Sind Blogs jetzt doch tot?

Habe ich das Bloggen gerade in dem Moment wieder intensiviert, wo es irgendwie doch zu Ende geht? Dass das Leistungsschutzrecht trotz mangelndem Sinn, uneindeutiger Rechtslage und dem Zurückrudern ehemaliger Befürworter verabschiedet wurde – obwohl auf Twitter und diversen „einschlägigen“ Blogs gewarnt, gewettert,informiert und protestiert wurde, macht nachdenklich. Unter anderem Sascha Lobo und mspr0 scheinen reichlich desillusioniert, über die Möglichkeiten, die Reichweite und die Relevanz von Blogs. Ein wenig aufmunternd schreibt hingegen und Stijlroyal, aber eher was die Zukunft des Internets angeht, nicht unbedingt die der Blogs.

Wo die Blogs allerdings immernoch stark sind, das ist wohl die Gegend des deutschsprachigen Internets, die als Kleinbloggersdorf bekannt ist – private Blogs, Tagebuchblogs, Mamablogs, Nähblogs, Kochblogs und Co. Da floriert es, das Bloggeschäft, aber da sind Blogs eben auch unpolitisch. Und beschaulich, wie der Name klingt, ist es auch in Kleinbloggersdorf nicht, siehe Frau… äh… Mutti. Da ist es wie überall im Internet, egal ob Blogs, Facebook oder – ganz schlimm – Spiegel Online: Kommentare lesen auf eigene Gefahr, im Idealfall lässt man es ganz (oder hat gar keine, so wie ich).

Einordnen möchte ich mich selbst am liebsten gar nicht, hier ein Prise Kochblog, da ein wenig Tagebuch und zwischendurch gerne auch mal wieder etwas zur Gesamtsituation (z.B. dass man mich neuerdings als „zu extrem feministisch“ betitelt – dazu irgendwann mehr). Ich versuche also den Spagat, ob er mir so gut gelingt, wie Anke Gröner oder Maximilian Buddenboom, möchte ich bezweifeln. So gut schreiben können, werde ich definitiv nie.

PS: Überhaupt, Herr Buddenbohm erzählt uns heut was von der Integration – unbedingt lesen, freuen und nachmachen!

Familie

In den letzten Tagen gab es diverse Ereignisse, die meine Gedanken immer wieder auf meine Familie brachten. Ich denke viel an früher™, als ich noch klein war. An das Haus, in dem wir wohnten, an die Geschichten, die mir meine Oma erzählt hat. Überhaupt an meine Oma, an typische Redewendungen und Bewegungen, ans Stricken und Spinnen und an den Garten voller Obst, Gemüse und Kräuter. An Pflaumenknödel, Schinkenhörnchen, Müslikuchen und Nusstorte. (Seltsam, dass die meisten Menschen ihre Omas mit gutem Essen assoziieren. Wird das unseren Kindern auch noch so gehen?)

Von der einen Oma denke ich zur anderen, zur Familie meines Vaters, zu vergangenen Sommern an der Ostsee. Zu meiner eigenen Zeit in Rostock, die nun schon beinahe so lange zurückliegt, wie sie überhaupt dauerte und die trotzdem in meiner Erinnerung viel mehr Raum und gefühlte erlebte Zeit einnimmt, als die Jahre hier in Berlin seitdem. Neulich war ich in Potsdam beim Konzert einer Rostocker Band und im Publikum waren einige Leute, die ich noch von früher kannte und auf einmal war ich wieder dort und wieder Studentin und wieder, ja was, jung? Frei? (Ohje, sind solche Gedanken nicht bereits ein Zeichen des Alt-und-gesetzt-werdens? Mein Studentinnen-Ich würde mich belächeln!)

Meine kleine Cousine, die geboren wurde, als ich 15 war und in meinen Gedanken immer erst maximal 9 ist, bis ich mich mit Nachrechnen korrigiere, ist jetzt selbst fast 15. Seit Neuestem skypen wir und heute hat sie mir zum ersten Mal einen YouTube-Link geschickt. Äußerst merkwürdig, das.

Mein jüngster Onkel wird morgen 53. Vor einigen Jahren glaubten mir Kommilitonen noch nicht, dass er wirklich mein Onkel ist und nicht etwa mein Cousin. Mein ältester Onkel ist heute 80 geworden. Wie muss sich das anfühlen, den eigenen Bruder anzurufen, um ihn dazu zu gratulieren, dass er 80 geworden ist? Meine Mutter ist zum Glück sehr viel jünger als er, aber seltsam muss es doch trotzdem gewesen sein.

