Ein Sommerhomeofficefreitag wie er im Buche steht. Morgendlicher Reboot im Bett, Frühstück und Losarbeit auf dem Balkon.

Es ist ziemlich heiß, aber nicht so unangenehm, dass ich auf den schattigen Fußboden flüchten müsste. Zwei Meetings gibt es bis zur Mittagspause, in der ich ein paar Brotreste esse, den Müll runterbringe und Sachen packe.
Zum Feierabend geht es wieder hinaus in die Welt, aber erstmal mit Straßenbahn und S-Bahn zum Hauptbahnhof. Dort besorge ich Reiseproviant, treffe auf den Liebsten und dann steigen wir mit der inzwischen eingeplanten Verspätung in einen Zug. Es ist ein anderer, als der ursprünglich gebuchte, unsere Reservierungen wurden verändert und wir landen in verschiedenen Abteilen. Das vom Liebsten bleibt aber halbleer, so dass ich zu ihm umziehen kann und wir eine entspannte Fahrt bis Hannover haben, wo es unfassbar heiß ist.
Dort heißt es dann umsteigen – laut Bahn-App wartet der Anschlusszug nicht, was aber egal ist, weil der selbst so verspätet ist, dass wir ihn locker kriegen. Zum Glück haben wir auch hier reserviert und haben nach Verscheuchen zweier unglücklicher Passagiere auch wieder einen Sitzplatz. Um uns herum stapeln sich Menschen und Gepäck und der gesamte Gang ist von einer U16-Hockey-Mannschaft auf Hessen belegt, die sich lautstark unterhalten, Spiele spielen und Dating-Tipps geben. In bester Jugendsprache, wie sie auch das Teilzeitkind verwendet. Wir setzen unsere Kopfhörer auf und fliehen. Bei mir gibt’s jede Menge laute Gitarrenmusik, das hilft.
In Bremen ist es auch heiß, trotzdem laufen wir ein paar Straßenbahnstationen, weil der Liebste keine Lust hat, weiter zwischen Menschen zu stehen und auf Züge zu warten. Irgendwann steigen wir dann aber ein und fahren das letzte Stück.

Liebstenschwester und Liebstenschwager begrüßen uns im Flur, das Nifftenkind hat sich vor Aufregung in sein Zimmer zurückgezogen und liegt bereits im Schlafanzug auf seiner Matratze. Ich lege mich dazu und dann wird erstmal gekuschelt. Dann nochmal kurz en famille im Wohnzimmer die Lage und den morgigen Tag besprechen, bevor das Nifftenkind endgültig ins Bett gebracht wird. Die Großen sitzen dann noch bei Bier, Sarti Spritz und Gin Tonic auf dem Balkon, reflektieren den Urlaub und besprechen, was in den zwei Wochen seitdem passiert ist…































