Planbar entspannt zu spät – Rostock, ich komm‘ längs!

Am Alex gibt es seit einiger Zeit ein “Café”, in dem kann man sitzen, wenn der Bus mal wieder länger braucht als erwartet. Wobei erwartet das falsche Wort ist, sagen wir “als angekündigt”. Ich bin ja lernfähig und kann mich ganz gut daran gewöhnen, dass der Bus nach Rostock zu spät in Berlin ankommt, zu spät hier losfährt und dann auch noch länger für die Strecke braucht, weil dort eben gebaut wird. Dass es aber nicht möglich ist, diese für mich einplanbaren Verspätungen auch einfach tatsächlich einzuplanen und andere Zeiten anzugeben, das will mir nicht so recht in den Kopf.

Da ich es ja nun aber weiß, habe ich eine verspätete Ankunft angekündigt und werde heute weder wie vorletztes Mal die Hälfte eines Konzerts verpassen noch wie letztes Mal so spät zu einem Essen kommen, dass die Küche dann schon geschlossen hat.

Ich bin sogar so rechtzeitig im Café, dass ich einen der bequemen Sessel ergattern konnte, ich habe etwas zu essen und zu trinken dabei und bin heute Abend nur ganz lose verabredet. Feste Termine stehen erst ab morgen an und so kann ich ganz entspannt nochmal den Ärger über nicht funktionierende Dinge Revue passieren lassen, der mich die letzten Tage begleitet hat. Revue passieren und dann ziehen, denn jetzt ist ja quasi schon wieder Urlaub. Rostock, ich komm’ längs!

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 8: Piadine in Bertinoro, Regen in San Benedetto, Lasagne im Bett

Trotz oder gerade wegen der bis in die frühen Morgenstunden andauernden Feierei auf den Straßen Bolognas schliefen wir ziemlich lange und standen erst nach 10 Uhr auf. Unsere Gastgeberin bereitete uns Eier und Toast zum Frühstück zu, dann verabschiedeten wir uns von ihr und ihrer Tochter. Auf ihren Rat hin holten wir uns noch zwei Stücken Lasagne für später in einem Imbiss in ihrer Straße und verließen Bologna dann in Richtung Bertinoro.

Ich begab mich sozusagen auf meine eigenen Spuren von vor 8 Jahren. Damals war ich nämlich schon zweimal in Bologna und Umgebung. Mit meinem damaligen Freund (langjährige Blogleser*innen werden sich erinnern) besuchte ich seine ehemaligen Kommiliton*innen erst zu einer Silvesterfeier und später im Jahr zu einer Hochzeit. Beim ersten Mal machten wir damals einen Abstecher zu einem legendären Piadina-Imbiss und genau das wollte ich diesmal auch tun, um dem Hasen die echte Küche der Romagna näherzubringen. Ich fragte also den lieben Herrn Ex nochmal nach der genauen Location und dann fuhren wir da einfach hin.

In den acht Jahren hat sich nicht besonders viel verändert, aber zum Glück gab es inzwischen überdachte Sitzplätze – es regnete nämlich gar sehr. Auch wie damals bestellten wir eigentlich zu viel. Die niedrigen Preise und die große Auswahl verleiten dazu und genau wie vor acht Jahren war ich dann von der Größe der Piadine total überrumpelt. Wir hatten eine mit Speck und Käse, eine mit Pecorino, Tomaten und Rucola und eine mit Squaquerone und “siruppierten” Feigen. Danach waren wir pappsatt aber glücklich.

Unser Weg führte uns dann hinauf in die Berge, in den Nationalpark Foreste Casentinesi. Ab da ging einiges schief. Ursprünglich wollte ich dorthin, weil ich etwas tolles über einen Wasserfall gelesen hatte, der sehr beeindruckend sein soll. Leider hatte ich nicht gelesen, dass die Wanderung dorthin viereinhalb Stunden dauert. Da wir erst gegen 16 Uhr am Ausgangspunkt ankamen, es gegen 19 Uhr dunkel wird und es außerdem weiterhin in Strömen regnete, zogen wir es vor, im Auto sitzen zu bleiben, ein Hörspiel zu hören und als der Regen etwas nachließ, nur ein wenig spazieren zu gehen – soweit das auf nassen Steinen unter feuchtem, glitschigen Laub eben möglich war. Zwischendurch schaute ich nach, wann wir in unserem AirBnB einchecken könnten und musste feststellen, dass ich dieses erst für morgen gebucht hatte.

Sofort hatte ich ungemütliche Szenarien im Kopf, wie oben in den Bergen im kalten Auto übernachten zu müssen oder für teures Geld eine zusätzliche Unterkunft buchen zu müssen. Der Hase beruhigte mich aber und schlug vor, erst einmal nachzufragen, ob wir nicht einfach einen Tag früher kommen könnten. Ich telefonierte also mit unserer Gastgeberin, die allerdings gerade auf Klassenfahrt in England weilte und erst einmal mit ihrem Mann Rücksprache halten musste. Nach einer sehr langen halben Stunde rief sie mich zurück und ich sagte, es sei kein Problem. Mit einem Stein weniger auf dem Herzen trödelten wir dann also noch ein wenig im Auto herum und machten uns dann in dem einsamen Bergdörfchen San Benedetto in Alpe auf die Suche nach unserer Unterkunft. Navi und Google Maps waren sich uneins, wo sie sich befinden sollte, aber wiedermal hatte Google Maps Recht.