Ich denke an ganz viel Vergangenheit, an die Gegenwart mit großen und kleinen Wehwehchen bei so vielen in meiner Familie gerade. Und fühle mich irgendwie immer mehr erwachsen, sowohl im positiven, als im negativen Sinne. So langsam möchte ich lieber wieder an die Zukunft denken.

Sammeln

Da ich heute wie bereits angedeutet den ganzen Tag über im Internet rumlese, kam einiges an Ausbeute zusammen – Blogs, mit denen ich meinen Reader ein wenig aufgefüllt habe. (Nach dem angekündigten Ende des Google Readers bin ich bereits zu The Old Reader umgezogen. Da aufgrund des starken Zulaufs das Importieren der alten Feeds nicht ging, habe ich meine alten Feeds manuell umgezogen und dabei einiges entsorgt.)

Die aktive Beschäftigung damit hat mich daran erinnert, dass ich phasenweise viel mehr Blogs gelesen habe. Blogs sind toll und nicht tot und ich habe eigentlich auch total Lust, viel häufiger zu bloggen. Ja, das sag ich immer. Stimmt aber auch immer. Dummerweise krieg ich es dann aber nur an solchen Tagen wie heute hin. Aber vielleicht sind mir ja die vielen neuen regelmäßig gefütterten Blogs in meinem Reader Ansporn und Inspiration. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Achja, wenns klappt, kommen die erfolgreichen Verursacher natürlich auch hier in meine Blogroll.

Schlafen als gäbs kein Morgen

Dieses Wochenende ist gefühlt schon fast wieder vorbei. Draußen scheint die Sonne, wir sind in unserem ruhigen Wochenenddomizil und könnten durch den Plänterwald spazieren, an der Spree entlangschlendern und im Treptower Park Crêpes essen und Kakao trinken. Stattdessen liege ich im Bett und lese mich durch das Internet – wenn ich nicht schlafe.

Angefangen hat das schon gestern Nachmittag. Da holte mich meine Krankheit scheinbar nochmal ein wenig ein und ich nickte beim Facebook- und Twitter-Checken ständig weg. Der Mann wuselte herum, wusch ab, saß am Computer,  kochte Unmengen Suppe und ich schlief, schlief, schlief. Ist aber auch ein gemütliches Bett, dass er hier hat. Ich bin quasi darin festgewachsen und finde keinen Weg heraus. Die Bettdecke ist überall und wo sie nicht ist, will ich nicht sein.

Langeweile steht auch nicht zu befürchten, das iPad und die dicke Mark Twain-Autobiographie sind ehrlich gesagt schon fast zu viel Unterhaltung. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ich demnächst wieder wegschlummere. Doch bevor das passiert, muss ich noch kurz loswerden, dass der Mann nachdem ich gestern eingeschlafen war, noch zwei Folgen Gilmore Girls ohne mich weitergeguckt hat. Ich prangere das an.

Achja, und jetzt läuft hier Musik und ich stelle wieder einmal fest, dass niemand – ich wiederhole – niemand Seven Nation Army covern sollte. Im Ernst, ich würde das gerne unter Strafe stellen und rufe die zuständigen Stellen auf, das zu unterbinden. Und niemandem sollte es erlaubt sein, das Gitarrenriff mitzusingen, schon gar nicht auf irgendwelchen Veranstaltungen. Der beste Song der letzten 10 Jahre sollte unter Denkmalschutz gestellt werden.

(An sich mag ich ja unser (post)postmoderne Meta-Ebenen-Remix-Kultur, aber speziell bei diesem Lied rollen sich mir da regelmäßig die Fußnägel auf und bisher konnte mich keine Fassung überzeugen, die nicht von den White Stripes oder Jack White solo kam. Die dafür umso mehr. Sollte jemand so ein unwahrscheinliches Exemplar kennen, bitte ich um einen entsprechenden Link. Das Fehlen von Kommentaren nehme ich als Bestätigung meiner Meinung.)

So, zurück zum Bettmenschen-Dasein, vielen dank für die Aufmerksamkeit.

