#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 20: Po-Delta und Chioggia

Wir schlafen in Ruhe aus und dann beginnt der Tag begann mit einem ähnlichen Frühstücksszenario wie der davor: Ich gönnte mir bereits in der Unterkunft eine Tasse Tee und ein paar Kekse, der Hase bekam sein herzhaftes Frühstück in der Bar nebenan. Für ihn gab es Zucchini-Pizza und für mich dann auch noch eine Piadina und zwar mit Pilzcreme und rohem Schinken, schließlich verließen wir das Piadina-Land Emilia-Romagna nun wieder Richtung Veneto.

Als erstes wollten wir noch ein bisschen Natur und Weite genießen und so fuhren wir zurück an die Küste, besser gesagt ins Delta des Po. (Man stelle sich diverse Heiterkeitsausbrüche meinerseits vor, jedes Mal wenn der Po erwähnt wird.) Wir folgen einer relativ einsamen Straße immer am Wasser entlang, von dem sich schwer sagen lässt, wo der Po aufhöhrt (hihihi) und das Delta, die Lagune oder die Adria selbst anfängt. Das Wasser ist größtenteils flach und relativ ruhig, wo es fluss- oder kanalähnlich ist, hängen Senknetze an Masten, wo es weiter ist, stehen Reusen. Die einzigen anderen Menschen hier sind Fischer und Angler, die sich an Bootshäusern, auf Booten, an den Netzen oder eben mit der Angel am Ufer stehend zu schaffen machen. Wir fragen einen der Angler, was man denn hier so fangen kann und erhalten “branzini, orate, anguille” zur Antwort, also Wolfsbarsche, Doraden und Aale. Dem Hasen läuft bereits das Wasser im Munde zusammen.

An Tieren sehen wir zum Einen jede Menge Vögel, vor allem Möwen und Kormorane, wobei letztere sehr witzig immer mal wieder in Reihe irgendwo sitzen und die Flügel zum Trocknen ausbreiten. Zum Anderen ist die Straße voller totgefahrener Bisamratten in unterschiedlichen Verwesungszuständen. Die waren uns gestern schon auf dem Weg von Ravenna nach Ferrara aufgefallen, der uns weiter im Landesinneren ebenfalls durch das Po-Delta führte.

In Porto Viro machen wir Rast und gönnen uns ein schönes Eis in der örtlichen Gelateria. Dann fahren wir weiter zu unserem heutigen Tagesziel. Chioggia steht nicht in unserem Reiseführer, wurde uns aber von mehreren Stellen als “das schönere Venedig” empfohlen. Es liegt größtenteils auf Inseln in der Lagune, an der auch Venedig selbst liegt und man kann mit dem Vaporetto von der einen Stadt zur anderen fahren. Auch Chioggia hat einige Kanäle und Architektur und Stadtbild sind daher recht ähnlich wie in der Serenissima. Da hören die Gemeinsamkeiten dann aber schon auf. Chioggia ist viel kleiner, zieht weit weniger Tourist*innen an und es gibt seit einigen Jahrzehnten auch eine Verbindung zum Festland und Autos in der Stadt. Parken dürfen im historischen Zentrum trotzdem nur die Einheimischen, daher müssen wir auf einer Nachbarinsel das Parkhaus benutzen.

Von dort aus laufen wir mit Sack und Pack zu dem Treffpunkt, den unser Gastgeber uns genannt hat. Da werden wir bereits von seiner halben Familie erwartet. Sie laden unser Gepäck ins Auto und während seine Eltern das Auto zur Wohnung fahren spazieren wir mit dem Gastgeber selbst am Wasser entlang dorthin und bekommen eine erste Einführung in die Geographie der Stadt. Wir bekommen das Fischgrätenmuster der Gassen erklärt, erfahren etwas vom Kampf der Einheimischen gegen das Aufstellen riesiger Gastanks nur wenige hundert Meter von bewohnten Häusern und über die angeblich älteste Uhr der Welt, die den Glockenturm von Chioggia ziert.

Unsere Unterkunft befindet sich in einem traditionellen Palazzo und umfasst auch eine Dachterrasse, von der aus man bei gutem Wetter bis nach Venedig schauen kann. Heute ist es leider etwas diesig, so dass selbst der Sonnenuntergang unspektakulär ausfällt.

Wir spazieren also einfach nur gemütlich durch die Altstadt und sparen uns den Fahrradausflug entlang der Lagune oder zum Strand. Stattdessen finden wir bald eine kleine Osteria, aus der laut Bob Marley schallt und bekommen da einen Aperitivo mit einem Spritz mit Vermouth, gerösteten Kartoffeln, Crostine mit süßsauren Sardinen und Chips. Danach laufen wir weiter die Gassen ab auf der Suche nach einem Restaurant, dass lokale Küche serviert und weder zu touristisch, noch zu teuer aussieht. Das von unserem Gastgeber empfohlene Nachbarschaftslokal ist nämlich heute leider geschlossen. Die Osteria, die wir schließlich finden, ist dann auch schön versteckt und voller italienischer Familien, allerdings gibt es auch eine deutsche direkt am Nebentisch und eine zweisprachige Karte. Nun ja, man kann nicht alles haben. Geschmeckt hat es trotzdem. Es gab für den Hasen gebackene Sardinen, für mich gebackene Jakosmuscheln, für ihn Spaghetti mit cozze und vongole und für mich Bigoli mit Sardinen. Dazu gibt es einen Pinot Grigio (den vino bianco della casa) und zum Nachtisch gönne ich mir noch ein Blätterteigtörtchen (“scriglio”) mit Creme und frischen Früchten, der Hase hingegen ist müde und möchte nur noch ins Bett.

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 19: Mosaike in Ravenna, Radeln und Schlemmen in Ferrara

Es war immer noch grau und hat ab und zu genieselt, als wir am Morgen durch Ravenna spazierten. Ich hatte bereits in unserer Unterkunft süß und mit Tee gefrühstückt, der Hase aber braucht morgens etwas herzhaftes – idealerweise ein Käsebrot – und so fanden wir uns recht schnell in einer Bar wieder, wo er ein Focaccia-Sandwich zum Milchkaffee aß, während ich an einem Smoothie nippte. Dann liefen wir weiter durch die Altstadt Ravennas und begegneten schon überall den Mosaiken, für die die Stadt bekannt ist.

 

 

 

 

Um diese etwas genauer zu ergründen und weil wir weder Zeit noch Geld oder fitte Füße genug hatten, um in alle Kirchen und ähnliche Orte reinzugehen, wo die Originale zu finden sind, gingen wir ins sehr interessante Mosaik-Museum in einem alten Palazzo. Dort gab es eine Ausstellung über die Mosaike, die man direkt dort gefunden hat, über das Restaurieren von alten Mosaiken im Allgemeinen, über die Entwicklung der Mosaik-Kunst über Jahrtausende (von verschiedenfarbigen Kieseln hin zu speziell hergestellten farbigen Scherben) und schließlich sehr aktuelle Werke, die Szenen aus Dantes Göttlicher Komödie darstellen.