Unser Gastgeber begrüßte uns sehr herzlich auf Italienisch und zeigte uns unsere Wohnung in einem der ältesten Häuser des Dorfes. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, sollten wir hinunterkommen und die Formalitäten klären. Unten empfing er uns dann mit ein paar Formularen für die Kommune (“Es gibt hier oben nunmal leider kein Internet, wir müssen das alles auf Papier ausfüllen und dann runter nach Forlì bringen.”), einer unetikettierten 1-l-Korbflasche Sangiovese, einem flachen, runden, jungen Ziegenkäse und einem Brot – “un piccolo spuntino”! Zunächst gab es also den halben Käse, die halbe Flasche Wein und ordentlich Brot dazu und ein paar Geschichten rund um unsere Ferienwohnung im ältesten Haus des Dorfes.

Dabei saßen wir im ehemaligen Alimentari seiner Großmutter. An der Decke waren noch die leeren Haken für Salami und Schinken zu sehen, die Kasse, eine Schneidemaschine für Aufschnitt und Brot, leere Olivenölfässer und Schubladen für Pasta, Mehl und Co. waren ebenfalls zu sehen – alles “original unverpackt”, damals. Unser Gastgeber war als kleiner Junge drei Jahre lang mit seinen Eltern in der Schweiz gewesen, dann war es Zeit für die Schule. Seine Mutter kehrte also mit ihm zurück ins Dorf ihrer Kindheit und zur Nonna. Der Vater hingegen pendelte noch viele Jahre zwischen San Benedetto und dem Aargau hin und her. Deutsch konnte unser Gastgeber trotzdem nicht, Englisch ebenso wenig, dafür aber Französisch. “Das haben wir damals alle in der Schule lernen müssen – ich bin ja schon älter – und heute nutzt es uns so gut wie nichts.”

Schließlich schickte er uns mit der halbvollen Weinflasche wieder nach oben, wo ja noch die Lasagne auf uns wartete. Eigentlich waren wir schon total satt, deswegen legten wir uns erstmal ein wenig aufs Bett und lasen – Internet gab es ja nicht. Irgendwann stand der Hase dann nochmal heldenmutig auf, holte Weingläser, wärmte die Lasagne auf und brachte alles ans Bett. So aßen wir das Abendbrot diesmal ganz gemütlich im Bett und konnten danach sofort schlafen.

Jahresrückblick 2017

Traditionen sind Traditionen und auch wenn dieses Blog in den letzten Monaten so gut wie verwaist ist, so gehört doch ein Jahresrückblick her. Einen Vorsatz zum häufigeren Bloggen im nächsten Jahr spare ich mir aber – das wirkt dann so albern, wenn es doch schon wieder nicht klappt. Und weil ich keine Lust auf das Jahresendstöckchen habe, gehe ich einfach monatsweise vor und konzentriere mich ab dem Februar nur noch auf die positiven Erlebnisse…

Januar

Dieses Jahr brachte schon in den ersten zwei Wochen das größtmögliche emotionale Auf und Ab des Jahres mit sich (Herz schlägt! Herz schlägt nicht mehr…), verbunden mit körperlichen Beschwerden aus der Hölle. Losgelassen hat mich das ganze auch ein knappes Jahr später noch nicht, was wohl auch mit ein Grund dafür ist, warum es im Blog so still war. Ich bin allen sehr dankbar, die in dieser Scheißzeit für mich da waren.

In Woche 3 wurde dann Trump vereidigt, was sich nahtlos in mein seelisches Tief einfügte. Laut dem Hasen war ich wochenlang geladen. Schönes gabs aber dann auch noch: Anti-Trump-Proteste, Vogelhochzeitssüßigkeiten und die Geburt des zweiten Kindes der besten Freundin.

Februar

Im Februar ging es zum ersten Mal in diesem Jahr nach Rostock, wo ein lieber Freund mein neues zweites Wohnzimmer eröffnete, das Törtchenlokal Waldenberger. Am Abend tanzte ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder, bis das Licht anging und am nächsten Morgen lernte ich endlich die Tochter eines alten Freundes kennen und machte mit ihr den Warnemünder Strand unsicher.

Außerdem heiratete im Februar mein Bruder nach über 18 Jahren Beziehung meine Schwägerin. Wir schenkten eine Torte und die Nutzung unserer Wohnung als Partylocation.

März

Ich nenne den März 2017 meine “irischen Wochen”. Direkt am Anfang ging es für mich dienstlich nach Dublin. Dann war ich mit einer lieben Freundin beim Konzert von Jimmy Kelly, verbrachte den St. Patrick’s Day feuchtfröhlich mit dem Hasen im Pub und schließlich erschien die neue Kelly-Family-CD, die aus nostalgischen Gründen natürlich den Rest des Monats rauf und runter lief – so sehr, dass sie in meinen Spotify-Jahrescharts ganz oben landete, auch wenn ich sie in der zweiten Jahreshälfte deutlich seltener gehört habe.

