#12v12 – Homeoffice-Edition

Ab und zu sagen Menschen, dass sie Blogs so spannend finden, weil sie einen Einblick in das Leben fremder Leute bieten. Ich hoffe das stimmt, denn passiert ist heute nichts Spannendes. Da aber der 12. ist, bekommt Ihr natürlich trotzdem eine Zusammenfassung meines langweiligen Zuhause-Sonnabends. Hier sind meine #12v12 – die anderen gibt es wie immer hier.

Frühstück mit Haferflocken, Kokosraspel, Blaubeeren, Weintrauben und Pflaumen.
Zu trinken gibt es Jasmintee
Hoodie an und ran an den Schreibtisch
Man könnte mal die Fenster putzen. Könnte…
Noosa schläft auf meiner Maushand
Mit Zuschauern arbeitet es sich schneller
Feierabend, Wäsche abnehmen
Gilmore Guys Podcast hören
Abendbrot 
Mal wieder Fruit Ninja spielen
Nimbin ist meine Wärmflasche
Mein Ausblick heute Abend 

Tagebuch-5 im September – Erkältungsedition

Es ist schon wieder der 5. und Frau Brüllen fragt wie immer: WMDEDGT?

Ich erwache kurz vor 9 und checke mich erstmal kurz durch: Der Rücken tut weh, ich muss wohl merkwürdig gelegen haben. Außerdem lässt mich ein Traum nicht so recht los, den ich eben hatte. Ich bin mit meinen Eltern verabredet, wir wollen zu einem Konzert, aber gerade als ich den Laptop zuklappen will, sehe ich, dass noch Arbeit hereingekommen ist. Und zwar komplizierte, zu kompliziert, um pünktlich loszukommen, zumal die Technik streikt. Meine eine Hälfte ist wach und hat Rückenschmerzen, die andere will noch schnell zu Ende träumen und das Problem lösen, damit es mich nicht den ganzen Tag lang verfolgt. Die wache Hälfte zwingt die andere, einzusehen, dass das nur ein Traum ist und aufwachen keine schlimmen Konsequenzen hat. Also außer die Rückenschmerzen. Oh und Halsschmerzen. Oh und immer noch eine verstopfte Nase samt dickem Kopf. Hmpf. Nach drei Tagen im Bett sollte das jetzt langsam mal ausgestanden sein, finde ich. Ich habe doch so vieles vor!

Die Benutzeroberfläche der Wohnung braucht dringend eine Generalüberholung, alle Haushaltssysteme warten auf einen Reboot. Außerdem möchte ich kochen und backen und mir schöne Sizilien-Erinnerungen zubereiten. Und schließlich Montag wieder fit sein, es warten Arbeit, Blogprojekte, Essensprojekte und unser Vorhaben, unser Gästezimmer für geflüchtete Menschen zur Verfügung zu stellen. Mit Rotzeschädel mag ich mir all das nicht zumuten. Die Aufgabe für heute wird also sein, aktiv weiter zu gesunden. Aber erst, wenn der Hase auch wach ist, der soll davon nicht gestört werden. Ich kuschele mich also nochmal mit meinem Buch ins Bett: Freitags isst man Fisch von Bohnet Pleitgen, nur unterbrochen von gelegentlichem Naseschnauben und Husten. 
Gegen 10 ist man sich in Katzenkreisen einig, das nun Frühstückszeit sei und ich unterbreche meine Lektüre, um eine halbe Dose „Rind und Lamm“ auf die Näpfe zu verteilen und mir eine Lutschtablette zu genehmigen. Kurz danach wacht der Hase auf und macht Frühstück (Rührei, Grapefruit, selbstgebackenes Brot, Ingwertee), während ich das Buch schnell zuende lese. Beim Frühstück hören wir Radio und beobachten die Katzen beim Herumtoben. Danach widme ich mich der Küche und wasche ganze drei Ladungen ab. Dabei höre ich eine Folge Gilmore Guys. Hinterher bin ich rechtschaffen kaputt und ziehe mich mit Pia Ziefles Suna wieder ins Bett zurück. Während ich so liege und lese, ruft eine liebe Freundin an und erzählt, dass sie sich verlobt hat. Leider ist ihr Akku bald alle, so dass wir nur kurz reden. Ich berichte dem Hasen und wir freuen uns sehr.
Auf Seite 38 schlafe ich ein. Als ich nach einer guten Stunde wieder erwache geht es mir eher schlechter als vorher, so dass ich vorerst Tee trinkend im Bett bleibe, weiter lese und zwischendurch den Herbststurm da draußen beobachte. Typisch, dass ich krank werde, wenn der Sommer vorbei ist. (Liegt aber vor allem am Stress und Schlafmangel der vergangenen Wochen und war eigentlich schon lange abzusehen.)
Bei Seite 134 bekomme ich Hunger und mache mir die Reste von gestern Abend warm, es gibt Reisnudeln mit Möhren, Zucchini, Ingwer, Knoblauch und Kokosmilch. Der Hase hat keinen Hunger, die Erklärung liefern eine leere Chipstüte und Schokoladenpapier. Er ist mit Fernsehen, Computerspielen und Mieze streicheln komplett ausgelastet. Der Kater hat das Zweitsofa ganz für sich alleine und schläft. Ich sichere mir schnell ein paar Stücken Schokolade (Plantagenschokolade von Rausch, mit 75, 70, 47 und 43 Prozent Kakao) und kehre zurück zu meinem Buch, während es draußen weiter regnet.
Kurz nach halb 8 habe ich Suna ausgelesen – das zweite Buch heute – und geselle mich zum Hasen und den Miezen aufs Sofa. Wir wollen Filme schauen und einigen uns zunächst auf Pretty in Pink – eine Premiere für den Hasen. Dazu gibt es für ihn Omelette und für mich die Reste des chinesischen „Gurke mit Knoblauch“ von gestern Abend und zum Nachtisch selbst gemachten Apfelmus aus den Äpfeln vom Baum unten im Hof. Wir beschließen den Abend stilecht mit Clueless – vielleicht ist ja dann morgen eine Teeniekomödie mit verrückten Outfits aus den Nuller Jahren dran 😉

