Ich missbrauche mein Blog mal eben kurz als Speicherort für zwei Mango-Rezepte, die mir soeben untergekommen sind – nicht die komfortabelste Methode, Notizen zu machen, aber so bin ich wirklich sicher, dass ich mich hundertprozentig auch in ein paar Tagen dran erinnere, dass ich diese unbedingt ausprobieren muss:
Wochenende in Bullerbü-Süd
Tagebuch-5 im Juli
Zum Mittagessen gehen der Mann und ich auf den Markt und holen schnell noch etwas Gemüse, Taboulé und Schafskäse und dann machen wir uns einen Monstersalat, den wir nicht einmal zu zweit komplett schaffen. Zudem hatten wir noch eine tolle Idee für unser Sonntag-Abend-Essen, das ich hoffentlich dann auch schaffen werde, zu verbloggen.
Nach der Arbeit schnell nach Hause und Sachen gepackt – ich verabschiede mich ins Wochenende…
All you can eat im Sen Restaurant im Viethaus
Bloggerei
Wie neulich bereits angekündigt, habe ich meine Blogroll ein wenig erweitert und möchte Euch jetzt einmal ein paar der Blogs, nämlich die, deren Betreiber ich persönlich kenne/mal getroffen habe und die (noch) nicht auf der großen Blogbühne stehen, ans Herz legen.
Neu dabei sind:
- Die Chaosmarie, mit der man im „wirklichen Leben“ zum Beispiel wunderbar die Oscars gucken und über schräge Witze lachen kann
- Filmwhores… Filmkritik mal von einer anderen Seite angegangen, auch wenn nicht gerade Oscars sind. Chapeau fürs Konzept!
- Liebe Grüße aus der DDR schickt Vivi. Hier geht es um den Alltag in diesem inzwischen so fernen Land, nicht verklärend aber auch nicht verteufelnd. Dazu noch sehr gut geschrieben, wäre ein heißer Kandidat für die Verlage, die derzeit ja scheinbar Blogs als neue Bücherquelle entdeckt haben!
- Text, Mags, Rock’n’Roll von rocknroulette – es geht um Musik und Literatur, also neben dem Essen die beiden wichtigsten Lebensmittel
- ameliese kocht. Und hört dabei Musik, unter anderem.
- Bread Story. Thea verbloggt Ihr deutsch-indisches Leben, derzeit in Burlington, Vermont, der Heimat von Ben & Jerry’s. Nebenbei ist sie auch noch handwerklich kreativ, zu sehen im Teodeco-Blog.
- copper, boom! – Gilmoristen erkennen die Anspielung. Bei fiann geht es speziell um Feminismus, von einer Gender Studies-Fachfrau, aber so geschrieben, dass es auch du und ich verstehen.
- miescha ist Herzblutjournalist, Anglist, Papa, Vorpommeraner (schreibt man das so?) und lebt und wirkt in Rostock
- Die Herrschaft der Antipoden. Alle paar Tage ein bisschen Literatur vom manischen Schreiberling
- fabieblog Queer*feminismus, Serien, Schokolade, Käääääääääse und Europapolitik irgendwo zwischen Deutschland und Frankreich
- Frisch verMuTZt gehts zu in Dresden, zwischen Stadtrundgängen, Kultur und Lokalkolorit
- Noise Marmitako. Marmitako ist ein baskischer Eintopf. Igor kommt aus dem spanischen Baskenland und studiert in London Musik. Irgendwann gewinnt er den Grammy und dann stellt er mir Jack White vor.
- Sehnenreizung holt sich Chris beim Sport. Ansonsten ist er aber ganz in Ordnung.
- I lost my panties in the moshpit! ist meine Anlaufstelle, wenn ich mal wieder das Gefühl habe, von aktueller Musik zu wenig mitzubekommen.
- Guter Geist und schlechtes Gewissen – Ich hoffe immernoch, dass Matze mal wieder was meint, ob nun aus seinem Roman oder zum politischen Tagesgeschehen
- Stahl – und andere Härtefälle – nach Schmiedearbeiten in Australien machte sich Ralf auf seinem Motorrad auf den langen Weg zurück nach Deutschland – derzeit ist er in Malaysia.
- Trimaris schließlich ist der Blog meiner Eltern – es geht um einsame Landschaften, indigene Völker, Klima, Geschichte und den hohen Norden
- Andreas Chudowski Fotografie mit spannenden Fotoobjekten, die ihn um die ganze Welt führen
- vierlagig fotografiert mit wachsender Professionalität, aber soweit ich weiß noch nicht, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Nichtsdestotrotz natürlich absolut sehenswert!
