Der Katzenwecker geht heute um 6, das ist schonmal schöner als das Aufwachen gestern um 5, aber wenn ich mir etwas wünschen könnte, wäre mir morgen am Homeoffice-Mittwoch auf 7 Uhr genehm. So reicht es heute morgen wieder für fast vollständigen morgendlichen Reboot im Bett, samt Liebstentelefonat, während der Liebste sich in Schale wirft, um im Westen des Landes eine Schulung zu geben. Der Tausendsassa.
Als er los muss, stehe ich auf, mache mich fertig für den Tag, versorge die Katzen und verlasse mit Rucksack, Sporttasche und Wegmate das Haus, auf den Ohren erst einen dienstlichen, dann einen privaten Podcast. Die Magnolienblüten sind bereits am Welken, das Jahr schreitet unaufhaltsam voran. Mit zwei S-Bahnen geht es nach Friedrichshain, dann im Nieselregen über die Brücke nach Kreuzberg und am Fluss entlang bis ins Büro. Milch ins Müsli, Laptop aufbauen, rein in den Arbeitstag.
Während der ersten Erledigungen trudeln nach und nach weitere Kolleginnen ein. Um 10 gibt es dann das zweite Frühstück (süßes und herzhaftes Gebäck heute, ohne viel Chichi), ein Treffen mit dem Bürohund und nette Gespräche mit den Büromenschen. Als ich wieder am Platz bin, kommt dann seltener Besuch – mein Chef, der tief im Westen wohnt und nur selten in Berlin ist. Wir treffen uns heute zum ersten Mal live und nutzen die Gelegenheit direkt für ein längeres Meeting.
Dann Mittagessen holen mit den Kolleginnen und wieder Mittagessen mit Spreeblick, heute gibt es Gözleme mit Spinat.

Danach begleite ich eine rauchende Kollegin noch auf eine Bionade nach draußen, bevor es ins nächste Meeting geht. In dem reden wir am Ende über Eis und deshalb muss ich mir dann auch direkt eins aus dem Bürogefrierschrank holen, so will es das Gesetz.
Den Rest des Nachmittags verbringe ich im Backend und bei Austauschen mit den Kolleg*innen vor Ort. Dann ist auch schon Feierabend. Diese Woche habe ich mir den späteren Sportkurs gebucht und muss mich also nicht hetzen. Also spaziere ich mit Podcast auf den Ohren zurück über die Brücke nach Friedrichshain und weiter bis nach Lichtenberg. Umziehen und ab ins Wasser!
Ich schwimme noch ein paar Bahnen, dann gibt es sehr intensives Ganzkörpertraining, bei dem ich heute schon merke, wo es morgen Muskelkater geben wird. Das war letzte Woche sanfter! Diesmal ist dann aber Platz im Dampfbad und in die Sauna gehe ich danach dann auch noch.
Halb 9 bin ich wieder draußen und telefoniere auf dem Weg zur S-Bahn mit dem Brüderchen. Ganz ungewohnt, dass es auf dem Heimweg wieder dunkel ist, so schnell passt man sich an.
Zuhause ist wieder Liebstentelefonat, dabei mache ich mir den Rest Thai-Curry warm, dazu Räuchertofu, Koriander, schwarzer Sesam und Gewürztee.

Ich esse, höre Hörbuch und nebenbei versucht Noosa quasi, in mich reinzukriechen. Der Tag beginnt und endet also mit Katzenbedrängnis. Um 11 schließlich liege ich im Bett und schlafe quasi sofort ein.