Bloggerei

Wie neulich bereits angekündigt, habe ich meine Blogroll ein wenig erweitert und möchte Euch jetzt einmal ein paar der Blogs, nämlich die, deren Betreiber ich persönlich kenne/mal getroffen habe und die (noch) nicht auf der großen Blogbühne stehen, ans Herz legen.

Neu dabei sind:

  • Die Chaosmarie, mit der man im „wirklichen Leben“ zum Beispiel wunderbar die Oscars gucken und über schräge Witze lachen kann
  • Filmwhores… Filmkritik mal von einer anderen Seite angegangen, auch wenn nicht gerade Oscars sind. Chapeau fürs Konzept!
  • Liebe Grüße aus der DDR schickt Vivi. Hier geht es um den Alltag in diesem inzwischen so fernen Land, nicht verklärend aber auch nicht verteufelnd. Dazu noch sehr gut geschrieben, wäre ein heißer Kandidat für die Verlage, die derzeit ja scheinbar Blogs als neue Bücherquelle entdeckt haben!
  • Text, Mags, Rock’n’Roll von rocknroulette – es geht um Musik und Literatur, also neben dem Essen die beiden wichtigsten Lebensmittel
Und schon etwas länger verlinkt, aber natürlich weiterhin empfehlenswert:
  • ameliese kocht. Und hört dabei Musik, unter anderem.
  • Bread Story. Thea verbloggt Ihr deutsch-indisches Leben, derzeit in Burlington, Vermont, der Heimat von Ben & Jerry’s. Nebenbei ist sie auch noch handwerklich kreativ, zu sehen im Teodeco-Blog.
  • copper, boom! – Gilmoristen erkennen die Anspielung. Bei fiann geht es speziell um Feminismus, von einer Gender Studies-Fachfrau, aber so geschrieben, dass es auch du und ich verstehen.
  • miescha ist Herzblutjournalist, Anglist, Papa, Vorpommeraner (schreibt man das so?) und lebt und wirkt in Rostock
  • Die Herrschaft der Antipoden. Alle paar Tage ein bisschen Literatur vom manischen Schreiberling
  • fabieblog Queer*feminismus, Serien, Schokolade, Käääääääääse und Europapolitik irgendwo zwischen Deutschland und Frankreich
  • Frisch verMuTZt gehts zu in Dresden, zwischen Stadtrundgängen, Kultur und Lokalkolorit
  • Noise Marmitako. Marmitako ist ein baskischer Eintopf. Igor kommt aus dem spanischen Baskenland und studiert in London Musik. Irgendwann gewinnt er den Grammy und dann stellt er mir Jack White vor.
  • Sehnenreizung holt sich Chris beim Sport. Ansonsten ist er aber ganz in Ordnung.
  • I lost my panties in the moshpit! ist meine Anlaufstelle, wenn ich mal wieder das Gefühl habe, von aktueller Musik zu wenig mitzubekommen.
  • Guter Geist und schlechtes Gewissen – Ich hoffe immernoch, dass Matze mal wieder was meint, ob nun aus seinem Roman oder zum politischen Tagesgeschehen
  • Stahl – und andere Härtefälle – nach Schmiedearbeiten in Australien machte sich Ralf auf seinem Motorrad auf den langen Weg zurück nach Deutschland – derzeit ist er in Malaysia.
  • Trimaris schließlich ist der Blog meiner Eltern – es geht um einsame Landschaften, indigene Völker, Klima, Geschichte und den hohen Norden
Zum Schluss noch drei Blogs mit Bildern, Bilder gehen ja immer:
  • Andreas Chudowski Fotografie mit spannenden Fotoobjekten, die ihn um die ganze Welt führen
  • vierlagig fotografiert mit wachsender Professionalität, aber soweit ich weiß noch nicht, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Nichtsdestotrotz natürlich absolut sehenswert!
  • Ju’s Cats müssen sein, denn was wäre das Internet ohne Katzenbilder

Was geht

Ich gucke gerade die re:publica-Session der Iron Blogger und denke mir: Scheiß drauf, hauptsache Content. Also lass ich Euch mal teilhaben an den Dingen, die mir grad so durch den Kopf oder den Kalender gingen und gehen.

