20 Jahre

Nächstes Jahr ist es 20 Jahre her, dass ich von der Grundschule aufs Gymnasium gewechselt bin. In Worten: zwanzig. Eine unvorstellbar hohe Zahl an Jahren. Wer damals geboren wurde, arbeitet heute (evtl.), hat eine Facebook-Seite (oder schon nicht mehr, weil uncool) und darf wählen, Auto fahren und Schnaps kaufen.

Das ist außer mir auch anderen aufgefallen und so bekam ich eine Mail von meiner Mutter, in der sie gefragt wurde, ob sie meine Mutter sei und sie den Kontakt herstellen könnte. (Wundert mich ein wenig, denn man kann mich ja relativ einfach googlen, findet mich dann auch direkt und kann mich, so man denn bei den einschlägigen Social Networks Mitglied ist, auch anschreiben – vorausgesetzt man schreibt meinen Namen richtig…)

Nunja, ich kontaktierte also und verbrachte auch einige Zeit damit, meine ehemaligen Klassenkameraden zu googlen. Relativ viele sind mir eingefallen, aber irgendwie scheint mir die Zahl so klein zu sein – waren wir wirklich nur so wenige? Dorfschule eben, einzügig.

Einige haben Namen, mit denen man bei Google keine Chance hat, einige andere habe ich gefunden. Viele von denen, die bei Facebook sind, haben geschützte Profile oder keine Profilfotos, so dass man sich nicht ganz sicher sein kann, die richtigen erwischt zu haben. Wenn man sie denn auf den Fotos erkennt, was teilweise gar nicht so einfach ist.

Und dann noch die Sache mit den geänderten Nachnamen. Diejenige, die meiner Mutter anschrob, heißt heute anders als damals und da wir zwei mit ihrem Vornamen in der Klasse hatten, wusste ich erst nach einer Google Bildersuche, um welche von beiden es sich handelte. Sie habe ich relativ leicht erkannt, aber wow, sieht sie anders aus. Tun sie alle, mehr oder weniger.

Die einzigen, mit denen ich nach 1994 noch Kontakt hatte, waren die, die ebenfalls aufs Gymnasium in die Stadt gingen – und auch da war seit dem Abi dann nichts mehr. Sollte es also nächstes Jahr zu dem Treffen kommen, dann wird es ein Abend voller Überraschungen…

One thought on “20 Jahre

  1. Meine größte Überraschung war, von jemandem auf Facebook angeschrieben zu werden, der mein bester Freund war, als ich 5 bis 7 Jahre alt war (schon mit Schulbeginn war er dann uncool, obwohl ich nicht mehr weiß warum, wahrscheinlich weil er die Parallelklasse besuchte). Ich musste erst einmal meine Eltern anrufen um an verbrachte Abenteuer erinnert zu werden. Ich habe immerhin keinen Freund aus meiner Berliner Zeit (vor dem 5. Geburtstag) je wiedergefunden, oder überhaupt gesucht und alle meine jüngeren Cousins, sowie meine Schwester finden Facebook tatsächlich zu uncool.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s