Tagebuch-5 im Mai 2019 #WMDEDGT

Ich habe es heute bis kurz vor 7 abends geschafft, ohne zu merken, dass der 5. Mai ist. Also, gemerkt habe ich das schon, aber die Verbindung gezogen, dass heute dann ja #WMDEDGT ist und ich mal tagebuchbloggen sollte, damit Frau Brüllens Sammlung sich erweitert, das habe ich gerade eben erst getan, dank eines Tweets von Jawl. Es geht wahrlich bergab mit mir… Ich versuche dann jetzt also in der Rückschau eine Zusammenfassung des Tages zu schaffen.

Gegen 4 wache ich auf, weil die Mitbewohnerin im Bad ist – da meine Schlafzimmertür für die Katzen offen bleibt, höre ich das und da ich schon um 10 ins Bett gegangen bin, werde ich davon auch wach. Ich mache mir dann wie zuletzt fast täglich Gilmore Girls auf Netflix an und schlafe wieder ein – mit Unterbrechungen (Stream hört auf, ich will wieder anmachen, merke dass ich ca. 5 Folgen verschlafen habe, suche wieder die richtige Stelle in der richtigen Folge und schlafe nach wenigen Minuten wieder ein) schlafe ich dann bis halb 9. Dann erstmal Katzen füttern und zurück ins warme Bett – Internet leerlesen und sowas. Gegen 10 treffe ich mich mit der Mitbewohnerin zum Frühstück. Bei ihr gibts Sojajoghurt mit Obst, bei mir Grießbrei mit Obst und einen vietnamesischen Kaffee (Instant-, den schenkt die Änderungsschneiderin immer beim Abholen der Kleidung und selbst Espresso zuzubereiten und Milch warm zu machen bin ich heute zu faul). Wir plaudern über dies und das – u. a. das Erstarken der Rechten im europäischen Vergleich mit einem besonderen Schwerpunkt auf Deutschland und Frankreich. Dann geht sie wieder an die Arbeit und ich beginne, den Balkon weiter auszumisten und sozusagen frühlingsfein zu machen. Am Ende fehlen eigentlich nur noch Pflanzen und dann sieht das schon ziemlich gut aus. Achja, Wäsche gewaschen habe ich zwischendurch auch noch und die gestrige vom Trockenboden geholt.

Gegen halb 1 treffe ich meine Mama beim Sport, der heute wieder erstaunlich gut läuft. Bei allen Geräten schaffe ich meine persönliche Vorgabe, bei einem kann ich mich sogar steigern. Dann laufen wir durch den blühenden Frühling zurück in die Wohnung, die Mama auch seit ein paar Wochen nicht gesehen hat – und dabei verändert sie sich grad ständig! Dann Wäsche aufhängen, Mama verabschieden und Mittag essen. Es gibt Reste von gestern: Capellini mit Tomaten-Ricotta-Sauce und dazu frische Tomaten – bei der Mitbewohnerin Salat mit gebratenen Pilzen. Tischgespräch: Fühlen wir uns wie 35? Und darf man bei Kommunalwahlen die CDU wählen, um zu verhindern, dass die AfD gewinnt? (Es geht um Sachsen.) Schon während des Essens werde ich sehr ausdauernd von Noosa gekuschelt, so dass ich hinterher noch einen Moment auf der Couch bleibe und weiter Katzen bespaße. Dann aber raffe ich mich auf, dusche den Sportschweiß weg und putze das Bad – nachdem ich das schon ungefähr eine Woche lang prokrastiniert hatte…

Hinterher geht es dann los zur Station und zur pre:publica. Ich hole mir mein Bändchen samt Namensschild und den üblichen Giveaways und treffe dann im Hof die üblichen Verdächtigen auf ein erstes – alkoholfreies, weil günstiger – Weizenbier. Es ist schweinekalt und windig, deswegen breche ich schon nach etwa 1,5 Stunden wieder auf nach Hause – völlig durchgefroren. Zuhause angekommen gibt es Abendbrot (Stulle mit Tomatenfisch, der muss langsam weg) und Bloggerei. Gleich hüpfe ich nochmal schnell in die Badewanne und wärme mich auf. Später am Abend kommen dann der Lieblingsnachbar und sein +1 vorbei auf ein Gläschen Wein. Und ab morgen ist re:publica!

