Torte, Trip und 1000 Fragen

Heute wurde im Büro endlich wieder meditiert – mit der Morgenmeditation (auch das erste Mal seit einiger Zeit) habe ich das dann heute also sogar zweimal gemacht. Morgens war relativ unspektakulär, aber mittags im Büro war ein ganz schöner Trip – mit Hin- und Herschalten zwischen zwei Bewusstseinsebenen und obwohl ich erst sehr skeptisch war, hat es tatsächlich funktioniert. Ich glaube, das verfolge ich mal weiter. Möglicherweise hat aber auch die Torte geholfen, die es vorher gab und die auch irgendwie übersinnlich gut war 😉

Anyway, viel mehr gibt es nicht zu erzählen, deswegen noch die nächsten der 1000 Fragen.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

391. Bei welchem Song drehst du im Auto das Radio lauter?

Immer dann, wenn mal was gutes läuft – wenn man in Deutschland Auto fährt und dabei Radio hört, passiert das ja nicht besonders oft (in Italien übrigens auch nicht). Allerdings fahre ich auch nur selten Auto (wenn eh nur passiv) und dann gibt es meist Musik aus der Konserve – natürlich laut und zum Mitsingen.

 

392. Wann hast du zuletzt enorm viel Spass gehabt?

Enorm viel? Hmmm… Auf der Twitter-Lesung auf der re:publica.

 

393. Ist dein Partner auch dein bester Freund oder deine beste Freundin?

Hab keinen.

 

394. Welchen Akzent findest du charmant?

Niederländisch und Isländisch fallen mir da zuerst ein. Klingen auch bisschen ähnlich.

 

395. In welchen Momenten des Lebens scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen?

Auf selbst geplanten Parties. Man freut sich wochenlang, bereitet tagelang vor, wartet stundenlang, bis es wirklich losgeht und ist dann total überrascht, wenn es gefühlt nach Minuten schon wieder vorbei ist.

 

396. Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?

Ich hab mir vorhin nen Haargummi reingetan 😉 Ich glaube irgendwann 2004 oder so wurde mir das letzte Mal so etwas wie eine Frisur verpasst. Seitdem wachsen die Haare einfach vor sich hin und durchschnittlich alle 5 Jahre kommen die Spitzen ab.

 

397. Ist an der Redensart „Aus den Augen, aus dem Sinn“ etwas dran?

Ja. Positiv gesehen funktioniert das tatsächlich, auch wenn es bei manchen Menschen etwas länger braucht, bis sich die Gefühlslage nach dem Sehen wieder beruhigt hat. Negativ gesehen natürlich auch.

 

398. Wie nimmst du Tempo aus deinem Alltag?

Im Internet festlesen, Katzen kuscheln, in die Badewanne steigen, an ereignislosen Abenden einfach mal früh ins Bett gehen… Sowas halt.

 

399. Machst du jeden Tag etwas Neues?

Jeden Tag wohl nicht, aber doch sehr häufig und oft auch bewusst.

 

400. Bei welchen Gelegenheiten stellst du dich taub?

Bei Fragen nach Gelegenheiten, bei denen ich mich taub stelle. War was?

1000 Fragen an Papas Geburtstag

Papa hat Geburtstag, ich muss feiern statt zu bloggen. Deswegen wieder 1000 Fragen.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

341. Worüber kannst du dich immer wieder aufregen?

Das merkwürdig rücksichtslose Verhalten anderer Mitfahrenden im öffentlichen Personennahverkehr. Vor freien Sitzplätzen rumstehen, ein- oder aussteigen und erstmal stehenbleiben… Sowas halt.
342. Kann jede Beziehung gerettet werden?

Nein.
343. Mit welchem Körperteil bist du total zufrieden?

Ich find meine Finger ziemlich gut.
344. Womit hältst du dein Leben spannend?

Das ist von ganz alleine spannend, da muss ich selbst gar nicht viel tun. Wenns allzu langweilig wird, dann suche ich mir neuen Input (Musik, Reisen, Essen, Bücher, Veranstaltungen…)
345. Kannst du unter Druck gute Leistungen er bringen?

Sogar mitunter besser als ohne.
346. Welche Lebensphase hast du als besonders angenehm empfunden?

