20 Jahre

Nächstes Jahr ist es 20 Jahre her, dass ich von der Grundschule aufs Gymnasium gewechselt bin. In Worten: zwanzig. Eine unvorstellbar hohe Zahl an Jahren. Wer damals geboren wurde, arbeitet heute (evtl.), hat eine Facebook-Seite (oder schon nicht mehr, weil uncool) und darf wählen, Auto fahren und Schnaps kaufen.

Das ist außer mir auch anderen aufgefallen und so bekam ich eine Mail von meiner Mutter, in der sie gefragt wurde, ob sie meine Mutter sei und sie den Kontakt herstellen könnte. (Wundert mich ein wenig, denn man kann mich ja relativ einfach googlen, findet mich dann auch direkt und kann mich, so man denn bei den einschlägigen Social Networks Mitglied ist, auch anschreiben – vorausgesetzt man schreibt meinen Namen richtig…)

Nunja, ich kontaktierte also und verbrachte auch einige Zeit damit, meine ehemaligen Klassenkameraden zu googlen. Relativ viele sind mir eingefallen, aber irgendwie scheint mir die Zahl so klein zu sein – waren wir wirklich nur so wenige? Dorfschule eben, einzügig.

Einige haben Namen, mit denen man bei Google keine Chance hat, einige andere habe ich gefunden. Viele von denen, die bei Facebook sind, haben geschützte Profile oder keine Profilfotos, so dass man sich nicht ganz sicher sein kann, die richtigen erwischt zu haben. Wenn man sie denn auf den Fotos erkennt, was teilweise gar nicht so einfach ist.

Und dann noch die Sache mit den geänderten Nachnamen. Diejenige, die meiner Mutter anschrob, heißt heute anders als damals und da wir zwei mit ihrem Vornamen in der Klasse hatten, wusste ich erst nach einer Google Bildersuche, um welche von beiden es sich handelte. Sie habe ich relativ leicht erkannt, aber wow, sieht sie anders aus. Tun sie alle, mehr oder weniger.

Die einzigen, mit denen ich nach 1994 noch Kontakt hatte, waren die, die ebenfalls aufs Gymnasium in die Stadt gingen – und auch da war seit dem Abi dann nichts mehr. Sollte es also nächstes Jahr zu dem Treffen kommen, dann wird es ein Abend voller Überraschungen…

Happy Birthday, Cousin!

Heute ist der 12. Juni, da kann ich auch gleich nochmal meinem Cousin einen Geburtstagspost widmen. Auf den bin ich nämlich ganz schön stolz. Früher war er immer irgendwie der „Kleine“. Dazu muss ich kurz ausholen: Bei uns Cousins und Cousinen. (väterlicherseits) gab es mehrere Altersstufen. Am nächsten beeinander sind ich, meine mittlere Cousine und meine beiden großen Cousins. Zwei von uns sind 1983 geboren und werden in wenigen Tagen 30. Zwei von uns sind 1984 geboren. Aber für mein Gefühl war es nie „wir zwei Großen und die zwei Kleinen“, sondern „wir drei Großen“, denn wir waren in derselben Klassenstufe. Und er eine drunter, der „Kleine“ eben.

Eine meine intensiveren Kindheitserinnerungen an ihn ist, wie er mal bei Gewitter nachts mit in mein Bett krabbelte, weil er sich fürchtete. Natürlich haben wir ihn ein bisschen ausgelacht, aber ich war auch stolz, ihn als „Große“ beschützen zu können – auch vor dem Spott der anderen. Ängstlich war er öfter mal. Und ein bisschen mehr Babyspeck als wir anderen hatte er drauf. Das gab sich aber sehr schnell und heute ist er von uns allen 8 der Größte und Dünnste. Kommt manchmal eben alles anders.

