1000 Fragen in London 1

Die erste Kalenderwoche im neuen Leben beginnt für mich mit einer dreitägigen Dienstreise nach London. Die Tage sind vollbepackt mit Terminen, Meetings und Abendveranstaltungen, deswegen habe ich da schonmal ein bisschen was vorbereitet und mache einfach so lange mit den 1000 Fragen an mich selbst weiter.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

91. Wie heisst dein Lieblingsbuch?

Darüber habe ich hier neulich schon mal geschrieben: Love Is A Mixtape von Rob Sheffield. (Er schrob übrigens auch ein gutes über Karaoke, quasi die Fortsetzung des Erstlings…)

 

92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über WhatsApp?

Ich bekomme da täglich das Bären-Abo, das ist wohl das Häufigste. Ansonsten ist das ganz unterschiedlich – eine wilde Mischung aus Familie, Freund*innen und Kolleg*innen. Ganz aktuell stehen bei „Häufig kontaktiert“ die voraussichtliche zukünftige Mitbewohnerin, die Musikusine, die beste Freundin, der nicht einfache Kollegenfreund und eine weitere liebe Freundin aus Bielefeld.

 

93. Was sagst du häufiger: Ja oder Nein?

Ich hoffe Ja.

 

94. Gibt es Gerüchte über dich?

Oh ganz sicher. Als ich klein war, kursierten Gerüchte über meine Familie, unsere monetäre Situation und angebliche Auswanderungspläne. Später habe ich dann hauptsächlich Gerüchte über mich und mein Liebesleben mitbekommen. Die sind grad auch wieder ganz schön hoch im Kurs.

 

95. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest?

Wahrscheinlich würde ich größtenteils die Sachen tun, die ich auch jetzt mache, wenn ich nicht gerade arbeite. Plus mehr Reisen, Konzerte oder längere Auslandsaufenthalte. Je nachdem, wie viel Geld ich zur Verfügung hätte, würde ich wahrscheinlich einige Zeit in Sizilien verbringen und öfter die Eltern in Kanada besuchen.

 

96. Kannst du gut Auto fahren?

Haha, nein. Ich bin dreimal durch die praktische Führerscheinprüfung gefallen – jedes Mal spektakulärer und mit größerer psychischer Blockade. Hab das Projekt dann aufgegeben. Als Mitfahrerin bin ich aber – nachdem ich mich von einem traumatischen Unfall vor 5 Jahren wieder erholt habe – ziemlich entspannt, lasse den*die Fahrende*n machen und mische mich absolut nicht ein (außer wenn es unangemessen schnell und ruckelig wird, da kommt die Unfallangst wieder hoch). Zuletzt bin ich zum Beispiel total ruhig geblieben, als es aus Versehen in der falschen Richtung durch eine Einbahnstraße ging und dann Autos entgegenkamen – fand der Fahrer im Nachhinein bemerkenswert.

 

97. Ist es dir wichtig, dass dich die anderen nett finden?

„Die anderen“ ist eine ziemlich vage Angabe. Mir ist wichtig, dass diejenigen, mit denen ich zusammen arbeiten muss mit mir gut klarkommen. Und dass ich mit denen gut klarkommen, mit denen ich regelmäßig zu tun habe. Natürlich sollen mich Freund*innen und Familie nett finden – wenn ich es verdient habe – und generell alle, die ich auch nett finde. Beim Rest ist es mir weitestgehend egal.

 

98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders?

Witzige Frage. Darüber denke ich in den nächsten Monaten mal in Ruhe nach, ja?

 

99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?

Kommt ein bisschen drauf an. Wenn ich Leute treffen und mich mit ihnen unterhalten will, dann am Liebsten beim Essen. Ansonsten geh ich auch sehr gerne tanzen (aber nur bei der richtigen Musik) oder Karaoke singen (aber nur mit den richtigen Leuten). Einfach nur was trinken gehen kommt eher selten vor, ebenso wie Kino und Theater, obwohl das auch alles schön ist, nur eben nicht so häufig.

 

100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstossen?

Ja.

Alles anders und 1000 Fragen

Seit gestern ist alles ziemlich anders, das merken auch die Katzen. Sie sind ein wenig rastlos und verwirrt über die veränderte Atmosphäre. Und sie dürfen plötzlich im Schlafzimmer rumhängen.

Rastlos und verwirrt bin auch ich und das wird sicherlich auch noch eine ganze Weile so bleiben. Bis sich der aufgewirbelte Staub wieder etwas gelegt hat, wird es hier im Blog wohl eher (noch) ein wenig kryptischer zugehen als auch sonst schon mitunter bemängelt wird. Nur soviel: Alles wird gut, irgendwann. Und ich habe die allerbesten Freund*innen auf der ganzen weiten Welt!

Damit es trotz Kryptik aber nicht zu langweilig wird, hier die nächste Runde der 1000 Fragen an mich selbst:

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?

Vermutlich die Gefängnisbibliothek leer lesen und mich im Rahmen der gebotenen Möglichkeiten weiterbilden. Vielleicht würde ich auch relativ schnell zum Meditationsprofi und Yoga-Crack?

 

82. Was hat dich früher froh gemacht?

Die gleichen Dinge wie heute – tolle Menschen, gute Musik, leckeres Essen, Sonnenschein, das Meer, Katzenschnurren… Möglicherweise war die Auswirkung von Gummibärchen auf meinen Allgemeinzustand größer als heute.

