13.09.2026 – Ausruhtag

Da ist er nun, der lange avisierte Sonntag, auf den ich diverse Tätigkeiten der letzten zwei Wochen inklusive des Ausruhens mental abgelegt hatte. Mal sehen, wie das klappt. Erstmal schlafe ich mit Unterbrechungen bis kurz nach 8, dann beginnt ein ausführlicher morgendlicher Reboot im Bett, den ich mehrmals für andere Tätigkeiten unterbreche. Die erste Pause bringt den ersten richtigen selbst gekauften und zubereiteten Mate. Allerdings habe ich den Dreh noch nicht so richtig raus oder brauche doch eine richtige Kalabasse, damit es wie bei den Profis aussieht. Schmecken tut es aber schon.

Die Bombilla drehe ich vor dem Trinken noch um!

Die zweite Pause ist ein längeres Liebstentelefonat, mit kurzer Zuschaltung des Teilzeitkinds zur gemeinsamen Planbesprechung. Ein bisschen witzig dabei: Heute hat ein Teilzeitgeschwister Geburtstag und laut meinem Kalender einen Tag danach das Großnifftenkind. In meinem Kopf ist aber heute der 14., weswegen ich davon überzeugt bin, dass das Geschwister schon gestern hatte und das Großnifftenkind dann schon heute, dieser Irrtum klärt sich erst auf, als ich blogge und dabei das korrekte Datum feststelle. Der Liebste korrigiert daraufhin seine Geburtstagsnachricht an seine Cousine, die ihn dann darüber aufklärt, dass das Großnifftenkind weder heute noch morgen Geburtstag hat, sondern – tada – gestern hatte. Upsi. Einen Tag vor dem Geschwister also, nicht danach. Ich aktualisiere sowohl den mentalen als auch den digitalen Kalender.

Zwischendurch hat die Nachbarin geschrieben, sie steht gerade mit dem Birnenpflücker im Hof und fragt, ob ich auch welche will – die Bäume sind so hoch, das alles was runterfällt immer direkt vergammelt. Ich nehme freundlich an und bekomme wenig später vom Nachbarskind (gerade eingeschult) ein paar besonders schöne Exemplare gebracht.

Frühstück im Bett gibt es dann auch noch, ich stehe erst gegen 13 Uhr auf und mache dann erstmal eine Runde Yoga, zum ersten Mal seit, uff, viel zu langer Zeit. Bei der Gelegenheit zünde ich eins von den Räucherstäbchen an, die ich gestern gekauft habe und die seitdem auch durch die geschlossene Verpackung hindurch die ganze Wohnung beduften, jetzt halt noch intensiver und mit leicht anderem Aroma.

Danach beginnt der praktische Teil der To-Do-Liste mit Katzenklo reinigen, Katzenbrunnen reinigen, Biomüll runterbringen (Ich entsorge den Eimer gleich mit, der hat seine besten Tage auch hinter sich, und bestelle online einen neuen.), Nachttisch aufräumen, Schreibtisch aufräumen, Kursmaterial sortieren und verräumen, neuen Arbeitslaptop und alten Arbeitslaptop nebeneinander auf dem Schreibtisch platzieren, für ein Foto den privaten Laptop noch danebenlegen…

Sind sie nicht niedlich?

Während all dem höre ich verschiedene Podcasts und in einer weiteren Pause kümmere ich mich um die gestern gekauften Pflaumen – der eine Teil wird entsteint und für den Winter eingefroren, der andere Teil wird entsteint und wandert in einen Crumble mit Zimt und Kardamom, dazu gibt es später Vanilleeis.

Wäsche wasche ich nebenbei auch noch und nachdem die aufgehängt ist, kümmere ich mich schon ums Abendbrot. Es gibt Brokkoli, scharf angebraten mit Ingwer, und dazu Mandeltofu aus dem Speiseföhn und verschiedene Toppings.

Zum Essen gucke ich Wunderschöner, der das Konzept „Episodenkomödie auf Deutsch und alle hängen irgendwie zusammen“ um die Komponente Feminismus erweitert. Ziemlich gut gemacht. Mir fällt ein, dass es dazu einen ersten Teil gab, den ich aber nicht gesehen habe. Muss ich wohl mal noch machen.

Beim Filmgucken knacke ich Walnüsse und fülle mein Nussglas auf, muss aber irgendwann aufhören, weil mein improvisierter Interimsbiomülleimer schon wieder voll ist. Reicht aber wieder eine Weile.

Dann noch Badewanne und mit Buch ins Bett, denn der letzte Punkt der To-Do-Liste heißt: Weiterlesen!