Menü für die (römischen) Götter

Am Donnerstag trafen wir uns mit Freunden zum gemeinsamen Kochen und Essen. Ich war zuständig für die Menüplanung und habe dementsprechend nur meinen persönlichen Geschmack berücksichtigt. Konnte ja keiner ahnen, dass der so gut ankommt…


Seit ich zu Weihnachten Die Sehnsucht im Herzen der Artischocke von Evelyne Bloch-Dano geschenkt bekommen und sofort durchgelesen hatte, spukte mir die Artischocke im Kopf herum, ebenso wie der Vorsatz, mich Gemüsesorten zu widmen, die ich bisher nicht so oft gegessen habe, bzw. auch Altbekanntes neu zu verwursten (mal sehen, was ich mit dem Rotkohl im Kühlschrank mache…)

Fest entschlossen, mich direkt an der Gemüsetheke im Biomarkt inspirieren zu lassen und mit meiner Chefkoch-App bewappnet, machte ich mich also auf den Weg zum Einkauf. Als erstes lachte mich ein Romanesco an. Eine kurze Rezeptsuppe führte mich zu einem “scharfen Süppchen für kalte Tage” – perfekt! Mit Ziegenkäse kriegt man mich ja sowieso fast immer. Wir hatten übrigens keinen Pürierstab, aber auch mit dem Kartoffelstampfer zermatscht war es sehr lecker.



Und wenn ich schon einmal experimentierfreudig bin, dann gleich richtig und zwei Artischocken eingepackt. Die habe ich zwar schon einmal zubereitet, aber ich stelle ja auch gerne meine Mitschmauser vor neue Herausforderungen. Um ganz sicher zu gehen, machte ich dazu keine Sauce Béarnaise, sondern einen recht einfachen Dipp mit Saurer Sahne und Joghurt aus der Region, Senf und verschiedensten Gewürzen.



Das Beste kommt zum Schluss…


Als Beilage gabs dann noch ein Dinkelbaguette mit Ingwer-Koriander-Hummus (fertig gekauft) und Tomaten.



Den Nachtisch bildete eine abgewandelte Version des Ambrosia, dass ich zwei Tage vorher bei Luisa entdeckt habe. Davon habe ich leider kein Foto gemacht, aber es sah ein wenig so aus, wie bei ihr – nur ohne Kumquats und Ananas, die gab es gerade nicht. War trotzdem sehr lecker und kam komplett ohne Zucker aus.

Das komplette Essen fand sehr viel Anklang und wird so oder ähnlich bestimmt wieder gekocht. Dass sowohl Romanesco als auch Artischocke irgendwie “römisch” sind (auch Ambrosia hat ja was mit der Antike zu tun) und zudem beide nach Fibonacci-Zahlen aufgebaut sind, viel mir erst im Laufe des Essens auf. Hab ich wohl mal wieder unterbewusst was richtig gemacht. Die beiden Gemüse harmonieren übrigens perfekt – muss mir mal Gedanken machen, was geschmacklich noch so in diese Reihe passen könnte – der Hummus war schonmal nicht schlecht.

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