 

 

 

 

 

Dann verließen wir Ravenna und fuhren wieder mehr ins Landesinnere, nach Ferrara. In der Unterkunft erwarteten uns leckere Kekse und zwei Fahrräder.

Da Ferrara in der Po-Ebene liegt und eine ausgesprochene Fahrrad-Stadt ist und weil des Hasen Füße nach wochenlangem Bergauf und -ab einfach nicht mehr konnten (er ist da aufgrund jugendlicher Eskapaden etwas vorbelastet), war ich einverstanden, Ferrara auf zwei Rädern zu erkunden. Schon nach wenigen Minuten waren wir im Zentrum angekommmen, holten uns ein paar heiße Maroni und ließen die Szenerie auf uns wirken. Wir saßen an der Kathedrale, deren Front gerade restauriert wird, aber der Glockenturm aus rosa-weißem Marmor war schon recht schön. Ganz in der Nähe steht das von einem Burggraben umgebene Schloss der Este, der ehemaligen Herrscherfamilie Ferraras. Hier guckten wir lange ins Wasser, in dem riesige Schuppenkarpfen schwammen, die laut Fischfreund Hase bestimmt schon 30 Jahre alt waren.

Dann radelten wir an den Rand der Innenstadt, erst durch einen kleinen Park und dann auf dem Stadtwall entlang, der als grüner Gürtel fast die gesamte Innenstadt umschließt. Sowohl innerhalb als auch außerhalb dieses Rings ist Ferrara sehr grün und erscheint uns daher als sehr lebenswert. Mir fiel beim Herumradeln dort ein, dass ich mal ein Buch gelesen hatte, dass in solch einer sehr grünen Stadt im Norden Italiens spielt und richtig, das war Ferrara und das Buch war “Die Gärten der Finzi-Contini” von Giorgio Bassani. Ich glaube, das werde ich mir demnächst nochmal vornehmen, jetzt wo ich die Schauplätze kenne.

Den Abend verbrachten wir dann im ehemaligen Ghetto von Ferrara. Hier hatten die jüdischen Bürger jahrhundertelang relativ frei gelebt, bis sich irgendwann der Kirchenstaat einmischte und das Viertel mit fünf Toren von der Außenwelt abschloss. An der letzten verbliebenen Synagoge fanden wir eine Gedenktafel für die in der Shoah umgekommenen Ferrareser Juden und entdeckten dort tatsächlich auch einige Finzi.

Ein paar Ecken weiter fanden wir eine gemütliche Kneipe, die lokales Craftbeer anbot. Wir probierten ein IPA und ein Bock und snackten dazu – es war bereits Aperitivo-Zeit – Chips, Taralli, Gürkchen und mehr. Solchermaßen auf die Nahrungsaufnahme eingestimmt, ging es in die von Rachel vor ein paar Tagen empfohlene Trattoria. Als Vorspeise ließen wir uns frittierte Zucchiniblüten, gefüllt mit Mozzarella, schmecken – eines meiner absoluten Lieblingsgerichte, auch wenn hier der Teig etwas dick war. Danach gab es für mich mit Kürbispüree gefüllte Capellacci in Salbeibutter und für den Hasen Pasticcio di maccheroni, eine Art Pie gefüllt mit Maccheroni und Käse, beides typische Spezialitäten Ferraras. Dazu tranken wir einen sehr sehr leckeren, spritzigen und tiefroten Lambrusco aus der Gegend. Zum Nachtisch gab es dann für mich Zuppa Inglese (ebenfalls typisch für Ferrara) und für den Hasen Tiramisu. Und weil es ein paar Probleme im Service gab (der von uns gewählte Hauptgang war aus, was man uns allerdings erst beim Servieren der Pasta mitteilte, meine Pasta wurde erst mit der falschen Sauce gebracht, das vom Hasen gewählte Dessert war noch nicht fertig und unsere Flasche Wasser wurde vergessen) gab es dann noch eine Torta di tagliatelle sowie einen Limoncello für mich und einen Whisky für den Hasen aufs Haus. Satt und zufrieden radelten wir danach nach Hause und fielen erschöpft ins Bett.

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 11: Bergfest mit Thermal-Wasserfall, Tuffstein-Hohlwegen und Vulkansee

Heute war tatsächlich schon Bergfest: Es lagen genau so viele Urlaubstage vor uns wie hinter uns und passenderweise erreichten wir im Laufe des Tages auch den südlichsten Punkt unserer Reise. Das habe ich übrigens so nicht geplant, aber manchmal ist es schön, solche Zufälle zu erkennen und wertzuschätzen.

Wir begannen den Tag mit einem ausgiebigen und sehr leckeren Frühstück mit Crostata und verschiedenen anderen Kuchen, Wurst, Käse und hartgekochten Eiern. Die deutsche Familie vom Abend zuvor war schon aufgebrochen, alle anderen saßen wieder mit am Esstisch. Ausgerechnet die beiden aus Alaska frühstückten am wenigsten – auch mit ihren fortschrittlichen und liberalen Ansichten und ihrer Neugier auf die Welt außerhalb der Staaten hatten sie schon nicht unseren Vorurteilen entsprochen. Nach dem Essen checkten wir aus und machten noch einen Spaziergang über den Weinberg der Familie, auf dem sie Sangiovese-Trauben anbaut, die zu verschiedensten Weinsorten vom Rosé bis zum berühmten Brunello di Montalcino verarbeitet werden.

Dann brachen wir auf und fuhren zuerst zur Abtei vom Sant’Antimo, die den Hasen besonders wegen der im Reiseführer beschriebenen Architektur mit Fabelwesenfiguren interessierte. Sie liegt ebenso wie der Agriturismo an der Via Francigena, der Frankenstraße, einem alten Pilgerweg nach Rom. Wir schauten uns die Fassade an, sparten uns den Eintritt fürs Innere und verbringen dann die meiste Zeit im Garten, der nach dem Vorbild und zu Ehren von Hildegard von Bingen angelegt ist. Außerdem gab es eine Katze zu streicheln und das ist natürlich immer ein Highlight. Überhaupt sind uns seit dem Agriturismo dann doch endlich viele viele Katzen begegnet, die es weiter im Norden irgendwie nicht so gab. Auch generell fühlen wir uns hier in Mittelitalien irgendwie wohler als oben im Norden (außer natürlich bei der Nonna und ihrer Familie, das war großartig!) – Landschaft, Mentalität und Katzendichte liegen uns hier mehr.

Nächster Tagesordnungspunkt ist der natürliche Wellnessbereich Fosso Bianco in Bagni San Filippo. Dort gibt es nämlich heiße Quellen und für ordentlich Geld kann man im Thermalbad einen Wellness-Tag oder -Urlaub einschieben. Oder man geht einfach nebenan in den Wald und badet im warmen Bach, der mit Wasserfall-Duschen und natürlich Whirlpools in verschiedensten Größen aufwartet und kostenlos ist. Das wussten außer uns natürlich noch viele andere Leute, aber das Gebiet ist so weitläufig und über verschiedene Ebenen verteilt, das wir ein ruhiges Fleckchen gefunden haben. Wir hielten allerdings nur die Füße ins Wasser, liefen ein wenig darin herum und ließen uns von der schwefelhaltigen Luft Atemwege und Poren frei machen. Leider ist der Farbton des Wassers auf den Bildern nicht so gut zu erkennen, aber wer schon einmal heiße Quellen gesehen hat, kann es sich vermutlich vorstellen. Dazu noch ein paar faule Eier pellen und ihr habt einen guten Gesamteindruck. (Interessanterweise störte mich der Geruch weniger als den Hasen, all die Besuche in Island scheinen ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben).

