Ein langer Abend und 1000 Fragen

Der Abend heute wird etwas länger werden, deshalb bleibt wohl keine Zeit für einen schönen Text über Piraten am Arbeitsplatz und konspirative musikalische Ereignisse. Stattdessen haue ich einfach die nächsten zehn der 1000 Fragen an mich selbst raus und vertage eine etwaige Berichterstattung auf morgen.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

41. Trennst du deinen Müll?

Ich wollte gerade „nicht sklavisch“ schreiben, weiß aber aus vergangenen Auslandserfahrungen, das schon das halbherzige Mülltrennen in Deutschland recht sklavisch wirken kann. Grundsätzlich trenne ich Müll, aber spüle keine Joghurtbecher aus und trenne nicht jedes Stück Verpackung in seine einzelnen Bestandteile auf. Der Teebeutel landet vollständig im Bio-Müll, der Milchkarton in der gelben Tonne, die Flasche mit Etikett im Altglas und der Briefumschlag trotz Fenster im Papiermüll. Dafür versuche ich aber, daran zu denken, dass Kassenbons in den Restmüll gehören.

 

42. Warst du gut in der Schule?

Am Anfang sehr gut, dann viele Jahre lang gut, dann kurz mehr so mittelgut und am Ende wieder ziemlich gut. Der Wechsel aufs Gymnasium und die heiße Phase der Pubertät hinterließen jeweils ihre Spuren, kurz vorm Abi habe ich dann nochmal angezogen und kam am Ende mit einer 2,1 da raus.

 

43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche?

Normalerweise kürzer als ein herkömmlicher Popsong – der Hase ist immer völlig von den Socken, wie schnell das geht. Wenn ich Haare waschen muss oder sonstige Dinge zu erledigen habe, kann es auch mal etwas länger dauern (aber maximal 5 Minuten). Für alles Längere gibt es die Badewanne, das liegt mir mehr. (Pun intended)

 

44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt?

Leben bestimmt. Wie weit dieses entwickelt ist, wage ich nicht zu spekulieren. Und selbst wenn es irgendwo weit entwickeltes und bewusstes Leben gibt, halte ich die Wahrscheinlichkeit für sehr gering, das wir ihm begegnen werden. Weil ist ja groß, das Draußen.

 

45. Um wie viel Uhr stehst du in der Regel auf?

Während der Woche um 8, am Wochenende stark schwankend, aber sicher nicht vor 9.

 

46. Feierst du immer deinen Geburtstag?

Aber sowas von! Der wichtigste und schönste und außerdem längste Tag des Jahres! (Und Sommeranfang ist außerdem.) Eigentlich halte ich es gerne mit Lorelai Gilmore und Nilz Bokelberg und feiere meine Geburtstagswoche!

 

47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook?

Der Tab ist eigentlich immer offen, was aber nicht heißt, dass ich da ständig aktiv bin. Nur, dass es schwer zu quantifizieren ist. Unterwegs hängt es vom Grad meiner Langeweile und der Frequenz meiner Notifications ab. Auf meinem Handy waren es laut Bildschirmzeit-Bericht letzte Woche 2 Stunden 40 min, verteilt auf 7 Tage.

 

48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten?

Im Moment ist es das Wohnzimmer, da stehen meine Lieblingscouch, der Esstisch, das Klavier, der Fernseher… Und man kann durchs große Fenster auf den Balkon und nach draußen gucken. Eigentlich soll die Bibliothek mal der Lieblingsraum werden (Bücherwände! Sessel! Schaukelstuhl! Noch ein Sofa!), aber die ist gerade noch mehr Rumpelkammer als alles andere…
49. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt?

Heute morgen beide Katzen.
50. Was kannst du richtig gut?

Mir wird öfters unterstellt, ich könne gut schreiben bzw. Dinge formulieren (und dann auch noch mit „so unglaublich viel Fingerspitzengefühl“!). Da ich mich aber – wie wohl alle – immer mit denen vergleiche, die es besser können, traue ich dieser Art Komplimenten nicht immer. Mein Englisch ist auch ganz in Ordnung, mein Italienisch reicht für Gespräche über das Essen und das mit der Tomatensauce habe ich inzwischen auch einigermaßen raus 😉 (Der Hase findet auch, ich könnte unglaublich gut still liegen und mich nicht bewegen, deswegen schlafen die Katzen so gerne auf mir.)

#12v12 im Februar – Badewanne, Bett, Büro & Burtstag

Es ist der 12. und halb Blogdeutschland dokumentiert seinen Alltag wieder in zwölf Bildern. Meine zwölf findet Ihr hier, die anderen gibt es hier.

 

  1. Die Nacht endet jäh gegen dreiviertel 4. Man könnte Noosa eine Mitschuld geben, da wir diese Nacht ja im Familienbett geschlafen haben und sie mir die ganze Nacht über nicht von der Seite wich (aber durchaus mal meine Seite wechselte – rechts, links, oben, unten, drauf), aber es waren eher körperliche Beschwerden. Die führten dann auch dazu, dass ich nicht wieder einschlafen konnte und gegen 5 aufgab, mir eine große Kanne Tee kochte und mich damit in die Badewanne verzog. Als der Hase aufstand, war die Kanne leer. Ich stieg aus der Wanne aus, machte mir eine zweite Kanne und trank die dann noch gemütlich im Bett.

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2. Mit fast 3 Litern Tee im Bauch konnte ich dann aufstehen und wie gewohnt meinem Tag nachgehen. Zur Sicherheit gabs trotzdem unterwegs und im Büro weiter Tee.

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3. Zum Frühstück im Büro nahm ich mir wie aktuell täglich Obst vom Buffet mit.