Produktiver Sonnabend

Oder Samstag, wie man mag.

Aber so produktiv fing er gar nicht, ich lag nämlich noch faul im Bett, als die Mitbewohnerin gegen Mittag reinschneite. Aber kurz danach bin ich dann aufgestanden und dann ging es los – aufräumen, Wäsche waschen, einkaufen, Pfand wegbringen, Bilder aufhängen… Zwischendurch holte der Hase dann wirklich seine allerletzten Sachen ab, die ich ihm noch half, ins Auto zu tragen.

Und dann fuhr ich zum zweiten Mal in dieser Umbruchphase zu IKEA und kaufte ein paar Kleinigkeiten – u. a. Laken im richtigen Format für mein neues Bett und drei Lampen, um diejenigen zu ersetzen, die der Hase in seine neue Wohnung mitgenommen hat. Eine von den Lampen wird lustig von Haargummis zusammengehalten. Und da ich keine kaputt gemacht habe, habe ich jetzt sogar noch vier neue Haargummis. Das nenne ich mal sinnvolles Design.

Trotz all der Produktivität bleibt noch eine Menge zu tun, bis die Wohnung einen Grad von „fertig“ erreicht hat, den es sich zu feiern lohnt. Aber mit ein bisschen Glück könnte das in zwei Wochen soweit sein…

9 Jahre

Seit 9 Jahren arbeite ich heute also für diese Firma. Das ist 1 Jahr länger, als ich aufs Gymnasium ging. 2,5 Jahre länger als meine längste Beziehung. 3,5 Jahre länger als ich auf die Uni ging. Auch 3,5 Jahre länger als meine zweitlängste Beziehung. Hui, mit dem Gedanken muss man sich erstmal anfreunden.

Allerdings auch: Ich wohne schon fast 11 Jahre in Berlin. Ich bin schon seit 23 Jahren Fan dieser einen verrückten Band. So gesehen, ist es doch gar nicht so wild, dass ich jetzt schon 9 Jahre lang jeden Werktag mit denselben Leuten abhänge, oder?

In dieser Woche haben wir zwei geschätzte Kollegen verabschiedet. Zu beiden Anlässen wurde viel darüber gesprochen, was das besondere an dieser Firma ist – die Menschen. „Second to none“, wie der nicht einfache Ex-Kollegenfreund gestern sagte.

Gerade in den letzten Monaten sind mir die lieben Kolleg*innen noch ein bisschen mehr zur zweiten Familie geworden. Und ich bin sicher, dass das ganz besonders mit den großartigen Menschen in meinem Team auch noch eine ganze Weile so bleiben wird. ❤ Danke, you know who you are!

 

1000 Fragen beim Konspirativen Musizieren

Heute kann ich nicht bloggen, denn es wird konspirativ musiziert, so konspirativ wie noch nie, denn nicht einmal alle Musiker wussten davon. Aber ich, denn es war meine Idee 😉 Hier dafür 1000 Fragen.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

361. Was war deine schlimmste Lüge?

Ich bin sehr ehrlich, mitunter mehr als gut für mich ist. Maximal lasse ich Information weg, aber ich lüge nie schlimm. Welche von den kleinen Notlügen die schlimmste war, vermag ich nicht zu sagen.

 

362. Erweiterst du deine eigenen Grenzen?

Ja, immer wieder mal.

 

363. Kannst du gut Witze erzählen?

Ich konnte sie mir früher zumindest immer sehr gut merken, das hat aber nachgelassen. Ob ich sie gut erzähle weiß ich nicht, ich kenne aber auf jeden Fall Leute, die das mit Spannungsbogen und Timing besser drauf haben als ich.