 

83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?

In letzter Zeit habe ich mehr Spaß an Röcken und Kleidern als früher. Ansonsten Jeans, Hoodies, Sneakers… 😉

 

84. Was liegt auf deinem Nachttisch?

Viel zu viel. Im Moment u. a. zwei Becher Wasser, Nahrungsergänzungsmittel, Taschentücher (benutzte und unbenutzte) und jede Menge Bücher.

 

85. Wie geduldig bist du?

Heute mehr als früher, aber immer noch nicht besonders.

 

86. Wer ist dein gefallener Held?

Da gibt es einige… Morrissey, Johnny Depp, Bill Murray, Eric Clapton…

 

87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?

Ja.

 

88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?

Meine beste Freundin, seit immer eigentlich, allerdings ist sie ein halbes Jahr jünger als ich.

 

89. Meditierst du gern?

Wenn es gut funktioniert, bin ich motiviert und tu es dann gerne. Wenn es öfter nicht so gut geklappt hat, dann bin ich nicht mehr so motiviert und lasse es schleifen. Im Moment zum Beispiel.

 

90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?

Ich bin relativ gut darin, negative Emotionen mit stärkeren, positiven zu überlagern. Zum Beispiel durch einen musikalischen Nostalgie-Trip, Gespräche mit Freund*innen, Kochen oder Zukunftsplanung jeglicher Art. Dafür muss aber ein kleiner Funken positive Emotion vorhanden und ich muss innerlich ruhig genug sein, um mich auf die neuen Emotionen konzentrieren und einlassen zu können, sonst klappt es leider nicht.

Keine Zeit, drum 1000 Fragen

Heute kommt Besuch (von der Musikstudentinnencousine, kurz Musikusine ;)) und ich werde keine Zeit zum Bloggen haben, deswegen gibts nochmal eine Runde der 1000 Fragen.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?

Nee. Die Vorstellung, noch ein Bewusstsein zu haben und mal nach dem Rechten gucken zu können gefällt mir zwar (gerade auch für „meine Verstorbenen“), aber tief drinnen weiß ich, dass das Quatsch ist.

 

62. Auf wen bist du böse?

Selten lange auf Personen, meistens eher auf die Umstände.

63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Ich wohne in Berlin und habe weder einen Führerschein noch (momentan) ein funktionstaugliches Fahrrad 😉

64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?

Ein Ereignis Anfang August letzten Jahres, stellvertretend für noch zwei weitere in den letzten zwei Jahren. Kenner wissen.

65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?

Kommt drauf an, wann früher. Ich bin weder Paläontologin noch Archäologin noch Schriftstellerin. Aber allem so ab der Pubertät komme ich schon ziemlich nahe.

66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?

Indie-Rock der Nuller Jahre, eindeutig.

67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr?

Offenheit – in beide Richtungen.

68. Was war deine größte Anschaffung?

Das meiste Geld ging bisher außer für Reisen immer für meine Laptops drauf. Und für die drei oben genannten Ereignisse, mit allem was dranhängt.

69. Gibst du Menschen eine zweite Chance?

Ja. Auch mehrere.

70. Hast du viele Freunde?

Ja, zum Glück.

Heute fast nur 1000 Fragen

Wieder so ein Tag, an dem ich es nicht schaffe, aus den Bemerknissen einen blogbaren Text zu machen. Deshalb wieder ein paar Satzfetzen und danach die nächsten zehn Fragen.

  • die Nacht geräuschpegelbedingt bei den Katzen verbracht
  • im Büro so warm, dass ich kurzärmlig herumlaufen konnte
  • „Wie stellst Du Dir die Welt in 300 Jahren vor?“ (noch bevor ich meinen Kaffee ausgetrunken hatte, aber krass gutes Gespräch)
  • zwei Meetings für interessante Projekte, ansonsten normaler Büroalltag
  • zweigeteilte Mittagspause, erst Plausch mit einem Kollegenfreund, dann Essen mit der besten Kolleginnenfreundin und dem Team
  • noch kein Sport
  • „Ist noch Schnaps da?“ „Brauchst Du O-Saft dazu?“ „Prost“

So, mehr gibts nicht zu holen heute. Also Fragen…

 

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

51. Wen hast du das erste Mal geküsst?

Meinen ersten Freund. Den, von dem ich gestern schonmal was erzählt hatte. Es war der 5. Oktober 2000 und ich war 17…

 

52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen?

Love Is A Mixtape, von Rob Sheffield, einem meiner Lieblingsautoren – man kennt ihn vornehmlich als Journalisten des amerikanischen Rolling Stone, aber er hat auch einige sehr tolle Bücher (Romane und Sachbücher) geschrieben, u. a. auch über die Beatles. In diesem autobiographischen Roman erzählt er anhand von den Tracklisten von Mixtapes davon, wie er seine Frau kennenlernt, von der Beziehung der beiden, davon wie er plötzlich Witwer ist und wie er den Weg aus dieser Krise zurückgefunden hat. Das ist wahnsinnig gut geschrieben, natürlich ganz schön emotional und man lernt jede Menge neue Musik kennen (zumindest wenn man nicht in den 80ern und frühen 90ern bereits mindestens Teenager war). Am meisten kriegte mich aber, dass das ganze wirklich so passiert ist. Und, dass er es geschafft hat, aus seinem eigenen Leben und wahren Ereignissen einen so tollen und literarischen Text zu machen. Das Buch wurde dann auch Teil meiner Masterarbeit über Popmusik in der Gegenwartsliteratur…

 

53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus?

