20 Dinge – Wisster Bescheid

1. Es fällt mir schwer, diese Liste überhaupt anzufangen, weil ich sowieso so gut wie keine Geheimnisse habe. Aber es geht ja zum Glück nur um Dinge, die dieses Blog noch nicht weiß, es sollte also schaffbar sein.

2. Seit ich die Kindle-App habe, lese ich immer zwei Bücher gleichzeitig. Eins aus Papier zuhause im Bett, wenn das Licht noch an ist oder wenn ich längere Zeit im Zug, Auto oder Flugzeug unterwegs bin, das andere auf dem iPhone in der Bahn, am Wasserkocher im Büro, mitunter auf dem Klo und im Bett, wenn das Licht schon aus ist. Die E-Books sind schneller durch.
3. Neben meinem Bett liegen diverse angefangene Bücher. Wenn ich in der falschen Stimmung für ein Buch bin oder mich was neues interessiert, fange ich das nächste an. Manche Bücher kommen nach Monaten unausgelesen zurück ins Regal. Passiert bei E-Books (bisher) nicht.
4. Auf einem Regal im Schlafzimmer befinden sich drei bedrohlich schiefe Stapel von Büchern, die ich geschenkt bekommen, gekauft oder gefunden habe und erst ins Bücherregal stellen möchte, wenn ich sie gelesen habe. Die Stapel wachsen seit Jahren, andere Bücher nehmen diese Hürde im Sturm, ohne Zwischenhalt. In der nächsten Wohnung brauche ich mehr Billys.
5. Es nervt mich, dass ich wegen der Wiedererkennbarkeit und weil Billy ein Eigenname ist, nicht die korrekte englische Pluralbildung Billies verwenden kann. Auf die lege ich einen gesteigerten Wert (mehr als bei manchen deutschen Regeln): Ponies, Hobbies, Babies und Parties!
6. Ich treffe wichtige Entscheidungen im Leben oft aus irrationalen Gründen, oder sogar gerade WEIL etwas dagegenspricht. Ich fordere mich gerne selbst heraus und hoffe zudem, dass die emotionale Komponente dafür sorgt, dass am Ende alles gut wird. Aktuelles Beispiel: Die neue Wohnung, die eigentlich zu teuer ist, auch aber nicht nur für ihre Größe. Aber sie ist Unesco-Weltkulturerbe, im Bauhaus-Stil gebaut, hat bunte Fensterrahmen und liegt in dem Kiez, in dem ich die ersten paar Wochen meines Lebens verbracht habe, bevor meine Familie aus Berlin wegzog und wo ich seitdem nie mehr wirklich war.
7. Ich nehme mir immer wahnsinnig viel vor, schaffe es dann aber meist nur für kurze Zeit. Das ist auch gar nicht schlimm, denn nach und nach werden die Sachen durchaus besser. Und alleine das Vornehmen gibt mir das gute Gefühl, mein Leben halbwegs im Griff zu haben.
8. Daraus resultierend alterniert meine Wohnung zwischen vorzeigbar und absolutem Chaos. Das ist aber auch OK, denn selbst das schlimmste Chaos hält nur für wenige Tage an. 
9. Ich bin wesentlich strukturierter und ordentlicher als früher, auch wenn es sich oft nicht so anfühlt.
10. Ich bin normalerweise immer für Wochen im Voraus ausgebucht mit Terminen, Verabredungen, Wochenendausflügen etc. Das führt zu Schlafmangel, Freizeitstress und häufigen Krankheitsphasen. Ich muss mir mehr freie Abende und Wochenenden einplanen, verstehe aber nicht, wie das gehen soll.
11. Mit 5 Jahren habe ich lesen gelernt. Seitdem wurden meine Eltern nie mehr morgens von mir genervt. Dafür waren Teile der ersten Klasse dann ganz schön langweilig und ich lernte, überheblich zu sein.
12. Je älter ich werde, desto lieber breche ich mit Konventionen und wenn es nur so harmlose, vorgeblich coole Dinge sind wie “Im Restaurant bestellt jeder was Anderes.” Ich erzähle den anderen bis zur Bestellung auch sehr ungern, was ich ausgesucht habe. Wahrscheinlich gibt es da einen Zusammenhang.
13. Wenn ich eine geheime Superkraft habe, dann die, mir Namen und Daten zu merken. Ich schockiere regelmäßig Menschen mit detaillierten Anekdoten, an die sie sich nicht mehr erinnern können, kenne noch die Geburtstage und Namen aller Kellys, Beatles und Hansons und denke bei bestimmten Daten an die Geburtstage ehemaliger Mitschüler oder Jungs, in die ich verliebt war.
14. Ich bin ein pathologisches Fangirl. Musikalität, Intelligenz oder auch nur Followerzahlen beeinflussen mich nachhaltig und ich bin dann immer sehr aufgeregt und stolz, so “wichtige” Leute kennenzulernen und zu supporten. Wenn ich die Leute dann besser kenne, werde ich wieder normaler. Manchmal ergehe ich mich aber trotzdem gerne im Namedropping, obwohl ich genau weiß, wie dämlich sowas ist. Wenn ich geflasht bin, sollen es die anderen gefälligst auch sein!
15. Ich habe viele Lebensmittelabneigungen aus meiner Kindheit hinter mir gelassen und esse heute gerne Butter, Knoblauch, Zwiebeln (wenn sie klein genug geschnitten oder ordentlich gar sind, nicht jedoch im Döner oder auf Salaten), Zucchini, Auberginen, Broccoli, Avocados, Ingwer, Sauerkraut, Spinat und nicht-rote Kohlsorten (außer Grünkohl, zumindest nicht klassisch). Ich kann auch mit Schwarzwurzeln und Fenchel umgehen. Sogar Kümmel geht in Maßen. Einiges wird aber wohl für immer unmöglich bleiben: Spargel, Lauch (außer zur Brüheherstellung), Rosenkohl (wobei ich da überzeugungswillig wäre, aber die klassische Herstellung ist definitiv nix für mich) und alles was mit Lakritze zu tun hat. Tees mit Süßholz drin verursachen mir Brechreiz. Anis ist auch eher schwer. 
16. Ich scheitere regelmäßig an der regelmäßigen Einnahme von Tabletten aller Art. 
17. Wenn ich krank im Bett liege, bin ich oft zu faul, mir was zu essen zu machen oder genügend Tee zu kochen. Wenn es mir etwas besser geht, koche ich dann hingegen schon wieder aufwendige Gerichte, weil ich ja mehr Zeit habe als im Alltag.
18. Überhaupt koche ich gerne und viel, aber hauptsächlich aus purem Eigennutz: ich will nicht langweilig essen. Wenn ich zu faul bin oder keine Zeit habe, esse ich lieber nichts oder bestelle was, als mir nur ne Stulle zu schmieren.
19. Ich versuche das zu umgehen, in dem ich tolle Aufstriche im Kühlschrank habe und auch aus dem Stullenschmieren ne Kunst mache.
20. Ich vergesse oft tagelang, mich um Pflanzen und Kräutertöpfe zu kümmern. Katzen und Kinder schreien dann zum Glück laut, sonst würde ich mir für die Zukunft sorgen machen.

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