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4. Dazu kam ein überraschendes Stück Quarkkuchen, dass ein Kollege mitbrachte. Dabei werteten wir unsere Team-Fotos von vorletzter Woche aus.

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5. Mittags trifft sich die nach Urlaub und Krankheit wieder vollständige Mittagsclique in der sonnendurchfluteten Lounge.

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6. Wegen Anlass hatte ich heute Rotwein dabei. Interessanterweise wurde das von niemandem kommentiert.

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7. Irgendwann am Nachmittag legte sich nachvollziehbarer Weise eine bleierne Müdigkeit über mich. Zum Glück machte ein lieber Kollege eine Runde salziges Popcorn. Damit schaffte ich es bis zum Feierabend.

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8. Auf dem Weg noch schnell Geburtstagsblumen für Mama besorgt.

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9. Die sehen in ihrer neuen Umgebung ganz schön gut aus!

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10. Ich platzte mitten in die Essensvorbereitung für die Feier und wurde direkt mit der Guacamole betraut.

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11. Beim Salat zupfen läuft im Hintergrund Rage Against The Machine – Killing In The Name Of.

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12. Das Buffet ist eröffnet!

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Ein müder Tag und 1000 Fragen

Heute ist ein müder Tag. Ein sehr müder Tag. Obwohl ich um 10 im Bett lag und trotz Tolstoi-Hörbuch (Familienglück) war ich auch um 1 noch wach und wieder wach dann gegen 6. Keine Ahnung wieso, Vollmond war jedenfalls nicht. Allerdings hatte das den Vorteil, dass ich ohne Hetzen schon halb 9 im Büro war und dann ganz easy um 5 Feierabend machen konnte. Auf dem Heimweg habe ich noch schnell zwei Jacken aus der Schneiderei geholt (jetzt habe ich wieder eine heile Winterjacke!). Und dann war ich trotzdem schon deutlich vor 6 zuhause. Da der Hase da noch lange nicht Feierabend machen konnte, fiel mir die Aufgabe zu, Staub zu saugen. Ich hasse es so sehr (80qm, 7 Räume, jede Menge Winkel, Katzenhaare, Katzenstreu, 1000 Sachen auf dem Boden, die zur Seite oder hochgenommen werden müssen…). Eigentlich ist das Staubsaugen zum Glück selbstgewählte Hasenaufgabe, aber was will man machen, wenn die Brotarbeit ruft.

Zur Belohnung gibt es für uns beide dann heute Essen von auswärts, den nächsten Oscar-Film und ganz viel Katzenkuscheln heute Nacht. Normalerweise schlafen die Miezen ja in dem Teil der Wohnung, in dem wir nicht schlafen, aber zu besonderen Anlässen schlagen wir auch mal das „Familienbett“ im Wohnzimmer auf und da dürfen sie dann durchaus mit rein und freuen sich jedes Mal sehr (und ich mich auch). Nimbin schlüpft so gern mit unter die Decke und nichts bringt mich zuverlässiger zum Einschlafen als Noosa, die sich neben mein Gesicht kuschelt und schnurrt wie zehn Sägewerke. Apropos Noosa – heute vor 6 Jahren waren wir in Noosa, sagt Facebook. Neben Nimbin war das für uns einer der schönsten Orte in Australien.

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Ansonsten habe ich heute aber müdigkeitsbedingt nicht viel zu erzählen, deswegen gehts direkt weiter mit den nächsten 10 der 1000 Fragen an mich selbst.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Zuletzt IN einem Buch gelesen habe ich in Matthias Dettmann (Hrsg.): Rostock. Mein Arkadien, heute in der Mittagspause. Das letzte ausgelesene Buch war Anne Stern: Das Glück ist ein flüchtiger Vogel.

 

32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?

a. Aus Faulheit. Ich habe mir zuletzt vor etwa 4 Jahren die Haare schneiden lassen (und auch da nur die Spitzen). One less thing to think about.

b. Weils gut aussieht – wenn die Haare frisch gewaschen und einigermaßen gekämmt sind, kann man die offen tragen und das gefällt nicht nur mir immer sehr gut.

c. Weil die langen Haare alles mögliche kaschieren.

 

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?

In einem ganz wahrhaftigen Sinne sicher nicht, ich könnte schon ohne überleben, wenn ich müsste. Solange ich es aber in der Nähe und unter Strom habe: Ja, sehr.

 

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?

Das schwankt im Laufe eines Monats ganz schön. Grad auf jeden Fall genug.

 

35. In welchen Laden gehst du gern?

In den italienischen Supermarkt an der Greifswalder, in Asiamärkte und andere kulinarische Spezialitätenläden und natürlich in Buchhandlungen. Alles andere hat über die Jahre irgendwie seinen Reiz verloren.

 

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

Auf jeden Fall kein Langweiliges. Außer ich bin irgendwo auf dem Land und es gibt nur Apfelschorle oder KiBa oder so. Ansonsten suche ich mir gerne etwas aus, was ich woanders nicht bekomme – hausgemachte Limonaden oder Eistees, besondere Teesorten oder Säfte… Und in Kneipen natürlich auch gerne mal Craft Beer oder Cocktails. Wein eher zum Essen.  Und generell achte ich auswärts meist darauf, dass ich viel Flüssigkeit für mein Geld bekomme. Kurze sind also eher selten und auch bei Cocktails bevorzuge ich die in den großen Gläsern.

 

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?

Wenn ich mich (körperlich und mit den Menschen um mich herum) wohlfühle, bleibe ich meist bis zum Schluss. Also nein, nicht wirklich.

 

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?

