#12v12 im Mai

Wie gut ich wirklich in Mathe bin, merke ich ja jeden Monat wieder, wenn ich mich wundere, dass 12 von 12 so kurz nach dem Tagebuch-5 ist. Hab dann auch fleißig Fotos von meinem Tag gemacht, die anderen findet Ihr bei Caro.
Der Duschvorhang ist derzeit eines der Lieblingsspielzeuge von Nimbin und wird bis aufs Blut – bzw. bis auf das Durchstechen des Öko-Kunststoffs mit den Krallen – bekämpft.
Heute soll es warm werden, ich ziehe mich also luftig an.
Fürs Frühstück werden die letzten Erdbeeren in Joghurt geschnippelt, das heißt, ich muss spätestens morgen neue kaufen – kein Tag ohne Erdbeeren, solange Saison ist!
Am Alex weckt dieses Plakat starke Brombeer-Cider-Gelüste in mir. Als ich es Instagramme, sehe ich, dass Alu von Grosse KöPfe auch gerade ein Bild vom U2-Bahnsteig gepostet hat. Ich blicke auf  und, richtig, da ist sie. Dank 12 von 12 haben wir ja auch beide heute Morgen schon gesehen, was die andere trägt, so dass ein Erkennen auch dann möglich gewesen wäre, hätten wir uns nicht letzte Woche auf der re:publica zum ersten Mal die Hand geschüttelt. So wird die Fahrt mit der U-Bahn zu einem impromptu Bloggerinnentreffen. 

Im Büro angekommen wähle ich für den Weg in den 5. Stock mal wieder faul den Fahrstuhl. (Andere machen das mit dem 1. und 2. Stock, das würde mir nur einfallen, wenn ich (temporär) gehbehindert wäre oder wirklich viel Gepäck dabei hätte.)

Weil ich heute sehr müde bin, gibt es zusätzlich zum Tee noch eine Tasse Kaffee.
Beim Betreten des Meetingraumes noch Getränke der Vorgänger vorfinden ist eine schöne Abwechslung.

Nach der Sitzung geht es mit Nudelsalat, Aloe Vera-Drink und Buch raus in den sonnigen Park – Mittagspause.

Beim Lesen Salat essen macht lustige Ölflecken auf der Hose.

Einen Teil des Nachmittags verbringe ich mit dem Durcharbeiten dieses riesigen Stapels an Unterlagen, die ich mir gestern ausgedruckt habe. Da ich normalerweise keinen Arbeitslaptop habe und benötige, die Unterlagen aber mobil nutzen will, passiert das ganz klassisch mit Stift und Papier und nicht ohne schlechtem Gewissen ob der für mich gestorbenen Bäume.
Nach Feierabend findet heute ein informeller Umtrunk in der Büroküche statt.

Dabei bekomme ich auch feierlich meine 5-Jahre-Groupon-Jacke und ein Fläschchen Prosecco überreicht.
Bonustracks:

Die Jacke und ich, seitenrichtig vor passendem Hintergrund.

Nimbin bräsig auf der schleudernden Waschmaschine.

Tagebuch-5 im Mai – re:publica 15 Edition

5. Mai, wisster Bescheid, ne? Frau Brüllen fragt: WMDEDGT? Und ich sage:

Meine innere Uhr (oder das Kind unten) weckt mich eine halbe Stunde vor dem Weckerklingeln, um die Zeit, zu der der Wecker an Arbeitstagen klingeln würde. Heute ist jedoch alles anders, denn ich habe Bildungsurlaub und verbringe ihn wie letztes Jahr auf der re:publica.

Doch erstmal geht alles ganz profan los – aufstehen, ins Bad gehen, Zähne putzen, Anziehen, Katzen füttern. Zwischendurch stellt sich heraus, dass der Hase sich meine Erkältung von letzter Woche zu Herzen genommen hat und heute im Bett bleiben darf. Ich koche ihm noch einen Tee und mache einen Obstteller. Dann schmiere ich mir selbst ein paar Stullen (u.a. mit dem Bärlauch aus der Heimat – dies als Warnung an alle, die mir auf der #rp15 noch begegnen werden), packe Schreibzeug, Ladekabel und mobilen Akku ein und gehe los. Unterwegs kaufe ich noch schnell einen Smoothie für den Weg und ein paar Stangen Schokolade als Icebreaker für die Zusammentreffen mit diesen Leuten.

