Rezept: I-tal Stew

Ich hatte es ja schon angedeutet: Hier kommt tatsächlich ein Rezept aus Jamaika, mit Bildern und allem. Wir haben gut die Hälfte des Urlaubs bei Freunden verbracht. Wenn Ihr Jamaica so richtig entdecken wollt, kann ich Euch Urlaub bei Kenneth und Sophia nur ans Herz legen. Weit abseits vom touristischen Mainstresm bekommt man das “wirklich wahre Leben” mit – inkl. Duschen mit kaltem Wasser aus der Zisterne, über das Grundstück laufender Nachbarshühner, lustiger Domino-Runden und Patois-geschwängerter Erzählungen über das Leben auf Jamaica und als Rastafari. Ich hatte mich vor der Reise noch kaum mit der Religion beschäftigt und tat das nun ausgiebig. 
Unter anderem lernte ich, dass einige strenggläubige Rastafari eine strikte Diät halten: I-tal. Ziel ist es, die eigene Lebensenergie durch Nahrung so weit wie möglich zu stärken und schädliche Einflüsse herauszuhalten. Wenn man es ganz genau nimmt, ernährt man sich vegan (ab und zu ein wenig Fisch darf dabei sein), bereitet das Essen frei von künstlichen Zusatzstoffen zu und benutzt dabei nur Kochwerkzeuge aus Holz und Ton. Natürlich war ich sehr neugierig auf diese Art der Ernährung. Unsere Gastgeber selbst gehören zu den weniger strengen Rastafari, aber ein Gericht, das “I-tal Stew” packten sie dennoch auf den Speiseplan und ich durfte beim Kochen dabei sein. Auch die überzeugten Carnivoren unter uns waren sich einig,  dass es ihnen bei diesem Gericht an nichts fehlt. Ich gebe das Rezept hier so wieder, wie wir es auf Jamaica gekocht haben – fürs Nachkochen in Deutschland empfehlen sich einige Convenience-Produkte zur Vereinfachung 😉
I-tal Stew 
Für ca. 6 Personen
Dauer: Laaaaaaaange (Hier in Deutschland dank Dosenfutter deutlich kürzer)
Zutaten:
500 g rote Bohnen (trocken oder entsprechend mehr aus der Dose)
3-4 Pimentkörner
3 Zehen Knoblauch
2 Kokosnüsse (alternativ 2 l Kokosmilch)
400 g Mehl
Reis (ausreichend als Beilage)
Salz, Margarine, Thymian, Frühlingszwiebeln, Seasoning (Currymischung oder Chili)
500 g trockene rote Bohnen werden gewaschen und mit wenig Wasser, Pimentkörnern und Knoblauch zum Kochen gebracht. Danach ca. 2 Liter kaltes Wasser nachschütten, so dass die Bohnen zum Boden sinken. Ca. 90 Minuten kochen lassen, bis sie weich sind.
Dann kommt mehr Wasser dazu und die Bohnen können auf kleiner Flamme weiter köcheln.
Zwei alte (= trockene) Kokosnüsse raspeln, die Raspel mit Wasser aufgießen und mit der Hand auspressen. Die Kokosmasse durch ein Sieb schütten – ergibt ca. 2 Liter Kokosmilch. Diese zu den Bohnen in den Topf geben und das Ganze eine weitere Stunde lang köcheln lassen. Dann Salz hinzugeben.

In einer Schüssel ca. 400 g Mehl mit Salz mischen und mit Wasser zu einem zähen Teig verarbeiten. (Die Konsistenz sollte etwas fester als bei Hefeteig sein.)