Heute ist Männertag und ich bin männerlos, denn der Mann* ist ein Dorfkind und daher tief involviert in den Ritualen und Bräuchen, die so ein echtes Dorfleben mit sich bringt (anders als ich, ich komme nicht vom Dorf, sondern aus dem Wald). Deswegen ist er bereits in der Heimat und tut heut dort die Dinge, die ein Mann* so tun muss, am Männertag.

Ich hingegen konnte gestern endlich einen weiteren Teil meines Geburtstagsgeschenksgutscheins vom letzten Jahr einlösen. Ich bekam damals einen perfekten Tag von einer guten Freundin: Ein Frühstück, eine Runde Shoppen, ein erholsames Bad, einen Film und einmal Weggehen. Da wir beide zu den Menschen gehören, die mit ihrer Beliebtheit zu kämpfen haben und daher nienicht Zeit für irgendetwas haben, haben wir diesen Tag aufgeteilt. Das Baden habe ich schon lange erledigt, ich glaube direkt nach meinem Geburtstag im Juni. Im Juli waren wir im Kino. Den Termin für Frühstück und Shoppen haben wir inzwischen auf eine Woche vor meinem diesjährigen Geburtstag gelegt und das Weggehen, das war gestern.

Wie früher trafen wir uns abends, kochten was schönes, guckten uns einen Film an und rafften uns dann von der Couch auf, um noch einen Club unsicher zu machen. Anders als vor 10 Jahren, als wir damit anfingen, waren wir allerdings vorher den ganzen Tag arbeiten und dementsprechend müde. Trotzdem kann ich stolz mitteilen, dass wir es geschafft haben und tatsächlich losgegangen sind. Ins Magnet. Man muss ja, nur weil man in Berlin lebt, nicht seinen Musikgeschmack über den Haufen werfen und nur noch Elektro hören. Und da es uns hauptsächlich um die Musik und das Tanzen ging, ist das Durchschnittsalter der Club-Mitbetanzer uns relativ schnuppe.

Wir machten es also wie früher und enterten die Tanzfläche sofort nach dem Eintreffen im Club, hangelten uns mit einem Mädchen*bier und einer Cola durch den Abend und tanzten uns die Seele aus dem Leib. Netterweise kam uns der DJ mit seiner Musikauswahl dabei auch sehr entgegen und lieferte mit einer Mischung die von den Strokes und Mumford and Sons über We Are Scientists, Franz Ferdinand, Bloc Party, QOTSA, Placebo und Kraftclub bis zu The Cure und den Undertones reichte, den perfekten Soundtrack. Ausreichend angefüllt mit nostalgischen Momenten, Headbang-Exzessen und purer Euphorie. Das perfekte Workout übrigens, sag ich immer wieder. Wer braucht schon Fitness-Studios. Jetzt weiß ich auch wieder, warum ich früher so fit und irgendwie dünner war – mindestens 1x die Woche Superduperhammertanz-Workout. Go hard or go home sozusagen.

Anders als früher verließen wir den Club schon gegen 3, denn leichtsinnigerweise hatten wir unseren schönen Feiertag spontan noch mit vormittäglichen Aktivitäten gefüllt. Das Beliebtheitsproblem, ich sprach bereits darüber. Dementsprechend traf ich mich dann heute morgen bereits um 11 zu einer wundervollen, dreistündigen Frühstücksrunde und liege jetzt völlig entkräftet auf meiner Couch und tue das, was Frauen* so tun, wenn ihre Männer* Männer sind: Ich schau mir an, was ich auf der re:publica alles verpasst habe.

Tagebuch-5

Heute findet das erste Mal Tagebuch-5 statt, das Tagebuchbloggen am jeweils 5. eines Monats. Im Interesse meiner Blogmotivation und als Ausrede, um meine Leser mit Banalitäten aus meinem Alltag zu quälen bin ich direkt zum Start mit dabei, ich alte Early Adopterin. Eine Liste der teilnehmenden Blogs findet sich beim kl. Brüllen.