Kaum auf dem Gelände angekommen, treffe ich schon auf den Herrn Skizzenblog, den ich noch vom letzten Jahr kenne. Dann schaue ich mir die Eröffnung an und direkt hinten dran das Panel Say it loud! Say it clear? Refugees are welcome here?!. Danach lerne ich beim Sketchnotes für Einsteiger-Workshop die Grundlagen visueller Notizen und bekomme das Blind-Porträt signiert und geschenkt, dass mein Sitznachbar von mir zeichnete:

Meine nächste Session war Finding Inclusion in Digital Europe von Raúl Aguayo-Krauthausen und Mareice Kaiser. Dann ging es bei Juliane Leopold und Max Hoppenstedt um Neue Journalismusformate für neue Zielgruppen. Danach brauchte ich dringend eine Pause und es traf sich gut, dass mir draußen auf dem Hof die Damen Mierau und Frische Brise begegneten, die ich mit Hilfe der Schokolade in ein Gespräch verwickeln konnte. 😉 Alu von Große Köpfe und Cloudette stießen dann auch noch dazu.

Nach ein wenig Durchatmen und Sonne tanken begab ich mich dann zum Gespräch zwischen Holm Friebe und Thorsten Hübschen über Den Weg von Digitaler Bohème bis #outofoffice. Hinterher kam es in der kurzen Pause zwischen zwei Sessions bei einem veganen Paletas-Eis (Mango-Kokos) zu einem Speed-Date mit einem Timeline-Kollegen. Auf der Mainstage versuchte ich dann, dem Talk To be your own Captain in Chaos von Johanna Frelin zu folgen, bekam aber zwischendurch einen Anruf und muss ihn mir dann wohl nochmal in aller Ruhe anhören, sobald er online ist. Was ich gehört habe, klang sehr interessant.

Als nächstes standen die Machenschaften der Neonazis in den sozialen Netzwerken von Julia Schramm und Laura Piotrowski auf dem Plan. Und weil ich grad so schön am Aufregen war, passten die Hoax Kampagnen: Opium fürs Empörervolk von Deef Pirmasens und Christian Schiffer auch noch schnell in den Kopf. Danach dann aber erstmal wieder Frischluft und ein Veggie Burger in der Gesellschaft des gesamten Mierau-Clans, inklusive Kindern und Mann von Frau Mierau. Feine Familie, ich lass mich da nochmal irgendwann adoptieren, schon des Frühstücks wegen.

Zum Nachtisch gab es von Anne Schüssler noch eine Systematik des Twitter-Humors mit Ceci n´est pas un tweet. Danach war ich müde und sehnte mich nach Hase, Katzen und Bett, so dass ich mich im aufkommenden Regen auf den Weg nach Hause machte.

Schnell noch ein Telefonat mit dem Bruder geführt und diesen Blog-Eintrag getippt, dann bastele ich mir noch meinen Session-Plan für morgen zusammen und dann wird schnell tief und fest geschlafen!

So viel Früher war selten

Die letzten Tage war ich in meiner alten Heimat, anlässlich des jährlichen Hexenbrennens und des Polterabends eines lieben Freundes. Drumherum wurde viel gelaufen, getanzt, Konzerten und Theater gelauscht, gewandert und vor allem getroffen: Diverse selten gesehene Familienteile (Tanten, Cousins und Cousinen sowie deren Nachwuchs und natürlich Oma), selten gesehene Freund_innen aus Schulzeiten und solche, die ich seit plusminus zehn Jahren überhaupt nicht gesehen habe. 

