Man müsste mal wissenschaftlich untersuchen, ob nach dem Höhepunkt-Tag eines Urlaubs immer ein nicht so guter Tag folgt und wenn ja, ob das dann nur gefühlt so ist, oder statistisch doch irgendwie zu rechtfertigen. So im Nachhinein betrachtet war dieser Tag jedenfalls im Vergleich irgendwie lasch. Dabei fing es richtig gut an – mit einem gemütlichen Frühstück im Wohnzimmer, inklusive frisch gebackener Croissants und hausgemachter Marmelade. Danach ließen wir uns vom Sohn des Hauses noch einmal durch Hof und Garten führen und von Oregano bis Hühnerstall alles zeigen. Er schenkte uns dann einen Rosmarinzweig sowie einen Zweig eines Strauches, aus dessen Blättern man einen Tee gegen Magenbeschwerden kochen kann (Inzwischen schon zweimal probiert und durchaus lecker und bekömmlich. Leider habe ich den Namen nicht verstanden und bisher durch Googlen auch nicht herausbekommen können.)
Kategorie: Essen
Sieben Nächte, sieben Eise, Si…zilien – Nacht 4: Montaperto (Agrigento)
Nach dem Hostelfrühstück mit Cappuccino und frisch gebackenen Croissants machten wir uns auf, die zweite große Sehenswürdigkeit Siracusas zu besichtigen: Den archäologischen Park. Hier kann man durch das „Ohr des Dyonisos“ spazieren, griechische Altare und ein römisches Amphitheater sehen. Leider wurde es gerade für die sommerlichen Aufführungen griechischer Dramen hergerichtet, so dass die Bauarbeiten den antiken Charakter übertönten. So brachen wir recht schnell wieder auf gen Süden, zur barocken Stadt Noto.
Sieben Nächte, sieben Eise, Si…zilien – Nacht 3: Siracusa
Nächster Haltepunkt war Zafferana Etnea, ein kleines Örtchen in dem ein großer Anteil der italienischen Honigproduktion stattfindet. Wir steuerten also zielsicher einen Laden an, in dem man Honig und andere Produkte verkosten und kaufen konnte. Am Ende kauften wir unter anderem Kastanienhonig, Scharfgarbenhonig, Zitronenhonig, Honig mit Melone, Honig mit Erdbeeren, Honig mit Pistazien, Honig mit Haselnüssen, Honig mit Pistazien… Aber auch noch Olivenöl und Oliven, Dessertwein, Pistazienlikör, verschiedene Pestos und Kekse. Es war ein sehr guter Tag für den (sehr zu empfehlenden) Laden…
Als nächstes zog es mich nun endlich ans Meer und so fuhren wir an die Riviera dei ciclopi, die Zyklopenküste, wo einst Odysseus den Zyklopen blendete und deswegen davongejagt wurde. Wir setzten uns auf einen im Wasser liegenden Stein in Aci Trezza, mit Blick auf die Felsen, die der Zyklop Odysseus hinterhergeschmissen hatte, und aßen unsere erste sizilianische Orange. Ohne Messer. Sie lassen sich ganz einfach mit der Hand schälen, wie eine Clementine etwa, und sind unwahrscheinlich süß, aromatisch und saftig. Dazu der blaue Himmel, das blaue Meer… loosy im Glück.
Dann fuhren wir weiter zu unserem heutigen Ziel, nach Siracusa. Die Heimat von Archimedes ist heute vor allem wegen ihrer griechischen und römischen Ruinen, sowie wegen ihrer wunderschön malerischen, auf einer Insel vor der Küste gelegenen Altstadt touristisch interessant. Unser Hostel befand sich genau in der Mitte zwischen den beiden Punkten. Wir luden unsere Sachen ab und die Handy-Akkus ein wenig auf und machten uns auf den Weg auf die Isola d’Ortiga, um den Sonnenuntergang zu erleben.
Danach hatten wir (es war ja erst März) noch gute zwei Stunden Zeit bis zum Abendbrot und liefen also erst einmal kreuz und quer durch die Altstadt und begutachteten die Restaurants, die Reiseführer und Hostelrezeptionist uns empfohlen hatten. Dann hörten wir aus einem Hinterhof Jazzklänge und entdeckten eine gemütliche kleine loungige Bar, die gerade ihre Türen geöffnet hatte. Die Crew saß noch beisammen und plauderte, aber als wir ankamen wurden wir sofort freundlich begrüßt. Zeit für einen Aperitif, wir sind schließlich in Italien. Es gab einen Aperol Spritz draußen unterm Wärmepilz und gute Musik dazu. Die Küche sei montags leider geschlossen, sagte man uns. Nichtsdestotrotz tauchte der Koch nach einer Viertelstunde mit frisch gebackenem Kräuterbrot vor uns auf. Nochmal eine Viertelstunde später brachte er dann auch noch Padelle, einer palermitanischen Spezialität aus Kichererbsenmehl, die seien gerade frisch fertig geworden. Alles war heiß und lecker und wir hatten die perfekte Zeitüberbrückung bis zum Abendessen gefunden.