 

Dann wollte der Hase unbedingt die Höhlenweg bei Pitigliano sehen. Auch die hat übrigens Frau Nessy bereits besucht und ausführlich beschrieben, diesmal war die Parallelität allerdings reiner Zufall und fiel uns erst hinterher auf. Wir haben die erste von ihr bewanderte Route gewählt. An der Stelle, wo sie waten musste, konnten wir jetzt im Herbst allerdings relativ locker unelegant über die Steine hüpfen stolpern – siehe neues Headerbild. Es ist übrigens sehr faszinierend, wie kalt es auf so einem Weg zwischen riesigen Steinwänden sein kann, selbst wenn es über 25 Grad sind und man selbst im schattigen Wald drumherum nicht fröstelt.

Nach der Mini-Wanderung fuhren wir dann noch zum Lago di Bolsena und damit nach Lazio – also quasi schon fast Rom! Es handelt sich um einen Vulkansee, was man unter anderem am schwarzen Sand am Seeufer erkennt. Dort warf der Hase zum ersten Mal in diesem Urlaub seine Angel ins Wasser und ich legte mich gemütlich an den Strand und las die Tausend Tage in Orvieto fertig, rechtzeitig, bevor wir nach Orvieto kamen. Sehr gut!

Das dauerte dann auch bis die Sonne schon ziemlich tief stand und es merklich kühler wurde. Zeit, aufzubrechen und unseren heutigen Agriturismo anzufahren, etwas außerhalb von besagtem Orvieto in Umbrien.

Wir bezogen unser Zimmer und kamen dann in den Genuss der typischen Agriturismo-Erfahrung: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt, die Familie isst auch direkt mit (wenn auch an einem anderen Tisch) und nebenbei läuft der Fernseher mit einer Spielshow à la “Heiteres Berufe raten”. Es gab Käse, Wurst, Knoblauchbrot, gefüllte Paprika und Bruschetta mit Leberpastete, Umbrichelli mit Pilzen und Salsiccia, Pollo cacciatore mit Oliven und Spinat und zum Nachtisch Torta al limone. Dazu reichte man einen ziemlich spritzigen Rotwein und Wasser. Wir verzichteten auf Kaffee und Grappa und gingen früh ins Bett. Dank schlechtem WLAN-Empfang mit Buch statt Handy. Auch mal schön.

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 10: Gubbio, Pienza, Montepulciano und Montalcino

Heute morgen wachte ich vom lauten Rauschen der Dusche auf und wollte schon zum Hasen bemerken, dass die Wände hier aber sehr hellhörig seien, wenn man die Nachbarn so laut duschen hören könnte. Dann drehte ich mich aber doch nochmal um und döste weiter, bis irgendwann unsere Badtür aufging und der Hase halbnackt neben dem Bett stand. Ich glaube das war das erste Mal in diesem Urlaub, dass er vor mir wach war.

Wir aßen ein leckeres Frühstück mit lauter süßem Gebäck und Mirabellen- sowie Feigenmarmelade, alles hausgemacht im Agriturismo. Dann setzten wir uns ins Auto und fuhren los. Auf dem Plan standen heute vier bildhübsche Städtchen auf Hügeln, eins in Umbrien und drei in der Toscana, eins mit Renaissance-Architektur und drei noch mittelalterlich. Zunächst ging es nach Gubbio in Umbrien. Dafür fuhren wir erst einmal sehr viel durch Berge und Tunnel. Angekommen, besuchten wir erst einmal eine Bar, tranken Kaffee bzw. Zitronenlimo und verschafften uns einen Überblick über den mittelalterlichen Ortskern. Dann spazierten wir munter drauf los durch die Gassen, an gefühlten Milliarden Antiquitätengeschäften vorbei und hoch zur Kathedrale.

Nach Gubbio ging es dann noch einmal fast zwei Stunden über Berge und durch Tunnel, bis wir die Toskana erreicht hatten und alles wieder voller sanfter Hügellandschaften, Weinberge, Olivenhaine, Pinien und Zypressen war. Zunächst hielten wir in Pienza und dort direkt wieder in einer Bar (Kaffee und Aloe-Vera-Saft). (Man stelle sich dazu vor, dass wir jeden Bar-Besuch nutzen, um auf Toilette zu gehen, aber das schreibt sich halt so unvornehm). Die gesamte Innenstadt von Pienza ist Weltkulturerbe. Hier kam nämlich Papst Pius der II. her und der wollte unbedingt, dass seine Geburtsstadt eine Prachtexemplar der Renaissance-Baukunst wird. Innerhalb von drei Jahren ließ er den Dom und verschiedene weitere Gebäude hochziehen und legte dann per päpstlicher Bulle fest, dass zumindest der Dom nie verändert werden dürfe. Deswegen ist auch heute noch alles komplett erhalten.

Als nächstes fuhren wir “einen Hügel weiter” nach Montepulciano. Laut Reiseführer kann man hier besonders gut die Oberschenkelmuskeln trainieren und da ist etwas dran. Um in die Altstadt zu kommen, muss man von den ausgewiesenen Parkplätzen noch ziemlich viele steile Gassen oder gar Treppen bezwingen. Oben gibt es dann jede Menge Enotecas (besonders bekannt ist das Städtchen für seinen Vino Nobile) und Spezialitätengeschäfte sowie mittelalterliche Bauten und tolle Ausblicke weit über die Täler Val d’Orica und Val di Chiana.

Zuletzt statteten wir noch Montalcino einen Besuch ab, der Heimat des berühmten Weins Brunello del Montalcino. Auch dies wieder ein mittelalterliches Städtchen auf einem Berg voller Enotecas und toller Aussichten. Genau wie Pienza und Montepulciano hatten wir es bei unserem Toskana-Trip vor 3 Jahren verpasst, das wurde jetzt nachgeholt.

Langsam begann dann allerdings der Magen wieder zu knurren – immerhin hatten wir wohlweislich seit dem Frühstück nichts gegessen – und wir machten uns auf den Weg zu unserem heutigen Agriturismo, der etwas außerhalb des Ortes liegt und vor allem Wein – eben jenen Brunello, aber auch andere – produziert.

Zum Essen saßen alle Gäste gemeinsam an einer langen Tafel – außer uns noch eine deutsche Familie, ein Pärchen aus Alaska und eines aus dem Val d’Aosta. Es gab hervorragende toskanische Küche und eigenen Brunello, der eigentlich erst ab Februar verkauft werden darf, um sich Brunello nennen zu dürfen (dafür ist eine bestimmte Reifezeit vorgeschrieben). Deswegen ist er auch noch nicht in Flaschen abgefüllt und wir bekamen ihn direkt aus dem Fass.