April

Der April war politisch geprägt und ich wurde offiziell in ein Ehrenamt gewählt, das spätestens seitdem einen beachtlichen Teil meiner Zeit und Energie bündelt. Abgesehen davon feierten wir die Wohnungseinweihung zweier lieber Freundinnen, die nun endlich auch in Berlin wohnen, besuchten das Hasenpatenkind in Leipzig und aßen Waffeln im Garten. Am Ende des Monats verbrachten wir ein langes Wochenende auf einem Naturcampingplatz in der Mecklenburgischen Seenplatte. Dort begann ich passend zu den vorgenannten irischen Wochen it der Lektüre von Ulysses – die natürlich auch jetzt noch nicht beendet ist.

Mai

Im Mai fing der Hase seinen neuen Job an, mit dem er noch immer sehr sehr glücklich ist. Ich hatte viel Spaß auf der re:publica und die Erdbeerhäuschen kehrten endlich nach Berlin zurück. Außerdem kam meine geliebte Rostocker Indie Night für einen Abend nach Berlin und ich tanzte zum zweiten Mal in diesem Jahr bis zum Schluss. Und dann fuhren wir selbst nach Rostock, wo es unglaublich heiß war, so dass ich direkt anbaden konnte. Natürlich trafen wir auch viele liebe Freunde und sahen drei Bands live, unter anderem Zen Bison.

Juni

Der Juni brachte ich mich in eine noch ältere Heimat, zum 15-Jahre-Abi-Klassentreffen in Bautzen. Anlässlich meines Geburtstags gab es dann später ein Picknick bei uns im Hof –mit internationalen Gästen, vielen Kindern und sogar einem Hundekampf. Und Live-Musik war auch wieder dabei: Wir tanzten mit den Skatalites im Yaam.

Juli

Gleich zu Beginn des Monats feierten wir den 30. Geburtstag meiner Cousine mit einer großen Gartenparty und ich tankte ganz viel Familienfeeling mit meinen Cousins und Cousinen. Auch das nächste Wochenende wurde sehr flauschig – in einer auf Twitter organisierten Hilfsaktion bearbeiteten wir einen Schrebergarten in Pankow-Rosenthal, lernten dort unter anderem die wundervolle Mademoiselle Read On kennen und bekamen am Ende auch noch zwei Himbeerpflanzen für den Balkon geschenkt. Überhaupt war das ein Sommer voller Obst, der Hase hat literweise Saft, Apfelmus, Marmelade und Kompott hergestellt – komplett mit mundgeraubten Früchten aus den Innenhöfen der Umgebung (die sonst nicht geerntet werden). Achja, ein tolles weiteres Rostock-Wochenende mit der lieben Susanne war ebenfalls noch drin in diesem wunderschönen Sommermonat!

August

Im August fand unser alljähliches Cousins- und Cousinentreffen statt. Wir backten Pizza, schauten Filme, jagten uns um die Tischtennisplatte, schwitzten in der Sauna, tranken jede Menge Mate und quatschten bis tief in die Nacht. Später im Monat verbrachte ich beruflich eine Woche in Timmendorfer Strand und konnte dort nach Feierabend trotz kühlerer Temperaturen ein weiteres Mal in der Ostsee baden (und zum ersten Mal seit langem wieder Minigolf spielen). Zum Monatswechsel ging es dann für 4 Tage mit dem Hasen nach Stockholm.

September

Zurück aus Stockholm ging es mit dem Team direkt wieder aufs Wasser, und zwar bei einer Floßtour auf der Havel. Kurz danach ging es schon wieder nach Rostock, zu einem Kabarett-Abend mit Fiete und Schiete, viel Zeit mit Freunden und natürlich Strand und Törtchen. Als ich heimkam, überraschte mich der Hase mit Unmengen selbst gebackenen schwedischen Zimt- und Kardamomschnecken, die in den Folgetagen noch häufig Neid unter meinen Kolleg*innen hervorriefen. Dann ging es im September noch auf einen weiteren Business-Trip, diesmal nach Brüssel.

Oktober

Das Highlight des Oktobers war unser zweiwöchiger Roadtrip durch Sardinien, bei dem ich so viel gegessen habe, dass ich mir kurz vor Schluss noch den Magen verdarb und ein paar Tage so gut wie gar nichts mehr herunterbekommen habe. Ansonsten gab es viel Meer, Berge, Bäume und Getier zu sehen und vor allem jede Menge Erholung und Abschalten.

November

Anfang November war mein Bruder in Berlin und wir lösten gemeinsam sein Geburtstagsgeschenk ein: Ein Doppelkonzert von Dritte Wahl im Astra. Mitte des Monats besuchte ich eine liebe Freundin in Basel und verbrachte genau einen Tag mit Sightseeing, den Rest der Zeit mit Filme- und Serienschauen und jeder Menge Gesprächen. Am Wochenende drauf ging es wieder einmal nach Rostock, zu 20 Jahre Indie Night mit Live-Auftritten von Mortenson und Das Paradies – die nächste durchtanzte Nacht.

