld hat, es nicht in den Griff bekommt, sich angemessen um die Schwächsten zu kümmern. Berlin hat ja eher kein Geld, aber da scheint das besser zu klappen.
Zurück im Hotel gibt es noch eine kurze Dusche, ein längeres Liebstentelefonat, Nachlese der Geschehnisse aus Magdeburg heute (ohne Worte für die vier Stimmen) und dann ist das Licht vor 23 Uhr aus, der Wecker morgen klingelt zum Glück ein kleines bisschen später.



