Die Unizeit, wer nicht? Wenig Stress und Verpflichtungen, jede Menge Freiheit und Input, viel Zeit mit Freund*innen… und das Meer quasi vor der Haustür.
347. Findest du andere Menschen genauso wertvoll wie dich selbst?

Vom humanistischen Ansatz her und aus juristischer Sicht natürlich ja. Aber insgeheim gibt es schon ein paar Exemplare, die ich persönlich für weniger wertvoll halte.
348. Hast du immer eine Wahl?

Philosophisch gesehen ja, lebenspraktisch gesehen bleiben einige Türen wohl für immer verschlossen.
349. Welche Jahreszeit magst du am liebsten?

Mitte April bis Mitte September. Den Rest könnte man ruhig auf 1-2 Monate zusammenschrumpfen.
350. Wie würdest du heißen, wenn du deinen Namen selbst hättest aussuchen dürfen?

Kommt drauf an, wann ich das hätte aussuchen dürfen. Irgendwas nicht ganz alltägliches, aber trotzdem einfaches und mit maximal drei Silben. Ein bisschen habe ich mir ja Loosy ausgesucht… Das passt ganz gut auf die Kriterien.

1000 Fragen vor dem Tanzen

Ein voll gepackter Tag in Rostock, mit Familie, Freunden, Sonne, Wasser… Und gleich gehts zum Tanzen. Deswegen habe ich auch heute wieder keine Zeit zum Bloggen und serviere stattdessen die nächsten der 1000 Fragen.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

311. Welche Dinge stehen noch auf deiner To-do-Liste?

Auf der kurzfristigen To-Do-Liste stehen jede Menge organisatorische Dinge, aber ich vermute, dass es hier eher um eine mittel- bis langfristige Liste geht, eher so Richtung Bucket List? In dem Fall habe ich keine Antwort, im Moment ist in der Zukunft alles verschwommen, wie in einem Traum, wenn man versucht, etwas zu lesen, dessen Inhalt man nicht kennt. Ich möchte da auch im Moment gar nicht weiter drauf rumgrübeln, sondern lieber im Hier und Jetzt leben. Vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben.

 

312. Hegst du oft Zweifel?

Das kommt schon ab und an vor, aber meistens ignoriere ich diese Zweifel dann und mach’s trotzdem.

 

313. Womit bist du unzufrieden?

Oh mit einigem, von den großen weltpolitischen Problemen bis zu den kleinen zwischenmenschlichen und natürlich auch einigem an mir selbst. Hält mich aber nicht davon ab, eine positive und optimistische Grundeinstellung zum Leben zu haben.

 

314. Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?

Meistens sowas wie “Endlich ist die Wartezeit vorbei.” oder “Puh, gut dass ich das noch geschafft habe.” Also eher logistisches, bezogen auf die Stresssituation, die Reisen mitunter bedeutet. Manchmal ist da auch ein schlechtes Gewissen, wenn ich aus Zeitgründen fliege, statt den Zug zu nehmen oder zwei Flüge nehme, weil das Buchungstool auf Arbeit mir keinen Direktflug geben möchte. Wenn ich von der Reisesituation nicht so gestresst bin und der Flug privat ist, dann ist da meist auch Vorfreude – auf das Lesen, Filme gucken, chillen und irgendwann an einem aufregenden Ort ankommen.

 

315. Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?

Nicht grundsätzlich, aber in manchen Situationen hat das schon gut gepasst und weitergeholfen.

 

316. Bist du schon mal schikaniert worden?

Zu Schulzeiten ist das mitunter vorgekommen, ja.

 

317. Wie spontan bist du?

Im Normalfall plane ich gerne ein bisschen vor – wenigstens die Grundzüge einer Reise oder die nächsten 2-3 Tage. Ich kann dann aber auch Pläne über den Haufen werfen und Dinge ganz anders machen. Und es gibt durchaus auch Situationen, in denen ich komplett spontan und impulsiv bin.

 

318. Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?

Ja.

 

319. In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?

Keine, die ich öffentlich diskutieren wollen würde – und ich bin zu faul, mir eine harmlose Episode aus längst vergessenen Zeiten rauszusuchen 😉

 

320. Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?

