10.05.2026 – Familiensonntag

Erstes Aufwachen zwischen 4 und 5, zu der Zeit also, in der das Katzenenergielevel am höchsten ist. Leider (?) gibt es in meiner Wohnung keine Mäuse zu jagen, also muss Noosa halt mich wecken für ein bisschen Spaß und Rauferei. Ich bin danach so wach, dass ich in einen frühen morgendlichen Reboot starte, dann aber nochmal einschlafe. Auch dieser Schlaf wird nach kurzer Zeit von ihr beendet und dann ist es aber auch schon nach 8 und ich mache uns Frühstück.

Währenddessen irgendwann Liebstentelefonat und Beendigung des morgendlichen Reboots. Kurz nach 10 lege ich mich nochmal hin und jetzt schlafen Noosa und ich beide gute zwei Stunden tief und fest. Es lebe der Sonntag.

Danach dauert es nicht mehr lange, bis der Liebste und das Teilzeitkind eintreffen. Wir trinken einen Tee zusammen, schauen ob Noosa die beiden begrüßen will (Nein, wo kämen wir denn da hin!) und widmen uns dann dem weiteren Wohnungsputz. Der Liebste übernimmt das Bad, das Teilzeitkind die Küche und ich räume umher, reinige den Katzenbrunnen, assistiere hier und da und reiche Putzutensilien an.

Gegen 3 fahren wir dann gemeinsam nach Mitte zu meinen Eltern und feiern endlich den Geburtstag von Papa nach, wozu wir aus allen Gründen in den letzten zwei Wochen nicht gekommen sind. Es gibt Kuchen und Geschenke und Gespräche und Urlaubsplanungen.

Zwischendurch beschließen wir, gleich auch noch Sushi essen zu gehen. Damit das klappt, gibt es für die, die wollen erstmal noch einen leichten Gin Tonic als Aperitif – mit dem guten Gin aus Nova Scotia.

Das Sushi gibt es dann in dem vietnamesischen Restaurant um die Ecke vom alten Büro, für mich mit einer Butterfisch-Rolle und eine Avocado-Gurke-Mango-Rolle. Mama und das Teilzeitkind essen auch Sushi, der Liebste und Papa bleiben beim vietnamesischen Curry.

Um 19 Uhr dann allgemeiner Aufbruch. Die Ellis laufen nach Hause, der Liebste und das Teilzeitkind fahren nach Südberlin und ich fahre zurück zu Noosa, die sehr erfreut ist, mich zu sehen. Wir kuscheln eine Runde, dann setze ich noch einen wichtigen LinkedIn-Post ab und fange dann ein neues Buch an: Alfred Roesler-Kleint – Pfefferminzhimmel. Schon witzig, die Geschichten, mit denen man aufgewachsen ist plötzlich in Romanform zu lesen und dabei Figuren wiederzuerkennen. Ist aber natürlich alles fiktiv und nur an die Realität angelehnt, versteht sich.

Zwischendurch muss ich unterbrechen, weil Noosa spielen will. Sie scheint jetzt alles nachzuholen, was ihr in den Wochen mit krankem Spielkameraden an Bewegung entgangen ist. Wir spielen Leckerlis jagen. Eine abgezahlte Anzahl Leckerlis wird von mir nacheinander durch die Wohnung geworfen und die 13jährige Katzendame wetzt hinterher und mampft sie auf. Kalorientechnisch vermutlich nicht ausgeglichen, aber da ihre sonstigen Futterportionen jetzt streng rationiert sind, konzentrieren wir uns dabei auf den Bewegungsaspekt. Vielleicht kann ich ihr noch ein paar andere Spielzeuge nahebringen, bevor ich das nächste Mal längere Zeit weg bin…

Gegen 11 fallen mir dann beim Lesen die Augen zu und wir wechseln vom Sofa ins Bett. Ab morgen dann wieder ganz „normaler“ Alltag!