Diese Nacht ist so zerstückelt, dass man sie kaum als ernstzunehmend bezeichnen kann. Etwa jede Stunde wache ich auf, normalerweise weil Noosa irgendwie auffällig ist. Echt faszinierend, wie die Katzen in den letzten anderthalb Jahren ihre Charaktere gefühlt ausgetauscht haben. Anhänglich sind sie beide, aber die Frechheit hat auf jeden Fall die Seiten gewechselt. Naja, sie werden jetzt auch 13, wären sie Menschen würde das zur Pubertät passen (Vergleiche mit anderen fast 13-jährigen in meinem Umfeld sind rein zufällig).
Zum Glück ist Homeoffice-Tag und ich kann den Morgen langsam angehen lassen. Irgendwann sitze ich mit Frühstück auf dem Balkon und lege mit der Arbeit los.

Die Sonne ballert ordentlich, kurz vor 12 gehen Diensthandy und Dienstlaptop hitzebedingt aus und ich wechsle nach Drinnen, denn um 12 habe ich einen Call mit tief im Westen. Der wird dann sehr schön, mit Katzenflausch auf beiden Seiten. Ich habe dann genau noch Zeit, mir Mittag zu machen, bevor es 13 Uhr ins Webinar geht.

Nach dem Webinar dann die richtige Mittagspause. Ich spaziere bei schönstem Sonnenschein durch den Kiez, mache eine Besorgung und hole mir auf dem Rückweg ein Eis.

Wieder am Schreibtisch geht es dann für heute in den Endspurt, unter anderem mit einem Call mit Buenos Aires und einem Call mit Edinburgh und Mexiko City. Und dann ist irgendwann Feierabend. Ich packe ein Paket aus, das zwischen den Calls angekommen ist. Die vakuumierte Decke kommt erstmal direkt in die Waschmaschine und wird dann bald eingeweiht, hoffentlich hält sie der geballten Katzenpower Stand!

Dann mache ich mir Abendbrot und verarbeite den Topinambur von der Hasenmama mit einem leicht abgewandelten Rezept, das ich ebenfalls, vor Jahren, von ihr bekam. Dazu gibt es Pellkartoffeln und ein bisschen Letterkenny.


Der ganz ursprüngliche Plan war, heute noch im Projekt zu arbeiten, aber ich bin nach der Nacht zu müde. Der eins weniger ursprüngliche Plan war, nur kurz fernzusehen, dann Duschen und früh ins Bett zu gehen. Stattdessen gucke ich etwas länger fern als geplant und kann mich danach ewig nicht aufraffen, wieder vom Sofa aufzustehen. Dann immer Katzenklo saubermachen. Ich verliere aber den Schwung, als der Liebste anruft und wir erstmal eine Stunde telefonieren (was sehr gut ist und Spaß macht). Danach liege ich dann aber wieder rum und warte auf den Elan für die Dusche. Und so ist es am Ende dann doch schon halb 12, als ich endlich das Licht ausmache… Hmpf.