Und Zack, wieder geht eine Woche los. Morgendlicher Reboot im Bett, graues, trübes, kühles Wetter und dann direkt mit Kaffee und Müsli auf Joghurt an den Schreibtisch. Ich hole mir schnell eine Decke, denke darüber nach, die Heizung anzumachen (bringt Mitte Juni eher nichts) und bin dann sehr froh über ein wärmendes Katzentier auf dem Schoß.

Ich fleiße den Vormittag über vor mich hin, nur unterbrochen von der Flaschenpost-Lieferung, die schon ein bisschen Dolce-Vita-Stimmung aufkommen lässt (die Geburtstagswoche ist angebrochen!). Der Lieferant hingegen ist so jung, dass ich mich kurz merkwürdig fühle, ihn für Alkohol Trinkgeld in die Hand zu drücken. Er siezt mich und scheint noch im Stimmbruch…

In der Mittagspause wird eingekauft – Supermarkt, Haustierbedarf, dann gibt es Stüllchen auf dem Balkon.

Der Nachmittag geht dann auch noch vorüber, dann halten Noosa und ich erstmal ein kleines Nickerchen auf dem Sofa – ich nutze die Gelegenheit, dass sie auf mir eingeschlafen ist, und mache selbst die Augen eine halbe Stunde zu.
Dann ist schon wieder Zeit für Aufbruch, heute geht es mit S- und U-Bahn nach Neukölln zu einer Netzwerkrunde auf dem Tempelhofer Feld. Zum Glück ist inzwischen die Sonne rausgekommen, es ist wärmer als am Vormittag und über dem Feld weht eine ordentliche Brise, die mir die Gedanken durchpustet.


Wir sind zu sechst und kommen berlintypisch aus einer wilden Mischung aus Ländern, Verkehrssprache Englisch, mit ein bisschen Deutsch zwischendrin. Es geht einmal quer übers Feld fast bis nach Tempelhof und dann in großen Bogen zurück nach Neukölln. Faszinierend, wie viel Natur da abseits des Asphalts stattfindet und wie viele Menschen dort auf wie viele Arten dem Sport fröhnen. Unter anderem ziehen mit Musik untermalte Lauf- und Fahrradgruppen vorbei, Menschen lassen sich auf Skateboards von Segeln durch die Gegend ziehen oder werfen einen Ball auf ein Trampolin… Als würde die Stadt nach diesem kalten Montagmorgen nochmal so richtig durchatmen und vor Kraft strotzen.
Nach fast zwei Stunden verabschieden wir uns. Ich fahre mit U-Bahn und Straßenbahn zurück in den Pberg, mache mir eine schnelle Ramen-Suppe und schaue mit einem Bier und Noosa auf dem Schoß noch die zweite Halbzeit Belgien-Ägypten an, bevor es ins Bett geht. (Nur Spiele in Kanada und Mexiko gucken stellt sich als schwierig heraus, das sind so wenige und sie sind fast alle nachts.)


