Dazu teilten wir uns als Vorspeise eine mit Schafskäse überbackene Stulle, die mit Lardo (also dem Fett vom Schinken) belegt war. Dann gab es als Primo hausgemachte Picci – eine Art dicke Spaghetti, die allerdings mit den Händen geformt werden. Man zupft eine Menge vom Teig mit den Fingern ab und rollt diesen dann zu einer langen Wurst aus. Der Hase nahm die Pici mit einer Tomaten-Knoblauchsauce, für mich gab es sie mit Zucchini und Salsiccia. Als Secondo wählte der Hase geschmortes Wildschwein in einer würzig-aromatischen Sauce auf Tomatenbasis und ich hatte gegrilltes Rindfleisch. Beim Nachtisch wollte der Hase noch einmal überprüfen, ob die Panna cotta auch woanders so göttlich sein kann, wie gestern Abend (Spoiler: nein), und ich beschied mich mit den typisch toskanischen Cantuccini und Vinsanto. Hinterher gab es noch einen Grappa – für den Hasen pur, für mich aus dem Eichenfass.

Während des Essens unterhielten wir uns angeregt mit den anderen Gästen und den Betreibern des Agriturismo – und mit einer der fünf Katzen des Anwesens, mit der der Hase zwischendurch Bekanntschaft gemacht hatte. Die begleitete uns am Ende noch bis in unser Zimmer, ließ sich dort einmal hindurchführen, begutachtete unser Bett und wurde dann nach diversen Streicheleinheiten höflich wieder nach draußen komplimentiert.

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 9: San Marino, Urbino und zwei Menüs

Heute trat dann tatsächlich der Ernstfall ein: Mittags und abends wurden jeweils drei Gänge gegessen. Dafür haben wir das Frühstück ausfallen lassen und zwischendurch “nur noch” ein Eis gegessen. Ich fürchte, nach unserer Rückkehr leben wir ein paar Wochen erstmal nur von Wasser und Brot, sowohl aus biologischen, als auch aus pekuniären Gründen…

Heute morgen sah San Benedetto ohne den Regen schon deutlich einladender und idyllischer aus als gestern und ich war fast traurig, dass wir keine Zeit hatten, die Wanderung zum Wasserfall eben heute anzutreten. Das kommt davon, wenn man die Übernachtungen im Voraus bucht: Einerseits verzettelt man sich unangenehm, andererseits ist man eben ein wenig unflexibel, wenn das Wetter nicht mitspielt. Egal. Wir fuhren ohne Frühstück und auf verschlungenen Pfaden (das Navi ist manchmal etwas kreativ in der Auslegung von “Straßen” erst die Berge hinunter und dann wieder hinauf – nach San Marino nämlich, die älteste Republik der Welt und unser “neues Land” für dieses Jahr. Auch diesen Grenzübergang bemerkte man kaum, nur hatten auf einmal die Autos andere Kennzeichen und die Damen und Herren von der Polizei hießen anders und trugen andere Uniformen.

Hoch oben in San Marino Città gab es für uns nicht nur wundervolle Ausblicke – immerhin Unesco Weltkulturerbe – sondern auch großartiges Essen. An der Piazza della Libertà hat Sternekoch Luigi Sartini sein Restaurant im ersten Stock – und dankenswerterweise auch eine preiswertere Osteria mit lokalen Spezialitäten für den schmalen Geldbeutel im Erdgeschoss. In dieser nahmen wir Platz und ließen uns – laut Lonely Planet – sanmarinesische Küche schmecken. Als Antipasto teilten wir uns verschiedene Cassoncini, frittierte Teigtaschen mit Käse, Feldkräutern, Squaquerone und Anchovi, Zwiebel und Salsiccia bzw. sautiertem Mangold. Beim Hauptgang entschied sich der Hase für die Passatelli mit Thymian und Pilzen und ich mich für den schwarzen Reis mit Kichererbsen, Pilzen, gratiniertem Gemüse und noch mehr Mangold. Beim Nachtisch streikte der Hase dann, ich hingegen genehmigte mir Vanilleeis mit Pfirsichen in Rotwein und Pistazien-Waffel. Den Kaffee nahmen wir hingegen beide dankend an, es hatte ja schließlich kein Frühstück und damit auch keinen Kaffee gegeben.

Nach dem Essen spazierten wir noch ein wenig durch San Marino und amüsierten uns über die Vorliebe der Einheimischen für Frauenstatuen mit nackten Brüsten. Dann stiegen wir wieder ins Auto und fuhren den Berg hinab – und später wieder hinauf – nach Urbino. Damit haben wir nun die Region Marche erreicht, auch für mich zum ersten Mal. Morgen verlassen wir sie zwar schon wieder, aber wir kommen im Laufe der Reise nochmal ausführlich zurück. Urbino ist vor allem als die Stadt der Renaissance bekannt. Im 15. Jahrhundert holte der damalige Herzog Federico da Montefeltro Künstler und Wissenschaftler in die Stadt und umgab sich so mit herausragender Kunst und Kultur und einer bedeutenden Universität. Außerdem ist Raffaello hier geboren, also weder die Praline noch der Turtle, sondern der Maler, nachdem beide heißen. Mir war Urbino vor allem als der Ort bekannt, an dem Luisa die Sommer ihrer Kindheit verbrachte und von dem ich von ihr schon viel gehört und gelesen habe. Ich weiß nicht mehr, ob sie die Gelateria empfohlen hatte, oder ob sie über den Reiseführer auf meiner To-Do-List gelandet war, aber jedenfalls holten wir uns bei unserer Passegiata durch Urbino ein köstlich-cremiges Eis.

In Urbino war dieses Wochenende ein großes Fest zu Ehren des Bio-Lebensstils und von ganzheitlicher Wellness. Ist also auch in Italien ein Trend. Wir freuten uns dabei besonders über den kleinen Markt, über den wir schlenderten, aber auf dem wir weder kosteten noch kauften. Außerdem interessant: Ein Laden für Cannabis-light-Produkte. Die sind in Italien gerade voll der Renner. Dank einer Lücke im Gesetz ist der Verkauf von Cannabis bis 0,2% THC erlaubt. Der Konsum hingegen nicht. Trotzdem boomt das Geschäft und auch Urbino hat einen Laden mit einer großen Auswahl direkt im Schaufenster.

Kurz nach Ablauf unserer Parkuhr, aber bevor dies jemand bemerkte, verließen wir dann Urbino in Richtung unseres heutigen Agriturismo, der weitab der Straße und inmitten von Natur liegt. Auf dem Weg dorthin sahen wir, wie Polizisten ein Auto angehalten hatten. Dessen Fahrer entpuppte sich später als Mitarbeiter des Agriturismo und unser Kellner für den heutigen Abend. Außer uns und einer weiteren Gästegruppe ist heute vor allem eine große Familienfeier hier vor Ort, die das komplette Restaurant einnahm. Wir und die anderen Gäste bekamen daher Tische direkt im Treppenhaus, ruhig aber rustikal. Dafür war die Speisekarte dann aber so überzeugend, dass wir entgegen unseres Vorsatzes, nur etwas leichtes zu essen, doch wieder schwach wurden und ein zweites Mal heute zum Menü griffen.