Ganz allgemein? Schlicht und schön – eher lang und schlank und ohne viel Klimbim. Also kein Tüll, keine Rüschen, keine Schleifen usw. Mehr so wie ein elegantes Abendkleid in hell. Lang genug, dass die Sneakers/Chucks darunter nicht auffallen und mit genug Beinfreiheit zum Tanzen. Sollte ich irgendwann doch nochmal heiraten, fällt Brautkleid im engeren Sinne aber aus. Also der Schnitt kann bleiben, aber das wäre dann eher meergrün oder mangogelb oder so. Erstens bekleckere ich mich ständig, zweitens würde ich es noch öfter anziehen wollen, drittens geht mir die ganze Symbolik dabei auf die Nerven.

 

54. Fürchtest du dich im Dunkeln?

Ich bin schon als kleines Kind alleine im Dunkeln durch den Wald von unserem Grundstück zu dem meiner Oma gelaufen.  Also eigentlich nicht. Obwohl ich natürlich auch die Ermahnungen mitbekommen habe, die jedes Mädchen mitbekommt: Abends nicht alleine unterwegs sein und wenn doch den Schlüssel schlagbereit in der Hand, nicht anquatschen lassen, Straßenseite wechseln usw. Den Schlüssel nehme ich normalerweise tatsächlich in die Hand, ansonsten habe ich aber eher keine Angst und gehe schon auch des öfteren mal einsame Abkürzungen usw. Letzten Mai lief ich im Dunkeln mehrere Kilometer durch den Wald vom Neustrelitzer Theater zurück zum Festivalgelände und vor 4,5 Jahren in Irland machten der Hase und ich das gleiche gemeinsam vom Hotel zum Pub und wieder zurück.

 

55. Welchen Schmuck trägst du täglich?

Nur meine Festivalbänder, aktuell zwei von der re:publica und eins vom Immergut.

 

56. Mögen Kinder dich?

Sehr sogar. Außer der Hase ist dabei, den mögen Kinder nämlich noch mehr.

 

57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino?

Alle die, von denen ich keine so gewaltige Bildsprache erwarte, dass ich bereit bin, Geld für die große Leinwand auszugeben. Und die, die ich so dringend sehen will, dass ich nicht bereit bin länger zu warten.

 

58. Wie mild bist du in deinem Urteil?

Ich arbeite stetig daran, milder zu werden, meine Urteile zu hinterfragen und Leute nicht aufgrund von einzelnen Situationen in Schubladen zu stecken. Das klappt inzwischen meist ganz gut, aber noch nicht so gut, dass ich nicht andere dafür bewundern würde, es noch besser zu können.

 

59. Schläfst du in der Regel gut?

In der Regel schon. In letzter Zeit dauert es allerdings manchmal mit dem Einschlafen oder ich wache deutlich früher auf, als geplant. Zwischen diesen Punkten schlafe ich aber im Allgemeinen durch.

 

60. Was ist deine neueste Entdeckung?

Der Podcast Armchair Expert von Dax Shepard (Crosby aus Parenthood). Von dem habe ich heute Nacht die Folgen mit Jason Mantzoukas (ganz) und Sarah Silverman (teilweise) gehört. Ja, das widerspricht Frage 59.

#12v12 im Februar – Badewanne, Bett, Büro & Burtstag

Es ist der 12. und halb Blogdeutschland dokumentiert seinen Alltag wieder in zwölf Bildern. Meine zwölf findet Ihr hier, die anderen gibt es hier.

 

  1. Die Nacht endet jäh gegen dreiviertel 4. Man könnte Noosa eine Mitschuld geben, da wir diese Nacht ja im Familienbett geschlafen haben und sie mir die ganze Nacht über nicht von der Seite wich (aber durchaus mal meine Seite wechselte – rechts, links, oben, unten, drauf), aber es waren eher körperliche Beschwerden. Die führten dann auch dazu, dass ich nicht wieder einschlafen konnte und gegen 5 aufgab, mir eine große Kanne Tee kochte und mich damit in die Badewanne verzog. Als der Hase aufstand, war die Kanne leer. Ich stieg aus der Wanne aus, machte mir eine zweite Kanne und trank die dann noch gemütlich im Bett.

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2. Mit fast 3 Litern Tee im Bauch konnte ich dann aufstehen und wie gewohnt meinem Tag nachgehen. Zur Sicherheit gabs trotzdem unterwegs und im Büro weiter Tee.

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3. Zum Frühstück im Büro nahm ich mir wie aktuell täglich Obst vom Buffet mit.

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4. Dazu kam ein überraschendes Stück Quarkkuchen, dass ein Kollege mitbrachte. Dabei werteten wir unsere Team-Fotos von vorletzter Woche aus.

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5. Mittags trifft sich die nach Urlaub und Krankheit wieder vollständige Mittagsclique in der sonnendurchfluteten Lounge.

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6. Wegen Anlass hatte ich heute Rotwein dabei. Interessanterweise wurde das von niemandem kommentiert.

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7. Irgendwann am Nachmittag legte sich nachvollziehbarer Weise eine bleierne Müdigkeit über mich. Zum Glück machte ein lieber Kollege eine Runde salziges Popcorn. Damit schaffte ich es bis zum Feierabend.