Es gab also sehr sehr viel zu erzählen und wenig Schlaf, viele erneuerte Kontakte, die gepflegt werden wollen und sollen und einige Ideen für zukünftige Unternehmungen. Und trotz alldem erstaunlicherweise auch viel Ruhe, Grün, Natur und Durchatmen. Ein rundherum gelungenes Wochenende, das jetzt mit zwei Stunden sitzend im Zuggang zuendegeht. Aber man kann ja auch nicht alles haben und lesen und bloggen geht schließlich überall. 

Krankheitsbedingt…

…war es diese Woche sehr ruhig hier. Zum Glück geht es inzwischen bergauf, so dass die nächste Woche hoffentlich blogintensiver wird. Bis dahin ein paar Bilder:

Ein verzweifelter Versuch, die Erkältung abzuwehren letzten Sonntag. Drei Tage später war alles umsonst.

Ein Aufmunterungsdessert auf dem Balkon.

Samstäglicher Arztbesuch nach einer schrecklich kurzen Nacht voller Schmerzen.

Spaßige Übersetzungsskills auf der Arzttoilette.

Tagebuch-5 im April – Oster-Edition

Schon wieder der 5, schon wieder WMDEDGT bei Frau Brüllen. Und ich schon wieder dabei, natürlich. 🙂 Zwischen all den Osterberichten werde ich heute wohl ein wenig herausstechen, denn zum Einen verbringen wir den Ostersonntag dieses Jahr nicht mit der Familie (Karfreitag, Ostersamstag und Ostermontag hingegen schon), zum Anderen arbeite ich heute mal ganz klassisch einen Feiertagsdienst.

 

Dementsprechend klingelte der Wecker heute trotz Sonn- und Feiertag um 9 und ich schlich in die Küche, um mir dann unter lautem Gedröhn einen Smoothie zu mixen. Hinein kam, was wegmusste (Wildmangos, Bananen, Apfel, Orange), was gut tut (Ingwer, Curcuma und Matcha-Pulver) sowie was flüssig macht (Apfel-Birnen-Saft). Außerdem fütterte ich die Katzen und putzte mir die Zähne. Dann ging es auch schon an den Schreibtisch, dank tollen Wetters immerhin sonnenbeschienen und mit offener Balkontür.

Die Katzen sorgen immer wieder für putzige Unterhaltung zwischendurch. Entweder springen sie mir auf den Schoß oder direkt auf den Schreibtisch, oder sie legen sich einfach dekorativ hin und verlangen danach, fotografiert zu werden. Großraumbüro-Feeling für Zuhause, sozusagen. Als der Mann schließlich aufsteht, gibt es als zweiten Gang eine Schüssel Cornflakes mit Milch – hatten wir extra für unsere amerikanische Couchsurferin vom letzten Wochenende gekauft und der Blogpost von Leitmedium, bzw. mein Kommentar und sein Tweet dazu weckten nun meinen Appetit darauf – außerdem war das Brot verschimmelt und der Mann muss erst neues backen.

Ungefähr zur Hälfte des Arbeitstages passiert genau das, was man im Homeoffice am wenigsten will: Das Internet bricht zusammen – also, unser Anschluss daran. Nach einem hektischen Telefonat mit dem Provider („Da können Sie jetzt gar nix machen, wir melden uns, wenn’s wieder geht“) und kurzem Überlegen muss ich mich wohl oder übel doch noch anziehen (*hüstel*). Zum Glück wohnt eine liebe Freundin nur eine Straße weiter und wir haben einen Schlüssel. Ich begebe mich also in ein Zweit-Homeoffice, mit Zweitkatze, und arbeite dort weiter. Glück gehabt!
Gerade als ich zu verhungern drohe kommen Freundin und Mann mit Kuchen herein. So gibt es doch noch ein kleines bisschen österliche Festlichkeit. Danach wird aber schnell weitergearbeitet, bis ich um 18 Uhr endlich Feierabend habe.

Wir verabschieden uns und kehren in unsere Internet-lose Wohnung zurück. Für ein Stündchen (oder zwei) setze ich mich an den Rechner des Mannes, um Monkey Island 2 zu spielen. Er benutzt derweil meinen Laptop und zockt Colonization. Ich stelle fest, dass es ein Fehler war, neulich den „leichten“ Spielmodus zu wählen. Es geht viel zu schnell und viele Dinge, an die ich mich erinnere, fehlen. Muss ich wohl demnächst nochmal von vorn anfangen. Level 2 ist jedenfalls schnell durchgespielt.