Der Wecker des Mannes klingelt viel zu früh. Er möchte heute früher los und außerdem wie jeden Morgen die Sportnachrichten im Morgenmagazin sehen. Nachdem ich mich ein wenig herumgewälzt habe und meine ersten verschlafenen Blicke ins Internet geworfen habe, zwingt mich die Blase zu einem kurzen Trip ins Bad. Dabei sehe ich den Mann selig auf der Couch schlummern.

Man hat mir eine Infografik zu den Filtern auf Instagram geschickt, leider finde ich meine eigene Filternutzung nicht unter den verschiedenen Nutzertypen – ich verwende oft keinen Filter, aber meistens nicht aus Faulheit, sondern weil die Bilder auch so gut aussehen bzw. ich sie nicht farblich verfälschen möchte. Wenn ich einen Filter verwende, ist es oft Sierra oder Valencia, kann aber auch was ganz anderes sein. Jedenfalls immer je nach Motiv und nie aus Prinzip.

Rege mich auf Facebook über die immernoch (wenn auch nicht mehr staatlich) vorgenommene Rassentrennung in Rochelle, Georgia, auf, wo die Schulbehörde gemeinsam mit Eltern und Lobbyisten dafür sorgt, dass es getrennte Proms für Schwarze und weiße gibt. Der Link stammt von meiner ehemaligen Mitbewohnerin M., die in Georgia promoviert.

Während dann um 8:30 mein Wecker klingelt, befinde ich mich bereits auf der Tour durch meinen Feedreader und der Mann schaut rein, um sich auf dem Weg zur Arbeit zu verabschieden. Doch noch rechtzeitig, trotz ausgiebigem Boxenstopp im Traumland.

Kurz vor 9 bin ich mit dem Feedreader durch und entscheide mich ausnahmsweise vernünftig zu sein und nicht „nur ganz schnell“ noch die gestrige Folge Big Bang Theory zu schauen. Stattdessen besorge ich für eine Freundin, die ihre Kreditkarte verlegt hat, noch ein Ticket für die Stones im Hyde Park im Juli. Spannende Sache, da sie sehr schnell weggehen. Auf Facebook bricht schon Panik aus, als der Access Code nicht um Punkt 9 zur Verfügung steht. Ich überlege kurz, mir auch ein Ticket zu holen, denke dann aber an die Flugkosten und meine weiteren Reisepläne in diesem Jahr und entscheide mich dagegen. Schon zum zweiten Mal heute vernünftig gewesen. (Hoffentlich spielen sie auch noch in Deutschland!). Nach 5 Minuten sind die Tickets ausverkauft.

Um 9:40 verlasse ich die Wohnung, lege die Fußmatte, die jeden Freitag vom Reinigungspersonal beiseite gepackt wird, wieder vor die Tür und laufe zur U-Bahn – vorbei an den Dixi-Klos und Absperrungen, die für den Halbmarathon am Wochenende bereit stehen.

Es schneit.

Der Akkordeon-Spieler am Alex hat sich heut morgen für den Hummelflug entschieden. Passt zu meiner Eile, der Amelie-Waltzer hätte meinem Adrenalinspiegel heute besser getan.

Ich lese in dem E-Book, dass ich gestern neu begonnen habe: Could you but find it von Robert Cilley, dem Mann der FlyLady.

Um 10:05 betrete ich leicht verspätet das Gebäude, zwei Minuten später sitze ich an meinem Platz im 5. Stock und gleich liegt die erste Aufgabe vor mir: Eine dringende Änderung in einem Newsletter, der am Sonntag an über 4 Millionen User rausgeht.

Dann richte ich mir meinen Arbeitsplatz für den Tag ein. Auf dem linken Bildschirm läuft die Kommunikation – Outlook, ein Browser für Facebook, Twitter, GMail und alles, was Nicht-Arbeit ist sowie Skype. Kaum habe ich mich angemeldet erreichen mich ein Link vom Mann zum Uluru mit dem Hinweis, dass er Fernweh hat (ich beruhige ihn mit unserem Rom-Trip in wenigen Wochen) und ein GIF von einem Kollegen:

Auf dem rechten Bildschirm befindet sich die „reine Arbeit“ – der Browser mit den verschiedenen Tools, die ich zur Arbeit brauche und Word.

