#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 6: Von Weinen, Sterneköchen und der fetten Stadt

Über Garibaldis Bett kann ich nichts Schlechtes sagen, ich habe ausnehmend gut geschlafen, obwohl dann viel zu früh der Wecker klingelte. Die Nonna hatte nämlich gesagt, dass wir nicht zu früh frühstücken würden, sondern erst so gegen 8… Aber was tut man nicht alles, für so eine tolle Gastgeberin! Es gab leckere Frühstückseier, Kaffee, Tee, Zwieback, Butter und Johannisbeermarmelade.

„Ist Euch das genug?“

„Ja, das ist super!“

„Ich habe nichts anderes.“

Nach dem Essen saßen wir noch eine ganze Weile beisammen und sprachen über dieses und jenes. Zum Beispiel über die Unterschiede zwischen französischer und italienischer Küche.

„Wir Italiener respektieren die Zutaten, die Franzosen ertränken alles in Sahne.“

Und über die Familie im Trentino, die bei jedem ihrer Besuche danach verlangt, dass sie ihre Spezialsuppe kocht. Sie hat kaum das Haus betreten, da erinnern sie sie schon daran. Selbstverständlich habe ich mir das Rezept geben lassen. Nachdem ich die Zutaten von 18 Personen auf ein normales Maß herunter gerechnet habe, werde ich sie mal kochen und dann auch bestimmt darüber bloggen.

Dann verabschiedeten wir uns (nicht ohne zu versprechen, wieder zu kommen) und stiegen mit dem Nonnasohn hinunter in den Weinkeller. Er erklärte uns, wie dort in einem dreijährigen Prozess aus Trauben Schaumwein wird. Dann fuhren wir gemeinsam hinunter in den Ort und zum Weinkeller des Schlosses. Dort entstehen verschiedene Rotweinsorten aus lokalen Rebsorten sowie Merlot und Cabernet-Sauvignon. Wir bekamen die verschiedenen Stufen der Herstellung gezeigt und durften zwei Reifestufen verkosten – einmal ganz am Anfang, wenn der Wein noch sehr sprudelig ist, und einmal aus dem Barrique-Fass, wenn er schon ordentlich gereift, samtig und vollmundig ist.

Wir nahmen uns noch eine Flasche des Riservas mit und brachen dann Richtung Modena auf, da wir unsere Tischreservierung im Franceschetta58 nicht verpassen wollten, dem Bistro von 3-Sterne-Koch Massimo Bottura, der mit der großen Schwester des Bistros, der Osteria Francescana, die italienische Küche revolutioniert hat. Die Osteria können wir uns nicht wirklich leisten, da kostet das Menü schon ohne Wein bis zu 250 € pro Person. Im Bistro hingegen gibt es ein Mittagsmenü à la carte schon für 25 € pro Person, das war im Urlaubsbudget gerade noch so drin.

Die Sterneküche light war dann auch ziemlich lecker, aber wenn wir ehrlich sind, auch nicht besser, als was wir am Abend vorher gegessen hatten. Es gab vier verschiedene Sorten Brot, die tatsächlich außergewöhnlich gut waren – eine Art Polenta-Chip, ein Ciabatta, ein Sodabread mit Zwiebeln und Rosmarin und ein Milchbrötchen mit Fenchelsamen. Der Hase hatte dann einen Emilia-Burger (wir sind ja schließlich in der Emilia-Romagna) und lackierte Schweinerippchen mit Kartoffelcreme und ich hatte Tartar vom Bassano-Rind mit Schnittlauch, Senf, Joghurt, grünem Apfel und eingelegter Gurke und Maccheroni mit Kapern, Parmesan und einer Sauce aus Tomatensauce, Mandelmilch und geräuchertem Ricotta. Zum Nachtisch gab es für alle ein köstliches Tiramisù mit Kaffee-Sauce, die frisch angegossen wurde.

Nach dem Essen machten wir einen Verdauungsspaziergang durch Modena, bevor wir weiter nach Bologna fuhren. Dort erwartete uns unsere nächste AirBnB-Gastgeberin, die das komplette Gegenteil der Nonna war. Eine knapp 50-jährige Londonerin, halb Irin, halb Jamaikanerin und Single Mum, die seit Jahrzehnten in Bologna lebt und perfekt Italienisch spricht und kocht. Sie empfing uns mit lauter Musik und jeder Menge Tipps und Informationen über die Stadt, die Nachbarschaft und anstehende Veranstaltungen. Zur Begrüßung machte sie uns eine Piadina mit Schinken und Mozzarella und servierte uns dazu sardisches Bier.

Dann drehten wir noch eine Runde durch das Viertel, das auch an einem Donnerstagabend voller Leben war. Ganz Bologna feiert gerade seinen Stadtheiligen und war auf den Straßen unterwegs. Überall gab es Musik, Essen und Alkohol. Wir liefen durch die Gassen, sogen die Atmosphäre in uns auf und aßen dann zum Abendbrot doch nur noch jeder drei Kugeln Eis. Dann ging es verdientermaßen früh ins Bett, wo ich immerhin noch einen ausgefallenen Blogtext nachschob.

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 4: Padua, Soave und Bardolino

Zum ersten Mal in diesem Urlaub klingelt ein Wecker, denn wir müssen unseren Mietwagen abholen, bevor die Station zur Siesta schließt (auch im Oktober) und haben bis dahin noch einiges zu absolvieren. Also stehen wir kurz nach 8 auf und machen uns abreisefertig. Dann fahren wir ein letztes Mal mit dem Vaporetto quer über die Lagune, diesmal bis zum Bahnhof. Unterwegs kaufe ich über die Trenitalia-App schonmal die Zugtickets (nur 8,50 € für uns beide zusammen).

Am Bahnhof haben wir dann noch genug Zeit, um Brot und Caffè latte zu kaufen. Wir haben geplant, im Zug zu frühstücken. Deswegen wollen wir den Kaffee auch zum Mitnehmen, und zwar in unseren tollen wiederverwendbaren Bechern aus dem Stammcafé. Nun ist es so, dass die To-Go-Kultur (zu Recht) in Italien noch nicht wirklich angekommen ist. Den Espresso kippt man schnell an der Theke weg und andere Kaffee-Varianten nimmt man mit einem Stück Gebäck und der Zeitung oder einem Gespräch zu sich. Den Kaffee mitzunehmen und dabei womöglich kalt werden zu lassen ist „dem Italiener“ an sich völlig fremd. Aber in Touristenhochburgen wie Venedig hat man sich der Nachfrage inzwischen angepasst und gibt widerwillig Pappbecher aus. Als ich nun die beiden wiederverwendbaren Becher hinstreckte, guckte der Barista erst unverständig, dann ungläubig, dann belustigt und zum Schluss irgendwie anerkennend (bilde ich mir zumindest ein). Wir bekamen den Kaffee also wie gewünscht und tranken ihn im Zug zu Brot und Pecorino, Trauben und Feigen.

