In der Mittagspause laden mich die Eltern auf ihren Balkon ein. Es gibt Zucchini mit Ei und zum Nachtisch frisch gebackenen Pflaumenkuchen.
Autor: loosy83
Goodie Bag 10.08.2015
Dieses Internet ist ja nicht nur eine riesige Kopiermaschine (sagt @mspro in Das Neue Spiel), sondern auch ein großes Netz (haha), das von Links lebt. Den ganzen Tag liest man Sachen und an einigen möchte man seine Mitmenschen teilhaben lassen, mal auf Twitter, mal auf Facebook, mal per Mail oder WhatsApp… Und manchmal weiß ich nicht so recht, wem ich das so weiterreichen soll. Für diese (und all die anderen Fälle, die ja sonst zu schnell in den Tiefen der Timelines verschwinden) habe ich mir gedacht, ich schnüre einfach ab und zu ein Goodie Bag mit Leckereien zusammen und teile mit Euch!
- @tante schreibt darüber, wie man mit einem ganz einfachen Trick der Political Correctness-Falle („Hilfe, man will uns unterdrücken!“) entkommen kann, zitiert den sowieso sehr lesenswerten Neil Gaiman und hat sogar ne Chrome-Extension dafür programmiert.
- Bei Netflix führt man jetzt ein spannendes neues Elternzeit-Modell ein (in den USA ist da ja gesetzlich nichts weiter vorgesehen und die Regelung liegt alleine in der Verantwortung der Unternehmen bzw. Bürger. Eltern können bei Netflix jetzt ein ganzes Jahr lang mit den Kindern zuhause bleiben, ohne dass sie Gehaltseinbußen haben müssen. Sollte man sich mal genauer angucken, nämlich hier in @fraeulein_tessa’s Artikel bei Edition F
- Katharin, die gerade ein Jahr lang in Beijing studiert hat, erzählt in der Neuen Zürcher Zeitung über chinesisches Essen, und zwar nicht so sehr das Was, sondern das Wie. Wir waren gestern auch beim Chinesen und ich hätte mir eine größere Runde gewünscht, um mehr spannende Gerichte probieren zu können!
- Bereits vorgestern schrieb @frau_meike über Die Sonne der eigenen Anständigkeit und ruft uns Anständige dazu auf, den Mund aufzumachen gegen Fremdenhass, Rassismus und die sogenannten „besorgten Bürger“. Jawollja!
- @novemberregen schreibt im Prinzip zum selben Thema: Das Wir und wie dehnbar es ist, und kommt zu einem interessanten Schluss, der einiges über die Psyche der Wir-und-Ihr-Sager aussagt.
- Im österreichischen Der Standard erschien gestern die Argumentationshilfe gegen das blöde Flüchtlinge-haben-teure-Smartphones-Vorurteil, abspeichern und zu gegebenem Anlass wieder hervorholen!
- Die @kaltmamsell machte sich trotz Hochsommer einen Arroz con leche und der wird hier demnächst auch einmal auf dem Tisch stehen.
- Und zum Schluss: Auf Berlin hilft #lageso kann man sich informieren, wie man die Geflüchteten in dieser Stadt am besten unterstützt, wo und was man Spenden kann, welche anderweitige Hilfe evtl. gebraucht wird usw.
Lackierte Pflaumentarte nach Mme. Grain de Sel
Warum ich Familienblogs lese…
…habe ich ausführlich drüben bei Bettie beantwortet. Und weil ja dann jetzt bestimmt alle überzeugt sind und auch Familienblogs lesen wollen, liste ich Euch hier nochmal meine liebsten Blogs zum Thema in zufälliger Reihenfolge auf. Viel Spaß beim Stöbern!
Tolle Familienblogs, nicht nur für Eltern:
- Schwanger Schmarotzen in Schöneberg
- Das Nuf Advanced
- Geborgen Wachsen
- Frau Mutti
- Gut Gebrüllt
- Das frühe Vogerl
- Herzdamengeschichten – Buddenbohm und Söhne
- Bis einer heult
- In guter Hoffnung
- Familienbetrieb
- Frische Brise
- Große Köpfe
- Kaiserinnenreich
- Von guten Eltern
- Berlin Mitte Mom
- Fuckermothers
- Novemberregen3
Tagebuch-5 im August – Urlaubs-Edition
Es ist der 5. des Monats, Frau Brüllen fragt: WMDEDGT? und ich reagiere so:
Nach dem übervollen, aber wundertollen Tag gestern lasse ich es heute deutlich ruhiger angehen, denn mein Urlaub soll ja nicht in Stress ausarten. Deswegen bleibt der Wecker wieder umgestellt. Trotzdem wache ich kurz vor 6 das erste Mal aus, weil ein kalter Wind mir um die Schultern weht. Fröstelnd mache ich die Fenster zu, die wir aufgrund der gestrigen Hitze sperrangelweit und auf Durchzug geöffnet hatten. Dann kuschele ich mich wieder zurück ins Bett und als ich das nächste Mal die Augen öffne ist es schon nach halb 9 und der Hase bereits aufgestanden.
So summer, much love
Als nächstes folgte ein Besuch bei unserem Stamm-Katzensitter (vormittags auf dem Spielplatz verabredet), dessen Mieze unser Nimbin neulich Blut gespendet hatte. Das Tierchen ist inzwischen deutlich gesünder und fideler, so dass unser Freund mal für ein paar Tage wegfahren kann und wir in der Zwischenzeit die Fütterung übernehmen werden. Ein bisschen herzerweichend sieht das Kätzchen allerdings doch aus – mit nur noch einem Auge, nachwachsendem Haar an den ehemals rasierten Hinterbeinen und verbundenem Sonden-Schnitt am Hals. Aber es geht aufwärts und wir werden sie in den nächsten Tagen auf jeden Fall ordentlich füttern, damit sie wieder zu Kräften kommt.
Diesen wundervollen Tag mit lauter netten Menschen, Kindern, Katzen, Sonne, Eis, Baden, gutem Essen und viel Gelächter ließen wir dann noch mit lieben Nachbarn in deren Garten ausklingen – eine Verabredung, die wir im Strandbad getroffen hatten. Erst nach Mitternacht liefen wir dann durch die dunklen Gärten zurück nach Hause, wo uns unsere eigenen Miezen schon sehnsüchtig und mit Appetit auf einen kleinen Betthupferlsnack erwarteten.
Ein wundervoller Sommertag mit viel mehr Programm als ursprünglich gewollt und geplant, aber eben auch genau richtig, um leere Akkus ordentlich aufzutanken. Danke an alle Beteiligten!
Endlich wieder Sommerferien
Was habe ich mich auf diesen Moment gefreut. Zum allerersten Mal seit ich weiß nicht wann – wahrscheinlich seit über fünf Jahren, denn so lange arbeite ich schon in meinem aktuellen Job – habe ich im Sommer einfach mal so frei. So ohne wegfahren, meine ich. Nicht, dass wegfahren nicht total super wäre und normalerweise bin ich auch strenge Verfechterin der Lehre, dass man im Urlaub gefälligst reisen soll (wann denn sonst? eben!), aber ab und an braucht man brauche ich auch einfach dieses ausgedehntere Stück Zeit zum Nichtstun, zum In-den-Tag-hinein-leben. Einfach mal morgens noch nicht genau wissen, was man abends machen wird, tief durchatmen und sich einfach treiben lassen.
Da ich dieses Jahr schon zweimal relativ teuer Urlaub gemacht habe, habe ich meinem Konto und mir und mir für diesen Urlaub einfach Ferien wie früher verordnet. Dazu noch im Sommer und dazu noch in Berlin, wo also an jeder Ecke ein Park, ein See, ein Eis locken. Normalerweise verbringe ich den Sommer arbeitend im Büro, reisend im Urlaub, wochenendtrippend irgendwo in Deutschland oder krank im Bett. Einfach mal Zeit zu haben und trotzdem in Berlin zu sein, das ist echt was anderes, das ist wie wieder Sommerferien haben.
Allerhöchstens noch dem Kater den Kopf halten, damit er besser schlafen kann
Wahrscheinlich wäre ich nicht ich, wenn es nicht trotzdem bereits ein paar Termine gäbe, die betreffen aber alle solche Sachen, die auch anstünden, wenn ich arbeiten wäre und so kann ich wenigstens drumherum urlaubern. Ein paar Dinge endlich mal erledigen möchte ich auch, aber abgesehen davon ist der große Plan, keinen Plan zu haben. Wenige Treffen mit Freunden und den Eltern sind bisher angedacht, bisher nur einer mit fester Uhrzeit. So kann ich arbeiten.
Das Draußen lockt
Ansonsten möchte ich viel lesen, viel schreiben, viel draußen sein (vor allem viel an, im und auf dem Wasser), Obst pflücken und verarbeiten, gut Essen (eh immer), mir die Sonne auf den Bauch und ins Gemüt scheinen lassen und eben einfach: Sein, ohne ständig die Uhrzeit im Rücken zu haben. Mal schauen, wie gut ich das hinbekomme. Gut geklappt hat es zum Beispiel schon am Freitagabend beim Karaoke, wo ich tatsächlich erst das erste Mal wieder auf die Uhr gesehen habe, als andere Leute Ermüdungserscheinungen zeigten und dann doch auch mal nach Hause wollten. Da war es kurz nach 3 und ich noch nichtmal zu drei Vierteln ausgesungen.