Den Teig zu kurzen Würsten rollen und diese mit in den Eintopf geben. Dann mit ordentlich schwarzem Pfeffer und einem Seasoning nach Geschmack würzen. Im Asia-Laden gibt es da einige Möglichkeiten, im weitesten Sinne braucht man eine Curry-Mischung. Dann kommen noch 2 Esslöffel Margarine, klein gehackte Frühlingszwiebeln und getrockneter Thymian hinzu. Dann den Eintopf auf kleiner Flamme durchziehen lassen, während man Reis in der gewünschten Menge zubereitet (auch hier kommt noch einmal Margarine zum Einsatz). Nach 20-30 Minuten sollte der Reis fertig sein, dann kann serviert werden:
Zum Nachkochen empfehle ich sowohl Kidney-Bohnen aus der Dose als auch fertige Kokosmilch – geht einfach deutlich schneller. In meinem Stamm-Asialaden finden sich auch jamaikanische Gewürzmischungen, ich glaube aber fast, dass es auch reichen würde, einfach etwas Chili dranzutun. Die anderen typisch jamaikanischen Würzaromen (Piment, Thymian und Frühlingszwiebeln) kommen ja alle schon einzeln dazu.

10 Jahre loosy says

Irgendwann dieser Tage ist es soweit: Im Frühling 2005 habe ich meinen ersten Blogeintrag verfasst. Dem vorangegangen waren seit 1998 immer wieder Homepages, mal mehr, mal weniger gut besucht. Dann kam eine Pause, bis ich eben 2005 viel über Blogs las und auch das erste Werk eines Bekannten gelesen habe. Ab da war klar: Ich will das auch.

Zuerst war loosy says bei blogg.de zuhause, wo ich im Prinzip das fortsetzte, was ich vorher in wöchentlichen Rundmails an Freunde und Familie verschickte: Zusammenfassungen meines Studentenlebens in Rostock und später meines Praktikums in Toronto. Relativ schnell kamen dann auch andere Einträge dazu. Nach einem guten Jahr wechselte ich auf Anraten meines damaligen Freundes zu Blogspot und war dann auch schon unter dieser URL erreichbar. Allerdings habe ich zwischendurch mal alles gelöscht, so dass die Posts aus dieser Zeit nicht mehr angezeigt werden können.
Zwischendurch gab es noch zwei Beteiligungen an Gemeinschaftsblogs, die heute nicht mehr existieren und ein bezahltes Blog-Projekt zu einer Fernsehsendung, an deren Konzeption ich damals als Praktikantin beteiligt war.
Mein Blog-Zuhause ist und bleibt aber loosy says, egal bei welchem Hoster. Im Moment freue ich mich über wachsende Besucherzahlen und frage mich, ob sie mit der graduellen Hinwendung zu immer mehr Essensthemen zu tun haben. 😉 Ich werde es im Auge behalten und bin gespannt, wo loosy says 2025 wohnt und ob ich dann vielleicht hauptsächlich übers Schlafen schreibe.

Jamaica, was bleiben wird (II)

-“Zeckenbiss? Kipp Rum drüber! Wespenstich? Kipp Rum drüber! Langeweile? Kipp Rum drüber!”

-Die vielen Verkehrsschilder, die vor Alkohol am Steuer warnen, zum Beispiel: “Arrive alive, don’t drink and drive!”, desgleichen vor dem Motorradfahren ohne Helm: “Protect your head, don’t end up dead!”

-Die kurvenreichen, schlaglochübersähten Straßen und das ständige Hupen (aus Sicherheitsgründen) vor jeder einzelnen.

-Das stundenlange Liegen in der Hängematte

-Die polizeiliche Willkür beim Herauspicken der Autos für Kontrollen und beim Entscheiden über Strafzettel und -gelder

-Die Polizisten mit ihren Maschinengewehren, die sich im Supermarkt ihre Snacks für die Mittagspause holen und sich an uns vorbeischieben, während wir an der Kasse stehen

-Die Fahrt auf Bambusfloßen den Rio Grande hinunter, die nackten Füße der Flößer, die ständig nass werden und auch in Stromschnellen immer die Balance halten