 

364. Welches Lied handelt von dir?

„z. B. Susann“ von City? Naja nicht wirklich, aber das dachte ich sehr lange und durchaus berechtigt, denn besagte Zeile trifft auf mich zu und wurde von einem sehr guten Freund meiner Eltern kurz nach meiner Geburt geschrieben. Davon abgesehen finde ich durchaus ab und zu Situationen oder Empfindungen aus meinem Leben in Songtexten wieder, aber mir fällt spontan kein Lied ein, das hundertprozentig auf mich passt.

 

365. Welche kleinen Dinge kannst du geniessen?

Die Liste wäre endlos.

 

366. Wofür darf man dich nachts wecken?

Bitte nur in Notfällen oder bei wirklich, wirklich guten Nachrichten. Für alles (!) andere bin ich aus dem Tiefschlaf gerissen nicht zu gebrauchen.

 

367. Was würdest du gern an deinem Äusseren ändern?

Da könnte ich jetzt entweder eine Liste von relativ unwichtigen Kleinigkeiten aufzählen oder größer denken und sagen: Gar nichts.

 

368. Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden?

„Hoffentlich hört sie jetzt mit der Klugscheißerei auf.“

 

369. Lässt du dich leicht zum Narren halten?

Ich hoffe doch nicht. Wenn es so wäre, wüsste ich es aber vermutlich nicht.

 

370. Was würdest du gerne einmal tun, vorausgesetzt dass es nicht schiefgehen wird?

Die Pausetaste meines Lebens hier drücken und für ein paar Monate woanders hingehen. Dann aber wiederkommen und mein altes Leben genau so wieder aufnehmen können. 😉

Im Mai werde ich…

…in chronologischer Reihenfolge:

  • Den nicht einfachen Kollegenfreund würdig verabschieden und hoffen, dass aus ihm langfristig ein nicht einfacher Freund wird
  • 3 Tage auf der re:publica verbringen und in dieser Zeit wahrscheinlich wieder weder Augen noch Ohren für irgendetwas anderes haben (meine 6. übrigens schon)
  • Mit einer lieben Freundin zum Mumford & Sons Konzert gehen
  • Zur Sehschule gehen – Premiere!
  • Meinen neuen Perso und Reisepass abholen
  • Wählen gehen
  • Wenzel & Mensching live sehen
  • 4 Tage auf dem Immergut verbringen und in dieser Zeit wahrscheinlich wieder weder Augen noch Ohren für irgendetwas anderes haben (mein 8. übrigens schon, mit 6 Jahren Pause zwischen dem 6. und dem 7.)

 

…und außerdem:

  • Mit der Mitbewohnerin weiter an der Wohnung herumwerkeln und möglicherweise schon eine kleine Vor-Einweihungsparty schmeißen (vielleicht aber auch erst zu meinem Geburtstag im Juni)
  • Hoffentlich noch irgendwo Maibowle trinken – die traditionelle zum Hexenbrennen/Tanz in den Mai gab es dieses Jahr nicht
  • Hoffentlich Holunderküchl und die ersten richtig guten Erdbeeren essen
  • Möglicherweise mal raus nach Brandenburg fahren
  • Ganz viel optimistisch in die Zukunft blicken

Wie der April riecht

Inspiriert von Fräulein Read On hier wieder die olfaktorischen Monatsnotizen…

April, April, der weiß nicht was er will. Und das bezieht sich in diesem April nicht nur auf das Wetter. Es ist großes Hin und Her, Vor und Zurück, Schieben und Zerren, mit vielen positiven, aber auch vielen negativen Dingen.

Der April riecht nach Bahnhöfen und Gleisen, nach Bordbistro und Ledersitzen. Nach Hamburger Regenwetter, Bochumer Regenwetter, Münchener Sonnenschein und Nürnberger Grau. Nach authentischem indischem Essen, Sushi und fruchtigen Cocktails ebenso wie nach leckerem Eis und ordentlich Knoblauch, Ouzo und diesem Schnaps, der wie Nutella duftet.