Wenn ich spontan Geld verdienen müsste, vermutlich als Übersetzerin, Texterin, Lektorin. Auch wenn man da viel Akquise betreiben muss, um über die Runden zu kommen. Das kann ich halt am Besten. Ansonsten spielen der Hase und ich ab und zu mal mit Ideen, wie man sich ein Leben in schönen Gegenden finanzieren könnte. Das hat dann meist was mit Gästen, Essen und Lebensgefühl zu tun.

 

39. Willst du immer gewinnen?

Nee, dafür tu ich das zu selten, das wäre ernüchternd. Einen gewissen Ehrgeiz entwickle ich beim Tischtennis oder bei Spielen, die was mit Wissen und/oder Worten zu tun haben. Tabu, Cranium, Cards Against Humanity… Da bin ich vorne mit dabei.

 

40. Gehst du in die Kirche? 

Ich habe mit 22 in Toronto zum ersten Mal eine Kirche während eines Gottesdienstes betreten. Und zwar um mir meine Weltoffenheit zu beweisen und weil ich neugierig war. Seitdem war ich – wenn ich richtig zähle – auf drei Taufen, drei Beerdigungen und zwei Hochzeiten in der Kirche. Und zwei oder dreimal zu Weihnachten mit der Hasenfamilie. Ich denke ich kann reinen Herzens behaupten: Nein.

6 Monate und 1000 Fragen

Auch der heutige Tag war für mich noch sehr Couch-lastig, aber das sind Sonntage ja fast immer – das Krankheitsgefühl von gestern ist jedenfalls schon wieder deutlich weniger geworden.

Highlight des Tages war der Besuch einer lieben Freundin und ihres 6 Monate alten Babys. Es gab ein spätes Mittagessen aus Pasta mit Pilzen und Tomatensauce und später leckeren Kaffee und Kuchen aus dem Stammcafé, was der Hase dankenswerterweise für uns alle holte. Ansonsten wurde viel erzählt und Baby bespaßt. Die Katzen blieben relativ gelassen ob des kleinen Besuchers und auch das Baby selbst ließ sich von ihnen nicht besonders beeindrucken. Ansonsten wurde aber alles mögliche bequietscht, befühlt und besabbert – wie sich das gehört. Bevor das Baby uns zum nächsten Mal besucht, werden wir die Wohnung wohl krabbelsicher machen müssen.

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Auf Twitter machte nochmal ein alter Text von mir zu Bautzen die Runde (inkl. Erfahrungsbericht einer in den 80ern und 90ern vom Rassismus in der Stadt Betroffenen) und meine Tante schickte ein schönes hippieesques (und wohl nicht von mir zu veröffentlichendes) Foto von meinem Onkel, das sie beim Digitalisieren alter Schätze gefunden hatte.

Ansonsten war aber heute wie gesagt nicht viel los, deswegen haue ich mal die nächsten zehn der 1000 Fragen an mich selbst in die Runde.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Bei den allermeisten Leuten nicht besonders, das habe ich mir über die Jahre abtrainiert. Bei einigen wenigen allerdings schon und dann meist sogar besonders doll.

 

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Darüber habe ich noch nie so genau nachgedacht. Der frühe Morgen ist es definitiv nicht. Am Produktivsten bin ich wahrscheinlich am späten Vormittag und frühen Nachmittag (sofern ich nicht zu viel zum Mittag gegessen habe), aber das ist ja nicht die Frage. Abende und Nächte können natürlich auch sehr super sein und mittags gibts meist was Leckeres zu essen (also während der Woche). Es ist schwierig. An freien Tagen sind es glaube ich die Nachmittage, an Arbeitstagen die Abende?

 

23. Kannst du gut kochen?

Kommt immer auf die Vergleichsgruppe an. Ich koche gerne und experimentiere auch gerne und meistens schmeckt es auch ziemlich gut.

 

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?

In jeder Hinsicht der Sommer. Es gab doch mal diese Einteilung in Jahreszeitentypen, was Kleidung angeht, da war ich sehr eindeutig ein Sommertyp. Der Sommer ist aber auch meine absolute Lieblingsjahreszeit (Licht, Wärme, ein langsameres Tempo, reifes aromatisches Obst und Gemüse, lange Abende, Leichtigkeit…) und könnte für mich auch immer ewig dauern. Insofern war der letztes Jahr schon ganz schön gut, auch wenn ich leider viel davon aus Gründen verpasst habe.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?

Ich mache nie nichts. Selbst wenn ich den ganzen Tag nur rumliege konsumiere ich Medien aller Art.

26. Warst du ein glückliches Kind?

Im Großen und Ganzen ja. Ich komme aus einem heilen Elternhaus, bin im Grünen aufgewachsen, meine Bedürfnisse wurden immer befriedigt und ich hatte viel Freiheit in meiner Freizeitgestaltung – egal ob ich jetzt im Wald rumstreunern, lesen oder fernsehen wollte. Nur ein bisschen ab vom Schuss war es, so dass ich sozial oft auf die Fahrdienste meiner Eltern oder eben auf die Kinder in der Umgebung angewiesen war, die dann irgendwann nicht mehr so ganz zu mir passten. In der Schule war ich auch immer eher Außenseiterin, was zu Trotzreaktionen führte, die bis heute anhalten. Etwa, dass ich mich eigentlich nie verstelle, dass ich gerne ganz bewusst etwas anders bin, dass mir egal ist, was Andere über mich denken (s. o.), dass ich mich so manchen Schönheitsidealen und Konventionen verweigere… Und ich habe oft das Gefühl, nicht wirklich dazu zugehören bzw. die Angst, etwas zu verpassen oder ausgeschlossen zu werden. Hat auch nicht nur Vorteile, kann ich Euch sagen. Besser wurde das übrigens so mit 15-16, da habe ich die anderen Außenseiter*innen gefunden, mit denen ich gemeinsam anders sein konnte und mit denen ich auch heute noch größtenteils eng befreundet bin. Im Nachhinein betrachtet also eine ganz schöne Klischeekindheit 😉

 

27. Kaufst du oft Blumen?

Nein. Etwa 2-3 mal im Jahr als Geschenk für jemanden und etwa 2-3 mal im Jahrzehnt für mich selbst, würde ich sagen.