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8. Auf dem Weg noch schnell Geburtstagsblumen für Mama besorgt.

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9. Die sehen in ihrer neuen Umgebung ganz schön gut aus!

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10. Ich platzte mitten in die Essensvorbereitung für die Feier und wurde direkt mit der Guacamole betraut.

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11. Beim Salat zupfen läuft im Hintergrund Rage Against The Machine – Killing In The Name Of.

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12. Das Buffet ist eröffnet!

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Ein müder Tag und 1000 Fragen

Heute ist ein müder Tag. Ein sehr müder Tag. Obwohl ich um 10 im Bett lag und trotz Tolstoi-Hörbuch (Familienglück) war ich auch um 1 noch wach und wieder wach dann gegen 6. Keine Ahnung wieso, Vollmond war jedenfalls nicht. Allerdings hatte das den Vorteil, dass ich ohne Hetzen schon halb 9 im Büro war und dann ganz easy um 5 Feierabend machen konnte. Auf dem Heimweg habe ich noch schnell zwei Jacken aus der Schneiderei geholt (jetzt habe ich wieder eine heile Winterjacke!). Und dann war ich trotzdem schon deutlich vor 6 zuhause. Da der Hase da noch lange nicht Feierabend machen konnte, fiel mir die Aufgabe zu, Staub zu saugen. Ich hasse es so sehr (80qm, 7 Räume, jede Menge Winkel, Katzenhaare, Katzenstreu, 1000 Sachen auf dem Boden, die zur Seite oder hochgenommen werden müssen…). Eigentlich ist das Staubsaugen zum Glück selbstgewählte Hasenaufgabe, aber was will man machen, wenn die Brotarbeit ruft.

Zur Belohnung gibt es für uns beide dann heute Essen von auswärts, den nächsten Oscar-Film und ganz viel Katzenkuscheln heute Nacht. Normalerweise schlafen die Miezen ja in dem Teil der Wohnung, in dem wir nicht schlafen, aber zu besonderen Anlässen schlagen wir auch mal das „Familienbett“ im Wohnzimmer auf und da dürfen sie dann durchaus mit rein und freuen sich jedes Mal sehr (und ich mich auch). Nimbin schlüpft so gern mit unter die Decke und nichts bringt mich zuverlässiger zum Einschlafen als Noosa, die sich neben mein Gesicht kuschelt und schnurrt wie zehn Sägewerke. Apropos Noosa – heute vor 6 Jahren waren wir in Noosa, sagt Facebook. Neben Nimbin war das für uns einer der schönsten Orte in Australien.

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Ansonsten habe ich heute aber müdigkeitsbedingt nicht viel zu erzählen, deswegen gehts direkt weiter mit den nächsten 10 der 1000 Fragen an mich selbst.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Zuletzt IN einem Buch gelesen habe ich in Matthias Dettmann (Hrsg.): Rostock. Mein Arkadien, heute in der Mittagspause. Das letzte ausgelesene Buch war Anne Stern: Das Glück ist ein flüchtiger Vogel.

 

32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?

a. Aus Faulheit. Ich habe mir zuletzt vor etwa 4 Jahren die Haare schneiden lassen (und auch da nur die Spitzen). One less thing to think about.

b. Weils gut aussieht – wenn die Haare frisch gewaschen und einigermaßen gekämmt sind, kann man die offen tragen und das gefällt nicht nur mir immer sehr gut.

c. Weil die langen Haare alles mögliche kaschieren.

 

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?

In einem ganz wahrhaftigen Sinne sicher nicht, ich könnte schon ohne überleben, wenn ich müsste. Solange ich es aber in der Nähe und unter Strom habe: Ja, sehr.

 

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?

Das schwankt im Laufe eines Monats ganz schön. Grad auf jeden Fall genug.

 

35. In welchen Laden gehst du gern?

In den italienischen Supermarkt an der Greifswalder, in Asiamärkte und andere kulinarische Spezialitätenläden und natürlich in Buchhandlungen. Alles andere hat über die Jahre irgendwie seinen Reiz verloren.

 

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

Auf jeden Fall kein Langweiliges. Außer ich bin irgendwo auf dem Land und es gibt nur Apfelschorle oder KiBa oder so. Ansonsten suche ich mir gerne etwas aus, was ich woanders nicht bekomme – hausgemachte Limonaden oder Eistees, besondere Teesorten oder Säfte… Und in Kneipen natürlich auch gerne mal Craft Beer oder Cocktails. Wein eher zum Essen.  Und generell achte ich auswärts meist darauf, dass ich viel Flüssigkeit für mein Geld bekomme. Kurze sind also eher selten und auch bei Cocktails bevorzuge ich die in den großen Gläsern.

 

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?

Wenn ich mich (körperlich und mit den Menschen um mich herum) wohlfühle, bleibe ich meist bis zum Schluss. Also nein, nicht wirklich.

 

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?

Wenn ich spontan Geld verdienen müsste, vermutlich als Übersetzerin, Texterin, Lektorin. Auch wenn man da viel Akquise betreiben muss, um über die Runden zu kommen. Das kann ich halt am Besten. Ansonsten spielen der Hase und ich ab und zu mal mit Ideen, wie man sich ein Leben in schönen Gegenden finanzieren könnte. Das hat dann meist was mit Gästen, Essen und Lebensgefühl zu tun.