Dezember

Der Dezember war wie jedes Jahr geprägt von einerseits stressiger Arbeit und andererseits stressiger Vorweihnachtszeit – nur unterbrochen vom Geburtstag des Hasen, den wir mit einer spontanen Party doch ziemlich gut gefeiert haben. Dann sahen wir uns Das Paradies noch einmal gemeinsam in Berlin an und feierten den Hasengeburtstag noch ein zweites Mal, nämlich mit seiner Familie. Darauf folgten meine letzte Dienstreise des Jahres, die mich nach Nürnberg führte, die Firmenweihnachtsfeier, die Bescherung mit Bruder und Schwägerin und das Weihnachtsfest mit der Hasenfamilie. Das Jahr endete mit einem spontanen weiteren Rostock-Besuch am zweiten Weihnachtsfeiertag (mit einer weiteren durchtanzten Indie Night und einem Wiedersehen mit Cousins und Onkel) sowie zwei faulen Sofa-Tagen mit dem Hasen, bevor wir uns heute auf den Weg machten, um in einer Ferienwohnung in Vorpommern ganz still und leise zu zweit das Jahr zu verabschieden.

Wenn ich so zurückschaue, hat sich 2017 nach dem miesen Start deutlich gesteigert, jetzt bin ich gespannt, was 2018 bringt!

Silvester

Lebensrealitäten

Dieses Wochenende wird mir trotz G20 in Erinnerung bleiben als eines voller Herzlichkeit, spannender neuer Menschen und extrem gegensätzlicher Lebensrealitäten. 

Am Freitagabend trikontinentales Dinner in einer doppelstöckigen Altbaudachgeschosseigentumswohnung in Ku’dammnähe, gekocht im Schatten einer Kitchen Aid und unter Verwendung von gefühlt der Gesamtkollektion von Le Creuset. Samstags im Schrebergarten Werkeln und Grillen in Pankow-Rosenthal mit DDR-Geschirr. Südafrikanisches Bobotie mit KaDeWe-Chutney und Curcuma-Pulver von Ja! im Dachgeschoss und Milchreis mit Apfelmus, Mandel-Aprikosen-Kuchen, Johannisbeer-Baiser-Kuchen und Kokoswasser im Garten.

Weltbürgertum und Einsatz für Opfer von Ausbeutung, Verfolgung und sexueller Gewalt zum Einen (in Pankow wie in Charlottenburg), Verschwörungstheorien und Angst vor Islamisierung in Deutschland zum Anderen. Linksgrünversiffte unterbezahlte Kunst-Wissenschaft-Sozialberufe-Twitter-Bubble mit viel Flausch auf der einen Seite, Startup-Gründer-nach-Millionen-Exit mit ebenso viel Flausch auf der anderen. 

Der gefühlte aktuelle Stern der deutschen Bloggerszene kennt die Dörfer der Hasenheimat ebenso gut wie indische Slums und sudanesische Kriegsgebiete; der Urberliner CPO volunteert in afrikanischen Schulen und sein ehemaliger Mitschüler und sehr guter Freund arbeitet bei einem Anzeigenblatt in Köpenick. Beim gemeinsamen Unkraut jäten zeigt sich, dass vor den Unbillen von Natur und Medizin alle gleich sind.

Dazwischen viele kleine niedliche Babies und viel zu lachen. Am Ende sind sich alle gar nicht so unähnlich, wie man vermuten würde. Der Islamistenfürchter grillte bereitwillig koschere Grillspieße, obwohl er “noch nie einen Juden gesehen hatte”; Südafrikaner und Australier lachten gemeinsam mit Deutschen über nicht jugendfreie Witze und amerikanische Rednecks und über die Bedeutung von gutem Essen waren sich sowieso alle einig. 

Vielleicht muss man die einfach alle mal zusammenbringen, dann gibt es Hoffnung.

Alles hängt mit allem zusammen
Alles hängt mit allem zusammen

#12von12 im November, Was schön war und ein bisschen Hoffnung

Gestern war der 12. und ich habe es diesmal wieder geschafft, zwölf Bilder von meinem Tag zu machen, wenn auch nicht, sie rechtzeitig zu verbloggen und bei #12von12 zu verlinken. Außerdem ist mir aufgefallen, dass sie gut in die Kategorie “Was schön war” passen, die ja vor einiger Zeit von Anke Gröner von Anke Gröner als Blog-Idee verfolgt wird. Danke für die Inspiration! Und weil es so schön war und ich gestern sogar einen kurzen Herzschmelz-Moment hatte, was ich angesichts der Nachrichtenlage diese Woche kaum für möglich gehalten hätte, fungiert dieser Text jetzt hier gleich für beide Reihen…
Puzzle-Buch

Wir wachen heute bei unseren Freunden, der Familie vom Patenkind des Hasen auf. Das Patenkindchen wachte bereits um 5:13 auf, aber ich schaffte es noch, immer mal wieder einzudösen, bis dann um halb 9 die Tür aufging und seine große Schwester mit einem Puzzle-Buch an unserem Bett auftauchte. Der Tag begann also mit Puzzlen und Vorlesen, immerhin konnten wir so noch eine gute halbe Stunde länger liegen bleiben.