Abends gibt es dann ein Gericht aus meiner Jugend: Pellkartoffeln und bunten Quark. Neben Kräutern aller Art gehören da noch hartgekochte Eier hinein und was eben so da ist – Tomate, Paprika, saure Gurken, Äpfel… Hauptsache bunt eben. In unserem Fall kommen heute Schnittlauch, Petersilie, Dill, Sauerampfer, Gurke, Tomate, Ei und Apfel hinein. Für Kartoffelportion 2 kommt Rollmops auf den Tisch, zum Nachtisch gibt es Schokohasen.

Über Pellkartoffeln können wir uns übrigens trefflich streiten. Von der Zubereitungsmethode über die erwünschte Konsistenz der zu essenden Kartoffeln bis hin zu den Dingen die dazugehören: Der Mann schwört auf den Schnellkochtopf. Die Kartoffeln haben danach so weich zu sein, dass man die mit der Gabel zerdrücken kann. Dazu gibt es eigentlich nur Kräuterquark (und zwar reicht da auch fertiger). Zumindest im letzten Punkt lässt er aber mit sich reden. 
Meine Pellkartoffeln werden hingegen normal in Wasser gekocht und sind dadurch weniger trocken. Sie sind härter, zerfallen nicht, wenn man sie mit der Gabel auf den Teller bugsiert und werden erst so richtig zerdrückbar, nachdem man die Butter, wahlweise das Leinöl, drüber getan hat. Man muss sie aber auch nicht zerdrücken, sondern kann sie auch ganz normal in Stücken essen. Außerdem gehört auf jeden Fall noch Salz dran, evtl. Pfeffer. Gekaufter Kräuterquark ist quasi ein Unding, der Quark wird frisch angerührt – egal ob jetzt mit Kräutern, Leinöl oder eben als bunter Quark. Zerdrückt werden die Kartoffeln nur, wenn es Sahnehering dazu gibt.
Wir werden da niemals auf einen Nenner kommen, fürchte ich. Vielleicht müssen wir eines der beiden Gerichte umbenennen…
Nach dem Essen folgt der Abwasch, danach geht es bei mit Monkey Island weiter – diesmal mit allen Schikanen, so wie früher.

Chip and Dip Day mit Neuland-Burger

Instagram informierte mich heute morgen darüber, dass heute in den USA der National Chip and Dip Day gefeiert wird. Da sich die Essenspläne für den heutigen Abend immer wieder änderten (selbst was kochen, mit anderen zum Döner-/Falafel-Essen treffen, Freunde einladen, dann schließlich doch sturmfreier Couch-Abend), blieb ich planlos bis ich zuhause eintraf. Dann überlegte ich, was ich denn Chip and Dip-mäßiges essen könnte und musste feststellen: a) Es sind keinerlei Chips im Haus und b) Chips selbst machen ist zeitaufwändig und ich will doch noch ein paar Serienfolgen weggucken. 
Also beschloss ich spontan, die Chips nicht amerikanisch, sondern britisch zu interpretieren und bestellte mir einfach ne Runde Pommes mit Mayo. Der Mindestbestellbeitrag lag um einiges höher, daher hüpften dann noch fix ein Burger (Neulandfleisch, Parmaschinken, Blattsalat-Mix, Tomate, saure Gurke und frische Champignons) und ein Tiramisu in den Warenkorb. Eigentlich sollte es eine Panna Cotta werden, aber ich bekam einen sehr netten Anruf, dass die leider grad erst frisch gemacht wurde und noch „warm und wabbelig“ sei. Dann also beim nächsten Mal. 
Ich war jedenfalls sehr begeistert über den Burger selbst, das Brötchen, die Kombination mit dem Parmaschinken und vor allem über die Pommes, die ganz lieferdienstuntypisch warm, bis zum Schluss knusprig und perfekt gewürzt waren. Bestellt habe ich übrigens bei Burger Dream auf der Danziger – und für diesen Blogeintrag bekam ich keinen roten Heller, falls Ihr Euch das fragt. Man muss ja auch einfach mal so was Nettes sagen können, oder?