#12v12 im August – Von Röcken, Antifaschisten und dem Weißen See

Wieder ein Zwölfter, wieder zwölf Bilder, die anderen gibt es wie immer bei Caro.
Die Katzen wünschen einen guten Morgen!
In unserem Kiez sind die Straßen nach Antifaschisten benannt, seit ein paar Tagen hängen überall auf meinem Weg zur Tram diese Texte über Erich Weinert.

Wie lange wird es wohl noch Erdbeeren geben? Ich kaufe gleich mal ein Kilo. Die Frau da trägt den gleichen Rock, den ich gestern anhatte.

Im Konferenzraum im Büro läuft grad ein Video vom Auftritt der Beatles im Shea Stadium. Wahrscheinlich nur, um den Sound zu testen, aber hey, so kann der Tag doch gut anfangen.
Ich kaufe mir beim Brötchenmann eine Quark-Stulle mit Gemüse und einen Grießbrei mit Kirschgrütze

In der Mittagspause laden mich die Eltern auf ihren Balkon ein. Es gibt Zucchini mit Ei und zum Nachtisch frisch gebackenen Pflaumenkuchen.

Feierabend-Fahrstuhl-Füße

In der U-Bahn noch ein Rock, den ich mal besessen habe (also das Modell), wer mich aus Rostocker oder Torontoer Zeiten kennt, erinnert sich vielleicht noch.

Ich fahre vom Büro aus wie gestern an den Weißen See und gehe schwimmen.

Nach einer knappen halben Stunde werden mir die Arme schwer – temperaturmäßig hätte ich noch gekonnt, das Wasser war toll! Ich setze mich noch mit ein paar Erdbeeren ans Ufer und blicke auf den See hinaus.

Im Park am Weißen See stehen diese beiden Arbeiter rum, muss mal recherchieren, wer die sind…

Diese kleine niedliche Apotheke in der Berliner Allee ist mir gestern schon aufgefallen. Direkt gegenüber befindet sich übrigens der Kinderladen Miekematze.

Zuhause gibt es ein schnelles, sehr leckeres Abendbrot: Spaghetti mit Tomatensaucenresten, Pecorino fresco, Oliven und Artischocken.

Tagebuch-5 im August – Urlaubs-Edition

Es ist der 5. des Monats, Frau Brüllen fragt: WMDEDGT? und ich reagiere so:

Nach dem übervollen, aber wundertollen Tag gestern lasse ich es heute deutlich ruhiger angehen, denn mein Urlaub soll ja nicht in Stress ausarten. Deswegen bleibt der Wecker wieder umgestellt. Trotzdem wache ich kurz vor 6 das erste Mal aus, weil ein kalter Wind mir um die Schultern weht. Fröstelnd mache ich die Fenster zu, die wir aufgrund der gestrigen Hitze sperrangelweit und auf Durchzug geöffnet hatten. Dann kuschele ich mich wieder zurück ins Bett und als ich das nächste Mal die Augen öffne ist es schon nach halb 9 und der Hase bereits aufgestanden.

Ich schaue kurz auf dem Handy nach, was im Internet so los ist und stehen dann auf und mache Frühstück. Dabei wandern Erdbeeren, Pflaumen und eine Banane mit etwas Milch in den Mixer und wir brauchen die Reste des selbstgebackenen Brotes auf – heute wird also wieder gebacken werden. Nach dem Essen zieht mich erst einmal das Sofa magisch an und ich verblogge den gestrigen Tag und verbringe dann mehrere Stunden mit wichtigen Recherchetätigkeiten. 
Dann kämpfe ich mit den unfreiwilligen Dreadlocks in meinem Haar, die sich weder durch Detangling Spray noch spezielle Bürsten komplett beseitigen lassen. Als ich bereits völlig abgekämpft bin, kapituliere ich und lasse den Hasen eine dicke Strähne abschneiden – ist immer noch genug da. Danach habe ich mir zur Erholung ein gemütliches langes Bad verdient – seitdem klar ist, dass wir fürs letzte Jahr eine NebenkostenRÜCKzahlung von 400 € bekommen, beschwert sich der Hase auch gar nicht mehr über meine Badeaffinität. Stattdessen bäckt er Brot, was eine viel bessere Nutzung seiner Energiereserven darstellt. 😉
Dann war ich aber auch endlich dran mit Aktivität. Denn auch, wenn ich für alles andere zu faul bin: Kochen und Backen geht irgendwie immer. Zuerst wagte ich mich an die lackierte Pflaumentarte von Mme. Fleur de Sel, die allerdings erst morgen verkostet und dann gegebenenfalls auch verbloggt wird. Lecker genug duften tut sie in jedem Fall.

