Ich hänge auf der Couch wie ein Luftballon, der die ganze Woche lang gute bunte Laune machte und aus dem jetzt so langsam alle Luft herausgewichen ist. Uff, war diese Woche viel los…
Autor: loosy83
Tagebuch-5 im Juli
Gestern war es wieder soweit, Frau Brüllen fragte: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?
Nach dem Mittagessen machen wir uns recht bald auf zur Hauptattraktion dieses Wochenendes: Der Sohn unserer Freunde wird drei und es steht eine Cars-Geburtstagsparty im Garten an. Die Kinder machen ordentlich Radau, es gibt Unmengen zu essen und nette Gespräche. Ich bin scheinbar super im Schaukel anschubsen und beim Rutschen assistieren. Nach noch mehr Essen räumen wir dann kurz nach 21 Uhr alles zusammen und setzen uns vor den Fernseher. Holland gewinnt, mit Hängen und Würgen.
Dann fahren wir wieder zurück zu den so-called Schwiegereltern und schlafen laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange. Am nächsten Morgen (es ist inzwischen der 6., aber das muss noch mit rein) finde ich in der Küche ungefähr ein halbes Kilo Himbeeren vor, dass beim Kuchenbacken übrig geblieben ist. Ich esse so schnell ich kann, aber leider schaffe ich es nicht mehr, bevor wir zum Mittagessen aufbrechen müssen 😉
Mein Geburtstagsgeschenk
Dieses Jahr schenkte ich mir selbst etwas: Eine Woche on the road (oder eher on the tracks), mit dem Ziel diverse Freundinnen in diversen deutschen Städten zu besuchen. Anders als beim Sizilien-Urlaub (dessen Berichtestattung ich immernoch nicht abgeschlossen habe), möchte ich versuchen, die gesamte Reise in einem Post zu verbraten – ich muss mich also kurzfassen. Here goes:
- Drei Bücher für eine Woche sind zwei zu viel, wenn man lauter tolle Menschen trifft
- Ich packe ansonsten relativ gut, hätte ich ein wenig mehr gekleckert, hätte ich alle Klamotten gebraucht
- Menschen, die einem im Internet sympathisch sind, sind es in aller Regel offline auch (andersherum trifft das nicht immer zu…). Die Erkenntnis ist nicht neu, aber hat sich wieder bestätigt
- Mein Freundeskreis ist wundervoll. Außerdem auch sehr kosmopolit. Und er enthält überdurchschnittlich viele Promovenden und Post-Docs. Ich darf trotzdem mitspielen
- Andere Regionen Deutschlands können sich wie Ausland anfühlen, im positiven, wie im negativen Sinne
- München ist nett, aber keine Stadt für mich
- Berlin hingegen ist genau meine Stadt – alles richtig gemacht. 🙂
Fast wie Sommerferien
Den Großteil der letzten Woche habe ich mit einer Schulung zugebracht. Mit Ferien kann man das natürlich nicht wirklich vergleichen, aber die Abwechslung vom Büroalltag ist nicht zu unterschätzen: Statt 8 Stunden mehr oder weniger gleichförmiger Schreibtischarbeit mit den üblichen Unterbrechungen, Meetings und Küchengängen eine Reise zurück in die Vergangenheit: Vier 90-Minuten-Blöcke am Tag, ein Dozent und 17 Mit-Teilnehmer, dazwischen mehrere kurze Pausen und eine lange – das fühlte sich fast wie früher an der Uni an. Ich bin in der letzten Woche also mal eben ein paar Jahre jünger geworden, sozusagen. Ohje, wie „früher an der Uni“ schon klingt. Aber es ist jetzt auch wirklich schon sechs Jahre her, dass ich meinen Abschluss gemacht habe. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht, mal wieder gezielt und systematisch etwas zu lernen, ich finde, das kommt im Arbeitsalltag zu kurz.
Auf diese überaus erfrischende und lehrreiche Schulungswoche folgt nun eine noch entspannendere: Ich habe nämlich tatsächlich Urlaub. Morgen früh geht es los: Mein Rucksack und ich reisen eine Woche lang quer durch Deutschland und besuchen erst meinen Bruder und danach diverse Freundinnen. Die Reise geht von Berlin nach Bremerhaven und Bremen, nach Münster und Bielefeld, nach Tübingen (wo ich eine Internetbekanntschaft zum ersten Mal live treffen werde, die ich jetzt schon seit über 15 Jahren pflege) und zum Schluss nach München. Auch hier freue ich mich über viele neue Eindrücke, das Rauskommen aus dem Alltag und das relativ freie In-den-Tag-hineinleben. Alleine durch fremde Städte laufen, hoffentlich ein paar regionale Gerichte probieren, im Zug viel lesen und an den Abenden spannende Gespräche führen… Das wird gut.