 

Frühstück

Dann gab es ein tolles Frühstück in großer Runde, mit aufgeschnittenem Obst, aber ohne Obstmandala. Sie sind eben nicht bei Instagram 😉

 

Hase und Patenkind

Hase und Patenkind saßen natürlich nebeneinander an der Stirnseite des Tisches, wie sich das gehört.

 

Orangen-Feigen-Marmelade

Es gab superleckere Orangen-Feigen-Marmelade von der Patenkindoma, die beide Früchte im eigenen, sachsen-anhaltinischen (!), Garten geerntet hat.

 

Geschenk auspacken

Nach dem Frühstück durfte das Patenkind sein Geburtstagsgeschenk auspacken. Ein Jahr ist es jetzt schon alt! Die große Schwester hilft beim Auspacken. Natürlich haben wir ihr auch etwas mitgebracht – einen Plüschhasen, der jetzt Glocke heißt.

 

Fernsehturm

Der Fernsehturm zum Zusammenstecken kommt sehr gut an und soll das Patenkind optimal auf seine zukünftigen Besuche bei uns vorbereiten.

 

Doktorspiele

Dann wird aber erstmal Arzt gespielt und mir wird ein grüner, sternförmiger Fleck herausoperiert, zum Glück gibt es für die Wunde ein monstermäßig cooles Pflaster (und ne Narkose habe ich auch bekommen, aus der Fernsehturmspitze!)

 

Schaukeln

Dann heißt es bald anziehen und rausgehen. Der Hase und das große Kind schaukeln, während das Patenkindchen immer müder wird. Nach einer guten halben Stunde müssen wir wieder rein, damit es seinen Mittagsschlaf machen kann.

 

Faultier

Vorher bekommt es noch ein Fläschchen. In der Zwischenzeit spielen Papa, Hase und das große Kind zusammen. Der Hase ist, wie man leicht sieht, ein Faultier, das von Löwen angegriffen wird. Dann hat das Patenkindchen ausgetrunken und verabschiedet sich von allen. Die große Schwester ist sehr ins Spiel vertieft und möchte der Kleinen keinen Kuss geben. Aber dann springt sie doch schnell auf und reicht ihr Glocke als Bewacher zum Mittagsschlaf. “Ich leih Dir meinen Glocke zum Kuscheln, aber nur ausnahmsweise!” Hachz! Diese kleine Geste gab mir ein kleines bisschen Hoffnung, dass die Menschheit zwar egoistisch, aber nicht von Grund auf schlecht ist. Gut zu wissen mit Blick auf die weltpolitische Lage!

 

Völkerschlachtdenkmal

Wir brechen auf und fahren quer durch die Stadt zu sEB, dem wir auch noch einen Besuch abstatten wollen, wenn wir schon in Leipzig sind. Unterwegs kommen wir am Völkerschlachtdenkmal vorbei.

 

Gemüse-Lasagne

sEB empfängt uns mit einer leckeren Gemüse-Lasagne. Nach dem Essen und einem gemütlichen Plausch fahren wir dann wieder gen Norden.

 

Kitty

Bevor es zurück nach Berlin geht, halten wir auch noch beim Hasenbruder und den Haseneltern an – wenn man schonmal in der Gegend ist. Bei Hasenbruders werden wir von Kitty empfangen, die nach Besuchern Ausschau hält, während ihre felinen Mitbewohner:innen Dietmar und Frau Katzenberger das Sofa vorziehen.

Der Tag ging dann noch etwas weiter: Wir gabelten zwei Freunde des Hasen auf, fuhren gemeinsam zurück nach Berlin und der Hase ging dann mit ihnen zu einem Konzert, während ich es mir mit Katzen, Serien und einem Seitan-Burger auf der Couch bequem machte. Das wären dann aber vermutlich die Bilder 13 bis 20 gewesen…

Ein Hauch von Sizilien im grauen Berlin – Unser Wochenende mit der TomatenMarkGräfin

Die älteren Mitlesenden werden sich erinnern, letztes Jahr im Herbst verbrachte ich eine der schönsten und inspirierendsten Wochen meines Lebens beim The Language of Food Workshop mit Luisa Weiss und Rachel Roddy in der Anna Tasca Lanza Cooking School auf dem riesigen Weingut Regaleali der Familie Tasca d’Almerita auf Sizilien (in chronologischer Reihenfolge nachzulesen hierhier, hier, hier, hier, hier und hier). Ein großer Teil des Zaubers der Kochschule liegt in der Persönlichkeit ihrer Leiterin, Fabrizia.