Nach nicht einmal einer halben Stunde erreichten wir Padua. Dort konnten wir unseren Mietwagen – ich nenne ihn liebevoll Bao Bao, denn er ist ein Panda – entgegennehmen. Nun wollten wir zuerst zum Botanischen Garten fahren, dort irgendwo parken und uns dann den Garten selbst (der älteste der Welt!) und einen Teil der Universität anschauen (immerhin von 1222). Nun war es aber mit dem Navi irgendwie schwierig, so dass wir auf Google Maps umstiegen. Und es ist, wie es ist: Folgt man den Anweisungen, kommt man gut und schnell an. Erkennt man dann aber schmale Gassen nicht als vollwertige Straßen oder verpasst eine plötzlich auftauchende Abzweigung, so muss man Umwege fahren. Und die sind in alten italienischen Städten mit ausgeprägtem Einbahnstraßensystem unglaublich weit. Wir machten zwei oder drei zusätzliche Umwege, bis wir beim Botanischen Garten waren (das dauerte gefühlt eine knappe Stunde, obwohl das Navi ursprünglich eine Viertelstunde angezeigt hatte) und stellten dann dort fest, dass es nur Anwohnerparkplätze gibt. Also kämpften wir uns eine weitere halbe Stunde durch enge Altstadtgassen, bis wir schließlich in einem Parkhaus landeten, das zu Fuß sowohl von der Uni als auch vom Botanischen Garten ca. 20 Minuten entfernt war. Aber sei’s drum, wir hatten immerhin einen Parkplatz.

Dann liefen wir zunächst zur Uni, bzw. deren Haupt- und ursprünglichem Hauptgebäude, dem Palazzo del Bò. Hier wollte der Hase unbedingt die Statue für Eleonora Lucrezia Cornaro Piscopia sehen, der weltweit ersten Frau, die in Philosophie promovierte. Auch Kopernikus, Galileo und Casanova haben hier gewirkt. Während der Hase auf den Spuren der Gelehrten alter Zeit wandelte, mischte ich mich unters aktuelle Studentenvolk und schaute mir auf der Suche nach der Toilette die Uni von innen an. Im altehrwürdigen Gemäuer heißen sämtliche Hörsäle und Seminarräume „Aula x“, wobei das x jeweils für den Namen eines bedeutenden Wissenschaftlers steht. Sah sehr schick aus und gleichzeitig modern, da auf Displays angezeigt war, welche Veranstaltung gerade wo stattfand. Scheinbar fiel ich unter den Student*innen auch gar nicht so auf, zumindest guckte keine*r von ihnen merkwürdig, als ich mich in die Kloschlange einreihte. Sehr gut fürs Ego, das!

Danach fand ich, wir hätten uns endlich unser erstes Eis in diesem Italienurlaub verdient. Die vor Jahren aufgestellte Regel: „x Tage in Italien = x Eise in Italien“ werden wir wohl diesmal wieder nicht aufrecht erhalten können. Aber wir können es versuchen! Für mich gab es Schokoladensorbet und Puddingcreme, der Hase hatte Kastanie, Erdbeere und Mango. Beide hatten wir unten Schokoladencreme in der Waffel und ich zusätzlich oben drauf noch Schlagsahne, die sich dann wieder sehr schön mit dem Eis verband.

So gestärkt spazierten wir durch die Fußgängerzone und am Prato entlang bis zur Basilica Sta. Giustina, die ziemlich beeindruckend herumsteht. Gleich um die Ecke davon ist der Botanische Garten, der ziemlich groß ist und sich wirklich lohnt. Der älteste botanische Garten der Welt war unter anderem der Ort, an dem die Kartoffel, die Veilchen, der Sesam und die Sonnenblume erstmals in Italien kultiviert wurden, nachdem sie von fernen Kontinenten mitgebracht wurden. Außerdem befindet sich hier die sogenannte Goethe-Palme, die den alten Geheimrat auf seiner italienischen Reise so beeindruckte, dass sie ihn zu seiner Metamorphose der Pflanzen inspirierte. Sie sieht immer noch beeindruckend aus:

Als wir genug hatten, liefen wir zurück zum Auto und begannen dann so ganz offiziell unseren Roadtrip. Tagesziel war ein Agriturismo in der Nähe von Bardolino, doch auf dem Weg fuhren wir noch in Soave vorbei. Aus Zeitgründen erschlossen wir uns die mittelalterliche Stadt allerdings nicht zu Fuß, sondern fuhren einfach mit dem Auto ein wenig hindurch, um einen Eindruck zu gewinnen. Dafür hielten wir aber kurz nach dem Städtchen mitten in den Weinbergen an. Ein Teil der Reihen hing noch voller Trauben, andere waren schon abgeerntet und trugen nur noch kleine vergessene Garganega-Träubchen. Von denen zwackten wir uns ein paar zum Naschen ab. Sehr köstlich!

Dann bezogen wir unseren Agriturismo (der leider nur Frühstück anbietet) und fuhren in eine Trattoria im Nachbarort. Hier gab es dann für uns beide eine Käseplatte mit Feigensenf und Mostarda als Vorspeise, dann für mich Gnocchi mit Bergkäse und Trüffeln und für den Hasen Tagliatelle mit Pfifferlingen. Dazu gönnten wir uns eine Flasche Bardolino. Bzw. trank der Hase ein Glas und ich zwei, denn er musste ja leider noch fahren. Der Rest der Flasche steht jetzt neben dem Bett und wird mit dem Umweg über die Zahnputzbecher geleert. Cin cin!

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 3: Markt, Murano, Burano und jede Menge Wasser

Dass Venedig voller Wasser ist, haben wir ja eigentlich schon vorher gewusst. Irgendwie waren wir dann aber heute deutlich mehr auf dem Wasser als an Land, der Fußboden schwankt immer noch unter unseren Füßen. Und ab dem Nachmittag kam das Wasser dann auch noch von oben… Aber ich berichte mal von Anfang an.

Trotz des Vorhabens, heute früher loszukommen und schön auf den Rialto-Markt zu gehen, wachten wir erst nach 9 auf. Scheinbar haben wir beide – und ganz besonders der Hase – jede Menge Schlaf nachzuholen. Wir standen dann gemütlich auf, checkten den Wetterbericht, packten regenfeste Kleidung (so hofften wir zumindest) ein und fuhren mit dem Vaporetto bis zum Markt, was allerdings schon ganz schön lange dauerte. Bis wir dort waren war es dann auch schon kurz vor 12 und bis auf die Stände mit Obst und Gemüse war alles schon wieder abgebaut (der Markt schließt offiziell um 1). Wir kauften dann noch schnell ein paar Feigen und Weintrauben und setzten uns fürs Frühstück in die nächste Bar. Es gab Caffè latte, für mich ein mit Creme gefülltes Croissant und für den Hasen zwei Mini-Brioches mit Truthahnbrust und Salami.

Dann spazierten wir noch ein wenig durch die Gegend Richtung Vaporetto-Anleger und freuten uns über die im Vergleich zum Sonntag deutlich leerere Stadt. An einer Bäckerei konnte der Hase dann nicht vorbeigehen: Im Schaufenster lockten Cannoncini, gefüllt mit weißer bzw. dunkler Schokolade. Die ließen wir uns schmecken und fuhren dann mit dem Vaporetto und einmal Umsteigen nach Murano hinüber.

