Back home und im Jet Lag
Reisetagebuch Kanada 2013 – Teil 2
Der zweite Teil der Reise führte mich, den Mann und seine inoffizielle Adoptivschwester auf einen Roadtrip von Nova Scotia zur Bay of Fundy, nach Moncton, einmal rund um die Gaspésie, mit der Fähre 2,5 Stunden über den St. Lorenz-Strom, die Straße der Wale und den südlichsten Fjord der Nordhalbkugel entlang und nach siebzig Kilometern im Dunkeln auf einer einsamen Landstraße durch den Wald zu einem süßen kleinen Haus in einem verschlafenen Dorf am Fjord.
Reisetagebuch Kanada 2013 – Teil 1
Man kann sowieso nie genug reisen. Die Welt ist viel zu groß und hat viel zu viel zu bieten, als dass man irgendwann einfach fertig sein könnte. Vor allem, wenn einem die eigene Familie in den Rücken fällt und einfach einen zweiten Familiensitz in einer so schönen Gegend aufmacht, dass man einfach immer wieder hinfahren muss. Keine Ahnung, was sie sich dabei gedacht haben und wann ich den ganzen riesigen Rest Welt angucken soll, aber jetzt jedenfalls sitze ich wieder im Paradies in der Wildnis, mit Blick auf eine stille Atlantikbucht und höre auf die Grillen. Der Mann muss ja schließlich mein Zuhause kennen und dieses Stück östlichstes Kanada mit Meer, Wald, Holzgeruch und WLAN gehört nun mal dazu.
Tagebuch-5 im September
Der Wecker klingelt diese Woche zum ersten Mal zu seiner Standardzeit um 8:30. Endlich ein Tag ohne Spätschicht oder frühmorgendliche Termine. Ich kann also ganz entspannt auf dem iPhone meine E-Mails, Facebook, Twitter, Instagram und Feedly checken. Wenn man das so fleißig und regelmäßig tut wie ich, reicht.die halbe Stunde, die ich brauche um voll funktionsfähig zu sein, dafür genau aus.
20 Jahre
Nächstes Jahr ist es 20 Jahre her, dass ich von der Grundschule aufs Gymnasium gewechselt bin. In Worten: zwanzig. Eine unvorstellbar hohe Zahl an Jahren. Wer damals geboren wurde, arbeitet heute (evtl.), hat eine Facebook-Seite (oder schon nicht mehr, weil uncool) und darf wählen, Auto fahren und Schnaps kaufen.
Das ist außer mir auch anderen aufgefallen und so bekam ich eine Mail von meiner Mutter, in der sie gefragt wurde, ob sie meine Mutter sei und sie den Kontakt herstellen könnte. (Wundert mich ein wenig, denn man kann mich ja relativ einfach googlen, findet mich dann auch direkt und kann mich, so man denn bei den einschlägigen Social Networks Mitglied ist, auch anschreiben – vorausgesetzt man schreibt meinen Namen richtig…)
Nunja, ich kontaktierte also und verbrachte auch einige Zeit damit, meine ehemaligen Klassenkameraden zu googlen. Relativ viele sind mir eingefallen, aber irgendwie scheint mir die Zahl so klein zu sein – waren wir wirklich nur so wenige? Dorfschule eben, einzügig.
Einige haben Namen, mit denen man bei Google keine Chance hat, einige andere habe ich gefunden. Viele von denen, die bei Facebook sind, haben geschützte Profile oder keine Profilfotos, so dass man sich nicht ganz sicher sein kann, die richtigen erwischt zu haben. Wenn man sie denn auf den Fotos erkennt, was teilweise gar nicht so einfach ist.
Und dann noch die Sache mit den geänderten Nachnamen. Diejenige, die meiner Mutter anschrob, heißt heute anders als damals und da wir zwei mit ihrem Vornamen in der Klasse hatten, wusste ich erst nach einer Google Bildersuche, um welche von beiden es sich handelte. Sie habe ich relativ leicht erkannt, aber wow, sieht sie anders aus. Tun sie alle, mehr oder weniger.