-Der aus Bambus gezimmerte Grill-Imbis an einer Flussniederung, dessen einzige Gäste die vorbeigeflößten Touristen sind. Alle paar Monate wird alles weggeschwemmt und wieder neu aufgebaut

-Die vielen freundlichen, offenen Menschen überall, die über unser ehrliches Interesse erstaunt sind, dann aber freudig Auskunft geben

-Das Hinnehmen von Problemen, etwa dass wenn der Kühlschrank kaputt ist, eben die Tiefkühltruhe benutzt wird und wenn das Auto kaputt ist oder dass man den Nachbarn um seines (inkl. Fahrdienste) bittet (“Not a problem, mon!”)

-Guter (aber teurer) Internet-Empfang fast überall, dafür fast nirgends WLAN

-Die Kaffeefarm in den Blue Mountains, die von einer Rasta-Familie bereits in 4. Generation betrieben wird

-Die vielen Menschen überall, die einem etwas von sich erzählen, etwas verkaufen oder ihre Dienstleistungen anbieten wollen – bis auf einen war keiner wirklich aufdringlich und die meisten haben ein paar Groschen von uns bekommen

-Die weißen (deutschen) Jamaikaner in Seaford Town, die zu den ärmsten der armen gehören und denen nicht einmal ihre Geschichte bleibt

-Der Müll rund um den eigentlich schönen Bach, in dem viele Jamaikaner baden und sich waschen

-Im Vergleich dazu die ordentlich sauberen YS Falls, deren Eintrittspreise sich nur die Touristen leisten können

-Der Stolz der Maroons in Accompong

-Der Kulturschock beim Betreten eines “echten” Restaurants nach zwei Wochen in Jerk-Imbissen

Zum Frauentag denke ich an…

Am Frauentag denke ich immer zu allererst an meine Oma A., die für mich so ein bisschen den Geist dieses Frauenkampftages symbolisiert und diesen auch immer sehr ernsthaft beging. Sie wurde 1928 in eine kommunistisch geprägte Arbeiterfamilie hineingeboren. Nach der 8. Klasse ging sie von der Schule ab, um ganz klassisch auf einem Gut in der Landwirtschaft zu arbeiten, auf die Kinder aufzupassen und so weiter. Eine weitere Ausbildung hätte sich die Familie nicht leisten können.

Nach dem Krieg kam dann die Möglichkeit an einer Arbeiter- und Bauernfakultät das Abitur nachzuholen und auf Bestreben meines Uropas hin tat sie genau das. Danach studierte sie und lernte in dieser Zeit meinen Opa kennen. Kurz danach wurde geheiratet und ein Jahr später kam mein Papa, das erste von drei Kindern, zur Welt. Da Oma und Opa zu diesem Zeitpunkt an zwei verschiedenen Orten studierten wuchs er die ersten Jahre bei seinen Großeltern mütterlicherseits auf.

Irgendwann war das Studium vorbei, die Familie zog zusammen und wurde größer und Oma wurde schlussendlich Hochschullehrerin. In dieser Tätigkeit lernte sie viele internationale Studenten kennen, die bei ihnen zuhause ein und aus gingen, und fuhr sogar ins nicht-sozialistische Ausland, nach Finnland. Neben ihrer Arbeit kümmerte sich Oma um den kompletten Haushalt und die Kinder und tippte spätabends noch wissenschaftliche Arbeiten für meinen Opa auf der Schreibmaschine ab. (So viel zum Thema Gleichberechtigung in der DDR…) Oma war auch diejenige der beiden, die den Führerschein machte (am Tag als mein Bruder als ihr erstes Enkelkind geboren wurde) und sie von nun an durch die Gegend kutschierte.

