Augen, Burger und Cards Against Humanity****

Dafür, dass eigentlich gar nicht viel los war, war heute schon wieder ganz schön viel los, finde ich. Am Vormittag hatte ich einen etwas ungünstig gelegenen Augenarzttermin. Er war so spät, dass es nicht gegangen wäre, erst hinterher mit der Arbeit anzufangen, aber auch so früh, dass es sich nicht gelohnt hätte, vorher Homeoffice zu machen und danach ins Büro zu fahren. Also fuhr ich etwas früher ins Büro und verließ es dann schon nach anderthalb Stunden wieder in Richtung weit entferntes Charlottenburg. Am Ernst-Reuter-Platz musste ich umsteigen und fühlte mich kurz wie auf der Love Parade in Dortmund – hunderte junge Menschen in einem Tunnel, die sich nur langsam fortbewegen konnten, aber alle raus wollten.* Da habe ich zum ersten Mal bewusst wahrgenommen, dass dort die TU ist und anscheinend kurz danach die nächste Veranstaltung losging. In Berlin beginnen die wie mir scheint also zu geraden Uhrzeiten (c.t.) und nicht zu ungeraden, wie in Rostock.

Trotzdem bekam ich noch meinen Bus und fuhr dann noch ein Stück weiter nach draußen und sogar noch am Schloss vorbei. Dann führte mich Google Maps durch Nieselregen, Grünanlagen und halboffizielle Trampelpfade hin zu der Praxis, wo ich erstaunlicherweise dann sofort drankam. Ich guckte durch und auf Dinge und bekam dann bescheinigt, dass meine Augen ganz schön gut sind, dass die OPs, die ich vor 30 bzw. 35 Jahren an ihnen hatte gut durchgeführt wurden und dass für die nächsten Jahrzehnte wohl mit keinen Problemen zu rechnen ist. Gleichwohl ist meine Idee nicht verkehrt, mir mal wieder eine nichtkaputte Brille zuzulegen und diese auch ab und an zu tragen, wenn mir danach ist – von der Sehkraft her bräuchte ich sie eigentlich nicht, da ich ja kein Auto fahre. Demnächst also Brillenkaufeskapaden, aber vorher stehen noch ein paar andere teure Posten an, also frühestens in 2-3 Monaten, schätze ich.

Zurück im Büro dann der ganz normale Wahnsinn, zwischendurch wieder Meditation (inzwischen zu sechst) und Restenudeln essen. Ein Meeting, noch mehr Wahnsinn… Und dann habe ich mir zum Abendbrot einen Burger bestellt und traf mich mit Kolleg*innen zum Cards Against Humanity spielen. Obwohl wir heute nur zu dritt waren, war es ziemlich lustig und wird auf jeden Fall wiederholt – dann hoffentlich wieder mit mehr Leuten. Da eine der beiden Kolleg*innen nur kurz Zeit hatte, verließ ich trotzdem schon kurz nach 7 das Büro und hatte sogar noch ein Wegbier**, denn ich trinke ja langsam…

*Ich weiß, tut mir leid. Das kommt vom Cards Against Humanity spielen. Da sagt man***** dann auch mal Sätze wie “Nazis are always funny” und findet erstmal nix dabei.

**Ich wollte eigentlich Fußpils schreiben, so nennen wir*** das in Rostock. Es ist aber ein Weizen und kein Pils.

***Ich bin ja eigentlich nicht mehr Teil des Rostocker Wirs und es sagen auch gar nicht alle Rostocker*innen, aber daher habe ich das Wort eben und ich fühle mich manchmal durchaus als Teil des Wirs. Immer, wenns um die guten Sachen geht, ähnlich wie beim Bautzner Wir, dem ich nur sehr, sehr selten angehören mag…

****Ihr habt gemerkt, dass das alphabetisch ist, ja? Chronologisch übrigens auch.

*****ein polnischer(!) Kollege

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