Zum Frühstück gibt es Smacks, Bananen und Kirschjoghurt. Der Joghurt ist vom letzten Redaktionsbrunch übrig, den Rest stellt die Firma den Mitarbeitern. Ich mache mir eine Thermoskanne voll heißem Wasser und baue mir den ersten Tee mit Saft des Tages: Alnatura Glückstee mit Kakaoschalen, Rooibos und Vanille und ein Schuss Birnensaft. Jetzt kann es losgehen.

Momentan brennt nichts an, ich kann mich also Sonderaufgaben widmen, wie der Übersetzung eines Textes für unsere Mobile App und das Testen eines neuen Prozesses, dass hoffentlich bald die Arbeit zweier Abteilungen um einiges erleichtern wird.

(Die Kollegen aus der spanischen Redaktion scheinen auch viel zu Spaß zu haben und schicken uns einen schönen Tumblr.)

Kurzer Zwischenstopp zum Geburtstagskuchen in der 4. Etage im Legal Team. Der Kollege (und ehemalige Mitbewohner vom Mann) wird 30. So sieht es in seinem Büro aus.

Mittags geht es mit Herrn Sehnenreizung für einen Salat zum Little Green Rabbit. Auf dem Rückweg nehme ich noch was Süßes beim Bäcker mit und schaue beim Mann vorbei, der gerade mit diversen Kollegen einer spanischen Mitarbeiterin zum Geburtstag gratuliert. Sie hat Kuchen mitgebracht und Brot mit Serrano-Schinken.

Es ist der letzte Arbeitstag einer lieben Kollegin, die mehr als drei Jahre hier war. Länger als ich selbst und damit definitiv zum Urgestein gehörend. Das macht es besonders traurig, denn es fehlen inzwischen so viele tolle Menschen, die früher selbstverständlich dazugehörten. Natürlich kommen auch immer wieder neue hinzu, aber die kennen eben einfach unsere Anfangsmonate nicht, in denen unzählige Abend- und Wochenendstunden auf engstem Raum uns aneinandergeschweißt haben – sowohl im wörtlichen, als auch im übertragenen Sinne. In einem Gebäude mit rund 800 Mitarbeitern freut man sich jedes Mal, wenn man eines dieser altbekannten Gesichter sieht.

Nach einer ausgiebigen Verabschiedungsrunde mit Gelächter und Tränen (und Sekt) tröpfelt der Rest des Arbeitstages relativ entspannt vor sich hin, bis um 19 Uhr endlich Wochenende ist.

Ich mache mich mit einem Topf voller verwelkterNarzissen (ein Guerilla-Gardening-Projekt) auf den Heimweg, der Mann fährt mit dem Fahrrad. Genau gleichzeitig kommen wir zuhause an. Jetzt noch schnell das Aquarium für eine Freundin aus den Keller wuchten und für morgen in den Kofferraum packen.

Dann kochten wir uns eine wundervolle Rote-Bete-Suppe und beschließen den Tag jetzt mit einem Gilmore Girls-Marathon.

That’s all, folks!

Mehr

Es ist zwar etwas klischeebehaftet, sich gerade zu dieser Jahreszeit neue Dinge vorzunehmen, aber ich möchte jetzt ja auch nicht extra abwarten, bis die Vorsatz-Saison vorbei ist. Außerdem bin ich immernoch krank (22 days and counting) und habe dadurch Muße zu reflektieren, was in meinem Leben gut ist und was noch besser werden könnte. Dass nichts an meinem Leben schlecht ist, ist ja auch schonmal eine schöne Erkenntnis. Ich nehme mir also vor, in Zukunft noch mehr von den Dingen zu tun, die mir gut tun und mein Leben bereichern:

Mehr gutes Essen

Ich habe in den letzten Tagen zweimal Brot gebacken, im Bioladen Brühe und gutes Olivenöl gekauft, mich an der Käsetheke mit leckerem Käse ausgestattet und mir bei der Zubereitung meiner Nahrung große Mühe gegeben – von der einfachen Stulle über den Obstsalat bis zum Rührei mit Tofubratwürsten und angebratenen Tomaten zum Neujahrsbrunch. Gerade sitze ich über meinen _beiden_ Mango-Kochbüchern und überlege, was ich morgen Abend koche, wenn meine ehemalige Mitbewohnerin M., die in Georgia lebt und die ich daher nur etwa ein Mal im Jahr sehe, zu Besuch kommt. Ab nächster Woche möchte ich auch wieder eine Biokiste haben. Ich liebe gutes Essen, ich koche und backe unheimlich gerne und ich mag es, mit Menschen gemeinsam Mahlzeiten zu zelebrieren. Daher: Mehr gutes Essen. (Und ab und zu dabei den Fernseher auslassen…)

Mehr dokumentieren

Wenn ich in anderen Blogs Zusammenfassungen dessen sehe, was die Betreiber in einem bestimmten  Zeitabschnitt gelesen haben oder welche Filme und Serien sie gesehen haben, werde ich immer ein wenig neidisch. Dabei liegt es ja einzig und allein an mir, mir diese Dinge aufzuschreiben. Ebenso geht es mir zum Beispiel mit den Namen von Käsesorten, mit den Dingen, die ich gekocht und in Restaurants gegessen habe, mit Serien, Büchern, Bands, Filmen, Comics, Apps, etc., die ich beim Surfen im Netz entdecke oder von Freunden empfohlen bekommen habe. Oder mit Läden, Restaurants und Markständen, die mir unterwegs so auffallen. All das möchte ich mir ab jetzt irgendwo gesammelt und gut strukturiert notieren und gegebenenfalls auch verbloggen. (Bonus-Aufgabe: eine Datenbank meiner Bücher, Filme und Alben erstellen und pflegen, am besten auch online, so dass ich nicht mehr vor den DVD-Angeboten stehe und überlege, ob ich diesen Film nicht schon letztes Jahr gekauft habe.)

Mehr Kontaktpflege mit Nicht-Kollegen

Da ich in einer Firma mit durchschnittlich sehr junger Belegschaft arbeite – meine jüngste Kollegin ist noch keine 20, der Großteil ist zwischen Mitte 20 und Mitte 30 – vermischen sich Kollegen und Freundeskreis zu einer großen Masse. Das wird natürlich noch dadurch verstärkt, dass ich viele meiner Freunde mit ins Boot geholt habe, dass der Mann auch dort arbeitet und seine Kollegen mit in die Waagschale wirft und dass ich mit sehr vielen meiner Kollegen auch bei Facebook befreundet bin. Und natürlich sind auch viele meiner Kollegen großartige Menschen, mit denen ich gerne meine Freizeit verbringe. Dummerweise führt das aber auch dazu, dass in den Gesprächen die Arbeit nie ganz außen vor bleibt und dass man sich leichter mal breitschlagen lässt, den Kollegenfreunden auch nach Feierabend, am Wochenende oder vom Krankenbett aus für Fragen zur Verfügung zu stehen. Nicht zuletzt führt es leider auch dazu, dass sich meine anderen Freunde in gemischten Runden manchmal ausgeschlossen fühlen oder ich den regelmäßigen Kontakt zu ihnen vernachlässige – ganz einfach, weil es mir nicht auffällt, da ich ja den ganzen Tag über von Freunden umgeben bin. Daher: Öfter und aktiver mit Freunden fernab vom Arbeitsumfeld treffen.

Mehr bloggen

Das trendet ja gerade sowieso. Ich merke auch immer wieder, dass es mir fehlt. Nur fehlt mir meist auch der Stoff. Aber wenn das mit den anderen Mehrs funktioniert, sollte es ja jetzt an Stoff auch nicht mehr mangeln. Im Notfall muss ich mir eine Nicht-gebloggt-Kasse einrichten, wie die Menschen von Iron Blogger Berlin. Nur gäbe es bei mir statt Bier wahrscheinlich Käse.

