Biokiste und die Folgen

Es ist nicht geplant, dass es in diesem Blog nur ums Kochen und Essen geht, das vorweg – ergibt sich grad nur so, da ich jetzt die vierte Woche krank zuhause war und sonst nicht besonders viel erlebt habe. Deswegen geht es jetzt nochmal um allerlei Köstlichkeiten aus meiner neuen/alten Biokiste.

Folgendes war diese Woche drin:

Mangold, Buchenpilze, Petersilie, Bananen, Feldsalat, Gurke, Möhren und Orangen – dazu hab ich mir noch Mepfel bestellt – einen Meerettich-Apfel-Brotaufstrich.

Die Möhren sind zu einem großen Teil in einen köstlichen Apfel-Möhren-Salat à la Mama gewandert, aus der Petersilie wurde ein schönes Tabouleh (zum ersten Mal selbst gemacht). Mit dem Mangold hatte ich Gewagteres vor – eine Adaption der Pizza con l’erba, meines Lieblingsgerichts aus der ZauberkKüche meines ehemaligen Beinaheschwiegervaters.

Anders als bei einer Pizza, wie wir sie uns hier vorstellen, ist die Pizza con l’erba kein belegter Teigfladen, sondern der Teig wird zu einer Art Pastete verarbeitet. Gefüllt wird diese im irpinischen Originalrezept mit einer Mischung aus in Olivenöl angebratenen Zutaten: Endivie, Spinat, Stängelkohl, Mangold, Pinienkernen, Rosinen, Oliven und Kerbel.

Ich habe mich nun an einer Nachahmung, oder nennen wir es lieber Variation versucht. Von den Zutaten aus dem Rezept hatte ich nämlich nur Mangold, Rosinen und Oliven da. Statt Pinienkernen nahm ich Sonnenblumenkerne und statt Kerbel Rosmarin. Ansonsten hat es aber sehr gut funktioniert, nur kann ich nächstes Mal mit der Menge Teig (von 300g Mehl) gleich zwei Pizze backen – der wurde nämlich für meine Begriffe viel zu dick.

Im Uhrzeigersinn: 1. Mangold putzen und kleinschneiden und dabei Seinfeld gucken. 2. Füllung in Olivenöl mit Schalotten und Knoblauch anbraten. 3. Pizzateig ausrollen. 4. In einer flachen Auflaufform erst eine Lage Teig platzieren (an den Rändern hochdrücken!), Füllung hinein, mit einer zweiten Lage Teig abdecken. Überstehende Teigränder abschneiden und daraus Deko formen – ging in dem Fall etwas zu schnell und inspirationslos. Danach noch mit einer Gabel mehrfach einstechen und mit Olivenöl bestreichen. Kommt bei 200 Grad für ne halbe Stunde in den Ofen und kann dann warm oder kalt serviert werden. Eignet sich z.B. in kleinen Portionen als Antipasto oder sonst auch als vollwertiger Pizza-Ersatz.

 

Bei uns gab es das Ganz als Zwei-Komponenten-Abendbrot zusammen mit dem Tabouleh.

Die Buchenpilze wurden vorhin übrigens zu einem schnellen Mittagessen:

 

 

Knoblauch und Rosmarin in Olivenöl anbraten, die Pilze dazu und von allen Seiten leicht bräunen, salzen und pfeffern. Ein Stich Butter dazu und schmelzen lassen. Ich habe dann die Pilze rausgefischt und in der Butter-Öl-Gewürzmischung noch vom Vortag übriggebliebene Kartoffeln angebraten. Es war unglaublich lecker!

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