So schön, wenn man zwar ziemlich früh aufwacht, aber gut geschlafen hat und dann einfach liegenbleiben kann. Ich lasse die Augen zu und döse noch ein wenig, kraule zwischendurch Noosa und so vergeht noch eine ganze Weile, bis ich mir gegen 9 das Handy schnappe und in den morgendlichen Reboot starte. Weil ich dann schon so lange wach bin, muss ich dann aber mittendrin schon mal pausieren, schnell duschen, Hasre waschen und Frühstück machen. Damit zurück ins Bett.

Beim Essen dann weiter im Text, lesend, bloggend, Sprachen übend, Rätsel lösend. Irgendwann stehe ich dann auch richtig auf, ziehe mich an, erledige ein paar Haushaltsdinge und plane den Abend. Die Herausforderung ist, alles, was ich für einen Konzertabend und eine Übernachtung beim Liebsten brauche, in eine kleine Tasche (kleiner als A4) zu bekommen. Zum Glück habe ich Übung in beiden Tätigkeiten und es ist weniger kompliziert als es klingt. Dann gibt es Pakoras und Naan mit Chutneys zum Mittagessen.

Das Ausruhen ist ja an einem Herbstwochenende gar nicht zu unterschätzen, deswegen widme ich mich dem noch, bis ich kurz vor 17 Uhr los muss. Mit Straßenbahn und U-Bahn geht es nach Neukölln. Auf der Rolltreppe nach oben treffe ich den besten Freund des Liebsten samt Gattin. Wir kehren in einem Jamaikanischen Lokal ein, bestellen Jerk Chicken und diverse Beilagen und dann gesellt sich auch der Liebste dazu.

Nach dem Essen treffen wir draußen meinen Bruder und ungeplant auch noch weitere bekannte Gesichter – zu mancher Musik ist Berlin ein Dorf.
Dann geht es hinein ins Huxley‘s, Getränke werden besorgt und bald darauf geht das Konzert auch los. Ich halte mich an die Regeln, daher gibt es keine Fotos oder Videos diesmal.


Man feiert das zehnjährige Jubiläum von Acht Eimer Hühnerherzen, aber vor deren Auftritt spielen erstmal Schreng Schreng & La La, iedereen (die ich schon vom Immergut kenne) und Akne Kid Joe, die alle auf ihre Art unterhaltsam sind. Insgesamt sind wir viereinhalb Stunden konzerttechnisch zu Gange, ohne Sitzen zwischendurch. Das ging früher auch alles leichter. Aber schön ist es und wir können ja danach direkt ins Bett und müssen nicht noch aus Prinzip woanders weiterfeiern.
Es ist trotzdem schon Mitternacht als der Liebste und ich in Südberlin das Licht ausmachen können, denn vor das Schlafen hat der liebe Gott noch eine U- und eine S-Bahn gestellt. Oder so.