- Ju’s Cats müssen sein, denn was wäre das Internet ohne Katzenbilder
Schnelles Sommer-Abendbrot mit Couscous und Tomaten
Ja, so richtig nach Sommer sieht es draußen nicht aus, aber auf langes in der Küche stehen hatte ich nicht wirklich Lust. Die Alternativen waren Stulle (langweilig) oder Bestellen (kostspielig). Und so schnappte ich mir drei meiner Geburtstagsgeschenke und blätterte einmal durch um die geeignete Inspiration zu finden…
Ein paar Fitzelchen Gorgonzola, ein paar zerzupfte Basilikumblätter und für den nötigen Crunch Taralli mit Fenchelsamen (genau die richtige Dosis Fenchelgeschmack für meinen empfindlichen Gaumen, mehr wird eklig). Dann schnell ein Foto machen, vermischen und mit ein wenig schwarzem Pfeffer bestreuen.
Happy Birthday, Cousin!
Heute ist der 12. Juni, da kann ich auch gleich nochmal meinem Cousin einen Geburtstagspost widmen. Auf den bin ich nämlich ganz schön stolz. Früher war er immer irgendwie der „Kleine“. Dazu muss ich kurz ausholen: Bei uns Cousins und Cousinen. (väterlicherseits) gab es mehrere Altersstufen. Am nächsten beeinander sind ich, meine mittlere Cousine und meine beiden großen Cousins. Zwei von uns sind 1983 geboren und werden in wenigen Tagen 30. Zwei von uns sind 1984 geboren. Aber für mein Gefühl war es nie „wir zwei Großen und die zwei Kleinen“, sondern „wir drei Großen“, denn wir waren in derselben Klassenstufe. Und er eine drunter, der „Kleine“ eben.
Eine meine intensiveren Kindheitserinnerungen an ihn ist, wie er mal bei Gewitter nachts mit in mein Bett krabbelte, weil er sich fürchtete. Natürlich haben wir ihn ein bisschen ausgelacht, aber ich war auch stolz, ihn als „Große“ beschützen zu können – auch vor dem Spott der anderen. Ängstlich war er öfter mal. Und ein bisschen mehr Babyspeck als wir anderen hatte er drauf. Das gab sich aber sehr schnell und heute ist er von uns allen 8 der Größte und Dünnste. Kommt manchmal eben alles anders.
Auch Angst hat er heute nicht mehr – so scheint es. Von Surftouren an der Atlantikküste herunter bis nach Portugal über ein Praktikum in Toronto und ein Auslandsjahr in Rom bis hin zu einer Recherchereise durch Russland traut er sich einfach alles. Nebenbei ist er ein virtuoser Gitarrist, schreibt tolle Songs und tritt mit seiner Band auf. Achja und eigentlich wird er gerade Journalist, schreiben kann er nämlich auch. Außerdem finde ja auch, dass Brad Pitt ihm ähnlich sieht 😉
Teufelskerl, was? Umso stolzer bin ich auf ein paar Dinge, die wir gemeinsam haben: Wir sind beide weitestgehend Vegetarier, wir waren beide längere Zeit in Toronto, uns verbindet beide viel mit Italien und wir sind (neben meinem Bruder und seinem kleinen Bruder, der noch etwas zu jung dafür ist), die einzigen aus der ganzen Truppe, die unser Einstellung als Kinder treu geblieben sind und nicht rauchen. Woohoo! Also, kleiner großer Cousin, alles liebe zum Geburtstag!
12 von 12 Juni
Ich hangle mich derzeit wirklich mit „Krücken“ durch die Bloggerei, ich weiß. Aber an diesem 12. Juni gibt’s jetzt eben 12 Fotos von heute:
Direkt nach der Weisheitszahn-OP wär das nicht gegangen, aber morgen kommen schon die Fäden raus.
Gegessen wurde aufm Sonnendeck bei uns im Büro.
Dann kam das Foto von dieser Miez, für deren Junge wir gerade Abnehmer suchen. Zum Glück ist nur noch bei einem dir Zusage wackelig.
Zum Abendbrot Rote Beete-Carpaccio mit Büffelmozzarella, Olivenöl mit Zitrone, Fleur de sel, Pfeffer und Basilikum
Tagebuch-5 im Juni
Wenigstens ist ab und an mal der 5. und zwingt mich geradezu zum Bloggen. Es gibt natürlich wie immer keine gute Entschuldigung, warum die Blogpausen so lang sind. Brauche wohl meine eigene kleine Ironblogger-Truppe (Bier ist für mich kein Ansporn).
Der erste große Kampf des Tages ist der mit meinen Haaren. Wie bringt man Haare, die bis zum Po reichen, mit Hilfe eines Haargummis und ohne Flechtkenntnisse in eine duschtaugliche Frisur? Ideen bitte in die Kommentare.
Da es dann schon recht spät ist, entscheide ich mich fürs Fahrrad (bei Sonne und blauem Himmel sowieso viel schöner) aber leider auch für die kürzere, nervigere Strecke. Die Leipziger Straße ist echt nicht für Fahrräder gemacht. Voller Schlaglöcher, die Busspur voller Lkws und parkender Autos… Dann doch lieber wieder zwei Minuten länger brauchen und dafür entspannt an der Spree langradeln. Aber man muss es ja mal ausprobiert haben.