Ausbeute vom #indiebookday

Wir gingen dann heute wie geplant raus und zwischen dringend wichtigen Dingen (Matratzenkauf! Eis essen! Tee trinken!) kehrten wir bei BuchZeiten ein und durchscannten die Regale nach Indieverlag-Büchern. Die interessanten von größeren Verlagen habe ich nebenbei auf meine Wunschliste beim bösen Onlinebuchhändler gekauft, bitte aber darum, wenn Ihr sie mir schenken wollt, doch bitte in der Buchhandlung um die Ecke zu kaufen, oder beim Verlag direkt zu bestellen. Dussmann find ich auch noch einen schönen Kompromiss, einfach, weil ich dort selbst so gerne bin und die Leute wissen, wovon sie reden.

Gekauft haben wir jedenfalls:
Die Häschen-Karten sind uns ja schon auf der Buchmesse aufgefallen. Berlin-Historie geht auch immer, vor allem, wenns um den Heimatbezirk geht bzw. ne Graphic Novel ist, und den Herrn Brüggemeyer las ich ja schon im Rolling Stone immer recht gerne – ganz zu schweigen vom Herrn Dylan. Wir hoffen jetzt einfach mal, dass sämtliche Verlage ausreichend Indie sind und ziehen uns zum Schmökern mit den Katzen aufs Sofa zurück.

Internet-Diät, Buchmessen-Rückblick und Cat Content

Aus Gründen versuche ich gerade, abends immer erst ab halb zehn vor dem Internet zu hängen – abgesehen von kurzen Blicken aufs Smartphone 😉 Ein Effekt ist, dass ich ne Menge Sachen schaffe, ein anderer, dass das Bloggen aufgrund von fehlender Ruhe und Muße auf der Strecke bleibt.

Deswegen dann heute aber wenigstens kurz ein Lebenszeichen. Und ein Rückblick vom Leipzig-/Buchmessenwochenende:
Wir kamen am Freitag spät an und übernachteten bei sehr lieben Freunden vom Mann, die ich bisher noch nicht kannte. Besonders ans Herz wuchs mir die überaus coole zweijährige Tochter der Beiden. Mit Kindern werd ich ja immer sehr schnell warm. Viel Zeit hatten wir nämlich nicht, denn direkt nach dem Frühstück brachen wir zur Eisbären-Lesung meiner Eltern im Naturkundemuseum auf.
Dort trafen wir zudem auf meinen Cousin und seinen Sohn. Nach dem Vortrag besagen wir uns das Museum noch im Schnelldurchgang. Zum Mittag gab es dann noch fix einen vegetarischen Hot Dog und dann ging’s raus aufs Messegelände.

Zuerst schauten wir bei meinem ehemaligen Praktikumsbetrieb, dem Rostocker Hinstorff-Verlag, vorbei und sprachen mit Kristina Gehrmann – ihres Zeichens Autorin der ersten hinstorffschen Graphic Novel (über die Franklin-Expedition).
Wir lauschten dann einem Interview mit Thomas Brussig samt Lesung aus seinem neuen Buch vom Hörbuch-Sprecher und Schauspieler Stefan Kaminski. Das Buch kam für uns beide auf die To Do-Liste.
Die nächste Station war ein Interview zum neuen Buch (inkl. Performance) von Knorkators Alf Ator. 