Hinterher machte sich der Mann im Restaurant über einen riesigen Berg an Fischspezialitäten her, während ich mit einem Teller Pasta bestens bedient war und spazierten satt und glücklich und mit einem kleinen Verdauungs-Umweg durch den idyllischen Yachthafen zurück ins Hostel.
Tagebuch-5 im April
Als der 5. beginnt, sitzen wir in einer Bar in Mitte. Um hereinzukommen, mussten wir klingeln und dann glaubhaft versichern, dass ein Freund heute hier seinen Geburtstag feiere. Erst mit Nachfragen und Diskutieren wurde uns schließlich Einlass gewährt. Gegen Mitternacht saßen wir also mit unseren Moscow Mules in der Hand an der Theke und redeten über… Arbeit. Nun ja. Da die Barhocker nicht so bequem und wir eher müde waren, machten wir uns bald auf den Weg nach Hause und versackten noch ein Weilchen auf der Couch, jede/r eine Katze auf dem Schoß. Kurz vor 2 lagen wir dann in den Federn.
Nachmittags ging der Mann mit Freunden zum Wrestling und ich machte einen Spaziergang zur Erkundung des „neuen“ Kiezes. Wir wohnen hier ja nun schon seit über vier Monaten, aber der Großteil davon war Winter oder ich war krank. Also mal ein bisschen Prenzlauer Berg-Luft schnuppern, dachte ich. Leider haben meine Füße schon nach den ersten Minuten schlapp gemacht und sich entschlossen, dass die Schuhe, die ich dabei trug in die Altkleidersammlung gehören. Wie gesagt, ich und Schuhe… Also lief ich etwas gezwungen und mit teilweise schmerzverzerrtem Gesicht nur etwa eine halbe Stunde umher, um dann noch schnell ein paar Dinge einzukaufen (vor allem Backzutaten für morgen) und die Nachbarskatze zu besuchen und zu versorgen.
Wieder zuhause bekamen unsere Miezen dann ihr Abendbrot – nachdem sie zum zweiten Mal heute einen angeschimmelten Brotkanten aus dem Biomüll gezogen hatten, um ihn zu verputzen. Als ob sie bei uns nichts zu essen kriegen würden… Danach war ich dran und machte mir einen Kartoffel-Gurken-Avocado-Salat mit Senf-Dill-Sauce. Dazu gabs eine Flasche Bionade Himbeer-Pflaume, man muss ja alles mal ausprobieren. Kann man trinken, macht aber nicht sofort glücklich. Dann verzog ich mich mit meinen blasengeplagten Füßen und den Miezen auf die Couch und schaute ein paar Folgen Orange Is The New Black. Sehr zu empfehlen. Und jetzt gehts ab ins Bett, ein spannender Samstagabend ist das!
Sieben Nächte, sieben Eise, Si…zilien – Nacht 2: Randazzo
Wir erwachten in unserem Hostel und machten uns direkt auf den Weg in die Stadt. Zwar hätte es dort Frühstück gegeben, aber wir waren uns sicher, dass es nicht so gut werden würde, wie in der nächsten Bar. Da sind wir verwöhnt von unserem Rom-Trip letztes Jahr. Wir besahen uns die Stadt also nun im Sonnenschein und bestaunten die Architektur die traditionell mit sehr viel schwarzem Lavagestein vom Ätna arbeitet.
Zunächst ging es zwischen Orangen- und Zitronenhainen (voll behangen mit Früchten) auf unserer Tour rund um den Ätna bis nach Paternò, wo wir einen kleinen Spaziergang durch die Stadt machten und bis zu einer normannischen Burg emporstiegen. Die nächste Station war dann Adrano, wo wir aber nur kurz Rast machten – wir hatten ständig das Gefühl, dass unser Weg noch so weit wäre. Tatsächlichlich waren wir den ganzen Urlaub über aber meist viel kürzer unterwegs, als wir gedacht haben. In Bronte schließlich, einer Stadt, die für ihre Pistazien bekannt ist, wollten wir ein paar Leckereien als Mitbringel für Zuhause kaufen – immerhin hatten wir extra meinen riesigen und nur halbvollen Koffer mitgeschleppt. Vielleicht lag es am Sonntag, vielleicht an der noch nicht begonnenen Touristensaison – wir haben keinen einzigen Souvenirladen oder ähnliches gefunden. Dafür hat unser liebes Navi Tommy uns auf abenteuerliche Weise durch engste Gassen geführt und wir konnten es nur mit Mühe davon überzeugen, dass eine Kopfsteinpflastergasse mit Treppenstufen nicht der richtige Weg für unser Auto sein konnte.