Dort ging es zuerst in einen Showroom, wo wir uns ansahen, wie drei Glasbläsermeister im perfekten Zusammenspiel der einzelnen Arbeitsschritte Vasen mit Goldblatt und bunten Blumen-Bausteinen herstellten. Dann bummelten wir durch das Zentrum von Murano und besahen uns die verschiedenen Schaufenster mit Glaskreationen von Kitsch bis Kunst.

Das Glasmuseum sparten wir uns dann und setzten uns direkt in den nächsten Vaporetto, der (wieder mit einmal Umsteigen) zur Insel Burano fuhr. Diese Fahrt dauerte deutlich länger, als wir anhand des Liniennetzplans angenommen hatten, Burano ist dann doch ganz schön weit draußen. Als wir dort ankamen, hatte es bereits zu regnen begonnen. Wir ließen uns davon dann aber gar nicht groß Beirren und spazierten zwischen all den bunten Häusern umher, die mir mit ihren knalligen Farben trotz grauem Regenwetter verlässlich gute Laune machten. Evtl. haben auch Kaffee und Törtchen geholfen. Für den Hasen gab es eine Crostantina mit Marmelade und für mich ein Törtchen alla nonna.

Als nächstes ging es dann mit dem Vaporetto (und einmal Umsteigen…) zum Markusplatz, den wir uns eigentlich noch einmal ohne Touristenmassen und inklusive Dom anschauen wollten. Aber zu diesem Zeitpunkt goss es dann wie aus Kübeln und der Dom hatte auch pünktlich 18 Uhr für Besucher geschlossen.

Also setzten wir dann doch früher als geplant auf die Insel Giudecca über, zu der wir eigentlich gestern schon gewollt hatten. Ursprünglich wollten wir dort ein wenig durch die Gegend flanieren und das Venedig der Einheimischen kennenlernen, denn auf Giudecca gibt es recht wenige bekannte Sehenswürdigkeiten und dafür viel normales Leben. Der Regen trieb uns dann aber sofort in eine echt entspannte Nachbarschaftsbar, in der lauter Venezianer*innen beim Aperitivo saßen und laute Musik lief. Wir genehmigte uns beide je ein Gläschen Soave (der kommt ja aus dem Veneto) und planten mit dem Reiseführer unsere nächsten Tage.

Dann wurde es langsam Zeit fürs Abendessen. Das von uns anvisierte Lokal war nur drei Minuten (durch den Regen) von der Bar entfernt, aber dann doch leider zu. Schnell suchten wir eine Alternative und fanden dann auch ein ziemlich leeres, aber freundliches und wie sich herausstellte leckeres, Restaurant auch nur ein paar Minuten weiter.

Hier trockneten wir ein wenig, wärmten uns auf, und aßen Tintenfischsalat, köstliche Pasta (der Hase mit Zucchini und Scampi, ich mit Sepia) und zum Dessert Torta al limone bzw. Mousse al cioccolato mit Gianduia. Dazu gab es den Weißwein des Hauses und am Ende waren wir nicht nur satt, sondern auch leicht angetüdert und hundemüde. Durch den Regen liefen wir zum Vaporetto-Anleger, wo uns der Wind um die Ohren pfiff. Danach ging es (mit einmal Umsteigen…) nach Hause zum Lido. Während der Fahrt sahen wir dann die ersten Blitze am Himmel. Die 5 Minuten Heimweg vom Anleger waren dann die Anspruchsvollsten – Regenguss, starker Gegenwind und weitere Blitze.

Zuhause angekommen packten wir den Rest Obst in den Kühlschrank, hängten unsere nassen Sachen zum Trocknen auf und kuschelten uns zum Aufwärmen in das warme Bett, in dem ich jetzt diesen Eintrag tippe.

Venedig ist ne feine Sache, aber auf die Dauer dann doch etwas anstrengend. Man ist Wind und Wetter ziemlich ausgesetzt und trotz gutem Liniennetz braucht man sehr viel Zeit, um von A nach B zu kommen, egal ob zu Wasser oder zu Land. Für Tourist*innen ist das sicherlich kein Problem, aber ich ertappte mich immer wieder bei dem Gedanken, wie es wohl wäre, hier zu wohnen und dann zu allem anderen auch noch all die Touris ertragen zu müssen. Auch barrierefrei ist hier sehr wenig, eine Wheely Map für Venedig sieht wahrscheinlich ziemlich dünne aus. Ich habe auf jeden Fall Lust, mich noch mehr mit dem Alltag hier zu beschäftigen, kennt jemand gute Filme/Serien, die in Venedig spielen (außer Donna Leon und Tod in Venedig)?

#ithasien – Italien-Roadtrip 2018 – Tag 1: Von Berlin nach Venedig

Mit diesem Text werden gleich zwei Wünsche auf einmal erfüllt. Einmal der mal mehr, mal weniger offen ausgesprochene Wunsch vieler geneigter Leser*innen, ich solle doch mal wieder bloggen. Und zum Anderen der des Hasen, unsere Urlaubshashtags sollten sich doch bitte schön nicht immer nur auf mich beziehen. Aus meinem ursprünglich geplanten #loositalia wird also dann jetzt #ithasien.

Ihr merkt, wir fahren nach bzw. durch Italien. Schon wieder? Ja, schon wieder. Der beziehungsinterne Vorsatz ist ja, einmal im Jahr nach Italien zu fahren und richtig gut zu essen (dafür aber immer wieder neue Ecken erkundend) und einmal im Jahr ein neues Land zu entdecken (mindestens für einen von uns beiden neu). In diesem Jahr haben wir nun drei Wochen Urlaub am Stück und verbinden unsere beiden Vorsätze miteinander: Wir machen einen Roadtrip durch Italien (auf Wunsch des Hasen durch den nordöstlichen Teil) und schauen uns unterwegs einen Tag lang San Marino an. Ja, wir sind gut darin, die Regeln in unserem Sinne zu verbiegen.

Da wir außerdem die Regel aufgestellt haben, aus ökologischen Gründen so oft wie möglich auf das Fliegen zu verzichten, tippe ich diese Zeilen im EuroCity zwischen München und Venedig. Bis jetzt kann ich auch nur gutes vermelden. Wir haben Sitzplatzreservierungen, der ICE aus Berlin war pünktlich, die Sitze sind bequem… Und wir kommen ganz entspannt und allmählich in den Reisemodus. Das einzige Manko war, dass wir schon um 5 aufstehen mussten, um rechtzeitig in Venedig anzukommen, um unsere Unterkunft noch zu beziehen und dann Zeit für ein angemessenes Einstiegsabendessen zu haben. Die reine Fahrtzeit von Berlin Hbf bis Venezia Santa Lucia beträgt trotzdem nur 11,5 Stunden.

Während vor dem Zugfenster Kühe weiden und die Alpen immer näherrücken, schreibe ich mal kurz auf, was uns (und Euch, wenn ich mit dem Bloggen durchhalte) in den nächsten drei Wochen alles so erwartet.

Italien 2018.png

Tag 2-3:

Wir erkunden Venedig. Für mich ist es bereits der vierte Besuch in der Serenissima, für den Hasen allerdings der erste. Da ich vieles schon kenne, hoffe ich, diesmal das Ghetto ausführlicher zu besuchen und außerdem erstmalig nach Murano (und evtl. Burano) zu kommen.