Wannendialog

Seit ein paar Tagen die typischen Winter-Wehwehchen mit mir herumschleppend, saß ich heute morgen zu unmenschlicher Zeit bereits in der Wanne und nahm ein Erkältungsbad. In meinem leicht wattigen Kopf drehten sich die Gedanken um die Etymologie des Wortes Bad. Kurzform von Badezimmer. Das Zimmer, in dem man badet. Was ist nun aber mit den armen Tröpfen, die in von fehlgeleiteten Architekten erdachten Wohnungen ohne Badewanne leben? Dürfen sie ihr Bad überhaupt Bad nennen? Der Mann kam herein und ich sagte feierlich:

„Ein Bad ohne Wanne ist kein Bad. Man kann darin nicht baden, sondern nur duschen. Es ist also eigentlich ein Dusch.“
– „Oder ein Kack.“

Hach. ❤

Only in Berlin

Vor ein paar Wochen saß ich mit dem Mann und meiner Familie beisammen zu Kaffee Tee und Kuchen und wir plauderten über dies und das, da fragte mich mein Bruder, ob ich einen bestimmten Menschen kenne. Er schätzt dessen journalistische Arbeit sehr und hat gelesen, dass er ebenso wie ich in Rostock studiert hatte.

Tatsächlich sagte mir der Name etwas, wir hatten nämlich eine Zeit lang am selben Institut studiert und ich kannte seinen Namen von Referatslisten und Handout-Köpfen. Allerdings hatte ich nie viel mit ihm zu tun gehabt und von seiner späteren Karriere nichts weiter mitbekommen und konnte nicht mit voller Sicherheit bestätigen, dass dies ebenjener Journalist war.

Da fiel dem Mann ein, dass er eine Person dieses Namens auf der Party einer Freundin hier in Berlin kennengelernt hatte und dass der auch „irgendwas-mit-Medien“ macht. Eine kurze Google-Suche bestätigte uns, dass wir tatsächlich alle denselben jungen Mann meinten.

Gestern nun trafen wir ihn auf der Geburtstagsparty ebenjener Freundin und ich erzählte ihm von diesem Zufall. Wir freuten uns kurz über die Kleinheit der Welt und tauschten dann Rostock-Anekdoten aus. Man muss ja Prioritäten setzen.

Heute übrigens ein typischer Berlin-Tag:

  • Ausschlafen (tut der Mann noch)
  • Flohmarkt auf dem Boxi zum Bilderrahmen shoppen
  • Leider aus Zeitgründen keine Demo, dabei gäbe es eine sehr tolle
  • Brunch im Kurhaus Korsakow
  • Spaziergang durch Plänterwald und Treptower Park – evtl. zum Sowjetischen Ehrenmahl
  • Videoschnippselvortrag in der Volksbühne
Ja, ich habe das Kranksein aufgegeben und werde morgen mal schauen, wie die Arbeit schmeckt.

Biokiste und die Folgen

Es ist nicht geplant, dass es in diesem Blog nur ums Kochen und Essen geht, das vorweg – ergibt sich grad nur so, da ich jetzt die vierte Woche krank zuhause war und sonst nicht besonders viel erlebt habe. Deswegen geht es jetzt nochmal um allerlei Köstlichkeiten aus meiner neuen/alten Biokiste.

Folgendes war diese Woche drin:

Mangold, Buchenpilze, Petersilie, Bananen, Feldsalat, Gurke, Möhren und Orangen – dazu hab ich mir noch Mepfel bestellt – einen Meerettich-Apfel-Brotaufstrich.

Die Möhren sind zu einem großen Teil in einen köstlichen Apfel-Möhren-Salat à la Mama gewandert, aus der Petersilie wurde ein schönes Tabouleh (zum ersten Mal selbst gemacht). Mit dem Mangold hatte ich Gewagteres vor – eine Adaption der Pizza con l’erba, meines Lieblingsgerichts aus der ZauberkKüche meines ehemaligen Beinaheschwiegervaters.

Anders als bei einer Pizza, wie wir sie uns hier vorstellen, ist die Pizza con l’erba kein belegter Teigfladen, sondern der Teig wird zu einer Art Pastete verarbeitet. Gefüllt wird diese im irpinischen Originalrezept mit einer Mischung aus in Olivenöl angebratenen Zutaten: Endivie, Spinat, Stängelkohl, Mangold, Pinienkernen, Rosinen, Oliven und Kerbel.

Ich habe mich nun an einer Nachahmung, oder nennen wir es lieber Variation versucht. Von den Zutaten aus dem Rezept hatte ich nämlich nur Mangold, Rosinen und Oliven da. Statt Pinienkernen nahm ich Sonnenblumenkerne und statt Kerbel Rosmarin. Ansonsten hat es aber sehr gut funktioniert, nur kann ich nächstes Mal mit der Menge Teig (von 300g Mehl) gleich zwei Pizze backen – der wurde nämlich für meine Begriffe viel zu dick.