Und trotz all der Arbeit, die sie erledigte und meinem Opa damit abnahm – für uns als Enkel war klar, wer in dieser Ehe die Hosen anhatte. 😉 Nachdem mein Opa gestorben war, zog Oma an den Ort zurück, an dem sie am glücklichsten gewesen war. Sie spazierte jeden Tag umher, traf Freunde und Bekannte, trank ihren Espresso mit Blick auf den Strand, las täglich zwei Zeitungen, sah Nachrichten und Polit-Talkshows, ging ins Theater, empfing ihre Kinder und Enkel, versorgte sich größtenteils selbst und unternahm verschiedene Reisen, für die Opa nicht fit genug gewesen wäre, bzw. die er sich nicht zugetraut hätte. Bis dann auch ihre Gesundheit nachließ. Als ihr eine Krankheit nach und nach erst das Rauchen, dann das Reden und die Selbständigkeit nahm, wählte sie ihr Ende selbstbestimmt und stark wie eh und je.

Noch vor drei Jahren hätte ich sie heute angerufen oder mit einer roten Nelke in der Hand besucht – heut bleibt mir nur dieser Text.

Alles Gute zum Frauentag, prost Oma!

Vieles im Kopf und nichts will raus

In den letzten Tagen war mein Blog oft und viel Thema, nicht bei Euch im Internet, sondern hier bei mir zuhause und in der Kommunikation mit Freunden. Ständig fange ich im Kopf Einträge an, die ich dann aber doch nicht schreibe. Es gibt so viele kleine Fitzeligkeiten, über die ich gerne schreiben würde, aber wie ein rundes Etwas fühlt es sich nicht an und so schreibe ich dann besser gar nicht. Muss ja aber auch nicht so sein, denke ich mir. Man kann ja auch schön hin und her mäandern, so macht das zum Beispiel Miz Kitty ja auch gerne. Dann mal los damit.

Zum Einen möchte ich Euch nochmal ganz ausdrücklich auf zwei reisebloggende Freundinnen von mir hinweisen. Susanne (derzeit in Vancouver) schreibt darüber, was Reisen mit einem macht. Mich machen ihre Texte auf jeden Fall immer reisefreudig – und ein bisschen neidisch, weil sie wirklich toll schreibt. Mutzelchen ist seit ein paar Tagen alleine mit ihrem Fahrrad in Südfrankreich unterwegs und schreibt und dichtet über ihre Erlebnisse mit Fahrradfeinden, Couchsurfing-Gastgebern und widrigen Winden. Sie kenne ich übrigens schon seit der 5. Klasse (man traut es sich kaum, das zu schreiben, aber es ist tatsächlich fast 21 Jahre her).

Kurz darauf, in der 6. Klasse und zwar genau jetzt Anfang März, habe ich mich übrigens selbst zum Kelly-Fan gemacht, irgendwie. Ich war bei einer Klassenkameradin und mir fiel ein Video der Kellys auf und da mir die Band grundsätzlich sympathisch war, ich aber kaum etwas von ihnen kannte, bat ich sie, das Video einzulegen. Ab diesem Tag hab ich es rauf und runter gesehen und alles was danach und davor kam natürlich auch. Obwohl ich dieser Jungendliebe heute nur noch ab und zu fröhne (ja, tue ich, immernoch, manchmal!), muss es Anfang März immer irgendwie sein. So auch heute, als ich den Vormittag mit demselben Video – inzwischen aber auf Youtube – verbrachte und es mich irgendwie noch genauso gekriegt hat wie damals. Es ist nicht die Musik, es ist das Gesamtkunstwerk, möchte ich anmerken 😉

Susanne kenne ich aus meiner Rostock-Zeit und da direkt seit dem ersten Semester. An Rostock musste ich am Mittwoch ganz stark denken, als ich auf dem Weg zum Hausarzt durch die Dunckerstraße mit ihren bunten Häusern lief. Der Himmel war blau, die Sonne schien und ein leichtes Lüftchen wehte. Ich fühlte mich direkt in die KTV versetzt und wurde extrem nostalgisch. Spontan fand ich es unerträglich, dass ich nicht einfach noch zehn Minuten bis zum Stadthafen weiterlaufen konnte und dass Berlin eben leider nicht am Meer liegt. Die sofortigen Umzugspläne an die Ostsee sind dann aber doch im Sande verlaufen, als ich an der Danziger ankam und dort dann zum Beispiel den neapolitanischen Pizzaladen sah, in dem wir neulich waren. So etwas gibt es in Rostock nun mal nicht. Trotzdem muss ich ganz bald wieder da hochfahren, aber eben nur zu Besuch.

