Der Wecker klingelt halb 8 und weckt mich aus dem Tiefschlaf. Keine Kratzekatze im Bett, dafür den Liebsten und gleich eine Tasse Kaffee. Ich bitte um Wiederholung (und Katzenschutz) heute Abend bei mir und bekomme einen positiven Bescheid.
Dann bald der Arbeitstag. Da ich keine Meetings habe, hole ich mir einfach den Laptop ans Bett, werkele vor mich hin und höre dem Liebsten bei seinen, wenigen, zu. Unterbrechungen gibt es durch Morgenmüsli, Mittagsstulle und Mittagsschlaf. Allen Schlaf mitnehmen, der möglich ist!
Zum Feierabend machen wir uns tagfein und fahren mit zwei S-Bahnen nach Mitte. Es gibt ein frühes Abendessen mit Poutine am Alex. Immer wieder spannende Gasterfahrung dort, heute neben dem witzigen Bestellsystem auch noch automatische Bestellung und dann Kryptoklo mit Türcode und Escape-Room-artigem Rätsel, wie man den denn eingibt.

Das Essen weckt die Lebensgeister und so sind wir guter Dinge, als wir quer über den Platz marschieren und uns mit Getränken in den gemütlichen Kinosesseln platzieren. Mein Slushie hat auch etwas sehr futuristisches.

Wir gucken The Odyssey, nachdem Frau Heming so darüber geschwärmt hatte. Nicht im IMAX und mit auffallend dreckiger Leinwand, aber immerhin in sprachlicher Originalfassung. Ich langweile mich fast drei Stunden nicht, aber es gibt immer wieder Stellen, an denen man hätte straffen können. Viel Schönes dabei, handwerklich gut gemacht, einige sehr schöne Bilder. Ich kenne die Geschichte nicht gut genug, merke ich, erkenne aber vieles wieder, teilweise durch den Rückbezug auf andere Varianten des Stoffes, teilweise aus Nacherzählungen für Kinder oder Hörspielen. Naja und an Scilla bin ich ja nun selbst schon mal auf der Fähre vorbeigefahren, da hat sie sich aber niemanden geschnappt.
Als der Film vorbei ist, verlassen viele Zuschauer*innen den Saal noch im Dunkeln fluchtartig. Wir bleiben sitzen und reden über den Film, auch wenn wir nicht ganz bis zum Ende der Credits bleiben. Erstes Fazit des Liebsten, nachdem er vorsichtig meine Meinung erfragt hat: „Eine langweilige Version von O Brother, Where Art Thou?“ Unser Intellektuellenhumor wieder. Mein Fazit war: „Nicht so gut wie die rave reviews, aber besser als die Verrisse.“ Gutes Popcorn-Kino auf jeden Fall, wenn wir nicht vorher Poutine gegessen und keinen Platz mehr im Magen gehabt hätten.
Auf dem Heimweg und den Abend über reden wir noch viel über den Film, den Stoff, die Hintergründe, den Cast usw. Gegen 10 landen wir dann mit Noosa, meinem Sirenen-Ohrwurm aus dem witzigeren Film und je einem Manhattan auf dem Balkon.














