Im Uhrzeigersinn: 1. Mangold putzen und kleinschneiden und dabei Seinfeld gucken. 2. Füllung in Olivenöl mit Schalotten und Knoblauch anbraten. 3. Pizzateig ausrollen. 4. In einer flachen Auflaufform erst eine Lage Teig platzieren (an den Rändern hochdrücken!), Füllung hinein, mit einer zweiten Lage Teig abdecken. Überstehende Teigränder abschneiden und daraus Deko formen – ging in dem Fall etwas zu schnell und inspirationslos. Danach noch mit einer Gabel mehrfach einstechen und mit Olivenöl bestreichen. Kommt bei 200 Grad für ne halbe Stunde in den Ofen und kann dann warm oder kalt serviert werden. Eignet sich z.B. in kleinen Portionen als Antipasto oder sonst auch als vollwertiger Pizza-Ersatz.

 

Bei uns gab es das Ganz als Zwei-Komponenten-Abendbrot zusammen mit dem Tabouleh.

Die Buchenpilze wurden vorhin übrigens zu einem schnellen Mittagessen:

 

 

Knoblauch und Rosmarin in Olivenöl anbraten, die Pilze dazu und von allen Seiten leicht bräunen, salzen und pfeffern. Ein Stich Butter dazu und schmelzen lassen. Ich habe dann die Pilze rausgefischt und in der Butter-Öl-Gewürzmischung noch vom Vortag übriggebliebene Kartoffeln angebraten. Es war unglaublich lecker!

Wahnsinnig tolles Thai-Curry

C., die genau so verrückt auf ungewöhnliche Gerichte ist, und ich haben heute Abend ein altes Rezept aufgepeppt, dass meine Ma mal aus einer Zeitschrift ausgeschnitten hat: Neuseeländisches Kiwi-Puten-Curry. Wir haben das Ganze nach Thailand umgelagert und statt Pute gab es Quorn (mein Lieblingsfleischersatz, neben Seitan). Ansonsten war folgendes drin:

  • Kardamom, Bockshornkleesamen und Zimt – in Ghee angeröstet und gemörsert
  • Kokosmilch
  • Frischer Galgant, Chili und Thaibasilikum (von C. mitgebracht)
  • Knoblauch, Zitronengraspulver, Kaffirlimettenblätter, Limettensaft (aus meinen Vorräten)
  • 4 frische Kiwis, Guaven aus der Dose (die hatte C. noch übrig) und geröstete Macadamias
  • Palmzucker und Cashewcreme als Ausgleich zu all den sauren Komponenten
  • Reis und Salz
Es war unglaublich gut, eine perfekt ausgewogene Mischung an Aromen und Texturen, genau die richtige Schärfe… Das Quorn machte eine gute Figur als Geflügelersatz und bei jedem Stück Guave wollte ich vor Glück jauchzen. Achja, und gut hat’s auch noch ausgesehen:

Zum Glück ist noch ein kleiner Rest für morgen übrig, so kann der Mann auch mal kosten – wenn er rechtzeitig wach wird.

More Mango Madness

Gerade habe ich mir die wundervolle Seite www.mango.org noch weiter angesehen und kann sie nur jedem empfehlen. Die sind dort genau so verrückt wie ich.

Ich habe zum Beispiel gelernt, dass ein Mango-Baum in Mexiko mehr CO2 absorbiert, als beim Anbau, der Ernte und dem Transport der Mangos in die USA an CO2 ausgestoßen wird. Hätten wir doch nur mehr Mangobäume in Europa…
Außerdem gibt es auf der Seite unzählige Videos, zum Beispiel zu einem Mango Tasting mit Allen Susser:

Dazu noch einen Mango-Blog, einen Mango-Twitter-Account und diverse Mango-Rezepte. Auch als PDF zum Download. Wie großartig ist das denn?

Klicken, Gucken, Staunen, Genießen!

Mega-Mango-Marathon

Als M. ihren Besuch bei mir ankündigte und ich vorschlug, was zu kochen, gelüstete es sie nach Mango. Wer mich kennt, weiß, dass sie damit genau an der richtigen Adresse war. So wälzte ich also meine vielfältige Mango-Literatur.

The Great Mango Book ist übrigens wirklich great. Allen Susser war jahrelang Chefkoch eines Gourmet-Restaurants in Florida und ist inzwischen vor allem als Consultant für Restaurants und die Lebensmittelindustrie unterwegs. Und er ist Sprecher des National Mango Board – was für ein Traumjob! In seinem Buch beschreibt er zum einen die kulturelle Bedeutung der Mango in den tropischen Gegenden, vor allem in Mittelamerika und Florida, zum anderen liefert er eine sehr detaillierte Klassifizierung der verschiedenen Mango-Sorten (mit wahnsinnig tollen Fotos, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen) und dann natürlich diverse Rezepte, von denen ich jetzt schon einige ausprobiert habe.

