Mango-Speicher

Ich missbrauche mein Blog mal eben kurz als Speicherort für zwei Mango-Rezepte, die mir soeben untergekommen sind – nicht die komfortabelste Methode, Notizen zu machen, aber so bin ich wirklich sicher, dass ich mich hundertprozentig auch in ein paar Tagen dran erinnere, dass ich diese unbedingt ausprobieren muss:

Notiz an mich selbst: Popsicle-Formen besorgen. Wollte fiann mir nicht noch welche schicken? *nudgenudge*

Wochenende in Bullerbü-Süd

Dieses Wochenende war wie aus einem Bilderbuch. Mein Zwillingscousin und sein bester Freund hatten mitten in die mecklenburgische Pampa, nordöstlich von Schwerin, geladen, um dort am Ufer der Warnow, umgeben von Blumenwiesen, Wald und Seen ihren Geburtstag zu feiern. 

Wir kamen in der Dämmerung an, unzählige Menschen saßen ums Lagerfeuer, zwei Grills liefen auf Hochtouren, vom DJ-Pult kam angenehm chillige Musik und ein Hund (ständig auf der Suche nach Nahrungsabfällen) sowie eine nicht überschaubare Menge an Kindern trieben ihr Unwesen.

Geschlafen wurde in Zelten, Gästezimmern, Bullis (so viele Surfer auf einem Haufen gibt’s sonst nur beim Zuparken) oder im hauseigenen Heuhotel. 
Handy-Empfang gab es quasi keinen, es sei denn man bestieg den hinter dem Haus liegenden, von Blumen und Kräutern überwachsenen Berg, der dementsprechend hochfrequentiert war. Doch selbst dort oben: Edge. Wir waren wirklich raus aus der Welt.

Es gab Unmengen an tollen Essen, wundervollen Menschen, Sonne und guter Musik. Die begeistertsten Tänzer waren diesmal die Kinder. Überhaupt, diese Kinder… Allesamt einem Astrid-Lindgren-Roman entstiegen. Alle zwischen weiß- und dunkelblond, alle mit verwuschelten Haaren, allesamt zu nix als Unsinn aufgelegt. Herrlich, zumindest, weil wir ja nicht die Verantwortung trugen.

Sonnabend und Sonntag ging es jeweils an den nahe gelegenen See, zumindest für die, die nicht direkt in der Warnow plantschten. Zum ersten Mal seit viel zu langer Zeit habe ich dann auch wieder Kubb gespielt. Das muss diesen Sommer auf jeden Fall noch öfter passieren. Zum Glück hat der Sommer gerade erst angefangen und es stehen noch einige wundervolle Wochenenden bevor – nur vielleicht nicht ganz so bullerbüesk.

Tagebuch-5 im Juli

Der Wecker klingelt heute eine Stunde früher, damit ich eine Stunde früher arbeiten, nach Hause gehen und losfahren kann. In die mecklenburgische Provinz nämlich, um dort mit meinem Zwillings-Cousin, seinem besten Freund, der unser Alter teilt, sowie Freunden und Familie seinen 30. Geburtstag zu feiern. Angekündigt sind viel Natur, Zelten, Musik, Grillen, Angeln, Draußensein. Genau das Richtige für ein Sommerwochenende, bei dem endlich mal kein Regen angekündigt ist also.

Zum Frühstück im Büro gibt es ob der Frühe der Situation ausnahmsweise mal Kaffee – bzw. Eine Tasse mit 1/3 Kaffee und 2/3 kalter Milch. So richtig Kaffee mag ich ja nur als Espresso und bei der Hitze hier im Offixe heute morgen ist so ein Eiskaffee genau richtig. Dazu Apfel, Birne und Pfirsich aus der Biokiste.
Im Gegensatz zu den stressigen letzten Wochen ist es im Büro heute endlich mal eher ruhig. Sehr angenehm als Einstieg ins Wochenende und man kann endlich mal wieder in Ruhe Dinge mit den Kollegen besprechen a.k.a. rumblödeln und Strukturen anpassen. Nebenbei habe ich mich noch schnell bei Iron Blogger Berlin angemeldet – den Druck erhöht, sozusagen.