Danach war es schon Zeit für die Vorbereitung des Abendbrots – zum Mittag hatte es nur Schokolade gegeben, daher war der Hunger groß und das Essen stand ausnahmsweise schon gegen 19 Uhr auf dem Tisch. Es gab einen lauwarmen Kartoffel-Bohnen-Salat mit Ei, Wildkräutern und Vinaigrette und dazu das frisch gebackene Brot sowie einen grünen Nachtischsalat mit einem Zitrone-Sahne-Dressing.

Nach dem Essen schwangen wir uns auf unsere Räder und fuhren quer durch den Prenzlauer Berg zu unserer kleinen Piraten-Pflegekatze. Da sie nach ihrer Operation noch ordentlich aufgepäppelt werden muss, versorgen wir sie mit verschiedensten Futtersorten, Leckerlis und Streicheleinheiten.

Wieder zuhause angekommen, mache ich auch unser Katzenklo sauber und dann verziehen wir uns mit Katzen, Mango-Fruchtsecco und einem Film aufs Sofa. Gute Nacht allerseits!

So summer, much love

Gestern war ein wundervoller Sommerferientag für mich. Obwohl ich wirklich die ganze Zeit unterwegs war und heute zum Ausgleich erstmal ein wenig Ruhe brauche, waren die vielen Dinge, die ich erlebt habe, jedes für sich wirklich toll und ganz unspontan war das ganze auch nicht, denn von den sechs Programmpunkten waren nur drei vorher verabredet, die anderen drei ergaben sich im Laufe des Tages.
Gleich morgens traf ich mich mit der lieben @fraumierau, um mir meine Kuchenform wieder abzuholen, die am Sonntag bei ihr gelandet war. Zusammen mit den beiden Kindern, von denen ich ja spätestens seit Sonntag riesiger Fan bin, gingen wir ein Eis essen und dann auf den Spielplatz, wo ich von den Kiddies vielseitig eingesetzt wurde: zum Wasser bringen, Kuchen backen, Burgen bauen und beim Klettern auffangen. Hätte ich nicht noch andere Verabredungen gehabt, ich wäre am liebsten den ganzen Tag geblieben (und der Hase scheint mir jetzt ein wenig eifersüchtig zu sein, denn er hat starke knapp 3-jährige Konkurrenz bekommen!). 
Als die Mittagszeit heranrückte, riss ich mich dann allerdings doch los, klopfte mir Sand und Matsch von der Hose und fuhr mit S- und U-Bahn raus zum Strandbad Jungfernheide, wo ich mit dem Mann und einer lieben Freundin ein paar Stunden mit Baden, Sonnen, Picknicken und Quatschen verbrachte. Die Verabredung dazu entstand übrigens morgens auf dem Weg zu den Mieraus. Spontanität können wir. Ich war ja zunächst ein wenig skeptisch und fragte mich, warum ich denn für Baden mit Eintritt bis tief in den Westen fahren sollte, wo wir doch Weißen See, Orankesee und Co. quasi um die Ecke haben. Dann war das Bad aber doch sehr schön und nicht einmal besonders voll, so dass wir vielleicht demnächst nochmal die Strecke auf uns nehmen. 
Der nächste Termin war dann wieder von langer Hand geplant und hatte eigentlich überhaupt nichts mit Urlaub zu tun: Ein Gespräch mit meinem Bankberater. Allerdings hatte ich diesmal zum ersten Mal den Hasen dabei und weiß jetzt, dass solche Gespräche auch extrem lustig sein können. Innerhalb von zwei Minuten fing der Hase an, meinen Bankberater zu duzen. Dann gaben sie sich relativ schnell Döner- und Clubtipps und tauschten sich über ihre Anlageerfahrungen aus. Am Ende verließen wir die Filiale allesamt per Du miteinander und mit wertvollen Tipps und ohne etwas unterschrieben zu haben. Kann man so machen. Ich glaube demnächst nehme ich den Hasen auch mit, wenn ich mit Ärzten oder meinem Chef rede und setze Telefonkonferenzen mit Finanzamt und Versicherungsheinis und ihm an. 
Wir machten einen kurzen Zwiscchenstopp zuhause, fütterten die Katzen, hängten die Wäsche auf und der Hase kaufte sich Tickets fürs Reggae Jam im nächsten Jahr. Dann war es auch schon wieder Zeit für den letzen regulären Termin des Tages: Das Hochzeitstag-Essen (39 Jahre!) mit meinen Eltern im Gorki Park. Wir futterten uns durch eine gigantische Vorspeisenplatte mit eingelegten Pilzen, Rote Beete-, Möhren- und Rettich-Apfel-Salat, Ei mit Kaviar, Heringstatar, Schinken und mehr und kämpften uns dann im Hauptgang durch verschiedene Varianten von Pelmeni und Wareniki – alles bei sommerlicher Hitze, wohlgemerkt. Deswegen verzichteten wir auch auf Vodka und schwere Desserts und holten uns lieber noch schnell ein veganes Sorbet bei Süße Sünde nebenan – ich hatte Himbeer-Ingwer und war sehr zufrieden mit meiner Wahl.