28. Welchen Traum hast du?

Die kommen und gehen. Begraben ist unter anderem der, auf einem Segelschiff zu leben und damit um die Welt zu reisen. Aktuell gibt es ein paar Ansätze für einen Traum, aber keinen konkreten, den ich unbedingt umsetzen möchte.

29. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

Erst etwa 6 Wochen in einer Wohnung hier um die Ecke, dann etwa 19 Jahre in einem Haus in der Nähe von Bautzen, dann etwas über 2 Jahre in einer Wohnung in der KTV in Rostock, etwas über ein Jahr in einer anderen Wohnung in der KTV in Rostock (unterbrochen von knapp 3 Monate in einem Keller-Apartment in Toronto), dann etwas über 2 Jahre in einer Wohnung im Bahnhofsviertel in Rostock, dann etwas über 5 Jahre in einer Wohnung in Mitte und jetzt seit etwas über 5 Jahren in dieser Wohnung im Prenzlauer Berg. Macht inkl. Haus und Keller-Apartment 8.

30. Welches Laster hast du?

Definiere Laster 😉 Am meisten Suchtpotenzial haben in meinem Leben die sozialen Medien und Serien. Außerdem bin ich sehr neugierig. Die Kombination von Neugier und sozialen Medien ist vielleicht tatsächlich ein Laster 😉

Was mich krank auf der Couch so bewegte

Die Erkältung ist immer noch merkwürdig, und ganz schön arbeitgeberfreundlich, denn ein wenig schlimmer wurde sie erst heute, am Wochenende. Wobei schlimm auch relativ ist: Weder ist meine Nase die ganze Zeit zu, noch läuft sie ständig. Dafür tun mir der Kopf und die Nebenhöhlen weh – obwohl ich frei und mit geschlossenem Mund atmen kann. Ein wenig Halsweh und Husten dazu – alles nicht tragisch eigentlich – und insgesamt fühle ich mich trotzdem irgendwie krank. Deswegen habe ich auch heute beschlossen, einfach mal liegen zu bleiben, Tee zu trinken und es ruhig angehen zu lassen.

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So hatte ich viel Zeit, das Internet leer zu lesen und mir auch ein paar Videos anzusehen, die in der letzten Zeit aufgelaufen sind. Darunter auch das des gestern in Bautzen gelaufenen Gesprächsforums „Zurück zur Sachlichkeit“. Die Süddeutsche fasst das Geschehen in einem Artikel ganz gut zusammen. Wer sich selbst ein Bild machen und die komplette zweistündige Veranstaltung sehen will, kann das hier tun. Gerade die erste Hälfte ist beschämend und zeigt ganz genau, warum Bautzen inzwischen einen eindeutigen Ruf als Stadt mit Naziproblem hat. Nicht etwa, weil Menschen wie Annalena Schmidt auf rassistische Vorfälle und die tiefer Verwurzelung rechter Strukturen in der Stadt hinweisen, sondern aufgrund der Reaktion darauf: Wer auf Missstände hinweist, wird niedergebrüllt und persönlich angegriffen, anstatt dass auf die Probleme eingegangen wird. Den Mahnern wird vorgeworfen, die Stadt zu diffamieren, anstatt dass man sich eindeutig gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit positioniert und der Welt beweist, dass in Bautzen auch weltoffene Menschen leben. Für mich war das Video auch deswegen aufwühlend, weil ich einige der Redner kenne – und zwar auf beiden „Seiten“. Einer von ihnen ist der Vater eines guten Freundes aus Schulzeiten – das macht mich immer noch fertig. Mehr über dieses ganze Bautzen-Ding habe ich vor 2,5 Jahren schon mal aufgeschrieben…

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Der Hase war heute auch ein wenig politisch unterwegs, wenn auch auf einer völlig anderen Ebene. Sein Berliner Lieblingsfußballverein, Tennis Borussia (ehemaliger Vereinspräsident: Hans Rosenthal), erlebt derzeit eine Krise. Auf der letzten Vereinssitzung kam es zu einer Art „feindlichen Übernahme“ des Vereinsvorstands durch den Hauptsponsor. Dieser hat viel Geld in den Verein gesteckt und möchte ihn nun so schnell wie möglich zum Aufstieg bringen. Solche Ambitionen gab es in der Vereinsgeschichte schon öfter, meist endeten sie in einem Debakel und Ab- statt Aufstieg. Deswegen sind die Fans des sich offen gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie positionierenden Oberligavereins verständlicherweise besorgt um ihren Verein und machen ihrem Unmut öffentlich Luft. Sie schalteten eine Anzeige in der Fußballwoche und boten sich anderen Fans als erfahrenes Publikum an. Natürlich meldeten viele Vereine solidarisch ihr Interesse an und so ging der Hase heute mit einem Freund und rund 200 anderen TeBe-Fans zum Kreisliga-A-Verein Blau-Weiß Friedrichshain auf das Dach von Metro am Ostbahnhof und feuerten mit eigens erdichteten Fan-Gesängen die „Rooftop Boys“ gegen SF Charlottenburg-Wilmersdorf II an. Wer den Hasen kennt, erkennt ihn in diesem Video. Zahlreiche Berliner Medien berichteten außerdem.