 Auch Angst hat er heute nicht mehr – so scheint es. Von Surftouren an der Atlantikküste herunter bis nach Portugal über ein Praktikum in Toronto und ein Auslandsjahr in Rom bis hin zu einer Recherchereise durch Russland traut er sich einfach alles. Nebenbei ist er ein virtuoser Gitarrist, schreibt tolle Songs und tritt mit seiner Band auf. Achja und eigentlich wird er gerade Journalist, schreiben kann er nämlich auch. Außerdem finde ja auch, dass Brad Pitt ihm ähnlich sieht 😉

Teufelskerl, was? Umso stolzer bin ich auf ein paar Dinge, die wir gemeinsam haben: Wir sind beide weitestgehend Vegetarier, wir waren beide längere Zeit in Toronto, uns verbindet beide viel mit Italien und wir sind (neben meinem Bruder und seinem kleinen Bruder, der noch etwas zu jung dafür ist), die einzigen aus der ganzen Truppe, die unser Einstellung als Kinder treu geblieben sind und nicht rauchen. Woohoo! Also, kleiner großer Cousin, alles liebe zum Geburtstag!

Edit: Genau wie ich hat er dreimal seine Führerschein-Prüfung versemmelt. Aber im Gegensatz zu mir hat er einfach weiter gemacht und es beim 4. Mal geschafft. 

Was geht

Ich gucke gerade die re:publica-Session der Iron Blogger und denke mir: Scheiß drauf, hauptsache Content. Also lass ich Euch mal teilhaben an den Dingen, die mir grad so durch den Kopf oder den Kalender gingen und gehen.

Heute ist Männertag und ich bin männerlos, denn der Mann* ist ein Dorfkind und daher tief involviert in den Ritualen und Bräuchen, die so ein echtes Dorfleben mit sich bringt (anders als ich, ich komme nicht vom Dorf, sondern aus dem Wald). Deswegen ist er bereits in der Heimat und tut heut dort die Dinge, die ein Mann* so tun muss, am Männertag.

Ich hingegen konnte gestern endlich einen weiteren Teil meines Geburtstagsgeschenksgutscheins vom letzten Jahr einlösen. Ich bekam damals einen perfekten Tag von einer guten Freundin: Ein Frühstück, eine Runde Shoppen, ein erholsames Bad, einen Film und einmal Weggehen. Da wir beide zu den Menschen gehören, die mit ihrer Beliebtheit zu kämpfen haben und daher nienicht Zeit für irgendetwas haben, haben wir diesen Tag aufgeteilt. Das Baden habe ich schon lange erledigt, ich glaube direkt nach meinem Geburtstag im Juni. Im Juli waren wir im Kino. Den Termin für Frühstück und Shoppen haben wir inzwischen auf eine Woche vor meinem diesjährigen Geburtstag gelegt und das Weggehen, das war gestern.

Wie früher trafen wir uns abends, kochten was schönes, guckten uns einen Film an und rafften uns dann von der Couch auf, um noch einen Club unsicher zu machen. Anders als vor 10 Jahren, als wir damit anfingen, waren wir allerdings vorher den ganzen Tag arbeiten und dementsprechend müde. Trotzdem kann ich stolz mitteilen, dass wir es geschafft haben und tatsächlich losgegangen sind. Ins Magnet. Man muss ja, nur weil man in Berlin lebt, nicht seinen Musikgeschmack über den Haufen werfen und nur noch Elektro hören. Und da es uns hauptsächlich um die Musik und das Tanzen ging, ist das Durchschnittsalter der Club-Mitbetanzer uns relativ schnuppe.