Für diesen Abend suchte ich mir drei Rezepte aus, eins aus dem Mango-Kochbuch links und zwei von Allen Sussser –  ohne Tier, mit wenig Zusatzeinkäufen und wenig am Herd stehen. Bin ja schließlich krank. Zum Glück kann man aber im Sitzen schnippeln, sonst hätte es schlecht ausgesehen…

Für den Safran-Macadamia-Mango-Reis von Susser brauchte ich zunächst geklärte Butter, auch Ghee oder Butterschmalz genannt. Das ist schnell zu machen und ich habe jetzt direkt einen kleinen Vorrat davon.

Zunächst bringt man Butter auf niedriger Hitze zum Schmelzen. Dann schöpft man „das weiße Zeug oben“ ab. Danach kann man mit einem Löffel vorsichtig das Ghee aus dem Topf in ein Gefäß löffeln (Vorsicht, unten im Topf ist auch Zeug, dass man nicht dabei haben will.) Am Ende sieht das Ganze dann so aus und muss nur noch ein wenig abkühlen, bevor es in den Kühlschrank kommt:

Der Rest der Zubereitung ist relativ simpel. In besagtem Butterschmalz bräunt man Macadamia-Nüsse an. Diese werden dann beiseite gestellt und es kommen Zimt, Nelken und Kardamom in die Pfanne zum Ghee. Wenn die Gewürze ein wenig angeröstet sind, kommen Reis, Salz und Safran dazu. Mit etwas Wasser ablöschen, aufkochen lassen und dann auf niedriger Flamme köcheln lassen, bis der Reis die gewünschte Konsistenz hat, bzw. das Wasser aufgenommen hat. 
Dann schmeißt man die Macadamia-Nüsse wieder rein, ebenso wie Mango in mundgerechten Stückchen und eine Handvoll Rosinen – fertig.

Ebenfalls eine Susser-Kreation ist der Mango-Avocado-Salat, in den beim nächsten Mal unbedingt weniger Chili reingehört… Aber lecker war er doch:
 
 
Zunächst werden Gurken, Cherry-Tomaten und gekochte grüne Bohnen kleingeschnippelt. Ich habe TK-Bohnen genommen und sie im gefrorenen Zustand geschnitten und danach erst gekocht. Das Ganze wird dann vermischt und kalt gestellt. Danach zaubert man ein Dressing aus Reisessig, Rohrzucker, Limettensaft und frischer Chili und stellt auch das kühl. Vor dem Anrichten werden dann eine Mango und eine Avocado kleingemacht, frische Minze gehackt und der Salat zusammengemischt. Fertig. Bei Susser wird übrigens geschichtet: Große Scheiben Mango und Avocado unten, Rest-Gemüse obendrauf, Dressing drüber, mit Minze garniert. Das war mir in dem Moment zuviel, also alles schön deutsch durcheinander. Laut Rezept gehören auch noch Bohnensprossen dazu, die hatten sie aber leider im Supermarkt gestern nicht.
Bleiben nur noch die Indischen Gewürzlinsen mit Mango aus dem Mango-Kochbuch von Erica Bänziger und Manfred Heiler. Das stammt übrigens aus der Schweiz und wurde in Rostock in der Ökovilla für mich gekauft – ein Geburtstagsgeschenk von vor vielen Jahren, u.a. von der lieben @Fiann von copper, boom!

 

Dafür werden zunächst Nelken, Zimt, und Kardamom (schon wieder, müssen DIE Mango-Gewürze sein) angeröstet und dann im Mörser zerkleinert. Dann kocht man rote Linsen mit frischem Chili, schwarzem Pfeffer, Curcuma und den gemörserten Gewürzen. Das dauert etwa 10-12 Minuten, dann sind die Linsen weich. Dann kommen nur noch die kleingeschnittene Mango, zwei EL Sesam-Öl (hatte ich nicht, deswegen bei mir Erdnuss-Öl) und frischer Koriander dazu und fertig ist die Gartenlaube:

Einkaufen musste ich für die ganze Schlemmerei nichts, was ich nicht sowieso als Basics gerne im Haus hätte oder als frisches Gemüse und Obst sowieso regelmäßig kaufe. Nur die Bohnensprossen… aber die habe ich ja auch weggelassen. Für drei Leute wars ganz schön viel, so dass ich heute noch eine schöne Portion zum Mittag übrig habe. Win-Win sozusagen.
Achja und von den Kernen der beiden Chilischoten habe ich mir dann noch fix ein Chili-Öl gebastelt, mal gucken, wie das wird: