Mehr

Es ist zwar etwas klischeebehaftet, sich gerade zu dieser Jahreszeit neue Dinge vorzunehmen, aber ich möchte jetzt ja auch nicht extra abwarten, bis die Vorsatz-Saison vorbei ist. Außerdem bin ich immernoch krank (22 days and counting) und habe dadurch Muße zu reflektieren, was in meinem Leben gut ist und was noch besser werden könnte. Dass nichts an meinem Leben schlecht ist, ist ja auch schonmal eine schöne Erkenntnis. Ich nehme mir also vor, in Zukunft noch mehr von den Dingen zu tun, die mir gut tun und mein Leben bereichern:

Mehr gutes Essen

Ich habe in den letzten Tagen zweimal Brot gebacken, im Bioladen Brühe und gutes Olivenöl gekauft, mich an der Käsetheke mit leckerem Käse ausgestattet und mir bei der Zubereitung meiner Nahrung große Mühe gegeben – von der einfachen Stulle über den Obstsalat bis zum Rührei mit Tofubratwürsten und angebratenen Tomaten zum Neujahrsbrunch. Gerade sitze ich über meinen _beiden_ Mango-Kochbüchern und überlege, was ich morgen Abend koche, wenn meine ehemalige Mitbewohnerin M., die in Georgia lebt und die ich daher nur etwa ein Mal im Jahr sehe, zu Besuch kommt. Ab nächster Woche möchte ich auch wieder eine Biokiste haben. Ich liebe gutes Essen, ich koche und backe unheimlich gerne und ich mag es, mit Menschen gemeinsam Mahlzeiten zu zelebrieren. Daher: Mehr gutes Essen. (Und ab und zu dabei den Fernseher auslassen…)

Mehr dokumentieren

Wenn ich in anderen Blogs Zusammenfassungen dessen sehe, was die Betreiber in einem bestimmten  Zeitabschnitt gelesen haben oder welche Filme und Serien sie gesehen haben, werde ich immer ein wenig neidisch. Dabei liegt es ja einzig und allein an mir, mir diese Dinge aufzuschreiben. Ebenso geht es mir zum Beispiel mit den Namen von Käsesorten, mit den Dingen, die ich gekocht und in Restaurants gegessen habe, mit Serien, Büchern, Bands, Filmen, Comics, Apps, etc., die ich beim Surfen im Netz entdecke oder von Freunden empfohlen bekommen habe. Oder mit Läden, Restaurants und Markständen, die mir unterwegs so auffallen. All das möchte ich mir ab jetzt irgendwo gesammelt und gut strukturiert notieren und gegebenenfalls auch verbloggen. (Bonus-Aufgabe: eine Datenbank meiner Bücher, Filme und Alben erstellen und pflegen, am besten auch online, so dass ich nicht mehr vor den DVD-Angeboten stehe und überlege, ob ich diesen Film nicht schon letztes Jahr gekauft habe.)

Mehr Kontaktpflege mit Nicht-Kollegen

Da ich in einer Firma mit durchschnittlich sehr junger Belegschaft arbeite – meine jüngste Kollegin ist noch keine 20, der Großteil ist zwischen Mitte 20 und Mitte 30 – vermischen sich Kollegen und Freundeskreis zu einer großen Masse. Das wird natürlich noch dadurch verstärkt, dass ich viele meiner Freunde mit ins Boot geholt habe, dass der Mann auch dort arbeitet und seine Kollegen mit in die Waagschale wirft und dass ich mit sehr vielen meiner Kollegen auch bei Facebook befreundet bin. Und natürlich sind auch viele meiner Kollegen großartige Menschen, mit denen ich gerne meine Freizeit verbringe. Dummerweise führt das aber auch dazu, dass in den Gesprächen die Arbeit nie ganz außen vor bleibt und dass man sich leichter mal breitschlagen lässt, den Kollegenfreunden auch nach Feierabend, am Wochenende oder vom Krankenbett aus für Fragen zur Verfügung zu stehen. Nicht zuletzt führt es leider auch dazu, dass sich meine anderen Freunde in gemischten Runden manchmal ausgeschlossen fühlen oder ich den regelmäßigen Kontakt zu ihnen vernachlässige – ganz einfach, weil es mir nicht auffällt, da ich ja den ganzen Tag über von Freunden umgeben bin. Daher: Öfter und aktiver mit Freunden fernab vom Arbeitsumfeld treffen.

Mehr bloggen

Das trendet ja gerade sowieso. Ich merke auch immer wieder, dass es mir fehlt. Nur fehlt mir meist auch der Stoff. Aber wenn das mit den anderen Mehrs funktioniert, sollte es ja jetzt an Stoff auch nicht mehr mangeln. Im Notfall muss ich mir eine Nicht-gebloggt-Kasse einrichten, wie die Menschen von Iron Blogger Berlin. Nur gäbe es bei mir statt Bier wahrscheinlich Käse.

PS: Apropos Käse und Dokumentation – Zum Frühstück gab es Ziegengouda, Président Le Saint Morgon, Gudbrandsdalen, einen Cranberry-Käse, Cheddar und meinen neusten Favoriten, mit Dank an @fabievesper vom fabieblog, die ihn bei ihrem letzten Besuch gekauft hat, Morbier.

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