07.05.2026 – Entscheidungen

Die Nacht ist sehr unruhig, mehrfach unterbrochen von hungrigen Katzen (da Nimbin nüchtern bleiben muss, ist das Katzenfutter seit 23 Uhr weggestellt) bzw. ab dem frühen Morgen wieder unter Schmerzen kotzendem Kater. Der Arme tut mir so leid, immerhin kommt er zwischendurch auch immer wieder kuscheln und dann können wir beide ein bisschen schlafen.

Als die Nacht endgültig vorbei ist, versuche ich einen möglichst entspannten morgendlichen Reboot. Gegen 10 kommt die Nachricht, dass der Liebste unterwegs ist. Ich stehe auf, dusche, frühstücke Joghurt und Rhabarberkompott. Dann sitzen der Liebste und ich noch ne gute Stunde zusammen, teilweise bekuschelt von Nimbin, bevor es Zeit für den Aufbruch ist. Der Liebste holt ein Carsharing-Auto, ich verfrachte den Kater in die Transporttasche und dann fahren wir raus zur Spezialpraxis. Immerhin steckt Nimbin die Fahrt leichter weg als mit fremden Taxifahrern – kaum eine Stimme kennt er so gut wie die des Liebsten.

In der Praxis wird er untersucht, dann sediert für eine Punktion. In der Zwischenzeit gehen wir eine Runde spazieren und setzen uns dann in eine Bäckerei und das ist vielleicht der schönste Moment des Tages. Bei Kaffee und Kuchen beobachten wir, wie eine Stunde lang der Kundenstrom nicht abreißt und bekommen jede Menge Gespräche und Details mit.

Dann ruft die Tierärztin an und wir können den Kater abholen, ausführliches Diagnosegespräch erfolgt später am Tag, wenn sie Zeit hatte, alles auszuwerten. Wir fahren wieder zurück, der Kater ist noch dösig und damit noch ruhiger als auf der Hinfahrt. Zurück in der Wohnung fummeln wir ihm mit vereinten Kräften den Verband vom Blutabnehmen ab und dann macht sich der Liebste bald wieder auf den Heimweg, wo das Teilzeitkind schon auf ihn wartet.

Bald darauf kommt der Anruf der Tierärztin, mit der befürchteten Diagnose. Wir besprechen etwaige Therapieoptionen (keine gut und erfolgsversprechend) und treffen dann schweren Herzens eine Entscheidung.

Den Rest des Nachmittags und Abends verbringe ich mit Organisation und Koordination, Telefonaten mit dem Liebsten und dem Teilzeitkind, dem Hasen, dem Bruder, dem Lieblingsnachbarn… Zweimal gehe ich noch raus, Dinge besorgen (einmal mit dem Lieblingsnachbarn) und dann heißt es irgendwie, die Zeit zu überstehen.

Noosa kuschelt dabei die meiste Zeit mit mir, während Nimbin es sich auf dem Bett gemütlich gemacht hat und nur ab und zu in die Küche watschelt, mehr frisst als die letzten zwei Wochen zusammen, trinkt, aufs Klo geht und sich dann wieder hinlegt.

Gegen 10 bin ich völlig kaputt und überwinde mich, mich dazuzulegen. Noosa auch. Ich glaube gegen 2 schlafe ich dann kurz mal eine Weile ein, nachdem sich Nimbin nach einem Futterausflug an mich gekuschelt hat.