Ich erwache relativ kurz vorm Weckerklingeln um 7. Der Wecker klingelt so früh, weil wir erstens schon ab 12 zur Party eingeladen haben und wir zweitens noch was einkaufen müssen, bevor die Hitze am bisher heißesten Tag des Jahres der Wetteraufzeichnungen in Deutschland (letzter Rekord: gestern) zu brutal wird. Morgendlicher Reboot mit Kaffee im Bett, dann gehen der Liebste und ich um 8 raus und es sind noch unter 30 Grad, geradezu angenehme Sommertemperatur.
Wir kaufen nochmal Eiswürfel nach, außerdem Brot, Melone, Pfirsche, Aprikosen und auf dem Markt Hummus, Börek, Tabouleh und verschiedene Aufstriche. Wieder zuhause gibt es Frühstücksbörek für alle und dann wird die Wohnung final partyfein gemacht. Dann noch Kuchen und Obst schneiden, Bruschetta-Mix vorbereiten, den Kühlschrank mit Getränken befüllen und dann klingelt es kurz vor 12, als wir gerade fertig werden.


Weil der Geburtstag ein runder ist, hat der Liebste großräumig eingeladen, weil es der verdammt nochmal heißeste Tag jemals ist, haben einige Leute, besonders von weiter weg, abgesagt (selbst die Bahn warnt ja vor unnötigen Reisen und storniert Tickets ohne Scherereien). Die Runde ist also kleiner als geplant und viele kommen auch erst, als die allergrößte Hitze vorbei ist.
Trotzdem ist es eine sehr schöne Runde, die sich in den nächsten dreizehn Stunden auch immer wieder neu zusammensetzt, ein stetiges Kommen und Gehen. Der Liebste erhält wundervolle Geschenke und ich auch nochmal ein paar, von Menschen, die letzte Woche nicht dabei sein konnten bzw. zur Familie gehören. Meine Geschenke reihen sich thematisch sehr gut in die bisherigen ein.

Am späten Nachmittag, pünktlich zur Aperitivo Hour, ziehen das Teilzeitkind und das Nifftenkind los zum Stammitaliener und lösen die Lieferung des bestellten Caterings aus. Es gibt Antipasti, Käsespieße und Minipizzen.

Einen beachtlichen Teil der Feier verbringe ich dann mit der Bespaßung des Nifftenkinds, vor allem, nachdem das Nifftenkind zweiten Grades wieder weg ist und das Teilzeitkind sich zum Übernachten zur Teilzeitkindmama aufgemacht hat, weil es der Liebstenschwester samt Familie heute Nacht sein Zimmer überlässt. Das Nifftenkind kommt nach dem Sommer in die Schule und alles ist gerade sehr aufregend. Wir haben viel Spaß. Irgendwann hat das Nifftenkind dann Bettgehzeit, liegt aber vorher nochmal eine ganze Weile kuschelnd auf mir drauf – ist ja inzwischen nicht mehr ganz so warm.

Danach bin ich dann die Jüngste in der Partygesellschaft. Der Kern hat seinen runden Geburtstag schon hinter sich, die etwas Jüngeren sind jüngere Geschwister oder Lover*innen. Die älteren Herrschaften beglückwünschen sich zu ihren Lebensentscheidungen. Gegen 23 Uhr beobachten wir das kurzfristig angekündigte Gewitter und ein bisschen Regen, die riesigen Hagelkörner bleiben hier zumindest aus. Das Unwetterchen verzögert aber den Aufbruch einiger Gäst*innen, während der letzte Gast ziemlich nass eintrudelt und die Party sich nochmal verlängert.
Irgendwann gegen 1 ist das Bier alle, worauf der Liebste fast ein bisschen stolz ist. Das Essen haben wir auch größtenteils vernichtet. Gegen halb 2 gehe ich ins Bett, der Rest folgt wenig später.

















































