Wieder mit Wecker aufgewacht, denn das Hotelfrühstück gibt es nur bis 9:30 (???). Nach einem Teil des morgendlichen Reboots geht es also zu siebt ans Buffet, das für nordamerikanische Hotelverhältnisse OK, für unsere Gewohnheiten ausbaufähig ist. Am auffälligsten ist, dass komplett auf Wegwerf-geschirr und -besteck gesetzt wird. Dafür gibt es okaye Blaubeermuffins und -bagels und das Rührei ist nicht wie neulich überwürzt, sondern halt gar nicht. Aber wofür gibt es Salzbutter? Der schlechte Kaffee stellt speziell die Autofahrer vor größere Probleme. (Vorsatz für Zuhause: Bessere Bagelquelle im Berlin erschließen oder auf Vorrat selbst backen.)

Einige von uns waren vor dem Frühstück schon schwimmen, andere gehen nach dem Frühstück noch spazieren. Ich habe einen Reboot zu vollenden und dann ist auch schon Zeit zu packen, auszuchecken, die Wasserflaschen aufzufüllen und loszufahren. Heute fährt die Liebstenmama bei uns mit, das Teilzeitkind wechselt zum Nifftenkind. So bekommen wir die Gelegenheit, die Känguru-Chroniken nochmal ganz von vorne anzufangen. Für mich spannend: Das neueste Buch ist witziger als die alten, aber vielleicht war das damals im Erscheinungsjahr auch anders.
Unabhängig voneinander landen beide Autos bei Tim Hortons für Klo und Kaffeenachschub, das gibt es großes Hallo, als ich die Liebstenschwester und die Kinder in der Schlange treffe und eine Runde Quenchers und Iced Capps ausgebe!

Noch ein letztes Elchschildfoto und dann sind wir aus New Brunswick zurück in Nova Scotia und halten bald in unserem Stammrestaurant in Truro.

Mein Mittagsmahl besteht aus einem „Dill Fish Sandwich“, also frittierten Schellfisch mit Dill-Mayo und Pommes – sehr lecker – und einem Pfirsich-Basilikum-Mocktail. Nach dem Essen geht es mit einem weiteren Coffee to go zurück auf die Straße.

Nach nochmal gut zwei Stunden Fahrt sind wir dann endlich zurück zuhause in der Bucht. Kurz Eltern begrüßen, Auto ausladen und dann erstmal Füße hoch und Blick aufs Wasser!

Bald darauf ist wieder Abendbrotzeit. Es gibt zwei Masthähnchen von der Farm nebenan mit Aprikosen-Couscous-Füllung, dazu Reis, Brokkoli, Mais, Karotten und Salat.


Hinterher sitzen wir noch bei Eis und Getränken zusammen, schmieden Pläne für morgen – den letzten Tag mit allen zusammen – und planen die Rückreise für die erste Fuhre. Nur noch zwei Nächte hier für uns, schnüff. Irgendwann fahren die anderen rüber in ihre Hütte, der Liebste verzieht sich ins Bett und das Teilzeitkind und ich lassen uns von seiner Oma und meinen Eltern Geschichten von früher erzählen. Gegen 23 Uhr gehe ich auch schlafen und überlasse dem Teenie die Alleinherrschaft über das nächtliche Haus.