Eine dritte Nostalgiewelle erreichte mich dann heute Abend, als ich nach einem Essen im Atame noch ein wenig um den Hackeschen Markt spazierte, wo ich früher immer meine Mittagspausen verbrachte. Hachseufz. Und dann gibt es da inzwischen wieder einen Bubble Tea-Laden, und zwar einen richtig guten und auch gut besuchten. Laut Foursquare-Bewertungen ist das Comebuy sehr authentisch taiwanesisch und ich bin guter Hoffnung, dass es sich eine Weile halten wird. An mir soll es nicht liegen, mein Triple Q Maracuja-Tee mit Ananas-Kokos-Gelee, Litschi-Gelee und Tapioka-Perlen war ohne Witz der beste Bubble Tea, den ich je getrunken habe.

So, da habe ich ganz schön was vor mich hin mäandert. Morgen treffen wir uns übrigens zum Wochenausklang noch mit dem Frühen Vogerl, seinen Eltern und dem Schurkenbeardie und dann beginnt nach einer Woche Erkältungsausfall wieder einmal der sogenannte “Ernst des Lebens”. Ernst war heute sogar im Fernsehen. So long!

Tagebuch-5 im März

Wie gut, dass ich Frau Brüllen in meinem Feedreader habe, so wurde ich direkt morgens daran erinnert, dass heute der 5. ist. Da ich krank bin, spielt das Datum nämlich in meinem Alltag gerade eine untergeordnetere Rolle, als es das im Büro tun würde. So aber kann ich mich trotzdem der Frage widmen: WMDEDGT?

Ich erwache kurz vor 9 aus Urlaubsträumen (Sizilien, Sonne, Essen!) und kann natürlich erstmal ganz in Ruhe liegen bleiben und die Nachrichtenlage checken. Dabei stelle ich fest, dass es auch heute wieder ein Schnupfentag wird – seufz. Irgendwann wären freies Durchatmen und ein Alltag ohne lauter durchgeweichte Taschentücher auch mal wieder schön – ich beneide jeden, der eine Erkältung einfach innerhalb von 1-2 Tagen wegschwitzen bzw. ausschlafen kann. Bin jetzt bei Tag 6, trotz jeder Menge Schlaf, Ruhe, Flüssigkeit und Vitaminen.
Gegen 10 stehe ich auf, füttere die Katzen, nehme meine Medizin und koche die erste Kanne Tee des Tages. Dann mache ich einen Smoothie aus tiefgefrorenen Pflaumen (Danke an Pia für die Inspiration!), Banane, Blutorange, Ingwer, frisch gepresstem Mandarinensaft (die Schale geht so schwer ab…) und Sauerkirschsaft.

Die Beatsteaks übernehmen radioeins freundlich, während ich mir den Abwasch vorknöpfe. Dann frühstücken wir ausführlich und ab kurz vor 12 liege ich auf dem Sofa und ruhe mich aus. Ich schaue ein paar Serienfolgen und lese mich durchs Internet, dann machen die Kopfschmerzen nicht mehr mit und ich schmökere stattdessen in meinen Kochbüchern.

Wenig überraschend macht mich das hungrig und so landen Reste auf dem Teller. Es gibt jamaikanisches “Rice and Peas”, Cassava und frittierte Bananen mit einem ordentlichen Klecks Chili-Sauce drauf. Danach bin ich satt und schläfrig und als die Katzen sich zu mir aufs Sofa gesellen stehen alle Zeichen auf Mittagsschlaf.