 

Tag 4:

Wir nehmen den Zug nach Padua, wo wir einen Mietwagen gebucht haben. Damit beginnt dann der Roadtrip auch ganz offiziell. Ich freue mich schon wieder auf das Durchzappen durch italienische Radiosender und ein Navi, dass die italienischen Namen sehr amüsant ausspricht und uns in die eine oder andere Sackgasse führt. An diesem Tag geht es bis an den Gardasee, nach Bardolino, wo wir auf jeden Fall den gleichnamigen Wein trinken werden. Mögliche Zwischenstationen sind auch noch Passano del Grappa und Soave, da wird dann aber nur die Beifahrerin trinken können. Evtl. halten wir auch noch in Vicenza an.

 

Tag 5:

Wir verlassen das Veneto und machen einen Abstecher in die Lombardei. Ziel ist die Enoteca des Vaters einer Kollegin vom Hasen in Grumello. Wenn wir es schaffen, machen wir unterwegs in Brescia und Bergamo Station. Der Hasenkolleginnenvater macht auch selbst Olivenöl, davon wollen wir uns etwas mit nach Hause nehmen.

 

Tag 6:

Dieser Tag steht ganz im Zeichen des Essens und führt uns in die Emilia-Romagna. Zuerst geht es nach Parma, wo der gleichnamige Schinken und der Parmigiano Reggiano. Zum Mittagessen haben wir dann einen Tisch im Franceschetta58 in Modena bestellt, dem Bistro von Massimo Bottura, dem Sternekoch, der den meisten vielleicht aus der Pilotfolge von Chef’s Table bekannt ist. Abends erreichen wir dann Bologna.

 

Tag 7:

Das Auto darf sich einen Tag ausruhen, während wir Bologna erkunden. Hier war ich bereits zweimal, einmal kurz im Hochsommer für eine standesamtliche Hochzeit (gefeiert und geschlafen wurde allerdings außerhalb) und einmal über Silvester. Bei beiden Gelegenheiten blieb bei aller Feierei so gar keine Zeit für Sightseeing, das wird jetzt nachgeholt.

 

Tag 8:

Genug vom Stadtleben, jetzt geht es in die Natur, und zwar in die bergigen Wälder des Foreste Casentinesi. Dort lockt unter anderem ein Wasserfall in Portico di Romagna. Einmal tief durchatmen und mehr Grün als Häuser sehen!

 

Tag 9:

Wir entdecken ein für uns beide neues Land – San Marino. Ein Restaurant mit landestypischer Küche für das Mittagessen habe ich bereits ausgesucht. Da San Marino aber sonst relativ teuer ist, fahren wir zum Schlafen bereits weiter nach Urbino, in der Region Marche.

 

Tag 10:

Heute fahren wir auf uns beiden halbwegs bekanntes Gebiet – in die Toskana. Allerdings in eine Gegend, die wir bei unserem gemeinsamen Besuch dort vor zwei Jahren noch nicht bereist haben. Über Gubbio, Montepulciano und Pienza geht es nach Montalcino.

 

Tag 11:

Jetzt geht es in die erste italienische Region, die für uns beide komplett neu ist: Umbrien, genauer: nach Orvieto. Wenn es sich einrichten lässt, baden wir vorher noch in den heißen Quellen von Fosso Bianco. Bis hierhin habe ich auch hoffentlich „Tausend Tage in Orvieto“ von Marlena de Blasi durchgelesen.

 

Tag 12-13:

Es wird wieder Zeit für ein wenig Ruhe und Entspannung, die wir hoffentlich am Lago Trasimeno finden. Der Hase darf angeln und wie ich mich kenne, nutze ich den Tag zum Faulenzen.

 

Tag 14:

Über Spello und Assisi (das vom Franz) fahren wir nach Perugia, den südlichsten Punkt unseres Roadtrips. Leider verpassen wir die Schokoladenmesse Eurochocolate um ein paar Tage, aber wir werden es uns nichtsdestotrotz schokoladig gutgehen lassen.

 

Tag 15:

Heute wird viel Auto gefahren. Von Perugia geht es zunächst nach Fabriano, wo wir die ehemalige Austauschschülerin meiner Tante besuchen und einsammeln, dann fahren wir gemeinsam weiter zu deren Eltern nach Ancona und sind wieder in Marche.

 

Tag 16:

Wir erkunden unter professioneller einheimischer Führung Ancona und genießen den Aufenthalt „bei Freunden“. In der Adria baden wurde uns auch als durchaus machbar angepriesen. Im Oktober. Von einer Italienerin. Da können wir uns natürlich keine Blöße geben.

 

Tag 17:

Von jetzt an geht es hauptsächlich die Adria-Küste hoch. In der ersten Etappe über Pesaro bis nach Rimini, dann wieder in der Emilia-Romagna. Mal schauen, was uns unterwegs noch so über den Weg läuft.

 

Tag 18:

Von Rimini geht es zurück ins Veneto, und zwar nach Ravenna. Wie man merkt, ist der letzte Teil der Reise der am wenigsten durchgeplante. Aber uns wird schon noch etwas einfallen, bis es soweit ist.

 

Tag 19:

Noch ein wenig Natur tanken im Po-Delta und dann geht es abends nach Chioggia, angeblich ja das „schönere Venedig“.

 

Tag 20:

Heute fahren wir wieder nach Padua und geben unseren Mietwagen zurück. Dann geht es mit dem Zug weiter nach Verona.

 

Tag 21:

Wir steigen am späten Vormittag mit Sack und Pack in den Zug und dann geht es über München wieder zurück nach Berlin, wo uns die Katzen samt Sitterin hoffentlich schon sehnsüchtig erwarten.

 

Wer uns kennt, weiß, dass es zwischendurch auf jeden Fall sehr viel zu essen geben wird. Fotos davon und von allem möglichen anderen gibt es dann demnächst unter dem Hashtag #ithasien auf Twitter, Instagram und Facebook. Wenn Ihr was wisst, wo wir unbedingt vorbeischauen oder was wir auf jeden Fall probieren sollten, sagt gerne Bescheid! 🙂

Tagebuch-5 im April 2017

Wer regelmäßig bloggen will, dem kommen solche schönen Aktionen wie WMDEDGT natürlich entgegen, die übrigen Beiträge gibts wie immer bei Frau Brüllen.

Gegen 7 werde ich vom mir ins Ohr brüllenden Kater geweckt. So langsam gewöhne ich mich an die von der Hasenkrankheit bedingten Nächte im Katzenbett. (Exkurs: Die Katzen schlafen am liebsten in unserem Gästezimmer, in das ich momentan auch nachts ausweiche, um die Mandelentzündung des Hasen von mir fernzuhalten. Zwischen dem Schlafzimmer und den Katzen sind nachts zwei Türen, so dass wir sie quasi nie hören, ihr nächtlicher Aktionsradius aber ganz schön eingeschränkt ist. Ich möchte sie daher nicht auch noch aus dem Gästezimmer und teile großzügig die 90 x 200 cm Bett mit ihnen.) Abends lasse ich mich von Noosa in den Schlaf schnurren, die dazu direkt neben meinem Kopf liegt, des Nächtens muss ich mich ab und zu um die zwei Schlafnasen drumherum wickeln und morgens werde ich dann von Nimbin geweckt. Aber um 7 ist eine okaye Zeit, 30 Minuten später klingelt der Wecker sowieso.

