05.09.2026 – Jazz in Hypezig #WMDEDGT

Es ist der 5. und wie jeden Monat ruft Frau Brüllen zum Tagebuchbloggen auf. Die anderen Beiträge zu “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” findet Ihr hier.

Die Nacht zwischen Noosa links und dem Liebsten rechts ist schon wieder viel zu früh vorbei. Ich bin aber schon mit einem Teil des morgendlichen Reboots durch, bis der Liebste aufwacht und nach Kaffee verlangt. Der steht dann am Bett, bevor die Mitbewohnerin zur Frühschicht aufbricht und irgendwann schlafen wir dann doch alle nochmal ein. Aufgestanden wird dann aber trotzdem nicht allzu spät, denn ich habe noch viel vor.

Balkonfrühstück

Halb 12 brechen wir auf und fahren mit zwei Straßenbahnen zum Hauptbahnhof. Der Liebste fährt von da aus weiter nach Südberlin, ich hole mir einen frisch gepressten Saft und eine Zeitschrift auf meinen natürlich verspäteten Zug nach Leipzig.

Ist aber alles nicht so schlimm, ich habe ja Zeit. In Leipzig angekommen bummele ich ein bisschen ziellos durch die Innenstadt, das neue Farin-Urlaub-Album auf den Ohren. Ich laufe an Nikolai- und Thomaskirche und an Auerbachs Keller vorbei und bewundere jeweils die langen Schlangen davor. Dann richte ich meine Schritte Richtung Südvorstadt und Karli, laufe an Ladenjubiläen und einem Flohmarkt vorbei (auch überall viele Menschen) und lande schließlich mit baskischem Käsekuchen und Matcha Latte vor einem Kaffee. Kein Hypezig ohne gehypetes Essen!

Ich trinke und esse und lese in meinem Buch weiter, bis es mir zu windig und frisch zum Sitzen wird. Dann laufe ich weiter in den Park und finde dort ein sonniges Plätzchen auf der Wiese zwischen Grillenden und Kubbspieler*innen, wo ich noch ein wenig weiterlesen kann, bis sich der Himmel vollends zuzieht.

Dann lenke ich meine Schritte Richtung frühes Abendbrot und verzehre lesend eine Pho, eine Limettenlimonade und einen vietnamesischen Kaffee, bis es Zeit ist, zum Anlass meines Ausflugs weiterzugehen.

Ich spaziere an weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei zu einem kleinen Theater, in dem der Mann der Musicousine heute sein Master-Abschlusskonzert als Komponist und Arrangeur eines Jazz-Oktets gibt.

Draußen treffe ich die Eltern der Musicousine, sie selbst hat leider selbst einen Auftritt in einer anderen Stadt. Wir updaten uns kurz und suchen uns Plätze und dann geht auch schon das Konzert los, mit eigenen und neu interpretierten Stücken, arrangiert für Flügel, Posaune, Saxofon, Trompete, Querflöte, Violine, E-Bass und Schlagzeug. Sehr beeindruckend, da geht ordentlich die Post ab.

Hinterher gibt’s Getränke und Gespräche mit weiteren bekannten Gesichtern, bis mich die Leipziger Freundin abholen kommt, die selber gerade von einem musikalischen Auftritt von einer Veranstaltung kommt. Gemeinsam laufen wir zurück in die Südvorstadt, trinken dort noch bis kurz nach Mitternacht etwas zusammen, dann bezieht sie mir ihr Sofa und dann ist Schlafenszeit…