Als nächstes folgte ein Besuch bei unserem Stamm-Katzensitter (vormittags auf dem Spielplatz verabredet), dessen Mieze unser Nimbin neulich Blut gespendet hatte. Das Tierchen ist inzwischen deutlich gesünder und fideler, so dass unser Freund mal für ein paar Tage wegfahren kann und wir in der Zwischenzeit die Fütterung übernehmen werden. Ein bisschen herzerweichend sieht das Kätzchen allerdings doch aus – mit nur noch einem Auge, nachwachsendem Haar an den ehemals rasierten Hinterbeinen und verbundenem Sonden-Schnitt am Hals. Aber es geht aufwärts und wir werden sie in den nächsten Tagen auf jeden Fall ordentlich füttern, damit sie wieder zu Kräften kommt.

Diesen wundervollen Tag mit lauter netten Menschen, Kindern, Katzen, Sonne, Eis, Baden, gutem Essen und viel Gelächter ließen wir dann noch mit lieben Nachbarn in deren Garten ausklingen – eine Verabredung, die wir im Strandbad getroffen hatten. Erst nach Mitternacht liefen wir dann durch die dunklen Gärten zurück nach Hause, wo uns unsere eigenen Miezen schon sehnsüchtig und mit Appetit auf einen kleinen Betthupferlsnack erwarteten.

Ein wundervoller Sommertag mit viel mehr Programm als ursprünglich gewollt und geplant, aber eben auch genau richtig, um leere Akkus ordentlich aufzutanken. Danke an alle Beteiligten!

Tagebuch-5 im Juli – Ostsee-Edition

Wie jeden 5. fragte Frau Brüllen heute wieder WMDEDGT? Bei mir sah das so aus:
Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr erwache ich am 5. in Rostock. Diesmal in einer anderen Wohnung, in der Südstadt, bei anderen Freunden. Außerdem bin ich nicht alleine, sondern teile mir das Zimmer mit dem Hasen und zwei lieben Freundinnen. Es dauert ein Weilchen, bis die Isomatten und die Couch wieder verpackt und alle sechs durchs Bad hindurch sind. In der Zwischenzeit erzählen wir, lungern auf dem Balkon rum und ich bekomme ein ziemlich cooles Geschenk:
Die Inspiration dazu kam von hier. 😉
Dann ging es in die Altstadt und wir frühstückten ausführlich und gemütlich in der Likörfabrik.
Währenddessen stieg und stieg das Thermometer und mit ihm die Luftfeuchtigkeit, so dass wir meine geplante Stadtführung hauptsächlich nach Drinnen verlegten – in die Petri- und die Marienkirche.
Dann musste ich allerdings endlich noch die andere neue Rostocker Eisdiele, von der mir auf Facebook so vorgeschwärmt wird testen und aß in der Eiswerkstatt einen Guaven-Frozen Yoghurt mit Brombeeren.

Irgendwann wurde es uns dann zu bunt mit der Hitze und wir flohen aus der Stadt. In Heiligendamm sprangen wir in die herrlich kalte Ostsee und schliefen dann am Strand einfach mal für 1,5 Stunden ein. Zum Glück war es bewölkt, so dass keiner einen schlimmen Sonnenbrand bekommen hat.

Nach dem Aufwachen – Huch, so spät schon? – aßen wir ein gemütliches Abendbrot-Picknick am Strand, mit Hummus, Kichererbsensalat, Erdbeeren von Karl’s und leicht surrealem Käse.
Dann liefen wir noch ein wenig durch die weiße Stadt und überlegten, welche der Villen wir uns demnächst kaufen wollen. Zum Abschied gab es noch ein Johannisbeer-Eis für mich.

Die Heimfahrt dauerte dann wahnsinnige 3,5 Stunden, weil die ersten beiden für uns in Frage kommenden Ausfahrten vom Berliner Ring komplett verstopft waren – die Autos standen schon auf der Autobahn. So fuhren wir also immer weiter gen Süden und enterten die Stadt schließlich via Marzahn. Durch das aufkommende Gewitter fuhren wir dann nach Hause, wo uns die Katzen schon sehnsüchtig erwarteten.

Tagebuch-5 im Juni

Es ist wirklich schon Juni, verdammte Axt. Wieder einmal rast die Zeit nur so vor sich hin, aber zum Glück ist der Juni ja der beste Monat des Jahres, da macht das gar nichts. Einfach jeden Tag von morgens bis abends erleben und auskosten. So wie heute, am 5., wenn Frau Brüllen fragt: WMDEDGT?

