Ein Königreich für ein Lama

So ein Lama hätte uns nämlich super nach Hause oder zumindest bis zur U-Bahn tragen können, nachdem wir gestern das peruanische Restaurant Serrano in Wilmersdorf quasi leergefressen haben. Wie es uns nach Wilmersdorf verschlagen hat? Google war Schuld. Irgendwann letztes Jahr sahen wir etwas über Peru im Fernsehen und setzten das Land danach auf unsere Reise-To-Do-Liste für „irgendwann“. Als Reminiszenz daran schenkte ich dem Mann zu Weihnachten einen Gutschein für ein Essen in einem peruanischen Restaurant – Google machte das Serrano daraus. Als wir nun einen guten Feieranlass hatten – unser Zweijähriges – packten wir sozusagen das Lama bei der Zunge und machten uns auf gen Westen.

Zu trinken gab es für mich überraschend leckeren Blaumaissaft, der gar nicht besonders nach Mais, sondern auch relativ fruchtig schmeckte – so ungefähr in die Pflaumenrichtung. Der Mann entschied sich für Inca Kola, die noch gelber aussah als auf dem Bild, und später ein alkoholhaltiges Maisgetränk – beides war mehr so semilecker. Aber den Blaumaissaft würde ich jederzeit empfehlen.
Als Vorspeise teilten wir uns eine Piceos-Auswahl. Das sind sozusagen peruanische Tapas. So hatten wir Gelegenheit, möglichst viele verschiedene Dinge zu kosten. Darunter waren u.a.:
  • Das peruanische Nationalgericht „Cevice de Rodaballo“ (Kaltes mariniertes weißes Heilbuttfilet mit Limettensaft, Zwiebeln und Rocoto (peruanische Chili))
  • Causa (kalte Kartoffel-Limetten-Masse)
  • Gegrilltes Kalbsherz
  • Papas a la Huancaína (Kartoffeln mit einer Sauce aus Frischkäse, gelber Chili und Cracker)
  • Wantan mit Maishähnchen
  • Bohnen mit Käse
  • Tintenfisch
  • Scampi mit Quinoa-Puffs
  • Gefülltes Palmherz

Mein Hauptgang war bunter Quinoa mit Gemüse, eine Krokette aus rotem Quinoa gefüllt mit grünem Spargel und Koriandercreme. (Statt der Krokette gibt es im Original rosa gebratene Entenbrust, ich hatte die vegetarische Variante. Ich wusste nicht, dass da Spargel dabei sein würde, aber in der grünen Variante habe ich ihn ganz gut herunterbekommen).
Der Mann hatte Maishähnchenbrust in einer Sauce aus gelber Chili, Walnuss und Parmesankäse an mehligen Blaukartoffeln. Wir fanden beide beides lecker und waren aber auch der Meinung, das jeweils eigene sei das bessere – so soll es sein.
Zum Nachtisch gab es dann wieder eine Variation – zum Glück, ich hätte nichts davon verpassen wollen:
  • Lucuma-Eis mit Schokoladensauce und Johannesbeeren
  • Mangoschaum mit Kiwi
  • Brownie mit einer Johannisbrotbaumsirupcreme und Quinoa-Pops
  • Maracujacreme mit Erdbeeren und gerösteten Mandeln
  • „Milchcreme aus Lima“ mit Zimt und Physalis
Es war alles wahnsinnig lecker und selbst Dinge, von denen ich sonst Abstand nehmen würde, wie das Kalbsherz und der grüne Spargel, sind mir nicht unangenehm aufgefallen. Wir kommen auf jeden Fall wieder – am besten wieder zu einem wichtigen Anlass oder mit solventen Gastgebern, ganz billig ist es nämlich nicht – mit Trinkgeld haben wir zu zweit fast 90 € bezahlt…
Drinnen waren einige der Zutaten ausgestellt, ich habe das natürlich dokumentiert:

Fast wie Sommerferien

Den Großteil der letzten Woche habe ich mit einer Schulung zugebracht. Mit Ferien kann man das natürlich nicht wirklich vergleichen, aber die Abwechslung vom Büroalltag ist nicht zu unterschätzen: Statt 8 Stunden mehr oder weniger gleichförmiger Schreibtischarbeit mit den üblichen Unterbrechungen, Meetings und Küchengängen eine Reise zurück in die Vergangenheit: Vier 90-Minuten-Blöcke am Tag, ein Dozent und 17 Mit-Teilnehmer, dazwischen mehrere kurze Pausen und eine lange – das fühlte sich fast wie früher an der Uni an. Ich bin in der letzten Woche also mal eben ein paar Jahre jünger geworden, sozusagen. Ohje, wie „früher an der Uni“ schon klingt. Aber es ist jetzt auch wirklich schon sechs Jahre her, dass ich meinen Abschluss gemacht habe. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht, mal wieder gezielt und systematisch etwas zu lernen, ich finde, das kommt im Arbeitsalltag zu kurz.

