Heute wieder gemütlicher Morgen, bis irgendwann der Rest der Reisegruppe auftaucht, dann hektisches Herumwuseln und gegen 13:00 sind wir unterwegs und machen Touristisches. Es geht die Lighthouse Route entlang nach Nord(ost)en, mit einem ersten Zwischenstopp am Stammcafé. Heute bestelle ich mir dort einen London Fog auf Eis („lokale“ Spezialität aus Vancouver) und einen Lemon Poppyseed Scone, den ich aber dann gegen den Lemon Bar des Nifftenkinds eintausche, dem seine Auswahl nicht mundet. Ich finde zum Glück alles lecker.


Dann nehmen wir die kostenlose Kabelfähre über den Fluss und betreten damit für alle außer mich neues Terrain. Ich war auch seit 2013 nicht mehr in dieser Gegend.


Wir fahren weiter bis zum Strandfriedhof, wo die einen besonders vom Strand und dem Steineflitschen, die anderen vom Friedhof selbst begeistert sind. Ein lohnender Stopp in jedem Fall!



Die Fahrt geht dann weiter nach Lunenburg. Heute ist weder die Blue Nose im Hafen, noch sind Kreuzfahrtschiffe da, die Stadt ist also nicht so überfüllt wie sonst und wir finden für beide Autos gut einen Parkplatz. Als erstes geht es ins Fischereimuseum, in dem man viel über die marine Fauna, aber auch die lokale Geschichte erfährt. Die beiden Kinder jagen 54 der 55 verteilten Funky Fish Facts, bis das Museum um 17 Uhr schließt und langweilen sich kein Stück.



Nach dem Museum noch ein kleines Ründchen durch den Hafen, dann ist Essenszeit. Wir finden mit etwas Glück und Gedränge einen Tisch mit Hafenblick und speisen Maritimes – Fish & Chips für fast alle, die Liebstenschwester nimmt frittierte Jakobsmuscheln, ich eine Lobster Roll und nur das Teilzeitkind bleibt heute beim Hamburger.


Ich trinke endlich meinen ersten Caesar, im 30. Jahr meiner Kanadareisen, davon immerhin 26 Jahre im trinkfähigen Alter – 12 Staffeln Letterkenny haben den Boden bereitet.

Zum Nachtisch teilen wir uns zu siebt vier Stücke aus der Kuchenvitrine – Cherry Pie, Key Lime Pie, Oreo Cheesecake und Chocolate Chip Cookie Cheesecake.

Dann brauchen wir dringend einen Verdauungsspaziergang, Lunenburg bietet dafür perfektes Terrain.

Wir suchen noch vergeblich einen sehr neuen Geocache unten am Hafen, dann steigen wir in die Autos. Auch ein zweiter Geocache am Fluss bleibt unauffindbar, es ist ein wenig frustrierend. Unverrichteter Dinge fahren wir zurück zu meinen Eltern, erzählen vom Tag, planen die nächsten und fallen zwischen 22 und 23 Uhr alle in die Betten.