Der heutige Morgen ist anders als andere, denn vor der Arbeit muss ich noch Sachen packen, weil ich direkt aus dem Büro nach Hamburg zur nebenan aufbreche. Auf packen reimt sich backen, dachte sich der Hase, stand sogar noch vor mir auf und buk einen Stapel Waffeln. Die hatten wir schon seit dem letzten Wochenende nicht mehr aus dem Kopf gekriegt und heute hat es endlich geklappt. Dazu gibt es Ahornsirup, Balkonerdbeeren und/oder heiße Himbeeren. 
Es sollen heute sowohl in Berlin als auch in Hamburg 29 Grad werden, daher trage ich Rock und nackte Füße in Ballerinas. Auf dem Weg zur Arbeit kaufe ich am Alex weitere Erdbeeren. Der Beelitzer-Spargel-Stand ist nämlich gestern endlich der Erdbeerhütte von Karl’s gewichen. Und die Strategie ist es ja, so viele Erdbeeren in sich hineinzustopfen, dass man am Ende der Saison keine Lust mehr drauf hat. Die Plausibilität von Erdbeerüberdruss hat mein Bruder gestern Abend allerdings angezweifelt und ich fürchte, dass er Recht behalten wird.
Im Büro angekommen ist das ganze Team erst einmal genervt von der Langsamkeit unserer Rechner, was zu einem Anruf bei Helpdesk führt. Der herbeieilende IT-Kollege wird dann für einen sehr langen Zeitraum in Geiselhaft genommen und kümmert sich liebevoll nacheinander und teilweise parallel um all  unsere Wehwehchen. All hail to the SysAdmins of the world!
Danach plätschert der Arbeistag relativ unspektakulär vor sich hin. Gegen Mittag findet ein kurzes Abteilungsmeeting statt, bei dem ein paar wildwüchsige Layoutvarianten wieder auf Linie getrimmt werden. Kurz danach gehe ich raus auf den Markt, kaufe mir einen Burger und Pommes und setze mich im Park in den Schatten. Während ich schlemme, beobachte ich eine Gruppe von Menschen beim gemeinsamen Sporteln und grunze wohlig.
Auf dem Weg zurück ins Büro kaufe ich mir noch eine große Flasche Blutorangen-Orangina, die mir gemeinsam mit dem Rest Erdbeeren den Nachmittag versüßt. Dann werden noch zwei Termine nächste Woche verschoben, was mich deutlich entstresst. Ich kann also ganz entspannt ins Wochenende starten.
Unterwegs zum ZOB überlege ich mir, was es zum Abendbrot geben soll und träume von etwas außergewöhnlichen, einem Bánh Mì etwa. Und wäre es nicht toll, wenn ich irgendwo noch den letzten Berliner Bubble Tea auftreiben könnte? (Nicht wirklich den letzten, denn es gibt ja  in der Rosenthaler das tolle Come Buy, aber Ihr wisst, was ich meine.) 
Am Gleisdreieck steige ich um und bekomme nostalgische re:publica-Gefühle. Zum Glück bin ich ja gerade auf dem Weg zu einer Internetkonferenz, bei der ich die oder den eine_n oder andere_n re:publicaner_in treffen werde, so werde ich nicht allzu melancholisch, sondern eher vorfreudig. Ich beschließe, am Wittenbergplatz einen Zwischenstopp einzulegen und Abendbrot zu jagen. Dort ist das dolores, dann gibt’s da bestimmt noch anderes gutes Essen. (Ich kenn mich ja im Westen nicht so aus ;)) 
Ich steige die Treppe nach oben und sehe noch im Bahnhofsgebäude einen Asia-Imbiss, der Bubble Tea (!!) und Bánh Mì (!!) verkauft. Ein quasi religiöses Ereignis, dass mich kurzfristig an der Nichtexistenz einer göttlichen Instanz zweifeln lässt. Ich werde jedoch schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, als nach mir zwei Schwaben im breitesten Dialekt ihr Essen bestellen. Die vermutlich vietnamesischen Damen hatten schon mit mir Verständigungsprobleme, wieso können diese Leute sich dann nicht wenigstens bemühen, Hochdeutsch zu sprechen, statt einfach immer lauter zu fragen, ob ihre Sch***-Flasche Pfand drauf hat?! (Außerdem starrt mir der eine mehrfach auf die Brüste statt in die Augen.)
Eine echte Berlinerin versöhnt mich dann mit der Welt, als sie zu ihren Frühlingsrollen einen Glühwein bestellt – wir erinnern uns, es sind 29 Grad, ich Trage Rock, ärmelloses Top und Ballerinas. 
Dann ist mein Bánh Mì fertig (mit mariniertem Tofu) und der Bubble Tea versiegelt (Grüner Tee mit Maracuja-Sirup und Litschi-Bobas) und ich fahre weiter zum ZOB. Ich habe noch ein paar Minuten, die ich mit FlixBus-WLAN, Bánh Mì und Bubble Tea in der Sonne sitzend verbringe. Dann kommt auch schon der Bus. Es ist ein Ersatzbus, deswegen hat er kein WLAN, nur zwei Steckdosen und der Fahrer kein Smartphone zum QR-Code checken. Er lässt also alle rein, die auf Gadget oder Papier die richtige Abfahrtszeit und einen Code vorzeigen können, ohne zu überprüfen, ob das Ticket gültig oder doppelt und gefälscht ist.
Im Bus habe ich zwei Plätze für mich alleine, lehne ich mich zurück und beobachte die Menschen in den Autos auf der Nebenspur. Dann krame ich den Roman einer Kollegin heraus, den ich mir heute von einer anderen Kollegin geliehen habe (im Austausch für den Roman einer Ex-Kollegin – ich arbeite in einem sehr publikationsstarken Umfeld, scheint mir) und beginne zu lesen.
Als im Bus-Radio zwischen Santana und Metallica die aktuelle Single von Paddy (Entschuldigung, Michael Patrick) Kelly läuft und niemand den Kopf schüttelt oder abfällige Bemerkungen macht, stelle ich mir vor, wie es wäre, wenn er diesmal nicht nur kommerziell erfolgreich wäre, sondern auch von neutralen Hörern gut gefunden würde und ob dann all die versprengten Fans von früher, die meist inkognito leben, aber bei den Konzerten der verschiedenen Kellys beharrlich jedes Venue füllen, wieder den Kopf aus der Erde stecken und uns allen nachträglich Absolution erteilt wird. Einige Kritiken zum Album lassen solche Fantasien durchaus plausibel erscheinen. (Überhaupt waren die Kellys in den 90ern ja ziemlich Punk – und Indie sowieso. Mit dem Folk-Revival der letzten Jahre und der aktuellen Langhaarmode lägen sie ja heute total im akzeptierten Mainstream-Trend. Und dass sie musikalisch was drauf haben – außer vielleicht beim Komponieren – kann ja auch keiner bestreiten, der die mal live gesehen hat. Aber ich schweife ab…)
Als der Bus ankommt, habe ich genau 100 Seiten gelesen, gar kein schlechter Schnitt, Frau Kollegin! Ich mache mich durchs nächtliche Hamburg auf den Weg zu meiner Freundin @fluegge_blog, bei der ich das Wochenende über wohnen werde. Es ist das erste Mal, dass ich mich komplett alleine durch diese Stadt bewege, bisher waren immer Ortskundige oder wenigstens ein Navi dabei. Aber ich bin ja großstadterprobt und finde schnell die richtige Bahnverbindung und ein Ticket. Aber die S-Bahn in Hamburg is ja schon ein ganz anderer Schnack als in Berlin, was?