Im Büro erwartet mich ein Stück Streuselkuchen von der Kollegin und dann der übliche Arbeitsalltag. Morrissey auf die Ohren und los gehts.
Mittags gehe ich dann zu Alnatura und decke mich mit Dingen ein, die ich in den nächsten Tagen, nach meiner morgigen Weisheitszahn-OP, essen kann. In den Korb wandern verschiedene Apfelmus-Varianten, Sojapudding, Tüten- und Dosen-Cremesuppen und Joghurt. Dann noch in der Apotheke ne ordentliche Portion Ibuprofen eingesagt und zurück. Heute ist Markt, da holen wir uns zum Mittag leckeres Fladenbrot mit Aufstrichen und Salat. Gegessen wird bei diesem Supersonnenwetter am draußen am Brunnen.
Was geht
Ich gucke gerade die re:publica-Session der Iron Blogger und denke mir: Scheiß drauf, hauptsache Content. Also lass ich Euch mal teilhaben an den Dingen, die mir grad so durch den Kopf oder den Kalender gingen und gehen.
Heute ist Männertag und ich bin männerlos, denn der Mann* ist ein Dorfkind und daher tief involviert in den Ritualen und Bräuchen, die so ein echtes Dorfleben mit sich bringt (anders als ich, ich komme nicht vom Dorf, sondern aus dem Wald). Deswegen ist er bereits in der Heimat und tut heut dort die Dinge, die ein Mann* so tun muss, am Männertag.
Ich hingegen konnte gestern endlich einen weiteren Teil meines Geburtstagsgeschenksgutscheins vom letzten Jahr einlösen. Ich bekam damals einen perfekten Tag von einer guten Freundin: Ein Frühstück, eine Runde Shoppen, ein erholsames Bad, einen Film und einmal Weggehen. Da wir beide zu den Menschen gehören, die mit ihrer Beliebtheit zu kämpfen haben und daher nienicht Zeit für irgendetwas haben, haben wir diesen Tag aufgeteilt. Das Baden habe ich schon lange erledigt, ich glaube direkt nach meinem Geburtstag im Juni. Im Juli waren wir im Kino. Den Termin für Frühstück und Shoppen haben wir inzwischen auf eine Woche vor meinem diesjährigen Geburtstag gelegt und das Weggehen, das war gestern.
Wie früher trafen wir uns abends, kochten was schönes, guckten uns einen Film an und rafften uns dann von der Couch auf, um noch einen Club unsicher zu machen. Anders als vor 10 Jahren, als wir damit anfingen, waren wir allerdings vorher den ganzen Tag arbeiten und dementsprechend müde. Trotzdem kann ich stolz mitteilen, dass wir es geschafft haben und tatsächlich losgegangen sind. Ins Magnet. Man muss ja, nur weil man in Berlin lebt, nicht seinen Musikgeschmack über den Haufen werfen und nur noch Elektro hören. Und da es uns hauptsächlich um die Musik und das Tanzen ging, ist das Durchschnittsalter der Club-Mitbetanzer uns relativ schnuppe.
Wir machten es also wie früher und enterten die Tanzfläche sofort nach dem Eintreffen im Club, hangelten uns mit einem Mädchen*bier und einer Cola durch den Abend und tanzten uns die Seele aus dem Leib. Netterweise kam uns der DJ mit seiner Musikauswahl dabei auch sehr entgegen und lieferte mit einer Mischung die von den Strokes und Mumford and Sons über We Are Scientists, Franz Ferdinand, Bloc Party, QOTSA, Placebo und Kraftclub bis zu The Cure und den Undertones reichte, den perfekten Soundtrack. Ausreichend angefüllt mit nostalgischen Momenten, Headbang-Exzessen und purer Euphorie. Das perfekte Workout übrigens, sag ich immer wieder. Wer braucht schon Fitness-Studios. Jetzt weiß ich auch wieder, warum ich früher so fit und irgendwie dünner war – mindestens 1x die Woche Superduperhammertanz-Workout. Go hard or go home sozusagen.
Anders als früher verließen wir den Club schon gegen 3, denn leichtsinnigerweise hatten wir unseren schönen Feiertag spontan noch mit vormittäglichen Aktivitäten gefüllt. Das Beliebtheitsproblem, ich sprach bereits darüber. Dementsprechend traf ich mich dann heute morgen bereits um 11 zu einer wundervollen, dreistündigen Frühstücksrunde und liege jetzt völlig entkräftet auf meiner Couch und tue das, was Frauen* so tun, wenn ihre Männer* Männer sind: Ich schau mir an, was ich auf der re:publica alles verpasst habe.









