 

39. Willst du immer gewinnen?

Nee, dafür tu ich das zu selten, das wäre ernüchternd. Einen gewissen Ehrgeiz entwickle ich beim Tischtennis oder bei Spielen, die was mit Wissen und/oder Worten zu tun haben. Tabu, Cranium, Cards Against Humanity… Da bin ich vorne mit dabei.

 

40. Gehst du in die Kirche? 

Ich habe mit 22 in Toronto zum ersten Mal eine Kirche während eines Gottesdienstes betreten. Und zwar um mir meine Weltoffenheit zu beweisen und weil ich neugierig war. Seitdem war ich – wenn ich richtig zähle – auf drei Taufen, drei Beerdigungen und zwei Hochzeiten in der Kirche. Und zwei oder dreimal zu Weihnachten mit der Hasenfamilie. Ich denke ich kann reinen Herzens behaupten: Nein.

6 Monate und 1000 Fragen

Auch der heutige Tag war für mich noch sehr Couch-lastig, aber das sind Sonntage ja fast immer – das Krankheitsgefühl von gestern ist jedenfalls schon wieder deutlich weniger geworden.

Highlight des Tages war der Besuch einer lieben Freundin und ihres 6 Monate alten Babys. Es gab ein spätes Mittagessen aus Pasta mit Pilzen und Tomatensauce und später leckeren Kaffee und Kuchen aus dem Stammcafé, was der Hase dankenswerterweise für uns alle holte. Ansonsten wurde viel erzählt und Baby bespaßt. Die Katzen blieben relativ gelassen ob des kleinen Besuchers und auch das Baby selbst ließ sich von ihnen nicht besonders beeindrucken. Ansonsten wurde aber alles mögliche bequietscht, befühlt und besabbert – wie sich das gehört. Bevor das Baby uns zum nächsten Mal besucht, werden wir die Wohnung wohl krabbelsicher machen müssen.

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Auf Twitter machte nochmal ein alter Text von mir zu Bautzen die Runde (inkl. Erfahrungsbericht einer in den 80ern und 90ern vom Rassismus in der Stadt Betroffenen) und meine Tante schickte ein schönes hippieesques (und wohl nicht von mir zu veröffentlichendes) Foto von meinem Onkel, das sie beim Digitalisieren alter Schätze gefunden hatte.

Ansonsten war aber heute wie gesagt nicht viel los, deswegen haue ich mal die nächsten zehn der 1000 Fragen an mich selbst in die Runde.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Bei den allermeisten Leuten nicht besonders, das habe ich mir über die Jahre abtrainiert. Bei einigen wenigen allerdings schon und dann meist sogar besonders doll.

 

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Darüber habe ich noch nie so genau nachgedacht. Der frühe Morgen ist es definitiv nicht. Am Produktivsten bin ich wahrscheinlich am späten Vormittag und frühen Nachmittag (sofern ich nicht zu viel zum Mittag gegessen habe), aber das ist ja nicht die Frage. Abende und Nächte können natürlich auch sehr super sein und mittags gibts meist was Leckeres zu essen (also während der Woche). Es ist schwierig. An freien Tagen sind es glaube ich die Nachmittage, an Arbeitstagen die Abende?

 

23. Kannst du gut kochen?

Kommt immer auf die Vergleichsgruppe an. Ich koche gerne und experimentiere auch gerne und meistens schmeckt es auch ziemlich gut.

 

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?

In jeder Hinsicht der Sommer. Es gab doch mal diese Einteilung in Jahreszeitentypen, was Kleidung angeht, da war ich sehr eindeutig ein Sommertyp. Der Sommer ist aber auch meine absolute Lieblingsjahreszeit (Licht, Wärme, ein langsameres Tempo, reifes aromatisches Obst und Gemüse, lange Abende, Leichtigkeit…) und könnte für mich auch immer ewig dauern. Insofern war der letztes Jahr schon ganz schön gut, auch wenn ich leider viel davon aus Gründen verpasst habe.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?

Ich mache nie nichts. Selbst wenn ich den ganzen Tag nur rumliege konsumiere ich Medien aller Art.

26. Warst du ein glückliches Kind?

Im Großen und Ganzen ja. Ich komme aus einem heilen Elternhaus, bin im Grünen aufgewachsen, meine Bedürfnisse wurden immer befriedigt und ich hatte viel Freiheit in meiner Freizeitgestaltung – egal ob ich jetzt im Wald rumstreunern, lesen oder fernsehen wollte. Nur ein bisschen ab vom Schuss war es, so dass ich sozial oft auf die Fahrdienste meiner Eltern oder eben auf die Kinder in der Umgebung angewiesen war, die dann irgendwann nicht mehr so ganz zu mir passten. In der Schule war ich auch immer eher Außenseiterin, was zu Trotzreaktionen führte, die bis heute anhalten. Etwa, dass ich mich eigentlich nie verstelle, dass ich gerne ganz bewusst etwas anders bin, dass mir egal ist, was Andere über mich denken (s. o.), dass ich mich so manchen Schönheitsidealen und Konventionen verweigere… Und ich habe oft das Gefühl, nicht wirklich dazu zugehören bzw. die Angst, etwas zu verpassen oder ausgeschlossen zu werden. Hat auch nicht nur Vorteile, kann ich Euch sagen. Besser wurde das übrigens so mit 15-16, da habe ich die anderen Außenseiter*innen gefunden, mit denen ich gemeinsam anders sein konnte und mit denen ich auch heute noch größtenteils eng befreundet bin. Im Nachhinein betrachtet also eine ganz schöne Klischeekindheit 😉

 

27. Kaufst du oft Blumen?

Nein. Etwa 2-3 mal im Jahr als Geschenk für jemanden und etwa 2-3 mal im Jahrzehnt für mich selbst, würde ich sagen.

