Tram-Gespräch

Heute morgen neben mir in der Tram: Eine Gruppe Kindergartenkinder mit Erzieherin. Die Fahrt ging Richtung Alex und die Erzieherin erzählte pädagogisch Wertvolles zu allem, was man da draußen so sehen kann: Fernsehturm, Größenvergleich, Perspektive…

Kind 1: Und da hinten an dem Haus hängt eine Fahne dran.
Erzieherin: Ja, das ist das Rote Rathaus und die Fahne von Berlin, mit dem Berliner Bären.
Kind 2: Und da ist noch eins, mit einem Kreuz drauf.
Erzieherin: Das ist die Marienkirche.
Kind 2: Achso, eine Kirche. Das ist dort, wo Menschen begraben liegen.

 Hach, Kindheit in Berlin…

Antworten

bosch stellt Fragen. In seinem Blog. Vermutlich würde es ihn tierisch nerven, wenn man diese Fragen stöckchenartig für seinen eigenen Blog missbraucht. Aber erstens sind die Fragen interessant, zweitens mag ich Fragen und drittens, nunja… Was bosch nicht nervt: Nichts. Eben. Und vielleicht kann ja jemand was mit den Antworten anfangen.

Betrinkst Du Dich manchmal, wenn Du allein bist? 
-Nein.

Hast Du ein Emotion-Abo? 
-Nein

Magst Du Bärte? 
-Ja

Glaubst Du an die Liebe? 
-Ja

Und an große Brillen? 
-Ich glaube nicht nicht an große Brillen.

MP3 oder Vinyl?
-Aus Beschaffungs- und Usability-Gründen ersteres. Aber ich mag auch Vinyl.

Hast Du Nina Pauers Artikel geliked?
-Nein

Liest Du die Packungsbeilage?
-Meistens

Duftet es nach Rosen, wenn Du pupst?
-Immer

Was ist in Deinem Jutebeutel?
-Portemonnaie, Smartphone, Schlüssel, Kopfhörer, der Rest je nach Jahreszeit

Weinst Du im Kino?
-Manchmal

Wenn ja, hast Du Papier- oder Stofftaschentücher dabei?
-Mit Glück Papier

E-Mail oder handgeschöpftes Büttenpapier?
-E-Mail

Hast Du schöne Füße?
-Geht

Entenküken oder Welpen?
-Welpen

Wann hast Du zuletzt einen Baum umarmt?
-Ist eine Weile her

Singst Du unter der Dusche Songs von The National oder William Fitzsimmons?
-The National

Welche ist Deine Lieblings-Bionade?
-Orange-Ingwer

Farb- oder Schwarz-Weiß-Film?
-Farbe (außer Down By Law und Dead Man)

Wie findest Du Yoga-Männer?
-Jut

Fragst Du mich, was ich denke?
-Evtl.

Liest Du auf dem Klo “Psychologie heute”?
-Nein

Gehst Du barfuß durch den Morgentau?
-Im Zweifel ja

Hast Du einen Karton, in dem Du alte Liebesbriefe aufbewahrst?
-Ja

Wenn Du ein Flauschhase wärst, welche Farbe hätte Dein Fell?
-Dunkelgrau

Frozen Yogurt oder Bubble Tea?
-Bubble Tea

Machst Du die vernünftigen Dinge zuerst?
-Nein

Kannst Du Photosynthese erklären?
-In groben Zügen

Weißt Du, welches Jahr wir haben?
-Wenn ich gerade im Büro bin, ja, sonst wechselnd

Wärmflasche oder Kirschkernkissen?
-Wärmflasche, damit bin ich aufgewachsen

Wie oft sagst Du “hach”?
-Durchschnittlich wohl 1-2 Mal am Tag, hängt von meinen Gesprächspartnern ab

Liest Du auf Bühnen aus Deinem Tagebuch vor?
-Nein

Ob ich mich mit meinen Antworten jetzt endgültig ins Aus geschossen habe? Werde es wohl nie erfahren…

Rümpelgedanken

Den gestrigen Tag verbrachte ich mit einer großflächigen Entrümpelungsaktion, die immernoch nicht abgeschlossen ist. Vorrangig ging es um Papiermüll, Altglas, Altkleider und Pfandflaschen, die allesamt entsorgt wurden. Hinzu kommt tatsächliches Entrümpeln, also das Wegschmeißen und Loswerden von Dingen, die man weder braucht noch liebt. (Kein Schrott sind nämlich unnütze Dinge, die man trotzdem liebt oder eben ungeliebte Dinge, die man aber leider Gottes braucht). Und so wanderte auch eine ganze Menge Zeug in einen blauen Sack, bzw. in einen Umzugskarton.