Auf dem Weg vom Bahnhof Altona zu @fluegge_blog amüsiere ich mich über einen Dönerladen Koz Urfa und dann bin ich auch schon da. Ich bekomme ein WLAN-Passwort und ein Glas Sekt, schreibe diesen Blog-Eintrag und dann ist der Tag auch schon vorbei.

Tagebuch-5 im Mai – re:publica 15 Edition

5. Mai, wisster Bescheid, ne? Frau Brüllen fragt: WMDEDGT? Und ich sage:

Meine innere Uhr (oder das Kind unten) weckt mich eine halbe Stunde vor dem Weckerklingeln, um die Zeit, zu der der Wecker an Arbeitstagen klingeln würde. Heute ist jedoch alles anders, denn ich habe Bildungsurlaub und verbringe ihn wie letztes Jahr auf der re:publica.

Doch erstmal geht alles ganz profan los – aufstehen, ins Bad gehen, Zähne putzen, Anziehen, Katzen füttern. Zwischendurch stellt sich heraus, dass der Hase sich meine Erkältung von letzter Woche zu Herzen genommen hat und heute im Bett bleiben darf. Ich koche ihm noch einen Tee und mache einen Obstteller. Dann schmiere ich mir selbst ein paar Stullen (u.a. mit dem Bärlauch aus der Heimat – dies als Warnung an alle, die mir auf der #rp15 noch begegnen werden), packe Schreibzeug, Ladekabel und mobilen Akku ein und gehe los. Unterwegs kaufe ich noch schnell einen Smoothie für den Weg und ein paar Stangen Schokolade als Icebreaker für die Zusammentreffen mit diesen Leuten.

Kaum auf dem Gelände angekommen, treffe ich schon auf den Herrn Skizzenblog, den ich noch vom letzten Jahr kenne. Dann schaue ich mir die Eröffnung an und direkt hinten dran das Panel Say it loud! Say it clear? Refugees are welcome here?!. Danach lerne ich beim Sketchnotes für Einsteiger-Workshop die Grundlagen visueller Notizen und bekomme das Blind-Porträt signiert und geschenkt, dass mein Sitznachbar von mir zeichnete:

Meine nächste Session war Finding Inclusion in Digital Europe von Raúl Aguayo-Krauthausen und Mareice Kaiser. Dann ging es bei Juliane Leopold und Max Hoppenstedt um Neue Journalismusformate für neue Zielgruppen. Danach brauchte ich dringend eine Pause und es traf sich gut, dass mir draußen auf dem Hof die Damen Mierau und Frische Brise begegneten, die ich mit Hilfe der Schokolade in ein Gespräch verwickeln konnte. 😉 Alu von Große Köpfe und Cloudette stießen dann auch noch dazu.