Wir machten es also wie früher und enterten die Tanzfläche sofort nach dem Eintreffen im Club, hangelten uns mit einem Mädchen*bier und einer Cola durch den Abend und tanzten uns die Seele aus dem Leib. Netterweise kam uns der DJ mit seiner Musikauswahl dabei auch sehr entgegen und lieferte mit einer Mischung die von den Strokes und Mumford and Sons über We Are Scientists, Franz Ferdinand, Bloc Party, QOTSA, Placebo und Kraftclub bis zu The Cure und den Undertones reichte, den perfekten Soundtrack. Ausreichend angefüllt mit nostalgischen Momenten, Headbang-Exzessen und purer Euphorie. Das perfekte Workout übrigens, sag ich immer wieder. Wer braucht schon Fitness-Studios. Jetzt weiß ich auch wieder, warum ich früher so fit und irgendwie dünner war – mindestens 1x die Woche Superduperhammertanz-Workout. Go hard or go home sozusagen.

Anders als früher verließen wir den Club schon gegen 3, denn leichtsinnigerweise hatten wir unseren schönen Feiertag spontan noch mit vormittäglichen Aktivitäten gefüllt. Das Beliebtheitsproblem, ich sprach bereits darüber. Dementsprechend traf ich mich dann heute morgen bereits um 11 zu einer wundervollen, dreistündigen Frühstücksrunde und liege jetzt völlig entkräftet auf meiner Couch und tue das, was Frauen* so tun, wenn ihre Männer* Männer sind: Ich schau mir an, was ich auf der re:publica alles verpasst habe.

Hostelsuche in Rostock – Einheimische vs. Touristin vs. Berlinerin

Ostern soll es nach Rostock gehen, seit langer Zeit mal wieder. Inzwischen sind schon so viele meiner Freunde dort weggezogen (nach dem Studium beschränken sich die beruflichen Möglichkeiten im geisteswissenschaftlichen Bereich schon sehr), dass es langsam eng wird, wenn man irgendwo kostenlos sein Haupt betten will. Wer noch in Rostock wohnt, hat meistens eine sehr kleine Wohnung oder WG und wenn man dort dann zu zweit (und auch noch als Paar) anrückt, dann wird es schon schwierig.

Deswegen habe ich mir heute Mal die Option angesehen, stattdessen in ein Hostel zu gehen. Mit Hostels habe ich seit Spanien im letzten und Australien in diesem Jahr sehr gute Erfahrungen gemacht und es ist immernoch cooler billiger, als ins Hotel zu gehen (zu Ostern! an der Ostsee!).

Witzig ist, dass ich diese Hostelsuche eben nicht als Touristin in einer fremden Stadt erledige, sondern quasi als Einheimische. Gibt man „hostel“ und „rostock“ bei Google Maps ein, sieht man schnell, dass sich die meisten Treffer im Zentrum der Stadt befinden – logisch und für den Touristen eine Supersache. Ich als Exil-Rostockerin denke dabei nur: Ui, das ist ja alles total weit vom Schuss.

Was ich weiß, und die Touristen nicht, ist dass das Leben der Stadt (kulturell, szenig, alternativ) sich eben nicht (oder nur zu einem sehr geringen Teil) in der Innenstadt abspielt, sondern in der KTV und die ist, wie der Name schon sagt, eben nicht im geographischen Zentrum, der Innenstadt oder Altstadt, sondern DAVOR, in diesem Fall westlich davon. Da will man hin, als Rostocker. Dort werden wir abends ausgehen, dort werden wir morgens frühstücken, da will ich dem Mann alles zeigen. (Ja ok, die Touri-Attraktionen wird er auch zu sehen bekommen.)

Die Rostockerin in mir findet also nur zwei der Hostels wirklich akzeptabel, beide unweit von ehemaligen Wohnungen von mir. Die anderen sind ja viel zu weit weg, da läuft man ja ewig, um irgendwohin zu kommen, denkt sie sich. Und dann klopft die Berlinerin in mir an und sagt: Wie, ewig? Ne Viertelstunde läuft man da. Das ist doch direkt um die Ecke, das is ja wie von zuhause bis zum Alex. Was willst Du denn bitte?

Ach Rostock, ich bin Dir entwachsen 😦 Zumindest was die Entfernungen angeht. Also gut, sollte es ein Hostel werden, wird nicht die Lage das entscheidenen Kriterium sein. Man wird ja erwachsen.