Während dann der Mann einem Interview mit Tomáš Sedláček über das Ende des Kapitalismus lauschte, traf ich kurz eine Tante und eine Cousine. Eine weitere Cousine war ebenfalls vor Ort, wir schafften aber aus Zeitmangel kein Treffen. Habe ich erwähnt, dass ich aus einer Buchhändlerfamilie komme? 😉

Nach so viel Buch wollten wir noch ein bisschen was fürs Auge und wanderten ausgiebig durch die Comic Manga Convention, wo ich mir vom Mann all die Kostüme der Cosplayer erklären lies, und naschten Trockenfrüchte und Nougat. 
Kurz vor Schließung des Messegeländes landeten wir in der Kinderbuchabteilung. Neben dem Mosaik und den ??? gefiel uns hier vor allem ein Stand mit Postkarten und Kalendern mit klugen Sprüchen in Kinder-Rechtschreibung. Und das Revival der Häschenwitze:

Dann fuhren wir zurück in die Innenstadt und lauschten bei der Friedrich-Ebert-Stiftung der Lesung von @mspro

Danach hatte auch ich endlich das Wichtigste zum Neuen Spiel verstanden und wir konnten beruhigt die Heimreise nach Berlin antreten, wo wir kurz nach Mitternacht müde ins Bett fielen.
Bonus: Cat Content

12 von 12 im März

Es ist der 12. und fast alles, was ein_en Blog hat, zeigt heute 12 Fotos aus seinem_ihrem Alltag. Ich also auch. Die anderen Teilnehmer findet Ihr hier.
Halb 8 klingelt der Wecker. Draußen ist es zum Glück schon hell, die Vorhänge halten trotzdem erfreulich dicht.
Für Nimbin und Noosa hingegen ist der Tag schon schrecklich alt und wäre ich nicht aufgestanden, wären sie wohl elendig verhungert.
Was mir morgens hilft, gute Laune zu bekommen, sind auch fast 1,5 Jahre nach unserem Einzug die Farben – besonders der sonnen- bzw. mangogelbe Flur macht, dass es mir warm ums Herz wird.

Auf dem Weg zur Arbeit steige ich am Alex um und wundere mich derzeit jeden Morgen, wer auf die Idee gekommen ist, „Jeder kann backen!“ direkt neben einem Bäcker zu platzieren.

Beim Betreten des Bürogebäudes Empfängen mich die Diversity-Segel (heißen die so?).

Der Kollege begrüß mich mit den Worten „Na, bist Du heute im Gryffindor-Outfit unterwegs?“ (Die Bilder im Hintergrund sind seine…)

Auf in die Küche und Getränke organisiert. Es gibt derzeit den ganzen Tag über Ingwertee. In der zweiten Tasse mache ich mir wechselnde andere Tees (hier im Bild weißer Tee Vanille-Pfirsich). Und für die Zeit bis der Tee Trinktemperatur erreicht hat, gibt es Apfel- und Johannisbeer-Konzentrat mit Wasser verdünnt. Das Glas wird in Laufe des Tages noch zweimal aufgefüllt, aus den Tassen trinke ich insgesamt zwei Liter Tee. Läuft 😉

Vormittags haben wir ein kurzes Meeting – leider im deutlich unattraktivsten Besprechungsraum des Gebäudes – die anderen sind deutlich schöner!
Ein spätes Mittagessen aus Kartoffeln von gestern mit Kräuterquark, saurer Gurke, Radieschen und Tomate.
Gegen das Nachmittagstief hilft GEPA-Vollmilchschokolade mit Kardamom. So gehen die restlichen Stunden doch recht flott vorbei.

Auf dem Heimweg erstehe ich unter anderem einen Topf Koriander, mal sehen, wie lange er uns erhalten bleibt. Eigentlich sollte es heute selbstgemachte Burritos geben, dann entschieden wir uns spontan um und bestellten Pizza 😉 Dazu gibt es zum ersten Mal seit langem mal wieder eine Folge Inspektor Barnaby – auf besonderen Wunsch eines einzelnen Herren.

Vieles im Kopf und nichts will raus

In den letzten Tagen war mein Blog oft und viel Thema, nicht bei Euch im Internet, sondern hier bei mir zuhause und in der Kommunikation mit Freunden. Ständig fange ich im Kopf Einträge an, die ich dann aber doch nicht schreibe. Es gibt so viele kleine Fitzeligkeiten, über die ich gerne schreiben würde, aber wie ein rundes Etwas fühlt es sich nicht an und so schreibe ich dann besser gar nicht. Muss ja aber auch nicht so sein, denke ich mir. Man kann ja auch schön hin und her mäandern, so macht das zum Beispiel Miz Kitty ja auch gerne. Dann mal los damit.