Zum Mittagessen gehen der Mann und ich auf den Markt und holen schnell noch etwas Gemüse, Taboulé und  Schafskäse und dann machen wir uns einen Monstersalat, den wir nicht einmal zu zweit komplett schaffen. Zudem hatten wir noch eine tolle Idee für unser Sonntag-Abend-Essen, das ich hoffentlich dann auch schaffen werde, zu verbloggen.

Nach der Arbeit schnell nach Hause und Sachen gepackt – ich verabschiede mich ins Wochenende…

All you can eat im Sen Restaurant im Viethaus

In unregelmäßigen Abständen besuchen der Herr Sehnenreizung und ich in der Mittagspause dieses Restaurant und schlagen uns beim All you can eat (für Insider kurz AYCE) die Bäuche voll. Früher taten wir das jeden Donnerstag, jetzt nur noch ab und zu – 9,90 € inkl. Softdrink ist ja auch Geld und so variabel ist das Angebot nun auch nicht. 
Aber lecker ist es eigentlich immer. Als jemand, die höchstens mal Biofleisch oder Wild isst, kann man manchmal auch Pech haben und nur wenige der Gerichte essen können, heute war die Auswahl aber recht ordentlich, so dass mein Teller drei mal voll an den Tisch zurückkehrte – den Nachtisch natürlich nicht mitgerechnet…
Als Vorspeise Sommerrollen mit Tofu, vegetarische Frühlingsrollen und der umwerfende Mangosalat (Teller 2.0, daher schon etwas weniger voll)
Als Hauptgang gedünsteter Pak Choi, Gemüsereis mit Ei und Tofu, gedünsteter Tofu in scharfer Sauce, Broccoli und Blumenkohl.
Zum Nachtisch Melone, Mango, Litschi, Ananas und Karamellpudding,
Durch die Lage im Viethaus teilt man sich den Gastraum oft mit vietnamesischen Handelsdelegationen und Reisegruppen, was ja auch irgendwie für die Authentizität der Küche spricht. Zum Mittag ist es toll und auch die Karte für das Essen à la carte hat eine Menge zu bieten. Für einen Restaurant-Abend ist mir die Atmosphäre aber leider etwas zu sozialistische Gaststätte für die oberen 10.000. Da empfehle ich dann lieber das (sehr familiäre, enge und günstige) Com Viet, das fast rein-vegane Samādhi oder das Onkel Ho.

Bloggerei

Wie neulich bereits angekündigt, habe ich meine Blogroll ein wenig erweitert und möchte Euch jetzt einmal ein paar der Blogs, nämlich die, deren Betreiber ich persönlich kenne/mal getroffen habe und die (noch) nicht auf der großen Blogbühne stehen, ans Herz legen.

Neu dabei sind:

  • Die Chaosmarie, mit der man im „wirklichen Leben“ zum Beispiel wunderbar die Oscars gucken und über schräge Witze lachen kann
  • Filmwhores… Filmkritik mal von einer anderen Seite angegangen, auch wenn nicht gerade Oscars sind. Chapeau fürs Konzept!
  • Liebe Grüße aus der DDR schickt Vivi. Hier geht es um den Alltag in diesem inzwischen so fernen Land, nicht verklärend aber auch nicht verteufelnd. Dazu noch sehr gut geschrieben, wäre ein heißer Kandidat für die Verlage, die derzeit ja scheinbar Blogs als neue Bücherquelle entdeckt haben!
  • Text, Mags, Rock’n’Roll von rocknroulette – es geht um Musik und Literatur, also neben dem Essen die beiden wichtigsten Lebensmittel
Und schon etwas länger verlinkt, aber natürlich weiterhin empfehlenswert:
  • ameliese kocht. Und hört dabei Musik, unter anderem.
  • Bread Story. Thea verbloggt Ihr deutsch-indisches Leben, derzeit in Burlington, Vermont, der Heimat von Ben & Jerry’s. Nebenbei ist sie auch noch handwerklich kreativ, zu sehen im Teodeco-Blog.
  • copper, boom! – Gilmoristen erkennen die Anspielung. Bei fiann geht es speziell um Feminismus, von einer Gender Studies-Fachfrau, aber so geschrieben, dass es auch du und ich verstehen.
  • miescha ist Herzblutjournalist, Anglist, Papa, Vorpommeraner (schreibt man das so?) und lebt und wirkt in Rostock
  • Die Herrschaft der Antipoden. Alle paar Tage ein bisschen Literatur vom manischen Schreiberling
  • fabieblog Queer*feminismus, Serien, Schokolade, Käääääääääse und Europapolitik irgendwo zwischen Deutschland und Frankreich
  • Frisch verMuTZt gehts zu in Dresden, zwischen Stadtrundgängen, Kultur und Lokalkolorit
  • Noise Marmitako. Marmitako ist ein baskischer Eintopf. Igor kommt aus dem spanischen Baskenland und studiert in London Musik. Irgendwann gewinnt er den Grammy und dann stellt er mir Jack White vor.
  • Sehnenreizung holt sich Chris beim Sport. Ansonsten ist er aber ganz in Ordnung.
  • I lost my panties in the moshpit! ist meine Anlaufstelle, wenn ich mal wieder das Gefühl habe, von aktueller Musik zu wenig mitzubekommen.
  • Guter Geist und schlechtes Gewissen – Ich hoffe immernoch, dass Matze mal wieder was meint, ob nun aus seinem Roman oder zum politischen Tagesgeschehen
  • Stahl – und andere Härtefälle – nach Schmiedearbeiten in Australien machte sich Ralf auf seinem Motorrad auf den langen Weg zurück nach Deutschland – derzeit ist er in Malaysia.
  • Trimaris schließlich ist der Blog meiner Eltern – es geht um einsame Landschaften, indigene Völker, Klima, Geschichte und den hohen Norden
Zum Schluss noch drei Blogs mit Bildern, Bilder gehen ja immer:
  • Andreas Chudowski Fotografie mit spannenden Fotoobjekten, die ihn um die ganze Welt führen
  • vierlagig fotografiert mit wachsender Professionalität, aber soweit ich weiß noch nicht, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Nichtsdestotrotz natürlich absolut sehenswert!
  • Ju’s Cats müssen sein, denn was wäre das Internet ohne Katzenbilder

Schnelles Sommer-Abendbrot mit Couscous und Tomaten

Ja, so richtig nach Sommer sieht es draußen nicht aus, aber auf langes in der Küche stehen hatte ich nicht wirklich Lust. Die Alternativen waren Stulle (langweilig) oder Bestellen (kostspielig). Und so schnappte ich mir drei meiner Geburtstagsgeschenke und blätterte einmal durch um die geeignete Inspiration zu finden…

Und dann ging es los… Mal gucken, was die Vorräte hergeben, feststellen, dass Tomaten wegmüssen, Lust auf Couscous bekommen und dann… einfach anfangen:
1. Couscous abmessen (genug für heute und zum Mitnehmen für morgen)
2. Etwas Meersalz und von dem guten Olivenöl drauf…

…und während der Wasserkocher seine Arbeit tut die Tomaten vierteln und mit einer Prise Rohrzucker und Balsamico-Essig marininieren.

3. Den Couscous mit der anderthalbfachen Menge kochendem Wasser begießen und 3 bis 4 Minuten quellen lassen. Währenddessen kann man mal kurz in den Kühlschrank schauen und gucken, was noch weg muss oder passt.
4. Den fertig gequollenen Couscous mit den Fundstücken belegen:

Ein Rest Gurke aus eigenem Balkon-Anbau und ein paar Kapern…

Ein paar Fitzelchen Gorgonzola, ein paar zerzupfte Basilikumblätter und für den nötigen Crunch Taralli mit Fenchelsamen (genau die richtige Dosis Fenchelgeschmack für meinen empfindlichen Gaumen, mehr wird eklig). Dann schnell ein Foto machen, vermischen und mit ein wenig schwarzem Pfeffer bestreuen.

Mampf:

Happy Birthday, Cousin!

Heute ist der 12. Juni, da kann ich auch gleich nochmal meinem Cousin einen Geburtstagspost widmen. Auf den bin ich nämlich ganz schön stolz. Früher war er immer irgendwie der „Kleine“. Dazu muss ich kurz ausholen: Bei uns Cousins und Cousinen. (väterlicherseits) gab es mehrere Altersstufen. Am nächsten beeinander sind ich, meine mittlere Cousine und meine beiden großen Cousins. Zwei von uns sind 1983 geboren und werden in wenigen Tagen 30. Zwei von uns sind 1984 geboren. Aber für mein Gefühl war es nie „wir zwei Großen und die zwei Kleinen“, sondern „wir drei Großen“, denn wir waren in derselben Klassenstufe. Und er eine drunter, der „Kleine“ eben.

Eine meine intensiveren Kindheitserinnerungen an ihn ist, wie er mal bei Gewitter nachts mit in mein Bett krabbelte, weil er sich fürchtete. Natürlich haben wir ihn ein bisschen ausgelacht, aber ich war auch stolz, ihn als „Große“ beschützen zu können – auch vor dem Spott der anderen. Ängstlich war er öfter mal. Und ein bisschen mehr Babyspeck als wir anderen hatte er drauf. Das gab sich aber sehr schnell und heute ist er von uns allen 8 der Größte und Dünnste. Kommt manchmal eben alles anders.

 Auch Angst hat er heute nicht mehr – so scheint es. Von Surftouren an der Atlantikküste herunter bis nach Portugal über ein Praktikum in Toronto und ein Auslandsjahr in Rom bis hin zu einer Recherchereise durch Russland traut er sich einfach alles. Nebenbei ist er ein virtuoser Gitarrist, schreibt tolle Songs und tritt mit seiner Band auf. Achja und eigentlich wird er gerade Journalist, schreiben kann er nämlich auch. Außerdem finde ja auch, dass Brad Pitt ihm ähnlich sieht 😉

Teufelskerl, was? Umso stolzer bin ich auf ein paar Dinge, die wir gemeinsam haben: Wir sind beide weitestgehend Vegetarier, wir waren beide längere Zeit in Toronto, uns verbindet beide viel mit Italien und wir sind (neben meinem Bruder und seinem kleinen Bruder, der noch etwas zu jung dafür ist), die einzigen aus der ganzen Truppe, die unser Einstellung als Kinder treu geblieben sind und nicht rauchen. Woohoo! Also, kleiner großer Cousin, alles liebe zum Geburtstag!

Edit: Genau wie ich hat er dreimal seine Führerschein-Prüfung versemmelt. Aber im Gegensatz zu mir hat er einfach weiter gemacht und es beim 4. Mal geschafft. 

12 von 12 Juni

Ich hangle mich derzeit wirklich mit „Krücken“ durch die Bloggerei, ich weiß. Aber an diesem 12. Juni gibt’s jetzt eben 12 Fotos von heute:

Beim Stullenschmieren von den Farben überwältigt: Papayango- und Rote Beete-Aufstrich.
Belegt mit rotem Kopfsalat, Käse und Kresse bzw. Gurke.

Direkt nach der Weisheitszahn-OP wär das nicht gegangen, aber morgen kommen schon die Fäden raus.

Gegessen wurde aufm Sonnendeck bei uns im Büro.

Dann kam das Foto von dieser Miez, für deren Junge wir gerade Abnehmer suchen. Zum Glück ist nur noch bei einem dir Zusage wackelig.