Als Vorspeise hatte ich einen hervorragenden Rindertartar mit Granatapfelsauce, gerösteten Haselnüssen und wildem Fenchel, während sich der Hase durch verschiedene Aufschnitt- und Käsesorten probierte. Dann gab es für ihn ein Perlhuhn nach Jägerart – das bedeutet hier: mit Pilzen, Rotweinsauce und Oliven – und diesmal für mich die Passatelli, mit Kichererbsen und Speck. Zum Nachtisch entschied ich mich für ein raffiniertes Tiramisù mit Pistaziencreme und der Hase schlemmte eine göttliche gekühlte Panna Cotta mit heißer Brombeersauce. Wir hätten trotz voller Mägen definitiv nochmal die doppelte Menge des Desserts essen können, so großartig war das. Und das ist dann eben wieder der Vorteil von langfristiger Planung: Man hat Zeit, zu vergleichen und sich das absolut Beste vom Besten auszusuchen…

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 8: Piadine in Bertinoro, Regen in San Benedetto, Lasagne im Bett

Trotz oder gerade wegen der bis in die frühen Morgenstunden andauernden Feierei auf den Straßen Bolognas schliefen wir ziemlich lange und standen erst nach 10 Uhr auf. Unsere Gastgeberin bereitete uns Eier und Toast zum Frühstück zu, dann verabschiedeten wir uns von ihr und ihrer Tochter. Auf ihren Rat hin holten wir uns noch zwei Stücken Lasagne für später in einem Imbiss in ihrer Straße und verließen Bologna dann in Richtung Bertinoro.

Ich begab mich sozusagen auf meine eigenen Spuren von vor 8 Jahren. Damals war ich nämlich schon zweimal in Bologna und Umgebung. Mit meinem damaligen Freund (langjährige Blogleser*innen werden sich erinnern) besuchte ich seine ehemaligen Kommiliton*innen erst zu einer Silvesterfeier und später im Jahr zu einer Hochzeit. Beim ersten Mal machten wir damals einen Abstecher zu einem legendären Piadina-Imbiss und genau das wollte ich diesmal auch tun, um dem Hasen die echte Küche der Romagna näherzubringen. Ich fragte also den lieben Herrn Ex nochmal nach der genauen Location und dann fuhren wir da einfach hin.

In den acht Jahren hat sich nicht besonders viel verändert, aber zum Glück gab es inzwischen überdachte Sitzplätze – es regnete nämlich gar sehr. Auch wie damals bestellten wir eigentlich zu viel. Die niedrigen Preise und die große Auswahl verleiten dazu und genau wie vor acht Jahren war ich dann von der Größe der Piadine total überrumpelt. Wir hatten eine mit Speck und Käse, eine mit Pecorino, Tomaten und Rucola und eine mit Squaquerone und “siruppierten” Feigen. Danach waren wir pappsatt aber glücklich.

Unser Weg führte uns dann hinauf in die Berge, in den Nationalpark Foreste Casentinesi. Ab da ging einiges schief. Ursprünglich wollte ich dorthin, weil ich etwas tolles über einen Wasserfall gelesen hatte, der sehr beeindruckend sein soll. Leider hatte ich nicht gelesen, dass die Wanderung dorthin viereinhalb Stunden dauert. Da wir erst gegen 16 Uhr am Ausgangspunkt ankamen, es gegen 19 Uhr dunkel wird und es außerdem weiterhin in Strömen regnete, zogen wir es vor, im Auto sitzen zu bleiben, ein Hörspiel zu hören und als der Regen etwas nachließ, nur ein wenig spazieren zu gehen – soweit das auf nassen Steinen unter feuchtem, glitschigen Laub eben möglich war. Zwischendurch schaute ich nach, wann wir in unserem AirBnB einchecken könnten und musste feststellen, dass ich dieses erst für morgen gebucht hatte.

Sofort hatte ich ungemütliche Szenarien im Kopf, wie oben in den Bergen im kalten Auto übernachten zu müssen oder für teures Geld eine zusätzliche Unterkunft buchen zu müssen. Der Hase beruhigte mich aber und schlug vor, erst einmal nachzufragen, ob wir nicht einfach einen Tag früher kommen könnten. Ich telefonierte also mit unserer Gastgeberin, die allerdings gerade auf Klassenfahrt in England weilte und erst einmal mit ihrem Mann Rücksprache halten musste. Nach einer sehr langen halben Stunde rief sie mich zurück und ich sagte, es sei kein Problem. Mit einem Stein weniger auf dem Herzen trödelten wir dann also noch ein wenig im Auto herum und machten uns dann in dem einsamen Bergdörfchen San Benedetto in Alpe auf die Suche nach unserer Unterkunft. Navi und Google Maps waren sich uneins, wo sie sich befinden sollte, aber wiedermal hatte Google Maps Recht.

Unser Gastgeber begrüßte uns sehr herzlich auf Italienisch und zeigte uns unsere Wohnung in einem der ältesten Häuser des Dorfes. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, sollten wir hinunterkommen und die Formalitäten klären. Unten empfing er uns dann mit ein paar Formularen für die Kommune (“Es gibt hier oben nunmal leider kein Internet, wir müssen das alles auf Papier ausfüllen und dann runter nach Forlì bringen.”), einer unetikettierten 1-l-Korbflasche Sangiovese, einem flachen, runden, jungen Ziegenkäse und einem Brot – “un piccolo spuntino”! Zunächst gab es also den halben Käse, die halbe Flasche Wein und ordentlich Brot dazu und ein paar Geschichten rund um unsere Ferienwohnung im ältesten Haus des Dorfes.

Dabei saßen wir im ehemaligen Alimentari seiner Großmutter. An der Decke waren noch die leeren Haken für Salami und Schinken zu sehen, die Kasse, eine Schneidemaschine für Aufschnitt und Brot, leere Olivenölfässer und Schubladen für Pasta, Mehl und Co. waren ebenfalls zu sehen – alles “original unverpackt”, damals. Unser Gastgeber war als kleiner Junge drei Jahre lang mit seinen Eltern in der Schweiz gewesen, dann war es Zeit für die Schule. Seine Mutter kehrte also mit ihm zurück ins Dorf ihrer Kindheit und zur Nonna. Der Vater hingegen pendelte noch viele Jahre zwischen San Benedetto und dem Aargau hin und her. Deutsch konnte unser Gastgeber trotzdem nicht, Englisch ebenso wenig, dafür aber Französisch. “Das haben wir damals alle in der Schule lernen müssen – ich bin ja schon älter – und heute nutzt es uns so gut wie nichts.”

Schließlich schickte er uns mit der halbvollen Weinflasche wieder nach oben, wo ja noch die Lasagne auf uns wartete. Eigentlich waren wir schon total satt, deswegen legten wir uns erstmal ein wenig aufs Bett und lasen – Internet gab es ja nicht. Irgendwann stand der Hase dann nochmal heldenmutig auf, holte Weingläser, wärmte die Lasagne auf und brachte alles ans Bett. So aßen wir das Abendbrot diesmal ganz gemütlich im Bett und konnten danach sofort schlafen.