Man müsste bei unseren Eltern nochmal die genauen Details erfragen, denn wir wuchsen an verschiedenen Orten auf. Aber die beste Freundin ist jetzt 35, also ungefähr so lange.

Von neuen Betten und alten Träumen

Ich habe sogar bis um 6 geschlafen, in der ersten Nacht im neuen Bett. Das klingt nicht lange, aber erstens schlafe ich ja sonst gerade nur bis 5 und zweitens war ich schon halb 11 im Bett und habe geschlafen. Voll gut also. Und da ja ab morgen Abend erstmal Ostern ist und ich unterwegs sein und länger aufbleiben werde, verschiebt sich mein Schlaffenster hoffentlich auch wieder in humanere Gefilde… Sehr toll war übrigens auch, dass ich genau in der Mitte des 1,60 m breiten Betts aufgewacht bin und nicht auf nur einer Seite. Das Bett sieht ja eh wie die riesige Version eines Einzelbetts aus und ich gedenke, es für lange Zeit genau als solches zu nutzen. Dann genau in der Mitte zu liegen fühlt sich unglaublich luxuriös und irgendwie empowernd an. Yay!

Ansonsten war der Tag heute mental deutlich weniger aufreibend als der gestrige und die Wogen haben sich wieder geglättet. Dafür war es aber auf Arbeit relativ stressig und ohne all das zusätzliche Adrenalin von gestern bin ich heute einfach nur noch müde. Deswegen geht es jetzt nach begeistertem Lesen des Bärenbuchs – das einige Fragen beantwortet und viele neue aufgeworfen hat – und einem ausführlichen Schwumm in der Badewanne einfach ins Bett – Akkus aufladen!

PS: Als ich heute im Büro erzählte, dass ich über Ostern in Rostock bin, wurde ich gefragt ob ich dort eigentlich noch eine Wohnung habe. Ja, manchmal fühlt es sich wirklich so an und ich träume auch nach 11 Jahren in Berlin immer wieder davon, dass es da ja noch diese Wohnung in Rostock gibt. Übrigens eine, in der ich nie gelebt habe – eine kleine 1-Zimmer-Wohnung irgendwo zwischen Dobi, Lindenpark und Schröderplatz und mit hellgrün gestrichenen Wänden, in der ich im Traum normalerweise meine Wochenenden verbringe. Verrückte Sache das. Zum Glück gibt es viele Wohnungen in Rostock, in denen ich immer wieder willkommen bin, sonst müsste ich anfangen, Lotto zu spielen… (Und gewönne ich, hätte ich natürlich eine Wohnung viel näher am Törtchenlokal, manchmal verstehe ich mein Traum-Ich nicht!)

Über Betten und Spiegel und Lösungen

Heute war schon wieder so ein produktiver Tag. Es galt, neben den normalen samstäglichen Verpflichtungen wie Wäsche waschen, Geschirrspüler laufen lassen und leeren und Müll runterbringen auch, dem Kater sein Schmerzmittel zu verabreichen, meine Schlafstatt der letzten Tage zusammenzuräumen und ein Zimmer weiter zu bugsieren (die Matratze muss sich 72 Stunden ausdehnen, deswegen schlafe ich weiter auf dem Sofa – allerdings jetzt dann im Wohnzimmer) und dann mein neues Bett aufzubauen.

Bei den letzten beiden Programmpunkten halfen mir Mama und Bruder und von der Koordination der Uhrzeit über das Verteilen und Durchführen der Arbeitsschritte bis hin zum fertigen Bett war ich gereizt. Eigentlich lieg alles wie am Schnürchen, aber ich war ungeduldig, gestresst und im Kopf immer schon drei Schritte weiter. Heraus kam der eine oder andere ungewollt scharfe Ton und der hielt mir dann gleich mal den Spiegel vor. Genau das, was ich mitunter so schlimm finde und an anderen kritisiere, habe ich selbst gemacht. Ekelig. Tut mir leid!

Ich weiß aber auch, was und warum mich so gestresst hat und am Ende war das alles gar nicht nötig – ich habe nämlich gut alles geschafft und hatte dann noch über eine Stunde Couchzeit, bis ich zu meinem Abendtermin losmusste. Alles easy. Eigentlich. Muss ich mir fürs nächste Mal merken.