Als letzter Programmpunkt stand das mittelalterliche Städtchen Randazzo für diesen Tag auf dem Plan, das wir uns aber für den Montag aufhoben. Ganz in der Nähe befand sich auch unsere Unterkunft, inmitten von Lavafeldern, Olivenhainen und Mandelbäumen. Wir bezogen unser Zimmer und veranstalteten erstmal eine kleine Siesta. Danach spazierten wir ein wenig durch die Gegend, machten Fotos vom Ätna und dem gegenüberliegenden Gebirgszug, streichelten ein Pferd und aßen eine Olive vom Baum (nicht nachmachen, die sind roh wahnsinnig bitter!). Irgendwann bekam ich Hunger und die Zeit bis zum Abendbrot schien sich noch endlos zu strecken. So ging der Mann los um mit seinen kaum vorhandenen Italienischkenntnissen den Mann an der Rezeption, der so gut wie gar kein Englisch sprach nach einem kleinen Snack zu fragen. Vielleicht ein bisschen Brot mit Käse und Tomaten oder so etwas. Nach einer Weile klopfte es dann an der Tür und ich bekam den ersten Zimmerservice meines Lebens serviert:
Der „kleine Snack“ war unwahrscheinlich lecker und wir danach pappensatt. So gingen wir dann auch erst zu einer für Süditalien annehmbaren Zeit hinüber ins Restaurant und hatten dort gar nicht mehr so wahnsinnig viel Hunger. Da ich wusste, dass die Gegend für ihre Pilze bekannt ist, bestellte ich nach den Antipasti einen Pilz-Grillteller und der Mann Kalbsschnitzel mit gegrilltem Gemüse. Wir waren so vollgefuttert danach, aber ich bestellte mir trotzdem noch ein paar Erdbeeren zum Nachtisch. Man musste ja ausnutzen, dass die Erdbeersaison dort schon begonnen hatte. Danach fielen wir sehr sehr müde ins Bett.
Sieben Nächte, sieben Eise, Si…zilien – Nacht 1: Catania
Eine Woche Resturlaub bis Ende März wollte verbraten sein. Dass der überhaupt übrig war, lag an meinem ständigen Kranksein und auch jetzt war ich wieder kurz davor. Also: Verwöhnen, radikal raus, Sonne, gutes Essen, was Neues sehen. Ein Blick auf die Europakarte sagte: Sizilien.
12 von 12 im März
Heute morgen machte ich die Vorhänge auf und dachte: Läuft. Direkt mal Urlaubsstimmung.
Danach machten wir drei es uns auf der Couch gemütlich und schauten die neusten Folgen von Call The Midwife (Staffelfinale), Switched At Birth und New Girl.
Bibimbap loosy-Style
Seit ein paar Tagen hatte ich Lust auf Bibimbap, wahrscheinlich lag es an dem Post über die Abundance Bowls von Sarah, der mich irgendwie an mein Stammessen beim Koreaner um die Ecke vom Büro erinnerte.
- Basmati- und Wildreis, für bessere Authentizität (und weil ich die falsche Platte runtergedreht hatte) etwas angebackst
- Rohe Möhren, in Stiften
- Saure Gurken als Kimchi-Ersatz, längs in Scheiben geschnitten
- Salat aus frischen Gurken mit Salz, Reisessig und schwarzem Sesam
- Eine Hand voll Feldsalat
- Ein Spiegelei (von den Hühnern des Bruders des Mannes)
- Ein paar Spritzer Sriracha-Sauce
Menü für die (römischen) Götter
Am Donnerstag trafen wir uns mit Freunden zum gemeinsamen Kochen und Essen. Ich war zuständig für die Menüplanung und habe dementsprechend nur meinen persönlichen Geschmack berücksichtigt. Konnte ja keiner ahnen, dass der so gut ankommt…
Fest entschlossen, mich direkt an der Gemüsetheke im Biomarkt inspirieren zu lassen und mit meiner Chefkoch-App bewappnet, machte ich mich also auf den Weg zum Einkauf. Als erstes lachte mich ein Romanesco an. Eine kurze Rezeptsuppe führte mich zu einem „scharfen Süppchen für kalte Tage“ – perfekt! Mit Ziegenkäse kriegt man mich ja sowieso fast immer. Wir hatten übrigens keinen Pürierstab, aber auch mit dem Kartoffelstampfer zermatscht war es sehr lecker.
Und wenn ich schon einmal experimentierfreudig bin, dann gleich richtig und zwei Artischocken eingepackt. Die habe ich zwar schon einmal zubereitet, aber ich stelle ja auch gerne meine Mitschmauser vor neue Herausforderungen. Um ganz sicher zu gehen, machte ich dazu keine Sauce Béarnaise, sondern einen recht einfachen Dipp mit Saurer Sahne und Joghurt aus der Region, Senf und verschiedensten Gewürzen.
Vorsätze und Silvestermenü
1. Mehr Süßigkeiten essen (Der Schrank quillt über…)































