Ich schlafe durch, der Katzenwecker heißt heute Noosa und geht erst um 5, als ich mich schon ausgeschlafen fühle. Nimbin hingegen ist nirgendwo zu sehen und wird erst später seine Aufwartung machen. Ich erledige meinen gesamten morgendlichen Reboot im Bett und dann ist es immer noch sehr früh. Ich stehe trotzdem auf. Beim Anziehen wird klar, dass Nimbin in meinem Kleiderschrank liegt. Er lässt sich auch von meinem Anziehen nicht stören, aber als ich dann in der Küche hantiere, stehen plötzlich beide Katzen da. Immer wieder heute passiert das, dass Nimbin Interesse an Essen zeigt und mit einigem Durchprobieren stelle ich fest, dass aktuell das neue Trockenfutter und ein stinknormales Nassfutter gehen. An beiden arbeitet er sehr engagiert und bricht dann nach kurzer Zeit ab und hinterher stellt sich heraus, dass er vor allem daran geleckt und nur sehr wenig wirklich verspeist hat. Trotzdem, a win is a win.

Weil es heute nochmal schön werden soll, sitze ich dann um 8 mit Tee, Müsli und Laptop auf dem Balkon und fange an zu arbeiten. Ich bearbeite ein paar E-Mails und spreche mit ein paar Kolleginnen, dann wird schnell klar, dass ich eigentlich noch nicht wieder fit genug bin. Alle haben Verständnis und die Sprechstundenhilfe in der Hausarztpraxis verlängert meine Krankschreibung routiniert – mit RSV ist halt nicht zu spaßen und durch die Katergeschichte kommt das Auskurieren hier gerade deutlich zu kurz.

Den Rest des Tages verbringe ich dann auch größtenteils auf dem Balkon oder der Couch (u. a. mit diesem Podcast: Reclaim: Tic Tac Toe), unterbrochen nur von verschiedenen Haushaltsangelegenheiten und eben Katerversorgung. Die Tablette bekomme ich heute wieder nicht in ihn hinein, aber er erbricht sich nicht und frisst ab und zu, also ist das vermutlich OK. Die Salbe geht auch schwerer zu applizieren als die letzten Tage, was mich frustriert, denn eigentlich ist das ja nur Ohrenstreicheln, was er sonst sehr gerne und ausgiebig hat, nur eben nicht mit Handschuh und Salbe dazwischen. Immerhin verzeiht er mir die vielen Unzumutbarkeiten immer noch relativ schnell.

Zu den Haushaltdingen gehören heute neben Wäsche waschen und Müll wegbringen das Kleinschneiden und Einfrieren von Porree und Karotten aus der Gemüsekiste für zukünftige Suppen-/Saucenkonstellationen, ein kurzer Einkauf und dann die Abendessenszubereitung. (Erste Mahlzeit des Tages morgens um 8, zweite nach 18 Uhr. Virus und Sorgen bringen mich unfreiwillig zum Intervallfasten.) Die Mitbewohnerin hat vorhin aus Versehen statt ihren Kichererbsen meine weißen Bohnen aufgemacht, deshalb verarbeite ich die schnell zu einem Aufstrich/Dip und dazu gibt es gebackene Kartoffeln, Rote Bete und einen Salatrest, zum Nachtisch Rhabarberkompott und Vanilleeis – bis auf das Eis heute alles komplett vegan. Passt aber, denn ich schmeiße ja gerade auch viel totes Tier in Form von Katzenfutter ungegessen weg.


Der Abend endet dann mit Badewanne, ein paar Seiten Buch, ein paar Minuten Hörbuch und frühem Einschlafen, flankiert von zwei kuscheligen Katzen.