Apropos fürs nächste Mal merken: Wenn man eine milchige Lösung in den Kater bekommen will, ist es eine gute Idee, sie in einer anderen milchigen Lösung (aka Milch) zu verstecken. Gut, dass ich ausnahmsweise welche da hatte!

#12v12 im April 2019

An jedem 12. machen Blogger*innen zwölf Fotos von ihrem Alltag. Die anderen gibt es drüben bei Caro, meine sind hier:

Puh, war das ein Tag. Selten war ein 12. so prädestiniert dafür, vertagebuchbloggt zu werden. Und selten habe ich mich vor einem Tag im Homeoffice so ob der Logistik gestresst. Am Ende ist dann allerdings fast alles gut gegangen und jetzt bin ich extrem erleichtert, rechtschaffen müde und sowas von bereit fürs Wochenende…

Der Tag begann mit einem Zahnarzttermin für Nimbin, dem Zahnstein entfernt und ein kleiner Zahn gezogen werden musste. So gesehen begann der Tag schon gestern Abend, denn vor der Narkose durfte er 12 Stunden lang nichts essen. Das bedeutete auch für Noosa und mich mitfasten, und zwar ab 21 Uhr. Morgens war ich dann etwas nervös, was die Katzen zum ausbleibenden Frühstück sagen würden – zum Glück war der Termin schon um 9.

Nachdem mich Nimbin gegen halb 7 geweckt hatte, tat ich ganz lange so, als würde ich noch weiterschlafen, um zu suggerieren es sei noch gar nicht Frühstückszeit.

 

Als dann auch mein tatsächlicher Wecker geklingelt hatte und die Blase drückte, musste ich zwangsläufig aufstehen, lenkte Nimbin aber mit einer Fensterrentner-Session ab, das liebt er.

 

Dann verklickerte ich ihm, dass er heute zum Zahnarzt muss – der Blick spricht Bände!

 

Die Transportkiste wurde mit Kuscheldecke und Katzeninze präpariert und während ich versuchte, Nimbin willenlos zu streicheln, wurde Noosa zwischenzeitlich sehr neugierig.

 

Dann ging alles sehr schnell, Kater in die Box, Box in die Tram, ab zum Tierarzt.

 

Wieder zuhause fragt Noosa aufgebracht, wo ich denn ihren Bruder gelassen hätte.

 

Ich fahre den Arbeitslaptop hoch und setze mich ins Schaukelstuhl-Office, bis es Zeit wird, Nimbin wieder abzuholen. Auf dem Heimweg passiert mein Alptraum: Die Transportkiste geht kaputt und knallt auf den Boden. Oben und an der Seite liegen die Türen jetzt locker auf und lassen sich nicht mehr verschließen. Zum Glück ist Nimbin noch so benommen und ängstlich, dass er sich nicht unter seiner Kuscheldecke hervorwagt und ich ihn sicher nach Hause bringen kann. Die Box ist jedoch hin und bis zur Kontrolle in zwei Wochen muss ich Ersatz besorgen. Außerdem bekommt der kleine Racker jetzt morgens ein paar Tage Schmerzmittel.

 

Ich arbeite weiter, bis es klingelt. Erst wird mein neuer Kühlschrank geliefert…

 

…und zwei Stunden später dann mein neues Bett, dass morgen noch mit vereinten Kräften zusammengebaut wird.

 

Nach Feierabend gehe ich noch kurz etwas einkaufen, so ein Kühlschrank will ja auch gefüllt werden, und dann gibt es Abendbrot: Warmes Naan aus dem Ofen mit Avocado und Tomaten. Hinterher wird noch ein wenig geräumt – der Hase und einer seiner zukünftigen Mitbewohner sind da, um schon mal einen kleinen Teil des Auszugs anzugehen.

 

Später am Abend ist der neue Kühlschrank einsatzbereit und wird von mir bestückt. Der vom Hasen darf jetzt abtauen und in zwei Wochen dann ausziehen in sein neues Quartier.

 

Und jetzt geht es in die wohlverdiente Badewanne und danach für eine letzte Nacht ins provisorische Sofa-Bett!

