Bohren und Bärlauch

Anstatt jetzt darüber zu jammern, wie schwierig die denkmalgeschützten Quasi-Altbauwände es mir und der Mitbewohnerin machen, hineinzubohren und Sachen an ihnen aufzuhängen, freue ich mich einfach, dass es heute im Bioladen Bärlauch gab und ich endlich, endlich die erste Bärlauchstulle des Jahres essen konnte. Nämlich. Positiv denken!

 

#12v12 im Mai 2019 – Lazy Sunday

Es ist der 12. und Caro hält uns an, 12 Fotos von unserem Tag zu machen. An so einem faulen Sonntag gar nicht so leicht, wie Ihr gleich sehen werdet. Die anderen Beiträge gibt es wie immer hier.

Nach dem Aufstehen erstmal noch Liegenbleiben und Kuscheln/Dösen.

 

Dann Frühstück auf dem sonnigen Balkon.

 

Versuchen alles nachzulesen, was ich während der Woche nicht geschafft habe.

 

Coogans Bluff im Rockpalast. Mann, sind die gut!

 

Verpasste re:publica-Sessions nachgucken.

 

Der Kuchenhunger treibt raus – dazu wird dann mal wieder Buch gelesen. Ja Ihr Kulturpessimisten, das ist auch ein Buch!

 

Zurück auf dem Sofa Freude über die Bild-Wand-Komposition.

 

Zum Abendbrot erste Frühkartoffeln und letzte Reste mit Leinöl.

 

Gleich noch Abwaschen.

 

Zahnpflege die Erste.

 

Zahnpflege die Zweite.

 

Und vor dem Einschlafen nochmal bei Jess und Rory vorbeigucken ❤

Berlin am Meer

Wie gestern schon angekündigt kamen gestern noch der Lieblingsnachbar samt Freundin vorbei. Es gab eine kurze Führung durch die “neue” Wohnung und dann Wein, Käse, Trauben und Kekse an Gesprächen. Nach allgemeinem Smalltalk und was gerade so los ist, meinem Bericht von der pre:publica und Entwicklungen im erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis (der Nachbar und ich konnten uns jeweils mit einer Trennung überraschen, von der der*die jeweils Andere noch nichts wusste) entspann sich dann noch eine sehr interessante Idee…

Aus Gründen (der Nachbar leidet unter Heuschnupfen, ich vermisse das Meer und Klimawandel ist sowieso) kamen wir auf die Idee, man könnte ja dem Klimawandel ein wenig vorauseilen, Teile von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg fluten und somit Berlin einen direkten Zugang zum Meer und zur gesunden Meeresluft schaffen. Es wurde eine Weile diskutiert, welche Teile der beiden Bundesländer denn geopfert werden könnten (er überzeugte mich vom Aufgeben von Demmin, während ich durchsetzte, dass Neustrelitz, Waren, Lärz, Neuruppin und andere kulturelle Highlights als Inseln bleiben dürften). Wir überlegten, wie trotzdem eine gute Bahnverbindung zu all diesen Orten und nach Rostock möglich bleiben würde (“So ein Bahndamm ist ja 2 Meter höher und gerade haben die da gebaut, ich hoffe doch, die haben da direkt was Floßartiges druntergesetzt!”). Und dann dachten wir darüber nach, wo in Berlin denn dann der Strand verlaufen solle…

Das war relativ einfach, denn warum heißt denn die Ostseestraße Ostseestraße und die Prenzlauer Promenade Prenzlauer Promenade? Der Ostseeplatz soll dann Ostseeplatz heißen, weil er eben an der Ostsee liegt. Auf der Prenzlauer Promenade promenieren wir an den Dünen entlang und das Strandbad Weißensee wird in Strandbad Ostsee umbenannt. Vom Balkon können wir dann schon die Wellen rauschen hören und morgens und abends können wir in Badesachen schnell rüberlaufen und ne Runde schwimmen gehen. Die Luft wird viel besser sein für all die Allergiker*innen und Asthmatiker*innen und die Sommer nicht mehr gar so unerträglich heiß wie im letzten Jahr. Das wird gut!

PS: Es gab übrigens nur eine Flasche Weißwein zu dritt (die Mitbewohnerin enthielt sich) und keine weiteren Drogen.

9 Jahre

Seit 9 Jahren arbeite ich heute also für diese Firma. Das ist 1 Jahr länger, als ich aufs Gymnasium ging. 2,5 Jahre länger als meine längste Beziehung. 3,5 Jahre länger als ich auf die Uni ging. Auch 3,5 Jahre länger als meine zweitlängste Beziehung. Hui, mit dem Gedanken muss man sich erstmal anfreunden.

Allerdings auch: Ich wohne schon fast 11 Jahre in Berlin. Ich bin schon seit 23 Jahren Fan dieser einen verrückten Band. So gesehen, ist es doch gar nicht so wild, dass ich jetzt schon 9 Jahre lang jeden Werktag mit denselben Leuten abhänge, oder?

In dieser Woche haben wir zwei geschätzte Kollegen verabschiedet. Zu beiden Anlässen wurde viel darüber gesprochen, was das besondere an dieser Firma ist – die Menschen. “Second to none”, wie der nicht einfache Ex-Kollegenfreund gestern sagte.