Ich lese Nachrichten und Benachrichtigungen (Reihenfolge: Messenger aller Art, E-Mails, Facebook, Instagram, Twitter) und dann ein wenig in den Timelines (Facebook, Instagram, Twitter). An manchen Morgenden reicht es dann noch für SPON oder den Feedreader, heute aber rennt mir die Zeit davon. Um 7:45 wird meditiert (heute schon den 7. Tag in Folge wieder, juhu!) und 8:00 dann aufgestanden. Es folgt: Bad, anziehen, Katzen füttern, Wassernäpfe auffrischen, Sachen zusammensammeln, vom Hasen verabschieden und gegen 8:30 das Haus verlassen.

Eigentlich möchte ich mir Frühstück in einem meiner Stammcafés holen, aber das hat wieder einmal noch zu. Also nehme ich die Ringbahn zur Schönhauser Allee, hole mir eine Johannisbeerschnecke und setze mich schon dort in die U2. So richtig mit Sitzplatz, den kriege ich am Alex tatsächlich eher selten noch ab.

Corporate Identity
Im Büro angekommen gibt es ein paar letzte Besprechungen zum heutigen Wahlkampfauftakt, dann koche ich mir meinen Tee und fahre den Rechner hoch. E-Mails bearbeiten, Dinge abarbeiten, ein kleines Brainstorming-Meeting mit dem Team… Der Vormittag geht ganz schön schnell vorbei.

In der Mittagspause kaufe ich Brot, Käse, Duschgel und eine Überraschung für den kranken Hasen ein und hole noch zwei Onigiris, die ich dann wieder zurück am Arbeitsplatz verspeise.

Onigiri
Um 15 Uhr gibt es eine Sitzung des Personalausschusses, bei der ich Protokoll führe. Danach trifft sich unsere Wahlliste zu einer kleinen Werbeaktion. Hinterher sind weite Teile des Büros mit unseren Plakaten zugekleistert. Noch eine halbe Stunde Tagesgeschäft, dann wird der Rechner wieder runtergefahren und alles versammelt sich zum vierteljährlichen All-Hands-Meeting, bei dem es einen Über- und Ausblick zu aktuellen Geschehnissen und Projekten gibt. Danach laufen wir alle gemeinsam hinüber in unsere neuen Büroräume, die der Großteil der Belegschaft heute zum ersten Mal besichtigen kann. Noch ist alles im Rohzustand, bis wir dann in ein paar Monaten einziehen wird noch viel passieren.

Trotzdem genießen wir die Ausblicke aus dem Dachgeschoss und von der Terrasse, erkunden das Gebäude und unsere zukünftigen Arbeitsbereiche und unterhalten uns bei Pizza, Snacks, Bier, Sekt und Softdrinks. Auffallend oft sind Wahlkampf und Wahlen das Thema und es gibt viel positives Feedback zu unserer Aktion. „Ihr habt wohl mehr Marketing-Budget als ganz EMEA!“ und „Ich wähle Euch hundertprozentig!“ sind meine beiden Lieblingszitate dazu.

Aussicht
Nach etwas über zwei Stunden mache ich mich dann auf den Heimweg und nutze dieselbe Route wie morgens. In der S-Bahn drücke ich einem Obdachlosen den Inhalt meines Kleingeldfachs in die Hand (knappe 3 €, gestern früh waren es noch über 10 in viel zu vielen Münzen) und jetzt habe ich wieder ein verschließbares Portemonnaie. Ich laufe durch den Frühling nach Hause, packe die Einkäufe aus und begrüße den Hasen. Wir erzählen uns gegenseitig von unserem Tag und gehen dann noch ein paar Dinge durch, die dringend noch zu besprechen sind (beides sehr Bürokratie- und Papierkram-lastig heute…).

Dann ziehe ich mich mit dem Laptop auf die Couch zurück, lese ein wenig im Internet herum, kümmere mich um Korrespondenz und schreibe diesen Text …und spätestens um 11 lasse ich mich dann wohl wieder von Noosa in den Schlaf schnurren!

 

#12von12 im November, Was schön war und ein bisschen Hoffnung

Gestern war der 12. und ich habe es diesmal wieder geschafft, zwölf Bilder von meinem Tag zu machen, wenn auch nicht, sie rechtzeitig zu verbloggen und bei #12von12 zu verlinken. Außerdem ist mir aufgefallen, dass sie gut in die Kategorie „Was schön war“ passen, die ja vor einiger Zeit von Anke Gröner von Anke Gröner als Blog-Idee verfolgt wird. Danke für die Inspiration! Und weil es so schön war und ich gestern sogar einen kurzen Herzschmelz-Moment hatte, was ich angesichts der Nachrichtenlage diese Woche kaum für möglich gehalten hätte, fungiert dieser Text jetzt hier gleich für beide Reihen…
Puzzle-Buch

Wir wachen heute bei unseren Freunden, der Familie vom Patenkind des Hasen auf. Das Patenkindchen wachte bereits um 5:13 auf, aber ich schaffte es noch, immer mal wieder einzudösen, bis dann um halb 9 die Tür aufging und seine große Schwester mit einem Puzzle-Buch an unserem Bett auftauchte. Der Tag begann also mit Puzzlen und Vorlesen, immerhin konnten wir so noch eine gute halbe Stunde länger liegen bleiben.

 

Frühstück

Dann gab es ein tolles Frühstück in großer Runde, mit aufgeschnittenem Obst, aber ohne Obstmandala. Sie sind eben nicht bei Instagram 😉

 

Hase und Patenkind

Hase und Patenkind saßen natürlich nebeneinander an der Stirnseite des Tisches, wie sich das gehört.

 

Orangen-Feigen-Marmelade

Es gab superleckere Orangen-Feigen-Marmelade von der Patenkindoma, die beide Früchte im eigenen, sachsen-anhaltinischen (!), Garten geerntet hat.

 

Geschenk auspacken

Nach dem Frühstück durfte das Patenkind sein Geburtstagsgeschenk auspacken. Ein Jahr ist es jetzt schon alt! Die große Schwester hilft beim Auspacken. Natürlich haben wir ihr auch etwas mitgebracht – einen Plüschhasen, der jetzt Glocke heißt.

 

Fernsehturm

Der Fernsehturm zum Zusammenstecken kommt sehr gut an und soll das Patenkind optimal auf seine zukünftigen Besuche bei uns vorbereiten.

 

Doktorspiele

Dann wird aber erstmal Arzt gespielt und mir wird ein grüner, sternförmiger Fleck herausoperiert, zum Glück gibt es für die Wunde ein monstermäßig cooles Pflaster (und ne Narkose habe ich auch bekommen, aus der Fernsehturmspitze!)

 

Schaukeln

Dann heißt es bald anziehen und rausgehen. Der Hase und das große Kind schaukeln, während das Patenkindchen immer müder wird. Nach einer guten halben Stunde müssen wir wieder rein, damit es seinen Mittagsschlaf machen kann.