PS: Apropos Käse und Dokumentation – Zum Frühstück gab es Ziegengouda, Président Le Saint Morgon, Gudbrandsdalen, einen Cranberry-Käse, Cheddar und meinen neusten Favoriten, mit Dank an @fabievesper vom fabieblog, die ihn bei ihrem letzten Besuch gekauft hat, Morbier.

Mein Foto wird berühmt

Drüben in den Strichmännchenszenarien wurde heute ein Foto von mir bei den Picture Twins verwendet. es ist das vom Roten Rathaus…

Silvester-Rückblick

Silvester verbrachte ich mit drei lieben Freundinnen, Raclette und Feuerzangenbowle. Nach Mitternacht zog es uns jedoch noch raus und auf die Tanzfläche, wo der Herrscher über die Strichmännchenszenarien auflegte. Wer mag, kann ja mal einen Blick werfen – auch wenn die Fotos von mir mehr so mittel sind. Ich bin da ja nicht so 😉

Getting all soppy on Christmas Eve

Ich bin ja sonst nicht übermäßig sentimental, glaube ich. Aber wenn man so kurz vor Weihnachten krank ist und viel Zeit zum Nachdenken hat, dann kommt da doch ganz schnell ein warm fuzzy feeling ins Bäuchlein, das jetzt einfach mal hier in den Blog wandern muss.

Dieses Jahr war insgesamt eher durchwachsen für mich und trotzdem geht es mir gerade (also außer gesundheitlich) ziemlich doll gut. Das liegt an Euch, liebe Mitmenschen! Ich habe unheimlich viele tolle Sachen erlebt in diesem Jahr, so dass die nicht so tollen einfach irgendwie mit durchgerutscht sind.

Vieles hat mit den Leuten zu tun, mit denen ich Tag für Tag im Büro hocke und von denen einige mir extrem ans Herz gewachsen sind. Und einige von denen waren ja schon vorher meine Freunde und ich sehe sie jetzt jeden Tag. Großartig! Thanks for being sooooo awesome.

Ein weiterer großer Batzen sind die Leute mit denen ich Tag für Tag über das Internet verbandelt bin. Das großartige Netz schafft es, dass auch die Freunde, die weit weg leben immer ganz nah sind und Freud und Leid mit mir teilen. Und so ganz lässt sich das ja alles nicht trennen, auch die Kollegen und die Freunde hier in Berlin gehören ja zu meinem Internet-Bekanntenkreis, dem großen flauschigen Netz, das immer da ist und mich auffängt und sich ständig vergrößert.

Und mitunter lernt man über das Netz ja auch Menschen kennen, die rein virtuell zu Freunden werden. You know who you are, danke!

Ach am Liebsten würde ich hier eine Liste mit allen diesen großartigen Menschen aufstellen, aber erstens mögen einige die Publicity nicht und zweitens könnte es sein, dass ich im Eifer des Gefechts jemanden vergesse.

Also nochmal ein ganz allgemeines Danke an alle, die dieses Jahr mit mir verbracht, bequatscht, ausgewertet und belacht haben; mit denen ich die Oscar-Verleihung durchwacht habe; mit denen ich philosophierend durch Städte gelaufen bin; die mich in ihren Wohnungen bzw. Häusern empfangen und bewirtet haben; mit denen ich großartige Konzerte erlebt habe; mit denen ich gekocht, gegessen und getanzt habe; mit denen ich Filme und Serien geschaut habe; die großartig zu mir waren, auch nachdem wir uns jahrelang nicht gesehen haben; mit denen ich gechattet, gemailt, gesmst, gemmst, geskyped und telefoniert habe; mit denen ich Texte diskutiert habe; mit denen ich Minigolf gespielt habe; mit denen ich heftige, aber nicht unsanfte Wortgefechte geführt habe; die mit mir an Gewässern gesessen haben; die mich in meiner Bubble Tea-Sucht unterstützt haben; die mir verrückte Geschenke geschenkt haben; die an mich gedacht und mich besucht haben; mit denen ich Musik gehört habe; mit denen ich von alten Zeiten geschwärmt habe; die mir das Gefühl gegeben haben, dass alles gut ist und sein wird.

