re:publica Tag 2

Wenn ich meinen Foursquare-Checkins glauben kann, habe ich heute insgesamt 10 Sessions gesehen. Na holla! Kann aber auch wirklich hinkommen, denn ich hatte eigentlich keine längere Pause dabei und war neuneinhalb Stunden vor Ort in der Station. Aber beginnen wir am Anfang…

Los ging es mit Into The Body, einem Workshop, der auf recht anschauliche Weise erklärte, warum wir alle Rückenschmerzen haben oder haben werden und wie wir dem vorbeugen können. Ein paar Übungen waren auch dabei, aber leider beschränkte sich alles auf die Knochen und Muskeln, während mich auch die diversen inneren Organe interessiert hätten (im Abstract klang es allumfassender). Aber dafür fehlte wohl die Zeit und die Vortragende war zudem auch Physiotherapeutin, was den Schwerpunkt natürlich erklärt.
Dann ging es weiter zu Get real, Netzgemeinde von FrDingens. Brechend voller Raum, frenetischer Jubel vor Ort und in meiner Timeline. War auch gut und richtig und wichtig. Vor allem die Warnung vor der Exklusion breiter Bevölkerungsschichten in der so-called Netzgemeinde und der Wunsch, dass nicht immer nur die mittelalten weißen Männer das Internet erklären dürfen.
Als nächstes sprachen @marthadear und @kuebra über die Geschichte von #aufschrei und #schauhin und darüber, wie solche wichtigen Themen den Sprung aus dem Netz in die Mainstreammedien schaffen. Derzeitige Antwort: Trending Topic bei Twitter werden und hoffentlich weitere ähnlich effektive Wege finden.
Weiter ging es mit dem Talk von @journelle über die Auswirkungen des Internets auf unser aller Sexualität. Alles in allem nämlich positiv! 😉
@RaulDE sprach dann über Innovationen in der Mobilität von Menschen mit Behinderungen. Da gibt es in Deutschland noch eine Menge zu tun, während große deutsche Firmen u.a. In Japan rollstuhlkompatible Rolltreppen bauen oder extra barrierefreie Taxis für London bauen. Es fehlt scheinbar eine mächtige Lobby hier bei uns (ebenso wie barrierefreie Züge, Taxis, Taxi-Apps etc).
Dann brauchte ich kurz etwas frische Luft, Sonne und was zu essen bevor ich mich auf die Präsentation zur Einhornhaltung einlassen konnte. Fazit: Einhörner gut, wir brauchen mehr Whimsy auf der Welt, aber ich kann kein Einhornfarmer werden, denn die müssen immer Lakritze essen. Mist.
Danach nochmal volle Kanne Bildung beim Einsteigerworkshop Programmieren für Nullcheckerbunnies. Der war wirklich für Leute ohne jegliche Vorkenntnisse, weswegen ich Beetlebum dann gleich mal per Twitter verpetzen musste. Aber immerhin folgt er mir jetzt. Es stellte sich heraus, dass ich das meiste tatsächlich schon kannte, allerdings habe ich mich zuletzt vor 14 Jahren in der Schule mit dem Programmieren beschäftigt. Aber ein paar Ansätze für die Selbstmotivation und Tipps, wo man Hilfe bekommt waren dabei. Und viele süße Tierbabybilder. Als Belohnung für so viel Initiative bekam ich hinterher sogar einen Toffee Nosed Friend von Frau… äh… Mutti geschenkt, über den nicht nur ich, sondern auch der Mann aka Hase sich sehr gefreut haben!

Ich musste dann aber sehr schnell weiter, um zu einem der Talks zu kommen, auf den ich mich am meisten gefreut hatte. Caroline und Michael Running Wolf stellten ihr Filmprojekt über “Expat Indians” in Europa vor und sprachen über die Rolle, die soziale Medien bei der Kommunikation zwischen Native Americans in den Reservaten und den großen Städten bzw. dem Ausland spielen. Kurz zusammengefasst: Sie ist groß. Ich freue mich sehr auf den Film und werde versuchen, mit den beiden Kontakt zu halten. Da wir am Ende der Session alle zusammen einen Rounddance tanzten und die beiden nochmal auf die Episode mit den Yes Men vom Tag zuvor zu sprechen kamen, habe ich dann noch einmal nachgefragt, ob die Fake-Kostüme und der Fake-Song/Tanz negativ bei ihnen ankam. Sie lachten aber nur und meinten, dass Tito, einer der an dem Trick beteiligten ein bekannter Native Comedian sei und man als Native von Anfang an erkennen konnte, dass es darum ging, die Weißen zu verarschen und auch extra ein neues, nicht traditionelles Lied dafür geschrieben wurde. Also, alles in Butter.

Die beiden haben ein wenig überzogen, so dass ich vom Talk über die Five Eyes leider nur noch den Rest mitbekam, den werde ich mir evtl. noch mal in Gänze anschauen müssen.

Darauf folgte dann auf der Main Stage noch eine Präsentation über die eher unbekannteren Seiten des Web, jene, die man in den Mainstream-Medien nicht mehr vermitteln könnte, weil es entweder zu kompliziert wäre, oder aber ein schlechtes Licht auf das Internet werfen würde.

Als Abschluss sah ich mir dann noch den Science Slam an und erfuhr interessantes über Experimente mit Mäusen, Quantenphysik, Urban Gaming und Modealgorithmen.

Dann war mein Kopf voll und der re:publica-Tag zum Glück auch vorbei… Kurz durchgezählt… Wenn man die Five Eyes mitzählt, waren das sogar elf Sessions. Himmel hilf! Zum Glück wärmt mir die schnurrende Noosa jetzt den Bauch, so dass ich eigentlich nix mehr tun muss als entspannen und schlafen…

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