Auf diese überaus erfrischende und lehrreiche Schulungswoche folgt nun eine noch entspannendere: Ich habe nämlich tatsächlich Urlaub. Morgen früh geht es los: Mein Rucksack und ich reisen eine Woche lang quer durch Deutschland und besuchen erst meinen Bruder und danach diverse Freundinnen. Die Reise geht von Berlin nach Bremerhaven und Bremen, nach Münster und Bielefeld, nach Tübingen (wo ich eine Internetbekanntschaft zum ersten Mal live treffen werde, die ich jetzt schon seit über 15 Jahren pflege) und zum Schluss nach München. Auch hier freue ich mich über viele neue Eindrücke, das Rauskommen aus dem Alltag und das relativ freie In-den-Tag-hineinleben. Alleine durch fremde Städte laufen, hoffentlich ein paar regionale Gerichte probieren, im Zug viel lesen und an den Abenden spannende Gespräche führen… Das wird gut.

Ich weiß allerdings auch schon jetzt, dass ich meine drei langhaarigen Mitbewohner – also den Mann, Noosa und Nimbin 😉 – zwischenzeitlich auch ganz schrecklich vermissen werde. Aber so soll es ja sein beim Reisen: Sich freuen, wenn man losfährt UND wenn man zurückkommt. Na dann los…

12 von 12 im Juni

Man hangelt sich so von 5 zu 12, wa? Im Moment ist aber auch immens wenig Zeit zum Bloggen. Ständig feiert irgendwer irgendwas oder man muss zu Konzerten, Essensverabredungen oder ins Büro. Vielleicht wird es ab nächster Woche etwas besser, ich hab da noch einiges auf Halde. Jetzt aber erstmal 12 von 12. Die anderen gibt es bei Draußen nur Kännchen.
Zum Frühstück meine beiden Lieblingsfrüchte: Erdbeeren mit Mango-Joghurt. Ich halte es mit den Erdbeeren so wie Frau Schnips:
Im Büro sind alle im WM-Fieber, wenn auch nicht unbedingt immer aus sportlicher/fußballerischer Sicht. Die Kolleginnen kleben sich zum Beispiel Panini-Bildchen auf die Telefone… Und irgendwer meinte, wir müssten alle diese Fahnen irgendwo hinkleben. Ich wollte erst nicht, aber Frau Teamlead hat dann eigenmächtig meine Tastatur verschönert. Immerhin mit dem richtigen Winkelement – sie kennt mich gut. Ich könnte wohl mal meine Tastatur putzen…
Zum Mittag hatte ich Lust auf Chinesisch und ging daher mit @rammc zu China City und bestellte mir all das, was ich an der chinesischen Küche am liebsten habe: Gedünsteten Pak Choi mit ordentlich Knoblauch und dazu Glasnudeln, Morcheln und Bambussprossen. Mjam.
Danach machten wir einen Abstecher zum Lidl, der sehr ertragreich war, fotografisch gesehen… Pringoals hat also merkwürdige WM-Sorten…

…während hier jemand augenscheinlich Arizona Ice Tea kopiert…
…und diese Aktion wohl eher „Beef and Grief“ heißen sollte.

Zurück im Büro gab es dann doppelten Nachtisch: Das Goods-Team spendierte uns eine Runde Eis…

…und von Frau Teamlead gabs Muffins in Fußballform als Dankeschön für unseren Sondereinsatz letzte Woche.

Kurz vor Feierabend fiel zwei Kolleginnen auf, dass sie quasi gleichgemustert herumliefen.

Auf dem Rückweg las ich diese schöne Szene über Opa Kevin.
Zuhause bereitete ich mich auf einen Fußball-Abend allein vor – der Mann boykottiert diese WM aufgrund all der Dinge, die fragwürdig bis unwürdig gelaufen sind in der Organisation. Ich bewundere diese Haltung, kann mich aber der Tradition nicht ganz erwehren. So fährt der Mann also angeln (und hört dort das Spiel, weil Béla Réthys Kommentar über den ganzen See schallt… Und ich darf endlich mal wieder Rhabarber essen. Das Rezept in Kürze: Rhabarber in Ahornsirup marinieren, dann Wasser dazu und kurz aufkochen. Dazu gibts Vanille-Kokospudding aus Vanillepuddingpulver, Kokosmilch und Palmzucker. Nochmal Mjam.

Und dann geht das Spiel los – hier im Bild eine Aktion für den Frieden und wie es aussieht auch die Diversität. Immerhin etwas.

Sonntagabendcouchbloggen

Mal wieder liegt ein langes, aufregendes Wochenende hinter mir, bei dem sich Frühling und Berlin von der besten Seite zeigten. Angefangen hat alles mit einem gemütlichen Frühstück auf dem sonnenbeschienenen Balkon und dem Besuch einer lieben Freundin. Den Samstagnachmittag verbrachte ich dann mit Freunden im Graefekiez und Urbanhafen – einer Ecke von Berlin, in der ich sonst eigentlich nie bin. Ganz nebenbei habe ich dabei wohl ein sehr beliebtes Hipstercafé besucht und dort einen köstlichen Rhabarbercrumble und grünen Saft verzehrt.