Die charismatische Marchesa (Markgräfin) lässt ihren aristokratischen Hintergrund kein bisschen heraushängen, sondern interessiert und engagiert sich mit voller Leidenschaft für die traditionelle Küche der eher ärmlichen Bevölkerung Siziliens. Wer sie in ihrer Schule besucht, lernt nicht nur kochen, sondern erfährt auch, wie das Essen seinen Weg auf den Teller findet – von der Beschaffenheit des Bodens über den Anbau der Pflanzen hin zum Arbeitsalltag des Schäfers und der Süßigkeitenproduktion an Feiertagen. Die Tischgespräche gehören zu den spannendsten, die ich bisher erlebt habe und Fabrizia schafft es, eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen, Leute miteinander zu verbinden, zu bilden und dann mit sarkastischen Einwürfen die ganze Gesellschaft zum Lachen zu bringen. Ich wollte schon am ersten Abend nie wieder abreisen und am Ende der Woche hatte ich das Gefühl, zur Familie zu gehören.

Fabrizia
Umso mehr freute es mich dann vor ein paar Wochen zu lesen, dass Fabrizia im Rahmen der Cheese Berlin zu einer Käse- und Weinverkostung nach Berlin kommen würde. In wenigen Sekunden hatte ich den Hasen überredet, zwei 15 € teure Tickets zu kaufen, obwohl wir ja eigentlich gerade sparen wollen.* Ich schrieb Fabrizia, dass ich zum Tasting kommen würde und hoffte insgeheim, vielleicht hinterher noch ein paar Worte mit ihr wechseln zu können. Vor ein paar Tagen dann fragte Fabrizia auf Facebook nach Tipps, was sie denn in Berlin auf jeden Fall anschauen sollte und ich traute mich, sie zu fragen, ob wir uns nicht auch außerhalb des Tastings treffen sollten. Überraschenderweise sagte sie sofort erfreut zu und wir verabredeten uns für den Samstagabend. Ich recherchierte schon einmal kurz, welche für sie interessanten Restaurants man denn aufsuchen könnte, nur für den Fall, dass sie Lust hätte, mit mir essen zu gehen.

Am Freitagnachmittag saß ich dann im Büro und war völlig in die Arbeit vertieft, als mein Handy klingelte und eine italienische Nummer angezeigt wurde. “Ciao, Susanne, it’s Fabrizia! I’ve arrived in Berlin and I have a little problem. I won’t have time tomorrow night, but I was wondering if you were free today? I’d like to grab a bite to eat!” Puh, zum Glück hatte ich nichts weiter vor und auch noch in ein paar Minuten Feierabend! Wir verabredeten uns vor ihrem AirBnB (sie hatte keine Lust auf die teuren, hässlichen Hotels, die ihr vom Veranstalter angeboten wurden). Die Begrüßung war so herzlich, als hätten wir uns nicht anderthalb Jahre nicht gesehen und wir redeten sofort wie alte Freundinnen. Mit der Tram fuhren wir zum Schusterjungen in der Danziger, einer “urigen” Alt-Berliner Gaststätte, die schon vor dem ganzen Prenzlauer-Berg-Hype existierte. Dort aß die sizilianische Markgräfin stilecht Soljanka und Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl (gut, aber mit Olivenöl hätte es ihr wohl besser geschmeckt).

Leinöl
Im Verlauf des Essens haben wir dann auch einige Ideen für mögliche gemeinsame Projekte in der Zukunft diskutiert, über die noch im Detail zu reden sein wird –  unter anderem wurden der Hase und ich aber zum Beispiel eingeladen, sie in der Kochschule zu besuchen – kostenfrei natürlich! (Die Kurse lohnen sich definitiv, sind aber doch deutlich teurer als es unser Geldbeutel normalerweise vertragen würde; der Workshop im letzten Jahr riss ein tiefes Loch in meine Ersparnisse…) Außerdem verabredeten wir uns direkt für den nächsten Morgen, um gemeinsam die Domäne Dahlem zu besichtigen und hinterher beim Mittagessen ihren in Berlin lebenden Schwiegersohn kennenzulernen. Nach dem Essen brachte ich sie zur Tram-Haltestelle und machte mich dann sehr vergnügt auf den Heimweg.

Am Samstag morgen klingelte der Wecker früh, damit der Hase und ich Fabrizia bereits gegen 9:30 am Hauptbahnhof treffen konnten. Gemeinsam fuhren wir dann mit S-Bahn und Bus raus nach Dahlem. Während der Fahrt sprachen Fabrizia und der Hase über ihre gemeinsame Leidenschaft – rauszugehen, ungewöhnliche Zutaten einzusammeln und daraus Lebensmittel, Waschmittel oder Seife herzustellen. Er überreichte ihr ein Glas von seinem Ebereschen-Chutney, sie revanchierte sich mit einem Glas ihres berühmten Estrattos – einem Tomatenextrakt (oder Tomatenmark ;)), dass in der glühenden sizilianischen Augustsonne hergestellt wird, indem kiloweise Tomaten kleingeschnitten auf Holztischen lagernd in der Sonne trocknen.