Beim Einkaufen mit diesen beiden Steppkes geschäkert.

Im Briefkasten ein Bußgeldbescheid fürs Falschgrillen.

Zuhause dann Erdbeeren in den Mixer verfrachtet.
Erdbeer-Shake

Zum Abendbrot Rote Beete-Carpaccio mit Büffelmozzarella, Olivenöl mit Zitrone, Fleur de sel, Pfeffer und Basilikum

Der letzte Haps.

Tagebuch-5 im Juni

Wenigstens ist ab und an mal der 5. und zwingt mich geradezu zum Bloggen. Es gibt natürlich wie immer keine gute Entschuldigung, warum die Blogpausen so lang sind. Brauche wohl meine eigene kleine Ironblogger-Truppe (Bier ist für mich kein Ansporn).

Anyways… Der Wecker klingelte bereits um 8 und damit eine halbe Stunde früher als sonst. Grund ist die pünktliche Einnahme von Antibiotika (alle 8 Stunden, wie bringt man das sonst in einen normalen Tag unter, wenn nicht um 8, 16 und 24 Uhr?). Während der Mann sich fertig machte, um früh im Büro zu sein („da geikeln noch nicht so viele Leute auf dem Server rum“) lasse ich mir Zeit bei der Morgenlektüre. Mache mir ein wenig Sorgen um MuTZ, die in Dresden an der Elbe wohnt und denke an die Freunde und Familie des Mannes, die in Sachsen-Anhalt in der Nähe von Dessau leben – allen geht es übrigens zum Glück gut. Auch in Bautzen bei meiner Familie hat die Spree keine größeren Schäden hinterlassen.

Der erste große Kampf des Tages ist der mit meinen Haaren. Wie bringt man Haare, die bis zum Po reichen, mit Hilfe eines Haargummis und ohne Flechtkenntnisse in eine duschtaugliche Frisur? Ideen bitte in die Kommentare.

Da es dann schon recht spät ist, entscheide ich mich fürs Fahrrad (bei Sonne und blauem Himmel sowieso viel schöner) aber leider auch für die kürzere, nervigere Strecke. Die Leipziger Straße ist echt nicht für Fahrräder gemacht. Voller Schlaglöcher, die Busspur voller Lkws und parkender Autos… Dann doch lieber wieder zwei Minuten länger brauchen und dafür entspannt an der Spree langradeln. Aber man muss es ja mal ausprobiert haben.

Im Büro erwartet mich ein Stück Streuselkuchen von der Kollegin und dann der übliche Arbeitsalltag. Morrissey auf die Ohren und los gehts.

Mittags gehe ich dann zu Alnatura und decke mich mit Dingen ein, die ich in den nächsten Tagen, nach meiner morgigen Weisheitszahn-OP, essen kann. In den Korb wandern verschiedene Apfelmus-Varianten, Sojapudding, Tüten- und Dosen-Cremesuppen und Joghurt. Dann noch in der Apotheke ne ordentliche Portion Ibuprofen eingesagt und zurück. Heute ist Markt, da holen wir uns zum Mittag leckeres Fladenbrot mit Aufstrichen und Salat. Gegessen wird bei diesem Supersonnenwetter am draußen am Brunnen.

Nach der Arbeit dann der versprochene Restaurant-Besuch im Samadhi in der Wilhelmstraße. indonesische, thailändische, vietnamesische und chinesische Küche – alles vegetarisch und zum großen Teil auch vegan. Es war superlecker und eine tolle Atmosphäre mit sehr nettem Personal, dass uns sehr gut beraten hat, in Plauderlaune war und einige Details zu den Speisen in petto hatte. Wahnsinn, da gehen wir jetzt öfter hin.