 

Faultier

Vorher bekommt es noch ein Fläschchen. In der Zwischenzeit spielen Papa, Hase und das große Kind zusammen. Der Hase ist, wie man leicht sieht, ein Faultier, das von Löwen angegriffen wird. Dann hat das Patenkindchen ausgetrunken und verabschiedet sich von allen. Die große Schwester ist sehr ins Spiel vertieft und möchte der Kleinen keinen Kuss geben. Aber dann springt sie doch schnell auf und reicht ihr Glocke als Bewacher zum Mittagsschlaf. „Ich leih Dir meinen Glocke zum Kuscheln, aber nur ausnahmsweise!“ Hachz! Diese kleine Geste gab mir ein kleines bisschen Hoffnung, dass die Menschheit zwar egoistisch, aber nicht von Grund auf schlecht ist. Gut zu wissen mit Blick auf die weltpolitische Lage!

 

Völkerschlachtdenkmal

Wir brechen auf und fahren quer durch die Stadt zu sEB, dem wir auch noch einen Besuch abstatten wollen, wenn wir schon in Leipzig sind. Unterwegs kommen wir am Völkerschlachtdenkmal vorbei.

 

Gemüse-Lasagne

sEB empfängt uns mit einer leckeren Gemüse-Lasagne. Nach dem Essen und einem gemütlichen Plausch fahren wir dann wieder gen Norden.

 

Kitty

Bevor es zurück nach Berlin geht, halten wir auch noch beim Hasenbruder und den Haseneltern an – wenn man schonmal in der Gegend ist. Bei Hasenbruders werden wir von Kitty empfangen, die nach Besuchern Ausschau hält, während ihre felinen Mitbewohner:innen Dietmar und Frau Katzenberger das Sofa vorziehen.

Der Tag ging dann noch etwas weiter: Wir gabelten zwei Freunde des Hasen auf, fuhren gemeinsam zurück nach Berlin und der Hase ging dann mit ihnen zu einem Konzert, während ich es mir mit Katzen, Serien und einem Seitan-Burger auf der Couch bequem machte. Das wären dann aber vermutlich die Bilder 13 bis 20 gewesen…

#12von12 im Oktober 2016 – Herbstwetter-Edition

Immer am 12. eines Monats machen Blogger:innen zwölf Fotos von ihrem Tag. Diesmal bin ich auch wieder dabei, die anderen gibt es wie immer bei Caro.


Honibuftis

Der Hase hat in meiner Abwesenheit Lust auf klebrig süße Frühstückscerealien bekommen und einfach mal welche gekauft, was ich aber erst gestern Abend gesehen habe. Heute morgen habe ich mir dann direkt ein Tupperdöschen voll mitgenommen, die Milch dazu gibts im Büro. So hatte ich seit langem mal wieder „Honibuftis“, wie sie bei uns in der Familie heißen. Standen früher immer bei Oma in der Wohnstube herum und wurden von Enkeln und (mindestens) einer Tante trocken aus der Hand genascht. Erinnerungen!

 

Mittag

Der Vormittag im Büro plätschert ohne besondere Vorkommnisse vor sich hin. Früher als sonst bekomme ich wieder Hunger, woran das wohl liegt 😉 Zum Mittag mit der besten Kollegin-Freundin gibt es vom Hasen zubereitete Kartoffelsuppe und für sie Pellkartoffeln mit Quark. Die frischen Komponenten spendiert der Arbeitgeber dazu.

 

Photoshop

Kaum wieder am Platz taucht dieses von Photoshop arg verunstaltete Foto auf und sorgt für Heiterkeit – kommt uns natürlich nicht auf die Seite!

 

Kicker

Zum Feierabend laufe ich durch unseren neu gestalteten Eingangsbereich und amüsiere mich über das Schild am Kickertisch, das darum bittet, nicht zu viel Lärm zu machen. Wer schonmal gekickert hat, weiß, wie sinnvoll und zielführend das ist…

 

Verspätung

Die U2 verkehrt pünktlich zum Feierabend unregelmäßig. Ich warte also zunächst erstmal 12 Minuten auf eine Bahn, diese ist dann natürlich brechend voll. Ebenso die drei Minuten später. In die dritte passe ich dann hinein (genau wie gestern….).

 

Laub

Als ich zum Sport laufe, dämmert es bereits. Was hier wie buntes Herbstlaub aussieht, ist allerdings in Wirklichkeit noch grün und wird nur von orangenen und roten Neonschildern erleuchtet.

 

Sport

Auf dem Weg zum Sport bin ich allerdings in meine erste Herbstpfütze getreten und durfte feststellen, dass Schuhe aus Baumwolle natürlich nicht wasserfest sind.

 

Kastanien

Als ich das Sportstudio verlasse, ist es endgültig dunkel. Zuhause erwartet mich der Anblick eines kompletten Esstisches voller zerkleinerter trocknender Kastanien. Aus denen will der Hase den Winter über immer nach Bedarf nachhaltiges Waschmittel herstellen.

 

Kater

Der Hase ist heute Abend bei unseren syrischen Freunden. Ich nehme mir also die neuesten Serienfolgen mit in die Küche und koche mir was schönes. Der Kater ist wie immer neugierig.

Gemüse

Heute verarbeite ich letztes Gemüse – Paprika vom Balkon, Zucchini und Tomaten aus dem Garten der Hasenfamilie. Eine Schale voller Cocktailtomaten vom Balkon haben wir dann noch übrig, die halten sich aber noch eine Weile.

 

Gebackenes Gemüse

Inspiriert von Rachels dieswöchigem Rezept im Guardian Cook wird das Gemüse mit viel Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch und Oregano ganz langsam im Ofen geröstet. Am Ende ist es so weich, dass es auf der Zunge zergeht und wahnsinnig aromatisch. Besonders die Paprika und Tomaten werden regelrecht süß und leicht rauchig, genau wie Rachel es beschreibt. Dazu esse ich Couscous. Die Reste bleiben für das Mittagessen morgen, dann wahrscheinlich kalt, denn laut Rachel schmeckt das dann sogar noch besser!

 

Kuchen

Und weil mir so herbstelig ist, mache ich mir zum Nachtisch das letzte Stück des Apfel-Streusel-Kuchens, den der Hase am Wochenende gebacken hat, warm und mahle mir frischen Zimt darüber. Wie schon Sookie über den Gurkenduft sagte: If you can’t fight it, embrace it! Die Heizung haben wir jedenfalls inzwischen auch angemacht…

Tagebuch-5 im September 2016

Es ist der 5. und wie in jedem Monat fragt Frau Brüllen wieder: WMDEDGT?

Ich wache eine knappe halbe Stunde vor dem Weckerklingeln auf und habe direkt Kopf und Rückenschmerzen. Das zieht sich schon ein paar Tage und will mir wahrscheinlich sagen, dass es mal wieder Zeit für Sport ist, immerhin sitze ich seit zwei Wochen wieder im Büro herum. Zum Glück ist der Hase auch schon wach, obwohl er eigentlich ausschlafen könnte, und so komme ich in den Genuss einer morgendlichen Massage, nach der es mir schon deutlich besser geht. Obendrein mixt er mir dann auch noch einen Smoothie zum Frühstück – so könnte eigentlich jeder Tag anfangen! Fürs zweite Frühstück im Büro nehme ich mir selbstgemachte durchs nicht-Öffnen und Liegenlassen einer Flasche Milch entstandene Dickmilch mit Brombeermarmelade mit, in die ich vor Ort noch ein paar Haferflocken streuen werde.