Berliner Spezialitäten testen
Der Samstag verlief dementsprechend tiefenentspannt und langsam, mit „Kuchen backen“ als einzigem Programmpunkt. Und der war erst für einen wunderschönen Sonntagsausflug samt Bloggertreffen und Fremdkinderbespaßung (Eigentlich haben die Kinder eher uns bespaßt, ich bin großer Fan der beiden!). Geschwommen bin ich dort auch und hätte ich mir im See nicht irgendwas in den Fuß gerammt, wäre das ein ganz und gar vorbildliches Wochenende geworden. Aber irgendwas ist ja immer und der Hase ist ja gut im Verband anlegen. Es soll mich nicht von weiteren Badereien abhalten…
Toller Kaffee und toller Kuchen beim Sonntagsausflug
Solche Nachbarn möchte ich auch, die einfach Kuchen vorbeibringen
Sizilianisches Couscous mit gebackener Zucchini und Tasca Leone
Der zweite hier versprochene Blogpost bezog sich auf das Essen, dass ich uns am Sonntag nach der Paddelei gekocht habe. Im Prinzip hatte ich mir schon auf den Mecklenburger Seen Gedanken darüber gemacht, was ich kochen will: Wir haben noch riesengroße Zucchini aus Hasebruders Garten, die verarbeitet werden wollen und ansonsten war nicht allzu viel im Haus. Was macht man in solchen Fällen? Richtig, Ofengemüse und was dazu. Und weil wir schon Besuch hatten, wollte ich endlich mal eine Flasche Wein trinken, die ich aus Sizilien mitgebracht hatte.
Die Zucchini landete in „handliche“ Stücke geschnitten zusammen mit einem Zweig Rosmarin, zwei Zehen Knoblauch, Olivenöl, Salz und Pfeffer auf einem Blech im Ofen und übernahm das gar werden freundlicherweise selbst, so dass ich mich um das „dazu“ kümmern konnte.
- Zucchini für 4 Personen
- 400 g Couscous
- 1 EL Tomatenextrakt (bei Tomatenmark vermutlich mehr, weil es nicht so stark im Geschmack ist)
- 100 g Ricotta salata
- Schale einer Zitrone
- Oregano, Basilikum, Rosmarin oder andere Kräuter
- 2 Zehen Knoblauch
- Olivenöl für das Blech
- Salz und Pfeffer
Vom Paddeln und Schlemmen
Irgendwann kam dann das Taxi, das uns zurück nach Fürstenberg brachte. Auf dem Bahnsteig sprach uns eine Frau an, die mit ihrem kleinen Sohn reiste und der die endlos lange Schlange am Fahrkartenautomat zu lang war. Wir ließen sie auf unserem Ticket mitfahren, bekamen dafür trotz Proteste unverhältnismäßig viel Geld und verbrachten dann eine gute Stunde in einem völlig überfüllten Zug voller Ostsee- und Seenplatte-Touristen zurück nach Berlin. Der kleine Junge entpuppte sich schnell als astreine Unterhaltung für den gesamten Zug und wären wir nicht so müde und kaputt gewesen, hätten wir uns bestimmt noch mehr darüber freuen können – ein kleines bisschen anstrengend war das laute Heulen, Schreien und Kreischen und die Wiederholung der immer gleichen Wortgruppen in anschwellender Lautstärke dann aber doch und so waren wir froh, als wir endlich wohlbehalten zuhause ankamen, wo uns die Katzen freudig erwarteten.
Fazit: Paddeln ist ne extrem gute Sache, vor allem bei schönem Wetter. Nächstes Mal können wir uns ruhig eine längere Tour vornehmen, denn wir sind wirklich sehr viel schneller vorangekommen als gedacht und bis auf die Armschmerzen am ersten Abend habe ich keine bleibenden Schäden behalten – also zumindest keine, die sich auf das Paddeln zurückführen ließen 😉 Das war ne tolle Sache und wird auf jeden Fall wiederholt. Kommt ja nicht oft vor, dass ich eine tolle Aktivität finde, die man bei näherer Betrachtung auch als Sport durchgehen lassen kann, und vielleicht kann mich der Reisezweier ja demnächst noch ein wenig inspirieren 😉





















