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 7: Bologna, “la grassa” (auch: #WMDEDGT)

Heute ist nicht nur Tag 7 unseres Urlaubs, sondern auch der 5., an dem Frau Brüllen fragt: “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” Das hier:

Unser AirBnB liegt im Zentrum von Bologna, so ist es nicht schwer, aufzuwachen. Direkt vor dem Fenster steht ein Glascontainer, indem die Restaurants und Bars der Umgebung morgens ihr Altglas loswerden. Auch unsere Gastgeberin wird früh wach und macht Musik an. Trotzdem ist es schon gegen 10, als wir aufstehen und das von ihr zubereitete Frühstück genießen. Es gibt Spiegelei, Speck, Würstchen, Toast mit Ricotta, Marmelade, und Kaffee, dazu einen Schluck Mangoldsaft zum “Detoxen” und Kokoswasser. Die irisch-jamaikanisch-italienische Sozialisierung schlägt also voll durch.

Dann duschen wir, ziehen uns an und brechen mit unserer Gastgeberin auf in die Stadt. Unterwegs fühle ich mich, als wäre ich mit Lorelai Gilmore in Stars Hollow unterwegs. Es ist ein einziger “Walk & Talk”, sie erzählt uns alles über alles und jeden und ständig halten wir irgendwo an, weil sie Bekannte getroffen hat oder in ihren Stammläden ihre Freunde begrüßen möchte. In einer kleinen Gasse angekommen, kauft sie in einem Laden Brot, in einem anderen Parmaschinken und Gorgonzola und in einem dritten Polpette in Tomatensauce mit Erbsen. Das alles nehmen wir dann mit in einen vierten Laden, der sich als die Osteria del Sole entpuppt, die bereits seit 1465 existiert.

Dort bestellt sie eine Flasche Weißwein und damit setzten wir uns dann an einen Tisch und essen und trinken. Nach einer Weile kommt ihre Tochter dazu, die gerade aus der Schule kommt. Die beiden brechen zu einem Termin auf und wir beide laufen alleine weiter durch Bologna, durch Straßen voller Marktstände, Lebensmittelläden, Bars und Restaurants. Essen ist wirklich überall in La Grassa, der Fetten. Wir sind dann aber doch schon rechtschaffen müde, vollgefressen und tipsy, so dass wir außerhalb der Stadttore einen Park aufsuchen und es uns dort eine Weile auf der Wiese gemütlich machen. Das ganze Essen muss ja verdaut werden, denn für den Abend war uns eine Kostprobe diverser Bologneser Spezialitäten versprochen worden. Der Hase nickt ein wenig weg und ich lese das Internet leer.

Als uns kalt wird, brechen wir auf und verlassen den Park. Am Ufer eines Sees treffen wir dabei auf mehrere Schildkröten. Wir laufen wir gemütlich auf verschlungenen Wegen zurück zum AirBnB. Dort läuft bereits der Fernseher und es wird eifrig zwischen Netflix und YouTube hin- und hergesprungen, bevorzugt zwischen verschiedenen Dokus über die Rolling Stones.

Der Soundtrack für den Abend ist also schonmal sehr gut, das Essen wird es erst recht werden. Unsere Gastgeberin verdient ihr Geld damit, für Leute zu kochen und heute bekommen wir einige der typischen Spezialitäten aus Bologna vorgesetzt. Es beginnt mit handgemachten Tortellini in Brühe, darauf folgen Gnocchi mit vier verschiedenen Käsesorten. Dazu gehört ein Sangiovese aus der Region. Dann folgen die Tagliatelle al ragù, die mit “Spaghetti Bolognese” wirklich gar nichts zu tun haben mit einem sehr leckeren Pinot Grigio. Zum Nachtisch serviert sie uns frische Ananas mit Sojasahne und Schokokekskrümeln.

Danach machen wir es uns faul auf dem Sofa bequem, ich blogge und der Hase und die Gastgeberin teilen sich das Couchkommando (die Fernbedienung). Der Abend endet mit dem Vorspielen von Lieblingssongs und -serien und wir fühlen uns ganz wie zuhause. Nur die Katzen fehlen.

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 6: Von Weinen, Sterneköchen und der fetten Stadt

Über Garibaldis Bett kann ich nichts Schlechtes sagen, ich habe ausnehmend gut geschlafen, obwohl dann viel zu früh der Wecker klingelte. Die Nonna hatte nämlich gesagt, dass wir nicht zu früh frühstücken würden, sondern erst so gegen 8… Aber was tut man nicht alles, für so eine tolle Gastgeberin! Es gab leckere Frühstückseier, Kaffee, Tee, Zwieback, Butter und Johannisbeermarmelade.

“Ist Euch das genug?”

“Ja, das ist super!”

“Ich habe nichts anderes.”

Nach dem Essen saßen wir noch eine ganze Weile beisammen und sprachen über dieses und jenes. Zum Beispiel über die Unterschiede zwischen französischer und italienischer Küche.

“Wir Italiener respektieren die Zutaten, die Franzosen ertränken alles in Sahne.”

Und über die Familie im Trentino, die bei jedem ihrer Besuche danach verlangt, dass sie ihre Spezialsuppe kocht. Sie hat kaum das Haus betreten, da erinnern sie sie schon daran. Selbstverständlich habe ich mir das Rezept geben lassen. Nachdem ich die Zutaten von 18 Personen auf ein normales Maß herunter gerechnet habe, werde ich sie mal kochen und dann auch bestimmt darüber bloggen.

Dann verabschiedeten wir uns (nicht ohne zu versprechen, wieder zu kommen) und stiegen mit dem Nonnasohn hinunter in den Weinkeller. Er erklärte uns, wie dort in einem dreijährigen Prozess aus Trauben Schaumwein wird. Dann fuhren wir gemeinsam hinunter in den Ort und zum Weinkeller des Schlosses. Dort entstehen verschiedene Rotweinsorten aus lokalen Rebsorten sowie Merlot und Cabernet-Sauvignon. Wir bekamen die verschiedenen Stufen der Herstellung gezeigt und durften zwei Reifestufen verkosten – einmal ganz am Anfang, wenn der Wein noch sehr sprudelig ist, und einmal aus dem Barrique-Fass, wenn er schon ordentlich gereift, samtig und vollmundig ist.

Wir nahmen uns noch eine Flasche des Riservas mit und brachen dann Richtung Modena auf, da wir unsere Tischreservierung im Franceschetta58 nicht verpassen wollten, dem Bistro von 3-Sterne-Koch Massimo Bottura, der mit der großen Schwester des Bistros, der Osteria Francescana, die italienische Küche revolutioniert hat. Die Osteria können wir uns nicht wirklich leisten, da kostet das Menü schon ohne Wein bis zu 250 € pro Person. Im Bistro hingegen gibt es ein Mittagsmenü à la carte schon für 25 € pro Person, das war im Urlaubsbudget gerade noch so drin.