Auf dem Heimweg radelten wir im beginnenden Sonnenuntergang Unter den Linden entlang, über Schlossplatz und Museumsinsel bis zum Alex und nach Hause. Schnell noch Brötchen für morgen besorgt und jetzt geht es ab in die Wanne und ins Bett.
Morgen früh um 8…

Was geht

Ich gucke gerade die re:publica-Session der Iron Blogger und denke mir: Scheiß drauf, hauptsache Content. Also lass ich Euch mal teilhaben an den Dingen, die mir grad so durch den Kopf oder den Kalender gingen und gehen.

Heute ist Männertag und ich bin männerlos, denn der Mann* ist ein Dorfkind und daher tief involviert in den Ritualen und Bräuchen, die so ein echtes Dorfleben mit sich bringt (anders als ich, ich komme nicht vom Dorf, sondern aus dem Wald). Deswegen ist er bereits in der Heimat und tut heut dort die Dinge, die ein Mann* so tun muss, am Männertag.

Ich hingegen konnte gestern endlich einen weiteren Teil meines Geburtstagsgeschenksgutscheins vom letzten Jahr einlösen. Ich bekam damals einen perfekten Tag von einer guten Freundin: Ein Frühstück, eine Runde Shoppen, ein erholsames Bad, einen Film und einmal Weggehen. Da wir beide zu den Menschen gehören, die mit ihrer Beliebtheit zu kämpfen haben und daher nienicht Zeit für irgendetwas haben, haben wir diesen Tag aufgeteilt. Das Baden habe ich schon lange erledigt, ich glaube direkt nach meinem Geburtstag im Juni. Im Juli waren wir im Kino. Den Termin für Frühstück und Shoppen haben wir inzwischen auf eine Woche vor meinem diesjährigen Geburtstag gelegt und das Weggehen, das war gestern.

Wie früher trafen wir uns abends, kochten was schönes, guckten uns einen Film an und rafften uns dann von der Couch auf, um noch einen Club unsicher zu machen. Anders als vor 10 Jahren, als wir damit anfingen, waren wir allerdings vorher den ganzen Tag arbeiten und dementsprechend müde. Trotzdem kann ich stolz mitteilen, dass wir es geschafft haben und tatsächlich losgegangen sind. Ins Magnet. Man muss ja, nur weil man in Berlin lebt, nicht seinen Musikgeschmack über den Haufen werfen und nur noch Elektro hören. Und da es uns hauptsächlich um die Musik und das Tanzen ging, ist das Durchschnittsalter der Club-Mitbetanzer uns relativ schnuppe.

Wir machten es also wie früher und enterten die Tanzfläche sofort nach dem Eintreffen im Club, hangelten uns mit einem Mädchen*bier und einer Cola durch den Abend und tanzten uns die Seele aus dem Leib. Netterweise kam uns der DJ mit seiner Musikauswahl dabei auch sehr entgegen und lieferte mit einer Mischung die von den Strokes und Mumford and Sons über We Are Scientists, Franz Ferdinand, Bloc Party, QOTSA, Placebo und Kraftclub bis zu The Cure und den Undertones reichte, den perfekten Soundtrack. Ausreichend angefüllt mit nostalgischen Momenten, Headbang-Exzessen und purer Euphorie. Das perfekte Workout übrigens, sag ich immer wieder. Wer braucht schon Fitness-Studios. Jetzt weiß ich auch wieder, warum ich früher so fit und irgendwie dünner war – mindestens 1x die Woche Superduperhammertanz-Workout. Go hard or go home sozusagen.

Anders als früher verließen wir den Club schon gegen 3, denn leichtsinnigerweise hatten wir unseren schönen Feiertag spontan noch mit vormittäglichen Aktivitäten gefüllt. Das Beliebtheitsproblem, ich sprach bereits darüber. Dementsprechend traf ich mich dann heute morgen bereits um 11 zu einer wundervollen, dreistündigen Frühstücksrunde und liege jetzt völlig entkräftet auf meiner Couch und tue das, was Frauen* so tun, wenn ihre Männer* Männer sind: Ich schau mir an, was ich auf der re:publica alles verpasst habe.