Ein müder Tag und 1000 Fragen

Heute ist ein müder Tag. Ein sehr müder Tag. Obwohl ich um 10 im Bett lag und trotz Tolstoi-Hörbuch (Familienglück) war ich auch um 1 noch wach und wieder wach dann gegen 6. Keine Ahnung wieso, Vollmond war jedenfalls nicht. Allerdings hatte das den Vorteil, dass ich ohne Hetzen schon halb 9 im Büro war und dann ganz easy um 5 Feierabend machen konnte. Auf dem Heimweg habe ich noch schnell zwei Jacken aus der Schneiderei geholt (jetzt habe ich wieder eine heile Winterjacke!). Und dann war ich trotzdem schon deutlich vor 6 zuhause. Da der Hase da noch lange nicht Feierabend machen konnte, fiel mir die Aufgabe zu, Staub zu saugen. Ich hasse es so sehr (80qm, 7 Räume, jede Menge Winkel, Katzenhaare, Katzenstreu, 1000 Sachen auf dem Boden, die zur Seite oder hochgenommen werden müssen…). Eigentlich ist das Staubsaugen zum Glück selbstgewählte Hasenaufgabe, aber was will man machen, wenn die Brotarbeit ruft.

Zur Belohnung gibt es für uns beide dann heute Essen von auswärts, den nächsten Oscar-Film und ganz viel Katzenkuscheln heute Nacht. Normalerweise schlafen die Miezen ja in dem Teil der Wohnung, in dem wir nicht schlafen, aber zu besonderen Anlässen schlagen wir auch mal das “Familienbett” im Wohnzimmer auf und da dürfen sie dann durchaus mit rein und freuen sich jedes Mal sehr (und ich mich auch). Nimbin schlüpft so gern mit unter die Decke und nichts bringt mich zuverlässiger zum Einschlafen als Noosa, die sich neben mein Gesicht kuschelt und schnurrt wie zehn Sägewerke. Apropos Noosa – heute vor 6 Jahren waren wir in Noosa, sagt Facebook. Neben Nimbin war das für uns einer der schönsten Orte in Australien.

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Ansonsten habe ich heute aber müdigkeitsbedingt nicht viel zu erzählen, deswegen gehts direkt weiter mit den nächsten 10 der 1000 Fragen an mich selbst.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Zuletzt IN einem Buch gelesen habe ich in Matthias Dettmann (Hrsg.): Rostock. Mein Arkadien, heute in der Mittagspause. Das letzte ausgelesene Buch war Anne Stern: Das Glück ist ein flüchtiger Vogel.

 

32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?

a. Aus Faulheit. Ich habe mir zuletzt vor etwa 4 Jahren die Haare schneiden lassen (und auch da nur die Spitzen). One less thing to think about.

b. Weils gut aussieht – wenn die Haare frisch gewaschen und einigermaßen gekämmt sind, kann man die offen tragen und das gefällt nicht nur mir immer sehr gut.

c. Weil die langen Haare alles mögliche kaschieren.

 

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?

In einem ganz wahrhaftigen Sinne sicher nicht, ich könnte schon ohne überleben, wenn ich müsste. Solange ich es aber in der Nähe und unter Strom habe: Ja, sehr.

 

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?

Das schwankt im Laufe eines Monats ganz schön. Grad auf jeden Fall genug.

 

35. In welchen Laden gehst du gern?

In den italienischen Supermarkt an der Greifswalder, in Asiamärkte und andere kulinarische Spezialitätenläden und natürlich in Buchhandlungen. Alles andere hat über die Jahre irgendwie seinen Reiz verloren.

 

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

Auf jeden Fall kein Langweiliges. Außer ich bin irgendwo auf dem Land und es gibt nur Apfelschorle oder KiBa oder so. Ansonsten suche ich mir gerne etwas aus, was ich woanders nicht bekomme – hausgemachte Limonaden oder Eistees, besondere Teesorten oder Säfte… Und in Kneipen natürlich auch gerne mal Craft Beer oder Cocktails. Wein eher zum Essen.  Und generell achte ich auswärts meist darauf, dass ich viel Flüssigkeit für mein Geld bekomme. Kurze sind also eher selten und auch bei Cocktails bevorzuge ich die in den großen Gläsern.

 

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?

Wenn ich mich (körperlich und mit den Menschen um mich herum) wohlfühle, bleibe ich meist bis zum Schluss. Also nein, nicht wirklich.

 

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?

Wenn ich spontan Geld verdienen müsste, vermutlich als Übersetzerin, Texterin, Lektorin. Auch wenn man da viel Akquise betreiben muss, um über die Runden zu kommen. Das kann ich halt am Besten. Ansonsten spielen der Hase und ich ab und zu mal mit Ideen, wie man sich ein Leben in schönen Gegenden finanzieren könnte. Das hat dann meist was mit Gästen, Essen und Lebensgefühl zu tun.

 

39. Willst du immer gewinnen?

Nee, dafür tu ich das zu selten, das wäre ernüchternd. Einen gewissen Ehrgeiz entwickle ich beim Tischtennis oder bei Spielen, die was mit Wissen und/oder Worten zu tun haben. Tabu, Cranium, Cards Against Humanity… Da bin ich vorne mit dabei.

 

40. Gehst du in die Kirche? 

Ich habe mit 22 in Toronto zum ersten Mal eine Kirche während eines Gottesdienstes betreten. Und zwar um mir meine Weltoffenheit zu beweisen und weil ich neugierig war. Seitdem war ich – wenn ich richtig zähle – auf drei Taufen, drei Beerdigungen und zwei Hochzeiten in der Kirche. Und zwei oder dreimal zu Weihnachten mit der Hasenfamilie. Ich denke ich kann reinen Herzens behaupten: Nein.

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