Domäne Dahlem
In Dahlem angekommen, sahen wir uns gemeinsam die Ausstellung “From Farm to Fork” im Culinarium an (passend zu Fabrizias Projekt “Farm to Table“), spazierten an Gärten, Weiden und Feldern vorbei, sahen Schafe, Kühe und Schweine (ein Ferkel knabberte liebevoll an Fabrizias langem Wintermantel) und bummelten über den Markt und durch den Farmshop. Nebenbei schmiedeten wir weitere Pläne für nächstes Jahr und sammelten Ideen. Danach trafen wir im Alten Europa in Mitte Luca, in Rom aufgewachsener Berliner Filmemacher und der Freund von Fabrizias Tochter. Was soll ich sagen – schon wieder einen tollen Menschen kennengelernt, mit dem wir uns sehr gut verstanden haben und mit dem wir hoffentlich in Kontakt bleiben werden! Nach dem Essen verabschiedeten wir uns für diesen Tag von den beiden.

Verkostung
Heute war nun der Tag der eigentlichen Verkostung. Kurz vor 11 betraten wir die Vineria Gallina gegenüber der Markthalle Neun und wurden von Fabrizia freudig begrüßt. Man war gerade dabei, den Käse aufzuschneiden und die passenden Weine auszusuchen. Dazu waren ein Sommelier und der Vertreter der Tasca-Weine in Berlin anwesend. In der Familie Tasca ist es so, dass sich die Männer um die Weine kümmern und die Frauen ums Kochen. Fabrizia erklärte daher dann ganz pragmatisch: “It’s a cheese tasting, the wines do what the cheeses want.” Ursula Heinzelmann von Heinzelcheese hatte das Event organisiert und führte gemeinsam mit Fabrizia durch die Verkostung. Fabrizia hatte fünf verschiedene Käsesorten aus Sizilien mitgebracht, der Sommelier servierte dazu passend fünf Weine vom Weingut ihrer Cousins, Tasca d’Almerita. Es gab:

  1. Provola delle Madonie – einen recht jungen Provola aus dem Madonie-Gebirge – mit einem blumig-runden Chardonnay
  2. Provola dei Nebrodi – einen länger gereiften Provola aus dem Nebrodi-Gebirge – mit einem vollmundig-würzigen Syrah (“La Monaca”)
  3. Fiore Sicano – einen kräftig-cremigen Weichkäse mit Schimmelrinde aus dem Sicano-Gebirge – mit einem mineralisch-trockenen Grillo aus Mozia
  4. Caciocavallo Ragusano – einen leichten Käse aus der Gegend um Modica – mit einem Perricone mit holzigen Noten, starken Tanninen und dem Aroma schwarzer Beeren
  5. Pecorino vom Tasca d’Almerita Weingut – 12 Monate gereifter Schafskäse mit dem Rosso del Conto (ein Cuvée aus Nero d’Avola und Perricone), dem “Mercedes” unter den Tasca Weinen

 

Grillo, Nero d’Avola und Perricone sind übrigens Rebsorten, die ausschließlich auf Sizilien wachsen. Nach dem vierten verkosteten Wein waren der Hase und ich beide schon leicht angetüdert – anders als einige Tischnachbarn war uns der Wein nämlich definitiv zu schade, um ihn einfach auszuspucken oder wegzugießen. Aber natürlich haben wir auch bis nach dem fünften durchgehalten! Interessant fand ich, dass ich vier der Weine sofort wieder erkannt habe, sobald ich sie auf der Zunge hatte – vermutlich habe ich sogar alle fünf in Regaleali getrunken.

Nebenbei erfuhren wir noch jede Menge spannende Details rund um die Käseherstellung, etwa dass Schafsmilch fetter als Ziegenmilch und Ziegenmilch fetter als Kuhmilch ist oder dass Toto, der Schäfer der Tascas, alle seine Schafe von Hand melkt, auch um jeden Tag jedes einzelne Tier zu treffen und zu wissen, wie es ihm geht. Ursula erzählte außerdem, dass die Menschen ursprünglich Käse allein deswegen hergestellt haben, weil sie so die wertvolle Milch haltbar machen konnten und die Proteine so auch in den Monaten verfügbar waren, in denen keine Jungtiere geboren worden. Fabrizia, ganz Kulturhistorikerin, warf an dieser Stelle ein, dass bereits der Zyklop in Homers Odyssee Käse herstellte. Muss ich auf jeden Fall mal nachrecherchieren!

Am Ende der Verkostung fragte Fabrizia uns, welcher Käse uns am besten geschmeckt habe und übergab uns dann ohne jeden weiteren Kommentare je einen halben Laib Provola dei Nebrodi und Fiore Sicano. Die drei restlichen Käsehälften bekam Luca, der inzwischen auch wieder aufgetaucht war. Dann sollten wir noch sämtliche bereits geöffneten Weinflaschen mit nach Hause nehmen, was wir uns natürlich auch nicht zweimal sagen ließen. Gemeinsam mit Luca und Fabrizia verließen wir dann die Vineria und schlenderten noch ein wenig durch die Markthalle, besichtigten die verschiedenen Käsestände und kosteten hier und da. Dann spazierten wir noch ein wenig gemeinsam durch Kreuzberg, bis es Zeit für uns war aufzubrechen (wir waren mit Bruder und Schwägerin zum Kaiserschmarrn-Essen im Jolesch verabredet).