Nach luftigen Höhen in der VIP-Loge und Rocklegende duftet der April ebenso wie nach verschwitztem Skatepunk-Publikum und intimem Indie-Gig. Der April riecht nach neuen Möbeln, unbehandeltem Holz und jeder Menge aufgewirbeltem Staub.

Er duftet nach Sonnenlicht und Frühlingsblumen, nach Sanddornwein und norddeutschem Humor. Nach sehr viel kuscheligem Katzenfell und Katzenfutteratem duftet der April genauso wie nach laufender Schnupfennase und jeder Menge Ingwer.

Der April duftet nach zwei Nächten im Club und Ostseeluft. Nach Meeresfrüchten auf den Nudeln und Algen am Strand, nach Stadthafenerinnerungen und Erdbeervorfreude und vielen, vielen guten Gesprächen.

Der April riecht nach vertrauter Zuhausigkeit und plötzlichem Fremdfühlen gleichermaßen, nach warmem Sand und kaltem Laken.

Abschied und Aufbruch und Neuanfang und erste Nächte auf dem Balkon, mit Tee, Rosé und interessanten Kräutermischungen – so riecht der April.

Fast der Neuanfang

Der April ist so gut wie vorbei und das neue Leben hat jetzt wirklich fast angefangen. Heute ging zum ersten Mal die Miete von meinem Girokonto ab. Das checkte ich morgens im Büro, während ich an den Schulungsunterlagen vom Freitag weiterarbeitete. Zwischendurch kam ein Kollege und fragte, wer heute in der Mittagspause mit ihm meditieren wollen würde und ich habe direkt mal zugesagt.

Erst hatte ich selbst noch eine kleine Schulung und dann trafen der Kollege, die beste Kolleginnenfreundin und ich uns zu einer kleinen Meditation in einem Meetingraum – zum Glück mit angenehm weichem Teppichboden. Für das erste Mal in dieser Konstellation klappte es erstaunlich gut, die beiden anderen waren ziemlich erfolgreich. Ich hingegen war zu sehr mit allem möglichen beschäftigt, was gerade so ansteht und konnte nicht wirklich loslassen. Auch dass die Beiden neben mir saßen und atmeten hat mich abgelenkt. Trotzdem war es schön, mal für eine Viertelstunde zur Ruhe zu kommen. Wir versuchen jetzt, das täglich zu machen, mal gucken, wie das so klappt.

Nachmittags war ich dann zu einer Untersuchung beim Augenarzt (alles OK, juhu!) und ging dann mit geweiteten Pupillen und verschwommener Sicht direkt nach Hause, wo schon die Katzen und die neue Mitbewohnerin auf mich warteten. Wir feierten ihren Fast-Einzug (der Großteil ihrer Sachen kommt erst am Wochenende) mit einem Tee auf dem Balkon – ich immer mit dem Blick Richtung Hauswand, weil mich die Sonne doch sehr blendete – und besprachen unsere Pläne und Prioritäten für die nächsten Tage und Wochen.

Dann räumte ich ein bisschen weiter Dinge hin und her und ruhte meine müden Augen aus. Irgendwann wurde es Zeit fürs Abendbrot, zu dem ich Artischocken und einen veganen Dip vorbereitete, die wir dann gemeinsam im Zimmer der Mitbewohnerin verspeisten – während der Hase mit zwei Helfern die letzten seiner Sachen abholte. Jetzt ist wirklich nur noch Kleinkram übrig, der entsorgt werden kann. Morgen kommt er nochmal, um etwas Geliehenes wiederzubringen und seinen Schlüssel abzugeben. Das wird dann wirklich das Ende dieser Ära… Und dann kommt der Mai und macht alles neu!