Nach ein wenig Durchatmen und Sonne tanken begab ich mich dann zum Gespräch zwischen Holm Friebe und Thorsten Hübschen über Den Weg von Digitaler Bohème bis #outofoffice. Hinterher kam es in der kurzen Pause zwischen zwei Sessions bei einem veganen Paletas-Eis (Mango-Kokos) zu einem Speed-Date mit einem Timeline-Kollegen. Auf der Mainstage versuchte ich dann, dem Talk To be your own Captain in Chaos von Johanna Frelin zu folgen, bekam aber zwischendurch einen Anruf und muss ihn mir dann wohl nochmal in aller Ruhe anhören, sobald er online ist. Was ich gehört habe, klang sehr interessant.

Als nächstes standen die Machenschaften der Neonazis in den sozialen Netzwerken von Julia Schramm und Laura Piotrowski auf dem Plan. Und weil ich grad so schön am Aufregen war, passten die Hoax Kampagnen: Opium fürs Empörervolk von Deef Pirmasens und Christian Schiffer auch noch schnell in den Kopf. Danach dann aber erstmal wieder Frischluft und ein Veggie Burger in der Gesellschaft des gesamten Mierau-Clans, inklusive Kindern und Mann von Frau Mierau. Feine Familie, ich lass mich da nochmal irgendwann adoptieren, schon des Frühstücks wegen.

Zum Nachtisch gab es von Anne Schüssler noch eine Systematik des Twitter-Humors mit Ceci n´est pas un tweet. Danach war ich müde und sehnte mich nach Hase, Katzen und Bett, so dass ich mich im aufkommenden Regen auf den Weg nach Hause machte.

Schnell noch ein Telefonat mit dem Bruder geführt und diesen Blog-Eintrag getippt, dann bastele ich mir noch meinen Session-Plan für morgen zusammen und dann wird schnell tief und fest geschlafen!

Tagebuch-5 im April – Oster-Edition

Schon wieder der 5, schon wieder WMDEDGT bei Frau Brüllen. Und ich schon wieder dabei, natürlich. 🙂 Zwischen all den Osterberichten werde ich heute wohl ein wenig herausstechen, denn zum Einen verbringen wir den Ostersonntag dieses Jahr nicht mit der Familie (Karfreitag, Ostersamstag und Ostermontag hingegen schon), zum Anderen arbeite ich heute mal ganz klassisch einen Feiertagsdienst.

 

Dementsprechend klingelte der Wecker heute trotz Sonn- und Feiertag um 9 und ich schlich in die Küche, um mir dann unter lautem Gedröhn einen Smoothie zu mixen. Hinein kam, was wegmusste (Wildmangos, Bananen, Apfel, Orange), was gut tut (Ingwer, Curcuma und Matcha-Pulver) sowie was flüssig macht (Apfel-Birnen-Saft). Außerdem fütterte ich die Katzen und putzte mir die Zähne. Dann ging es auch schon an den Schreibtisch, dank tollen Wetters immerhin sonnenbeschienen und mit offener Balkontür.

Die Katzen sorgen immer wieder für putzige Unterhaltung zwischendurch. Entweder springen sie mir auf den Schoß oder direkt auf den Schreibtisch, oder sie legen sich einfach dekorativ hin und verlangen danach, fotografiert zu werden. Großraumbüro-Feeling für Zuhause, sozusagen. Als der Mann schließlich aufsteht, gibt es als zweiten Gang eine Schüssel Cornflakes mit Milch – hatten wir extra für unsere amerikanische Couchsurferin vom letzten Wochenende gekauft und der Blogpost von Leitmedium, bzw. mein Kommentar und sein Tweet dazu weckten nun meinen Appetit darauf – außerdem war das Brot verschimmelt und der Mann muss erst neues backen.

Ungefähr zur Hälfte des Arbeitstages passiert genau das, was man im Homeoffice am wenigsten will: Das Internet bricht zusammen – also, unser Anschluss daran. Nach einem hektischen Telefonat mit dem Provider („Da können Sie jetzt gar nix machen, wir melden uns, wenn’s wieder geht“) und kurzem Überlegen muss ich mich wohl oder übel doch noch anziehen (*hüstel*). Zum Glück wohnt eine liebe Freundin nur eine Straße weiter und wir haben einen Schlüssel. Ich begebe mich also in ein Zweit-Homeoffice, mit Zweitkatze, und arbeite dort weiter. Glück gehabt!
Gerade als ich zu verhungern drohe kommen Freundin und Mann mit Kuchen herein. So gibt es doch noch ein kleines bisschen österliche Festlichkeit. Danach wird aber schnell weitergearbeitet, bis ich um 18 Uhr endlich Feierabend habe.

Wir verabschieden uns und kehren in unsere Internet-lose Wohnung zurück. Für ein Stündchen (oder zwei) setze ich mich an den Rechner des Mannes, um Monkey Island 2 zu spielen. Er benutzt derweil meinen Laptop und zockt Colonization. Ich stelle fest, dass es ein Fehler war, neulich den „leichten“ Spielmodus zu wählen. Es geht viel zu schnell und viele Dinge, an die ich mich erinnere, fehlen. Muss ich wohl demnächst nochmal von vorn anfangen. Level 2 ist jedenfalls schnell durchgespielt.