Abends kamen dann wieder Freunde vorbei, wir aßen Moussaka und schauten das Champions League-Finale.

Heute führte uns der erste Weg ins Wahllokal – halt nein, zuerst zum Müllplatz, wo wir dann von einem alten Ömchen in ein Gespräch über Pfandflaschen und Lebensmittelmotten verwickelt wurden. Zitat: „Ich könnte kotzen.“ Hach, Berlin. Danach dann aber auf zur Wahl und für den Mann auch noch zur ZDF-Umfrage – jeder Vierte in unserem Wahllokal war dran, ich habe es leider knapp verpasst. Danach holten wir Croissants und Kaffee im grandiosen neuen Café unten bei uns im Haus (Wir wurden mit Vornamen begrüßt und bekamen ein Croissant frei Haus) und fuhren dann zu meinen Eltern zum Frühstück. Nach einer kurzen Fresspause Esspause gab es dann noch Holunderküchel mit Erdbeeren und Eis – Tradition ist Tradition.

(Bildmaterial vom letzten Jahr…)

Den Nachmittag verbrachten wir am Orankesee, wo der Mann mal wieder Würmer baden ließ und einem kleinen Barsch beibrachte, dass er sich in Zukunft von Haken fernhalten sollte. Währenddessen saß ich mit den Füßen im Wasser in der Sonne, vertiefte mich in meine Bücher und sorgte dank Twitter für einen konstanten Nachrichtenstrom zu ersten Prognosen und Hochrechnungen. 

Naja, Filterbubble halt…
Hin und zurück kamen wir übrigens auf verschlungenen Pfaden durch Weißensee mit dem Fahrrad – man muss ja immer mal neue Ecken in dieser großartigsten aller Städte entdecken – auch wenn dort alles voller gruseliger NPD-Plakate hängt. Viel gebracht hat es ja zum Glück nicht.

Nun sind wir wieder zuhause und ich habe es mir in traditioneller Pose auf der Couch bequem gemacht – Laptop und Noosa auf dem Bauch, Beine und Nimbin unter der Decke. Alles in allem ein sehr ertragreiches Wochenende.

Byebye, re:publica

Ach verdammt, das ging doch alles viel zu schnell vorbei! Unterstützt wird dieses Gefühl auch dadurch, dass der letzte Tag einfach mal deutlich kürzer ist als die ersten beiden, vermutlich, damit die Menschen am Abend noch zurückreisen können. Ich bin dafür, die #rp15 von Mittwoch bis Freitag stattfinden zu lassen, um dieses Problem zu umgehen. Dann können die Fernangereisten auch noch ein Wochenende lang Berlin unsicher machen und ich muss nicht am nächsten Tag arbeiten und mich daran erinnern, schon am Hausvogteiplatz auszusteigen und nicht bis Gleisdreieck durchzufahren. Das wird man doch noch sagen dürfen!

Der Morgen begann für mich mit @FrDingens Fandom-Talk, der mich doch sehr erfreut und empowered hat. Fansein macht nämlich kreativ und wissbegierig und hilft Freundschaften zu bauen. Damit wurde quasi meine Jugend und ein Gutteil meiner jetzigen Freizeitbeschäftigung mal eben legitimiert. Ich werde vermutlich demnächst einen Blogpost verfassen, wie das Fandom mein Leben beeinflusst hat.

Als nächstes sprach Kate Milner darüber, ob das Smartphone einen negativen Einfluss auf Liebesbeziehungen hat. Kurze Antwort: Nein. Lange Antwort:  Wenn es ein Kommunikationsproblem gibt, dann gibt es das auch mit Smartphone. Beziehungen scheitern nicht daran, dass jemand zu oft auf sein Smartphone schaut. Die These ist das Produkt von Medienpanik und Fortschrittsskepsis, die es seit Platon gibt. Der meinte nämlich damals, das Schreiben würde die Kunst der gepflegten Konversation verdrängen.

Meine dritte Session war die zu #idpet von @Nele_Tabler und @Andreacmeyer. War sehr interessant, aber leider mussten die beiden ihre Präsentation in nur einer halben Stunde abhalten, so dass sie diverse Tweets, Kommentare etc. nur zeigen, aber nicht vorlesen konnten. Wenn man da weiter hinten saß, wie ich, hatte man kaum eine Chance alles aufzunehmen, ich hoffe da auf die Slides.

Danach setzte ich mich kurz auf den Affenfelsen, um mein Telefon etwas aufzuladen, und unsere Partyplanung für Samstag weiter zu koordinieren. Für einen kurzen Blogpost war auch noch Zeit.

