Nächte weiter unruhig, der morgendliche Reboot dauert dementsprechend länger und ich nehme mir auf den Weg zum Kurs in Neukölln eine Mate mit. Der Liebste ist am Telefon auch noch ganz verschnuffelt.
Beim Kurs angekommen gibt es erstmal Müsli mit Pfirsich und Gespräche mit den anderen, dann legen wir irgendwann los und vertiefen uns wieder in Einzel- und Gruppenarbeiten. Heute gibt es wieder Sonne (und am Ende 27 Grad) und so können wir auch wieder viel draußen sitzen und Trauben pflücken – von der Hand in den Mund und so.


Mittags folge ich einer Empfehlung und gönne mir den Mittagstisch in einem kleinen italienischen Restaurant in der Nähe. Es gibt Auberginenauflauf (quasi Parmigiana von den Zutaten her, aber hier wurde nix frittiert und die Aubergine im Ganzen (Halben) gelassen) und dazu im Preis inbegriffen ein Glas Wein. Passende Lektüre fange ich auch an. Danach brauche ich für das volle italienische Erlebnis noch Obst und Espresso. Den Espresso gibt’s beim Kurs, für das Obst gehe ich in einen örtlichen Supermarkt mit ausschweifendem Angebot und nehme dann gleich noch ein paar mehr Dinge mit.

Die Feigen und Kaktusfeigen sind großartig und viel reifer und aromatischer als aus dem herkömmlichen deutschen Supermarkt. Hochgenuss, dies das. Ich nehme mir vor, auch zukünftig mehr hier in der Gegend einkaufen zu gehen – muss nur Anlässe suchen!
Dann geht es weiter im Kurs und nach einer Weile ist auch die Weinschwere verflogen und nur die beflügelte Kreativität bleibt. In einer Pause lasse ich mich vom argentinischen Kursteilnehmer ausführlich zu Mate (also, echtem Mate, nicht die Limo) beraten und weiß jetzt einiges über Bezugsquellen, Zubereitung nach verschiedenen Traditionen etc. Eine bombilla nenne ich ja schon länger mein Eigen, jetzt weiß ich auch, dass ich den Mate selbst gut in dem argentinischen Eisladen beim Bruder um die Ecke kaufen kann und nehme mir das für diese Woche vor. Ab nächste Woche wieder lange Homeoffice-Tage, da bietet sich Mate natürlich an!
Kurz nach 18 Uhr löst sich die Runde auf. Ich fahre mit zwei U-Bahnen nach Mitte, schaue bei den Ellis nach dem Rechten und fahre dann, baustellenbedingt immer noch umwegig, mit U-Bahn und Straßenbahn in den Pberg. Weitere Einkäufe im Drogeriemarkt, dann geht es nach Hause.

Dann mache ich mir zum Abendbrot Zucchini-Pommes aus dem Speiseföhn mit Aioli und löffle zum Nachtisch die erste Pitahaya, beides sehr, sehr gut!

Ich telefoniere nochmal kurz mit dem Liebsten, dann werde ich unglaublich müde, mache erst ein kurzes Nickerchen und begebe mich dann nach ausführlicher Körperpflege ohne weitere Umwege direkt ins Bett.










































