06.11.2026 – Klingeling

Der heutige Tag ließe sich wahrscheinlich auch sehr gut aus der Perspektive von Noosa erzählen, es handelt sich dabei nämlich um eine ganze Reihe von Klingeleien an der Tür. Da Noosa aber bei jedem Türklingeln das Weite sucht und so gar nicht so viel davon mitbekommt, was nach dem Klingeln passiert, erzähle vielleicht doch besser ich und fülle die Lücken.

Bis zum ersten Klingeln dauert es ziemlich lange, davor schlafen wir einigermaßen aus (ich habe den Wecker auf später gestellt und bis dahin schlafen wir nicht). Dann gibt es Frühstück für Beide und dann Schreibtisch für mich und meinen Schoß für Noosa.

Kaki, Matcha-Quark mit Erdbeer-Pistazien-Keksen, Schwarztee mit Quittengelee

Der Arbeitstag ist unspektakulär, das einzige Meeting fällt aus. Das nächste Spannende passiert also um kurz nach 11, als der Hase klingelt, um Noosa zu besuchen. Er hat Geschenke von der Hasenmama mitgebracht (eigenen Honig, fast eigene Marmeladen und gekaufte Kekse) und legt für Noosa eine Spur aus Leckerli von meinem Bett, unter dem sie sich verkrochen hat, bis in die Küche, in die er sich setzt. Ich gehe zurück an den Schreibtisch und lausche aus der Ferne, wie die Leckerlis nach und nach weggeschnurpselt werden. Allerdings nicht alle, wie der Hase später berichtet.

Als ich Mittagspause mache, ist Noosa wieder unter dem Bett. Er hat sie wohl zu direkt angeschaut, da ist sie wieder gegangen. Naja, Baby Steps. Wir unterhalten uns noch kurz, dann muss er wieder los und ich mache mir aus den Resten vom Thunfischsalat ein Tuna Melt zum Mittagessen.

Danach geht es für Noosa und mich ins Soft Office auf die Couch. Die nächsten Klingler sind:

  • ein Hermes-Bote, der ein Buch für meine Eltern liefert, das sie aus Gründen zu mir bestellt haben
  • ein Amazon-Bote, der ein Päckchen für die Nachbarsfamilie bei mir deponiert
  • ein Wolt-Bote, der mir mein Abendbrot bringt (s.u.)
  • die Nachbarsfamilie auf dem Heimweg vom Laternenumzug, mit zwei sehr aufgeregten und glücklichen Kindern ob des Päckchens, wo etwas drin ist, was in der Grundschule gerade total gehypet ist

Mein Abendessen ist heute ein indisches. Ich hätte zwar auch etwas kochen können, habe aber wenig Lust zu stehen und außerdem Lust auf Linsen und Joghurt und beides nicht da. Also gibt es Pakoras, Dal Makhni, Raita, Knoblauch-Naan, Mango-Lassi und Chamchams. Ist natürlich viel zu viel, aber das Wochenende ist ja noch lang.

Zum und nach dem Essen schaue ich Gold Diggers, einen kanadisch-amerikanischen Coming-of-Age-Film aus den 90ern mit Christina Ricci und Anna Chlumsky. Kam im selben Jahr raus wie Casper und Now and Then, aber hat es erst nach 30 mit dem Umweg über die sozialen Medien in mein Blickfeld geschafft. Kann man gucken!

Dann gucke ich noch nach einem passenden Anschlussfilm, stelle aber fest, dass die neue Staffel North of North jetzt auf Netflix ist und schaue eben die. Komplett. Acht Folgen. Lohnt sich auf jeden Fall!

Außerdem heute erledigt: Zwei Maschinen Wäsche gewaschen und eine Karaoke-Kabine für Januar gebucht und schon größtenteils gefüllt – für nächste Woche war nämlich absolut nichts zu machen… Dafür kostet Karaoke hier nicht mal die Hälfte von dem, was wir in München bezahlt haben.