Danke auch dafür, dass dieses Beziehungsende so glimpflich und mit wenig schlechten Gefühlen vonstatten gegangen ist.

Danke dafür, dass Ihr lieb zu mir seid, auch wenn ich Euch auf die Nerven gehe. Danke, dass Ihr mich in Ruhe lasst und nicht nachbohrt, wenn ich keine Lust habe, emotional zu sein. Danke, dass Ihr mir Eure Sorgen anvertraut. Danke, dass Ihr mir auch bei der 20. Krankheitsmeldung auf Facebook immernoch gute Besserung wünscht. Danke, dass Ihr in meinem Leben drin seid und bleiben werdet!

Und, nicht zu vergessen: Danke dafür, dass ich dieses Weihnachten nicht allein sein werde! Danke, Familie 🙂

Adventskalender 18.12.

Ich möchte mich ja eigentlich nicht wiederholen, im Adventskalender. Aber das neulich war ja ein Weihnachtslied und heute bin ich drauf gekommen, weil ich mir grad gestern ein Ticket für das Konzert am 30. Mai im Olympiastadion gekauft habe. Dieses Video ist vom legendärsten aller legendären Konzerte in Ost-Berlin. Mit Grüßen an die Dabeigewesenen 😉

Bruce Springsteen – The River

Kurz getanzt

Gestern Abend bin ich endlich mal wieder in einem Club gewesen. Zwar nur für wenige Stunden, da ich heute Wochenenddienst hatte, aber dank der Zeitumstellung musste ich dann ja doch erst gehen, als es zum zweiten Mal um 2 war. Bemerkenswert:

  • Mein erstes Mal im Duncker, trotzdem ich schon oft darauf hingewiesen wurde. War wie im ST in Rostock, nur ohne die lästigen Unterbrechungen durch „nicht meine Musik“
  • Da meine Mittänzer sich verspätet hatten, war ich eine knappe Stunde alleine dort. Dank BlackBerry und Facebook bekam ich mit, dass ein Freund von mir gerade auf dem Weg zum Duncker war, so dass sich die Wartezeit extrem verkürzte und ich doch noch jemanden zum Quatschen hatte
  • Wenn die Musik gut genug ist, kann man auch einfach mal alleine tanzen – ewig nicht mehr gemacht
  • Auf dem Fernseher an der Cocktailbar lief eine Szene, die mir bekannt vorkam, ein Statistenpärchen in einem Café. Kurzes Warten und, Bingo! Before Sunrise lief da, einer meiner Lieblingsfilme
  • Als ich das Glas wegbrachte, lief Das Leben des Brian (Du hast gerade in zwei Blogposts hintereinander auf diesen Film verlinkt und oustest damit irgendjemanden als Mayor der Brian-Verlinker)

Hab jetzt für heute erstmal genug von sämtlichen -ismus-Diskussionen und werde mir gleich mit einem anderen Freund noch einen gemütlichen Filmabend machen.

PS: Ich stelle fest, dass meine Freunde öfter bloggen sollten. Verstehe aber auch, warum das nicht gate geht: http://twitter.com/#!/Fiann/status/130705142390591489

Zwei Neue in der Blogroll

Nachdem ich Noah Sows Deutschland Schwarzweiß verschlungen habe – dank an die Pixelamazone für den Hinweis – möchte ich sowohl das Buch als auch den Blog der Autorin allen ans Herz legen, die nein, allen. Das Blog gibts hier.

Und ein tolles neues Comic-Blog habe ich über Facebook gefunden – könnt Ihr sofort in Euren Reader übernehmen. 🙂 A Byoo-ti-ful Day.

Und wo ich gerade am Empfehlen bin – seit einer guten Woche gibt es in Mitte ein neues Café, das Café International – nur ein paar Schritte vom gleichnamigen Kino entfernt in einem typischen DDR-Baracken-Bau, riesige Fenster, gemütliches Interieur, selbstgebackene Leckereien, interessante Zeitschriftenauswahl, superfreundliches Personal. Alle mal hin da! (Muss mal eruieren, ob sie da auch WLAN haben…)