Familie

In den letzten Tagen gab es diverse Ereignisse, die meine Gedanken immer wieder auf meine Familie brachten. Ich denke viel an früher™, als ich noch klein war. An das Haus, in dem wir wohnten, an die Geschichten, die mir meine Oma erzählt hat. Überhaupt an meine Oma, an typische Redewendungen und Bewegungen, ans Stricken und Spinnen und an den Garten voller Obst, Gemüse und Kräuter. An Pflaumenknödel, Schinkenhörnchen, Müslikuchen und Nusstorte. (Seltsam, dass die meisten Menschen ihre Omas mit gutem Essen assoziieren. Wird das unseren Kindern auch noch so gehen?)

Von der einen Oma denke ich zur anderen, zur Familie meines Vaters, zu vergangenen Sommern an der Ostsee. Zu meiner eigenen Zeit in Rostock, die nun schon beinahe so lange zurückliegt, wie sie überhaupt dauerte und die trotzdem in meiner Erinnerung viel mehr Raum und gefühlte erlebte Zeit einnimmt, als die Jahre hier in Berlin seitdem. Neulich war ich in Potsdam beim Konzert einer Rostocker Band und im Publikum waren einige Leute, die ich noch von früher kannte und auf einmal war ich wieder dort und wieder Studentin und wieder, ja was, jung? Frei? (Ohje, sind solche Gedanken nicht bereits ein Zeichen des Alt-und-gesetzt-werdens? Mein Studentinnen-Ich würde mich belächeln!)

Meine kleine Cousine, die geboren wurde, als ich 15 war und in meinen Gedanken immer erst maximal 9 ist, bis ich mich mit Nachrechnen korrigiere, ist jetzt selbst fast 15. Seit Neuestem skypen wir und heute hat sie mir zum ersten Mal einen YouTube-Link geschickt. Äußerst merkwürdig, das.

Mein jüngster Onkel wird morgen 53. Vor einigen Jahren glaubten mir Kommilitonen noch nicht, dass er wirklich mein Onkel ist und nicht etwa mein Cousin. Mein ältester Onkel ist heute 80 geworden. Wie muss sich das anfühlen, den eigenen Bruder anzurufen, um ihn dazu zu gratulieren, dass er 80 geworden ist? Meine Mutter ist zum Glück sehr viel jünger als er, aber seltsam muss es doch trotzdem gewesen sein.

Ich denke an ganz viel Vergangenheit, an die Gegenwart mit großen und kleinen Wehwehchen bei so vielen in meiner Familie gerade. Und fühle mich irgendwie immer mehr erwachsen, sowohl im positiven, als im negativen Sinne. So langsam möchte ich lieber wieder an die Zukunft denken.

Das Web vergisst nicht

Gestern habe ich für den Besuch von M. einige neue Gerichte ausprobiert und den Kochprozess zum Teil fotografisch dokumentiert. Der Gedanke dahinter war natürlich, das Ganze auch hier ins Blog zu stellen. Nun musste ich allerdings feststellen, dass es nicht möglich ist, Bilder vom iPad direkt hier einzubinden. (Vom Laptop (kein Apple-Produkt) geht es, wie ich gerade gemerkt habe, nur sind da die Bilder leider nicht drauf – ein Problem, um dass ich mich wohl mal kümmern muss.)