Draußen herbstelt es gewaltig, was angesichts des Datums klar geht, aber gleichzeitig auch irgendwie unpassend erscheint, denn für die nächsten Tage ist wieder schönstes Hochsommerwetter mit bis zu 32 Grad angesagt. Wahrscheinlich möchte der Wettergott den Berlinern den ersten Montag nach den Ferien nicht zu schön machen, damit keiner bedauert, nicht mehr frei zu haben. Apropos Ferienende: Auf einen Schlag sind die Bahnen morgens wieder knackevoll – in der Tram bekam ich in den letzten Wochen immer einen Sitzplatz, heute ist nicht daran zu denken. Die erste U-Bahn lasse ich dann auch völlig überfüllt wegfahren, bevor ich in der zweiten einen Stehplatz ergattere. Und so geht das jetzt wieder monatelang…

Im Büro erst einmal große Freude, denn die beste Kolleginnenfreundin ist aus dem Urlaub zurück und es gibt gleich erstmal viel zu erzählen und eine Verabredung zum Mittagessen. Leider ist ein Kollege weiterhin krank, so dass ich auch diese Woche wieder mehrere Personen und Aufgabenbereiche vertreten werde. So komme ich in den Genuss eines wichtigen Meetings und zweier kürzerer Arbeitsaufgaben, die ich neben dem Tagesgeschäft angehen muss. Abgesehen davon geht der Tag einigermaßen entspannt voran.

Mittags schnippeln die Freundin und ich uns Salat und essen den gemeinsam, während wir uns über unsere jeweiligen Urlaubserlebnisse austauschen. Danach bleiben nur noch 2,5 Stunden Arbeit übrig, denn durch das wichtige Meeting essen wir erst ziemlich spät. Pünktlich um 17:30 verlasse ich das Büro und fahre zum Sport. Dabei muss ich am Alex umsteigen und freue mich wieder einmal, wie bunt und lebendig er doch in den letzten Monaten geworden ist – viele Leute aus allerlei Kulturen und Szenen sitzen herum und unterhalten sich, Straßenmusiker und -künstler zeigen ihr Können und obwohl es Montag ist, gibt es heute keine Demo von besorgten Bürgern und ein Volksfest ist auch gerade nicht. Toll!

Beim Sport mache ich nach nun mehr als 4 Wochen Pause eine unerwartet gute Figur, so dass ich danach sehr zufrieden mit mir nach Hause gehen kann. Dort füttere ich die Katzen, ruhe mich kurz vor dem Internet aus, tippe diesen Blogpost und mache dann gleich noch eine Mangold-Tortilla zum Abendbrot. Der Mangold kam gestern gemeinsam mit Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten, Äpfeln, Roter Bete, Kohlrabi, Zucchini, Bohnen, Eiern, Kuchen und (gekauftem) Schafs- und Ziegenkäse gemeinsam mit den Haseneltern hier bei uns an, die uns einen Sonntagsbesuch abstatteten. Die nächsten Wochen müssen wir also kaum Lebensmittel kaufen und können viel leckeres und selbstgezogenes verbrauchen. Juhu!

Beim Kochen schaue ich weiter Gilmore Girls und warte auf den Hasen, der gerade noch mit einem Freund zusammen an einem Projekt arbeitet, dass ich wohl nachher auch noch einmal begutachten und lektorieren werde. Dann endet der Abend wie üblich mit den Katzen auf der Couch. Ein guter Montag!

 

#12v12 im Juni – Landpartie mit Ziegen, Bienen und Enten

Immer am 12. eines Monats zeigen viele Blogger*innen 12 Fotos von ihrem Tag. Die anderen findet Ihr wie immer bei Caro, hier sind meine:

Heute sind wir bei der Hasenfamilie auf dem Land. Gleich nach dem Frühstück geht es raus zum Ziegenstreicheln. Die fünf Kleinen kenne ich noch gar nicht, sie sind erst in diesem Frühling geboren. Der flauschigste und kuscheligste ist Juan-Carlos, der die erste Zeit mit der Flasche aufgepäppelt werden musste. Hinten guckt übrigens Papa Ferdinand aus dem Stall, nicht übersehen!

 

Wir laufen durch den Gemüsegarten und schauen, was schon alles wächst und gedeiht. Dann gelangen wir zum Bienenhaus. Hier wird heute gearbeitet: Hasenmama und Hasenbruder tauschen die Rahmen aus den Bienenstöcken aus und schleudern Honig.

 

In diesem alten Schrank liegen die geleerten Rahmen. Das Wachs soll jetzt in der Sonne abschmelzen, so dass die Rahmen wiederverwendet werden können. Das Wachs wird natürlich auch verwertet.

 

Nachdem wir im Garten Salat, Rhabarber und Erdbeeren für Zuhause geerntet haben und der Honig geschleudert ist, fahren wir zum Mittagessen in ein Restaurant und essen auf der Terrasse mit Elbeblick leckere Pasta. Dann spazieren wir am Fluss entlang zum Auto zurück.

 

Wir fahren weiter zu Hasenonkel und Hasentante und schauen uns in deren Garten noch etwas um. Es gibt einen neuen Platz für das Holz, dass aus dem eigenen Wald stammt.

 

Wir ernten von zwei vollbehangenen Kirschbäumen alles was schon reif, vom Boden aus erreichbar und noch nicht von den Staren angepickt ist.

 

Der Hase findet für mich die erste reife Himbeere. Soooo lecker!

 

Am Ende des Gartens ist das Gehege der Enten, die wir natürlich – ebenso wie die Hühner – auch besuchen wollen. Dazu geht es zunächst über den Bach.

 

Hier liegen ein paar Enteneier, vermutlich nicht zu Ende bebrütet und teilweise auch schon angefressen.

 

Und da sind auch schon zwei schöne Enten.

 

Und noch mehr, mit niedlichen kleinen Entenküken.

 

Nicht fotografiert habe ich Hühner und Katzen und jetzt fällt mir auch erst auf, dass wir vergessen haben, die Kaninchen zu besuchen. Beim nächsten Mal dann wieder! Am Nachmittag setzen wir uns in den Zug zurück nach Berlin – vollgepackt mit Eiern, Rhabarber, zwei Sorten Salat, Erdbeeren und Kirschen!

Tagebuch-5 im Juni 2016: Syrisches Essen und Rücken

Es ist mal wieder der 5. und wie jeden Monat fragt Frau Brüllen wieder: WMDEDGT?

Es ist heiß in Berlin. Gegen 10 wachen wir auf und stehen auch recht bald auf, da wir zum Mittagessen in Neukölln verabredet sind. Duschen, Zähneputzen, Anziehen, Katzen füttern… Zum Frühstück für uns gibts es einen schnellen Smoothie aus Pfirsichen, Aprikosen, Erdbeeren, Bananen und Eiswürfeln.