28. Welchen Traum hast du?

Die kommen und gehen. Begraben ist unter anderem der, auf einem Segelschiff zu leben und damit um die Welt zu reisen. Aktuell gibt es ein paar Ansätze für einen Traum, aber keinen konkreten, den ich unbedingt umsetzen möchte.

29. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

Erst etwa 6 Wochen in einer Wohnung hier um die Ecke, dann etwa 19 Jahre in einem Haus in der Nähe von Bautzen, dann etwas über 2 Jahre in einer Wohnung in der KTV in Rostock, etwas über ein Jahr in einer anderen Wohnung in der KTV in Rostock (unterbrochen von knapp 3 Monate in einem Keller-Apartment in Toronto), dann etwas über 2 Jahre in einer Wohnung im Bahnhofsviertel in Rostock, dann etwas über 5 Jahre in einer Wohnung in Mitte und jetzt seit etwas über 5 Jahren in dieser Wohnung im Prenzlauer Berg. Macht inkl. Haus und Keller-Apartment 8.

30. Welches Laster hast du?

Definiere Laster 😉 Am meisten Suchtpotenzial haben in meinem Leben die sozialen Medien und Serien. Außerdem bin ich sehr neugierig. Die Kombination von Neugier und sozialen Medien ist vielleicht tatsächlich ein Laster 😉

Donnerstagsbemerknisse und nochmal 1000 Fragen

Diese Erkältung ist eine merkwürdige – ich bemerke sie vor allem am frühen Morgen (sobald ich richtig wach bin) und am späten Abend. Dazwischen bin ich fast topfit, weswegen ich heute auch ganz unproblematisch beim Sport war. Übrigens liegt meine halbe Twitter-Timeline krank darnieder, womöglich handelt es sich also um einen sozialmedial übertragbaren Virus?

Jedenfalls gebricht es mir auch heute wieder daran, aus den Erlebnissen des Tages (Pfirsichmarmelade, zahlreiche Meetings, eine langerwartete Umarmung, fruchtbare Diskussion – von Dritten als „verbales Petting“ bezeichnet – mit sogar einen kleinen Punktsieg, Lachs-Bagel, Tiefkühlpizza, ein rückgekehrter Hase und die Datenight-Planung für morgen) einen stringenten und lesenswerten Blogtext zu schreiben.

Deswegen einfach mal die nächste Runde der „1000 Fragen an mich selbst“:

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Kann ich so direkt nicht mehr nachvollziehen, aber ich schätze so 4-5? Es gab aber bei uns auch nie einen leibhaftigen, sondern immer nur einen klingelstreichspielenden, der einen Sack Geschenke da ließ. Das mag zur fehlenden Glaubwürdigkeit beigetragen haben.

12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?

Gar nichts. Es gibt einiges, was ich gerne mal hätte, aber nichts, was ich unbedingt haben muss, vor allem, wenn ich dafür auch noch Geld ausgeben soll.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Offen und vorurteilsfrei mit Leuten diskutieren können, die eine Meinung vertreten, die völlig entgegen meiner eigenen ist. Das spannend und interessant finden und mich nicht aufregen müssen.

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Das einzige, was ich im linearen Fernsehen einigermaßen regelmäßig sehe, ist Die Sendung mit der Maus.

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

Zum ersten und einzigen Mal ca. 2004 im Phantasialand in Brühl. Hauptsächlich, weil die Kellys dort damals täglich gastierten. Nebensächlich bespaßten der damalige Freund und ich dort seinen kleinen Bruder. (Ich bin eine oder zwei Attraktionen mitgefahren und war halt beim Konzert. Die anderen beiden hatten aber einen Heidenspaß.

16. Wie alt möchtest du gern werden?

Alt. Solange ich noch lesen/hören kann, wird mir nicht langweilig werden. Danach dann eher nicht mehr so alt, denke ich.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

An keinen ganzen Urlaub, eher an Momente. Wie den Sonnenaufgang am Strand von Noosa, die Nacht unter fast freiem Himmel in Nimbin, den Giardino della Kolymbethra mit reifen Zitrusfrüchten, die Bushaltestelle L7 in Langney/Eastbourne, den Beagle-Kanal, Island in den 90ern (vor dem Hype), die Flaute auf dem Seeweg zwischen La Palma und La Gomera…

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Jede Menge Adrenalin, die mich am Schlafen, Hunger haben oder auf komplexe Inhalte konzentrieren hindert.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Ich würde meinen Namen gerne lieber mögen und mich mehr damit identifizieren, dann müsste ich mich nicht immer unter der Abkürzung aus Kindertagen präsentieren, die bei vielen merkwürdige Assoziationen auslöst, die nicht zu mir passen. Ich liebe es allerdings, wenn Leute mich loosy nennen. (Das machen vor allem die, die mich aus Online-Zusammenhängen kennen, außerdem die Leute aus meinem ehemaligen Chor und einige ausgewählte Freund*innen.) Ich habe erst vor kurzem gelernt, dass auch loosy im anglophonen Raum merkwürdige Assoziationen auslöst – dabei heiße ich schon seit 20 Jahren so.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Oh, das kommt regelmäßig vor. Wenn Leute mich missverstehen; wenn ich Sachen nicht hinbekomme, obwohl ich sie mir fest vornehme; wenn ich merke, dass Situationen nur in meinem Kopf so sind und von anderen völlig anders wahrgenommen werden; wenn ich Dinge vergesse (eine relativ neue Entwicklung, eigentlich bin ich die mit dem Elefantenhirn)…