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Das für mich Beste am Ausflug des Hasen war, dass er mit einer Packung Donuts zurückkam, die wir im Laufe des Tages ganz geschwisterlich fifty-fifty miteinander teilten. Außerdem gab es heute noch Smashed Potatoes zu essen, nachdem mich ein Instagram-Post von Nadia gestern inspiriert hatte.

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Bester Dialog heute:

Ich: „Ich habe übrigens die Leberwurst angebrochen.“

Der Hase: „Iiiih, wieso machst Du denn sowas? Wenn Du sie nicht magst, musst Du sie ja nicht essen!“

Ich wusste, dass er so reagieren würde, kaum hatte ich meinen Satz ausgesprochen. Und ich musste schon in freudiger Erwartung kichern. Soviel darüber, worüber ich richtig laut lachen kann

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Ein weiteres Highlight des Tages war, dass ich ein exklusives Video vom vorgestrigen Konzert von We Are Scientists in Rostock zugespielt bekam. Und zwar von meinem Lieblingslied der Band, die ich vor 12 Jahren einmal interviewen durfte. Damit ich keine Urheberrechtsprobleme bekomme, entlasse ich Euch aber mit dem offiziellen Video-Clip und hoffentlich einem Ohrwurm. Nobody Move, Nobody Get Hurt ist ja auch ein schönes Motto für so einen Kranktag. In diesem Sinne:

Und der Freitag so?

Es ist echt unglaublich, wie schnell die Wochen immer vorbeifliegen. Jetzt ist schon wieder Freitag, Wochenende. Vermutlich sollte ich dankbar sein, dass ich das so empfinde. Andere Leute kämpfen sich ja in zähen Jobs gerne mal von Wochenende zu Wochenende, ich hingegen bin meist auch immer ein wenig traurig, dass die fünf Tage schon wieder vorbei sind. OK, ich möchte keinen falschen Eindruck erwecken: Natürlich freue auch ich mich auf zwei Tage weitgehend selbstbestimmter Zeiteinteilung! Aber ich hab meistens so viel Spaß in meinem Job, dass er mir gar nicht so sehr wie eine von außen auferlegte Einschränkung vorkommt. Und meistens wache ich auch vor dem Weckerklingeln auf, so dass mir auch das Ausschlafen (im Moment zumindest) nicht wirklich fehlt.

Der heutige Freitag war ein relativ entspannter, obwohl ich schon die dritte neue Aufgabe diese Woche übernommen habe. Das hat für ca. 10 Minuten Nervenflattern gesorgt, als ICH einen fremden Menschen anrufen und mich mit ihm unterhalten musste, um hinterher meine Einschätzung abzugeben, ob er zu uns passt. Ich telefoniere ja grundsätzlich schon ungern mit fremden Menschen und dann auch noch in so einer ungewohnten und verantwortungsvollen Rolle… Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben und eigentlich finde ich es ja auch sehr cool, dass ständig alles anders wird und neue Dinge auf mich einprasseln.

Meetings hatte ich ansonsten heute nur eines, dafür war ich aber mal wieder mit dem Team mittagspausieren. Wir hatten wirklich extrem köstliche vegane Burger mit Pommes und Getränk. Meiner war der Vienna Burger, mit „Schnitzel“, Knoblauch-Sauce, Gemüse und Schnittlauch. Ein Gedicht bis in die Details! (Keine Werbung, ich habe natürlich selbst bezahlt.)

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Nach der Arbeit gab es dann mal wieder eine Date Night mit dem Hasen. Ich glaube, das machen wir jetzt öfter – so lässt sich auch das verflixte 7. Jahr besser überstehen 😉 Erst trafen wir uns zum Abendessen auf eine Poké Bowl (ebenfalls selbst bezahlt). Ein total süßer, unscheinbarer und unprätentiöser Laden in der Stargarder. Sehr zu empfehlen! Ich hatte eine Bowl mit Thunfisch, Mango, Avocado, Rettich, Kaviar und geröstetem Algensalat, die vom Hasen bestand aus Lachs, Gurke, Avocado, Edamame, Algensalat, gerösteten Kichererbsen, knusprigem Mais, knusprigem Knoblauch, und Nüssen. Die Basis für beides war warmer Reis mit Salat und Sojasauce. Wir werden da auf jeden Fall wieder hingehen!

Nach dem Essen lösten wir einen Kino-Gutschein ein (ein Geschenk meines Arbeitgebers) und sahen einen weiteren Oscar-nominierten Film: Green Book. Der war zum Glück besser, als ich ihn nach dem Trailer erwartet hatte, auch wenn er für mich weder an Bohemian Rhapsody noch (vor allem) an Roma heranreicht. (Die anderen Nominierten müssen wir noch gucken.)

Danach ging es schnell durch die Kälte nach Hause, wobei das Hasenfahrrad die eine S-Bahn-Station ausnahmsweise mal schwarz fahren durfte. Jetzt guckt der Hase Biathlon live aus Kanada und ich packe meine Schnupfennase ins Bett.

 

PS: Schon merkwürdig, wenn eine Heinzelfrauchen-Aktion komplett unkommentiert bleibt – jetzt weiß ich gar nicht, ob sie bemerkt und gewürdigt wurde. Aber eigentlich soll man für solche Sachen auch keinen Dank erwarten, sie sind ja schließlich dafür da, anderen eine Freude zu machen und nicht sich selbst. Man muss auch jönne könne.