London-Bemerknisse

Anfang der Woche weilte ich, wie bereits bekannt, aus beruflichen Gründen für drei Tage in London. Der Großteil der Zeit war vollgepackt mit kleinen und großen Meetings mit Kolleg*innen aus Deutschland, Polen, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Italien, Kroatien, Irland, Mexiko, Indien, den USA und natürlich Großbritannien – über diverse Hierarchieebenen hinweg bis eine Stufe unter dem CEO unseres international agierenden, börsennotierten Unternehmens. Verkehrssprache war Englisch, mit kürzeren Ausflügen ins Französische, Italienische, Niederländische und natürlich ins Deutsche. Zwischendurch schwirrte mir also ganz schön der Kopf, auch gesamtsituationsbedingt natürlich.

Trotzdem habe ich es auch noch geschafft, an diesen drei Tagen meine beiden Londoner Must-haves unterzubringen: Einen Besuch beim Stamminder und ein Großeinkauf der besten Kekse der Welt.

Den Stamminder habe ich 2008 entdeckt, als ich mit Freund*innen im Sommer einen Roadtrip durch Südengland machte. Eine in England lebende Bekannte mit indischen Wurzeln hatte mir die Drummond Street als Adresse für authentische indische Küche empfohlen und als wir dort hindurch spazierten, war es der Name Ravi Shankar, der mir natürlich sofort ins Auge sprang und mich zum Hineingehen verführte. Es war wirklich sehr lecker und so kehrte ich dann auch 2012, als ich das nächste Mal in London war (übrigens kurz nachdem der Hase und ich zusammengekommen waren, Ironie des Schicksals), gleich zweimal wieder dort ein. Und eben jetzt am Montag. Es war wieder großartig!

Die Kekse hingegen kenne ich bereits seit über 20 Jahren (aua, jetzt fühle ich mich alt), seit meiner ersten Sprachreise 1998. Damals entdeckte ich den Laden in den Lanes in Brighton und weil ich mich nicht entscheiden konnte, bestellte ich einfach einen (oder zwei?) von jeder Sorte – für sehr sehr viele Pfund, vor allem für mein 15-jähriges Ich. Seit damals sind diese weichen, köstlich gewürzten und mit raffinierten Toppings versehenen Cookies mein Gold Standard, was Kekse angeht. 1999 und 2000 war ich wieder dort und kaufte wieder. Und dann natürlich auch 2008 und 2012. In den letzten Jahren brachte mir mein Bruder regelmäßig die Kekse mit, wenn er aus England zu Besuch kam – mir fällt gerade ein, dass wir bei unserem letzten England-Besuch 2016 gar keine essen konnten, weil unsere Reiseroute zu weit ab von jeglichen Filialen lag. Aber da hatten wir ja schon die regelmäßige Quelle aufgetan. Diese Woche jedenfalls habe ich mich selbst wieder mit den Keksen versorgt – und auch schon mit einigen ausgewählten Menschen geteilt.

Ansonsten fand ich an London noch spannend, dass es immer noch sehr viel internationaler ist, als Berlin – obwohl Berlin in den letzten Jahren schon deutlich aufgeholt hat. Das Büro ist sowieso international, die U-Bahnen sind voll mit Menschen, denen man den Migrationshintergrund auf den ersten Blick ansieht und in der Gastronomie abseits des Stamminders dominierten Servicekräfte aus östlichen EU-Ländern. Angesichts all dessen wirkt diese ganze Brexit-Scheiße noch viel absurder und beängstigender als sonst schon.

Das zweite Spannende: Ich habe absolut null Bargeld benötigt. Überall konnte man kontaktlos mit der Kreditkarte bezahlen – im Supermarkt, im Keksladen, im Restaurant, an der Pub-Theke… sogar beim Bahnfahren fiel dadurch der lästige Ticketkauf komplett aus – einfach Kreditkarte an die Sensoren halten, die sonst für die Monatskarten da sind und fertig. Ist sogar deutlich günstiger, als die normalen Tickets, zumindest bei mehreren Fahrten am Tag.

So fühlt sich also diese “Zukunft” an. Berlin, Du hast noch viel aufzuholen. Aber wenigstens bleibst Du in der EU!