26.10.2026 – Montag

Nach diesem Wochenende fühlt sich ein Montag noch ein bisschen schwerer an. Der Anfang geht noch, der ist eingeübt. Mehrfach nachts mit der überkuscheligen Katze schimpfen, vor dem Weckerklingeln endgültig aufgeben, morgendlicher Reboot, irgendwann aufstehen, Frühstück machen und an den Schreibtisch.

Maple Sirup Latte, Pumpkin-Spice-Latte-Müsli mit reifer Birne und Schwarzkirschkompott

Am Schreibtisch muss ich dann erstmal ganz hart in mich gehen, überliegen, wie ich heiße, was ich arbeite und was diese ganzen Tools eigentlich machen, die da auf dem Laptop sind. Dann geht es aber auch bald wieder und ich mache mich an Nachbereitung der Dienstreise, Strukturierung der Woche und Vorbereitung anstehender Themen, mit schöner Musik auf den Ohren.

Mittags gehe ich raus, Sonnenlicht einfangen und ein paar Besorgungen machen. Der Drogeriemarkt hat zum Glück auch eine neue Teekanne für mich, die andere war neulich zu Bruch gegangen. Im Supermarkt bekomme ich unverhofft Katzengras, so dass ich mir einen zusätzlichen Weg spare. Nur der Vanillesirup steht immer noch untätig auf dem Einkaufszettel, da muss ich demnächst nochmal zum Getränkespezialisten, damit ich mir richtigen London Fog machen kann jetzt im Herbst.

Während ich mir Mittagsstullen schmiere ruft der Liebste an und hat die schon seit Tagen erwartete traurige Nachricht bekommen. Danach arbeitet es sich nochmal etwas langsamer und nachdenklicher.

Vielleicht letzte gute Trauben der Saison, lila Karotte, Brot mit Avocado-Kichererbsenaufstrich, Brot mit Butter und veganem Pastrami

Am Nachmittag außerdem zweimal berufliche Beschäftigung mit trans Themen – einmal schön, einmal nicht so schön – ein spontaner Call mit einem Kollegen in Frankfurt und eine spontane Verabredung für später in der Woche mit einer Kollegin in Berlin. Dann irgendwann pünktlicher Feierabend und Nach-München-Reboot der Wohnung.

Koffer auspacken, Wäsche waschen, Katzenklo reinigen, Katzenbrunnen reinigen, Katzennnäpfe reinigen, Aufräumen, Spa-Räucherstäbchen entzünden.

Zum Abendbrot koche ich mir eine Variante vom kaltmamsellschen Süßkartoffel-Mac-n-Cheese mit Süßkartoffel, Zwiebel, Mehlschwitze, Salz, Pfeffer, Thymian, Mezze Rigatoni und eingerührtem geriebenen Mozzarella. Nicht überbacken, weil der Backofen seit langem unbenutzbar auf Reinigung wartet (nicht durch mich). Schmeckt aber auch so sehr gut.

Die Hälfte esse ich gleich, die andere Hälfte nehme ich morgen mit ins Büro. Zum Essen gibt es den Rest von Nobody Wants This (Ich finde diese Staffel tatsächlich besser als die zweite), danach Badewanne mit Bücherpodcast. Hinterher wäre dann eigentlich noch Lesezeit, aber bei einer letzten Runde durchs Internet stoße ich auf Som Doma, eine Doku über queeres Leben in der sorbischen Niederlausitz und dann gucke ich eben die zum Einschlafen. Das dritte trans Thema heute, das fügt sich doch gut. Und schön, dass es mal nicht nur um Trachten und Bräuche geht (aber auch), sondern auch um Politisches und Jugendkultur.