Smoothie

Dann gehen wir los zur S-Bahn und fahren mit der Ringbahn zum Treptower Park. Hier müssen wir in den Bus umsteigen und kaufen in einem Späti an der Bushaltestelle schnell noch eine Wassermelone. Ich trage sie ein paar Schritte lang (hauptsächlich um später sagen zu können: „Ich habe eine Wassermelone getragen.“), merke aber schnell, dass das meinem bereits schmerzenden Rücken nicht so richtig gut tut.

Melone

Wir fahren weiter nach Neukölln zu unseren syrischen Freunden. Gemeinsam mit einem befreundeten Paar sind wir dort heute zum Essen eingeladen. Während wir auf die beiden anderen warten unterhalten wir uns mit den Gastgebern über ihre Sprachfortschritte. Gerade der Vater ist erstaunlich weit, besonders im Lesen und Schreiben, weniger im Sprechen. Er spricht außer Syrisch und Englisch auch ganz gut Französisch und Spanisch, kein Wunder, dass er mit dem Deutschen so gut vorankommt. Leider wird er trotz sehr guter Leistungen in der Sprachschule eher zurückgehalten als gefördert und ist sehr enttäuscht darüber. Auch die beiden Jungs verstehen uns jetzt schon deutlich besser, aber sie sprechen trotzdem größtenteils Englisch mit uns, während wir versuchen, möglichst auf Deutsch zu antworten. Sprachpraxis ist schließlich alles. Im Fernsehen läuft Panda, Gorilla & Co., das ist schonmal ein guter Schritt 😉

Ich blättere durch die Lehrbücher aus der Sprachschule, finde sowas ja generell immer spannend. Als eines der Bücher droht, zu Boden zu fallen, beuge ich mich schnell vor, um es zu retten. Ab diesem Moment sind meine Bewegungen nur noch sehr eingeschränkt möglich und tun größtenteils weh. Die Kombination aus temperaturbedingtem Flip Flops tragen, Schwimmen am Donnerstag, Kieser Training am Samstag, Melone tragen und dieser plötzlichen Bewegung scheint meiner Lendenwirbelsäule mal wieder den Rest gegeben zu haben.

Da wir zu siebt und damit ein Stuhl zu wenig in der Wohnung vorhanden ist, setzt unsere Freundin auf dem Couchtisch. „Ist das OK?“ fragt sie. Ihr Freund witzelt: „Klar ist das OK, die Ms. sind doch Christen, da ist alles OK.“ T. reagiert prompt lachend: „Yes, we’re not Daesh!“

Mit Mühe schaffe ich es vom Sofa an den Esstisch. G. serviert heute gefüllte geschmorte Zucchini, die sehr interessant gewürzt sind und mit den Fingern gegessen werden, außerdem einen Gericht aus Zuckerschoten und Hackfleisch mit Reis. Zum Nachtisch gibt es unsere Melone sowie zwei verschiedene Süßigkeiten. Kleine runde Pfannkuchen werden an einer Seite zusammengedrückt wie Tüten. Die andere Seite wird gefüllt – einmal mit einer Creme und gehakten Pistazien, einmal mit Walnüssen. Über beide Varianten wird flüssiger Honig gegossen. Irgendwann zeigt G. mir, wie man das alles zubereitet, hat er versprochen.

Zucchini

Zuckerschoten

Syrisch

Walnuss

Pistazie
Während des Essens beginnt es draußen zu Donnern. Die drei Syrer zucken zusammen, bei ihnen löst das Geräusch Erinnerungen an Bomben in Damaskus aus. Sie erzählen uns in wenigen nüchternen Worten, was sie gesehen haben – viele viele Tote, darunter Freunde, Nachbarn, Kollegen, Kinder auf dem Schulweg… Es ist schwer, dazu etwas zu sagen, mehr als unser Mitgefühl und Verständnis auszudrücken, können wir nicht tun. Der Moment geht schnell vorüber und dann scherzen wir schon wieder und reden über die Arbeit. Unser Freund hat einen neuen Job bei einer Firma, die mit „IS…“ anfängt, auch das wieder ein Anlass für ein wenig Galgenhumor.

Nach dem Essen lege ich mich und meinen Rücken ein wenig auf den Fußboden, in der Hoffnung, dass die Schmerzen doch noch nachlassen und ich mit den anderen zum Fußball gehen kann. Sie wollen zum Auswärtsspiel von TeBe beim BSV Hürtükel, hier um die Ecke. Leider macht mein Rücken da nicht mit – ich kann mich nicht gerade auf den Beinen halten. Also beschließe ich, stattdessen nach Hause zu fahren. Wir verabschieden uns alle gemeinsam von G. und bedanken uns für das tolle Essen. Auf dem Weg die Treppe hinunter merke ich, dass es illusorisch ist, mit Bus und Bahn nach Hause zu fahren – jede Treppenstufe ist eine Qual und solange ich stehe, muss ich gebückt bleiben, alles andere tut zu sehr weh.

Also nutze ich die Gelegenheit, endlich mal die myTaxi-App auszuprobieren. Die anderen gehen los zum Spiel und ich setze mich vor die Haustür und warte die fünf Minuten, bis mein Taxi da ist. Der Fahrer ist Türke und wir fachsimpeln über Fußball, den heute beginnenden Ramadan, Ischias-Nerven, Taxifahren in Berlin, die Flüchtlingssituation, den Krieg in Syrien und die Politik Erdogans. Bis auf den letzten Punkt sind wir uns sehr einig über alles, aber er ist überzeugt davon, dass Erdogan kein Diktator ist und die Medien sowohl hier als auch in der Türkei nicht die Wahrheit sagen. Nunja, in meiner Situation möchte ich mich nicht streiten und er bekommt natürlich trotzdem ein gutes Trinkgeld von mir.

Berlin
Ich schleppe mich zuhause die Treppen hoch, bringe meinen neuen Laptop, ein paar Bücher und etwas zu trinken zum Sofa und lege mich hin, eigentlich in der Hoffnung heute nicht noch einmal aufstehen zu müssen. Meine Eltern haben mir das Manuskript für ihr nächstes Buchprojekt geschickt, dass ich jetzt lese und kommentiere. Dabei merke ich schon, dass das Sofa für meine Situation suboptimal ist: Die Katzen lagern um mich herum und schränken meine Bewegungsfreiheit zusätzlich ein. Ich muss aber ab und an mal die Position wechseln, was so nicht gut möglich ist. Ich überlasse den Katzen also den Rest der Wohnung und verziehe mich aufs Bett im Schlafzimmer. Viel besser!

Ich schaue auf Netflix Blue Valentine und dann mehrere Folgen House of Cards. Irgendwann zwischendurch kommt der Hase mit unserem heutigen Übernachtungsbesuch nach Hause, der von einem Wochenendtrip nach Riga zurückgekommen ist und erst morgen weiter nach Hause fährt. Da ich immer noch liegen muss, schauen die beiden alleine einen Film und bringen mir zwischendurch noch ein wenig aufgewärmte Reis-Gemüse-Pfanne.

House of Cards
Solange ich liege, geht es mit den Schmerzen einigermaßen, ich hoffe also, morgen wieder einigermaßen beweglich zu sein. Ansonsten wird wohl diese Woche, ähnlich wie der heutige Tag, ganz anders ablaufen müssen als geplant…