Die folgende Session Ein blindes Huhn ist kein Ponyhof von Wibke Ladwig gehörte zu den bestbesuchten auf denen ich war und handelte von Sprachentwicklung, „Sprachverfall“ und dem Schöpfen neuer Wörter. Das Hashtag dazu – #ponyhofgate – trendete noch stundenlang weiter, obwohl der Talk selbst nur 30 Minuten dauerte. Richtig so!

Dann dachte ich, ich sollte mal rausfinden, was es mit diesem ganzen Maker-Zeug auf sich hat und machte mich auf den Weg zur Stage 6 im hintersten Winkel der Station, wo Critical Making in Africa angekündigt war. Ich kam aber irgendwie mittendrin an und die Struktur dort auf dieser Bühne schien auch nicht ganz dem Zeitplan zu entsprechen, jedenfalls ging es nach wenigen Minuten plötzlich um Brasilien und nicht mehr Afrika. Da ich komplett nicht wusste, worum es ging und zeitgleich meine Timeline über Wo das Internet lebt von Moritz Metz jubelte, begab ich mich zurück zur Bühne 2 und bekam noch schnell einen Rest mit. Zum Beispiel die Erkenntnis, dass diverse Gambling-Seiten in Gibraltar gehostet werden, weil dort die Gesetzgebung locker ist und die Steuern praktisch nicht vorhanden sind.

Der Talk Allein ist die Wildnis ein öder Ort von Greta Taubert ging dann um den neuen Commonismus, über ein möglichst autarkes, ressourcenschonendes Leben, Stadtjagen mit Falken, Mundraub, gemeinsames Gärtnern, kostenfreies Wohnen, Containern etc. – Im Prinzip hat sie ihr Buch „Apokalypse jetzt!“ vorgestellt, aber so unterhaltsam, dass man das erst ganz am Schluss gemerkt hat.

Der verwirrendste Vortrag heute war The Connected Society: It’s all about the People. Im Grunde ging es irgendwie darum, dass das Internet nicht alles ist, und dass persönliche Kontakte das A und O sind, zusammen mit ein wenig Glück und Schicksal, wenn man etwas erreichen möchte. Für die relativ abstruse Präsentation bis zu dieser Aussage wurde sehr lange gebraucht. Dann kam das erste Beispiel mit dem Dokumentarfilm „Alles was wir wollen“ von Beatrice Möller, den ich unbedingt sehen möchte. Als dieser Teil fertig war blieben Uwe Lübbermann dann nur noch knappe 4 Minuten, um über sein Projekt „Premium Cola“ zu sprechen. Schade!

Zum Glück gab es danach wieder ein Highlight, nämlich die Session von Laurie Penny über Networked Consent, in dem sie Brücken schlug zwischen Protestbewegungen wie Occupy, der gewandelten Bedeutung von Demokratie, Neokonservativem Liberalismus und sexueller Unterdrückung. Wahnsinnig spannend und unbedingt nachguckenswert!

Felix Schwenzel lieferte dann eine gewohnt intelligente, unaufgeregte und witzige Session zum Thema Überwachung, kaputtes Internet und was man dagegen tun kann und bezog sich dabei auf den Talk von Sascha Lobo, die amerikanische Bürgerungsbewegung der 60er Jahre und japanische Vasen. Gucken, wenn ihr nicht dabei wart!

Als letzte Session für mich gab es dann noch Eva Horn mit Entlieben in Zeiten des Internet – ein würdiger Abschluss. Merkwürdig war nur, dass im Publikum auch zwei Frauen saßen, die sich vor kurzem recht öffentlich von ihren Partnern getrennt haben und beide während des Talks vielsagende Tweets absetzten, ebenso wie einer der Partner. Das gab dem ganzen eine leicht gruselige Meta-Ebene, die aber sicherlich nicht für alle so spürbar war. Auch die neben mir sitzenden Damen, die seit über zehn Jahren in Langzeitbeziehungen steckten, konnten mit der Thematik nicht so viel anfangen. Ich schon eher 😉

Es folgte wohl oder übel die Verabschíedung mit Dank an das gesamte Team, lustigen Zahlen und Grafiken und dem obligatorischen Absingen der Hymne. Und dann war alles einfach viel zu schnell vorbei, aber das sagte ich ja schon…

Achja, Fun Fact: Bis auf die ersten drei Sessions und die Verabschiedung fand meine re:publica heute ausschließlich auf Stage 2 statt. Und:: Bis auf die verkorkste Session, die beiden halben Sessions und Felix Schwenzel waren alle meine Speaker* heute weiblich. \o/

Und jetzt wühle ich mich nochmal durch den Zeitplan und erstelle meine To Watch-List der verpassten Sessions, das wird ne Weile dauern…

