Unauffällige Nacht mit Schlaf bis kurz vor Weckerklingeln, dann emsiger morgendlicher Reboot (nicht komplett, man hat ja keine Zeit mehr mit so einem Vollzeitjob), fertig machen für einen Büro-Tag inkl. Mittagsstullen schmieren und Frühstück vorbereiten und dann geht’s ins Draußen. Bei schönstem Sonnenschein und blauem Himmel telefoniere ich auf dem Weg zur Bahn mit dem Liebsten. Heute probiere ich eine dritte Route ins Büro aus – S-Bahn, S-Bahn und bei Zeit und gutem Wetter laufen, sonst noch U-Bahn.
Gleich beim Einsteigen treffe ich einen Freund, der ebenfalls auf dem Weg zur Arbeit ist. Was für ein schöner Zufall! Wir updaten uns, bis ich umsteigen muss. Nach der zweiten S-Bahn laufe ich über die Spree und freue mich des Lebns, des Wetters und des neuen Jobs.

Im Büro komme ich als eine der ersten an (Es ist tatsächlich grad noch vor 9), packe meinen Laptop aus, stelle mein Mittag in den Kühlschrank, gieße mir Milch ins Müsli, komme zurück an den Laptop, will mich einloggen und dann stimmt mein Passwort nicht. Der Laptop ist noch mit dem Passwort gesichert, dass mir am Montag auf einem Zettel zugesteckt wurde. Tagsüber logge ich mich mit Fingerabdruck ein und für alle anderen Anwendungfälle habe ich ein eigenes von mir erstelltes Passwort. Ich probiere noch zwei Kombinationen der Komponenten aus dem Passwort, die ich alle noch weiß, nur in der Reihenfolge hapert es. Dann ist der Laptop erstmal gesperrt. Ich frage herum, wer mir helfen kann, aber leider ist die einzige Person, die das könnte, heute nicht verfügbar.
Also packe ich meine Sachen wieder ein, tue das Müsli samt nun Mandelmilch zurück in die Transportbox und verabschiede mich ins Homeoffice, wo der Zettel liegt. Ich nehme den gleichen Weg zurück, genieße nochmal die Sonne, wenn auch etwas hektischer, und merke dann in der zweiten S-Bahn, dass sich die Mandelmilch über das Innere meines Rucksacks ergießt. Und das Äußere. Und meinen Mantel. Zum Glück habe ich viele Taschentücher dabei (Schnupfen sei Dank), um die größte Schadensbegrenzung einzuleiten.
Zuhause dann erstmal Notfallprogramm: Der Laptop ist zum Glück trocken geblieben, anderes muss zum Trocknen auf die Heizung, Textiles inkl. Rucksack und Mantel kommt direkt in die Waschmaschine. Ich fülle das Müsli wieder in eine Schüssel um, gieße Milch nach (Höhö) und sitze dann ab kurz nach 10 mit voll funktionstüchtigem Equipment und Passwort endlich am Schreibtisch.
Ab dann ist es ein ganz ordinärerer Homeoffice-Tag. Die Katzen nehmen fleißig an den beiden Meetings teil, ansonsten arbeite ich ganz ungestört und mit weniger Hektik als an den letzten Tagen und bin wieder sehr glücklich über den neuen Job. Ich will es ja nicht beschreiben, aber ich glaube, ich bin genau da gelandet, wo ich hingehöre.
In der Mittagspause geht es aufs Sofa, den Rest vom morgendlichen Reboot nachholen – eigentlich hätte ich gerne auf dem Balkon gesessen, aber die Sonne ist gerade schon wieder um die Hauswand rum. Morgen dann Zum Feierabend verschwinde ich in der Küche (Das Beste am Homeoffice ist ja die wegfallende Fahrzeit!) und koche mir Süßkartoffel-Mac‘n‘Cheese.

Nach einer kurzen Verschnaufpause fürs Gehirn lege ich dann ab 20 Uhr nochmal gute zwei Stunden Arbeit im Projekt ein, mehrfach unterbrochen von Liebstentelefonaten. Brutto ist es dann also halb 11, als ich auch den privaten Laptop zuklappe und mich bettfertig mache. Ein paar Seiten Buch schaffe ich noch, aber dann fallen mir kurz nach 11 die Augen zu – auch gut.




























