Geburtstagsgeschenk – Nailed it!!

Zu meinem 30. – earlier this year – bekam ich ein ziemlich tolles, ganz und gar nicht erwartetes Geschenk: Einen Städtetrip mit drei meiner besten Freundinnen aus Schulzeiten. Da wir uns ziemlich in der Republik verteilt haben (Berlin, Münster, München und Dresden) trafen wir uns “in der Mitte”, wobei “Mitte” nicht ganz wörtlich zu verstehen ist, es sollte ja auch noch ne interessante Stadt bei rumkommen. Wir verbrachten also ein Wochenende gemeinsam in Nürnberg.

Ist ja durchaus ne sehenswerte Stadt mit reicher (pun intended) Geschichte, lokalen Spezialitäten und spezifischer Architektur, aber was an diesem Wochenende das Tollste war, war nicht die Stadt, sondern – Überraschung – die Zeit mit den Dreien. Von der ersten Minute an führten wir ein mehrere Tage anhaltendes Gespräch, das eigentlich nur zum Schlafen unterbrochen wurde.

Kaum waren wir aus unseren jeweiligen Zügen gestiegen, diskutierten wir bereits das Wahlergebnis. Jede von uns hat eine andere der im Bundestag vertretenen Parteien gewählt, was zum Einen ein interessanter Zufall ist, zum Anderen bedeutet, dass ich zum ersten Mal bewusst eine CDU-Wählerin in meinem Alter wahrgenommen habe, die ich auch noch für intelligent, vernünftig und weitestgehend in ihren Ansichten kompatibel mit mir halte. Spannend, denn man kennt die ja sonst eigentlich nicht mal aus dem Fernsehen! Noch spannender ist, dass wir trotz dieses durchaus Konfliktpotential mit sich führenden Starts das ganze Wochenende über nicht einmal gestritten haben, sondern uns alle immernoch mögen und respektieren. Dabei kann ich doch leicht hitzköpfig werden im Eifer des Gefechts.

Und so mäanderten unsere Gesprächsthemen dann hin und her zwischen Geschichte (Nazis! Kaiserpfalz! Dürer!), Feminismus (Quote! Labels! Gender! Pink!), Tagespolitik (Koalition! Merkel! Steuergesetzgebung!), Arbeit (Managementmodelle! Arbeitszeitmodelle! Zukunftsvorstellungen!), Reisen (New York! Kroatien! Prag! Krakau!), Beziehungsmodellen (Freundschaft! Polyamorie! Wieder Labels!), und Essen (Indisch! Ceylonesisch! Kuchen!) hin und her. Zum Glück hatte ich am Abend vorher beim Iron Blogger Berlin schon trainiert, sonst wäre mir irgendwann ganz sicher die Puste ausgegangen.

Das Schöne an diesen Freundschaften ist, dass man (Achtung Klischee!) einfach da weitermachen kann, wo man beim letzten Mal aufgehört hat, selbst wenn man sich dazwischen monate- oder sogar jahrelang nicht sieht. Und: Dass man ganz man selbst sein kann, dass jede Veränderung, jede Meinungsäußerung, einfach so hingenommen wird und Teil der Geschichte wird. Die könnten hier reinschneien und mir erzählen, dass sie ihre Jobs und Wohnungen gekündigt haben und jetzt eine Dreiecksbeziehung auf Hawaii führen wollen und ich würde nicht mit der Wimper zucken. Ist dann halt so.

Ich weiß, dass es von diesen Freundschaften nicht besonders viele gibt. Ich selbst kann nur bei einer Handvoll Leute genau so sein, was mitunter zu Problemen führt, denn ich habe eine ganze Menge mehr Freunde als nur diese Handvoll. Gerade deswegen bin ich so dankbar für Euch und dass ich bei Euch zu der Handvoll gehören darf! (So, genug gekitscht, was gibts zu essen?)

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