Allgemeine #rp14-Notizen: Diversity

Was einem auffällt, während man durch die Station Berlin streift: Eine Konferenz dieser Größe würde z.B. in Kanada völlig anders aussehen. Die re:publica ist weiß, weiß, weiß. Das eine oder andere Kopftuch sieht man, ab und an mal ein Middle Eastern oder Asian wirkendes Gesicht und unter den Speakern gibt es ein paar Latinos und sogar Native Americans, aber der einzige Schwarze, den ich bisher gesehen habe, arbeitete an einem von den Infoständen. Die überüberwiegende Mehrheit der Besucher ist weiß. Innerhalb dieser Gruppe wimmelt es natürlich von bunten Haaren, stylishen und nicht-stylishen Leuten, Dicken und Dünnen, Menschen mit Behinderungen und Noch-Nicht-Behinderten und es sind erfreulich viele Frauen anwesend. Aber es bleibt: Die meisten sind „Pigment-impaired, People of no Color“, wie es Michael Running Wolf Jr. gestern ausdrückte (allerdings nicht auf die re:publica bezogen). Wäre interessant zu untersuchen, woran das liegt.

Edit: Natürlich gibt es dann doch ein paar Schwarze mehr, nämlich in diesem ganzen Afrika-Themenkomplex. Sind aber eben vor allem die Speaker selbst und nicht die Nur-Besucher.

re:publica Tag 2

Wenn ich meinen Foursquare-Checkins glauben kann, habe ich heute insgesamt 10 Sessions gesehen. Na holla! Kann aber auch wirklich hinkommen, denn ich hatte eigentlich keine längere Pause dabei und war neuneinhalb Stunden vor Ort in der Station. Aber beginnen wir am Anfang…

Los ging es mit Into The Body, einem Workshop, der auf recht anschauliche Weise erklärte, warum wir alle Rückenschmerzen haben oder haben werden und wie wir dem vorbeugen können. Ein paar Übungen waren auch dabei, aber leider beschränkte sich alles auf die Knochen und Muskeln, während mich auch die diversen inneren Organe interessiert hätten (im Abstract klang es allumfassender). Aber dafür fehlte wohl die Zeit und die Vortragende war zudem auch Physiotherapeutin, was den Schwerpunkt natürlich erklärt.
Dann ging es weiter zu Get real, Netzgemeinde von FrDingens. Brechend voller Raum, frenetischer Jubel vor Ort und in meiner Timeline. War auch gut und richtig und wichtig. Vor allem die Warnung vor der Exklusion breiter Bevölkerungsschichten in der so-called Netzgemeinde und der Wunsch, dass nicht immer nur die mittelalten weißen Männer das Internet erklären dürfen.
Als nächstes sprachen @marthadear und @kuebra über die Geschichte von #aufschrei und #schauhin und darüber, wie solche wichtigen Themen den Sprung aus dem Netz in die Mainstreammedien schaffen. Derzeitige Antwort: Trending Topic bei Twitter werden und hoffentlich weitere ähnlich effektive Wege finden.
Weiter ging es mit dem Talk von @journelle über die Auswirkungen des Internets auf unser aller Sexualität. Alles in allem nämlich positiv! 😉
@RaulDE sprach dann über Innovationen in der Mobilität von Menschen mit Behinderungen. Da gibt es in Deutschland noch eine Menge zu tun, während große deutsche Firmen u.a. In Japan rollstuhlkompatible Rolltreppen bauen oder extra barrierefreie Taxis für London bauen. Es fehlt scheinbar eine mächtige Lobby hier bei uns (ebenso wie barrierefreie Züge, Taxis, Taxi-Apps etc).
Dann brauchte ich kurz etwas frische Luft, Sonne und was zu essen bevor ich mich auf die Präsentation zur Einhornhaltung einlassen konnte. Fazit: Einhörner gut, wir brauchen mehr Whimsy auf der Welt, aber ich kann kein Einhornfarmer werden, denn die müssen immer Lakritze essen. Mist.
Danach nochmal volle Kanne Bildung beim Einsteigerworkshop Programmieren für Nullcheckerbunnies. Der war wirklich für Leute ohne jegliche Vorkenntnisse, weswegen ich Beetlebum dann gleich mal per Twitter verpetzen musste. Aber immerhin folgt er mir jetzt. Es stellte sich heraus, dass ich das meiste tatsächlich schon kannte, allerdings habe ich mich zuletzt vor 14 Jahren in der Schule mit dem Programmieren beschäftigt. Aber ein paar Ansätze für die Selbstmotivation und Tipps, wo man Hilfe bekommt waren dabei. Und viele süße Tierbabybilder. Als Belohnung für so viel Initiative bekam ich hinterher sogar einen Toffee Nosed Friend von Frau… äh… Mutti geschenkt, über den nicht nur ich, sondern auch der Mann aka Hase sich sehr gefreut haben!