Jedenfalls gab es vom iPad aus nur die Möglichkeit, Bilder über eine URL oder aus einem Picasa-Album einzubinden. Mit Picasa hatte ich mich noch nie beschäftigt, also wollte ich mir das eben mal genauer anschauen und musste feststellen: Hatte ich doch. Unbewusst. Denn da Blogspot und Picasa beide zu Google gehören hat dieser Webdienst heimlich still und leise sämtliche Fotos, die ich je in diesem Blog hatte, gespeichert – sogar, als ich den Blog zwischenzeitlich komplett gelöscht hatte und ihn später, mit derselben URL neu erstellt habe, blieben diese Bilder erhalten – und sie haben unzählige Views – OMG. Ich sehe gerade, dass sie von meinem nie genutzten Google+-Profil einzusehen sind. Man lernt doch nie aus…

Ich möchte mir da jetzt eigentlich keine allzu großen Gedanken über die Implikationen machen – was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß und so. Aber das Durchwühlen der alten Bilder, die ich nach einem Festplatten-Crash auch nirgendwo anders mehr habe, hat doch zu einem wahren Nostalgie-Flash geführt.

Deswegen hier noch einmal ein paar Erinnerungen aus den letzten Jahren und der Geschichte dieses Blogs von „früher“ – weil ich es kann.

Dieses Foto von drei Mitgliedern von Madsen machte ich im Protestcamp Reddelich gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 nach ihrem Konzert (gemeinsam mit Kettcar übrigens).

Eine Anti-G8-Demo in Rostock, fotografiert von meinem WG-Fenster aus.

Cat Content!!! Bienchen sonnt sich im Küchenfenster.

Der wunderschöne Stadthafen in Rostock. Unbedingt dieses Jahr wieder hinfahren und dem Mann zeigen!

Noch mehr Cat Content. Gotta love Robbie.

Besagte M., die mich gestern besuchen kam. Ich habe sie damals zum regelmäßigen Mango-Konsum gebracht. Man beachte außerdem ihr wundervolles T-Shirt und das Bücherregal – ich hatte schon total vergessen, wie ich das ohne Buchstützen hinbekommen hatte. Leider gibts wohl kein Foto mehr vom Gesamtkunstwerk, sonst wäre es was für Book Porn.

Auch 2007 hatte ich schon eine Schwäche fürs Kochen und Ausprobieren. Das war eine kalte Melonensuppe und eine Art Sushi-Salat – Forellenfilets, Möhren, Avocado, Gurken und Reis.

Dieses Foto habe ich während eines Drehs für eine rbb-Doku vom Haus des Lehrers aus gemacht. Genauer gesagt vom Dach. Unten rechts sieht man noch das Bauloch, wo inzwischen das Gebäude mit Saturn, dm, promod etc. drin ist. Damals war ich in Berlin nur für ein Praktikum zu Besuch, heute gehört der Alex zu meinem Kiez. (Und aus dem Saturn habe ich schon so manche Tüte voller DVDs getragen…)

Cat Content!!!! (Und Schafs-Content)

Ohne Worte.

Kochen und Filme, sag ich doch. Übrigens war das eine Session mit C., die heute Abend zum Krankenbesuch hier reinschneien wird. Es wird gekocht werden…

Ich vergesse immer, was in diesem Gebäude ist, es befindet sich aber in unmittelbarer Nähe des Arbeitsamts Mitte, in dem ich 2008 ein paar Mal zu tun hatte – übrigens nur ein paar Gehminuten von meinem heutigen Büro entfernt.

Die Plantsche hier um die Ecke, im Berliner Hochsommer. Ach, Sommer…

Das Wordle zu meiner Master-Arbeit.

Eine Ladung Weihnachtsplätzchen, 2008.

Osterstrauß 2009, mit selbst verzierten Eiern und Forsythien aus dem Garten meiner Tante M.

Ein Oster-Fresspaket aus Italien. Besonders zu beachten unten links die Pastiera – muss ich dieses Jahr unbedingt mal selbst backen.
Der Springbrunnen am Strausberger Platz.

Cora, bester Hund ever. RIP

Tequila-Sunrise-Bowle…

Geburtstagsgeschenke, ca. 2009. Kochen, Filme, Konzerte… Und meine Oma (90) hat damals noch Schafwollsocken gestrickt. Hach.

Anfänge

Bisher war dieser Sommer einer voller Abschiede.