Gerade in den letzten Monaten sind mir die lieben Kolleg*innen noch ein bisschen mehr zur zweiten Familie geworden. Und ich bin sicher, dass das ganz besonders mit den großartigen Menschen in meinem Team auch noch eine ganze Weile so bleiben wird. ❤ Danke, you know who you are!

 

Von neuen Betten und alten Träumen

Ich habe sogar bis um 6 geschlafen, in der ersten Nacht im neuen Bett. Das klingt nicht lange, aber erstens schlafe ich ja sonst gerade nur bis 5 und zweitens war ich schon halb 11 im Bett und habe geschlafen. Voll gut also. Und da ja ab morgen Abend erstmal Ostern ist und ich unterwegs sein und länger aufbleiben werde, verschiebt sich mein Schlaffenster hoffentlich auch wieder in humanere Gefilde… Sehr toll war übrigens auch, dass ich genau in der Mitte des 1,60 m breiten Betts aufgewacht bin und nicht auf nur einer Seite. Das Bett sieht ja eh wie die riesige Version eines Einzelbetts aus und ich gedenke, es für lange Zeit genau als solches zu nutzen. Dann genau in der Mitte zu liegen fühlt sich unglaublich luxuriös und irgendwie empowernd an. Yay!

Ansonsten war der Tag heute mental deutlich weniger aufreibend als der gestrige und die Wogen haben sich wieder geglättet. Dafür war es aber auf Arbeit relativ stressig und ohne all das zusätzliche Adrenalin von gestern bin ich heute einfach nur noch müde. Deswegen geht es jetzt nach begeistertem Lesen des Bärenbuchs – das einige Fragen beantwortet und viele neue aufgeworfen hat – und einem ausführlichen Schwumm in der Badewanne einfach ins Bett – Akkus aufladen!

PS: Als ich heute im Büro erzählte, dass ich über Ostern in Rostock bin, wurde ich gefragt ob ich dort eigentlich noch eine Wohnung habe. Ja, manchmal fühlt es sich wirklich so an und ich träume auch nach 11 Jahren in Berlin immer wieder davon, dass es da ja noch diese Wohnung in Rostock gibt. Übrigens eine, in der ich nie gelebt habe – eine kleine 1-Zimmer-Wohnung irgendwo zwischen Dobi, Lindenpark und Schröderplatz und mit hellgrün gestrichenen Wänden, in der ich im Traum normalerweise meine Wochenenden verbringe. Verrückte Sache das. Zum Glück gibt es viele Wohnungen in Rostock, in denen ich immer wieder willkommen bin, sonst müsste ich anfangen, Lotto zu spielen… (Und gewönne ich, hätte ich natürlich eine Wohnung viel näher am Törtchenlokal, manchmal verstehe ich mein Traum-Ich nicht!)

Positive Gedanken

Das mit der Konzentration auf positive Dinge, das funktioniert auch heute weiter. Heute bin ich – wie an den meisten Tagen in letzter Zeit – gegen 5 aufgewacht. An den meisten Tagen schaffe ich es, noch einmal einzuschlafen. Heute las ich jedoch eine Nachricht, die mich ziemlich aufgewühlt hat. Dann war es vorbei mit dem Schlafen. Aber immerhin habe ich es durch Vernunft und das exzessive Schauen von zwei Gilmore-Girls-Folgen geschafft, nicht direkt zu antworten und mich erst einmal zu beruhigen. Im weiteren Verlauf des Tages stellte sich das als genau die richtige Strategie heraus.

Trotz dieses miesen Starts in den Tag wurde dann alles sehr viel besser:

  • Die Erkältung ist schon viel besser, die Halsschmerzen sind weitestgehend weg und die Nase läuft viel weniger
  • Mehrere wichtige Meetings heute souverän absolviert
  • Vor jeder Menge Kolleg*innen gesprochen und mich dabei nur in vertretbarem Maße verhaspelt (interessanterweise lief es auf Englisch noch viel besser als auf Deutsch)
  • Trotz (zu) hoher Erwartungen an ein Wiedersehen und -sprechen heute von dem eher mäßig beeindruckenden Verlauf nicht über Gebühr runterziehen lassen
  • Vor und nach der Arbeit alle für heute geplanten (und einige neue) Punkte der To-Do-Liste abgearbeitet – beim Lieblingsnachbarn nach Blumen und Briefkasten geschaut, einen Brief zur Post gebracht, neue Passbilder machen lassen, eine neue Katzentransportmöglichkeit gekauft, bis zum Sonnenuntergang auf dem Balkon herumgefuhrwerkt, Wäsche zusammengelegt und verräumt, Wäsche gewaschen und aufgehängt, die Spülmaschine befüllt und gestartet
  • Und last but not least: Das Bett-Sofa endgültig zusammengeklappt und mein neues Bett bezogen, in dem ich gleich hoffentlich sehr gut schlafen werde – mindestens bis um 5.

Bett-Tag

Mit Halsschmerzen aufgewacht, kurz danach kam noch eine laufende Nase dazu. Also den ganzen Tag im Bett geblieben und mich von den Katzen und Netflix pflegen lassen. Und von einer selbst gemachten Nudelsuppe mit ordentlich Ingwer drin.