Als ich wieder aufwache, ist mir kalt und meine Beine schmerzen: Die Katzen haben sich einfach zu breit gemacht und als braver Mensch wickelt man sich natürlich drumherum und zieht dem Kater nicht die Decke weg. Ich mummele mich also schnell warm ein und fange dann an, mit einer Freundin zu chatten, deren Blog ich Euch ausdrücklich ans Herz legen möchte. Sie ist derzeit in Vancouver und macht sich bald über Maui, Singapur und Thailand auf den Rückweg in ihre Wahlheimat Hamburg. An dieser Stelle passt es auch ganz gut, endlich mal wieder zu MuTZ zu verlinken, einer anderen Freundin, die gerade mit dem Fahrrad durch Südfrankreich unterwegs ist und sehr vergnüglich darüber bloggt. Meine Reiselust ist übrigens auch wieder entfacht: Seit gestern ist meine Teilnahme am Blog-und-Koch-Workshop in Sizilien bestätigt. Das Bezahlen hat zum Glück noch ein Weilchen Zeit, aber ich kümmere mich dann jetzt schon mal um einen Flug (danke, Flugmeilen!).

So langsam sind die Miezen im Abendbrot-Modus, so dass wir da bestimmt bald nachgeben werden. Unser Abendbrot besteht heute dann aus selbst gemachtem Sushi – mit Ingwer und Wasabi gegen die verstopften Nebenhöhlen! 

Jamaikanisches Essen – Woche 2

Dieses war der erste Streich und der zweite folgt zugleich. Da ich gerade total erkältet bin und nur noch in die Wanne, bzw. ins Bett möchte, fasse ich mich mal kurz und wünsche Euch viel Spaß beim Nach-Jamaika-Träumen…

Mandarinen frisch aus dem Garten.
Ebenso wie diese Sour Oranges, die wir dann ausgespresst haben und mit Wasser und Zucker zu Limonade verarbeitet haben:

Im Garten standen aber auch Kokospalmen, so dass wir es für einen Drink und einen kleinen Snack zwischendurch nicht weit hatten:

Ein Bild des Ital-Stews, für dass es demnächst nochmal eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Fotos gibt.
Red Snapper, mariniert für den Grillabend
Jerk Chicken und Red Snapper auf dem Jerk-Grill

Ein Soursop, auch Sauersack und Guanabana genannt. Angeblich kann der sogar Krebs heilen. Wir versuchten es mal traditionell mit dem Saft daraus, vermischt mit Kondensmilch und Muskat:

So sieht eine Jackfruit frisch aus – bisher kannte ich die nur als Chips oder im Curry.  Das Essen ist eine sehr klebrige Angelegenheit, aber dafür mal was Anderes und fruchtig lecker. Gegessen wird das die Kerne umgebende Fruchtfleisch, so dass es ein bisschen ist, als würde man Litschis naschen.

Yam, grüne Bananen und Dumplings

Curry Goat und Bammy (Cassava-Kokos-Puffer)

Eine Ladung Breadfruits

Das Pendant zum Soursop: Der Sweetsop. Kennt man auch als Zimtapfel oder Custard Apple und wird ebenso gegessen wie eine Jackfruit.

Auf dem Teller liegen noch Papaya, Mango und Sweetsop. In der Hand halte ich die Naseberry, die wir in der ersten Woche gefunden hatten. Reif schmeckt sie ein bisschen wie eine getrocknete Feige und sieht dabei aus wie eine Kiwi.

Breadfruit, frittierte Bananen und Callaloo
Mit Kokosflocken panierte Garnelen mit Mango-Chutney kurz vor dem Rückflug

Was wir so mitgebracht haben: Honig, zwei Sorten Rum, Kaffee, diverse Marmeladen, Chilisauce, Tees, Zimtblätter, Muscheln und viele, viele Rezepte…