Ich wache wieder kurz vorm sehr frühen Weckerklingeln auf und starte noch nicht ganz fit in den morgendlichen Reboot, der so einfach auch länger braucht, als wenn ich ausgeschlafen bin. Hmpf. Schon vor den Rätseln stehe ich auf, mache mich tagfein und auf den langen Weg in den Frühstücksraum. Das Buffet ist ziemlich unübersichtlich gestaltet und ich bin latent überfordert und unter Zeitdruck, bekomme dann aber doch eine ansehnliche Auswahl zusammen.

Beim Essen schaffe ich die Rätsel und dann geht es bald schon wieder hoch, mit dem Liebsten telefonieren und Bürotasche packen. Kurz nach halb 9 verlasse ich das Hotel und stelle fest, dass die Gegend im Hellen wirklich ganz ansehnlich ist. Noch hübscher ist es dann über zwei Isarbrücken hinweg und in die Altstadt.



Nach 20 Minuten komme ich am Viktualienmarkt an und finde den Eingang vom Büro. Auf der Treppe vor der Bürotür sitzt schon eine Kollegin mit ihrem Laptop, nutzt bereits das Büro-WLAN, aber kommt genau wie ich ohne Schlüssel nicht hinein. Kurz danach ist aber eine Kollegin mit Schlüssel da, dann gibt es eine kurze Tour durchs Office, eine Limetten-Minze-Limo aus der Küche und einen schönen Schreibtisch mit Marktblick.
Nach und nach trudeln mehr Kolleg*innen ein. Einen habe ich am Dienstag erst in Berlin gesehen, viele andere zuletzt auf der Messe, zwei treffe ich zum ersten Mal. Ein buntes Gewusel.
Am Vormittag habe ich einen Call mit Frankfurt, am Nachmittag einen mit Austin, Texas. Dazwischen viel Kleinteiliges, viele Gespräche vor Ort und dann die wirklich finale, finale Übergabe mit meinem Vorgänger, der am frühen Nachmittag seinen Laptop abgibt und jetzt endgültig raus ist. Bisschen aufregend!
Mittags gehe ich mit Kolleginnen auf den Viktualienmarkt. Erstmal gibt es als Vorspeise je eine eingelegte Gurke, ich entscheide mich für die Variante in Blaukraut und Knoblauch.



Dann wollen wir weiter zum berühmten und gehypeten Kartoffelstand, aber der hat gerade Urlaub (ich werde wiederkommen müssen!) und wir gehen stattdessen in eine vegane Metzgerei. Ich entscheide mich für eine vegane Leberkässemmel mit süßen Senf und trinke dazu ein Paulaner Spezi. When in Munich…

Wir essen dann wieder drinnen, weil es ziemlich kalt ist, sobald die Sonne hinter Wolken verschwindet…
Gegen 18 Uhr dann Feierabend und Abendessen mit Kolleginnen in einem nahen „Bräuhaus“.



Ich trinke ein Helles und essen Rahmschwammerl mit Semmelknödel, einen mächtigen Beilagensalat und hinterher Apfelstrudel mit Vanilleeis. Nebenan spielt eine Kapelle urige Musik, die Bedienungen tragen alle Tracht und neben Münchner*innen sind auch viele Tourist*innen da. Es ist trotzdem alles sehr nett und angenehm.
Gegen 20 Uhr verabschieden wir uns und ich laufe mit vollem Bauch zurück ins Hotel. Erstmal hinlegen, gucken was ich tagsüber im Internet verpasst habe, dann eine Folge The Diplomat, bei der mir immer die Augen zu fallen, ein Liebstentelefonat und kurz nach 23 Uhr Licht aus.








