Tschüß, Bibliothek

Alle ist im Umbruch und obwohl das mit dem Aus- und Einzug sich jetzt doch noch länger hinzieht, habe ich heute einige Stunden damit zugebracht, aus der ehemaligen Bibliothek (eigentlich ein Arbeitszimmer, in dem aber eben auch alle Bücher standen, in den letzten Monaten vornehmlich und völlig zu Unrecht als Rumpelkammer genutzt) das Zimmer der neuen Mitbewohnerin zu machen. Das bedeutete zunächst einmal, noch einige Hasendinge zu verräumen, Dinge zu entsorgen, andere Dinge an provisorischen Orten zwischenzulagern und am Ende, schonmal 3/4 der Bücher samt ihren Regalen ins Wohnzimmer zu verfrachten. Ein bisschen freue ich mich ja darauf, wieder den Alltag mit einer Bücherwand zu teilen und dafür nicht in ein extra Zimmer gehen zu müssen. Für das letzte Viertel ist im Wohnzimmer aktuell noch kein Platz, aber das soll sich morgen Abend ändern. Morgen Abend trifft dann auch die Mitbewohnerin ein und kann die erste Nacht in ihrem neuen, noch fast leeren Zimmer verbringen – nur ihre Yogamatte, die ist schon da.

1000 Fragen an Tag X

Tag X stellte sich dann irgendwie doch nur als Tag X1 heraus, X2 folgt zeitnah. Also noch kein echter Start in die neue Ära, dafür einfach die nächsten der 1000 Fragen.

Der Jawl fasst die Erklärung bei sich immer schön zusammen:

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

 

351. Wie eitel bist du?

Was mein Aussehen angeht, nur sehr wenig – also ich freue mich, wenn ich gut aussehe oder für gut aussehend gehalten werde, das Gegenteil lässt mich aber relativ kalt. Anfälliger bin ich da schon in den Bereichen „Wissen“ und „Können“.

 

352. Folgst du eher deinem Herzen oder deinem Verstand?

Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dem Herzen 😉 Es gibt aber auch Situationen, wo der Verstand große Stop-Schilder aufstellt und ich die auch beachte. Gelingt mir aber nicht immer.

 

353. Welches Risiko bist du zuletzt eingegangen?

Ich habe ein paar dieser Stop-Schilder missachtet und das ging nicht besonders gut für mich aus. Aber auch nicht so schlecht, dass ich nachhaltig was draus lernen werde, glaube ich.

 

354. Übernimmst du häufig die Gesprächsführung?

Kommt drauf an, wer mein Gegenüber ist und wie dominant sein*ihr Gesprächsverhalten ist. Ich fühle mich in beiden Rollen ganz wohl.

 

355. Welchem fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie ähnelst du?

Ich glaube ich trage Aspekte von sowohl Lorelai als auch Rory in mir. Mit ein bisschen Jess (aber aus New Girl).

 

356. Was darf bei einem guten Fest nicht fehlen?

Die richtige Musik. (Und wenn es nicht erst spät am Abend anfängt: Gutes Essen.)

 

357. Fällt es dir leicht, Komplimente anzunehmen?

Ich glaube sie manchmal nicht, aber wenn ich sie nachvollziehen kann, freue ich mich schon sehr.

 

358. Wie gut achtest du auf deine Gesundheit?

Bis auf gelegentliche Unvernünftigkeiten wie das Durchtanzen von Nächten oder viele Nächte mit wenig Schlaf hintereinander, weil der soziale Kalender so voll ist: Ziemlich gut. Ich übertreibe es nicht mit Alkohol und Drogen, ernähre mich meist ziemlich gesund und ausgewogen, trinke meist ausreichend und wenn ich abends nichts besonderes vor habe, gehe ich deutlich vor Mitternacht ins Bett und wache morgens vor dem Weckerklingeln auf. Besonders letzteres habe ich mir in den letzten Jahren mühsam antrainiert, weil ich sonst recht anfällig für allerlei Krankheiten bin.