Zum Einen möchte ich Euch nochmal ganz ausdrücklich auf zwei reisebloggende Freundinnen von mir hinweisen. Susanne (derzeit in Vancouver) schreibt darüber, was Reisen mit einem macht. Mich machen ihre Texte auf jeden Fall immer reisefreudig – und ein bisschen neidisch, weil sie wirklich toll schreibt. Mutzelchen ist seit ein paar Tagen alleine mit ihrem Fahrrad in Südfrankreich unterwegs und schreibt und dichtet über ihre Erlebnisse mit Fahrradfeinden, Couchsurfing-Gastgebern und widrigen Winden. Sie kenne ich übrigens schon seit der 5. Klasse (man traut es sich kaum, das zu schreiben, aber es ist tatsächlich fast 21 Jahre her).

Kurz darauf, in der 6. Klasse und zwar genau jetzt Anfang März, habe ich mich übrigens selbst zum Kelly-Fan gemacht, irgendwie. Ich war bei einer Klassenkameradin und mir fiel ein Video der Kellys auf und da mir die Band grundsätzlich sympathisch war, ich aber kaum etwas von ihnen kannte, bat ich sie, das Video einzulegen. Ab diesem Tag hab ich es rauf und runter gesehen und alles was danach und davor kam natürlich auch. Obwohl ich dieser Jungendliebe heute nur noch ab und zu fröhne (ja, tue ich, immernoch, manchmal!), muss es Anfang März immer irgendwie sein. So auch heute, als ich den Vormittag mit demselben Video – inzwischen aber auf Youtube – verbrachte und es mich irgendwie noch genauso gekriegt hat wie damals. Es ist nicht die Musik, es ist das Gesamtkunstwerk, möchte ich anmerken 😉

Susanne kenne ich aus meiner Rostock-Zeit und da direkt seit dem ersten Semester. An Rostock musste ich am Mittwoch ganz stark denken, als ich auf dem Weg zum Hausarzt durch die Dunckerstraße mit ihren bunten Häusern lief. Der Himmel war blau, die Sonne schien und ein leichtes Lüftchen wehte. Ich fühlte mich direkt in die KTV versetzt und wurde extrem nostalgisch. Spontan fand ich es unerträglich, dass ich nicht einfach noch zehn Minuten bis zum Stadthafen weiterlaufen konnte und dass Berlin eben leider nicht am Meer liegt. Die sofortigen Umzugspläne an die Ostsee sind dann aber doch im Sande verlaufen, als ich an der Danziger ankam und dort dann zum Beispiel den neapolitanischen Pizzaladen sah, in dem wir neulich waren. So etwas gibt es in Rostock nun mal nicht. Trotzdem muss ich ganz bald wieder da hochfahren, aber eben nur zu Besuch.

Eine dritte Nostalgiewelle erreichte mich dann heute Abend, als ich nach einem Essen im Atame noch ein wenig um den Hackeschen Markt spazierte, wo ich früher immer meine Mittagspausen verbrachte. Hachseufz. Und dann gibt es da inzwischen wieder einen Bubble Tea-Laden, und zwar einen richtig guten und auch gut besuchten. Laut Foursquare-Bewertungen ist das Comebuy sehr authentisch taiwanesisch und ich bin guter Hoffnung, dass es sich eine Weile halten wird. An mir soll es nicht liegen, mein Triple Q Maracuja-Tee mit Ananas-Kokos-Gelee, Litschi-Gelee und Tapioka-Perlen war ohne Witz der beste Bubble Tea, den ich je getrunken habe.

So, da habe ich ganz schön was vor mich hin mäandert. Morgen treffen wir uns übrigens zum Wochenausklang noch mit dem Frühen Vogerl, seinen Eltern und dem Schurkenbeardie und dann beginnt nach einer Woche Erkältungsausfall wieder einmal der sogenannte „Ernst des Lebens“. Ernst war heute sogar im Fernsehen. So long!