Tagebuch und 1000 Fragen

Ich habe mir ja nun vorgenommen, täglich zu bloggen und das unglaublicherweise auch schon das ganze Jahr über durchgezogen. Bis jetzt ist mir auch jeden Tag etwas eingefallen, aber weil es da bestimmt auch mal Engpässe gibt, habe ich mich entschlossen, mir für die unkreativen Tage die „1000 Fragen an Dich selbst“ vorzunehmen, die jetzt schon seit Monaten in Kleinbloggersdorf umherschwirren. Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

Nun, heute ist so ein unkreativer Tag. Die Erkältung scheint langsam stärker zu werden, weswegen ich heute meine Fleisch-Pause nach 2,5 Wochen erstmals aufgab und mir mittags eine Mulligatawny-Suppe gönnte und gleich in die Badewanne und dann ins Bett verschwinden werde.

Aber erst noch die Fragen 1-10:

 

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Ich habe in den letzten Tagen an zwei Projekten gearbeitet, die etwas völlig Neues für mich waren. Außerdem gestern zum ersten Mal einen vietnamesischen Pfannkuchen probiert, der allerdings ähnlich wie ein srilankischer Appe geschmeckt hat. Über bedeutungsvollere erste Male müsste ich etwas länger nachdenken.

 

2. Mit wem verstehst du dich am besten?

Mit meinen engsten Freund*innen, meinem Bruder und seiner Frau, meinen Eltern, der Cousin*en-Gang väterlicherseits und allermeist auch mit dem Hasen 😉

 

3. Worauf verwendest du viel Zeit? 

Soziale Medien und Serien sind die größten „Zeitfresser“ in meinem Leben.

 

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Über Wortwitze und Doppeldeutigkeiten, clevere Anspielungen auf Themen, in denen ich mich auskenne, den passenden Einsatz von Zitaten in Alltagssituationen und die Weiterentwicklung bereits bekannter Witzmuster in neuen Zusammenhängen. Je überraschender desto besser.

 

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? 

Das kommt darauf an, wer die anderen sind und ob mir der Grund für mein Weinen vor ihnen peinlich ist. Wenn ich damit Gefühle verrate, von denen die anderen lieber nichts wissen sollten, verziehe ich mich lieber schnell. Wenn die Gründe bereits bekannt sind oder das Weinen zum Beispiel aus Rührung geschieht, ist mir das ziemlich wumpe, wer dabei ist.

 

6. Woraus besteht dein Frühstück? 

Ganz unterschiedlich. Im Moment meist Obst, manchmal noch mit Joghurt, Quark oder Porridge dazu. Manchmal ist es aber auch irgendein Stück Gebäck. Dazu gibts eine Kaffee-Milch-Kombi, wenn ich im Büro oder in Italien bin. Ansonsten eher Tee und/oder Saft. An den Wochenenden esse ich eher das große Programm mit Brötchen, Ei, Marmelade und Co. oder ein Full English, Pancakes oder French Toast.

 

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? 

Im Zweifel immer Noosa oder dem Hasen (Nimbin ist nicht so ein Küsser.) Wenn ich mich recht erinnere war es der Hase heute morgen, kurz nach dem Aufwachen. (Er ist gerade in Leipzig bei seinem Patenkind und Noosa hat mir heute bisher nur ihre Nase entgegengestreckt.)

 

8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter? 

Puh, ganz schön viele, glaube ich. Wir können uns beide super in Themen verbeißen und wissen dann alles (besser) darüber. Wir sind beide sprachlich talentiert und korrigieren gerne mal andere. Und wir machen uns beide oft unnötig Sorgen über die Menschen, die wir am liebsten haben.

 

9. Was machst du morgens als Erstes? 

Wach werden (das kann dauern) und sobald ich bereit bin, die Augen aufzumachen: Den Flugmodus aus 😉 Erst lesen, was an Nachrichten über die diversen Messenger eingegangen ist – zu allererst meist das Bärenabo – dann Facebook und Instagram, E-Mails, sonstige Notifications und als krönender Abschluss Twitter. Je nachdem, wie eilig ich es habe, ist dann vor dem Aufstehen noch der Feedreader dran. Oder die Meditation. Oder beides. Erst nach etwa einer halben Stunde „Augen auf“ geht es ins Bad – außer ungewöhnliche Umstände erfordern eine Verkürzung der Morgenroutine.

 

10. Kannst du gut vorlesen? 

Ganz OK, glaube ich. Ich habe allerdings nicht viel Übung und werde möglicherweise schnell zu schnell oder rede mir den Mund fusslig. Verschiedene Stimmen für verschiedene Charaktere kann ich glaube ich nicht so gut, zumindest nicht ausdauernd.