Ich bin immer noch überwältigt davon, wie toll dieses Wochenende war und wie sehr meine Erwartungen an ein Wiedersehen mit Fabrizia übertroffen wurden. Es war eine kleine Zeitreise zurück nach Sizilien und zur Kochschule, mitten im tristen Berliner Spätherbst. Und das Beste: Wir sind bereits für nächsten November wieder verabredet. Das Zweitbeste: 1,7 kg Käse und vier fast volle Flaschen Wein warten noch darauf, von uns konsumiert zu werden. 🙂

Ausbeute 

*Fabrizia schimpfte später mit mir, warum ich denn nichts gesagt hätte, sie hätte uns doch Freikarten besorgen können.

#12von12 im Oktober 2016 – Herbstwetter-Edition

Immer am 12. eines Monats machen Blogger:innen zwölf Fotos von ihrem Tag. Diesmal bin ich auch wieder dabei, die anderen gibt es wie immer bei Caro.


Honibuftis

Der Hase hat in meiner Abwesenheit Lust auf klebrig süße Frühstückscerealien bekommen und einfach mal welche gekauft, was ich aber erst gestern Abend gesehen habe. Heute morgen habe ich mir dann direkt ein Tupperdöschen voll mitgenommen, die Milch dazu gibts im Büro. So hatte ich seit langem mal wieder “Honibuftis”, wie sie bei uns in der Familie heißen. Standen früher immer bei Oma in der Wohnstube herum und wurden von Enkeln und (mindestens) einer Tante trocken aus der Hand genascht. Erinnerungen!

 

Mittag

Der Vormittag im Büro plätschert ohne besondere Vorkommnisse vor sich hin. Früher als sonst bekomme ich wieder Hunger, woran das wohl liegt 😉 Zum Mittag mit der besten Kollegin-Freundin gibt es vom Hasen zubereitete Kartoffelsuppe und für sie Pellkartoffeln mit Quark. Die frischen Komponenten spendiert der Arbeitgeber dazu.

 

Photoshop

Kaum wieder am Platz taucht dieses von Photoshop arg verunstaltete Foto auf und sorgt für Heiterkeit – kommt uns natürlich nicht auf die Seite!

 

Kicker

Zum Feierabend laufe ich durch unseren neu gestalteten Eingangsbereich und amüsiere mich über das Schild am Kickertisch, das darum bittet, nicht zu viel Lärm zu machen. Wer schonmal gekickert hat, weiß, wie sinnvoll und zielführend das ist…

 

Verspätung

Die U2 verkehrt pünktlich zum Feierabend unregelmäßig. Ich warte also zunächst erstmal 12 Minuten auf eine Bahn, diese ist dann natürlich brechend voll. Ebenso die drei Minuten später. In die dritte passe ich dann hinein (genau wie gestern….).

 

Laub

Als ich zum Sport laufe, dämmert es bereits. Was hier wie buntes Herbstlaub aussieht, ist allerdings in Wirklichkeit noch grün und wird nur von orangenen und roten Neonschildern erleuchtet.

 

Sport

Auf dem Weg zum Sport bin ich allerdings in meine erste Herbstpfütze getreten und durfte feststellen, dass Schuhe aus Baumwolle natürlich nicht wasserfest sind.

 

Kastanien

Als ich das Sportstudio verlasse, ist es endgültig dunkel. Zuhause erwartet mich der Anblick eines kompletten Esstisches voller zerkleinerter trocknender Kastanien. Aus denen will der Hase den Winter über immer nach Bedarf nachhaltiges Waschmittel herstellen.

 

Kater

Der Hase ist heute Abend bei unseren syrischen Freunden. Ich nehme mir also die neuesten Serienfolgen mit in die Küche und koche mir was schönes. Der Kater ist wie immer neugierig.

Gemüse

Heute verarbeite ich letztes Gemüse – Paprika vom Balkon, Zucchini und Tomaten aus dem Garten der Hasenfamilie. Eine Schale voller Cocktailtomaten vom Balkon haben wir dann noch übrig, die halten sich aber noch eine Weile.

 

Gebackenes Gemüse

Inspiriert von Rachels dieswöchigem Rezept im Guardian Cook wird das Gemüse mit viel Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch und Oregano ganz langsam im Ofen geröstet. Am Ende ist es so weich, dass es auf der Zunge zergeht und wahnsinnig aromatisch. Besonders die Paprika und Tomaten werden regelrecht süß und leicht rauchig, genau wie Rachel es beschreibt. Dazu esse ich Couscous. Die Reste bleiben für das Mittagessen morgen, dann wahrscheinlich kalt, denn laut Rachel schmeckt das dann sogar noch besser!

 

Kuchen

Und weil mir so herbstelig ist, mache ich mir zum Nachtisch das letzte Stück des Apfel-Streusel-Kuchens, den der Hase am Wochenende gebacken hat, warm und mahle mir frischen Zimt darüber. Wie schon Sookie über den Gurkenduft sagte: If you can’t fight it, embrace it! Die Heizung haben wir jedenfalls inzwischen auch angemacht…