Ich musste dann aber sehr schnell weiter, um zu einem der Talks zu kommen, auf den ich mich am meisten gefreut hatte. Caroline und Michael Running Wolf stellten ihr Filmprojekt über „Expat Indians“ in Europa vor und sprachen über die Rolle, die soziale Medien bei der Kommunikation zwischen Native Americans in den Reservaten und den großen Städten bzw. dem Ausland spielen. Kurz zusammengefasst: Sie ist groß. Ich freue mich sehr auf den Film und werde versuchen, mit den beiden Kontakt zu halten. Da wir am Ende der Session alle zusammen einen Rounddance tanzten und die beiden nochmal auf die Episode mit den Yes Men vom Tag zuvor zu sprechen kamen, habe ich dann noch einmal nachgefragt, ob die Fake-Kostüme und der Fake-Song/Tanz negativ bei ihnen ankam. Sie lachten aber nur und meinten, dass Tito, einer der an dem Trick beteiligten ein bekannter Native Comedian sei und man als Native von Anfang an erkennen konnte, dass es darum ging, die Weißen zu verarschen und auch extra ein neues, nicht traditionelles Lied dafür geschrieben wurde. Also, alles in Butter.

Die beiden haben ein wenig überzogen, so dass ich vom Talk über die Five Eyes leider nur noch den Rest mitbekam, den werde ich mir evtl. noch mal in Gänze anschauen müssen.

Darauf folgte dann auf der Main Stage noch eine Präsentation über die eher unbekannteren Seiten des Web, jene, die man in den Mainstream-Medien nicht mehr vermitteln könnte, weil es entweder zu kompliziert wäre, oder aber ein schlechtes Licht auf das Internet werfen würde.

Als Abschluss sah ich mir dann noch den Science Slam an und erfuhr interessantes über Experimente mit Mäusen, Quantenphysik, Urban Gaming und Modealgorithmen.

Dann war mein Kopf voll und der re:publica-Tag zum Glück auch vorbei… Kurz durchgezählt… Wenn man die Five Eyes mitzählt, waren das sogar elf Sessions. Himmel hilf! Zum Glück wärmt mir die schnurrende Noosa jetzt den Bauch, so dass ich eigentlich nix mehr tun muss als entspannen und schlafen…

Mein erstes Mal… re:publica

Gerade ist die erste re:publica, an der ich so richtig offiziell teilnehme. Vor zwei Jahren hab ich mich das erste Mal in die Nähe getraut, war aber nur auf der – auch ohne Ticket – zugänglichen Twitterlesung. Letztes Jahr war mir der Urlaub dafür zu schade (zweimal Übersee und ein Umzug, da blieb nix übrig) und ich stand nur eine Weile auf dem Hof der Station rum und habe gestaunt. Dieses Jahr nun endlich mit Ticket und (Bildungs-)urlaub. Juhu!

Von den geplanten Sessions habe ich heute tatsächlich alle besucht (OK, zwei habe ich spontan getauscht, dafür zwei früher verlassen und eine zusätzlich in den Plan aufgenommen) und trotzdem fühlte sich mein Kopf am Ende noch nicht überfüllt an und ich hätte ruhig noch weiter gekonnt.
Die Eröffnung war nett, die Yes Men waren beeindruckend und lustig (mit einem kurzen Stutzer, ob meine Indigenous-Freunde mit dem gefaketen Indianertanz einverstanden gewesen wären). Bianca Jagger war insofern spannend, als dass man mal gesehen hat, wie Leute der Generation Mick Jagger aussehen, wenn sie nicht ständig auf Bühnen rumturnen. Die körperliche Unfitness machte sie dann aber durch geistige Fitness und Nebenbeitwittern wieder wett. Außerdem war für mich als Anglistin interessant, die drei Akzente der Sprecher (indisch, spanisch, portugiesisch) zu vergleichen. Die Elternblog-Session war nett aber harmlos und für Leute, die Elternblogs bereits lesen nicht besonders erkenntnisreich. Die Väterblog-Diskussion war da schon aufwühlender, was aber eher an latent sexistischen Einlassungen und sonstigen Klischees lag. Immerhin bot das die Gelegenheit, mit Frau Brüllen und Frau… äh… Mutti ins Gespräch zu kommen. Die Mission „neue Internetmenschen kennenlernen“ hat sich also bereits erfüllt. 
Dann kam die Verkaufsveranstaltung mit David Hasselhoff, die ab dem Zeitpunkt langweilig wurde, als der „Krass, er ist wirklich da“-Effekt nachließ, langweilig wurde. Ich hab es zwar länger ausgehalten als viele andere, aber bis zum Gesang hab ich es dann doch nicht geschafft. Stattdessen sah ich Johnny Haeusler beim Live-Umfragen zu, was deutlich unterhaltsamer war. Danach dann pfichtbewusst zu Sascha Lobo, aber nach ca. 20 Minuten wieder raus. Die Session bei @mspro zu dezentralen Netzwerken war dann etwas zu advanced für mich, aber da es Kopfhörer gab und ich nebenbei auf dem Handy spielen konnte, war es auch nicht anders, als #wmr zu hören.
Der nächste Stop war die 10 Jahre Bildblog-Session, die erwartbar interessant und unterhaltsam war. Den Abschluss bildete die Bingo-Session des Guten Tag-Teams von @hermsfarm und @nilzenburger. Diese verließ ich nach einer Stunde mit nur noch drei Zahlen auf der Karte, um mit den Damen Brüllen und Mutti, dem Herrn Mutti und dem Herrn Skizzenblog noch zum Inder zu gehen. Frisch gewonnene Kontakte wollen ja gepflegt werden.
Festzuhalten bleibt, dass ich bereits eine lange Liste an Sessions habe, die ich mir im Nachhinein nochmal online anschauen muss, zu viele Dopplungen im Zeitplan und zu viele Lobpreisungen in meiner Timeline. Aber wäre ja auch schlimm, wenn man sich langweilen würde und nix Spannendes fände. Jetzt lass ich mich noch kurz ein wenig von den Katzen bepuscheln und dann gehts ab in die Heia. Fortsetzung folgt!