Die einzigen, mit denen ich nach 1994 noch Kontakt hatte, waren die, die ebenfalls aufs Gymnasium in die Stadt gingen – und auch da war seit dem Abi dann nichts mehr. Sollte es also nächstes Jahr zu dem Treffen kommen, dann wird es ein Abend voller Überraschungen…
It ain’t over ‚til it’s over!
Es ist nicht vorbei, bevor es nicht vorbei ist, möchte ich all den Menschen zurufen, die – beeinflusst von Gehirnwäsche einer Verschwörung, wie ich vermute – von einem Stimmungswechsel auf dem Jahreszeitenbarometer faseln.
Zu viele Zahlen
Im Moment ist es hier sehr ruhig, was unter anderem, nicht nur, aber auch, daran liegt, dass in meinem Kopf gerade so viel verschiedenes herumschwirrt und um Aufmerksamkeit heischt.
Unglücklich platzierte Werbung
Bei der Mädchenmannschaft, in einem Artikel über die Schwangerschaft des Trans*Manns Thomas Beatie…
Ansonsten natürlich ein sehr interessanter Artikel.
Tagebuch-5 im August
Krass, schon wieder ein 5. und Zeit für’s Tagebuchbloggen. Die Zeit fliegt, aber nicht so sehr, wie einige meinen. Es ist Anfang August und einige Miesepeter erzählen schon was von Herbst. Aber ohne mich! Hier ist erstmal Sommerbefehl bis zu meinem Urlaub, der startet im September. Wenn ich dann wiederkomme, dann können wir nochmal drüber reden.
Aber ich verhaspele mich, es soll ja hier um meinen Tag heute gehen.
Angefangen hat er um 8, unsinnigerweise wache ich im Moment meistens genau dann auf, obwohl mein Wecker mir noch eine halbe Stunde Zeit lassen würde. So konnte ich aber heute morgen wenigstens noch ein wenig Hausarbeit erledigen und trotzdem ungehetzt im Büro erscheinen. Dort erwartete mich ein Stück selbstgebackener Karottenkuchen von meiner Kollegin. Ein unerwartet guter Start in die Woche also…
Den ersten Teil der Mittagspause verbrachte ich in der Wohnung meiner Eltern, für die ich gerade den Briefkasten leere und die Blumen gieße. Außerdem wartete ein Handwerker auf Einlass. Er fragte zwar noch, wann meine Eltern denn wieder da seien, aber meine Antwort „November, glaube ich.“ hat ihn dann doch etwas erstaunt. War aber zum Glück schnell gemacht, auch wenn ich mit seinem Dialekt (Vogtland, Thüringen? Irgendwie so…) arge Probleme hatte. Wir konnten uns dann aber verständigen.
Teil Zwei fand dann beim Koreaner statt, mit zwei Kollegen. Zusätzlich zu unserem gewählten Gericht bekamen wir alle noch eine Misosuppe, eine fleischige Vorspeise, eine Nachspeise und einen Kaffee angeboten bzw. hingestellt. Für 5,00 € (Mittagstisch) oder 6,50 € (A la carte) mehr als fair, auch wenn uns weder die Vor- noch die Nachspeise geschmeckt haben. Merkwürdiger Laden… Aber die Hauptgerichte und die Misosuppe sind gut. Auf dem Rückweg gabs dann noch ein Eis (Mango/After Eight) und dann gings zurück auf Arbeit.
Während all dem befand sich der Mann übrigens auf der Rückfahrt vom Festival und gab zwischendurch Wasserstandsmeldungen ab – gegen Ende wurden sie immer ungehaltener, weil er mitten in die Berliner Rush Hour hereinkam… Das gab mir dann jedoch Zeit, nach der Arbeit noch schnell einzukaufen und eine Art Blätterteig-Pizza mit Tomaten, Birnen, Rosmarin und Ziegenfrischkäse in den Ofen zu stecken… Gutes Essen macht ja grummelige Männer meistens wieder locker. Wenn mein Plan aufgeht, steht uns noch ein gemütlicher Sommerabend bevor… 🙂






