Tagebuch-5 im Februar 2019 #WMDEDGT

Es ist mal wieder der 5. und wie jeden Monat fragt Frau Brüllen wieder: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Ich wache vor dem Weckerklingeln auf, weil irgendwer im Haus findet, es wäre eine gute Idee, jetzt mal ordentlich den Hammer zu schwingen. Als ich mich dazu durchringe, die Augen zu öffnen und mal nach der Uhrzeit zu gucken ist es 7:29, eine Minute vor Klingeln. Ich mache den Wecker aus und lese mich eine halbe Stunde lang gemütlich durchs Internet, während das Hämmern natürlich längst aufgehört hat und der Hase wieder eingeschlafen ist. Um 8 schleiche ich mich leise aus dem Schlafzimmer und lasse den Urlaubshasen weiter träumen.

Morgendliche Badroutine, Katzen füttern und dann bin ich kurz vor halb 9 schon aus dem Haus und fahre mit Tram und U-Bahn ins Büro.

Die Personalabteilung schreibt eine Rundmail über den neuen Feiertag in Berlin. Da wir zwar in Berlin unsere Zentrale, aber eben auch andere Standorte sowie Leute in Remote-Anstellung haben sowie diverse Mitarbeiter*innen, die kein Deutsch sprechen und das vielleicht noch gar nicht mitbekommen haben,1 ist das notwendig. Es geht zunächst darum, für wen der Feiertag alles gilt, dann darum, wie er im System abgebildet wird und was mit bereits bestehenden Urlaubsanträgen geschieht (Der Feiertag kam etwas plötzlich, das hat sich erst vor zwei Wochen oder so endgültig ergeben). Und dann ging es sehr lang und ausführlich um den Frauentag selbst, seine Geschichte, Clara Zetkin, warum der jetzt bei uns ein Feiertag ist usw. Und ein Link mit Veranstaltungen, bei denen man sich an diesem Tag politisch engagieren kann. Hach, ich liebe diese Firma!

Zum Frühstück gibt es klein geschnippeltes Büro-Obst und Milchkaffee, den wir uns wie immer mit der ganzen Kaffee-Crew oben in der Lounge holen. Ich lerne, dass es eine Fluggesellschaft namens Germania gibt und die jetzt pleite ist. Außerdem sprachen wir über das Fliegen im Allgemeinen, Flughäfen in aller Welt und überlegen, ob Fliegen oder Fleisch essen der schlimmere Klimakiller ist. (In meinem Kern-Team von 7 Personen haben wir drei vegan lebende Männer und vier omnivore Frauen. Besonders witzig ist, dass einer der Herren bis vor ungefähr zwei Jahren so ziemlich jeden Tag auf seiner Fleischportion bestand und inzwischen total geläutert ist.)

Zurück am Platz verbringe ich die Zeit bis zum ersten Meeting mit einer Aufgabe, die ich diese Woche für die urlaubende beste Kolleginnenfreundin übernommen habe – ziemlich analytisch mit ein bisschen Glaskugel drin, aber nichtsdestotrotz spannend. Und ich kann Kästchen (Google Sheet Zellen) mit lustigen Farben füllen, das ist ja auch immer schön.

Nach dem Meeting dann Abarbeiten der aufgelaufenen E-Mails und Anfragen, danach Mittagspause mit dem nicht-einfachen Kollegenfreund/Freundkollegen (20 Minuten Spaziergang zum Supermarkt und zurück, Gespräch über Magen-Darm, Valentinststag, Frauenhasser, die Grünen, die FDP, das Wahlverhalten in Ost-Berlin, 3,21 € in kleinen Scheinen und Seelenrettungsversuche). Wieder zurück gibt es für mich einen hochwertigen Mikrowellenmilchreis mit Erdbeerkompott und eine Runde Twitter-Timeline, der NEKFFK* muss direkt zurück an seinen Platz.

Nach der Pause gemütliches Vor-mich-hin-Arbeiten. Ein gutes Feedback für die Aufgabe erhalten, die ich diese Woche vertretungsweise übernommen habe. Eine weitere neue Aufgabe samt zugehöriger Schulung angekündigt bekommen, die spannend klingt und vielleicht längerfristig bei mir bleibt… Das Nachmittagsmeeting blieb dann relativ kurz und ereignislos. Danach tröpfelte der Arbeitstag ziemlich vor sich hin – im Vergleich zur letzten Megastresswoche sind wir jetzt wieder im Alltag angekommen und das ist auch gut so.

So kann ich pünktlich Feierabend machen und Richtung Friedrichshain fahren, um ein paar Dinge zu erledigen und mich dann mit einer meiner besten Freundinnen zum Essen und Quatschen zu treffen. Es gibt Tra Dao (hausgemachten Pfirsich-Eistee), Banh Xeo (einen vietnamesischen Pfannkuchen mit Tofu, Pilzen und Pak Choi), My Quang (eine dickflüssige Reisnudelsuppe mit Pilzen und Sesam-Chips) und Mango in frittiertem Klebreis. Dazu reden wir über alles, natürlich.

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Der Heimweg ab halb 10 ist dann ganz schön kalt, aber die Ringbahn ist warm und zum Glück ist es gar nicht so weit nach Hause. Dort warten zwei hungrige Katzen auf mich. Da der Hase heute auch aushäusig is(s)t, hatten sie noch kein Abendbrot. Dem schaffe ich schnell Abhilfe, dann mache ich noch ihr Klo sauber und mich selbst bettfertig. Halb 11 liege ich im Bett und höre zum Einschlafen die neue Folge Marvelous Mrs Maisel Goys.

*Auch noch nicht das richtige Blog-Synonym für ihn, fürchte ich.