Wie das dann immer so ist, kommen eine Menge Gedanken hoch beim Sortieren. Meine Generation schleppt zwar eher keine wertvollen Familienerbstücke von Wohnung zu Wohnung, aber doch eine Menge Zeug, das nicht ursprünglich uns gehörte. Da sind Überbleibsel aus dem elterlichen Haushalt bzw. Spenden von Freunden der Eltern, die sich damals beim Beziehen der ersten eigenen Wohnung anfanden. Da sind Dinge, die man adoptiert hat, wenn Freunde umgezogen sind. Da sind Überbleibsel aus früheren Leben und Lieben. Da sind Überbleibsel aus früheren Leben der früheren Lieben. Und dann gibt man Dinge an Freunde weiter, die einer früheren Liebe gehörten.

So wandert jetzt ein Tisch mit Geschichte in die neue Wohnung von Freunden. Ein Tisch, den Mio mal auf dem Flohmarkt gekauft und jahrelang benutzt hatte, mit in meine Wohnung brachte und schließlich hier zurückließ. Zudem befinden sich in meinem Besitz auch Geschirr, Tische, Stühle, ein Plattenspieler, CDs und vieles mehr von Ex-Freunden. Und sogar eine Sportmatte, die ursprünglich der Ex-Freundin von Mio gehörte, bei ihm blieb und jetzt aber meine ist. Schon seltsam, wie solche Dinge die Runde machen.

Wahrscheinlich ist unser gesamter Besitz immer ein Sammelsurium von Dingen, die über die verworrensten Wege und durch Beziehungsgeflechte zu uns kamen. Wer den Weg einiger dieser Dinge zurückverfolgt, bekommt Stoff für mehrere Romane geliefert.

Silvester-Rückblick

Silvester verbrachte ich mit drei lieben Freundinnen, Raclette und Feuerzangenbowle. Nach Mitternacht zog es uns jedoch noch raus und auf die Tanzfläche, wo der Herrscher über die Strichmännchenszenarien auflegte. Wer mag, kann ja mal einen Blick werfen – auch wenn die Fotos von mir mehr so mittel sind. Ich bin da ja nicht so 😉

Suzanne

Gestern haben wir über dieses Lied geredet, „Suzanne“ von Leonard Cohen, in gewissem Sinne ja auch „mein Lied“. Beim nochmaligen Anhören habe ich dann zum ersten Mal so richtig auf den Text geachtet. Erstaunlich, wie die erste Strophe zu mir und einer Menge Dinge, die ich erlebt habe passt. Der Rest des Liedes dann ja nicht mehr, aber diese erste Strophe – wow…

Suzanne takes you down to her place near the river
You can hear the boats go by
You can spend the night beside her
And you know that she’s half crazy
But that’s why you want to be there
And she feeds you tea and oranges
That come all the way from China
And just when you mean to tell her
That you have no love to give her
Then she gets you on her wavelength
And she lets the river answer
That you’ve always been her lover
And you want to travel with her
And you want to travel blind
And you know that she will trust you
For you’ve touched her perfect body with your mind.

Das übliche Jahresendstöckchen

Zugenommen oder abgenommen?

Erst zu-, dann wieder abgenommen. Beides unbewusst. Der Wendepunkt war wohl der 5. Oktober.

Haare länger oder kürzer?
Länger, wobei ich, glaube ich, Anfang des Jahres mal Spitzen schneiden lassen war.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Keine Veränderung

Mehr ausgegeben oder weniger?

Vermutlich eher mehr.

Der hirnrissigste Plan?

Hirnrissig war eigentlich keiner. Der verrückteste war vielleicht, ganz alleine auf eine Kreuzfahrt rund um Europa zu gehen. Hab ich dann aber auch nicht gemacht. Stattdessen gings nach Pittsburgh und Nova Scotia.

Die gefährlichste Unternehmung?