Tagebuch-5 im Mai

Der Tag beginnt trotz Spätschicht unfreiwillig früh, als ich gegen halb 7 aus einem merkwürdigen Traum erwache, der mich auf eine Reise per Flugzeug, Bus, Bahn und Moped durch verschiedene deutsche Städte, irgendwo in Belgien und irgendwo in Spanien schickt. Inkl. Terminstress. Dabei hab ich heute gar nicht so viel Anstrengendes vor, eher Schönes. Merkwürdig. Das Blöde ist, dass draußen die Müllabfuhr laut ist und es mit dem Einschlafen daher nichts mehr wird. Aufstehen möchte ich aber auch noch nicht, denn dann würden mich die Katzen zur Fütterung zwingen und die sollen sich gar nicht erst an so unchristliche Zeiten gewöhnen. Also bleibe ich liegen und lese das Internet leer. Um 7:20 klingelt der Wecker vom Mann, aber wirklich wach macht ihn das nicht. Wir bleiben also noch eine Weile liegen.

Gegen 8 raffe ich mich doch auf und füttere die Katzen. Dann mache ich mir einen heißen Bananensaft und setze mich für ein paar Überweisungen an den Rechner. Danach werden hier in der Bude endlich mal ein Poster aufgehängt, immerhin ist Sonnabend Einweihungsparty. Das Bad ziert nun ein Filmplakat eines befreundeten Schauspielers inkl. nacktem Hintern. Hängt auch direkt überm Klo, da kann man das schon mal machen. Währenddessen wechselt der Mann die Glühbirnen im Flur aus. Endlich wieder hell und ab jetzt auch in LED. Derweil vergnügen sich die Miezen auf dem Balkon und beobachten Vögel. Man muss nur aufpassen, dass sie nicht unser Erdbeerpflanzen abknabbern oder plattdrücken. Und eine vom Balkon gestürzte Katze wäre jetzt auch eher ungünstig.

Der Mann verabschiedet sich ins Büro und ich habe dank Spätschicht noch ein wenig Zeit, die ich der Playlist für unsere Party widme. Zwischendurch beobachte ich immer wieder fasziniert die Interaktionen zwischen der rolligen Noosa und dem kastrierten Nimbin. Sie versucht ihn zu animieren, er schwankt zwischen ernsthaften, aber erfolglosen Versuchen, sie zu besteigen und genervtem Wegrennen. Arme kleine Maus… Sobald die Rolligkeit vorbei ist, wird kastriert und dann geht das entspannte Katzenleben wieder los.

Dann noch ein wenig Hausarbeit… Katzenklo sauber machen, Müll runterbringen und etwas aufräumen. Da fällt mir ein, dass ich mein Bahn-Buch (Bridget Jones 3) ja gestern ausgelesen habe und suche mir schnell ein neues aus (Orange is the new Black, das Buch, auf dem die großartige Serie basiert). Und dann geht es auch für mich los ins Büro – mit einem Blech Rhabarberkuchen, um mein vierjähriges Dienstjubiläum zu feiern.

Der Bürotag entpuppt sich als sehr essensreich. Insgesamt gibt es allein in der Redaktion drei Kuchen, zudem ein Frühstücksbüffet im Finance und einen 16 Liter-Topf Chili con carne im Partner Management. Geburtstage und Jubiläen en masse. 
Ansonsten läuft der Tag relativ normal ab. Irgendwann fragt mich ein Kollege, ob ich wüsste, wie denn hier das Faxgerät funktioniere. Ich überlege kurz, was ein Faxgerät ist, wozu man es benötigt und wann ich zuletzt eines benutzt hatte. Dann muss ich ihm leider eine Absage erteilen – in dieser Firma noch nicht. Davor zuletzt, als ich bei einem Aushilfsjob in der Dispo eines Fernsehsenders gearbeitet habe.
Zum Mittag hole ich mir einen Salat und setze mich damit und mit meinem Buch in die Lounge. Dann ab 16 Uhr beginnt die pre:publica und ich fange an hibbelig zu werden. Die letzten Stunden bis zum Feierabend ziehen sich eher gummiartig dahin, dann ist endlich (Bildungs-)Urlaub und ich fahre in die Station Berlin um einzuchecken und mir mein Bändchen und mein Goodie Bag zu holen. 
Bei einem Bierchen auf dem Hof sehe ich die ersten bekannten Gesichter, halte ein erstes Pläuschchen und laufe dann etwas ziellos und verschüchtert durch die Gegend. Dann kapituliere ich und setze mich auf eine Bank, um an diesem Beitrag weiter zu schrieben.
Ab 21 Uhr werden wir hinausgebeten, was mir angesichts der Temperaturen und meiner Schüchternheit ganz recht ist. Auf dem Heimweg lese ich mein Buch weiter. Zuhause angekommen bestelle ich erst einmal einen Neuland-Burger (und Pommes, und Milchreis für morgen früh). Danach baue ich meinen vorläufigen #rp14-Plan zusammen und komme auf insgesamt 28 Sessions an den drei Tagen. Mal sehen, wieviele ich tatsächlich schaffe. 
Der Abend endet mit Burger essen, Snooker gucken und ausgedehntem Katzen-und-Mann-kuscheln auf dem Sofa.