Die Sterneküche light war dann auch ziemlich lecker, aber wenn wir ehrlich sind, auch nicht besser, als was wir am Abend vorher gegessen hatten. Es gab vier verschiedene Sorten Brot, die tatsächlich außergewöhnlich gut waren – eine Art Polenta-Chip, ein Ciabatta, ein Sodabread mit Zwiebeln und Rosmarin und ein Milchbrötchen mit Fenchelsamen. Der Hase hatte dann einen Emilia-Burger (wir sind ja schließlich in der Emilia-Romagna) und lackierte Schweinerippchen mit Kartoffelcreme und ich hatte Tartar vom Bassano-Rind mit Schnittlauch, Senf, Joghurt, grünem Apfel und eingelegter Gurke und Maccheroni mit Kapern, Parmesan und einer Sauce aus Tomatensauce, Mandelmilch und geräuchertem Ricotta. Zum Nachtisch gab es für alle ein köstliches Tiramisù mit Kaffee-Sauce, die frisch angegossen wurde.

Nach dem Essen machten wir einen Verdauungsspaziergang durch Modena, bevor wir weiter nach Bologna fuhren. Dort erwartete uns unsere nächste AirBnB-Gastgeberin, die das komplette Gegenteil der Nonna war. Eine knapp 50-jährige Londonerin, halb Irin, halb Jamaikanerin und Single Mum, die seit Jahrzehnten in Bologna lebt und perfekt Italienisch spricht und kocht. Sie empfing uns mit lauter Musik und jeder Menge Tipps und Informationen über die Stadt, die Nachbarschaft und anstehende Veranstaltungen. Zur Begrüßung machte sie uns eine Piadina mit Schinken und Mozzarella und servierte uns dazu sardisches Bier.

Dann drehten wir noch eine Runde durch das Viertel, das auch an einem Donnerstagabend voller Leben war. Ganz Bologna feiert gerade seinen Stadtheiligen und war auf den Straßen unterwegs. Überall gab es Musik, Essen und Alkohol. Wir liefen durch die Gassen, sogen die Atmosphäre in uns auf und aßen dann zum Abendbrot doch nur noch jeder drei Kugeln Eis. Dann ging es verdientermaßen früh ins Bett, wo ich immerhin noch einen ausgefallenen Blogtext nachschob.

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 3: Markt, Murano, Burano und jede Menge Wasser

Dass Venedig voller Wasser ist, haben wir ja eigentlich schon vorher gewusst. Irgendwie waren wir dann aber heute deutlich mehr auf dem Wasser als an Land, der Fußboden schwankt immer noch unter unseren Füßen. Und ab dem Nachmittag kam das Wasser dann auch noch von oben… Aber ich berichte mal von Anfang an.

Trotz des Vorhabens, heute früher loszukommen und schön auf den Rialto-Markt zu gehen, wachten wir erst nach 9 auf. Scheinbar haben wir beide – und ganz besonders der Hase – jede Menge Schlaf nachzuholen. Wir standen dann gemütlich auf, checkten den Wetterbericht, packten regenfeste Kleidung (so hofften wir zumindest) ein und fuhren mit dem Vaporetto bis zum Markt, was allerdings schon ganz schön lange dauerte. Bis wir dort waren war es dann auch schon kurz vor 12 und bis auf die Stände mit Obst und Gemüse war alles schon wieder abgebaut (der Markt schließt offiziell um 1). Wir kauften dann noch schnell ein paar Feigen und Weintrauben und setzten uns fürs Frühstück in die nächste Bar. Es gab Caffè latte, für mich ein mit Creme gefülltes Croissant und für den Hasen zwei Mini-Brioches mit Truthahnbrust und Salami.

Dann spazierten wir noch ein wenig durch die Gegend Richtung Vaporetto-Anleger und freuten uns über die im Vergleich zum Sonntag deutlich leerere Stadt. An einer Bäckerei konnte der Hase dann nicht vorbeigehen: Im Schaufenster lockten Cannoncini, gefüllt mit weißer bzw. dunkler Schokolade. Die ließen wir uns schmecken und fuhren dann mit dem Vaporetto und einmal Umsteigen nach Murano hinüber.

Dort ging es zuerst in einen Showroom, wo wir uns ansahen, wie drei Glasbläsermeister im perfekten Zusammenspiel der einzelnen Arbeitsschritte Vasen mit Goldblatt und bunten Blumen-Bausteinen herstellten. Dann bummelten wir durch das Zentrum von Murano und besahen uns die verschiedenen Schaufenster mit Glaskreationen von Kitsch bis Kunst.

Das Glasmuseum sparten wir uns dann und setzten uns direkt in den nächsten Vaporetto, der (wieder mit einmal Umsteigen) zur Insel Burano fuhr. Diese Fahrt dauerte deutlich länger, als wir anhand des Liniennetzplans angenommen hatten, Burano ist dann doch ganz schön weit draußen. Als wir dort ankamen, hatte es bereits zu regnen begonnen. Wir ließen uns davon dann aber gar nicht groß Beirren und spazierten zwischen all den bunten Häusern umher, die mir mit ihren knalligen Farben trotz grauem Regenwetter verlässlich gute Laune machten. Evtl. haben auch Kaffee und Törtchen geholfen. Für den Hasen gab es eine Crostantina mit Marmelade und für mich ein Törtchen alla nonna.

Als nächstes ging es dann mit dem Vaporetto (und einmal Umsteigen…) zum Markusplatz, den wir uns eigentlich noch einmal ohne Touristenmassen und inklusive Dom anschauen wollten. Aber zu diesem Zeitpunkt goss es dann wie aus Kübeln und der Dom hatte auch pünktlich 18 Uhr für Besucher geschlossen.

Also setzten wir dann doch früher als geplant auf die Insel Giudecca über, zu der wir eigentlich gestern schon gewollt hatten. Ursprünglich wollten wir dort ein wenig durch die Gegend flanieren und das Venedig der Einheimischen kennenlernen, denn auf Giudecca gibt es recht wenige bekannte Sehenswürdigkeiten und dafür viel normales Leben. Der Regen trieb uns dann aber sofort in eine echt entspannte Nachbarschaftsbar, in der lauter Venezianer*innen beim Aperitivo saßen und laute Musik lief. Wir genehmigte uns beide je ein Gläschen Soave (der kommt ja aus dem Veneto) und planten mit dem Reiseführer unsere nächsten Tage.

Dann wurde es langsam Zeit fürs Abendessen. Das von uns anvisierte Lokal war nur drei Minuten (durch den Regen) von der Bar entfernt, aber dann doch leider zu. Schnell suchten wir eine Alternative und fanden dann auch ein ziemlich leeres, aber freundliches und wie sich herausstellte leckeres, Restaurant auch nur ein paar Minuten weiter.

Hier trockneten wir ein wenig, wärmten uns auf, und aßen Tintenfischsalat, köstliche Pasta (der Hase mit Zucchini und Scampi, ich mit Sepia) und zum Dessert Torta al limone bzw. Mousse al cioccolato mit Gianduia. Dazu gab es den Weißwein des Hauses und am Ende waren wir nicht nur satt, sondern auch leicht angetüdert und hundemüde. Durch den Regen liefen wir zum Vaporetto-Anleger, wo uns der Wind um die Ohren pfiff. Danach ging es (mit einmal Umsteigen…) nach Hause zum Lido. Während der Fahrt sahen wir dann die ersten Blitze am Himmel. Die 5 Minuten Heimweg vom Anleger waren dann die Anspruchsvollsten – Regenguss, starker Gegenwind und weitere Blitze.