 

Donnerstagsbemerknisse und nochmal 1000 Fragen

Diese Erkältung ist eine merkwürdige – ich bemerke sie vor allem am frühen Morgen (sobald ich richtig wach bin) und am späten Abend. Dazwischen bin ich fast topfit, weswegen ich heute auch ganz unproblematisch beim Sport war. Übrigens liegt meine halbe Twitter-Timeline krank darnieder, womöglich handelt es sich also um einen sozialmedial übertragbaren Virus?

Jedenfalls gebricht es mir auch heute wieder daran, aus den Erlebnissen des Tages (Pfirsichmarmelade, zahlreiche Meetings, eine langerwartete Umarmung, fruchtbare Diskussion – von Dritten als „verbales Petting“ bezeichnet – mit sogar einen kleinen Punktsieg, Lachs-Bagel, Tiefkühlpizza, ein rückgekehrter Hase und die Datenight-Planung für morgen) einen stringenten und lesenswerten Blogtext zu schreiben.

Deswegen einfach mal die nächste Runde der „1000 Fragen an mich selbst“:

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Kann ich so direkt nicht mehr nachvollziehen, aber ich schätze so 4-5? Es gab aber bei uns auch nie einen leibhaftigen, sondern immer nur einen klingelstreichspielenden, der einen Sack Geschenke da ließ. Das mag zur fehlenden Glaubwürdigkeit beigetragen haben.

12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?

Gar nichts. Es gibt einiges, was ich gerne mal hätte, aber nichts, was ich unbedingt haben muss, vor allem, wenn ich dafür auch noch Geld ausgeben soll.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Offen und vorurteilsfrei mit Leuten diskutieren können, die eine Meinung vertreten, die völlig entgegen meiner eigenen ist. Das spannend und interessant finden und mich nicht aufregen müssen.

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Das einzige, was ich im linearen Fernsehen einigermaßen regelmäßig sehe, ist Die Sendung mit der Maus.

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

Zum ersten und einzigen Mal ca. 2004 im Phantasialand in Brühl. Hauptsächlich, weil die Kellys dort damals täglich gastierten. Nebensächlich bespaßten der damalige Freund und ich dort seinen kleinen Bruder. (Ich bin eine oder zwei Attraktionen mitgefahren und war halt beim Konzert. Die anderen beiden hatten aber einen Heidenspaß.

16. Wie alt möchtest du gern werden?

Alt. Solange ich noch lesen/hören kann, wird mir nicht langweilig werden. Danach dann eher nicht mehr so alt, denke ich.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

An keinen ganzen Urlaub, eher an Momente. Wie den Sonnenaufgang am Strand von Noosa, die Nacht unter fast freiem Himmel in Nimbin, den Giardino della Kolymbethra mit reifen Zitrusfrüchten, die Bushaltestelle L7 in Langney/Eastbourne, den Beagle-Kanal, Island in den 90ern (vor dem Hype), die Flaute auf dem Seeweg zwischen La Palma und La Gomera…

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Jede Menge Adrenalin, die mich am Schlafen, Hunger haben oder auf komplexe Inhalte konzentrieren hindert.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Ich würde meinen Namen gerne lieber mögen und mich mehr damit identifizieren, dann müsste ich mich nicht immer unter der Abkürzung aus Kindertagen präsentieren, die bei vielen merkwürdige Assoziationen auslöst, die nicht zu mir passen. Ich liebe es allerdings, wenn Leute mich loosy nennen. (Das machen vor allem die, die mich aus Online-Zusammenhängen kennen, außerdem die Leute aus meinem ehemaligen Chor und einige ausgewählte Freund*innen.) Ich habe erst vor kurzem gelernt, dass auch loosy im anglophonen Raum merkwürdige Assoziationen auslöst – dabei heiße ich schon seit 20 Jahren so.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Oh, das kommt regelmäßig vor. Wenn Leute mich missverstehen; wenn ich Sachen nicht hinbekomme, obwohl ich sie mir fest vornehme; wenn ich merke, dass Situationen nur in meinem Kopf so sind und von anderen völlig anders wahrgenommen werden; wenn ich Dinge vergesse (eine relativ neue Entwicklung, eigentlich bin ich die mit dem Elefantenhirn)…

Tagebuch und 1000 Fragen

Ich habe mir ja nun vorgenommen, täglich zu bloggen und das unglaublicherweise auch schon das ganze Jahr über durchgezogen. Bis jetzt ist mir auch jeden Tag etwas eingefallen, aber weil es da bestimmt auch mal Engpässe gibt, habe ich mich entschlossen, mir für die unkreativen Tage die „1000 Fragen an Dich selbst“ vorzunehmen, die jetzt schon seit Monaten in Kleinbloggersdorf umherschwirren. Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

Nun, heute ist so ein unkreativer Tag. Die Erkältung scheint langsam stärker zu werden, weswegen ich heute meine Fleisch-Pause nach 2,5 Wochen erstmals aufgab und mir mittags eine Mulligatawny-Suppe gönnte und gleich in die Badewanne und dann ins Bett verschwinden werde.

Aber erst noch die Fragen 1-10:

 

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Ich habe in den letzten Tagen an zwei Projekten gearbeitet, die etwas völlig Neues für mich waren. Außerdem gestern zum ersten Mal einen vietnamesischen Pfannkuchen probiert, der allerdings ähnlich wie ein srilankischer Appe geschmeckt hat. Über bedeutungsvollere erste Male müsste ich etwas länger nachdenken.

 

2. Mit wem verstehst du dich am besten?

Mit meinen engsten Freund*innen, meinem Bruder und seiner Frau, meinen Eltern, der Cousin*en-Gang väterlicherseits und allermeist auch mit dem Hasen 😉

 

3. Worauf verwendest du viel Zeit? 

Soziale Medien und Serien sind die größten „Zeitfresser“ in meinem Leben.

