Ich wusste ja gar nicht mehr, wie das so ist im Krankenhaus. Als Patientin war ich zuletzt 1988 oder ’89 mal „drin“ und auch das letzte Mal als Besucherin ist zum Glück auch schon wieder ne ganze Weile her. So von außen und von dem, was man so aus dem Fernsehen kennt, ist das alles nochmal ordentlich anders als von innen. Ich spiele schon mit dem Gedanken einer Krankenhausserie aus Patientensicht, hadere aber noch mit der Umsetzung. Wechselnde Protagonisten? Ein Protagonist pro Staffel? Oder doch eine Protagonistin, die von Station zu Station weitergereicht wird? Schwierig alles – vielleicht wird’s ja doch eher ein Spielfilm…
Autor: loosy83
20 Dinge – Wisster Bescheid
1. Es fällt mir schwer, diese Liste überhaupt anzufangen, weil ich sowieso so gut wie keine Geheimnisse habe. Aber es geht ja zum Glück nur um Dinge, die dieses Blog noch nicht weiß, es sollte also schaffbar sein.
Geburtstagsgeschenk – Nailed it!!
Zu meinem 30. – earlier this year – bekam ich ein ziemlich tolles, ganz und gar nicht erwartetes Geschenk: Einen Städtetrip mit drei meiner besten Freundinnen aus Schulzeiten. Da wir uns ziemlich in der Republik verteilt haben (Berlin, Münster, München und Dresden) trafen wir uns „in der Mitte“, wobei „Mitte“ nicht ganz wörtlich zu verstehen ist, es sollte ja auch noch ne interessante Stadt bei rumkommen. Wir verbrachten also ein Wochenende gemeinsam in Nürnberg.
Ist ja durchaus ne sehenswerte Stadt mit reicher (pun intended) Geschichte, lokalen Spezialitäten und spezifischer Architektur, aber was an diesem Wochenende das Tollste war, war nicht die Stadt, sondern – Überraschung – die Zeit mit den Dreien. Von der ersten Minute an führten wir ein mehrere Tage anhaltendes Gespräch, das eigentlich nur zum Schlafen unterbrochen wurde.
Kaum waren wir aus unseren jeweiligen Zügen gestiegen, diskutierten wir bereits das Wahlergebnis. Jede von uns hat eine andere der im Bundestag vertretenen Parteien gewählt, was zum Einen ein interessanter Zufall ist, zum Anderen bedeutet, dass ich zum ersten Mal bewusst eine CDU-Wählerin in meinem Alter wahrgenommen habe, die ich auch noch für intelligent, vernünftig und weitestgehend in ihren Ansichten kompatibel mit mir halte. Spannend, denn man kennt die ja sonst eigentlich nicht mal aus dem Fernsehen! Noch spannender ist, dass wir trotz dieses durchaus Konfliktpotential mit sich führenden Starts das ganze Wochenende über nicht einmal gestritten haben, sondern uns alle immernoch mögen und respektieren. Dabei kann ich doch leicht hitzköpfig werden im Eifer des Gefechts.
Und so mäanderten unsere Gesprächsthemen dann hin und her zwischen Geschichte (Nazis! Kaiserpfalz! Dürer!), Feminismus (Quote! Labels! Gender! Pink!), Tagespolitik (Koalition! Merkel! Steuergesetzgebung!), Arbeit (Managementmodelle! Arbeitszeitmodelle! Zukunftsvorstellungen!), Reisen (New York! Kroatien! Prag! Krakau!), Beziehungsmodellen (Freundschaft! Polyamorie! Wieder Labels!), und Essen (Indisch! Ceylonesisch! Kuchen!) hin und her. Zum Glück hatte ich am Abend vorher beim Iron Blogger Berlin schon trainiert, sonst wäre mir irgendwann ganz sicher die Puste ausgegangen.
Das Schöne an diesen Freundschaften ist, dass man (Achtung Klischee!) einfach da weitermachen kann, wo man beim letzten Mal aufgehört hat, selbst wenn man sich dazwischen monate- oder sogar jahrelang nicht sieht. Und: Dass man ganz man selbst sein kann, dass jede Veränderung, jede Meinungsäußerung, einfach so hingenommen wird und Teil der Geschichte wird. Die könnten hier reinschneien und mir erzählen, dass sie ihre Jobs und Wohnungen gekündigt haben und jetzt eine Dreiecksbeziehung auf Hawaii führen wollen und ich würde nicht mit der Wimper zucken. Ist dann halt so.
Ich weiß, dass es von diesen Freundschaften nicht besonders viele gibt. Ich selbst kann nur bei einer Handvoll Leute genau so sein, was mitunter zu Problemen führt, denn ich habe eine ganze Menge mehr Freunde als nur diese Handvoll. Gerade deswegen bin ich so dankbar für Euch und dass ich bei Euch zu der Handvoll gehören darf! (So, genug gekitscht, was gibts zu essen?)
Bist Du auch so ne Marusha-Vegetarierin?