Tagebuch-5 im April

Als der 5. beginnt, sitzen wir in einer Bar in Mitte. Um hereinzukommen, mussten wir klingeln und dann glaubhaft versichern, dass ein Freund heute hier seinen Geburtstag feiere. Erst mit Nachfragen und Diskutieren wurde uns schließlich Einlass gewährt. Gegen Mitternacht saßen wir also mit unseren Moscow Mules in der Hand an der Theke und redeten über… Arbeit. Nun ja. Da die Barhocker nicht so bequem und wir eher müde waren, machten wir uns bald auf den Weg nach Hause und versackten noch ein Weilchen auf der Couch, jede/r eine Katze auf dem Schoß. Kurz vor 2 lagen wir dann in den Federn.

Gegen 10 dann Twitter, Facebook, Reeder, Mails und Instagram checken/lesen, aufstehen, Katzen füttern, Miezenchaos in Bad und Wohnzimmer beseitigen und dann den Frühstückstisch  decken und essen. Dazu spielt Spotify die „Unplugged in New York“ und ich erinnere mich, wie wir vor 20 Jahren am Frühstückstisch saßen und das Radio sagte, Kurt Cobain sei tot. Ich fühle mich alt. Beschließe, heute Musik mal ganz oldschool albenweise zu hören. Als nächstes das Debüt von Franz Ferdinand. Auch schon zehn Jahre alt, verdammte Axt!
Ein weiterer Programmpunkt war der Versuch des Schuhekaufens. Da ich damit nicht den ganzen Tag verbringen wollte, mal eben schnell online vier Paar Sneakers ausgesucht und bestellt. Ein bis zwei Paar werde ich maximal behalten. Für Menschen wie mich, bei denen Schuhe- und Hosenkaufen regelmäßig frustriert und zumindest im Schuhfall dann meist in sinnlosen Trotzkäufen endet, ist der Laden mit dem Z vorne echt eine grandiose Erfindung. 
Der nächste Punkt auf meiner To Do-Liste sind die neuen Folgen von Big Bang Theory, Scandal und Parenthood. Geguckt mit Nimbin auf dem Bauch, Noosa auf den Füßen und einen Candy Crush spielendem Mann neben mir.

Nachmittags ging der Mann mit Freunden zum Wrestling und ich machte einen Spaziergang zur Erkundung des „neuen“ Kiezes. Wir wohnen hier ja nun schon seit über vier Monaten, aber der Großteil davon war Winter oder ich war krank. Also mal ein bisschen Prenzlauer Berg-Luft schnuppern, dachte ich. Leider haben meine Füße schon nach den ersten Minuten schlapp gemacht und sich entschlossen, dass die Schuhe, die ich dabei trug in die Altkleidersammlung gehören. Wie gesagt, ich und Schuhe… Also lief ich etwas gezwungen und mit teilweise schmerzverzerrtem Gesicht nur etwa eine halbe Stunde umher, um dann noch schnell ein paar Dinge einzukaufen (vor allem Backzutaten für morgen) und die Nachbarskatze zu besuchen und zu versorgen.

Wieder zuhause bekamen unsere Miezen dann ihr Abendbrot – nachdem sie zum zweiten Mal heute einen angeschimmelten Brotkanten aus dem Biomüll gezogen hatten, um ihn zu verputzen. Als ob sie bei uns nichts zu essen kriegen würden… Danach war ich dran und machte mir einen Kartoffel-Gurken-Avocado-Salat mit Senf-Dill-Sauce. Dazu gabs eine Flasche Bionade Himbeer-Pflaume, man muss ja alles mal ausprobieren. Kann man trinken, macht aber nicht sofort glücklich. Dann verzog ich mich mit meinen blasengeplagten Füßen und den Miezen auf die Couch und schaute ein paar Folgen Orange Is The New Black. Sehr zu empfehlen. Und jetzt gehts ab ins Bett, ein spannender Samstagabend ist das!