 

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Über Wortwitze und Doppeldeutigkeiten, clevere Anspielungen auf Themen, in denen ich mich auskenne, den passenden Einsatz von Zitaten in Alltagssituationen und die Weiterentwicklung bereits bekannter Witzmuster in neuen Zusammenhängen. Je überraschender desto besser.

 

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? 

Das kommt darauf an, wer die anderen sind und ob mir der Grund für mein Weinen vor ihnen peinlich ist. Wenn ich damit Gefühle verrate, von denen die anderen lieber nichts wissen sollten, verziehe ich mich lieber schnell. Wenn die Gründe bereits bekannt sind oder das Weinen zum Beispiel aus Rührung geschieht, ist mir das ziemlich wumpe, wer dabei ist.

 

6. Woraus besteht dein Frühstück? 

Ganz unterschiedlich. Im Moment meist Obst, manchmal noch mit Joghurt, Quark oder Porridge dazu. Manchmal ist es aber auch irgendein Stück Gebäck. Dazu gibts eine Kaffee-Milch-Kombi, wenn ich im Büro oder in Italien bin. Ansonsten eher Tee und/oder Saft. An den Wochenenden esse ich eher das große Programm mit Brötchen, Ei, Marmelade und Co. oder ein Full English, Pancakes oder French Toast.

 

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? 

Im Zweifel immer Noosa oder dem Hasen (Nimbin ist nicht so ein Küsser.) Wenn ich mich recht erinnere war es der Hase heute morgen, kurz nach dem Aufwachen. (Er ist gerade in Leipzig bei seinem Patenkind und Noosa hat mir heute bisher nur ihre Nase entgegengestreckt.)

 

8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter? 

Puh, ganz schön viele, glaube ich. Wir können uns beide super in Themen verbeißen und wissen dann alles (besser) darüber. Wir sind beide sprachlich talentiert und korrigieren gerne mal andere. Und wir machen uns beide oft unnötig Sorgen über die Menschen, die wir am liebsten haben.

 

9. Was machst du morgens als Erstes? 

Wach werden (das kann dauern) und sobald ich bereit bin, die Augen aufzumachen: Den Flugmodus aus 😉 Erst lesen, was an Nachrichten über die diversen Messenger eingegangen ist – zu allererst meist das Bärenabo – dann Facebook und Instagram, E-Mails, sonstige Notifications und als krönender Abschluss Twitter. Je nachdem, wie eilig ich es habe, ist dann vor dem Aufstehen noch der Feedreader dran. Oder die Meditation. Oder beides. Erst nach etwa einer halben Stunde „Augen auf“ geht es ins Bad – außer ungewöhnliche Umstände erfordern eine Verkürzung der Morgenroutine.

 

10. Kannst du gut vorlesen? 

Ganz OK, glaube ich. Ich habe allerdings nicht viel Übung und werde möglicherweise schnell zu schnell oder rede mir den Mund fusslig. Verschiedene Stimmen für verschiedene Charaktere kann ich glaube ich nicht so gut, zumindest nicht ausdauernd.

Tagebuch-5 im Februar 2019 #WMDEDGT

Es ist mal wieder der 5. und wie jeden Monat fragt Frau Brüllen wieder: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Ich wache vor dem Weckerklingeln auf, weil irgendwer im Haus findet, es wäre eine gute Idee, jetzt mal ordentlich den Hammer zu schwingen. Als ich mich dazu durchringe, die Augen zu öffnen und mal nach der Uhrzeit zu gucken ist es 7:29, eine Minute vor Klingeln. Ich mache den Wecker aus und lese mich eine halbe Stunde lang gemütlich durchs Internet, während das Hämmern natürlich längst aufgehört hat und der Hase wieder eingeschlafen ist. Um 8 schleiche ich mich leise aus dem Schlafzimmer und lasse den Urlaubshasen weiter träumen.

Morgendliche Badroutine, Katzen füttern und dann bin ich kurz vor halb 9 schon aus dem Haus und fahre mit Tram und U-Bahn ins Büro.

Die Personalabteilung schreibt eine Rundmail über den neuen Feiertag in Berlin. Da wir zwar in Berlin unsere Zentrale, aber eben auch andere Standorte sowie Leute in Remote-Anstellung haben sowie diverse Mitarbeiter*innen, die kein Deutsch sprechen und das vielleicht noch gar nicht mitbekommen haben,1 ist das notwendig. Es geht zunächst darum, für wen der Feiertag alles gilt, dann darum, wie er im System abgebildet wird und was mit bereits bestehenden Urlaubsanträgen geschieht (Der Feiertag kam etwas plötzlich, das hat sich erst vor zwei Wochen oder so endgültig ergeben). Und dann ging es sehr lang und ausführlich um den Frauentag selbst, seine Geschichte, Clara Zetkin, warum der jetzt bei uns ein Feiertag ist usw. Und ein Link mit Veranstaltungen, bei denen man sich an diesem Tag politisch engagieren kann. Hach, ich liebe diese Firma!

Zum Frühstück gibt es klein geschnippeltes Büro-Obst und Milchkaffee, den wir uns wie immer mit der ganzen Kaffee-Crew oben in der Lounge holen. Ich lerne, dass es eine Fluggesellschaft namens Germania gibt und die jetzt pleite ist. Außerdem sprachen wir über das Fliegen im Allgemeinen, Flughäfen in aller Welt und überlegen, ob Fliegen oder Fleisch essen der schlimmere Klimakiller ist. (In meinem Kern-Team von 7 Personen haben wir drei vegan lebende Männer und vier omnivore Frauen. Besonders witzig ist, dass einer der Herren bis vor ungefähr zwei Jahren so ziemlich jeden Tag auf seiner Fleischportion bestand und inzwischen total geläutert ist.)