Abends gibt es dann ein Gericht aus meiner Jugend: Pellkartoffeln und bunten Quark. Neben Kräutern aller Art gehören da noch hartgekochte Eier hinein und was eben so da ist – Tomate, Paprika, saure Gurken, Äpfel… Hauptsache bunt eben. In unserem Fall kommen heute Schnittlauch, Petersilie, Dill, Sauerampfer, Gurke, Tomate, Ei und Apfel hinein. Für Kartoffelportion 2 kommt Rollmops auf den Tisch, zum Nachtisch gibt es Schokohasen.

Über Pellkartoffeln können wir uns übrigens trefflich streiten. Von der Zubereitungsmethode über die erwünschte Konsistenz der zu essenden Kartoffeln bis hin zu den Dingen die dazugehören: Der Mann schwört auf den Schnellkochtopf. Die Kartoffeln haben danach so weich zu sein, dass man die mit der Gabel zerdrücken kann. Dazu gibt es eigentlich nur Kräuterquark (und zwar reicht da auch fertiger). Zumindest im letzten Punkt lässt er aber mit sich reden. 
Meine Pellkartoffeln werden hingegen normal in Wasser gekocht und sind dadurch weniger trocken. Sie sind härter, zerfallen nicht, wenn man sie mit der Gabel auf den Teller bugsiert und werden erst so richtig zerdrückbar, nachdem man die Butter, wahlweise das Leinöl, drüber getan hat. Man muss sie aber auch nicht zerdrücken, sondern kann sie auch ganz normal in Stücken essen. Außerdem gehört auf jeden Fall noch Salz dran, evtl. Pfeffer. Gekaufter Kräuterquark ist quasi ein Unding, der Quark wird frisch angerührt – egal ob jetzt mit Kräutern, Leinöl oder eben als bunter Quark. Zerdrückt werden die Kartoffeln nur, wenn es Sahnehering dazu gibt.
Wir werden da niemals auf einen Nenner kommen, fürchte ich. Vielleicht müssen wir eines der beiden Gerichte umbenennen…
Nach dem Essen folgt der Abwasch, danach geht es bei mit Monkey Island weiter – diesmal mit allen Schikanen, so wie früher.

12 von 12 im März

Es ist der 12. und fast alles, was ein_en Blog hat, zeigt heute 12 Fotos aus seinem_ihrem Alltag. Ich also auch. Die anderen Teilnehmer findet Ihr hier.
Halb 8 klingelt der Wecker. Draußen ist es zum Glück schon hell, die Vorhänge halten trotzdem erfreulich dicht.
Für Nimbin und Noosa hingegen ist der Tag schon schrecklich alt und wäre ich nicht aufgestanden, wären sie wohl elendig verhungert.
Was mir morgens hilft, gute Laune zu bekommen, sind auch fast 1,5 Jahre nach unserem Einzug die Farben – besonders der sonnen- bzw. mangogelbe Flur macht, dass es mir warm ums Herz wird.

Auf dem Weg zur Arbeit steige ich am Alex um und wundere mich derzeit jeden Morgen, wer auf die Idee gekommen ist, „Jeder kann backen!“ direkt neben einem Bäcker zu platzieren.

Beim Betreten des Bürogebäudes Empfängen mich die Diversity-Segel (heißen die so?).

Der Kollege begrüß mich mit den Worten „Na, bist Du heute im Gryffindor-Outfit unterwegs?“ (Die Bilder im Hintergrund sind seine…)

Auf in die Küche und Getränke organisiert. Es gibt derzeit den ganzen Tag über Ingwertee. In der zweiten Tasse mache ich mir wechselnde andere Tees (hier im Bild weißer Tee Vanille-Pfirsich). Und für die Zeit bis der Tee Trinktemperatur erreicht hat, gibt es Apfel- und Johannisbeer-Konzentrat mit Wasser verdünnt. Das Glas wird in Laufe des Tages noch zweimal aufgefüllt, aus den Tassen trinke ich insgesamt zwei Liter Tee. Läuft 😉

Vormittags haben wir ein kurzes Meeting – leider im deutlich unattraktivsten Besprechungsraum des Gebäudes – die anderen sind deutlich schöner!
Ein spätes Mittagessen aus Kartoffeln von gestern mit Kräuterquark, saurer Gurke, Radieschen und Tomate.
Gegen das Nachmittagstief hilft GEPA-Vollmilchschokolade mit Kardamom. So gehen die restlichen Stunden doch recht flott vorbei.

Auf dem Heimweg erstehe ich unter anderem einen Topf Koriander, mal sehen, wie lange er uns erhalten bleibt. Eigentlich sollte es heute selbstgemachte Burritos geben, dann entschieden wir uns spontan um und bestellten Pizza 😉 Dazu gibt es zum ersten Mal seit langem mal wieder eine Folge Inspektor Barnaby – auf besonderen Wunsch eines einzelnen Herren.