Der Wecker klingelt früh an diesem letzten Urlaubstag vom einen Urlaub (morgen dann erster Urlaubstag vom nächsten Urlaub, man urlaubt sich hier im Moment einiges zusammen…) Der morgendliche Reboot erfolgt komplett im Bett und dann wird es fast schon wieder ein bisschen hektisch, bis ich aus dem Haus komme. Das Frühstück ist eine Banane auf dem Weg, auf dem ich auch mit dem Liebsten telefoniere.
Morgendliches S-Bahn-Chaos ist auch wieder, aber am Ende komme ich pünktlich, wenn auch nicht trocken (Regen und Wind, es wird Herbst…) in Neukölln an und trinke mit den anderen Kursteilnehmer*innen erstmal einen Kaffee, snacke Mandeln und Apfel und dann kann der Kurs auch schon losgehen. Es wird wieder viel geredet, gedacht und mit der Hand geschrieben. Wichtigste und schwerste Aufgabe für diese Chronistin: „Versucht, NICHT den Überblick zu behalten.“

Als der Regen vorbei ist, sitzen wir auch immer wieder draußen im Hof und naschen Trauben – ich time meine Kurse hier scheinbar stets sehr günstig, das war auch letztes Jahr schon so praktisch – von der Rebe in die Hand in den Mund.

Mittags hole ich mir einen vegetarischen Gemüsedöner mit Falafel und ein Stück Pflaumenkuchen, beides sehr gut.


Während des Essens kommt eine Nachbarin vorbei und fragt nach ihrer entlaufenen Katze. Ich kann eine positive Geschichte dazu erzählen und sie aufmuntern. Wenig später ist die Katze tatsächlich gefunden, eine Runde gute Laune für alle!
Nach Kursende für heute fahre ich mit zwei U-Bahnen nach Kreuzberg, laufe rüber nach Mitte und statte der Wohnung der Eltern einen Besuch ab. Auf dem Balkon gibt’s noch ein Eis – das muss ja auch irgendwann weg – und ein Liebstentelefonat. Auf dem Heimweg dann noch schnelle Einkäufe, bevor ich schon wieder platschnass werde.
Zuhause wartet ein Paket auf mich, bzw. eigentlich bei den Nachbarn, die aber nicht da sind. Hmpf. Gut, dass ich Urlaub habe und es erst in zwei Wochen brauche. Dafür kümmere ich mich um andere Post. Und ums Abendbrot. Es gibt Zuckermais, Pellkartoffeln, Tomaten und Rostbratwürstchen aus dem Speisefön mit Curry-Ketchup.

Nach dem Essen bastele ich aus weiteren Kartoffeln einen Salat für morgen, dann mache ich noch Hausaufgaben – morgen komme ich später, ich muss also vorarbeiten.
Gegen 10 geht es dann in die Badewanne. Ich lese endlich Mein Opa, der Widerstand gegen die Nazis und ich aus, so richtig mit einmal heißes Wasser auffüllen. Dann noch Haare waschen usw. und ab ins Bett, da ist es dann schon Mitternacht. Ich fange trotzdem noch ein neues Buch an, schaffe aber nur ein paar Seiten, bis mir die Augen zu fallen.