1000 Fragen auf dem Weg nach Rostock

Heute geht es direkt nach der Arbeit mit dem Zug in die Herzheimat, deswegen bleibt keine Muße für ausführliches Geblogge. Stattdessen also die nächsten der 1000 Fragen.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

191. Ergreifst du häufig die Initiative?

Ich möchte ja bei fast jeder dieser Fragen erstmal mit “Kommt darauf an” antworten, aber das wird ja auch irgendwann langweilig. Deswegen lasse ich diese Einleitung weg und antworte: In Situationen mit schwieriger Gruppendynamik, in denen es gefühlt ewig dauert, bis es in irgendeiner Richtung voran geht, verliere ich irgendwann meist die Geduld und ergreife dann die Initiative, bestimme den Weg oder gehe einfach voraus. Ähnlich ist es, wenn ich dringend etwas möchte, mein Gegenüber aber nicht aus dem Quark kommt – zum Beispiel wenn ich eigentlich nicht “dran” wäre, mich zu melden. Da pfeife ich dann drauf und mach es einfach – ohne Spielchen. Geht es hingegen um Dinge, die ich weniger oder gar nicht will, bin ich total gut im Aussitzen und brauche dann oft Input von außen, bevor ich mich motivieren kann.

192. An welches Haustier hast du gute Erinnerungen?

An alle, die ich je hatte und auch die meisten anderen, die ich kenne.

193. Hast du genug finanzielle Ressourcen?

Genug wofür? Um gut durchs Leben zu kommen auf jeden Fall, auch für spontan auftretende Mehrkosten gibt es ein gewisses, aber durchaus endliches, Polster. Genug um allen Impulsen folgen zu können nicht. Um z. B. “größere” Beträge spenden zu können oder eine mehrmonatige Reise zu machen, müsste ich auf einige Annehmlichkeiten verzichten. Ich könnte nicht für einen längeren Zeitraum auf Gehalt verzichten. Auch für ein Haus, eine Wohnung oder auch nur die komplette Miete der Wohnung, in der ich jetzt lebe, würde es nicht (dauerhaft) reichen. Aber für mein Leben, so wie es ist, dafür reicht es sehr gut.

194. Willst du für immer dort wohnen bleiben, wo du nun wohnst?

Für immer ist eine lange Zeit, soweit würde ich nicht gehen. Ich könnte mir eine ähnliche Lebenssituation wie jetzt grundsätzlich z. B. auch in anderen Städten/Ländern vorstellen. Und wenn ich irgendwann mal reich oder in Rente bin vielleicht auch ein zurückgezogenes Leben irgendwo auf dem Land, am Rand oder am Strand. Wobei Land bei mir nicht Dorf heißt, sondern wirklich abgeschieden, mit viel menschenleeren Platz drumherum in alle Richtungen.

195. Reagierst du empfindlich auf Kritik?

Wenn sie sich auf etwas bezieht, bei dem ich selbst der Meinung bin, dass ich das gut mache, dann trifft sie mich, egal ob sie berechtigt ist oder nicht. Bin ich das nicht oder ist mir die Sache sowieso nicht so wichtig, reagiere ich relativ entspannt.

196. Hast du Angst vor jemandem, den du kennst?

Richtig Angst nicht, nein. Mir fällt spontan nur eine Person ein, bei der ich es durchaus unheimlich fände, ihr über den Weg zu laufen – vor allem, wenn ich das regelmäßig müsste.

197. Nimmst du dir oft Zeit für dich selbst?

Ich nehme mir oft Zeit für mich allein, tendiere aber dann dazu, die Zeit mit Beschäftigungen zu füllen, statt sie wirklich “für mich selbst” zu nutzen.

198. Worüber hast du dich zuletzt kaputtgelacht?

So richtig kaputtgelacht, da müsste ich jetzt weit zurückdenken, glaube ich. Aber heute wieder gelacht habe ich über: “My girlfriend asked me to stop singing Wonderwall all the time. So I said maybe…” Den habe ich glaube ich auf Twitter zum ersten Mal gelesen, was überhaupt in dieser Hinsicht ein steter Quell der Freude ist.

199. Glaubst du alles, was du denkst?

Nein. Ich weiß nicht, ob das ein Zeichen des Älterwerdens ist oder ich mich einfach nicht mehr auf mich verlassen kann, aber gerade in den letzten Monaten ist mir immer wieder aufgefallen, dass ich von Dingen total überzeugt war und schon kurze Zeit später wieder völlig anders darüber dachte – und zwar ohne, dass neue Argumente oder Ereignisse eine Neubetrachtung erforderlich gemacht haben. Insofern hinterfrage ich in letzter Zeit häufiger, was ich denke und vertraue meinem Bauchgefühl nicht mehr so stark wie früher. Das ist jetzt nicht mit Absicht kryptisch geschrieben und bezieht sich nicht auf ein konkretes Thema, es ist mir in den verschiedensten Zusammenhängen so passiert.

200.Welches legendäre Fest wird dir in Erinnerung bleiben?

Es fällt mir schwer, mich für eines zu entscheiden. Mein 16. Geburtstag war ziemlich legendär, sticht aber für mich nicht unbedingt mehr heraus als diverse andere Parties im Teenager- und Studentinnenalter. Dann gab es noch diverse andere gute Geburtstage von mir und anderen oder das Festival im Garten der Eltern eines Freundes, bei dem ich mehrere Jahre lang regelmäßig war… Ich fürchte es gibt nicht “das eine Fest”!

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