Dazu fällt mir nun wirklich nichts ein. Es sei denn man zählt „durch dunkle Straßen etc. laufen“ und „mit Fremden im Liegewagen fahren“ dazu.

Die teuerste Anschaffung?

Flugtickets. Wenn die nicht zählen, mein neuer Fernseher.

Das leckerste Essen?

Sowas kann man mich doch nicht fragen. Die größten Neuentdeckungen waren zumindest das Suriya Kanthi, das ASIN und das Bejte Ethiopia,

Das beeindruckendste Buch?

Ausnahmsweise mal keine Belletristik, sondern Malte Weldings „Frauen und Männer passen nicht zusammen – auch nicht in der Mitte. Warum die Liebe trotzdem glücklich macht.“ Habe ich dieses Jahr insgesamt dreimal gelesen und an mehrere Freunde verschenkt bzw. empfohlen. Anders als man denken könnte handelt es sich nicht um Ratgeberlektüre, auch wenn ein paar Ratschläge drin sind. Es steckt viel Wahres drin über den Menschen und vor allem die heutige Gesellschaft. Und viel Lustiges. Und es war der Grundstein für eine mitunter merkwürdige, definitiv bemerkenswerte, Freundschaft.

Der berührendste Film?


Ich habe in diesem Jahr zum ersten Mal P.S. I Love You gesehen 😉 Der letzte Harry Potter war das Ende einer Ära und somit eher als Meilenstein berührend. Musste an all die Zeit denken, die vergangen ist seit Teil 1 und was so alles passiert ist. Am meisten Lust auf Essen und Reisen hat Eat Pray Love gemacht. Hmmm. Eine bessere Antwort habe ich leider nicht, 2011 war eher ein Jahr der Serien.

Das beste Lied?

Supershirt – Die langweiligsten Orte der Welt

Das schönste Konzert?

Hmm.. The National, Morrissey, Ringo Starr, Kathy Kelly, Kraftclub, Smashing Pumpkins, Kelly Family, Supershirt? Fragt man nach dem emotional schönsten Konzert, ist es eindeutig das der Kelly Family ;), das musikalische Highlight waren wohl The National.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Mir selbst ist eine schöne und wahre Antwort. Auf Platz Zwei wäre wohl: dem Job.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Guten Freunden.

Vorherrschendes Gefühl 2011?

Limbo (und ich meine nicht den Tanz)

2011 zum ersten Mal getan?


Äthiopisch gegessen, Sri Lankisch gegessen, Singapurisch gegessen, Koreanisch gegessen, Nachtzug gefahren, eine Wurzelbehandlung über mich ergehen lassen, nach der Trennung in der Wohnung wohnen geblieben, wildfremden Menschen Details aus meinem Liebesleben erzählt

2011 nach langer Zeit wieder getan?

Meine Spontanantwort ist zu privat fürs Verbloggen. Also: Tanzen gewesen und geblieben, bis die Lichter angehen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Liebeskummer. Wurzelbehandlung. Mir fällt kein drittes ein, das ist wohl ein gutes Zeichen.

2011 war mit einem Wort…?

Überraschend.

Getting all soppy on Christmas Eve

Ich bin ja sonst nicht übermäßig sentimental, glaube ich. Aber wenn man so kurz vor Weihnachten krank ist und viel Zeit zum Nachdenken hat, dann kommt da doch ganz schnell ein warm fuzzy feeling ins Bäuchlein, das jetzt einfach mal hier in den Blog wandern muss.

Dieses Jahr war insgesamt eher durchwachsen für mich und trotzdem geht es mir gerade (also außer gesundheitlich) ziemlich doll gut. Das liegt an Euch, liebe Mitmenschen! Ich habe unheimlich viele tolle Sachen erlebt in diesem Jahr, so dass die nicht so tollen einfach irgendwie mit durchgerutscht sind.

Vieles hat mit den Leuten zu tun, mit denen ich Tag für Tag im Büro hocke und von denen einige mir extrem ans Herz gewachsen sind. Und einige von denen waren ja schon vorher meine Freunde und ich sehe sie jetzt jeden Tag. Großartig! Thanks for being sooooo awesome.