Zuhause angekommen packten wir den Rest Obst in den Kühlschrank, hängten unsere nassen Sachen zum Trocknen auf und kuschelten uns zum Aufwärmen in das warme Bett, in dem ich jetzt diesen Eintrag tippe.

Venedig ist ne feine Sache, aber auf die Dauer dann doch etwas anstrengend. Man ist Wind und Wetter ziemlich ausgesetzt und trotz gutem Liniennetz braucht man sehr viel Zeit, um von A nach B zu kommen, egal ob zu Wasser oder zu Land. Für Tourist*innen ist das sicherlich kein Problem, aber ich ertappte mich immer wieder bei dem Gedanken, wie es wohl wäre, hier zu wohnen und dann zu allem anderen auch noch all die Touris ertragen zu müssen. Auch barrierefrei ist hier sehr wenig, eine Wheely Map für Venedig sieht wahrscheinlich ziemlich dünne aus. Ich habe auf jeden Fall Lust, mich noch mehr mit dem Alltag hier zu beschäftigen, kennt jemand gute Filme/Serien, die in Venedig spielen (außer Donna Leon und Tod in Venedig)?

Florenz mit Insider-Foodie-Tipps 

Heute fahren wir nach Florenz, in die Hauptstadt der Toskana. Zur guten Vorbereitung gehörte es für mich, mir vorher ein paar Insider-Tipps geben zu lassen. Ich fragte also meine Freundin @frannybianco, die ich letztes Jahr beim Language of Food-Workshop auf Sizilien kennengelernt habe und die gerade in Florenz lebt, nach guten Adressen zum Essen und Eisschlecken. Leider hat sie selbst heute keine Zeit für uns, aber ich bekam eine ganze Liste mit Tipps, von denen wir immerhin drei ausprobieren können. Aber eins nach dem anderen…

Wir parken am Piazzale Michelangelo und genießen erstmal den Panoramablick über die Altstadt. Dann steigen wir Richtung Arno durch den Rosengarten hindurch den Berg hinab. Vor einem plötzlichen Regenguss flüchten der Hase und ich uns gleich erstmal ins von Franny empfohlene Il Gelato di FiLo, das zum Glück genau auf dem Weg liegt. Ich entscheide mich für Gianduia und Himbeere, der Hase für Karamell und Apfelkuchen. Wir sind mehr als zufrieden und können den künftigen Schauern jetzt mit größerer Gelassenheit trotzen.

Auf der anderen Arno-Seite angelangt schlendern wir zur Piazza Santa Croce, wo wir die gleichnamige Kirche besichtigen wollen, die wir bei unseren bisherigen Florenz-Besuchen immer ausgelassen haben. Auf der Piazza gibt es viele Touristen, aber auch mindestens eine Wohnung, die uns erstrebenswert erscheint. (In fremden Städten gucken der Hase und ich gerne, wo wir wohnen wollen würden, wenn wir dort lebten.)

Vor der Kirche steht eine Statue von Dante. Innen drinnen sehen wir unter anderem die Gräber von Galileo Galilei, Michelangelo und Macchiavelli sowie Gedenktafeln für Leonardo da Vinci und die italienischen “Entdecker” Christoforo Colombo, Amerigo Vespucci und Giovanni Caboto.


Von Santa Croce laufen wir weiter zum Dom, wo es noch viel mehr Touristen gibt, so dass wir nur schnell ein Foto knipsen und uns ansonsten nicht länger aufhalten. Der Dom ist so riesig, dass er nicht komplett aufs Foto passt, aber immerhin habe ich einen Blickwinkel gefunden, aus dem das Baptisterium und der Campanile auch mit zu sehen sind.

Vor dem Palazzo Vecchio und an den Uffizien gibt es jede Menge Statuen und Skulpturen zu beschauen, dementsprechend viele Touristen finden sich auch hier. Wir halten uns daher nicht lange auf, aber ein schneller Schnappschuss von David (wenngleich nur in Kopie) muss schon sein.

Ebenso obligatorisch und demzufolge überlaufen ist der Ponte Vecchio. Ein schnelles Foto, einmal drüber laufen und dann sind wir froh, dass wir wieder auf der etwas ruhigeren Arno-Seite sind. Wir spazieren zur Piazza Santo Spirito und lassen uns auf die Stühle vor der gleichnamigen Osteria fallen. Ein Tipp von Franny und eine Bewertung von 9,0 bei Foursquare – das muss gut sein!

Wir werden nicht enttäuscht und snacken erstmal zwei Sorten Brot und köstliche Tapenade, während wir die Karte studieren. Der Hase und ich bestellen je ein Glas Hauswein – er weiß, ich rot. Vor allem der Weiße ist toll, ein Vermentino.

Eigentlich wollen wir ja endlich einmal das berühmte Bistecca Fiorentina probieren und wählen deshalb erstmal nur Primi in reduzierten Portionen. Das erweist sich auch als ganz gute Taktik, in den Foursquare-Bewertungen werden die kleineren Portionen empfohlen und wir sehen an den Nachbartischen, wie riesig die großen sind.


Ich entscheide mich für eine traditionelle toskanische Pappa al Pomodoro, eine Brotsuppe mit Tomaten, Knoblauch und Basilikum. Sehr sehr gut, das werde ich zuhause versuchen, nachzubauen.

Mama bestellt die fluffig-leichten mit Käse überbackenen Gnocchi mit Trüffelöl, ohne zu wissen, dass die in den Bewertungen besonders gut wegkommen. Juhu! Sie sind wirklich so unglaublich lecker, wie alle schreiben. Wir fragen dann auch nochmal nach der Käsesorte – es ist eine Mischung aus Mozzarella, Parmesan, Gorgonzola und Galbanino.

Die Männer bestellen beide die handgemachten Tortellacci in Wallnusscreme, die auch wahnsinnig gut sind. Inzwischen hat sich die Kellnerin in der Küche erkundigt: Die Bistecca ist heute 1,4 kg schwer. Dem sind wir dann leider doch nicht gewachsen, schade. Da wir aber wegen der vorsichtigen Primi noch Platz im Magen haben, können wir uns so noch einmal die Dessertkarte vornehmen. Doppel-juhu!

Der Hase entscheidet sich für eine Ricotta-Creme mit Schokolade und Beeren.

Ich nehme die Brombeer-Crostata mit zwei himmlisch-reifen Brombeeren als Deko. 

Dann laufen wir gemütlich zurück zum Auto, nicht ohne noch an der Gelateria della Passera anzuhalten – immerhin hatten wir gestern kein Eis, das muss unbedingt nachgeholt werden! Ich nehme  Kiwi und Pink Grapefruit, der Hase Schoko-Orange und Zabaione. Wir fahren müde nach Hause und lassen den Abend ein weiteres Mal vor dem Kamin ausklingen.