Das wurde ich gestern bei meinem ersten Ironblogger-Treffen gefragt. Marusha hatte sich ja vor einiger Zeit in einem Interview mit der „Welt“ (vgl. http://saschalobo.com/2013/06/17/marusha-merkel-und-das-deutsche-problem/) mal dahingehend geäußert, sie ernähre sich halb vegetarisch, halb vegan, würde aber auch ab und an mal ein Stück Bio-Huhn essen. Nun ist das von ihr etwas unglücklich formuliert, aber tatsächlich ist die Gemengelage, die sie da zu beschreiben versucht, gar nicht ganz so weit von meiner Ernährungsweise entfernt. Da ich gerade zweieinhalb Stunden in einem WLAN-fähigen Zug sitze, auf dem Weg zu einem Wochenende mit zwei meiner ersten Vegetarierinnen im direkten Umfeld, mache ich mir jetzt also mal öffentlich Gedanken zu diesem Thema.
Reisetagebuch Kanada 2013 – Teil 3
Back home und im Jet Lag
Reisetagebuch Kanada 2013 – Teil 2
Der zweite Teil der Reise führte mich, den Mann und seine inoffizielle Adoptivschwester auf einen Roadtrip von Nova Scotia zur Bay of Fundy, nach Moncton, einmal rund um die Gaspésie, mit der Fähre 2,5 Stunden über den St. Lorenz-Strom, die Straße der Wale und den südlichsten Fjord der Nordhalbkugel entlang und nach siebzig Kilometern im Dunkeln auf einer einsamen Landstraße durch den Wald zu einem süßen kleinen Haus in einem verschlafenen Dorf am Fjord.
Reisetagebuch Kanada 2013 – Teil 1
Man kann sowieso nie genug reisen. Die Welt ist viel zu groß und hat viel zu viel zu bieten, als dass man irgendwann einfach fertig sein könnte. Vor allem, wenn einem die eigene Familie in den Rücken fällt und einfach einen zweiten Familiensitz in einer so schönen Gegend aufmacht, dass man einfach immer wieder hinfahren muss. Keine Ahnung, was sie sich dabei gedacht haben und wann ich den ganzen riesigen Rest Welt angucken soll, aber jetzt jedenfalls sitze ich wieder im Paradies in der Wildnis, mit Blick auf eine stille Atlantikbucht und höre auf die Grillen. Der Mann muss ja schließlich mein Zuhause kennen und dieses Stück östlichstes Kanada mit Meer, Wald, Holzgeruch und WLAN gehört nun mal dazu.
Tagebuch-5 im September
Der Wecker klingelt diese Woche zum ersten Mal zu seiner Standardzeit um 8:30. Endlich ein Tag ohne Spätschicht oder frühmorgendliche Termine. Ich kann also ganz entspannt auf dem iPhone meine E-Mails, Facebook, Twitter, Instagram und Feedly checken. Wenn man das so fleißig und regelmäßig tut wie ich, reicht.die halbe Stunde, die ich brauche um voll funktionsfähig zu sein, dafür genau aus.
20 Jahre
Nächstes Jahr ist es 20 Jahre her, dass ich von der Grundschule aufs Gymnasium gewechselt bin. In Worten: zwanzig. Eine unvorstellbar hohe Zahl an Jahren. Wer damals geboren wurde, arbeitet heute (evtl.), hat eine Facebook-Seite (oder schon nicht mehr, weil uncool) und darf wählen, Auto fahren und Schnaps kaufen.
Das ist außer mir auch anderen aufgefallen und so bekam ich eine Mail von meiner Mutter, in der sie gefragt wurde, ob sie meine Mutter sei und sie den Kontakt herstellen könnte. (Wundert mich ein wenig, denn man kann mich ja relativ einfach googlen, findet mich dann auch direkt und kann mich, so man denn bei den einschlägigen Social Networks Mitglied ist, auch anschreiben – vorausgesetzt man schreibt meinen Namen richtig…)
Nunja, ich kontaktierte also und verbrachte auch einige Zeit damit, meine ehemaligen Klassenkameraden zu googlen. Relativ viele sind mir eingefallen, aber irgendwie scheint mir die Zahl so klein zu sein – waren wir wirklich nur so wenige? Dorfschule eben, einzügig.
Einige haben Namen, mit denen man bei Google keine Chance hat, einige andere habe ich gefunden. Viele von denen, die bei Facebook sind, haben geschützte Profile oder keine Profilfotos, so dass man sich nicht ganz sicher sein kann, die richtigen erwischt zu haben. Wenn man sie denn auf den Fotos erkennt, was teilweise gar nicht so einfach ist.
Und dann noch die Sache mit den geänderten Nachnamen. Diejenige, die meiner Mutter anschrob, heißt heute anders als damals und da wir zwei mit ihrem Vornamen in der Klasse hatten, wusste ich erst nach einer Google Bildersuche, um welche von beiden es sich handelte. Sie habe ich relativ leicht erkannt, aber wow, sieht sie anders aus. Tun sie alle, mehr oder weniger.
Die einzigen, mit denen ich nach 1994 noch Kontakt hatte, waren die, die ebenfalls aufs Gymnasium in die Stadt gingen – und auch da war seit dem Abi dann nichts mehr. Sollte es also nächstes Jahr zu dem Treffen kommen, dann wird es ein Abend voller Überraschungen…





