Der erste kam mit Ansage und gab mir Zeit, mich auf ihn vorzubereiten. Trotzdem kippte er mich ein wenig aus den Latschen, aber er brachte auch viel Schönes mit sich – Gespräche, Nähe, einen Tag am Strand, eine Menge Kindheitserinnerungen, zwei große Eisbecher und eine wunderschöne Blumenwiese – die mich mit diesem Abschied versöhnt haben.

Der nächste kam reichlich unerwartet, ohne Ansage, es sei denn man definiert ein „Guten Hunger 🙂 Bis dann.“ als Ansage. Tiefschlag, aber so richtig. Grobes Foul. Rote Karte. Wie ein Aus im Halbfinale sozusagen. Das einzig Schöne daran ist, dass er mir andere Menschen ein Stück näher gebracht hat. Und der Gedanke, dass das ja noch nicht alles gewesen sein kann. Dass es eine Erklärung gibt und dass am Ende alles gut wird. Und wenn es nicht gut wird, dann ist es halt noch nicht das Ende.

Apropos Ende: Der dritte Abschied ist das Ende einer Ära – der Abschied von dem Gebäude, in dem ich über zwei Jahre lang jeden Werktag gestiefelt bin, in dem ich viel geflucht, aber noch viel mehr gelacht habe und mit dem mich eine Menge Erinnerungen verbinden. Daran hängen eine Menge Orte, die mir in den letzten zwei Jahren zum zweiten Wohnzimmer wurden und die ich jetzt nur noch selten besuchen werde. Dieser Abschied wird in großer Runde zelebriert und hoffentlich morgen früh durch ein Wahnsinnsneuanfang gemildert.

Neuanfänge sind generell ne gute Idee, is ja auch jetzt Juli. Ich bin bereit.

Getting all soppy on Christmas Eve

Ich bin ja sonst nicht übermäßig sentimental, glaube ich. Aber wenn man so kurz vor Weihnachten krank ist und viel Zeit zum Nachdenken hat, dann kommt da doch ganz schnell ein warm fuzzy feeling ins Bäuchlein, das jetzt einfach mal hier in den Blog wandern muss.

Dieses Jahr war insgesamt eher durchwachsen für mich und trotzdem geht es mir gerade (also außer gesundheitlich) ziemlich doll gut. Das liegt an Euch, liebe Mitmenschen! Ich habe unheimlich viele tolle Sachen erlebt in diesem Jahr, so dass die nicht so tollen einfach irgendwie mit durchgerutscht sind.

Vieles hat mit den Leuten zu tun, mit denen ich Tag für Tag im Büro hocke und von denen einige mir extrem ans Herz gewachsen sind. Und einige von denen waren ja schon vorher meine Freunde und ich sehe sie jetzt jeden Tag. Großartig! Thanks for being sooooo awesome.

Ein weiterer großer Batzen sind die Leute mit denen ich Tag für Tag über das Internet verbandelt bin. Das großartige Netz schafft es, dass auch die Freunde, die weit weg leben immer ganz nah sind und Freud und Leid mit mir teilen. Und so ganz lässt sich das ja alles nicht trennen, auch die Kollegen und die Freunde hier in Berlin gehören ja zu meinem Internet-Bekanntenkreis, dem großen flauschigen Netz, das immer da ist und mich auffängt und sich ständig vergrößert.

Und mitunter lernt man über das Netz ja auch Menschen kennen, die rein virtuell zu Freunden werden. You know who you are, danke!

Ach am Liebsten würde ich hier eine Liste mit allen diesen großartigen Menschen aufstellen, aber erstens mögen einige die Publicity nicht und zweitens könnte es sein, dass ich im Eifer des Gefechts jemanden vergesse.

