Es ist der 5. und wie jeden Monat ruft Frau Brüllen zum Tagebuchbloggen auf. Die anderen Beiträge zu “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” findet Ihr hier.
Unspektakuläre Nacht mit wieder sechs Stunden Schlaf am Stück, keine Unterbrechung, so lässt es sich aushalten. Morgens im Bett Katzenkuscheln, Internet leer lesen, Bloggen, Französisch, Italienisch, Midi, Mini, Wordle, Connections, Strands, Past Puzzle, Ciddle, Clues by Sam… Spelling Bee gibts erst später, es ist noch zu früh am Tag.
Dann aufstehen, Hoodie drüber, Katze füttern, Tee kochen (heute Schwarztee mit Yuzu), Müsli zubereiten (Pumpkin Spice Latte mit Joghurt und der letzten Crowdfarming-Mango der Saison) und dann sitze ich schon halb 9 am Schreibtisch.

Ein Meeting ist für den Tag angesetzt, drei weitere passieren spontan über den Tag verteilt. Dazwischen diverser Kleinkram. Luftlöcher nutze ich, um mich fertig anzuziehen und schon mal den Koffer vom Schrank zu holen, letzte Wäsche zu waschen und Klamotten in den Koffer zu werfen.

In der Mittagspause gehe ich zur Post und in den Drogeriemarkt und dann gibt es den Rest Kartoffelsalat von gestern mit Cocktailwürstchen auf dem Balkon.

Zum Feierabend verstaue ich dann auch die Technik schon in der neuen davor vorgesehenen Tasche, bringe einen Brief zum Briefkasten und fahre dann mit Straßenbahn und U-Bahn nach Mitte, bei den Ellis nach Post und Pflanzen gucken.
Danach hole ich den Liebsten an der Bushaltestelle ab und wir spazieren gemeinsam hinüber zum ehemals geheimen Laoten und haben ein gutes, frühes Abendessen zusammen. Ich bestelle mir Dumplings mit Süßkartoffelfüllung, laotisches Curry und Glasnudelsalat, dazu Aloe-Vera-Tee. Leider entscheidet der Kellner für mich: Da ich bei den Dumplings die vegetarische Variante genommen habe, bekomme ich Curry und Salat mit dem gleichen, relativ geschmacksneutralem, Tofu statt mit dem hier sonst herrlich gewürzten Hähnchen bzw. Rinderhackfleisch.

Nach dem Essen läuft der Liebste zum Bus und ich zur S-Bahn. Den Rest des Abends verbringe ich damit, endlich das Buch auszulesen, das ich schon seit Wochen mit mir herumschleppe. Obwohl die Ursprungsgeschichte faszinierend ist und der historische Hintergrund mit der Eroberung des Kirchenstaat Roms durch das Königreich Italien wirklich interessant ist, sind Erzählweise und Sprache leider enttäuschend bis schmonzettig, keine Leseempfehlung hier.
Auf den letzten Seiten fallen mir immer wieder die Augen zu, also geht es danach direkt ins Bett, kurz vor halb 11 ist das Licht aus, der Wecker auf noch früher als sonst gestellt.