Ich weiß allerdings auch schon jetzt, dass ich meine drei langhaarigen Mitbewohner – also den Mann, Noosa und Nimbin 😉 – zwischenzeitlich auch ganz schrecklich vermissen werde. Aber so soll es ja sein beim Reisen: Sich freuen, wenn man losfährt UND wenn man zurückkommt. Na dann los…
Gefüllte Papaya verhilft Oranje zum Sieg
Rechtzeitig zum Anpfiff stand das gute Stück auf dem Tisch und bot gemeinsam mit dem Schöfferhofer Grapefruit farblich die perfekte Grundlage für einen fulminanten 5:1-Sieg der Oranjes. Ich koche dann in den nächsten Wochen noch öfter orange!
12 von 12 im Juni
Tagebuch-5 im Juni
Der Tag beginnt mal wieder viel zu früh. Gestern wurde es spät und da wir Besuch haben und die Katzen daher nachts ausnahmsweise ins Wohnzimmer dürfen, weckte mich Maunzen und Getrappel schon eine Dreiviertelstunde vor dem Wecker. Zum Glück bin ich noch einmal eingeschlafen, aber müde und kaputt bin ich dennoch.
Zum Nachmittag hin und als Durchhaltetrick gönne ich mir Obst in Kuchen- und leider auch Flaggenform, schmeckte aber trotzdem:
Dann ist irgendwann Feierabend und ich kaufe auf dem Heimweg noch schnell etwas für die Suppe ein. Der letzte Mangold soll verwendet werden. Es wird eine Mangold-Kokos-Suppe mit Ingwer, Zitronengras und Koriander, die ich gemeinsam mit dem Besuch, @Fiann von Copper, boom! verzehre. Dabei reden wir über dieses und jenes und solches und einige von Euch.
Spätschicht-Smoothie
Da die BSR leider keine Rücksicht darauf nimmt, dass ich montags Spätschicht habe, hat das mit dem Ausschlafen mal wieder nur so semigut funktioniert. Hat aber den Vorteil, dass ich die Sonnenstunden auf dem Balkon für ein gemütliches Smoothie-Frühstück nutzen kann.
Stadt-Land-Fluss
Der Warenfluss zwischen Stadt und Land funktionierte dieses Wochenende ganz hervorragend. (Habt Ihr mein plattes Wortspiel ausreichend gewürdigt? Danke!) Wir reisten mit einem Rucksack voller reifer Avocados, frischen Chili-Schoten und Koriandergrün – man ahnt den Zweck – sowie einem Kasten Rhabarberbrause aus der großen Stadt aufs platte Land und kehrten mit Erdbeeren, Äpfeln, Mangold, Eiern und Holunderblütengelee wieder zurück nach Hause. So ähnlich muss das in der Nachkriegs- und DDR-Zeit auch gelaufen sein.
Sonntagabendcouchbloggen
Mal wieder liegt ein langes, aufregendes Wochenende hinter mir, bei dem sich Frühling und Berlin von der besten Seite zeigten. Angefangen hat alles mit einem gemütlichen Frühstück auf dem sonnenbeschienenen Balkon und dem Besuch einer lieben Freundin. Den Samstagnachmittag verbrachte ich dann mit Freunden im Graefekiez und Urbanhafen – einer Ecke von Berlin, in der ich sonst eigentlich nie bin. Ganz nebenbei habe ich dabei wohl ein sehr beliebtes Hipstercafé besucht und dort einen köstlichen Rhabarbercrumble und grünen Saft verzehrt.
Heute führte uns der erste Weg ins Wahllokal – halt nein, zuerst zum Müllplatz, wo wir dann von einem alten Ömchen in ein Gespräch über Pfandflaschen und Lebensmittelmotten verwickelt wurden. Zitat: „Ich könnte kotzen.“ Hach, Berlin. Danach dann aber auf zur Wahl und für den Mann auch noch zur ZDF-Umfrage – jeder Vierte in unserem Wahllokal war dran, ich habe es leider knapp verpasst. Danach holten wir Croissants und Kaffee im grandiosen neuen Café unten bei uns im Haus (Wir wurden mit Vornamen begrüßt und bekamen ein Croissant frei Haus) und fuhren dann zu meinen Eltern zum Frühstück. Nach einer kurzen Fresspause Esspause gab es dann noch Holunderküchel mit Erdbeeren und Eis – Tradition ist Tradition.
Den Nachmittag verbrachten wir am Orankesee, wo der Mann mal wieder Würmer baden ließ und einem kleinen Barsch beibrachte, dass er sich in Zukunft von Haken fernhalten sollte. Währenddessen saß ich mit den Füßen im Wasser in der Sonne, vertiefte mich in meine Bücher und sorgte dank Twitter für einen konstanten Nachrichtenstrom zu ersten Prognosen und Hochrechnungen.
Nun sind wir wieder zuhause und ich habe es mir in traditioneller Pose auf der Couch bequem gemacht – Laptop und Noosa auf dem Bauch, Beine und Nimbin unter der Decke. Alles in allem ein sehr ertragreiches Wochenende.













