Also nochmal ein ganz allgemeines Danke an alle, die dieses Jahr mit mir verbracht, bequatscht, ausgewertet und belacht haben; mit denen ich die Oscar-Verleihung durchwacht habe; mit denen ich philosophierend durch Städte gelaufen bin; die mich in ihren Wohnungen bzw. Häusern empfangen und bewirtet haben; mit denen ich großartige Konzerte erlebt habe; mit denen ich gekocht, gegessen und getanzt habe; mit denen ich Filme und Serien geschaut habe; die großartig zu mir waren, auch nachdem wir uns jahrelang nicht gesehen haben; mit denen ich gechattet, gemailt, gesmst, gemmst, geskyped und telefoniert habe; mit denen ich Texte diskutiert habe; mit denen ich Minigolf gespielt habe; mit denen ich heftige, aber nicht unsanfte Wortgefechte geführt habe; die mit mir an Gewässern gesessen haben; die mich in meiner Bubble Tea-Sucht unterstützt haben; die mir verrückte Geschenke geschenkt haben; die an mich gedacht und mich besucht haben; mit denen ich Musik gehört habe; mit denen ich von alten Zeiten geschwärmt habe; die mir das Gefühl gegeben haben, dass alles gut ist und sein wird.

Danke auch dafür, dass dieses Beziehungsende so glimpflich und mit wenig schlechten Gefühlen vonstatten gegangen ist.

Danke dafür, dass Ihr lieb zu mir seid, auch wenn ich Euch auf die Nerven gehe. Danke, dass Ihr mich in Ruhe lasst und nicht nachbohrt, wenn ich keine Lust habe, emotional zu sein. Danke, dass Ihr mir Eure Sorgen anvertraut. Danke, dass Ihr mir auch bei der 20. Krankheitsmeldung auf Facebook immernoch gute Besserung wünscht. Danke, dass Ihr in meinem Leben drin seid und bleiben werdet!

Und, nicht zu vergessen: Danke dafür, dass ich dieses Weihnachten nicht allein sein werde! Danke, Familie 🙂

Adventskalender 18.12.

Ich möchte mich ja eigentlich nicht wiederholen, im Adventskalender. Aber das neulich war ja ein Weihnachtslied und heute bin ich drauf gekommen, weil ich mir grad gestern ein Ticket für das Konzert am 30. Mai im Olympiastadion gekauft habe. Dieses Video ist vom legendärsten aller legendären Konzerte in Ost-Berlin. Mit Grüßen an die Dabeigewesenen 😉

Bruce Springsteen – The River

Adventskalender 10.12.

Ich nutze meine unfreiwillige Auszeit (aka Husten, Schnupfen, Heiserkeit) dafür, weiter meine CDs zu rippen und stoße dabei auf einige fast vergessene Schätze, Peinlichkeiten und Dinge dazwischen.

Wie dieses hier, featuring Keith Richards, Kid Rock, Mary J. Blige, Kelly Jones von den Stereophonics, Jon Bon Jovi, Kelle Bryan, Jay Kay von Jamiroquai, Ozzy Osbourne, Womack & Womack, Lionel Richie, Bonnie Raitt, Dolores O’Riordan von den Cranberries, James Brown, die Spice Girls, Mick Jagger, Robin Williams (yep, nicht Robbie), Jackson Browne, Iggy Pop, Chrissie Hynde, Skin von Skunk Anansie, Annie Lennox, Mark Owen, Natalie Imbruglia, Huey, Fun Lovin‘ Criminals, Dina Carroll, Gavin Rossdale von Bush, B.B. King, Joe Cocker, The Corrs, Steve Cradock und Simon Fowler von Ocean Colour Scene, Ronan Keating, Ray Barretto, Herbie Hancock, Francis Rossi und Rick Parfitt von Status Quo, S Club 7 und den großartigen Eric Idle.

Whoa, mir wird schwindlig von dieser Kombination von richtig coolen Leuten und peinlichen, lang vergessenen Teenie-Stars. Have fun!

Various Artists For Children’s Promise – It’s Only Rock ‚N‘ Roll