 

359. Welchen Stellenwert nimmt Sex in deinem Leben ein?

Da gibt es solche und solche Phasen.

 

360. Wie verbringst du am liebsten deinen Urlaub?

Ich bin am liebsten unterwegs und reise von einem Ort zum Anderen, sammle neue Eindrücke und esse mich durch die lokalen Spezialitäten. Wenn es dann noch nicht zu kalt ist, das Meer in der Nähe ist und ich ab und zu mal auch einfach nur faul rumliegen und lesen kann, bin ich hochzufrieden.

Bewegte Zeiten

Im Moment ist wirklich gar nichts langweilig in meinem Leben und so langsam hätte ich gerne mal wieder ein kleines bisschen Langeweile, vielleicht so für einen halben Nachmittag oder so mal. Ginge das?

Der Morgen begann heute mit dem Klingeln des Weckers (wenn man von einem feuchten Nasenstupser zwei Stunden vorher absieht, als Nimbin meinte, man könne doch vielleicht schonmal nach Frühstück fragen – mein Bescheid war abschlägig) und allein das ist schon außergewöhnlich, denn normalerweise wache ich dieser Tage (oder Wochen) von alleine und deutlich vor dem Weckerklingeln auf. Aber gestern Abend war ich nach dem Geburtstagsessen bei Papa noch auf einem Konzert (und sah die wundervollen Mumpel, Murks & die Herrscherin der Galaxis Galactic Attack sowie Mortenson live) und war dann erst nach Mitternacht im Bett. Beide Bands (mit sich teilweise überschneidendem Personal) kenne ich aus Rostock, obwohl sie jetzt wohl vornehmlich in Leipzig wohnen. Kunden, die diese Acts mögen, mögen übrigens auch Supershirt, Captain Capa und Coogans Bluff. Und das meine ich rein personell, denn alle drei Acts waren zumindest in Teilen ebenfalls auf der Bühne vertreten, was mal wieder zeigt, dass gute Musik nicht nur einen Stil kennt und gute Musiker*innen meist auch in ganz verschiedenen Musikrichtungen zuhause sind. Übrigens ein bisschen schade, dass ich mein „Tote Tiere„-T-Shirt schon Dienstag bei Millencolin vollgeschwitzt hatte, sonst hätte das gestern thematisch ja mal sowas von gepasst.

Jedenfalls schaltete ich den Wecker aus und sah diverse Nachrichten auf dem Display – eine WhatsApp-Gruppe war geradezu explodiert: Während ich schlief, wurde heute Morgen ein kleines Mobster-Baby geboren. Natürlich am Freitag, wie sich das für einen echten Mobster gehört. Möglicherweise lernen wir es nächsten Freitag zum Dinner schon kennen.

Im Büro verbrachte ich die erste Hälfte des Tages in einer spannenden Schulung, die zweite Hälfte des Tages über erstellte ich selbst Schulungsunterlagen für ein Tool. Dazwischen gab es eine spannungsgeladene Mittagspause, die sich aufgrund eines von mir unbewusst gesetzten Triggers in einem dramatischen Höhepunkt entlud und dazu führte, dass zwei Menschen laut wurden (ich nicht). Hui, das war ganz schön… Hui. Es folgten übrigens noch klärende Gespräche und eine Entschuldigung bei mir, also alles gut.

Und dann kam ich nach Hause und mir wurde so richtig klar, dass das heute Abend das Ende einer Ära ist. Morgen zieht der Hase endgültig aus der Wohnung aus, übermorgen trifft meine neue Mitbewohnerin ein. Ich selbst werde den morgigen Tag aushäusig verbringen – erste Zeitvertreibspläne sind bereits geschmiedet – und harre ein wenig aufgeregt dem emotionalen Wirrwarr, den der Tag vermutlich für mich mit sich bringen wird. Bevor das alles zu aufregend wird, verziehe ich mich dann jetzt mal besser in die Badewanne…