Ein weiterer großer Batzen sind die Leute mit denen ich Tag für Tag über das Internet verbandelt bin. Das großartige Netz schafft es, dass auch die Freunde, die weit weg leben immer ganz nah sind und Freud und Leid mit mir teilen. Und so ganz lässt sich das ja alles nicht trennen, auch die Kollegen und die Freunde hier in Berlin gehören ja zu meinem Internet-Bekanntenkreis, dem großen flauschigen Netz, das immer da ist und mich auffängt und sich ständig vergrößert.

Und mitunter lernt man über das Netz ja auch Menschen kennen, die rein virtuell zu Freunden werden. You know who you are, danke!

Ach am Liebsten würde ich hier eine Liste mit allen diesen großartigen Menschen aufstellen, aber erstens mögen einige die Publicity nicht und zweitens könnte es sein, dass ich im Eifer des Gefechts jemanden vergesse.

Also nochmal ein ganz allgemeines Danke an alle, die dieses Jahr mit mir verbracht, bequatscht, ausgewertet und belacht haben; mit denen ich die Oscar-Verleihung durchwacht habe; mit denen ich philosophierend durch Städte gelaufen bin; die mich in ihren Wohnungen bzw. Häusern empfangen und bewirtet haben; mit denen ich großartige Konzerte erlebt habe; mit denen ich gekocht, gegessen und getanzt habe; mit denen ich Filme und Serien geschaut habe; die großartig zu mir waren, auch nachdem wir uns jahrelang nicht gesehen haben; mit denen ich gechattet, gemailt, gesmst, gemmst, geskyped und telefoniert habe; mit denen ich Texte diskutiert habe; mit denen ich Minigolf gespielt habe; mit denen ich heftige, aber nicht unsanfte Wortgefechte geführt habe; die mit mir an Gewässern gesessen haben; die mich in meiner Bubble Tea-Sucht unterstützt haben; die mir verrückte Geschenke geschenkt haben; die an mich gedacht und mich besucht haben; mit denen ich Musik gehört habe; mit denen ich von alten Zeiten geschwärmt habe; die mir das Gefühl gegeben haben, dass alles gut ist und sein wird.

Danke auch dafür, dass dieses Beziehungsende so glimpflich und mit wenig schlechten Gefühlen vonstatten gegangen ist.

Danke dafür, dass Ihr lieb zu mir seid, auch wenn ich Euch auf die Nerven gehe. Danke, dass Ihr mich in Ruhe lasst und nicht nachbohrt, wenn ich keine Lust habe, emotional zu sein. Danke, dass Ihr mir Eure Sorgen anvertraut. Danke, dass Ihr mir auch bei der 20. Krankheitsmeldung auf Facebook immernoch gute Besserung wünscht. Danke, dass Ihr in meinem Leben drin seid und bleiben werdet!

Und, nicht zu vergessen: Danke dafür, dass ich dieses Weihnachten nicht allein sein werde! Danke, Familie 🙂

Adventskalender 24.12.

Huch, is ja schnell vorbei gegangen: Christmas is in da house. Da ich noch so viele Schmankerl übrig habe, gibt es heute gleich die dreifache Ladung, ist immerhin der letzte Adventskalendertag. 🙂 A very merry Christmas! (Und Happy Birthday, Melli!!)

Billy Mack – Christmas Is All Around

The Pogues and Kirsty McColl – Fairytale Of New York

Jon Stewart and Stephen Colbert – Can I Interest You in Hannukah

The Colbert Report Mon – Thurs 11:30pm / 10:30c
A Colbert Christmas: Jon Stewart
www.colbertnation.com
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Adventskalender 23.12.

Irgendwie fehlte diesem Adventskalender bisher ein Schuss Monty Python, aber zum Glück stieß ich da gestern auf einen Song, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. One more day to go… 🙂

Eric Idle – Fuck Christmas

Adventskalender 22.12.

Weihnachten rückt immer näher, also verbreite ich heute wieder etwas besinnlichere Stimmung. Dieses Video stammt aus dem letzten Jahr, aber es macht gerade wieder die Runde in allen sozialen Netzwerken. Der wunderwunderwundertolle Herm drehte es zu Mariah Careys Hit „All I Want For Christmas Is You“. Ich gehöre ja zu den Leuten, die dieses Lied tatsächlich mögen, aber mit Herm dazu gewinnt es noch einmal ungemein. Schaut selbst:

Herm – Marry Careystmas


Marry Careystmas! from hermsfarm on Vimeo.