Zurück am Platz verbringe ich die Zeit bis zum ersten Meeting mit einer Aufgabe, die ich diese Woche für die urlaubende beste Kolleginnenfreundin übernommen habe – ziemlich analytisch mit ein bisschen Glaskugel drin, aber nichtsdestotrotz spannend. Und ich kann Kästchen (Google Sheet Zellen) mit lustigen Farben füllen, das ist ja auch immer schön.

Nach dem Meeting dann Abarbeiten der aufgelaufenen E-Mails und Anfragen, danach Mittagspause mit dem nicht-einfachen Kollegenfreund/Freundkollegen (20 Minuten Spaziergang zum Supermarkt und zurück, Gespräch über Magen-Darm, Valentinststag, Frauenhasser, die Grünen, die FDP, das Wahlverhalten in Ost-Berlin, 3,21 € in kleinen Scheinen und Seelenrettungsversuche). Wieder zurück gibt es für mich einen hochwertigen Mikrowellenmilchreis mit Erdbeerkompott und eine Runde Twitter-Timeline, der NEKFFK* muss direkt zurück an seinen Platz.

Nach der Pause gemütliches Vor-mich-hin-Arbeiten. Ein gutes Feedback für die Aufgabe erhalten, die ich diese Woche vertretungsweise übernommen habe. Eine weitere neue Aufgabe samt zugehöriger Schulung angekündigt bekommen, die spannend klingt und vielleicht längerfristig bei mir bleibt… Das Nachmittagsmeeting blieb dann relativ kurz und ereignislos. Danach tröpfelte der Arbeitstag ziemlich vor sich hin – im Vergleich zur letzten Megastresswoche sind wir jetzt wieder im Alltag angekommen und das ist auch gut so.

So kann ich pünktlich Feierabend machen und Richtung Friedrichshain fahren, um ein paar Dinge zu erledigen und mich dann mit einer meiner besten Freundinnen zum Essen und Quatschen zu treffen. Es gibt Tra Dao (hausgemachten Pfirsich-Eistee), Banh Xeo (einen vietnamesischen Pfannkuchen mit Tofu, Pilzen und Pak Choi), My Quang (eine dickflüssige Reisnudelsuppe mit Pilzen und Sesam-Chips) und Mango in frittiertem Klebreis. Dazu reden wir über alles, natürlich.

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Der Heimweg ab halb 10 ist dann ganz schön kalt, aber die Ringbahn ist warm und zum Glück ist es gar nicht so weit nach Hause. Dort warten zwei hungrige Katzen auf mich. Da der Hase heute auch aushäusig is(s)t, hatten sie noch kein Abendbrot. Dem schaffe ich schnell Abhilfe, dann mache ich noch ihr Klo sauber und mich selbst bettfertig. Halb 11 liege ich im Bett und höre zum Einschlafen die neue Folge Marvelous Mrs Maisel Goys.

*Auch noch nicht das richtige Blog-Synonym für ihn, fürchte ich.

Den Tag nicht vor dem Abend dissen

Was für ein Tag. Ich hatte schlecht geschlafen und war so gar nicht guter Dinge heute morgen. Große Hoffnungen, dass meine Laune besser werden würde, hatte ich keine. Und dann konnte ich mir doch selbst dabei zusehen:

1. Ich kam im Büro an und war ganz bewusst besonders freundlich und offen gegenüber allen, die mir über den Weg liefen. Da kam schon ordentlich positive Energie zurück.

2. Als es mir am Arbeitsplatz zu grau wurde, lief ich kurz die beiden Stockwerke hoch auf die Dachterrasse, atmete tief durch und ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen.

3. Auf dem Weg zurück an meinem Platz entdeckte ich einen Regenbogen auf den Treppenstufen, fotografierte ihn und teilte ihn als Aufmunterung für Andere in meinen Social-Media-Kanälen.

4. Irgendwann nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und begann ein Gespräch, vor dem mir schon seit zwei Tagen graute. Ich wurde sehr herzlich begrüßt und meine Sorgen stellten sich als unbegründet heraus.

5. Ich organisierte mir die perfekte Mittagspause – Pasta von draußen und ein weiteres tolles Gespräch, das sich dann schriftlich noch den ganzen Nachmittag fortsetzte und dafür sorgte, dass ich sogar gefragt wurde, warum meine Laune heute so _gut_ sei.

6. Ich beendete einen wichtigen Zwischenschritt einer Aufgabe, die ich diese Woche zum ersten Mal übernehme.

7. Ich räumte eine weitere Ungewissheit aus dem Weg und kann mich nun auf ein schönes Ereignis diese Woche freuen.

8. Ich ging mit Mama zum Sport und auch dort lief alles wie geschmiert – trotz ersten Erkältungsanzeichen meinerseits, die sich bitte mal wieder trollen können.

9. Zuhause überraschte mich der Hase mit einem Candle-Light-Picknick auf dem Wohnzimmerfußboden, das ich aus Ramontizitätsgründen nicht fotografiert habe.

10. Wir beendeten den Tag, mit einander und den Katzen kuschelnd, und guckten Roma.

Und jetzt war dieser Tag widererwartend total großartig! ¯\_()_/¯ Danke an alle Mitverantwortlichen, Ihr seid wunderbar!

PS: Unsere Katzen sind übrigens perfektes Schwarz-Weiß-Kino, ist mir aufgefallen.

PPS: Gerade habe ich noch festgestellt, dass soeben das Jahr des Schweins begonnen hat. Da ich ebenfalls in so einem Jahr geboren wurde, kann ja jetzt alles nur noch besser werden. Oink!